Postulat Wiederkehr
953
Laut einer aussagekräftigen Untersuchung in Deutschland be- tragen die Gesundheitskosten durch ernährungsbedingte Krankheiten 15 Prozent des gesamten Aufwandes für Ge- sundheitskosten. Das bedeutet für die Schweiz über 5 Milliar- den Franken für das Jahr 1994.
Herr Prof. Dr. J. Somogyi verlangt:
Gerade bei Jugendlichen, aber auch in der gesamten Bevöl- kerung ist ein klares Fehlen an Wissen und Information über ein gesundes Konsum- und Ernährungsverhalten festzustel- len. Gesundheit fängt beim Essen und Trinken an. Erfolgrei- che Prävention heisst Ursachen- statt Symptombekämpfung.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. Februar 1995 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 février 1995 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis
95.3045 Postulat Duvoisin Kulturpolitik des Bundesrates Politique culturelle du Conseil fédéral
Wortlaut des Postulates vom 2. Februar 1995 Angesichts der Tatsachen, dass Volk und Stände einen neuen Verfassungsartikel über die Kultur abgelehnt haben, dass die Bundesmittel für Kultur gering sind und dass der Bundesrat dem Parlament gesetzliche Grundlagen für verschiedene Aus- gaben für kulturelle Zwecke unterbreiten will (vgl. Stellung- nahme zur Motion des liberalen Fraktion vom 8.12.1993, 93.3580), lade ich den Bundesrat ein, dem Parlament einen Bericht vorzulegen, der über folgende Punkte Auskunft gibt: 1. Welche kulturpolitischen Ziele will der Bundesrat auf der Grundlage der geltenden Verfassung verfolgen?
Welchen Zielen will er Priorität geben, und welche Mittel will er in naher Zukunft für die einzelnen Ziele zur Verfügung stellen?
In welchen Bereichen, die ihm nicht mehr als prioritär er- scheinen, will er wenn nötig sein kulturpolitisches Engage- ment stufenweise abbauen, und für welche Tätigkeiten, die of- fensichtlich nicht mehr aktuell sind oder keiner wesentlichen Aufgabe des Bundes mehr entsprechen, will er die Subventio- nen abschaffen?
Texte du postulat du 2 février 1995
Suite au refus par le peuple et les cantons d'un nouvel article constitutionnel sur la culture, compte tenu de la faiblesse du budget culturel fédéral, tenant compte du fait que le Conseil fédéral s'apprête à proposer au Parlement des bases légales pour des dépenses diverses à but culturel (cf. réponse à la motion du groupe libéral du 8.12.1993, 93.3580), j'invite le Conseil fédéral à présenter au Parlement un rapport qui pré- sentera notamment:
les intentions du gouvernement en matière de politique culturelle, en fonction de la base constitutionnelle actuelle;
les priorités qu'il entend se fixer en la matière, et les ressour- ces qu'il entend mettre dans un proche avenir à disposition de ces priorités;
si nécessaire, le désengagement progressif qu'il entend ef- fectuer sur les aspects de sa politique actuelle qui ne lui parais- sent plus prioritaires, ou la suppression de subventionne- ments pour des activités qui, manifestement, ne sont plus d'actualité ou qui ne représentent plus une mission essentielle de la Confédération.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Borel François, Ca- robbio, Chevallaz, Comby, Darbellay, Eggly, Graber, Loeb François, Matthey, Sandoz, Suter, Zwahlen (13)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 6. März 1995 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 6 mars 1995 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
Überwiesen - Transmis
94.3474
Postulat Wiederkehr Sichere Frontgitter bei Strassenfahrzeugen Calandres des véhicules routiers
Wortlaut des Postulates vom 7. Oktober 1994
Der Bundesrat wird ersucht, Artikel 26 der Verordnung über Bau und Ausrüstung der Strassenfahrzeuge dahingehend zu präzisieren, dass Frontgitter-Aufbauten generell nur zulässig sind, wenn diese aus nachgiebigen, stossabsorbierenden Ma- terialien gefertigt sind.
Damit ist den durch die Unfallmedizin belegten Erkenntnissen Rechnung zu tragen und die Gefährdung von Fussgängern und Velofahrern sowie von Autoinsassen bei Seitenkollisionen zu vermeiden.
Den kantonalen Strassenverkehrsamtern ist mit einem klaren Verordnungstext ein unverhältnismässiger, individueller Nachweis der Gefährlichkeit solcher erst nach der Typenprü- fung angebrachter Konstruktionen zu ersparen. Als Vorbild kann das bestehende Verbot von gefährlichen Kühlerfiguren dienen.
Es ist zu verhindern, dass die bedeutenden sicherheitsmässi- gen Fortschritte, welche im Automobilbau, etwa durch Kon- struktion von weicheren Frontpartien, erzielt wurden und wer- den, durch Tolerierung von unnötigen, gefährlichen Teilen zu- nichte gemacht werden.
Mit der Vorschrift über die verwendeten Materialien soll auch ein Anreiz geschaffen werden, die Frontgitter zu einem stoss- absorbierenden Sicherheitselement zu gestalten.
Abweichungen sollen für gewerblichen, land- oder forstwirt- schaftlichen Zwecken dienende Fahrzeuge möglich sein.
Texte du postulat du 7 octobre 1994
Le Conseil fédéral est prié de préciser, à l'article 26 de l'ordon- nance sur la construction et l'équipement des véhicules rou- tiers, qu'en général, seules sont autorisées les calandres fabri- quées avec des matériaux flexibles, qui amortissent les chocs. Il importe effectivement de tenir compte des informations four- nies par la médecine des accidents et de réduire le danger au- quel sont exposés les piétons, les cyclistes, ainsi que les auto- mobilistes lors d'une collision latérale.
76-N
Postulat Loeb François
954
N
24 mars 1995
L'adoption d'un texte d'ordonnance plus précis évitera aux of- fices cantonaux de la circulation routière une tâche difficile: en effet, ils doivent prouver le danger de telles constructions, qui ne sont montées qu'après l'homologation. L'interdiction ac- tuelle des figurines peut servir d'exemple.
Il convient d'éviter que les progrès considérables réalisés dans la construction automobile en matière de sécurité, grâce, entre autres, à la fabrication de pièces frontales plus souples, soient réduits à néant, comme ce sera le cas si le montage de parties inutiles et dangereuses reste autorisé.
L'entrée en vigueur d'une prescription relative aux matériaux utilisables devra également encourager la transformation des calandres des véhicules routiers en pièces de sécurité qui amortissent les chocs.
Des dérogations devront pouvoir être accordées aux véhicu- les utilisés à des fins artisanales, commerciales, agricoles et sylvicoles.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumberger, Bortoluzzi, Bühler Simeon, Caccia, Engler, Eymann Christoph, Früh, Gonseth, Hafner Ursula, Jaeger, Jeanprêtre, Keller Anton, Le- dergerber, Leuenberger Moritz, Loeb François, Maeder, Meier Samuel, Nabholz, Rychen, Segmüller, Seiler Rolf, Stamm Ju- dith, Steinegger, Strahm Rudolf, Thür, Tschäppät Alexander, Tschopp, Vollmer, Wanner, Wick, Zbinden, Zwygart (32)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 11. Januar 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 janvier 1995
Die Problematik der Frontgitter, Rammbügel usw., die im Falle einer Kollision mit Fussgängern oder Zweiradfahrern eine er- hebliche Erhöhung der Verletzungsgefahr bewirken können, ist bekannt Aus diesem Grund wurde im Entwurf der BAV- Änderung, welche Anfang Dezember 1994 in die Vernehmlas- sung gegeben wurde, eine Bestimmung aufgenommen, wo- nach nachträglich angebrachte Vorrichtungen keine zusätzli- che Verletzungsgefahr bei Kollisionen mit Fussgängern oder Zweiradfahrern bewirken dürfen.
Damit soll den Vollzugsbehörden die Möglichkeit gegeben werden, bei nicht zur serienmässigen Ausrüstung des Fahr- zeugs gehörenden Frontgittern, Rammbügeln usw. vermehrt einzuschreiten. Da die gefährlichsten dieser Frontgitter nach- träglich angebrachte Teile sind, wird mit der erwähnten Mass- nahme die Gefährdung wesentlich gesenkt.
Schwieriger ist die Situation dann, wenn Frontgitter bereits se- rienmässig vorhanden sind. Denn mit der gleichen BAV-Ände- rung werden unsere nationalen Ausrüstungsvorschriften mit den entsprechenden Bestimmungen der EU harmonisiert, welche bewirkt, dass Fahrzeuge mit einer EU-Genehmigung in der Schweiz ohne erneute Prüfung zugelassen werden kön- nen. Das EU-Recht enthält jedoch - wie unsere derzeitige Ver- ordnung über Bau und Ausrüstung der Strassenfahrzeuge - keine spezifischen Vorschriften über solche Vorrichtungen. Somit kann die Zulassung entsprechend ausgerüsteter Fahr- zeuge, die über eine EU-Genehmigung verfügen, nicht verhin- dert werden.
Nachdem das Anliegen bereits geprüft worden ist und die möglichen Schritte, soweit sie mit dem Ziel der EU-Harmoni- sierung vereinbar sind, unternommen wurden, kann das Po- stulat als erfüllt abgeschrieben werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat als erfüllt abzu- schreiben.
Abgeschrieben - Classé
94.3507
Postulat Keller Rudolf Fahrzeugführerausweise in Kreditkartenform Permis de conduire sous forme de cartes de crédit
Wortlaut des Postulates vom 1. Dezember 1994 Der Bundesrat wird gebeten zu prüfen, ob er künftig die Füh- rerausweise für Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer in Kreditkartenform abgeben kann.
Texte du postulat du 1er décembre 1994 Le Conseil fédéral est invité à examiner la possibilité de déli- vrer des permis de conduire sous forme de cartes de crédit.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bischof, Ruf, Stalder, Steffen (4)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Neu werden die Identitätskarten in der praktischen Kreditkar- tenform herausgegeben. Es wäre wünschenswert, wenn dies künftig auch für die Führerausweise aller Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer möglich würde.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 15. Februar 1995 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 15 février 1995 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
94.3525
Postulat Loeb François Schaffung einer orangen Parkzone in der Signalisationsverordnung Ordonnance sur la signalisation routière. Zone de stationnement orange
Wortlaut des Postulates vom 8. Dezember 1994 Der Bundesrat wird gebeten, die Einführung einer orangen Parkzone, analog der blauen Zone, mit einer Parkierungs- dauer von z. B. zwei bis drei Stunden zu prüfen.
Texte du postulat du 8 décembre 1994 Le Conseil fédéral est invité à étudier la possibilité de créer des zones orange, analogues aux zones bleues, dans lesquelles la durée de stationnement serait par exemple de deux à trois heures.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Cincera, Eymann Christoph, Frey Walter, Friderici Charles, Miesch, Philipona (7)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die blaue Zone wird in Städten immer mehr ausgedehnt, wo- bei die Quartierbewohner mit entsprechender Bewilligung von der Einhaltung der beschränkten Parkzeit richtigerweise aus- genommen sind. Viele der von weissen in blaue Parkplätze umfunktionierten Abstellplätze dienten früher dem regionalen Zubringerverkehr verschiedenster innerstädtischer Dienstlei- stungen. Die Benutzer dieser Dienstleistungen stellten ihr
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Wiederkehr Sichere Frontgitter bei Strassenfahrzeugen Postulat Wiederkehr Calandres des véhicules routiers
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Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1995
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3474
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
24.03.1995 - 08:00
Date
Data
Seite
953-954
Page
Pagina
Ref. No
20 025 508
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