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2 février 1995
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Loi sur l'énergie atomique. Révision partielle
Zehnte Sitzung - Dixième séance
Donnerstag, 2. Februar 1995, Vormittag Jeudi 2 février 1995, matin
08.00 h Vorsitz - Présidence: Frey Claude (R, NE)
94.008
Atomgesetz. Teilrevision Loi sur l'énergie atomique. Révision partielle
Botschaft, Gesetz- und Beschlussentwürfe vom 19. Januar 1994 (BBI I 1361) Message, projets de loi et d'arrêté du 19 janvier 1994 (FF | 1341)
Beschluss des Ständerates vom 29. September 1994 Décision du Conseil des Etats du 29 septembre 1994 Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN
A. Atomgesetz A. Loi sur l'énergie atomique
Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière
Meyer Theo (S, BL), Berichterstatter: Unser Rat ist beim vorlie- genden Geschäft Zweitrat. Der Ständerat hat bereits gute Vor- arbeit geleistet, und zwar eine derart gute, dass in der Kom- mission für Umwelt, Raumplanung und Energie kaum mehr eine Diskussion in Gang gekommen ist.
Der Ständerat hat den Teil, den man als «Lex Wellenberg»> be- zeichnen könnte, von dieser Vorlage abgekoppelt und zurück- gestellt. Ebenfalls hat der Ständerat den vom Bundesrat neu eingeführten Artikel 7a wieder herausgestrichen. Es war auch schon vorher so, dass eine Baubewilligung für ein Kernkraft- werk nicht in einem Schritt erlangt werden konnte, sondern dass Teilbewilligungen nach und nach freigegeben worden sind. Beim AKW Leibstadt z. B. waren es über 400 Teilbewilli- gungen.
Nachdem die «Lex Wellenberg>> herausgebrochen war, war die restliche Teilrevision unbestritten. Man muss sich fast fra- gen, ob etwas, das derart unbestritten ist, auch noch seinen Zweck erfüllt; ob es sich lohnt, da noch zu legiferieren. Wir sind dezidiert der Meinung, dass das so ist, ja, dass dieser Teil so- gar sehr dringend ist. Ich möchte das begründen.
In den letzten Jahren, z. B. in Irak nach dem Golfkrieg oder in Pakistan, wurden Bau- und Maschinenteile identifiziert, die in der Schweiz hergestellt worden waren und die klar im Zusam- menhang mit einer atomaren Aufrüstung dieser Länder zu se- hen sind. Ebenso ist seit dem Zusammenbruch der Sowjet- union ein Handel und Schmuggel mit spaltbarem Material und anderen radioaktiven Metallen entstanden, was alles andere als harmlos ist. Wenn die Schweiz nicht zur Drehscheibe für diese dubiosen Geschäfte werden soll, dann müssen nicht nur die Einfuhr, Durchfuhr und Ausfuhr einer Bewilligung unter- stellt werden, sondern auch die Vermittlung. Sonst wird es bei uns immer Leute geben, die von der Schweiz aus alles organi- sieren und am Schluss die Hände in Unschuld waschen, weil
das Plutonium oder irgendein anderer Stoff dieser Kategorie physisch gar nie in der Schweiz vorhanden war.
Nach dem geltenden Recht beträgt die Maximalstrafe 20 000 Franken, und die absolute Verjährung tritt bereits nach zwei Jahren ein. Das ist völlig ungenügend und hat dazu geführt, dass einige Firmen straffrei davonkamen. Wenn man weiss, welche Summen in diesem Bereich verdient werden, so sind 20 000 Franken keineswegs abschreckend, sondern etwas für die Spesenkasse. Die Strafandrohungen werden deshalb mit Recht massiv erhöht. Der neue Artikel 34a sieht als Strafe Ge- fängnis oder Busse bis zu 1 Million Franken vor, in schweren Fällen Zuchthaus bis zu zehn Jahren und Busse bis zu 5 Millio- nen Franken. Dies wären etwa Fälle, in denen Täter besonders skrupellos handeln. Damit derartige Täter auch gerichtlich be- langt werden können, wird die Verjährungsfrist auf fünf Jahre erhöht. Diese Verschärfung ist massiv; wenn man sich aber Rechenschaft darüber gibt, welche Folgen solche Taten ha- ben können, so sind die Strafandrohungen nicht übertrieben. Die Urek hat diese Vorlage sehr speditiv und konzentriert be- handelt. Wir haben nicht einmal ein Haar in der Suppe ent- deckt. Wenn eine Sache so klar und unbestritten ist, sollte man sie nicht zerreden.
Ich bitte Sie deshalb, auf die Vorlage einzutreten und diese zü- gig zu behandeln. Es gibt genügend andere Vorlagen, wo wir uns wieder streiten können.
Chevallaz Olivier (R, VD), rapporteur: Non, je vous assure que mon intervention, en tant que rapporteur de la commission en langue française, ne va pas retracer les tenants et aboutis- sants de la loi sur l'énergie atomique, et moins encore aborder le recours à l'énergie atomique en lui-même. Les tentations auraient pu cependant être fortes, vous en conviendrez avec moi.
Trois raisons essentielles me conduisent à vous dresser un bref rapport Premièrement, la qualité et la concision du rap- port de M. Meyer Theo.
Deuxièmement, votre commission, à l'instar d'ailleurs du Conseil des Etats, a traité cet objet avec sérieux, bien sûr, mais aussi avec célérité et pratiquement à l'unanimité: 20 voix sans opposition - avec une abstention - en faveur du projet du Conseil fédéral au sein de la commission, et l'unanimité du plénum du Conseil des Etats, raison du classement en catégorie IV du présent débat.
Troisièmement, l'intitulé du message ne laisse planer aucun doute. Il ne s'agit que d'une révision partielle de la loi sur l'énergie atomique et de l'arrêté fédéral concernant cette loi. En précisant «partielle» dans un domaine aussi sensible que celui de l'énergie atomique, on admet implicitement qu'une révision complète est en cours, laquelle abordera, complétera et précisera certaines dispositions. Selon les astres et devins consultés, on ose risquer l'année 1996 pour une nouvelle consultation, la précédente ayant été faite avant le moratoire frappant la construction de centrales nucléaires, et avant le dé- pôt des initiatives antinucléaires; la sortie du message, quant à elle, pouvant être prévue pour 1997, pour autant que la planifi- cation pour la prochaine législature le confirme.
La révision partielle de la loi comprend essentiellement des adjonctions, des précisions et certaines contraintes supplé- mentaires liées à l'élimination des déchets radioactifs, aux au- torisations, aux prérogatives en matière de décision et aux prescriptions relatives à la non-prolifération des armes nu- cléaires, rendues plus sévères, incluant notamment des préci- sions au sujet de l'activité d'intermédiaires. Des infractions touchant articles ou technologies nucléaires sont beaucoup plus sévèrement punies, selon l'article 34a (nouveau) en parti- culier et dans le projet de révision partielle qui vous est fait, que cela n'est le cas aujourd'hui. L'obligation de dénoncer, qui concerne essentiellement les autorités chargées de l'octroi des autorisations et du contrôle ainsi que les organes de po- lice, et l'entraide administrative sont elles aussi plus contrai- gnantes.
Autant de précisions et d'exigences qui ont paru, soit indis- pensables, soit judicieuses, aux yeux des membres de votre commission, qui ont, rappelons-le, accepté à l'unanimité moins une abstention le projet du Conseil fédéral.
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Atomgesetz. Teilrevision
Avant de vous proposer d'en faire de même, je tiens à relever que votre commission vous invite à suivre la décision du Conseil des Etats, lequel a apporté quelques très modestes corrections au plan rédactionnel et a biffé l'article 7a qui stipu- lait, à son alinéa 1er: «L'autorisation peut soumettre certains travaux de détail, liés à une activité autorisée, à une autorisation d'exécution préalable délivrée par l'autorité de surveillance.» Le sentiment, pour ne pas dire la conviction profonde, tant du Conseil des Etats que de votre commission, est bien que ces «Bewilligungen» ou autorisations ne devraient être reprises, pour autant encore que cela soit nécessaire, que dans le ca- dre de la révision totale de la loi. Les dispositions actuelles pa- raissent en effet suffisantes.
C'est à l'unanimité moins une abstention que votre commis- sion vous invite à accepter le projet de révision partielle de la loi sur l'énergie atomique selon la décision du Conseil des Etats.
Ogi Adolf, Bundesrat: Bei der vorliegenden Teilrevision geht es, wie die beiden Kommissionsreferenten zum Ausdruck ge- bracht haben, um Vorschriften, die der Nichtverbreitung von Kernwaffen, der Nonproliferation, dienen.
Es ist wichtig festzuhalten, dass ursprünglich auch vorgese- hen war, Ihnen eine Teilrevision des Bundesbeschlusses zum Atomgesetz zu beantragen. Damit sollte das Bewilligungsver- fahren für Lager für radioaktive Abfälle vereinfacht werden. Der Bundesrat hat Ihnen mit Botschaft vom 19. Januar 1994 einen entsprechenden Entwurf vorgelegt Unmittelbarer Anlass dazu war eine Motion Fischer-Seengen.
Die Urek des Ständerates beschloss jedoch am 7. April 1994, die Detailberatung bezüglich der Vereinfachung der Bewilli- gungsverfahren für Abfallager einstweilen zurückzustellen. Die Kommission erteilte uns den Auftrag, den Entwurf zu über- arbeiten. Letztes Jahr hat die Verwaltungskontrolle des Bun- desrates (VKB), verschiedene Entscheidverfahren bei Gross- projekten überprüft. Mitte Dezember lieferte sie einen Bericht ab, und der Bundesrat wird voraussichtlich Anfang März die- ses Jahres dazu Stellung nehmen können. Gestützt darauf werden wir der Urek des Ständerates einen Zusatzbericht über die Resultate des VKB-Berichtes - mit einer Würdigung der Resultate - für die Revision des Bewilligungsverfahrens für La- ger für radioaktive Abfälle vorlegen.
Der Ständerat und die Urek Ihres Rates haben der Aufteilung der bundesrätlichen Revisionsvorlage am 29. September 1994 bzw. am 31. Oktober 1994 zugestimmt.
Wir haben grosses Verständnis für diese Aufteilung und wollen auf die Situation im Kanton Nidwalden wegen des Rahmenbe- willigungsgesuches für das Projekt Wellenberg Rücksicht zu nehmen. Dort stimmte die Gemeinde Wolfenschiessen Mitte 1994 dem Vertrag über die Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen und am 2. Dezember 1994 einer mit dem Projekt Wellenberg zusammenhängenden Zonenplanänderung zu. Der Nidwaldner Landrat wiederum hat im Oktober 1994 eine entsprechende Richtplanänderung verabschiedet Am 17. Ja- nuar 1995 hat der Regierungsrat des Kantons Nidwalden zum Rahmenbewilligungsgesuch Wellenberg grundsätzlich posi- tiv Stellung genommen. Über diese Stellungnahme und über die bergrechtlichen Konzessionen entscheiden jedoch noch die Nidwaldner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, voraus- sichtlich an einer Volksabstimmung im kommenden Juni. Die Arbeiten am Projekt Wellenberg kommen also zurzeit voran. Ich möchte an dieser Stelle der Gemeinde Wolfenschiessen und dem Kanton Nidwalden für das entgegengebrachte Ver- trauen sehr danken.
Zur Verschärfung der Vorschriften über die Nonproliferation: Diesen Teil hat der Ständerat vom Teil betreffend das Bewilli- gungsverfahren abgetrennt und vorweg behandelt Er hiess die Vorlage am 29. September 1994 mit 27 zu 0 Stimmen gut. Die Urek Ihres Rates wiederum hat sie nach kurzer Diskussion mit 20 zu 0 Stimmen bei 1 Enthaltung gutgeheissen.
Die Vorlage wurde von beiden Kommissionssprechern erläu- tert; ich brauche darauf nicht mehr einzutreten. Ich möchte nur folgendes sagen: Die Bekämpfung der illegalen Verbreitung von Nukleargütern ist ein sehr aktuelles Thema; die Schweiz braucht daher dringend ein griffiges Atomgesetz. Es geht hier
um die Glaubwürdigkeit der Schweiz im Ausland und letztlich auch um die eigene Sicherheit. Ich bitte Sie, auf die Vorlage einzutreten.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L'entrée en matière est décidée sans opposition
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Ziff. I, II Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, ch. I, Il Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Namentliche Gesamtabstimmung Vote sur l'ensemble, par appel nominal (Ref .: 1122)
Für Annahme des Entwurfes stimmen - Acceptent le projet: Aguet, Béguelin, Binder, Bircher Peter, Borer Roland, Bühl- mann, Bundi, Bürgi, Caccia, Carobbio, Cavadini Adriano, Che- vallaz, Cincera, Comby, Cornaz, Darbellay, Deiss, Dettling, Die- ner, Dreher, Dünki, Eggenberger, Epiney, Eymann Christoph, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Frey Walter, Fritschi Oscar, Früh, Gadient, Giger, Graber, Gros Jean-Michel, Gros- senbacher, Hämmerle, Heberlein, Hegetschweiler, Hess Otto, Hildbrand, Hollenstein, Iten Joseph, Jäggi Paul, Jenni Peter, Jöri, Keller Anton, Kern, Leuba, Leuenberger Ernst, Maeder, Mamie, Matthey, Mauch Rolf, Maurer, Meier Hans, Meier Sa- muel, Meyer Theo, Misteli, Müller, Neuenschwander, Oster- mann, Perey, Raggenbass, Reimann Maximilian, Ruckstuhl, Rutishauser, Schenk, Scherrer Jürg, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Schmid Samuel, Schmidhalter, Schmied Walter, Schni- der, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Spielmann, Spoerry, Stalder, Stamm Judith, Steffen, Steinegger, Steinemann, Steiner Ru- dolf, Theubet, Thür, Tschopp, Tschuppert Karl, Vetterli, Vollmer, Wanner, Wittenwiler, Zisyadis, Zwygart (93)
Dagegen stimmen - Rejettent le projet: Bäumlin, Fankhauser, Weder Hansjürg
(3)
Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: Bugnon (1)
Stimmen nicht - Ne votent pas:
Allenspach, Aregger, Aubry, Bär, Baumann Ruedi, Baumann Stephanie, Baumberger, Berger, Bezzola, Bischof, Blatter, Blocher, Bodenmann, Bonny, Borel François, Borradori, Bor- toluzzi, Brügger Cyrill, Brunner Christiane, Bührer Gerold, Camponovo, Caspar-Hutter, Columberg, Couchepin, Danu- ser, de Dardel, David, Dormann, Ducret, Duvoisin, Eggly, Eng- ler, Fasel, Fehr, von Felten, Fischer-Sursee, Friderici Charles, Giezendanner, Gobet, Goll, Gonseth, Grendelmeier, Gross Andreas, Gysin, Haering Binder, Hafner Ursula, Hari, Herczog, Hess Peter, Hubacher, Jaeger, Jeanprêtre, Keller Rudolf, Kühne, Ledergerber, Leemann, Lepori Bonetti, Leu Josef, Leu- enberger Moritz, Loeb François, Maitre, Marti Werner, Ma- spoli, Mauch Ursula, Miesch, Moser, Mühlemann, Nabholz, Narbel, Nebiker, Oehler, Philipona, Pidoux, Pini, Poncet, Rechsteiner, Robert, Rohrbasser, Ruf, Ruffy, Rychen, Sandoz, Savary, Scherrer Werner, Schweingruber, Segmüller, Sieber, Singeisen, Stamm Luzi, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Stucky, Suter, Tschäppät Alexander, Weyeneth, Wick, Wiederkehr, Wyss William, Zbinden, Ziegler Jean, Züger, Zwahlen (102)
Präsident, stimmt nicht - Président, ne vote pas: Frey Claude (1)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
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02.02.1995 - 08:00
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