E 4 octobre 1994
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Interpellation Cottier
«Rail 2000» dès qu'il appert de manière tangible que grâce à la nouvelle offre de prestations (en particulier, rames à caisson inclinable, voitures à deux étages), il sera possible de renon- cer entièrement ou partiellement à la construction des nou- veaux tronçons prévus à l'article 2.
Le Conseil fédéral est chargé de soumettre au Parlement en temps opportun un projet de nouvel arrêté fédéral concernant les crédits d'engagement pour les étapes suivantes du projet de «Rail 2000» - partie CFF.
Gadient Ulrich (V, GR), Berichterstatter: Die von der Kommis- sion eingereichte Motion ist die logische Folge des Antrages der Kommission, vom Bericht des Bundesrates über die erste Etappe von «Bahn 2000» Kenntnis zu nehmen.
Mit dem Auftrag der Motion soll die Weiterführung des Projek- tes «Bahn 2000» sichergestellt werden; es soll aber auch do- kumentiert werden, dass das Parlament bei der Verwirkli- chung dieses Projektes seine Verantwortung wahrnimmt. Die Kommission ist der Auffassung - der Rat hat implizit die- selbe Ansicht vertreten -, dass die Verwirklichung der ersten Etappe des Projektes insofern keine Änderung des Bundesbe- schlusses bedingt, als das Kernstück des Projektes, die Strecke Mattstetten-Rothrist, als erste Etappe wie vorgesehen gebaut wird. Indessen wird in einem späteren Zeitpunkt zu be- stimmen sein, was mit den weiteren, in Artikel 2 des Bundes- beschlusses genannten Linien zu geschehen hat.
Da unter den heutigen Umständen offensichtlich nicht gesagt werden kann, ob diese Strecken dereinst gebaut werden sol- len oder ob es möglich sein wird, darauf zu verzichten - dank des neuen Angebotskonzepts oder aufgrund technischer Ver- besserungen beim Rollmaterial oder aus welchen Gründen auch immer -, muss der Bundesrat nach Auffassung der Kom- mission beauftragt werden, falls sich der Bau einer dieser Strecken als unnötig erweisen sollte, eine formelle Änderung des Bundesbeschlusses vorzulegen. Die Motion soll überdies zur Transparenz bei der Realisierung des Projektes beitragen, indem das Parlament zu informieren ist, sobald sich über die Zukunft der Folgeetappen Genaueres abzeichnet Die Motion verlangt deshalb vom Bundesrat Bericht und Antrag, sobald feststeht, ob dank des neuen Angebotskonzepts auf den Bau einer oder mehrerer Strecken verzichtet werden kann. Die Kommission betont damit ihre Auffassung, dass diese vier Strecken den Grundpfeiler des Projektes darstellen und dass ein teilweiser Verzicht eine Änderung des Bundesbeschlusses betreffend das Konzept «Bahn 2000» bedingen würde, dem Volk und Parlament zugestimmt haben. Für die weiteren Etap- pen ist rechtzeitig ein neuer Bundesbeschluss über Verpflich- tungskredite zu unterbreiten. Hier bringt die Kommission so- mit klar zum Ausdruck, dass das Konzept «Bahn 2000» in sei- nen wesentlichen Zügen realisiert werden soll.
Präsident: Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzu- nehmen.
Überwiesen - Transmis
93.3214
Interpellation Cottier Infragestellung der Linie Genf-Romanshorn über Lausanne-Freiburg-Bern im Projekt «Bahn 2000»
Remise en cause de la ligne Genève-Romanshorn par Lausanne-Fribourg-Berne dans le projet de «Rail 2000»
Wortlaut der Interpellation vom 28. April 1993
Ich ersuche den Bundesrat, zur Realisierung der Linie Genf- Romanshorn über Lausanne, Freiburg und Bern im Rahmen von «Bahn 2000» Stellung zu nehmen. Diese Linie dient als Verbindung zwischen dem Westen und dem Osten unseres Landes. Im Projekt, das vom Volk gutgeheissen worden war, fi- guriert diese Linie als prioritäre Verkehrsachse.
Ist der Bundesrat immer noch bereit, diese Linie aufrechtzuer- halten?
Texte de l'interpellation du 28 avril 1993
J'interpelle le Conseil fédéral sur la réalisation, dans le cadre de «Rail 2000», de la ligne Genève-Romanshorn par Lau- sanne, Fribourg et Berne. Ce trajet servant de liaison entre l'ouest et l'est du pays figure dans le projet approuvé par le peuple comme axe prioritaire.
Le Conseil fédéral est-il disposé à maintenir cette ligne?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Piller (1)
Cottier Anton (C, FR): Par l'interpellation que j'ai déposée en avril 1993, j'ai exprimé la préoccupation partagée, au moment du dépôt de l'interpellation, par de nombreux milieux de la Suisse romande, de voir la liaison entre la Romandie et la Suisse alémanique de «Rail 2000» coupée.
En effet, au vu d'une croissance démesurée des coûts, le pro- jet devait être réduit. Or, il existait, à ce moment-là, des élé- ments précis dont j'avais connaissance, selon lesquels la li- gne du «Mittelland» reliant Genève à Romanshorn devait être divisée en deux parties, ce qui aurait obligé les voyageurs à changer de train à Berne. Cela eût été inadmissible.
Une année après le dépôt de mon interpellation, le Conseil fé- déral a fixé les priorités. Il a réduit, certes, le projet des lignes reliant la Suisse romande à la Suisse allemande, mais l'essen- tiel a été sauvé. Et là, j'approuve aussi la décision prise par le Conseil fédéral.
Sij'ai bien compris la décision gouvernementale, de nouveaux convois ferroviaires, des compositions à deux étages et l'aug- mentation du nombre des trains amélioreront les liaisons entre la Suisse romande et la Suisse allemande. Mon interpellation a donc été utile.
Je prie M. le conseiller fédéral de me fournir les derniers élé- ments sur la desserte future, dans le cadre de «Rail 2000», de la ligne de Genève à Romanshorn passant par le «Mittelland».
Ogi Adolf, Bundesrat: In Ergänzung zu meinen Ausführungen und zum schriftlichen Text, den Sie, Herr Cottier, erhielten, möchte ich folgendes hinzufügen:
Die Linie Genf-Lausanne-Bern-Ostschweiz wird im Rahmen von «Bahn 2000» nicht etwa abgebaut, sondern verstärkt. Diese Linie ist, wie Herr Piller vorhin gesagt hat, die zentrale Ost-West-Verbindung des schweizerischen Eisenbahnnet- zes. Sie wird in der ersten Etappe von «Bahn 2000» sowohl be- züglich des Angebotes als auch der Reisezeit eindeutig aufge- wertet Ich verweise dazu auf den Bericht über die erste Etappe von «Bahn 2000» und auf meine Ausführungen dazu. Anlässlich der Beratungen von «Bahn 2000» in den eidgenös sischen Räten und in den Kommissionen in den Jahren 1985
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Interpellation Onken
bis 1987 wurde aber die Gleichstellung der Jurafusslinie mit der Mittellandlinie beschlossen. Dieser Beschluss wird mit der ersten Etappe auch vollzogen. Damit wird die Romandie noch besser mit der deutschen Schweiz und mit dem Mittelland ver- bunden. Die Fahrzeit auf der Strecke Lausanne-Biel-Zürich wird damit um 35 Minuten reduziert; auf der Mittellandlinie Zürich-Bern-Fribourg-Lausanne werden 15 Minuten ein- gespart.
Der Vollausbau des Abschnittes Lausanne-Fribourg würde rund 1 Milliarde Franken kosten und eine weitere Fahrzeitver- kürzung von 10 Minuten bringen. Die Investitionen können in der ersten Etappe von «Bahn 2000» nicht verantwortet wer- den. Der erzielbare Nutzen steht in keinem Verhältnis zum Auf- wand, zu den Kosten. Zudem würden in Lausanne die An- schlüsse verschlechtert, da die Züge vom Jurasüdfuss 10 Mi- nuten nach den Berner bzw. Freiburger Zügen ankommen würden. Der Knoten Lausanne würde somit sogar auseinan- derfallen. Die Umsteigebedingungen würden verschlechtert. Im Anhang 7 des Berichtes über die erste Etappe von «Bahn 2000» - auf diesen Anhang 7 möchte ich Sie verweisen, Herr Cottier - ist für jedermann verständlich dargestellt, warum diese Etappe nur den Tunnelausbau der Freiburger Strecke umfasst und nicht den Gesamtausbau wie seinerzeit vor- gesehen.
Ich hoffe, dass diese zusätzlichen Informationen, die allgemei- nen Informationen von vorher sowie die schriftliche Informa- tion, die Sie erhielten, Sie so weit bewegen konnten, dass Sie sich von der Stellungnahme des Bundesrates betreffend Ihre Interpellation befriedigt zeigen können.
Cottier Anton (C, FR): Je suis satisfait de la réponse. Je pense que le Conseil fédéral, dans ces circonstances, a sauvegardé au mieux les intérêts de la Suisse romande.
93.3521
Interpellation Onken «Bahn und Bus 2000». Regionalverkehr in der Ostschweiz «Rail et Bus 2000». Trafic régional en Suisse orientale
Wortlaut der Interpellation vom 8. Oktober 1993
Das Konzept «Bahn und Bus 2000» wird, entgegen ursprüngli- cher Absichten und Zusicherungen, mehr und mehr auf die nachfragestarken Bereiche des Netzes konzentriert. Damit werden abermals die Rand- und Bergregionen benachteiligt. Die versprochene flächendeckende Verbesserung des Ver- kehrsangebots wird nicht erbracht. Insbesondere die Ost- schweiz kommt erneut zu kurz.
Ich frage deshalb den Bundesrat:
Wie will er die Grundidee von «Bahn und Bus 2000» auch in der Ostschweiz glaubhaft aufrechterhalten und die unge- schmälerte Einbindung dieses Landesteils in das Konzept ge- währleisten?
In welcher Form gedenkt er den Forderungen zu genügen, den Regionalzugsverkehr verbindlich in das Konzept «Bahn und Bus 2000» einzubinden?
In welcher Form sollen die bestehenden Angebotslücken geschlossen und namentlich die Kapazitätserweiterung auf der Strecke Zürich-Winterthur bewirkt werden? Wie will der Bundesrat zudem die Versprechung des Halbstundentaktes auf der Thurtallinie und der Schnellzugsverbindung Zürich- Kreuzlingen/Konstanz einlösen?
Wie gewichtet der Bundesrat eigentlich die Anforderungen der Besiedlungspolitik, der Raumplanung, der Regionalpolitik und des Umweltschutzes gegenüber den zurzeit einseitig do- minierenden betriebswirtschaftlichen Überlegungen? Und
wie werden die teilweise recht unbedeutenden Spareffekte ge- gen die einschneidenden Nachteile des Leistungsabbaus und den schleichenden «Kreditverlust» der SBB valorisiert und auf- gerechnet?
Texte de l'interpellation du 8 octobre 1993
A l'encontre des intentions initiales et des assurances don- nées, le projet «Rail et Bus 2000» est de plus en plus axé sur les secteurs du réseau où la demande est forte, ce qui constitue un nouveau désavantage pour les régions périphériques et celles de montagne. L'amélioration des prestations de trans- port dans tout le pays n'est pas réalisée, contrairement aux promesses faites. La Suisse orientale notamment est défavori- sée une fois de plus.
Je demande par conséquent au Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
Comment entend-il réaliser l'idée essentielle du projet «Rail et Bus 2000» en Suisse orientale aussi et assurer l'intégration complète de cette partie du pays dans le réseau prévu?
Sous quelle forme a-t-il l'intention de satisfaire la demande visant à garantir l'inclusion du trafic ferroviaire régional dans le projet?
De quelle façon comblera-t-on les lacunes constatées dans les prestations fournies actuellement et comment augmen- tera-t-on notamment la capacité de la ligne Zurich-Winter- thour? Comment le Conseil fédéral prévoit-il en outre de tenir la promesse qu'il a faite d'instaurer la cadence semi-horaire sur la ligne de la vallée de la Thur et d'assurer la liaison par trains directs entre Zurich et les villes de Kreuzlingen et de Constance?
Quelle importance le Conseil fédéral accorde-t-il réellement aux impératifs de la politique d'occupation du territoire et d'aménagement de celui-ci, de la politique régionale et de la protection de l'environnement face aux considérations écono- miques actuellement prédominantes? Comment a-t-on l'in- tention de valoriser les économies souvent minimes réalisées, vu les énormes inconvénients d'un démantèlement des pres- tations et de la perte de crédit progressive qui en résulte pour les CFF?
Quelle est l'idée directrice qui détermine les décisions du Conseil fédéral lorsqu'il doit choisir entre le train et le bus, entre le rail et la route? Étant donné que les ETC sont égale- ment concernées, des conséquences difficilement prévisibles pour les cantons découlent souvent de ces choix; comment pourront-ils participer aux décisions à prendre?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Onken Thomas (S, TG): Wie schon erwähnt, habe ich die Be- gründung meines Vorstosses bereits mit dem Votum geliefert, das ich vorhin zum Bericht über die erste Etappe von «Bahn 2000» gehalten habe. Nachdem Bundesrat Ogi im Rah- men jener Diskussion nicht auf meine Fragen eingegangen ist, bin ich nun auf seine Antwort gespannt.
Ogi Adolf, Bundesrat: Ich danke Ihnen, Herr Onken, dass Sie meine Antwort auf Ihre Interpellation jetzt noch entgegenneh- men. Ich habe die allgemeine Diskussion nicht unnötig verlän- gern wollen. Sie sind der Ansicht, dass die Ostschweiz bei der ersten Etappe von «Bahn 2000» vergessen wurde, und Sie stellen in diesem Zusammenhang mehrere Fragen. Ich er- gänze die schriftlichen Unterlagen, die Sie vom Sekretariat be- kommen haben, und ich ergänze meine Ausführungen von heute morgen.
Das Konzept «Bahn 2000» wird in der Ostschweiz bereits mit · der ersten Etappe schrittweise verwirklicht. Die für das Knoten- prinzip notwendigen Fahrzeiten werden zum Teil dank dem Einsatz von modernerem Rollmaterial mit aktiver Wagenka- stenneigung erreicht. Ich habe zur Kenntnis genommen, dass
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Cottier Infragestellung der Linie Genf-Romanshorn über Lausanne- Freiburg-Bern im Projekt "Bahn 2000"
Interpellation Cottier Remise en cause de la ligne Genève-Romanshorn par Lausanne- Fribourg-Berne dans le projet de "Rail 2000"
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1994
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Anno
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III
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
10
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3214
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Numero dell'oggetto
Datum 04.10.1994 - 08:00
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Data
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