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Motion Frick
rat ermächtigt, die für die Erreichung der Ziele des Umwelt- schutzgesetzes geeigneten Mittel zu bestimmen. Von dieser Kompetenz hat er in den Artikeln 31 bis 34 der Luftreinhalte- Verordnung (LRV) vom 16. Dezember 1985 Gebrauch ge- macht. Der Bundesrat stellt auch fest, dass das Bundesgericht bei seiner bisherigen Praxis nie an der Gesetzmässigkeit der Massnahmenpläne gezweifelt hat.
Der Bundesrat stellt deshalb den Antrag, die Motion sei abzu- lehnen.
Erwägungen der Kommission
Die Kommission schliesst sich grundsätzlich der Meinung des Bundesrates und des Bundesgerichtes an, dass die Gesetz- mässigkeit der Massnahmenpläne gegeben ist. Ein Massnah- menplan ist ein zweckmässiges verwaltungsinternes Koordi- nationsinstrument
Die Kommission stellt dazu fest, dass die Motion acht Jahre nach dem Inkrafttreten des Umweltschutzgesetzes einge- reicht wurde und ein Jahr vor Ablauf der Frist, innerhalb wel- cher die Massnahmenpläne hätten ausgearbeitet werden sol- len (Art. 3| Abs. 3 LRV). Nachdem die Massnahmenpläne von 24 Kantonen bereits vorliegen, wäre eine Änderung der Rechtsgrundlage zum jetzigen Zeitpunkt problematisch. Die Motion bringt auch nicht zum Ausdruck, was an der Zweckbe- stimmung des Massnahmenplans als verwaltungsinternes Koordinationsinstrument geändert werden müsste.
Für eine Ablehnung der Motion spricht dazu, dass sich inzwi- schen die Revision des Umweltschutzgesetzes in der parla- mentarischen Beratung befindet. Die Problematik der Mass- nahmenpläne kann demnach im Rahmen dieser Revision un- tersucht werden.
Das sind für die Kommission die wichtigsten Gründe, die für die Ablehnung der Motion sprechen.
Die Kommission ist jedoch gleichzeitig der Auffassung, dass sich der Bundesrat in seiner Berichterstattung über den Stand des Umweltschutzes in der Schweiz substantiell auch zur Be- deutung und Effizienz dieser Massnahmenpläne äussern muss.
Der Vertreter des Bundesrates hat diese Zusicherung gege- ben, dass im nächsten Umweltbericht «Zur Lage der Umwelt in der Schweiz» das Instrument «Massnahmenpläne gemäss Luftreinhalte-Verordnung» ausführlich dargestellt und über die damit gewonnenen Erfahrungen berichtet wird.
Schüle Kurt (R, SH) présente au nom de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'éner- gie (Ceate) le rapport écrit suivant:
Prise de position du Conseil fédéral
Dans sa prise de position du 30 novembre 1992, le Conseil fé- déral se réfère à l'article 39 alinéa 1er, à l'article 16 alinéas 2 et 3 et à l'article 17 de la loi sur la protection de l'environnement (LPE) qui lui confèrent expressément la compétence de déci- der des moyens appropriés pour atteindre les objectifs fixés dans la LPE. Le Conseil fédéral a rempli ce mandat en édictant les articles 31 à 34 de l'ordonnance du 16 décembre 1985 sur la protection de l'air (OPair). Le Conseil fédéral relève en outre que le Tribunal fédéral, dans sa pratique actuelle, n'a jamais remis en cause la légalité des plans des mesures.
Le Conseil fédéral propose par conséquent de rejeter la motion.
Considérations de la commission
La commission se rallie pour l'essentiel à l'opinion du Conseil fédéral et du Tribunal fédéral concernant la légalité des plans des mesures. Le plan des mesures constitue un instrument de coordination interne à l'administration conforme aux objectifs fixés par la LPE.
La commission constate à ce propos que la motion a été dépo- sée huit ans après l'entrée en vigueur de la loi sur la protection de l'environnement et un an avant l'expiration du délai fixé pour l'élaboration des plans des mesures (art. 31 al. 3 OPair). Les plans des mesures de 24 cantons ayant déjà été établis, une modification de la base légale ne manquerait pas de po- ser des problèmes à l'heure actuelle. La motion n'indique pas
non plus en quoi l'affectation du plan des mesures en tant qu'instrument de coordination interne à l'administration de- vrait être modifiée. Au demeurant, le Parlement a entrepris une révision de la loi sur la protection de l'environnement. Il s'avé- rerait par conséquent plus judicieux de repousser celle-ci, la problématique des plans des mesures pouvant alors être étu- diée dans le cadre de la révision.
Tels sont donc, aux yeux de la commission, les principaux ar- guments en faveur du rejet de la motion.
Cependant, de l'avis de la commission, le Conseil fédéral de- vra démontrer de manière substantielle l'importance et l'effica- cité des plans des mesures dans son rapport sur l'état de la protection de l'environnement en Suisse.
Le représentant du Conseil fédéral a assuré que l'instrument «Plans des mesures conformément à l'ordonnance sur la pro- tection de l'air» serait présenté dans le prochain rapport «L'état de l'environnement en Suisse», lequel exposera également les résultats obtenus en la matière.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt mit 8 zu 0 Stimmen bei 2 Enthal- tungen, die Motion abzulehnen.
Proposition de la commission
La commission propose, par 8 voix sans opposition et avec 2 abstentions, de rejeter la motion.
Abgelehnt - Rejeté
93.3565
Motion Frick Schaffung eines Eidgenössischen Jugendparlamentes Institution d'un Parlement fédéral des jeunes
Wortlaut der Motion vom 6. Dezember 1993
Der Bundesrat wird beauftragt, die organisatorischen und ma- teriellen Grundlagen zu schaffen und gegebenenfalls die ge- setzlichen Grundlagen vorzulegen, um die Eidgenössische Jugendsession zu einer festen, periodischen Einrichtung zu machen.
Die Jugendsession, welche vergangenes Wochenende zum zweitenmal im Bundeshaus stattgefunden hat, ist ein Mittel zur politischen Integration und zum Verständnis zwischen den po- litischen Generationen. Sie fördert das demokratische Be- wusstsein der Jugendlichen und ihr Verständnis für die politi- schen und parlamentarischen Institutionen. Sie ermöglicht den Jugendlichen aber auch, ihre politischen Anliegen zu arti- kulieren, eigene Ideen und Projekte zur eidgenössischen Poli- tik zu lancieren. Damit wird der Meinungsaustausch zwischen ihnen und der Bundespolitik verbessert, und die Jugendses- sion kann den Parteien und den eidgenössischen Räten Im- pulse für ihre Arbeit vermitteln.
Texte de la motion du 6 décembre 1993
Le Conseil fédéral est chargé de créer les bases matérielles et organisationnelles et, au besoin, d'élaborer les bases légales nécessaires pour faire de la Session des jeunes une institution stable siégeant à intervalles réguliers.
La Session des jeunes, qui s'est tenue le week-end dernier au Palais fédéral pour la seconde fois, est un instrument propre à favoriser l'intégration politique des jeunes et la compréhen- sion entre les générations. Elle stimule la conscience démo- cratique des jeunes et leur permet de micomprendre les insti- tutions politiques et parlementaires. Elle leur permet égale- ment d'exprimer ce qui leur tient à coeur, de formuler leurs
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28 septembre 1994
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Motion Frick
idées et de présenter leurs projets en matière de politique fé- dérale. Elle constitue donc un forum qui favorise les échanges de vues entre les jeunes et les milieux politiques de la Confé- dération et qui est susceptible de donner des idées neuves aux partis et aux Chambres fédérales.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Beerli, Bisig, Bloetzer, Cot- tier, Huber, Küchler, Onken, Petitpierre, Piller, Plattner, Roth, Schiesser, Schüle, Simmen, Zimmerli (15)
Frick Bruno (C, SZ): Meine Motion, die von 15 Mitgliedern un- seres Rates unterzeichnet worden ist, will den Bundesrat be- auftragen, die organisatorischen und materiellen Grundlagen zu schaffen, um ein Eidgenössisches Jugendparlament zu in- stitutionalisieren.
Ich habe die Motion am 6. Dezember 1993 anlässlich der zweiten Jugendsession, die im Nationalratssaal durchgeführt wurde, eingereicht Ich war an der Vorbereitung beteiligt, in- dem ich half, die Sessionsteilnehmer aus der Innerschweiz vorzubereiten, und ich war auch als Zuschauer an der Session dabei. Diese Session legte Zeugnis von interessierten und ver- antwortungsbewussten Jugendlichen mit klaren Vorstellun- gen ab. Sie hat ihre Anregungen in drei Petitionen gefasst. An- dere politische Mittel haben die Jugendlichen ja nicht.
Die drei Petitionen zu den Bereichen Arbeit und Bildung, Ge- walt in der Gesellschaft und politische Partizipation wurden der Nationalratspräsidentin und unserem Ratspräsidenten übergeben. Unter anderem war in diesen Petitionen auch der Wunsch nach einer regelmässigen Jugendsession enthalten. Was soll eine Jugendsession? Sie ist ein ausgezeichnetes Mit- tel zur politischen Integration der Jugend und zum Verständ- nis zwischen den politischen Generationen. Sie fördert das de- mokratische Bewusstsein der Jugendlichen und ihr Verständ- nis für die politischen und parlamentarischen Institutionen. Dadurch erzielt sie ihre grösste Wirkung: sie schafft nämlich bei der Jugend Vertrauen in die Politik.
Eine Jugendsession ermöglicht unseren jungen Mitbürgerin- nen und Mitbürgern aber auch, ihre politischen Anliegen zu ar- tikulieren und selber Ideen und Projekte zur eidgenössischen Politik zu lancieren. Damit wird zum einen der Meinungsaus- tausch zwischen der Jugend und uns als Vertretern der eta- blierten Politik verbessert, zum anderen vermittelt eine Ju- gendsession aber auch Impulse für unsere Arbeit. Ich darf Ih- nen sagen, dass ich persönlich von den Ergebnissen der bei- den Jugendsessionen profitiert habe. Der Austausch soll nicht bloss auf kantonaler und auf Gemeindeebene erfolgen, er muss ebenso auf Bundesebene stattfinden, denn Bern ist im politischen Bewusstsein der Jugend ein mindestens ebenso wichtiger Faktor wie Chur, Sarnen, Frauenfeld oder Delsberg. Es muss also unser Ziel sein, die Anliegen der Jugend ernst zu nehmen und die jungen Menschen mit unserer anspruchsvol- len Demokratie vertraut zu machen. Die Jugend gewinnt nur, wer sich ernsthaft um sie kümmert. Simon Wiesenthal sagt, dass es die totalitären Ideologien zu allen Zeiten verstanden hätten, die unkritischen, unzufriedenen und enttäuschten Ju- gendlichen in ihren Bann zu ziehen, während - und das ist wichtig - die etablierte Politik zu sehr mit sich selber beschäf- tigt sei. Er hat so recht!
Als etablierte Politikerinnen und Politiker ist es unsere Auf- gabe, uns nicht bloss mit Lippenbekenntnissen zu begnügen, sondern den offenen Zugang der Jugend zum politischen Le- ben mitzugestalten und zu fördern. Es war gerade die Stärke der Jugendsession 1993, dass sie sich nicht zum ideologi- schen Vehikel machen liess. Sie hat sich damit wohltuend von der parteipolitisch vorgespurten ersten Jugendsession (1991) abgehoben. Das soll auch künftig so sein. Dass sich die Ju- gendlichen selber auf die Sache konzentriert haben, schlug sich in einer Reihe beachtenswerter politischer Eingaben zu Themen nieder, die unsere Jugend besonders beschäftigen. Wer diese Eingaben zur Kenntnis nimmt, sieht, dass unsere Jugend verantwortungsbewusst ist und verantwortungsbe- wusst mitgestalten will.
Was die Ausgestaltung eines Jugendparlamentes und einer Jugendsession betrifft, so stelle ich mir - das in Abweichung zur eigentlichen Petition der Jugendsession - nicht ein institu-
tionalisiertes Parlament analog zu National- und Ständerat vor, in das Jugendliche gewählt werden, die dann unsere Ge- schäfte aus ihrer Sicht vorberaten.
Die Jugendsession soll ein Instrument sein, wo Jugendliche alljährlich politische Themen, die sie besonders betreffen, auf schweizerischer Ebene beraten und uns auch Impulse geben können. Wenn wir diesen Dialog pflegen, gewinnen wir auch die Jugend.
In zwei Monaten findet hier im Parlament die dritte Jugendses- sion statt. Erklären wir heute, dass wir ihre Anliegen aufneh- men und bereit sind, die politische Integration der Jugend auch auf Bundesebene zu fördern! Wer von der Jugend mor- gen die politische, demokratische Dividende beziehen will, muss heute das politische Kapital investieren.
Nun haben Sie, Frau Bundesratin Dreifuss, in der Antwort auf die analoge Motion im Nationalrat erklärt, sie als Postulat ent- gegenzunehmen. Wie ich Sie verstanden habe, wollen Sie un- ser Anliegen prüfen, und zwar sogar noch breiter, als es die Motion verlangt, indem Sie nebst dem eigentlichen Jugend- parlament noch weitere Formen jugendpolitischer Teilnahme prüfen und dabei auch die Ergebnisse der nächsten Jugend- session einbeziehen wollen. Mir ist das recht. Entscheidend ist, dass wir die Jugend als Partner ernst und für voll nehmen und dass wir das Vertrauen der Jugend in die politischen und demokratischen Institutionen fördern können.
Ich bitte Sie, Frau Bundesrätin, sich bereit zu erklären, meine Motion in diesem Sinn als Postulat entgegenzunehmen, und das Geschäft rasch voranzutreiben. Den Rat bitte ich, diesen für unsere Jugend politisch wichtigen Markstein zu setzen.
Dreifuss Ruth, conseillère fédérale: Je remercie M. Frick, non seulement d'avoir modifié la motion et d'avoir accepté qu'elle soit transformée en postulat, mais surtout d'avoir présenté ce problème ici.
C'est un problème qui gagne en actualité semaine après se- maine. Nous courons actuellement effectivement le risque de voir une partie de la jeunesse, de plus en plus grande peut- être, se détourner de la politique, découragée par certains ré- sultats, découragée par ce travail de Sisyphe qui est le sien. Je crois que dès que l'on prend au sérieux sa volonté d'agir politi- quement dans le cadre des règles du jeu existant, on assiste au contraire à une énergie, à un dynamisme, à une volonté d'agir qui est extraordinaire. J'en veux pour preuve, par exem- ple, l'initiative populaire «pour notre avenir au coeur de l'Eu- rope», mais aussi mon expérience de la semaine dernière avec le «Jugendrat» d'Obwald et la rencontre, que ce soit en Appenzell Rhodes-Extérieures ou à Genève, de ces jeunes qui s'engagent dans les Parlements des jeunes au niveau canto- nal. Mais cela ne suffit pas; souvent leurs intérêts sont juste- ment des intérêts qui portent plutôt sur la politique internatio- nale, sur la politique d'environnement, par exemple, sur des domaines qui sont très clairement de la compétence de la Confédération, et c'est pourquoi nous devons veiller à ce qu'ils puissent s'exprimer à ce niveau.
Le Conseil fédéral pense donc que les sessions des jeunes sont un moyen, parmi d'autres, de favoriser l'intégration des jeunes dans la vie politique et d'améliorer la compréhension entre les générations. Après la première session des jeunes en 1991, il s'est d'ailleurs déclaré prêt à soutenir financièrement une autre session des jeunes qui - vous venez de le dire - aura lieu les 11 et 12 novembre 1994. Elle sera axée sur les thèmes de l'environnement et du climat. C'est dire avec quel intérêt j'écouterai ce que les jeunes ont à nous dire, surtout lorsqu'on voit que déjà dans la première session ils s'étaient attachés à ce thème avec beaucoup de sérieux et avaient fait des proposi- tions que votre Commission de l'environnement, de l'aména- gement du territoire et de l'énergie en particulier et votre plé- num avaient prises en considération. Les travaux préparatoi- res pour la session de novembre 1994 sont menés par un co- mité d'organisation qui a été institué par le Conseil suisse des activités de jeunesse, sur mandat de l'Office fédéral de la culture, et ces travaux préparatoires se poursuivent de façon satisfaisante.
Le Conseil fédéral pense pourtant qu'une institutionnalisation d'un Parlement des jeunes au niveau fédéral comme le pro-
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Postulat Büttiker
pose malgré tout la motion, en tout cas sous sa forme littérale - vous y avez apporté des nuances dans votre présentation -, aurait des conséquences matérielles et organisationnelles im- portantes qu'il convient, dans l'état actuel des finances fédéra- les, mais également dans une volonté de faire participer le plus de jeunes possible, d'étudier avec soin. Instituer de façon permanente un Parlement des jeunes n'est d'ailleurs qu'une manière parmi d'autres pour les jeunes de participer à la vie politique et d'en influencer le cours.
D'autres modèles pourraient tout aussi bien concourir à at- teindre les buts fixés par vous-même et par votre collègue du Conseil national: communication entre les jeunes et la Confédération, développement de la conscience démocrati- que, meilleure intelligence des institutions parlementaires et politiques.
Selon le Conseil fédéral, il convient donc d'étudier, sur la base des expériences faites lors des sessions qui ont déjà eu lieu, différents modèles, différentes formes de participation politi- que des jeunes, dont bien sûr l'institution d'un Parlement des jeunes. Il faudra tirer les enseignements des sessions des jeu- nes qui se sont également tenues aux échelons cantonaux et locaux. La deuxième conférence des Parlements des jeunes, qui aura elle aussi lieu au mois de novembre prochain, exami- nera notamment la possibilité d'une coopération entre les Parlements des jeunes cantonaux et communaux de la Suisse. C'est une initiative extrêmement intéressante et les jeunes des différents cantons font déjà des échanges d'expé- riences de façon à ce que ce qui se passe dans un canton puisse également servir à leurs collègues d'un autre canton. La notion de participation constitue par ailleurs un élément prioritaire de la politique de la jeunesse du Conseil de l'Eu- rope. Un groupe de travail du Comité directeur pour la coopé- ration intergouvernementale, dont fait partie le responsable des services de la jeunesse de l'Office fédéral de la culture (OFC), est en train de préparer un projet de recommandation sur «la participation des jeunes et le futur de la société civile». Tel est le titre de cette recommandation qui sera soumise au Comité des ministres prochainement. Lorsque la question aura été soigneusement étudiée, le Conseil fédéral sera prêt à examiner, avec les organisations des jeunes, comment les sessions de ceux-ci et d'autres formes de participation politi- que des jeunes pourraient être institutionnalisées et intégrées dans la politique fédérale. Le Conseil fédéral examinera s'il est possible ou nécessaire de légiférer à cet effet.
Vu son intention d'étudier toutes ces questions encore ouver- tes, le Conseil fédéral demande donc que la motion Frick soit transformée en postulat. C'est dire aussi qu'il accepte très vo- lontiers le postulat que vous lui présentez et qu'il le traitera avec diligence.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
94.3067
Postulat Büttiker Maturitätstermin und Hochschulbeginn koordinieren Examens de maturité et entrée à l'université. Meilleure coordination
Wortlaut des Postulates vom 1. März 1994
Der Bundesrat wird aufgefordert, die Initiative zu ergreifen, um in Zusammenarbeit mit den Kantonen eine bessere zeitliche Koordination von Mittelschulabschluss und Hochschulan- schluss in der Schweiz zu erreichen.
Texte du postulat du 1er mars 1994
Le Conseil fédéral est invité à prendre l'initiative afin d'obtenir, en collaboration avec les cantons, une meilleure coordination des dates des examens de maturité avec l'entrée à l'université.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Beerli, Bühler Robert, Lore- tan, Onken, Rhinow, Rhyner, Simmen (7)
Büttiker Rolf (R, SO): In letzter Zeit bin ich wieder häufiger von Mittelschülerinnen und Mittelschülern darauf angesprochen worden, ob der Mittelschulabschluss zu Jahresbeginn (Früh- jahr/Frühsommer), und der Hochschulbeginn im Oktober nicht besser aufeinander abgestimmt werden sollten. Worum geht es?
Ein Teil der Mittelschüler in der Schweiz muss zwischen der Maturität und dem Studienbeginn an der Hochschule eine un- freiwillige Pause einlegen. Der direkte Anschluss an die Hoch- schule ist in mehreren Kantonen nicht mehr gewährleistet: So- lothurn, Thurgau, teilweise Zürich, St. Gallen, Aargau usw. Während der Studienbeginn an den Hochschulen praktisch überall auf den Herbst (Oktober) fixiert ist, hat sich mit dem neuen Schulbeginn (etwa Mitte August), bei gleicher Dauer der Mittelschulzeit (viereinhalb Jahre) der Maturitätstermin in vielen Kantonen auf Jahresbeginn (Frühjahr/Frühsommer) verschoben. Um anschliessend ein Hochschulstudium aufzu- nehmen, muss in diesen Fällen eine Wartezeit von rund drei- viertel Jahren in Kauf genommen werden. In der Schweiz be- ginnen 17 Mittelschulen mit den Maturitätsprüfungen im Ja- nuar, 1 im März, 89 im Juni, 8 im Juli, 1 im August und 21 im September. Auf der anderen Seite stellen wir fest - und bekla- gen es auch -, dass in der Schweiz die Hochschulabsolventen im Vergleich zum Ausland zu alt werden und dass die Studien- dauer zu lange ist.
Die Schliessung der Lücke zwischen dem Mittelschulab- schluss und dem Hochschulanschluss ist auch ein Instrument gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Denn die Schliessung der zeitlichen Lücke zwischen Maturität und Hochschulbeginn verhindert auch, dass Mittelschulabgängerinnen und Mittel- schulabgänger, die fast ein Jahr auf die Aufnahme des Studi- ums an einer Hochschule warten müssen, der Arbeitslosen- kasse zur Last fallen. Denn in der heutigen Arbeitsmarktlage ist es für eine Absolventin oder für einen Absolventen der Mit- telschule nicht einfach, einen befristeten Job zu finden. Das Problem wird auch nicht gelöst, wenn im neuen Arbeitslosen- versicherungsgesetz eine Karenzfrist eingebaut wird. Für die Betroffenen wird die Wartezeit bis zum Hochschulbeginn um so härter, obwohl kein eigenes Verschulden vorliegt.
Ein koordinierter, fliessender Übergang ist in der heutigen Zeit erwünscht. Angesichts dieser Tatsachen wäre es wohl sinnvoll, in der Schweiz den Mittelschulabschluss in den einzelnen Kan- tonen besser mit den Hochschulanschlüssen zu koordinieren und fliessende Übergänge zu machen. Allein, der Bund wird sich hinter dem Bildungsföderalismus in unserem Lande ver- schanzen und tatsächlich kaum über ein wirksames Instrument verfügen, die Maturitätstermine zu vereinheitlichen. Trotzdem wäre es wohl für den «Denkplatz Schweiz» von Vorteil, wenn der Bundesrat mit den kantonalen Erziehungsdirektoren in dieser Angelegenheit einmal ein ernsthaftes Wort sprechen würde.
Man kann dem Postulat vorwerfen, es sei nicht richtig adres- siert. Aber ich glaube, es bringt auch nichts, wenn man den kantonalen Erziehungsdirektoren in dieser Angelegenheit ei- nen Brief schreibt. Als man den Bildungsartikel abgelehnte, sagte man auf der anderen Seite auch, der Bundesrat sollte in solchen Fällen die Angelegenheit mit den kantonalen Erzie- hungsdirektoren koordinieren.
Es kommt noch ein anderes Argument dazu: Wir müssen auch an die Zusammenarbeit mit unseren europäischen Nachbarn denken. Sicher wäre es auch aus europäischer Sicht vorteil- haft, wenn die Prüfungstermine und die Studienbeginne ge- samtschweizerisch harmonisiert würden. Es wäre also auch im Hinblick auf das grösser werdende Europa sinnvoll, die von Kanton zu Kanton unterschiedlichen Zeitspannen zwischen Maturitätstermin und Hochschulanschluss zu koordinieren. In diesem Sinne bitte ich Sie, der Überweisung des Postulates zuzustimmen.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Frick Schaffung eines Eidgenössischen Jugendparlamentes Motion Frick Institution d'un Parlement fédéral des jeunes
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1994
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
07
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3565
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
28.09.1994 - 08:00
Date
Data
Seite
943-945
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Pagina
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