Motion du Conseil national
930
E
28 septembre 1994
Sie beantragt Ihnen einstimmig Eintreten und Zustimmung zum Entwurf zum Bundesbeschluss zum Protokoll der Ände- rung des Europäischen Übereinkommens zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L'entrée en matière est décidée sans opposition
Gesamtberatung - Traitement global
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Titre et préambule, art. 1, 2
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes
30 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
94.011-2
Tierschutz. Übereinkommen (Internationaler Handel) Protection des animaux. Convention (Commerce international)
Botschaft und Beschlussentwurf vom 26. Januar 1994 (BBI II 370) Message et projet d'arrêté du 26 janvier 1994 (FF II 366) Beschluss des Nationalrates vom 9. Juni 1994 Décision du Conseil national du 9 juin 1994
Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière
Gemperli Paul (C, SG), Berichterstatter: Zur Ausgangslage: Das Übereinkommen über den internationalen Handel mit ge- fährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen aus dem Jahre 1973 sieht als Vertragsparteien lediglich souveräne Staaten vor. Supranationalen Organisationen ist somit eine Mitgliedschaft verwehrt.
Nachdem die Europäische Gemeinschaft die Absicht bekun- det hatte, den Vollzug des Übereinkommens in ihren Mitglied- staaten einheitlich zu organisieren, stellten über ein Drittel der damaligen Vertragsstaaten im März 1979 den Antrag, eine aus- serordentliche Tagung der Vertragsstaatenkonferenz abzuhal- ten, bei der das Übereinkommen in dem Sinne geändert wer- den sollte, dass auch Organisationen wie die Europäische Ge- meinschaft Mitglieder werden können. Die ausserordentliche Tagung fand am 30. April 1983 in Gaborone, Botswana, statt. Zum Inhalt der Änderung: Artikel XXI (Beitritt) des Überein- kommens wird so geändert, dass über- oder zwischenstaatli- che Organisationen der regionalen Wirtschaftsintegration, de- nen von ihren Mitgliedstaaten entsprechende Kompetenzen eingeräumt worden sind, dem Übereinkommen beitreten kön- nen. Sie erklären bei ihrem Beitritt den Umfang ihrer Zustän- digkeiten in bezug auf das Übereinkommen. Im Rahmen die- ser Zuständigkeiten erfüllen sie die Rechte und Pflichten ihrer Mitgliedstaaten, die sich aus dem Übereinkommen ergeben. Die supranationale Organisation übernimmt also die Kompe- tenzen, die ihr von ihren Mitgliedstaaten übertragen worden sind. An der Vertragsstaatenkonferenz können bei Abstim- mungen entweder die einzelnen Mitgliedstaaten oder aber die Organisation mit den Stimmen ihrer Mitgliedstaaten teilneh- men. Es sind also beide Möglichkeiten offen.
Zur Genehmigung: Einer Genehmigung durch die Schweiz steht nichts im Wege. Unser Land stand der Änderung des Übereinkommens von Anfang an positiv gegenüber, vertrat aber den Standpunkt, dass eine Genehmigung erst in Frage komme, wenn die Änderung von den EG-Mitgliedstaaten selbst, von denen sich einzelne gegen eine Übertragung von Kompetenzen auf die Gemeinschaft gewehrt hatten, geneh- migt worden ist. Inzwischen haben aber sämtliche Mitglied- staaten der EU, bis auf Griechenland, die Änderung geneh- migt. Ein Beitritt der Schweiz scheint unter diesen Umständen gerechtfertigt. Auch hier ergeben sich keine finanziellen oder personellen Konsequenzen.
Ebenso ist klarerweise das Erfordernis der Verfassungsmäs- sigkeit erfüllt.
Die Komission für Wissenschaft, Bildung und Kultur beantragt Ihnen ebenfalls einstimmig Eintreten auf den Beschlussent- wurf und Genehmigung desselben.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L'entrée en matière est décidée sans opposition
Gesamtberatung - Traitement global
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Titre et préambule, art. 1, 2
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 33 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
92.3491
Motion des Nationalrates (Bischof) Frostschutz im Kuhstall Motion du Conseil national (Bischof) Antigel dans les écuries
Wortlaut der Motion vom 29. September 1993 Der Bundesrat wird ersucht, zusammen mit der FAG (Eidge- nössische Forschungsanstalt für viehwirtschaftliche Produk- tion, Grangeneuve) gesetzliche Bestimmungen auszuarbei- ten, damit das Frostschutzmittel Propylenglykol, das den Kü- hen verabreicht wird, unterbunden respektive verboten wird.
Texte de la motion du 29 septembre 1993
Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer conjointement avec la FAG (Station de recherches sur la production animale, Grangeneuve) les dispositions légales qui permettront d'interdire l'utilisation du propylèneglycol, un antigel admini- stré aux vaches.
Iten Andreas (R, ZG) unterbreitet im Namen der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) den folgenden schriftlichen Bericht:
Am 29. September 1993 beschloss der Nationalrat mit 24 gegen 22 Stimmen, die Motion Bischof vom 7. Dezember 1992 zu überweisen. Der Bundesrat wird darin ersucht, zu- sammen mit der FAG (der Eidgenössischen Forschungsan- stalt für viehwirtschaftliche Produktion in Grangeneuve) ge- setzliche Bestimmungen auszuarbeiter, um das Frostschutz- mittel Propylenglykol zu unterbinden respektive zu verbieten.
September 1994
s
931
Unlauterer Wettbewerb. Bundesgesetz
Das Antigefriermittel Propylenglykol wird den Kühen verab- reicht, nachdem sie das erste Kalb geworfen haben. Es verhin- dert Stoffwechselstörungen, die entstehen, weil die Kuh weni- ger frisst, als für ihre Milchproduktion nötig wäre.
Der Motionär beanstandete, Frostschutzmittel im Körper von Schweizer Kühen würden also zugelassen, während scharfe Kritik laut wurde, als diese Substanz im österreichischen Wein festgestellt wurde.
Die im beanstandeten österreichischen Wein festgestellte Substanz hingegen, das Diäthylenglykol, fällt unter Giftklas- se 4; es handelt sich dabei also um ein anderes Frostschutz- mittel, das nicht mit demjenigen zu verwechseln ist, das den Kühen verabreicht wird.
Iten Andreas (R, ZG) présente au nom de la Commission de la science, de l'éducation et de la culture (Csec) le rapport écrit suivant:
Le 29 septembre 1993, par 24 voix contre 22, le Conseil na- tional a voté la transmission de la motion Bischof du 7 décembre 1992. Celle-ci charge le Conseil fédéral d'élabo- rer conjointement avec la FAG (Station de recherches sur la production animale de Grangeneuve) les dispositions légales qui permettront d'interdire l'utilisation du propylèneglycol. Administré aux vaches après la naissance du premier veau, le propylèneglycol (un antigel) empêche la carence de métabo- lisme qui voit la vache manger insuffisamment pour assurer la production de lait. Selon le motionnaire, cet antigel serait donc accepté dans le corps des vaches suisses alors que de viru- lentes critiques se sont élevées lorsqu'il fut découvert dans du vin autrichien.
Dans sa prise de position du 12 mai 1993, le Conseil fédéral insiste sur le fait que le propylèneglycol est entièrement trans- formé dans le corps des animaux et qu'il ne laisse aucun ré- sidu dans le lait ou la viande. En outre, cette substance est ad- mise dans les articles de confiserie et sucreries (sans parties de biscuits) ainsi que dans les glaçages à base d'eau et de graisse. Le propylèneglycol peut donc être absorbé par le corps humain sans nuire à la santé; il n'entre d'ailleurs dans aucune classe de toxicité.
Par contre, la substance découverte dans le vin autrichien in- criminé se trouve dans la classe de toxicité 4, mais il s'agit d'un autre antigel à ne pas confondre avec celui donné aux vaches: le di-éthylèneglycol.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt mit 5 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltun- gen, die Motion abzulehnen.
Proposition de la commission
La commission, par 5 voix contre 0 avec 2 abstentions, pro- pose de rejeter la motion.
Iten Andreas (R, ZG), Berichterstatter: Es ist nicht nötig, hier noch Ausführungen zu machen. Sie haben den schriftlichen Bericht vor sich. Wir schliessen uns dem Antrag des Bundesra- tes an, die Motion abzulehnen. Sie haben auch gesehen, dass der Nationalrat die Motion nicht mit sehr überzeugenden Stimmenverhältnissen überwiesen hat, nämlich mit 24 zu 22 Stimmen, was uns gar nicht beeindruckt hat.
Präsident: Hält der Bundesrat an der Ablehnung fest?
Delamuraz Jean-Pascal, conseiller fédéral: Oui, Monsieur le Président! Le Conseil fédéral attire respectueusement l'atten- tion de mesdames et messieurs les députés au Conseil des Etats sur le fait que cette précaire majorité de 24 à 22 qu'a rap- pelée le rapporteur est peut-être due à l'«esprit de Genève» qui soufflait ailleurs que dans les écuries!
Abgelehnt - Rejeté
94.046
Unlauterer Wettbewerb. Bundesgesetz Concurrence déloyale. Loi fédérale
Botschaft und Gesetzentwurf vom 11. Mai 1994 (BBI III 442) Message et projet de loi du 11 mai 1994 (FF III 449)
Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière
Präsident: Erlauben Sie mir doch noch eine Feststellung, die ich seit zehn Jahren zu machen pflege: Mit dieser Vorlage wer- den drei Bestimmungen aufgehoben. Deren Wortlaut ist in der Botschaft jedoch nirgends aufgeführt. Der alte Wunsch, dass man bei Partialrevisionen auch den geltenden Text in die Un- terlagen aufnimmt, ist leider nicht in Erfüllung gegangen. Er sei an dieser Stelle wiederholt
Simmen Rosmarie (C, SO), Berichterstatterin: Ich möchte mich gleich zu Beginn dem Wunsch des Herrn Ratspräsiden- ten anschliessen. Es wäre in der Tat angenehm, wenn man nicht noch lange suchen müsste, bis man findet, was man auf- heben möchte.
Die Vorlage 94.046 betrifft eine Einrichtung, welche während Jahrzehnten Heerscharen von Kabarettisten und Karikaturi- sten mit Stoff versorgt hat, nämlich den Ausverkauf. Wer kennt nicht die Bilder, auf denen sich ganze Menschentrau- ben vor den Eingangstüren der Warenhäuser stauten, in der Erwartung, dass sich die Türen zum Sommer- oder Winter- ausverkauf öffneten? Früher waren Ausverkäufe eine der we- nigen Gelegenheiten, sich günstig, oder wenigstens ver- meintlich günstiger, mit allem Möglichen und vielleicht auch Unmöglichen einzudecken. Aus verschiedenen Gründen ha- ben diese Ausverkäufe heute viel von ihrer einstigen Bedeu- tung verloren.
Als das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) 1943 und die dazugehörige Verordnung 1947 einge- führt wurden, geschah dies zur Vereinheitlichung der verschie- denen kantonalen Vorschriften - einerseits zum Schutze der Betriebe vor unlauterer Konkurrenz, anderseits zum Schutz der Konsumenten vor Irreführung.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion des Nationalrates (Bischof) Frostschutz im Kuhstall Motion du Conseil national (Bischof) Antigel dans les écuries
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Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1994
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
07
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3491
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
28.09.1994 - 08:00
Date
Data
Seite
930-931
Page
Pagina
Ref. No
20 024 729
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