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beslogan! Ob Sie damit grossen Erfolg haben, ist eine andere Frage. Wir können in der heutigen Zeit nicht bewusst auf Steuerausfälle hin tendieren und sollten versuchen, das Steuersubstrat einigermassen sinnvoll auszunützen und nicht Schlupflöcher bewusst offenzulassen.
Ich bitte Sie: Stimmen Sie dem Beschluss des Nationalrates und dem Entwurf des Bundesrates zu.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission Für den Antrag Gemperli
26 Stimmen 13 Stimmen
An die Einigungskonferenz - A la Conférence de conciliation
93.078
Sanierungsmassnahmen 1993 Mesures d'assainissement 1993
Differenzen - Divergences
Siehe Seite 388 hiervor - Voir page 388 ci-devant Beschluss des Nationalrates vom 20. September 1994 Décision du Conseil national du 20 septembre 1994
B. Bundesbeschluss über eine Ausgabenbremse B. Arrêté fédéral instituant un frein aux dépenses
Ziff. I Art. 88 Abs. 2 Bst. a, Abs. 3 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Ch. I art. 88 al. 2 let. a, al. 3 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national
Zimmerli Ulrich (V, BE), Berichterstatter: Der Ständerat hatte die Meinung, es bestehe kein Anlass, eine institutionelle Aus- gabenbremse auf der Basis der Verfassung einzuführen. Nicht etwa deshalb, weil er etwas gegen das Sparen gehabt hätte, sondern weil er der Meinung war, man könne mit einer Ergän- zung des Geschäftverkehrsgesetzes ein vernünftiges Ergeb- nis erzielen. Sie finden die entsprechenden Beschlüsse auf der Fahne.
Die Differenz besteht darin, dass der Nationalrat, der an sei- nem Beschluss festgehalten hat, grundsätzlich der Meinung ist, man müsse auf Verfassungsebene für entsprechende Fi- nanzbeschlüsse ein qualifiziertes Mehr einführen. Wir waren der Auffassung, das sei nicht nötig, sondern wir könnten vor den jeweiligen Gesamtabstimmungen von Fall zu Fall auf Be- gehren des Bundesrates oder der Finanzkommission noch einmal abstimmen, über die Bücher gehen und über die finan- zielle Tragweite unserer Beschlüsse einen klaren Entscheid fassen. Das die Ausgangslage.
Die Diskussion ist eine ausschliesslich politische. In der Sache selber sind wir uns einig, dass ein Mechanismus eingeführt werden muss, der auch etwas bringt, der uns unsere Verant- wortung im finanzpolitischen Bereich in Erinnerung ruft. Nun hat der Nationalrat beschlossen, eine zeitlich unbefristete Ausgabenbremse einzuführen. Wir stehen vor der Frage, ob wir uns diesem Beschluss anschliessen sollen oder nicht. Ihre Kommission hat heute getagt. Sie hat mit 5 zu 5 Stimmen, aber mit Stichentscheid des Präsidenten beschlossen, sich dem Nationalrat anzuschliessen. Die Meinungen sind geteilt, wie Sie sehen. Die unterlegene Minderheit, der ich ebenfalls angehöre, verspricht sich nicht allzuviel von dieser Ausgaben- bremse. Die obsiegende Mehrheit ist der Auffassung, es gehe
darum, dass man wirklich auch auf Verfassungsstufe ein politi- sches Zeichen setze. Die Ausgangslage ist mehr oder weniger unentschieden.
Jedenfalls hat nicht die absolute Mehrheit der Kommissions- mitglieder einen Beschluss gefällt, sondern die Kommission beantragt Ihnen mit Stichentscheid des Präsidenten, dem Na- tionalrat zuzustimmen.
Salvioni Sergio (R, TI): Je pense que je peux intervenir en des termes très brefs, car on a déjà longuement parlé de ça. Les la- tinistes diraient: «Jam satis prata biberunt», à l'instar de Virgile (cf. Bucoliques 3, 111).
Vous connaissez tous la situation de départ. On a eu l'idée de présenter ce frein aux dépenses dans le cadre d'une série de mesures pour les contenir, en affirmant que le Parlement en général - on pensait surtout au Conseil national - a exagéré avec les dépenses dans les années passées. En réalité, si on examine les dépenses du Parlement qui ont été décidées contre la volonté du Conseil fédéral entre 1986 et 1993, on constate qu'il s'agit d'un pourcentage infime de 0,3 pour cent. Alors, première question: est-ce que ce frein aux dépenses a une signification, a une portée, aura un effet? Je pense que maintenant tout le monde est convaincu qu'il faut prioritaire- ment essayer de rééquilibrer les finances de la Confédération. Donc, tant que la situation reste ce qu'elle est, il n'y aura pas de dépenses excessives. Par ailleurs, dans la plupart des cas, les dépenses sont proposées par le Conseil fédéral qui a, lui, la supervision absolue de toutes les dépenses de la Confédé- ration. On peut comprendre que parfois des parlementaires s'égarent dans de petites dépenses pour certains secteurs, mais le Conseil fédéral, qui nous propose des dépenses, des dépenses de centaines de millions de francs, a la vue d'en- semble. La raison de la situation actuelle des finances fédéra- les est à rechercher avant tout dans un manque de pré- voyance du Conseil fédéral. Je précise bien du Conseil fédéral et non du chef du Département fédéral des finances qui, lui - il faut le reconnaître -, essaie depuis plusieurs années d'attirer l'attention du Conseil fédéral et du Parlement sur une possible inversion de la tendance qui était extrêmement favorable dans les années quatre-vingt.
Étant donné cela, premièrement, le soi-disant frein aux dépen- ses ne sert à rien. Deuxièmement, il constitue un élément tota- lement étranger dans la constitution. Je ne vois pas pour quelle raison on doit introduire dans la constitution une limita- tion de ce type, surtout par l'intermédiaire d'une proposition qui émane du Parlement. Il s'agit d'une minicastration du Par- lement - si j'ose m'exprimer ainsi - qui est tout à fait imméritée et qui, au fond, suscite dans l'opinion publique la fausse im- pression que la dégradation actuelle des finances est due au Parlement, alors que cela n'est pas du tout le cas.
Pour ces raisons je suis opposé à me rallier à la décision du Conseil national et je vous propose de maintenir notre déci- sion qui est contre l'inscription dans la constitution de ce frein aux dépenses. Nous devons reprendre la proposition Zim- merli qui l'introduisait dans la loi sur les rapports entre les Conseils, où c'est au fond sa place comme celle de toutes les mesures de nature procédurale.
Rüesch Ernst (R, SG): Die Finanzpolitik des Bundesrates zeichnet sich meines Erachtens in letzter Zeit einerseits durch mangelnde Entschlussfähigkeit und andererseits durch eine Art babylonische Sprachverwirrung aus. Um gleich das Zweite vorwegzunehmen: Wenn man sich neuen Steuern widersetzt, dann spricht der Bundesrat von Steuerausfällen. Das sind mei- nes Erachtens keine Steuerausfälle, wie wir das im letzten Ge- schäft gehört haben, sondern das ist ein Verzicht auf neue Steuern. Kurzum: Damit entsteht eine Art Verwirrung. Ich weiss nicht: Ist die Verwirrung Strategie? Wenn wir den «Heiss- luftballon», der kürzlich in Sachen Nichtausgleich der Teue- rung für die AHV-Rentner das Bundeshaus verliess, und das Platzen dieses Ballons betrachten, so fragt man sich schon, welche Absichten der Bundesrat hat, und warum solche Ver- suchsballone überhaupt gestartet werden. Sie dienen eben- falls der Verwirrung, und gerade dieser «AHV-Ballon» hat mas- siv zur Verwirrung beigetragen.
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Das einzig klare an der bundesrätlichen Strategie: Sie ist eine Doppelstrategie. Der Bundesrat wünscht einerseits zu sparen, andererseits verspricht er uns neue Steuern. Er will neue Ein- nahmen. Ich möchte aber doch feststellen, dass neue Steuern, gerade im Bereich der Treibstoffzölle usw., im Volk kaum grosse Chancen haben, denn das Volk hat bereits viel geleistet. Im Volk besteht heute eindeutig der Trend zur An- sicht, dass der erste Teil der Doppelstrategie, das Sparen, ent- scheidend ist. Entsprechende Motionen sind in unserem Rat überwiesen worden. Ich erinnere an die Motion der Finanz- kommission, die Sie nicht abgeschrieben haben.
Das Sparen ist wohl der Strategie wichtigster Teil. Nun sollten wir, wenn es trotz der Energie des Herrn Bundespräsidenten schwierig ist, im Bundesrat Mehrheiten für das Sparen herbei- zuaddieren, vom Parlament aus Zeichen in Richtung Sparen setzen. Wenn wir weiter das Schauspiel aufführen, in dem der Nationalrat eine verfassungsmässige Lösung und wir eine ge- setzesmässige Lösung wollen, dann werden wir eines Tages im Volk keinen Rückhalt mehr finden. Man wird im Volk sagen: Die wissen ja nicht, was sie wollen. Sie wissen ebensowenig, was sie wollen, wie die Bundesräte; der eine von ihnen, der Fi- nanzminister, schickt uns eine Vernehmlassung, der zu ent- nehmen ist, dass man die Entwicklungshilfe auf 0,34 Prozent des Bruttosozialproduktes einfrieren will, und Frau Dreifuss verspricht ein paar Tage später gleich das Doppelte. Solche Diskrepanzen, wie sie sich der Bundesrat leistet, darf sich das Parlament nicht leisten.
Aus diesem Grunde ist es angezeigt, dass wir uns dem Natio- nalrat anschliessen und seine Lösung durchziehen. Ich bin mir absolut bewusst, dass die Wirkung dieser Ausgaben- bremse eine sehr beschränkte ist und dass unsere Lösung mit dem Gesetz gleichviel gebracht hätte; sie wäre vielleicht sogar sauberer gewesen. Da hat Herr Zimmerli absolut recht. Aber psychologisch gesehen ist die Situation nun einmal so, dass wir ein Zeichen setzen müssen, und dieses Zeichen setzen wir meines Erachtens, indem wir dem Nationalrat entsprechen. Das hat eine psychologische Wirkung zur Dämpfung von Be- gehrlichkeiten in diesem Staat. Das ist im Hinblick auf das kommende Wahljahr wichtig.
Delalay Edouard (C, VS): Sans allonger le débat, je voudrais juste rappeler quelques arguments importants qui ont incité la Commission des finances à adhérer aujourd'hui à la décision prise la semaine dernière par le Conseil national.
Il y a tout d'abord la nécessité où nous nous trouvons, en rai- son de l'état déplorable des finances fédérales, de marquer une volonté politique autrement que par de simples déclara- tions, mais par une disposition constitutionnelle. Autre motif, c'est que cette position me paraît logique, après la motion qui a été transmise la semaine dernière par le Conseil des Etats, selon laquelle nous avons demandé au Conseil fédéral de blo- quer pour l'année prochaine les dépenses au niveau de celles de 1994, avec des exceptions dûment justifiées.
Ensuite, il faut bien souligner que, sans vouloir faire des repro- ches à qui que ce soit, la surenchère concernant les dépenses de la Confédération vient assez souvent du Conseil national. Or, aujourd'hui, on se trouve dans la situation où le Conseil na- tional s'est imposé lui-même des règles, et il me paraît inop- portun que le Conseil des Etats intervienne pour empêcher le Conseil national de se fixer ses propres règles en matière de dépenses.
Enfin, ce n'est pas dans les périodes d'euphorie telles que celle que nous avons connue à la fin des années quatre-vingt que le Parlement est à même de prendre des mesures d'auto- discipline, mais plutôt lorsque nous avons tous conscience, comme aujourd'hui, qu'il s'agit de réaliser un effort en com- mun pour assainir les finances fédérales. Il est vrai qu'il ne fau- drait pas que ces dispositions constitutionnelles éveillent dans la population des illusions injustifiées, car ce frein aux dépen- ses que nous allons décider ne pourra pas, à lui seul, assainir les finances fédérales. Néanmoins, nous donnerons ainsi aux citoyens un signe que nous allons bien vers cet assainisse- ment que nous souhaitons.
Telles sont les raisons pour lesquelles je vous invite également à vous rallier à la décision du Conseil national.
Frick Bruno (C, SZ): Soeben wurde Ihnen mein Antrag ausge- teilt. Er basiert darauf, dass auf der Fahne nur ein Antrag der Kommission aufgeführt ist.
Nun hat Herr Salvioni einen Antrag gestellt und begründet. Mein Antrag ist daher nur ein Eventualantrag, falls der Antrag der Kommission obsiegt. Persönlich stelle ich mich primär hin- ter den Antrag Salvioni, der die Ausgabenbremse auf Geset- zesstufe regeln will. Falls aber die Ratsmehrheit beschliesst, sie auf Verfassungsstufe zu regeln, dann ist mein Eventualan- trag auf eine Befristung auf zehn Jahre gestellt.
Ich habe mich seit Anbeginn der Diskussion im Sommer 1992 - zuerst mit einem Einzelantrag, den Sie unterstützt ha- ben - gegen die Ausgabenbremse auf Verfassungsstufe aus- gesprochen. Meine Haltung ist unverändert. Ich stehe ein für eine konsequente Sparpolitik, aber gegen einen Abstim- mungsmechanismus, der das Parlament entmündigt und Sparen nur zur Scheinübung degradiert. Ich bestehe auch auf der Aussage, dass die Ausgabenbremse bisher nicht effizient gewirkt hat. Sie wurde erstens immer am Schluss des roten Zyklus eingeführt und kann zweitens per se gar nie richtig wir- ken. Sparen sei ein Willensakt und kein Mechanismus im Ab- stimmungsvorgehen. Die Ausgabenbremse sei eines reifen Parlamentes unwürdig. So ungefähr lautet ein Zitat, das im Jahre 1974 schon Herr Bundespräsident Stich als Nationalrat gebracht hat, und er hat heute noch recht.
Heute scheint es aber, dass doch starke Kräfte unbedingt eine Ausgabenbremse auf Verfassungsstufe realisieren wollen. Sie soll auf dem Altar der psychologischen Zeichen dargebracht werden, auf dem Altar, wo als psychologisches Zeichen die Souveränität des Parlamentes als Opfer an den Volksglauben dargebracht werden soll. Das ist nicht die richtige Lösung, aber wenn Sie diese Lösung verwirklichen wollen, dann habe ich nur einen kurzen Wunsch: Wenn Sie schon die Bevormun- dung des Parlamentes auf eigenes Begehren beschliessen, dann tun Sie es doch um Himmels willen befristet.
Ich bitte Sie, eventualiter meinem Antrag zuzustimmen.
Rhinow René (R, BL): Wir leben offenbar im Zeitalter der politi- schen Symbolik. Herr Frick hat es vorhin gesagt: Wir setzen gerne Zeichen. Statt dessen sollten wir handeln. Und wir lie- fern uns Gefechte auf Nebenkriegsschauplätzen, dort aber um so heftiger und langwieriger. Die Ausgabenbremse ist für mich ein schönes Beispiel dafür. Gewisse Kreise haben sich mit Hartnäckigkeit auf dieses Instrument versteift, obwohl bei nüchterner Betrachtung offenkundig ist, dass es zur gewalti- gen Aufgabe, die uns immer noch bevorsteht, nämlich den Bundeshaushalt zu sanieren, wenig, ja praktisch nichts beizu- tragen vermag. Hinter den Kulissen geben das auch die mei- sten Anhänger dieses Instrumentes zu, aber sie sagen, man könne einfach nicht anders. Das Volk erwarte dies. Die Stim- mung sei halt so, sonst würde eine entsprechende Volksinitia- tive gestartet. Wer nicht ja sagt, wolle nicht sparen und schade der Heimat.
Ich will hier die Gründe gegen die Ausgabenbremse nicht wie- derholen, namentlich gegen die Bremse auf Verfassungs- stufe. Offenbar kommt heute staatspolitischen Erwägungen keine grosse Bedeutung mehr zu. Ich frage mich aber: Wo bleibt denn da die Ehrlichkeit? Die Ehrlichkeit zuzugeben - auch dem Volk gegenüber -, dass mit diesem Instrument keine automatische Bremsung der Ausgaben stattfindet, wie das in letzter Zeit dem Volk öfters vorgegaukelt wird. Die Ehr- lichkeit zuzugeben, dass mit dem laut angestimmten Ruf nach einer Ausgabenbremse auf Verfassungsstufe die Proportio- nen der heutigen Finanzproblematik verzerrt werden.
Natürlich, es ist für einige verlockend, in der folgenden Ab- stimmungskampagne auf dem ausgabenfreudigen Parla- ment herumzudonnern, dabei aber gleichzeitig zu verschwei- gen, dass auch mit einer Ausgabenbremse in den letzten Jahren die aktuelle Misere nicht verhindert worden wäre. Mit der Ausgabenbremse allein sparen wir keinen einzigen Fran- ken, und die bestehenden Aufgaben des Bundes redimen- sionieren wir damit erst recht nicht. Denn der Erfolg unserer Bemühungen - der dringend notwendigen Bemühungen, ich möchte das unterstreichen - hängt massgeblich davon ab, ob es dem Bundesrat gelingt, auch bisherige Tabubereiche
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anzutasten, ob sich das Parlament Zügel anlegen kann, und zwar gerade auch dann, wenn das absolute Mehr gar keine Schranke darstellt. Denn in den allermeisten Fällen wird die- ses Instrument dem Parlament keine effektiven Schranken set- zen. Der Erfolg hängt aber vor allem davon ab, ob die Gesell- schaft, das heisst insbesondere auch, ob die Interessengrup- pen aller Schattierungen ihre Besitzstände und ihre Pfründe bis aufs Messer verteidigen oder ob sie bereit sind, die Sparan- strengungen mitzutragen, auch dann, wenn es sie trifft. Das sind die wahren Probleme.
Ich werde mich ausnahmsweise der Stimme enthalten, weil ich zum etwas resignierten Schluss gekommen bin, unser Nein werde nicht als das genommen, was es ist und wie es ge- dacht ist, sondern als Ausrede, nicht sparen zu wollen. Das möchte ich auf keinen Fall. Ich kann aber auch nicht positiv ei- ner Massnahme zustimmen, die einer Placebolösung gleich- kommt, die mit Pauken und Trompeten zelebriert und dem Volk in dieser schiefen Optik erst noch zur Abstimmung vorge- legt wird. Ich bedaure die Situation. Für mich gibt es nur die Enthaltung.
Coutau Gilbert (L, GE): J'aimerais rappeler deux choses à ce Conseil: la première, c'est que nous discutons, avec ce frein aux dépenses, d'un élément d'un programme général qui nous a été présenté globalement par le Conseil fédéral et qui instituait toute une série de mesures visant à rétablir l'équilibre des finances de la Confédération. Je vous rappellerai égale- ment que la dernière mesure de cet ensemble de program- mes, qui n'est pas encore entrée en vigueur, a été acceptée hier par le peuple et les cantons qui ont approuvé l'arrêté fédé- ral supprimant la réduction du prix du blé indigène financée par les droits de douane. C'était la dernière mesure, à part le frein aux dépenses, qui n'était pas encore entrée en vigueur. Il ne faut donc pas présenter ce frein aux dépenses comme au- tre chose qu'il n'est, c'est-à-dire un élément, mais un élément seulement, d'un ensemble de mesures destinées à assainir les finances de la Confédération. C'est la raison pour laquelle je crois que tous ceux qui ont dit qu'il ne fallait pas surestimer les effets de ce frein aux dépenses ont raison, mais ce n'est pas une raison suffisante, à mes yeux en tout cas, pour s'y op- poser.
La deuxième chose que je voulais vous rappeler, c'est que si nous avons à modifier la constitution pour une question de procédure, c'est parce que les règles de majorité, c'est-à-dire des règles de procédure, sont inscrites dans la constitution. C'est parce que la constitution prévoit comment on calcule les majorités que, au cas ou nous voulons modifier ce calcul des majorités, il est nécessaire de modifier la constitution. Certains d'entre vous, j'en conviens, estiment que c'est une disposition qui n'a pas sa place dans la constitution, qui n'a pas la valeur nécessaire dans son effet et dans sa substance pour figurer dans la constitution de ce pays. C'est possible, mais nous ne pouvons pas faire autrement si nous voulons instituer une mo- dification de ces règles de majorités.
Nous avons tous déclaré une volonté politique de réaliser un ensemble de mesures qui mènent à un rétablissement de nos finances fédérales. Je crois que cette volonté d'économie a été proclamée suffisamment largement pour qu'on en tire au- jourd'hui une conséquence logique. Qu'elle ait une part de symbole, je le veux bien, mais la politique c'est aussi des sym- boles. Je crois que de vouloir faire de ce frein aux dépenses une opération unique, une opération pour elle-même, c'est vé- ritablement ne pas tenir compte de cette volonté générale d'être plus prudent dans la politique des dépenses que nous avons pu mener au cours de certaines périodes récentes. Je crois que nous avons à ratifier cette politique par une modifica- tion de la constitution, qui nécessitera encore la double majo- rité du peuple et des cantons. C'est à ce point que nous pou- vons dire que cette mesure dépasse la véritable et seule na- ture de symbole. Elle a une nature de politique importante, en raison même du fait que le peuple et les cantons devront se prononcer à son sujet.
Quant à la proposition Frick de limiter la durée d'application de cette mesure, l'expérience a montré - M. Frick l'a dit tout à l'heure - que les deux opérations qui ont été menées au nom
du frein aux dépenses ces dernières années n'ont pas eu beaucoup d'effet, précisément en raison du fait qu'elles étaient limitées dans le temps.
Généralement, on intervient avec des mesures de ce type en les introduisant dans une période de disette alors qu'elles de- vraient être efficaces, au contraire, en période de pléthore fi- nancière. C'est au moment où l'abondance des recettes nous permet de faire un certain nombre de surenchères sur les pro- positions du Conseil fédéral que, précisément, un frein aux dé- penses est utile. C'est la raison pour laquelle, si un frein aux dépenses aujourd'hui ne serait pas très utile, il le sera le jour où, peut-être une fois et nous l'espérons, les finances de la Confédération auront retrouvé leur équilibre et où l'on aura de nouveau la tentation de faire des surenchères. C'est la raison pour laquelle il est nécessaire d'éviter de limiter dans le temps une décision de ce genre.
Voilà les raisons pour lesquelles je vous invite à confirmer cette volonté d'économie que vous avez manifestée en entrant en matière sur ce sujet il y a longtemps déjà, au moment de la pré- sentation générale du programme d'assainissement des fi- nances de la Confédération, dit «programme 1993», et de confirmer la décision du Conseil national. Cette affaire n'a pas une importance politique matérielle considérable. Elle a une importance politique subjective importante et psychologique et symbolique peut-être. Il serait donc très malvenu de pour- suivre une procédure d'élimination des divergences, qui a déjà passablement duré, peut-être trop duré. Il est temps d'en finir et de dire, avec le Conseil national, que le Conseil fédéral avait raison de nous proposer ce frein aux dépenses dans son programme de mesures d'assainissement des finances fédé- rales 1993.
Schüle Kurt (R, SH): Das Votum von Kollege Rhinow veran- lasst mich zu einer Stellungnahme. Seine Kritik wäre mit Blick auf unseren früheren Beschluss berechtigt: Denn mit diesem Beschluss, den wir am 30. Mai 1994 gefasst haben, wollen wir keine Abstimmung auf Verfassungsstufe. Auf Gesetzesstufe hätten wir ein formelles Erschwernis eingeführt, das die Rats- arbeit belastet. Das hätte keinen Beitrag zu einer neuen Fi- nanzpolitik gebracht. Zu sagen, diese Einführung des qualifi- zierten Mehrs bringe keinen Franken Ersparnis, sei keine wirk- same Bremse, steht im Gegensatz zum modifizierten Text, der alle Subventionsbestimmungen in Gesetzen und allgemein- verbindlichen Bundesbeschlüssen sowie Verpflichtungskre- dite und Zahlungsrahmen eingeschliesst, wenn die Ausgaben einmalig 20 Millionen Franken übersteigen oder die Grenze von 2 Millionen bei neuen wiederkehrenden Ausgaben über- steigen. Damit setzen wir die Messlatte höher bei der Übertra- gung neuer Aufgaben und Ausgaben an den Bund. Aber -- so weit gebe ich Kollege Rhinow recht - das entbindet uns selbst- verständlich nicht von der Aufgabe, die Prioritäten im ganzen Bereich des Bundesfinanzhaushaltes immer wieder zu über- prüfen und kritisch zu hinterfragen.
Das Grundproblem unserer Finanzpolitik ist diese ungebro- chene Ausgabendynamik. Wir hatten 1970 einen Bundesetat von 7 Milliarden Franken, das entspricht der Grösse des heu- tigen Defizits. Das war die Entwicklung innerhalb von 25 Jah- ren. Da muss ich Sie als Staatsrechtler fragen: Hätte unser Bundeshaushalt so aus den Fugen geraten können, wenn wir - wie staatspolitisch geboten - den Auftrag von Artikel 42bis der Bundesverfassung wahrgenommen hätten? Darin steht: «Der Fehlbetrag der Bilanz des Bundes ist abzutragen. Dabei ist auf die Lage der Wirtschaft Rücksicht zu nehmen.» Wo sind die Staatsrechtler in dieser Zeit geblieben, dass wir diesen Verfassungsgrundsatz nicht beachtet und ihm zum Durchbruch verholfen haben?
Die Ausgabenbremse entspricht zweifellos dem Volkswillen. Das Volk hat dieses Instrument zweimal gutgeheissen. Die Einsicht des Stimmbürgers in die Notwendigkeit ist da, aber die Fehlkonstruktion der früheren Beschlüsse war gerade die zeitliche Befristung. Kollege Frick hat sich selbst widerlegt, wenn er sagt, die Ausgabenbremse sei immer am Schluss ei- nes Zyklus eingeführt worden. Wenn man das feststellt, kann man nicht in guten Treuen neuerdings eine zehnjährige Befri- stung verlangen. Dadurch kommt man zwangsläufig immer zu
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spät. Der Staat ist eben nicht in der Lage, in guten Zeit zu spa- ren. Das wäre antizyklisches Verhalten, aber dazu ist der Staat nicht in der Lage. Man gibt mehr aus, oder man reduziert die Steuern. Das ist die Situation in guten Finanzjahren.
Wir haben mit dem finanzpolitischen Schlendrian begonnen, als die Bundeskasse vordergründig stimmte, als sie Anfang der achtziger Jahre Milliardenüberschüsse aufwies. Damals haben wir diese fatale Entwicklung eingeleitet und die Schleu- sen geöffnet. Darum müssen wir die Konsequenzen mit einer unbefristeten Ausgabenbremse ziehen.
Das hat psychologisch auch in einer anderen Richtung einen Effekt. Wir setzen ein Zeichen gegen aussen, dass wir als Par- lament gewillt sind, finanzpolitisch über die Bücher zu gehen, gewillt sind, die Komponente des strukturellen Defizits durch Masshalten bei neuen Ausgaben zu beseitigen. Das ist wich- tig, auch mit Blick auf allenfalls doch notwendig werdende Vor- lagen zur Beschaffung von Mehreinnahmen, die wir dann auch dem Bürger unterbreiten müssen. Ich bin überzeugt da- von: Ohne diese Vorleistung wird der Souverän nicht gewillt sein, in der Zukunft zusätzliche Steuern zu akzeptieren. Darum ist es richtig, wenn man sagt, die Einführung dieser Ausgaben- bremse sei auch eine Frage des psychologischen Klimas. Wir brauchen diese Klimaverbesserung, wenn wir im finanzpoliti- schen Bereich Vertrauen schaffen wollen.
Salvioni Sergio (R, TI): Permettez-moi une petite remarque. Si l'on avait vraiment voulu donner un signe pour rééquilibrer les finances de la Confédération, je me serais attendu à ce que tous ceux qui soutiennent maintenant ce frein aux dépenses se fussent prononcés, lors de la votation précédente, en fa- veur de la taxation des prestations des assurances à prime uni- que, comme cela a été proposé par le Conseil fédéral et dé- cide par le Conseil national.
Selon la déclaration de Mme Simmen, qui citait un membre de la commission du Conseil national, le manque à gagner résul- tant de notre votation serait de 150 à 180 millions de francs. On a parlé ensuite d'une somme de 25 à 30 millions de francs, qui serait tout de même une somme extrêmement importante.
Je trouve qu'il y a une certaine schizophrénie. Quand on doit discuter de questions théoriques, on fait du symbolisme, de la psychologie, alors on vote le frein aux dépenses. Cela ne coûte rien et ne donne rien. Mais quand il faut décider des me- sures qui permettent de rééquilibrer les finances de la Confé- dération, on vote contre. Ce sont les mêmes personnes qui procèdent ainsi.
Je me permets de faire cette remarque, car cette façon de pro- céder est quand même curieuse. Je pense que si l'on a vrai- ment la volonté politique de rééquilibrer les finances fédérales, il ne suffit pas de faire du symbolisme, il faut prendre des déci- sions pragmatiques et pratiques. Or, c'est cela qui manque.
Stich Otto, Bundespräsident: Ich möchte Ihnen zu diesem ge- rupften Huhn - oder gerupften Hahn - keine Empfehlungen mehr abgeben. Ich bin ganz sicher, dass Sie mit der Ausga- benbremse selten jährlich den Betrag einsparen werden, auf den Sie vorher mit dem Beschluss bei der direkten Bundes- steuer verzichtet haben, Herr Schule. Wenn man Vertrauen schaffen will, muss man konsequent sein. Man kann nicht ein- fach sagen: Wir schaffen Privilegien für einzelne Leute. Letzt- lich kommt es darauf an, ob das Parlament bereit ist, den Haushalt zu sanieren, ja oder nein. Das ist das Entscheidende! Ich möchte Sie aber bitten, eines nicht zu tun: diese Vorlage zu befristen. Mit der Befristung riskieren wir, dass wir nicht einmal die Abstimmungskosten wieder herausbringen.
Zimmerli Ulrich (V, BE), Berichterstatter: Der Ordnung halber möchte ich nur noch darauf hinweisen, dass sich der National- rat bei der Formulierung von Absatz 2 Buchstabe a den Be- schlüssen des Ständerates bei Artikel 34 Absatz 2 des Ge- schäftsverkehrsgesetzes angeschlossen, aber den Buchsta- ben b gestrichen hat.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission Für den Antrag Salvioni
22 Stimmen 14 Stimmen
Ziff. Il Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Antrag Frick Abs. 1 Dieser Beschluss ist auf 10 Jahre befristet. Er untersteht der Abstimmung
Ch. II Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national
Proposition Frick Al. 1
Le présent arrêté a une durée limitée à 10 ans dès son entrée en vigueur. Il est soumis au vote ...
Abs. 1 -Al. 1
Zimmerli Ulrich (V, BE), Berichterstatter: An der Kommissions- sitzung, die heute stattgefunden hat, wurde auch die Frage der Befristung diskutiert. Es lag ein Antrag auf Befristung vor. Die- ser Antrag wurde mit 5 zu 3 Stimmen abgelehnt.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission Für den Antrag Frick
Abs. 2 - Al. 2 Angenommen - Adopté
21 Stimmen 13 Stimmen
Geschäftsverkehrsgesetz Loi sur les rapports entre les conseils
Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national
Präsident: Damit entfällt die Vorlage zur Änderung des Ge- schäftsverkehrsgesetzes.
Angenommen - Adopté
An den Nationalrat - Au Conseil national
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1994
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Herbstsession
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Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
05
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Seduta
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26.09.1994 - 17:15
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