1931
Interpellation Zwygart
Die Generaldirektion der SBB wurde beauftragt, den Aus- schluss von Primarschülerinnen und Primarschülern von der Eintrittsprüfung aufgrund obiger Bedingungen und im Sinne einer offenen Bildungspolitik neu zu beurteilen. Sie hat denn auch im Juni 1994 reagiert, indem sie die Kreisdirektion I in Lausanne angewiesen hat, ab der Rekrutierungsperiode 1995 in gut begründeten Ausnahmefällen auch Kandidaten mit Pri- marschule und einer Zusatzausbildung zur Eignungsuntersu- chung zuzulassen. Die betroffenen Schulen werden durch die Kreisdirektion über diesen Entscheid informiert.
Die Fragen 4 und 5 wurden unter Punkt 3 beantwortet; sie sind durch diese Antwort gegenstandslos geworden.
Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait
94.3288
Interpellation Zwygart General- bzw. Halbtaxabonnement. Zuschläge Abonnement général et abonnement demi-tarif. Suppléments
Wortlaut der Interpellation vom 17. Juni 1994 Ich stelle dem Bundesrat nachstehende Fragen:
Teilt er die Ansicht, dass ein Halbtaxabonnement, mit dem zum Beispiel im ZWV mehr als die Hälfte des üblichen Fahrprei- ses zu bezahlen ist, kein Halbtaxabonnement mehr ist?
Was gedenkt der Bundesrat zu tun, um weiteren Vernach- lässigungen gesamtschweizerischer Interessen im Bereich des öffentlichen Personenverkehrs entgegenzutreten?
Ist der Bundesrat bereit, in Zusammenarbeit mit den SBB die nationalen Anliegen beim ZVV durchzusetzen und so eine tatsächliche Wiederbelebung des Halbtaxabonnements ein- zuleiten?
Welche Möglichkeiten kommen für den Bundesrat in Frage, um das Generalabonnement wieder zu einem tatsächlich «ge- nerell wirkenden Abonnement» zu machen (z. B. Abschaffung der «Strafgebühr» von 5 Franken für GA-Inhaber oder eventu- ell Einführung eines Spezial-GA unter Einschluss der PTT- Bergstrecken)?
Texte de l'interpellation du 17 juin 1994
Je pose les questions suivantes au Conseil fédéral:
Est-il aussi d'avis qu'un abonnement demi-tarif dont le titu- laire doit payer plus de la moitié du prix normal d'un billet - ce qui est notamment le cas dans la communauté de transport zurichoise (ZVV) - n'est plus un abonnement demi-tarif?
Que compte-t-il entreprendre pour freiner une évolution contraire aux intérêts de la population suisse dans le domaine des transports publics?
Est-il prêt, en collaboration avec les CFF, à influer sur la communauté de transport zurichoise pour qu'elle respecte les intérêts nationaux, ce qui entraînerait une véritable relance de l'abonnement demi-tarif?
Comment pourrait-il faire en sorte que l'abonnement géné- ral redevienne un abonnement valable dans toute la Suisse (notamment en supprimant «l'amende» de 5 francs infligée aux titulaires de l'abonnement général ou en créant un abon- nement général spécial incluant les lignes de montagne des PTT)?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguelin, Daepp, Dünki, Graber, Grendelmeier, Jaeger, Maeder, Meier Samuel, Schmied Walter, Sieber, Wanner, Weder Hansjürg (12)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Seit geraumer Zeit müssen Inhaber eines Generalabonne- ments (GA) auf ausgewählten Bergstrecken von Autobuslinien der PTT einen Zuschlag von 5 Franken bezahlen. Damit erfährt das GA, für das von den SBB intensiv geworben wird, eine er- hebliche Komforteinbusse, weil der Vorteil eines GA ja gerade darin besteht, dass der Geldbeutel vor Antritt einer Fahrt mit dem öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr in die Hand ge- nommen werden muss.
Die Einführung der S-Bahn im Kanton Zürich (Zürcher Ver- kehrsverbund, ZVV) hat eine deutliche Verbesserung des An- gebots im öffentlichen Personennahverkehr gebracht. Gleich- zeitig hat das beliebte Halbtaxabonnement eine starke Aus- höhlung seines Wertes erfahren. Fahrten im Verbundgebiet mit einem Halbtaxabonnement erfolgen leider nicht mehr zum tatsächlich halben Preis.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 24. August 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 24 août 1994
Das Halbtaxabonnement, die günstige Einstiegskarte in den öffentlichen Verkehr, bestimmt gegenwärtig die Preis- und Marketingpolitik der SBB, des Postautodienstes sowie der konzessionierten Transportunternehmungen. Die Bezugs- wie auch die Benutzungsbedingungen werden von den am Halbtaxabonnement beteiligten Transportunternehmungen gemeinsam festgelegt. Die Beteiligung am Halbtaxabonne- ment liegt im Ermessen jeder einzelnen Transportunterneh- mung. Das Fahrausweisangebot richtet sich nach den Markt- bedürfnissen.
Bis Ende 1986 musste zum Generalabonnement und zu den Tageskarten zum Halbtaxabonnement auf den PTT-Strecken noch ein Billett zum halben Preis gekauft werden. Seit 1987 berechtigen diese beiden Fahrausweise nunmehr zur freien Fahrt auf allen Postautolinien. Der Postautodienst fährt auf den rund 20 touristischen Linien jährlich ein Defizit von rund 3 Mil- lionen Franken ein. Da der Betrieb solcher Linien nicht unter die gemeinwirtschaftlichen Aufgaben fällt, sollte dieser kosten- deckend sein. Um kurzfristig eine Verbesserung der Einnah- men auf den Alpenlinien zu erzielen, ist im Moment der Zu- schlag die einzige Möglichkeit näher an das Ziel zu gelangen. Eine massive Erhöhung der Fahrpreise und die gleichzeitige Rücknahme des Kursangebotes auf den traditionsreichen PTT-Bergstrecken wären eine andere Lösung, die jedoch dem Touristikland Schweiz nicht dienen würde.
1 .- 3. Die Tarifbestimmungen räumen den Transportunterneh- mungen die Möglichkeit ein, für kurze Strecken einen unteilba- ren Mindestpreis festzusetzen. Die SBB sowie die meisten Konzessionierten Transportunternehmungen machen bei den allgemein gebräuchlichen Fahrausweisen von dieser Ausnah- mebestimmung nicht Gebrauch. Es besteht keine Absicht, die Ausnahme zur Regel werden zu lassen. Im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) wie auch in anderen Tarifverbunden sind die Voraussetzungen für die Anerkennung des Halbtax- abonnements etwas anders gelagert. Im innerstädtischen und im anschliessenden Agglomerationsbereich überwiegen die Fahrten auf Kurzdistanzen. Eine zusätzliche Verbilligung durch die vollständige Anerkennung des Halbtaxabonne- ments ist in diesem Bereich mit bereits günstigen Fahrpreisen nicht erwünscht, denn sie hätte einen gegenüber heute spür- bar höheren Grundpreis zur Folge.
Gestützt auf Artikel 14 des Transportgesetzes und im Rahmen des Übereinkommens über die Organisation der Zusammen- arbeit der am direkten schweizerischen Personenverkehr be- teiligten Transportunternehmungen suchen die Anbieter im öf- fentlichen Verkehr jeweils Lösungen, die die vielfältigen Inter- essen der Unternehmungen wahrnehmen und zugleich auf die Anforderungen des Marktes abgestimmt sind.
Interpellation Rechsteiner
1932
N
7 octobre 1994
ungeachtet des Fahrausweises von jedem Reisenden, der ein Linienteilstück ohne Erschliessungsfunktion für Wohn- und Ar- beitsplätze befährt, zu bezahlen. Nachdem auf den fraglichen Linien vorwiegend Fahrten ausgeführt werden, die in den Frei- zeitbereich fallen, finden die am Generalabonnement beteilig- ten Transportunternehmungen eine Änderung in der Fahraus- weiskonzeption zurzeit schwerlich angezeigt.
Für den Bundesrat besteht deshalb kein Anlass, von den Transportunternehmungen Anpassungen bei den Fahraus- weisen zu verlangen.
Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait
93.3453
Interpellation Rechsteiner «Bahn 2000» und Rheintallinie der SBB «Rail 2000» et ligne CFF de la vallée du Rhin
Wortlaut der Interpellation vom 4. Oktober 1993 Im Rahmen des in einer Volksabstimmung bestätigten Projek- tes «Bahn 2000» sind für die Strecke St. Gallen-Sargans die Einführung des Stundentaktes und als Voraussetzung dafür verschiedene Ausbauten (Doppelspur St. Fiden-Mörschwil, Doppelspurinsel im Rheintal) versprochen worden. Ein per Ende Juni 1993 erstatteter Bericht der Generaldirektion SBB schlägt nun vor, weder das eine (Ausbauvorhaben) noch das andere (Stundentakt) zu realisieren (und dies, obschon bei- spielsweise Bundesrat Ogi die rasche Verwirklichung dieser der Ostschweiz seit langem versprochenen Vorhaben im Au- gust 1990 vor der Arbeitsgemeinschaft Rheintal-Werdenberg in Sevelen noch einmal ausdrücklich bestätigt hatte).
Dies kann nicht hingenommen werden.
Ich frage den Bundesrat:
Teilt er die Auffassung, dass die für die Einführung des Stun- dentaktes im St. Galler Rheintal erforderlichen Ausbauten auf Doppelspur, wie im Rahmen des Konzeptes «Bahn 2000» ver- sprochen, realisiert werden müssen?
Anerkennt der Bundesrat die Bedeutung dieser Ausbauvor- haben für die Ostschweiz, aber auch für den überregionalen öffentlichen Verkehr? Inwiefern?
Der Vorsteher des EVED formulierte als ausdrückliche Vor- gabe für den Bericht der Generaldirektion SBB (richtiger- weise), dass die Westschweiz nicht benachteiligt werden dürfe. Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass andererseits auch die im Bericht faktisch nun vorgeschlagene Benachteili- gung der Ostschweiz nicht angängig ist?
Was hat der Bau des Nationalstrassenstückes St. Gallen- Sargans bis heute gekostet? Welcher Betrag war dafür bei der Beschlussfassung vorgesehen? Welche Kosten verursacht demgegenüber der versprochene Ausbau auf Doppelspur im St. Galler Rheintal zwischen Mörschwil und St. Gallen? Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass der Ausbau der (überre- gionalen) Verkehrsinfrastruktur im St. Galler Rheintal in den vergangenen Jahrzehnten einseitig zugunsten des privaten Motorfahrzeugverkehrs erfolgt ist - mit den entsprechenden Folgen - und dass eine Korrektur bei den veralteten Anlagen der SBB überfällig ist?
Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass eine allfällige Redi- mensionierung des Projektes «Bahn 2000» wieder durch die eidgenössischen Räte beschlossen werden müsste?
Im übrigen: Welche Ausbauten und Verbesserungen sind in den nächsten Jahren für den Knoten bzw. den Bahnhof St. Gallen vorgesehen?
Texte de l'interpellation du 4 octobre 1993
Dans le cadre du projet «Rail 2000» approuvé lors d'une vota- tion populaire, on avait promis d'instaurer la cadence horaire sur la ligne de Saint-Gall à Sargans et de procéder à divers aménagements (doublement de la voie sur le tronçon St. Fiden-Mörschwil, îlot à double voie dans la vallée du Rhin) sans lesquels cette promesse ne pourrait être tenue. Dans un rapport présenté à la fin de juin 1993 pourtant, la Direction gé- nérale des CFF propose de renoncer aussi bien aux aménage- ments qu'à la cadence horaire, en dépit du fait que, par exem- ple, le conseiller fédéral Ogi ait expressément renouvelé à Se- velen, en août 1990, devant le groupe de travail de la vallée du Rhin et de Werdenberg (Arbeitsgemeinschaft Rheintal-Wer- denberg) que ces mesures promises depuis longtemps à la Suisse orientale seraient réalisées rapidement.
On ne saurait accepter la proposition de la Direction générale des CFF.
Je demande au Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
Est-il aussi d'avis que l'aménagement de la double voie né- cessaire à l'instauration de la cadence horaire sur la ligne de la vallée saint-galloise du Rhin, doit être réalisé comme on l'avait promis dans le cadre du projet «Rail 2000»?
Reconnaît-il l'importance de ces travaux d'aménagement pour la Suisse orientale, ainsi que pour les transports publics sur le plan suprarégional? Jusqu'à quel point?
Le chef du DFTCE a déclaré expressément (et à juste titre) en préalable au rapport de la Direction générale des CFF, que la Suisse occidentale ne doit pas être défavorisée. Le Conseil fédéral est-il aussi d'avis qu'il n'est pas admissible non plus de désavantager la Suisse orientale comme cela est pratique- ment proposé dans le rapport?
Quel a été jusqu'à présent le coût de la construction du tronçon de route nationale Saint-Gall-Sargans? Quel était le montant prévu à ce titre lorsque la décision de construire l'ou- vrage a été prise? Quel serait d'autre part le coût du double- ment promis de la ligne desservant la vallée saint-galloise du Rhin et du tronçon reliant Mörschwil à Saint-Gall? Le Conseil fédéral est-il aussi d'avis que l'aménagement des communica- tions (suprarégionales) de la vallée saint-galloise du Rhin a fa- vorisé unilatéralement, au cours des décennies passées, le trafic des véhicules motorisés privés - ce qui a eu les consé- quences qu'il fallait en attendre - et qu'il est urgent de corriger cet état de choses en rénovant les installations vétustes des CFF?
Le Conseil fédéral est-il aussi d'avis qu'un éventuel redi- mensionnement du projet «Rail 2000>> devrait faire l'objet d'une nouvelle décision du Parlement?
Au surplus: Quels aménagements et améliorations a-t-on prévu d'apporter ces prochaines années au noeud ferroviaire que constitue la gare de Saint-Gall?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bundi, Caspar-Hutter, Häm- merle, Hollenstein, Jaeger, Maeder (6)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 14. September 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 14 septembre 1994
Aktuelle Verkehrsprognosen zeigen, dass dieses Angebot weit über der künftig erzielbaren Nachfrage liegt. 1992 über- stieg der Beitrag des Bundes für die Regionalzüge St. Gallen- Chur die zurechenbaren Erlöse um fast das Doppelte. Für je- den Franken, den ein SBB-Fahrgast für einen Regionalzug be-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Zwygart General- bzw. Halbtaxabonnement. Zuschläge Interpellation Zwygart Abonnement général et abonnement demi-tarif. Suppléments
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1994
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3288
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Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1994 - 08:00
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Data
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20 024 602
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