Postulat Strahm Rudolf
1902
N 7 octobre 1994
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94.3193 Postulat Fankhauser Arbeitskräfteerhebung. Ehrenamtlich Tätige Prise en compte des activités bénévoles
Wortlaut des Postulates vom 1. Juni 1994 Der Bundesrat wird eingeladen zu veranlassen, dass bei der nächsten Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung die Katego- rie der ehrenamtlich Tätigen innerhalb der gesamten Bevölke- rung gesondert erfasst und aufgeführt wird.
Texte du postulat du 1er juin 1994 Le Conseil fédéral est invité à faire en sorte que lors de la pro- chaine Enquête suisse sur la population active, la catégorie des bénévoles soit prise en compte séparément.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Bühlmann, Bundi, Caspar-Hutter, Dormann, Haering Binder, Hafner Ursula, Her- czog, Ledergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Meyer Theo, Stamm Judith, Züger (14)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Aus der Darstellung der letzten Schweizerischen Arbeitskräf- teerhebung, Sake (im Jahre 1993), ist ersichtlich, dass die eh- renamtliche Tätigkeit der schweizerischen Bevölkerung aus- ser bei den Rentnern und Rentnerinnen nicht berücksichtigt wurde.
Ehrenamtlich Tätige sind aber Arbeitskräfte von wichtiger volkswirtschaftlicher Bedeutung. Sie ergänzen zum Beispiel durch ihren Einsatz eine professionell ausgeführte Dienstlei- stung und erhöhen dadurch ihre Qualität (Beispiel: Kranken- pflege), oder sie schliessen in Pionierarbeit gesellschaftliche Lücken, bis der Boden für die erforderliche Professionalisie- rung geebnet ist (Beispiel: diverse Hilfen im Gesundheits- oder Erziehungsbereich, Sterbehilfe), oder sie leisten Mana- gementarbeit in privaten Trägervereinen, Genossenschaften und Stiftungen, oder sie wirken in politischen oder ökologi- schen Organisationen mit. Jede Diskussion um eine Neuver- teilung der Arbeit ist auf eine aussagekräftige Analyse der ge- leisteten unbezahlten Arbeit angewiesen. Verglichen mit den bisher erhobenen Kategorien des «Erwerbstatus», wo auch Kategorien enthalten sind, die keinen Erwerb erzielen, drängt sich die Erhebung von ehrenamtlichen Tätigkeiten geradezu auf. Die Analyse scheint um so wichtiger, als mit Recht vermu- tet werden kann, die Hauptlast der ehrenamtlich geleisteten Arbeit werde durch die Frauen getragen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 31. August 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 31 août 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis
94.3212 Postulat Strahm Rudolf Erhebung zum Potential der flexiblen Arbeitszeitverkürzung Réduction flexible du temps de travail. Etude
Wortlaut des Postulates vom 9. Juni 1994
Der Bundesrat wird gebeten, eine Erhebung über die Arbeits- zeitwünsche der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und über das Potential der wirtschaftlich teilbaren Arbeitsplätze in der Schweiz durchzuführen. Die Resultate dieser repräsentati- ven Erhebung sollen Grundlagen für eine solidarische und fle- xible Arbeitszeitgestaltung in der Zukunft liefern.
Texte du postulat du 9 juin 1994
Le Conseil fédéral est prié de faire réaliser une enquête sur les désirs des travailleurs quant à l'aménagement de leur temps de travail et sur les possibilités économiques de partager des emplois en Suisse. Les résultats de cette enquête représenta- tive devraient permettre à l'avenir un aménagement souple du temps de travail, selon des principes de solidarité.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Béguelin, Boden- mann, Bundi, Carobbio, Danuser, Fankhauser, Goll, Haering Binder, Hafner Ursula, Herczog, Jeanprêtre, Ledergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Meyer Theo, Rechsteiner, Ruffy, Steiger Hans, Tschäppät Alexander, Züger (22)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Verbesserte Kenntnisse über das Potential der flexiblen Ar- beitszeitverkürzungen sind eine wichtige Grundlage für die Zukunft der Arbeit, insbesondere für die Erhöhung des Be- schäftigungsgrades durch eine Verteilung des vorhandenen Arbeitsvolumens auf die Erwerbstätigen. Dabei ist es einer- seits wichtig, zu wissen, wie die Arbeitswünsche der Erwerbs- tätigen aussehen, namentlich auch die Bedürfnisse von Part- nern in Lebensgemeinschaften. Andrerseits sind die betriebli- chen und unternehmerischen Voraussetzungen einer flexi- blen Arbeitszeitgestaltung und die entsprechenden Potentiale zur Steigerung der Produktivität und der Beschäftigung von In- teresse.
Die Mc Kinsey Company publizierte kürzlich eine aufschluss- reiche Studie für Deutschland zu dieser Frage (Mc Kinsey Company: Teilen und Gewinnen. Das Potential der flexiblen Arbeitszeitverkürzung. Forschungsergebnisse und praktische Erfahrungen seit 1987. München 1994). In Deutschland wurde eine Erhebung mit der gleichen Fragestellung durch die Bun- desanstalt für Arbeit bereits 1981 durchgeführt (Heft 56 des In- stituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesan- stalt für Arbeit. Nürnberg 1981).
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 31. August 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 août 1994
Hinsichtlich der Arbeitszeitwünsche der Arbeitnehmer und Ar- beitnehmerinnen bestehen bereits Informationen aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake). Im Rahmen der Sake wird jedes Jahr bei 18 000 Haushalten eine telefoni- sche Befragung durchgeführt, bei welcher verschiedene Fra- gen zur Arbeitszeitflexibilisierung gestellt werden. So geben Voll- und Teilzeiterwerbstätige u. a. an, ob sie in ihrer Tätigkeit eine Reduktion bzw. Aufstockung der Arbeitszeit begrüssen würden. 1993 waren 60 Prozent der Arbeitnehmer und Arbeit- nehmerinnen mit ihrer Arbeitszeit zufrieden, 32 Prozent woll- ten bei entsprechender Lohnanpassung lieber weniger arbei- ten, und 8 Prozent wünschten eine Ausdehnung ihres Arbeits-
Postulat Raggenbass
1903
volumens. Die Ergebnisse der Sake geben auch Auskunft über die Anzahl Stunden, um welche die vollzeit- und teilzeit- beschäftigten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ihre Ar- beitszeit reduzieren bzw. erhöhen möchten, und über die Gründe, die zu einer Teilzeitanstellung führen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen, so- weit es nicht bereits erfüllt ist.
Präsidentin: Der Vorstoss wird von den Herren Allenspach und Leuba bekämpft. Die Diskussion wird verschoben.
Verschoben - Renvoyé
94.3183
Postulat Vollmer AHV-Beiträge bei Versicherungsleistungen nach UVG Cotisations AVS et prestations d'assurance selon la LAA
Wortlaut des Postulates vom 31. Mai 1994
Texte du postulat du 31 mai 1994 1. La loi fédérale du 20 mars 1981 sur l'assurance-accidents (LAA) doit être modifiée de manière que les indemnités journa- lières de l'assurance-accidents obligatoire soient explicite- ment assimilées au salaire déterminant tel que défini dans la LAVS.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Bäumlin, Béguelin, Bodenmann, Borel François, Carobbio, Danuser, Duvoisin, Eggenberger, Fankhauser, von Felten, Goll, Gross Andreas, Herczog, Hubacher, Jeanprêtre, Ledergerber, Leemann, Meyer Theo, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Tschäppät Alexan- der, Züger (23)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen gehören die Taggelder nach UVG nicht zum massgebenden Lohn im Sinne des AHVG. Das hat unter anderem zu Folge, dass wäh- rend Perioden, in denen der Arbeitnehmer infolge Unfalls auf- grund arbeitsrechtlicher Vorschriften zwar weiterhin seinen Lohn bezieht, für ihn jedoch keine AHV-Beiträge mehr entrich- tet werden. Bis zum 1. Januar 1994 war dies ebenfalls für die der Militärversicherung unterstehenden Bundesbediensteten im Krankheitsurlaub der Fall. Bei unteren und mittleren Ein- kommensbezügern führt dieser Tatbestand (für die Betroffe-
nen auf Bundesebene übrigens ein nicht wahrnehmbarer Tat- bestand, da ihre AHV-Beiträge aufgrund beamtenrechtlicher Bestimmungen zwar weiterhin vom Lohn abgezogen werden, jedoch vom Arbeitgeber nicht der Ausgleichskasse weiterge- leitet werden) zu einer (teilweise massiven) Schmälerung des individuellen AHV-Beitragskontos und damit zu späteren, le- benslänglichen kleineren Renten.
Diese sozialpolitisch unhaltbaren und für die Betroffenen im Entstehungszeitpunkt nicht bekannten Folgen bedürfen einer dringenden Korrektur. Um so mehr, als die daraus resultieren- den Rentenschmälerungen nur die unteren und mittleren Ein- kommensbezüger treffen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 7. September 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 7 septembre 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
94.3205
Postulat Raggenbass Finanzierung der sozialen Sicherheit Sécurité sociale. Financement
Wortlaut des Postulates vom 8. Juni 1994 Der Bundesrat wird ersucht, die soziale Sicherheit in ihrer Ge- samtheit (AHV, IV, EL, EO, FL, KL, Fürsorge ALV, BVG, Stipen- dien, MV, UV, KV, Mutterschaftsversicherung) zu analysieren, ein kohärentes, aufeinander abgestimmtes und ganzheitli- ches, auf die Zukunft ausgerichtetes Finanzierungskonzept zu erarbeiten und dem Parlament Bericht zu erstatten.
Texte du postulat du 8 juin 1994
Le Conseil fédéral est chargé de procéder à une analyse géné- rale de la sécurité sociale (AVS, Al, prestations complémentai- res, APG, allocations familiales, allocations pour enfants, as- sistance sociale, assurance chômage, LPP, bourses d'études, assurance militaire, assurance-accidents, assurance-mala- die, assurance maternité) et d'élaborer un projet global de fi- nancement, qui soit cohérent, qui harmonise tous les élé- ments du système et qui soit axé sur l'avenir. Le Conseil fédé- ral présentera à cet égard un rapport au Parlement.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Baumberger, Bircher Peter, Bühler Simeon, Bürgi, Columberg, Daepp, Da- nuser, David, Engler, Fehr, Fischer-Hägglingen, Frey Walter, Früh, Gross Andreas, Hämmerle, Hari, Hess Otto, Iten Joseph, Jäggi Paul, Keller Anton, Kühne, Leu Josef, Marti Werner, Mül- ler, Oehler, Ruckstuhl, Rutishauser, Rychen, Schmidhalter, Schnider, Segmüller, Seiler Hanspeter, Stamm Judith, Weder Hansjürg, Weyeneth, Wick, Wyss Paul, Wyss William, Zbinden, Züger (41)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
1994 dürften die Sozialausgaben inklusive Fürsorge über 30 Prozent des BIP ausmachen. Die Tendenz ist weiterhin stei- gend. Eine Trendwende ist nach Wechsler/Savioz - «Wandel der Lebensformen und soziale Sicherheit» - erst im Jah- re 2032 absehbar. Ursachen dieser Entwicklung sind die Ver- änderung demographischer und wirtschaftlicher Faktoren, aber auch die institutionelle Ausgestaltung des Sozialversi- cherungssystems. Grosse Ausgabensteigerungen stehen noch an, vor allem verursacht durch die zunehmende Überal- terung der Bevölkerung. Die im Verhältnis zur massgeblichen und aussagekräftigen Vergleichsgrösse BIP relevante Verän-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Strahm Rudolf Erhebung zum Potential der flexiblen Arbeitszeitverkürzung Postulat Strahm Rudolf Réduction flexible du temps de travail. Etude
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1994
Année
Anno
Band
III
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3212
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1994 - 08:00
Date
Data
Seite
1902-1903
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20 024 568
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