Initiative parlementaire. Gens du voyage suisses
1676
N
4 octobre 1994
90.021
Differenzen - Divergences
Siehe Seite 1365 hiervor - Voir page 1365 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 3. Oktober 1994 Décision du Conseil des Etats du 3 octobre 1994
Art. 29quinquies Abs. 1 Bst. b, 1bis; Art. 35 Abs. 1bis Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 29quinquies al. 1 let. b, 1bis; art. 35 al. 1bis Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Allenspach Heinz (R, ZH), Berichterstatter: Nach Abschluss der Beratungen der ersten Sessionswoche verblieben fünf Dif- ferenzen zum Ständerat. Die Kleine Kammer hat von diesen fünf Differenzen drei durch Zustimmung zu unsern Beschlüs- sen beseitigt. In den beiden übrigen Fällen hat der Ständerat mit eindeutigen Mehrheiten an seinen früheren Beschlüssen festgehalten. Wir haben also noch über zwei Differenzen zu befinden, nämlich bei Artikel 29quinquies Absätze 1 und 1bis sowie bei Artikel 35 Absatz 1bis.
Wir stehen am Schluss des Differenzbereinigungsverfahrens. Werden die Differenzen heute nicht bereinigt, müsste eine Ei- nigungskonferenz stattfinden. Diese Tatsache hat die natio- nalrätliche Kommission berücksichtigt. Sie hat unsere Anträge wesentlich mitgeprägt. Wir haben in beiden Fällen, sowohl bei Artikel 29quinquies Absatz 1 Buchstabe b und Absatz 1bis als auch bei Artikel 35 Absatz 1bis dem Ständerat zugestimmt, und wir bitten Sie, diesem Antrag zu folgen und die Differenzen zum Ständerat zu beseitigen.
Wir haben materiell über diese Fragen einlässlich diskutiert Wir glauben, dass die materielle Bedeutung dieser Differen- zen nicht dermassen gross ist, dass sich eine Einigungskonfe- renz rechtfertigen würde. Dies schiene uns unverhältnismäs- sig, insbesondere deshalb, weil dann die Gefahr bestünde, dass wir die Schlussabstimmung nicht mehr in dieser Session durchführen könnten. Das hätte zur Folge, dass das Inkrafttre- ten der 10. AHV-Revision mit grösster Wahrscheinlichkeit um ein Jahr verschoben würde; damit müssten sehr viele Rentner ein weiteres Jahr auf die Vorteile der neuen Regelung warten. Wir bitten Sie also, die Anträge der Kommission gutzuheissen und dem Ständerat zuzustimmen.
Jeanprêtre Francine (S, VD), rapporteur: Dans le cadre de la procédure d'élimination des divergences, le Conseil des Etats s'est rallié à notre Conseil sur trois points.
Il a cependant, à une majorité évidente, conservé deux diver- gences, soit à l'article 29quinquies aux alinéas 1er et 1bis et à l'article 35 alinéa 1bis.
Nous nous trouvons donc dans la dernière phase du traite- ment des divergences et, si nous n'arrivions pas aujourd'hui à nous rallier aux deux décisions du Conseil des Etats, une Conférence de conciliation devrait être mise sur pied, ce que votre commission souhaite éviter afin que le vote final puisse avoir lieu ce vendredi et qu'il n'y ait pas de retard pour l'entrée en vigueur de la 10e révision de l'AVS.
C'est ainsi que nous vous suggérons de vous vallier aux pro- positions de notre commission.
Angenommen - Adopté
Allenspach Heinz (R, ZH), Berichterstatter: Nachdem keine Differenzen zum Ständerat mehr bestehen, ist der Weg zur Schlussabstimmung am letzten Sessionstag offen.
Es liegt mir daran, bei Abschluss der parlamentarischen Bera- tung der 10. AHV-Revision einen mehrfachen Dank auszu- sprechen.
Ich danke den Mitgliedern der Arbeitsgruppe der Kommis- sion, die in intensiven und anspruchsvollen Diskussionen das Splittingsystem mit der Erziehungs- und Betreuungsgutschrift erarbeitet haben. Diese Arbeitsgruppe hat im eigentlichen Sinne Pionierleistungen erbracht
Ich danke ferner den Mitgliedern der Kommission, die auch bei hartnäckigen Auseinandersetzungen das gemeinsame Ziel, die AHV den geänderten gesellschaftlichen Verhältnissen und Wertvorstellungen anzupassen, nie aus den Augen verlo- ren haben.
Ich danke insbesondere auch der Verwaltung, die in vorbildli- cher Zusammenarbeit auf die Anliegen der Kommission ein- gegangen ist und unsere Arbeit mit beispielhafter Sachkom- petenz begleitet hat.
Jeanprêtre Francine (S, VD), rapporteur: Je m'associe égale- ment, en langue française, aux déclarations du président de la commission pour remercier très sincèrement les membres du groupe de travail qui ont accompli un travail remarquable de pionniers pour mettre en place un nouveau système adapté à notre époque. Nos remerciements vont également aux repré- sentants de l'administration qui ont contribué par leurs com- pétences et leur travail intense à la concrétisation de cette 10e révision de l'AVS.
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
91.425
Parlamentarische Initiative (SGK-NR) Zukunft für Schweizer Fahrende
Initiative parlementaire (CSSS-CN) Assurer l'avenir des gens du voyage suisses
Differenzen - Divergences
Siehe Jahrgang 1993, Seite 1059 - Voir année 1993, page 1059 Beschluss des Ständerates vom 22. September 1994 Décision du Conseil des Etats du 22 septembre 1994
Gonseth Ruth (G, BL) unterbreitet im Namen der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) den folgenden schriftlichen Bericht:
Der Nationalrat hat am 7. Juni 1993 das Bundesgesetz be- treffend die Stiftung «Zukunft für Schweizer Fahrende» ein- stimmig verabschiedet. Die Stiftung bezweckt, als Koordinati- onsorgan von Kantonen, Gemeinden, Bund und Fahrenden- organisationen die Lebenssituation der fahrenden Bevölke- rung der Schweiz zu sichern und zu verbessern sowie das kul- turelle Selbstverständnis der Fahrenden zu wahren. Der Bund soll ein Stiftungskapital von 1 Million Franken zur Verfügung stellen. Dazu kommen in den ersten fünf Jahren ihres Beste- hens jährliche Betriebsbeiträge des Bundes von total 1 Million Franken.
Die Kommission des Ständerates kam nach Anhörung von Vertretern der Radgenossenschaft wie auch von Vertretern der Kantone zum Schluss, dass ein Rahmenkredit von 750 000 Franken für die ersten fünf Jahre ausreichend ist für die vorge- sehenen Aufgaben.
Oktober 1994 N
1677
Drogenpolitik
Der Ständerat stimmte der Vorlage mit dieser einen Diffe- renz zum Nationalrat am 22. September 1994 knapp mit Stich- entscheid des Präsidenten zu.
An der Sitzung vom 29. September 1994 hat sich die Kom- mission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalra- tes mit dieser Differenz befasst.
Gonseth Ruth (G, BL) présente au nom de la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique (CSSS) le rapport écrit suivant:
Le 7 juin 1993, le Conseil national a adopté à l'unanimité la loi fédérale concernant la fondation «Assurer l'avenir des gens du voyage suisses». Cette fondation, qui servira d'organe de coordination entre les cantons, les communes, la Confédéra- tion et les organisations existantes de nomades, vise l'amélio- ration des conditions de vie des gents du voyage ainsi que la sauvegarde de leur identité culturelle. La Confédération mettra à la disposition de la fondation un capital de 1 million de francs, qui sera complété, durant les cinq premières années d'existence de la fondation, par des contributions d'exploita- tion annuelles pour un montant total de 1 million de francs.
Après avoir entendu des représentants de l'Association des gens de roulotte de même que des représentants des can- tons, la commission du Conseil des Etats est parvenue à la conclusion qu'un crédit-cadre de 750 000 francs représente- rait une somme suffisante pour l'accomplissement des tâches prévues.
Le 22 septembre 1994, le Conseil des Etats approuvé le pro- jet modifié dans ce sens de justesse avec la voix prépondé- rante du président.
Lors de sa séance du 29 septembre 1994, la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique du Conseil natio- nal s'est penchée sur cette divergence.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt einstimmig, dem Ständerat zu fol- gen und den Rahmenkredit zu reduzieren.
Proposition de la commission
La commission propose, à l'unanimité, de se rallier à la déci- sion du Conseil des Etats et de réduire le crédit-cadre.
Art. 3 Abs. 1 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 3 al. 1 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Sammeltitel - Titre collectif
Drogenpolitik Politique en matière de drogue
94.3327
Dringliche Interpellation der LdU/EVP-Fraktion Drogenproblem. Weiteres Vorgehen Interpellation urgente du groupe Adl/PEP Drogue. Marche à suivre
Wortlaut der Interpellation vom 19. September 1994 Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:
Hat die gemeinsame Projektorganisation von Bundesrat, Zürcher Regierungsrat und Zürcher Stadtrat bereits Massnah- men vorgeschlagen? Wenn ja, welche? Wenn nein, auf wann werden Vorschläge erwartet?
Der Bundesrat gedenkt die Versuche zur kontrollierten Dro- genabgabe auszuweiten. Wann werden diese zusätzlichen Plätze effektiv zur Verfügung stehen? Was wird unternommen, um möglichst rasch mit einem erweiterten Programm begin- nen zu können?
Sollte es wirklich gelingen, dem organisierten Verbrechen das Geschäft mit den Drogen zu verderben, so ist zu erwarten, dass sich die kriminellen Banden nach neuen Tätigkeitsgebie- ten umsehen. Denkbar sind z. B. Glücksspiel, die «Schulden- eintreibung» im kriminellen Milieu, Schutzgelderpressung, or- ganisierte Hehlerei und massenhafte Verschiebung von Die- besgut. Gedenkt der Bundesrat - in Zusammenarbeit mit Kan- tonen und Städten - Vorkehren für diesen Fall zu treffen, oder will er wieder zuwarten, bis ein städtisches Problem zum natio- nalen Notstand wird?
Texte de l'interpellation du 19 septembre 1994
Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions sui- vantes:
Le groupe de travail institué conjointement par le Conseil fé- déral, le gouvernement du canton de Zurich et l'exécutif de la Ville de Zurich a-t-il déjà proposé des mesures? Si oui, les- quelles? Sinon, quand verront-elles le jour?
Le Conseil fédéral compte étendre la distribution contrôlée de drogue menée à titre expérimental. Quand ces nouveaux points de distribution seront-ils effectivement ouverts? Quelles démarches sont entreprises pour pouvoir, le plus rapidement possible, mettre en place ce nouveau programme?
La réussite du projet visant à arrêter le trafic de drogue ris- que fort de pousser les organisations criminelles à se lancer dans d'autres secteurs d'activités, tels que les jeux de hasard, le «recouvrement de dettes» dans les milieux criminels, le rac- ket, le recel organisé et le trafic de marchandises volées. Le Conseil fédéral entend-il, en collaboration avec les cantons et les communes, prendre les dispositions qui s'imposent, ou compte-t-il attendre que ce problème s'étende au niveau na- tional?
Sprecherin - Porte-parole: Grendelmeier
51-N
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (SGK-NR) Zukunft für Schweizer Fahrende Initiative parlementaire (CSSS-CN) Assurer l'avenir des gens du voyage suisses
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Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1994
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
12
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
91.425
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 04.10.1994 - 08:00
Date
Data
Seite
1676-1677
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20 024 491
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