Loi sur l'assurance-chômage. Révision partielle
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N 28 septembre 1994
Ich beantrage Ihnen deshalb Behandlung der Vorlage in Kate- gorie III.
Abstimmung - Vote Für den Ordnungsantrag Goll Dagegen
56 Stimmen 78 Stimmen
Ordnungsantrag der Fraktionspräsidenten Behandlung der Einzelanträge zur Vorlage 93.095 in Katego- rie IV mit 3 Minuten Redezeit
Motion d'ordre des présidents des groupes Traiter les propositions individuelles concernant le projet 93.095 en catégorie IV avec un temps de parole de 3 minutes.
Abstimmung - Vote Für den Ordnungsantrag der Fraktionspräsidenten Dagegen
103 Stimmen 38 Stimmen
Ordnungsantrag Fischer-Seengen
Das Geschäft 93.095, «Arbeitslosenversicherungsgesetz Teil- revision», sei heute, 28. September 1994, zu Ende zu behan- deln, unter allfälligem Verzicht auf die Behandlung der persön- lichen Vorstösse nach 20.00 Uhr.
Motion d'ordre Fischer-Seengen Le débat sur l'objet 93.095 «Loi sur l'assurance-chômage. Ré- vision partielle» doit être achevé aujourd'hui 28 septembre 1994. A cet effet, il faut renoncer à la discussion des interventi- ons personnelles prévue dès 20 h 00.
Fischer-Seengen Ulrich (R, AG): Es ist vorgesehen, dass wir heute abend zwischen 20 und 23 Uhr persönliche Vorstösse behandeln. Es steht uns in dieser Session noch eine be- schränkte Anzahl Stunden zur Verfügung. Ich meine, dass wir diese Stunden optimal nützen müssen. Ich finde, es sei nicht sinnvoll, das Debakel von letzter Woche zu wiederholen und glaube, das Arbeitslosenversicherungsgesetz habe in dieser Session Priorität. Ich bin deshalb der Meinung, dass wir heute abend mit der Behandlung dieses Gesetzes weiterfahren soll- ten, auch nach 20 Uhr.
Wenn nun gesagt wird, morgen vormittag werde weitergefah- ren, so mag das schön und recht sein, aber wenn Sie die An- zahl Anträge ansehen, die uns vorliegen, so müssen Sie zum Schluss kommen, dass auch bei einer Weiterbehandlung am Morgen die Zeit knapp wird, selbst dann, wenn nun nach dem Antrag des Büros verfahren wird. Sollte dann morgen noch ge- nügend Zeit bleiben, könnte man immer noch diese persönli- chen Vorstösse behandeln.
Ich bitte Sie deshalb, heute den ganzen Nachmittag und den ganzen Abend für die Behandlung des Arbeitslosenversiche rungsgesetzes vorzusehen.
Präsidentin: Ich möchte Ihnen die Beschlüsse des Büros in Erinnerung rufen: Das Büro hat für diese Session beschlos- sen, an den Abendsitzungen versuchsweise nicht mehr Sach- geschäfte, sondern nur noch persönliche Vorstösse zu behan- deln. Das Büro möchte in dieser Session diesen Versuch durchführen, damit es sich nachher eine Meinung bilden kann, was zu unternehmen ist.
Abstimmung - Vote Für den Ordnungsantrag Fischer-Seengen Dagegen
82 Stimmen 65 Stimmen
93.095
Arbeitslosenversicherungsgesetz. Teilrevision
Loi sur l'assurance-chômage. Révision partielle
Botschaft und Gesetzentwurf vom 29. November 1993 (BBI 1994 | 340) Message et projet de loi du 29 novembre 1993 (FF 1994 1 340)
Beschluss des Ständerates vom 17. März 1994 Décision du Conseil des Etats du 17 mars 1994 Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Eintreten
Antrag Blocher Rückweisung an den Bundesrat mit dem Auftrag, eine neue Vorlage vorzulegen, welche a. die Möglichkeit vorsieht, die Erhöhung um ein Lohnprozent ausschliesslich zur Tilgung bestehender Schulden gegen- über Bund und Kantonen vorzunehmen;
b. bei 2 Lohnprozenten und 150 000 Arbeitslosen ab 1996 für die Arbeitslosenversicherung, für den Bund und für die Kan- tone keine neuen Defizite bringt.
Der Bundesrat legt die Vorlage dem Parlament bis zum 30. No- vember 1994 vor.
Antrag Zisyadis Rückweisung an den Bundesrat
mit dem Auftrag, eine neue Teilrevision vorzulegen, die den wirtschaftlichen und sozialen Erfordernissen Rechnung trägt. Dieser Entwurf hätte folgende Anforderungen zu erfüllen: 1. Konsultierung der Kantone gemäss Vereinbarung der Ex- perten der Arbeitgeberschaft und der Gewerkschaften;
Einfügung von Eingliederungsmassnahmen für ausgesteu- erte Arbeitslose; deren Finanzierung erfolgt über die Aufhe- bung der Beitragsplafonierung;
Ermittlung der realen Kosten, welche die Arbeitslosigkeit gesamtschweizerisch (auf Bundes-, Kantons- und Gemeinde- stufe) für Mensch, Gesellschaft und Wirtschaft nach sich zieht; 4. Einführung eines zusätzlichen Arbeitgeberbeitrages zur Kompensierung der Beitragseinbussen, die sich infolge von Rationalisierungs- und Umstrukturierungsmassnahmen, die zu einem Rückgang des Beschäftigungsvolumens bei gleich- bleibender Produktion führen, oder infolge einer Produktions- verlegung ins Ausland ergeben.
Antrag Camponovo Rückweisung an die Kommission
mit dem Auftrag, den Antrag des Staatsrates des Kantons Tes- sin zu prüfen, der bereits Gegenstand meiner Intervention an- lässlich der letzten Revision im Frühling 1993 war und der in Artikel 22 folgende Grundsätze aufnehmen will:
Der Arbeitslose hat Anspruch auf eine Grundentschädi- gung von 50 Prozent des letzten versicherten Lohnes im Sinne dieses Gesetzes, aber im Maximum auf 3200 Franken pro Monat.
Für jedes geleistete, von der AHV-Ausgleichskasse bestä- tigte Arbeitsjahr wird die Grundentschädigung um einen Pro- zentpunkt erhöht.
Aufgrund der familiären und ehelichen Verhältnisse können die Grundsatzentschädigung und der Zuschlag erhöht wer- den. Der Bundesrat legt die Kriterien für solche Korrekturen fest.
Falls Artikel 22 in diesem Sinne angenommen würde, müsste Artikel 27 unverändert bleiben.
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Antrag der SD/Lega-Fraktion
Rückweisung an die Kommission mit dem Auftrag, eine Vorlage auszuarbeiten, die folgende Grundsätze berücksichtigt:
Die finanziell unumgängliche Einschränkung der Leistun- gen im Taggeldbereich ist sozialverträglicher vorzunehmen, und zwar indem der Höchstbetrag des Versicherten auf drei Viertel von demjenigen der obligatorischen Unfallversiche rung herabgesetzt wird (stärkere Plafonierung).
Je nach finanzieller Auswirkung der Massnahme gemäss Ziffer 1 kann auf die Leistungseinschränkungen bei der Be- zugsdauer und/oder mittels Karenzfrist ganz oder teilweise verzichtet werden.
Proposition de la commission Entrer en matière
Proposition Blocher Renvoi au Conseil fédéral avec mandat de présenter un nouveau projet visant à:
a. prévoir la possibilité de relever le taux de cotisation à l'assu- rance-chômage de 1 pour cent exclusivement dans le but d'éteindre les dettes contractées à l'égard de la Confédération et des cantons;
b. lorsque le taux de cotisation de l'assurance-chômage aura atteint 2 pour cent pour un nombre de 150 000 chômeurs à partir de 1996, faire en sorte qu'il n'en résulte aucun nouveau déficit pour la Confédération et les cantons.
Le Conseil fédéral soumet le projet au parlement jusqu'au 30 novembre 1994.
Proposition Zisyadis Renvoi au Conseil fédéral
avec mandat de présenter une nouvelle révision partielle qui réponde aux nécessités économiques et sociales. Ce projet devrait répondre aux exigences suivantes:
consultation des cantons, suite à l'accord des experts des employeurs et des syndicats;
intégration de mesures d'insertion des chômeurs en fin de droits, financées par le déplafonnement des cotisations;
évaluation du coût réel humain, social et économique du chômage pour l'ensemble de la société (sur les plans fédéral, cantonal et communal);
instauration d'une cotisation supplémentaire des em- ployeurs, pour compenser les pertes de cotisations résultant de mesures de rationalisation et de restructuration qui condui- sent à une diminution du volume d'emploi pour une produc- tion identique ou en cas de transfert à l'étranger des moyens de production.
Proposition Camponovo Renvoi à la commission
avec mandat d'examiner la proposition du Conseil d'Etat du canton du Tessin qui faisait déjà l'objet de mon intervention à l'occasion de la dernière révision du printemps 1993 et qui pro- pose de reprendre à l'article 22 les principes suivants:
Le chômeur a droit à une indemnité de base s'élevant à 50 pour cent du dernier salaire assuré, au sens de la pré- sente loi, mais au maximum à 3200 francs par mois.
Pour chaque année d'activité effective et confirmée par la caisse de compensation AVS, l'indemnité de base est aug- mentée à raison d'un pour cent.
Sur la base de la situation familiale et conjugale de l'assuré, les indemnités de base et le supplément peuvent être aug- mentés. Le Conseil fédéral fixe les critères applicables à ces corrections.
Si l'article 22 est adopté dans ce sens, l'article 27 doit rester in- changé.
Proposition du groupe DS/Ligue Renvoi à la commission
avec le mandat d'élaborer un projet qui tienne compte des principes suivants:
être effectuée de manière tolérable sur le plan social en fixant le montant maximum du gain assuré au trois quarts de celui de l'assurance-accidents obligatoire (plafonnement plus élevé). 2. Selon les conséquences financières de la mesure selon le chiffre 1, on pourra renoncer partiellement ou complètement aux limitations des prestations pendant la période d'indemni- sation en fixant éventuellement un délai d'attente.
David Eugen (C, SG), Berichterstatter: Bis 1990 sah es so aus, als ob unser Land mit einer Arbeitslosenquote von weniger als 1 Prozent ein Sonderfall in der europäischen Landschaft blei- ben würde, von Arbeitslosigkeit in dem Ausmass, wie es un- sere Nachbarländer kennen, verschont bliebe. Wir haben in den letzten drei bis vier Jahren zur Kenntnis nehmen müssen, dass wir bezüglich der Arbeitslosigkeit kein Sonderfall mehr sind. Sie hat sich in dieser Zeit vervierfacht. Wir haben inzwi- schen einmal den Spitzenwert von 175 000 Arbeitslosen er- reicht und stehen heute bei 165 000 Arbeitslosen, und zwar immer noch, obwohl die Wirtschaft, die Konjunktur, langsam anziehen. Das zeigt die Bedeutung dieses Geschäftes.
Der Rat muss in diesen zwei Sitzungstagen die Verantwor- tung wahrnehmen. Wie Sie wissen, haben wir bereits eine er- ste Systemkorrektur an der Arbeitslosenversicherung vorge- nommen, und zwar auf den 1. April 1992 mit dem damaligen dringlichen Bundesbeschluss. Damals wurde der Taggeldan- spruch für nicht Unterhaltspflichtige von 80 auf 70 Prozent re- duziert. Zudem - das war der zweite Schwerpunkt dieser Vor- lage - wurde die Bezugsdauer von 300 auf 400 Tage verlän- gert, um der Langzeitarbeitslosigkeit besser entgegentreten, sie unter einen besseren Versicherungsschutz stellen zu können.
Sie erinnern sich auch, dass die Sozialpartner von beiden Sei- ten - Arbeitgeber und Arbeitnehmer - jene Revision relativ ve- hement abgelehnt hatten. Einerseits befürchteten die Arbeit- nehmer mit dieser Reduktion der Taggeldansätze Lohndum- ping, auf der anderen Seite machten die Arbeitgeber geltend, das neue System fördere den Missbrauch. Schliesslich hatte das Volk zu entscheiden. Es ist knapp ein Jahr her seit der Ab- stimmung, und das Volk hat trotz der vehementen Opposition von beiden Seiten diese Revision mit grossem Mehr, und zwar mit 70 Prozent Jastimmen, angenommen.
Die Vox-Analyse über diese Abstimmung zeigt, dass es zwei Hauptmotive waren, die das Volk bewegt haben, dieser Vor- lage mit so grosser Mehrheit zuzustimmen. Einmal drängte die Bevölkerung in der jetzigen krisenhaften Situation bezüglich Arbeitslosigkeit auf eine Anpassung unseres Versicherungs- systems an die höheren Arbeitslosenzahlen. Zweitens wollte die Bevölkerung, dass der Schutz vor Langzeitarbeitslosigkeit verbessert würde. Diese beiden Motive haben jener Vorlage zu einem sehr deutlichen Ja verholfen.
Aus der Botschaft des Bundesrates zur jetzigen Vorlage erse- hen Sie, dass ein Konsens zwischen Arbeitgebern und Arbeit- nehmern im Vorfeld zu dieser Revision leider nicht zustande gekommen ist. Insbesondere ist es im Vorfeld dieser Revision nicht gelungen, gemeinsam mit Arbeitgebern und Arbeitneh- mern zu neuen konzeptionellen Lösungen vorzustossen.
Der Ständerat hat einige neue Akzente in dieser Vorlage ge- setzt: Einmal bezüglich der Leistungen, insbesondere aber bezüglich der Finanzierung, indem er die Kantone aus der Mit- verantwortung für die Arbeitslosenversicherung entlassen wollte. So präsentierte sich die Ausgangslage für Ihre Kom- mission bei Beginn der Beratungen dieser Revision.
Wir haben zu Anfang in unserer Kommission Hearings durch- geführt, und zwar mit Wissenschaftern, mit Kantonsvertretern, mit Praktikern aus dem In- und Ausland und auch mit den Sozi- alpartnern. Die Hearings haben zweierlei ergeben:
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Die Subkommission hat ihr Verhandlungskonzept festgelegt und folgende Organisationen der Sozialpartner eingeladen: auf Arbeitnehmerseite den Schweizerischen Gewerkschafts- bund (SGB), vertreten durch Frau Despland, den Christlichna- tionalen Gewerkschaftsbund (CNG), vertreten durch Frau Hartmann, die Vereinigung Schweizerischer Angestellten- verbände (VSA), vertreten durch Herrn Signorell; auf Arbeitge- berseite den Zentralverband schweizerischer Arbeitgeber- Organisationen, vertreten durch Herrn Direktor Hasler, und schliesslich den Schweizerischen Gewerbeverband, vertreten durch Herrn Meuwly. Es ist mir ein Bedürfnis, an dieser Stelle, in diesem Rat und auch in der Öffentlichkeit den beteiligten Or- ganisationen, die ich jetzt genannt habe, und ihren Repräsen- tanten für den aussergewöhnlichen Einsatz, den sie in der Subkommission geleistet haben, und auch für ihre konstruk- tive Mitarbeit bei der Reform der Arbeitslosenversicherung den Dank auszusprechen.
Meines Erachtens haben die Sozialpartner erkannt, dass der soziale Friede und die Stabilität in unserem Lande ganz we- sentlich von diesem Versicherungswerk abhängig sind und dass wir auf dem Feld der Arbeitslosigkeit heute in unserem Land breit abgestützte, taugliche Lösungen finden müssen. Allen Mitgliedern war bewusst, dass es nicht darum gehen kann, lediglich partei- oder interessenpolitische Auseinander- setzungen zu führen, sondern dass eine den Gesamtinteres- sen dienende Lösung gefunden werden muss. Ebenso war allen bewusst, dass Partikularinteressen, Brancheninteres- sen, Gebietsinteressen, Teilinteressen angesichts einerseits der hohen Arbeitslosenquote und andererseits des engen Spielraumes der Bundesfinanzen nicht durchgesetzt werden können.
Dem Gesamtinteresse muss, wie gesagt, Vorrang eingeräumt werden. Angesichts der 50 Anträge, die jetzt in diesem Rat ge- stellt worden sind, muss ich Sie bitten, sich an der Zielrichtung zu orientieren, der die Sozialpartner zugestimmt haben. Ich möchte Sie dringend bitten, Ihre Anträge zu überprüfen, ob sie im Gesamtinteresse effektiv notwendig sind, ob Sie damit tat- sächlich nicht nur partikuläre Interessen zum Durchbruch bringen wollen, die durchaus auch ihre Berechtigung haben, wenn die Zeit dazu ist Aber ich glaube, bei dieser Versiche- rung ist im Moment nicht die Zeit dazu, solche zu realisieren. Nachdem die neue Konzeption der Arbeitslosenversicherung vorlag, hat die Subkommission auch die kantonalen Volkswirt- schaftsdirektoren orientiert und mit einer Delegation der Kon- ferenz kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren zwei Ausspra- chen durchgeführt. Es ist uns meines Erachtens gelungen, aufgrund dieser Aussprachen in kritischen Punkten, die den Kantonen gewisse Mühe machten, die Vorlage zu verbessern. Darauf werde ich in der Detailberatung zurückkommen.
Ich möchte Sie auf die fünf Säulen der Revision hinweisen: Die erste Säule ist der Prioritätenwechsel. Wir wollen mit der Neukonzeption die Sicherung der Erwerbsfähigkeit der Ar- beitslosen und ihre rasche und dauerhafte Wiedereingliede
rung in den Vordergrund stellen. Das heutige Versicherungs- system birgt die Gefahr in sich, dass Arbeitslose immer weni- ger in der Lage sind, wieder ins Berufsleben einzutreten, je län- ger ihre Arbeitslosigkeit andauert. Zum einen gehen berufli- che Fähigkeiten verloren, zum anderen wird auch die Fähig- keit herabgesetzt, sich in eine Arbeitsorganisation einzufügen; schliesslich treten nicht selten auch gesundheitliche Störun- gen auf, die die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigen. Denken Sie beispielsweise an die heutige Situation der Invalidenversiche- rung, an die starke Zunahme der IV-Fälle, die von dieser Ent- wicklung im Bereich Arbeitslosigkeit eindeutig geprägt ist. Wir wollen mit dieser Neukonzeption die rasche Wiedereingliede rung durch neue arbeitsmarktliche Massnahmen fördern, auf die ich in der Detailberatung eingehen werde, und zwar soll dies vom Beginn der Arbeitslosigkeit an geschehen, nicht erst nach einigen Monaten Arbeitslosigkeit.
Die zweite Säule des Neukonzeptes bildet eine Neuordnung des Taggeldanspruchs. Der neue Grundsatz lautet, dass das Taggeld grundsätzlich eine Entschädigung für eine Gegenlei- stung sein soll. Wir wollen wegkommen von der Situation der blossen Rente, von blosser passiver Taggeldentgegennahme während 400 Tagen. Vielmehr soll jetzt während der zweijähri- gen Rahmenfrist ein Taggeld gezahlt werden, wenn der Versi- cherte im Sinne einer von ihm zu erbringenden Gegenleistung an arbeitsmarktlichen Massnahmen teilnimmt. Wenn der Ver- sicherte aus persönlichen oder anderen Gründen eine Teil- nahme ablehnt, bleibt für die Zeit der Ablehnung die Taggeld- auszahlung gesperrt Im Gegenzug dazu hat der Versicherte aber auch Anspruch darauf, dass ihm eine vorübergehende Beschäftigung angeboten wird, soweit keine andere arbeits- marktliche Massnahme zur Verfügung steht.
Ausserhalb solcher arbeitsmarktlicher Massnahmen werden nur noch in beschränktem Umfang Taggelder bezahlt, näm- lich 150 Taggelder für Versicherte unter 50 Jahren, 250 Tag- gelder für Versicherte von 50 bis 60 Jahren und 400 Taggelder für Versicherte ab 60 Jahren. Diese Altersabstufung ist darin begründet, dass mit zunehmendem Alter die Möglichkeiten, mit arbeitsmarktlichen Massnahmen die Erwerbsfähigkeit zu verbessern, wesentlich absinken, sowohl aus Sicht des betrof- fenen Arbeitslosen wie auch aus Sicht des Arbeitsmarktes.
Wir haben dafür, das ist die Kehrseite, auf die Degression ver- zichtet, was ich für einen ganz wichtigen Schritt aus Sicht der Arbeitslosen halte. Heute haben wir eine Degression, d. h. eine Reduktion der Taggelder nach 85 Tagen um 5 Prozent und eine weitere Reduktion nach 170 Tagen um weitere 5 Pro- zent. Wir wissen, dass diese Reduktionen für die Betroffenen eine schwere Last sind, insbesondere dass sie ihre Möglich- keiten, wieder ins Berufsleben zurückzukehren, nochmals zu- sätzlich einschränken. Wir wissen, dass aufgrund dieser Re- gelung auch viele familiäre Probleme entstehen. Wir glauben, es ist richtig, diese alte Regelung durch die neue Konzeption abzulösen, die wir Ihnen vortragen.
Dritte Säule dieses Programms ist eine neue Organisation. Wir wollen mit Arbeitsvermittlungszentren, die gesamtschweize- risch in allen Kantonen eingerichtet werden sollen, die Sach- kompetenz für Vermittlung und für arbeitsmarktliche Massnah- men zusammenfassen und zu einem effizienten Einsatz brin- gen, wiederum sowohl im Interesse der betroffenen Arbeitslo- sen als auch im Interesse des Arbeitsmarktes. Ein wichtiges Element im Rahmen dieser Arbeitsmarktzentren bilden die so- genannten tripartiten Kommissionen, die aus Arbeitgeber-, Ar- beitnehmer- und Arbeitsamtsvertretern bestehen. Diese sollen insbesondere - das wird ihre Hauptaufgabe sein - dafür sor- gen, dass die Arbeitsmarktmassnahmen regional und örtlich zweckmässig durchgeführt werden.
Vierte Säule dieses Programms ist das Ziel, sich im Mittelein- satz auf das Wesentliche zu konzentrieren und auf bloss Wünschbares zu verzichten. Das bedeutet, dass wir auf ge- wisse Leistungen der Arbeitslosenversicherung, die angebo- ten werden, aus finanziellen Gründen verzichten müssen, ins- besondere damit wir die wesentlichen und zentralen Aufga- ben dieser Versicherung realistisch und gut erfüllen können. Zu diesem Wunschbedarf, auf den - nach Meinung der Kom- missionsmehrheit jedenfalls - verzichtet werden sollte, gehört die Schlechtwetterentschädigung, d. h. die Taggeldauszah-
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lung wegen schlechtem Wetter, auch die Taggeldauszahlung wegen wetterbedingtem Kundenausfall. Dazu zählen weiter die Einschränkungen bei der Kurzarbeitsentschädigung, die Erhöhung der Karenzfrist bei Kurzarbeit auf drei Tage, die Re- duktion der Höchstdauer der Kurzarbeitsentschädigung von 24 auf 18 Monate und letztlich - ein sehr umstrittener Punkt, über den Ihr Rat hier entscheiden muss - die Einführung von fünf Karenztagen im ersten Monat der Taggeldauszahlung. Diese fünf Karenztage werden vorgeschlagen, damit die Versi- cherung tatsächlich ein finanzielles Gleichgewicht halten kann. Die Karenztage sind eine Sparmassnahme, die unserer Meinung nach den Arbeitslosen zuzumuten ist. Wir halten es für wesentlich zumutbarer, fünf Karenztage einzuführen, als beispielsweise nach 125 Tagen das Taggeld herabzusetzen, also die Degression einzuführen. Das wäre eine Alternative. Fünf Karenztage sind auch zumutbarer, als für die Langzeitar- beitslosen die Bezugsdauer z. B. um 100 Tage zu kürzen. Letztlich haben diese fünf Karenztage die Bedeutung eines Selbstbehaltes, eines Beitrages der Versicherten zur Finanzie- rung der Arbeitslosenversicherung. So muss man das nach Auffassung der Kommissionsmehrheit sehen.
Fünfte Säule und eine der positiven Leistungen, die in der Ar- beit mit den Sozialpartnern erzielt werden konnte, ist die ein- vernehmliche Lösung über die Finanzierung. Sie wissen, dass sich die Sozialpartner lange konsequent gegen jede Ände- rung des Beitragssatzes gewehrt haben. Wir haben mit den Sozialpartnern die einvernehmliche Lösung gefunden, dass der Lohnabzug grundsätzlich 2 Prozent für die laufenden Ver- pflichtungen der Arbeitslosenversicherung betragen soll. Gleichzeitig sollen der Bund und die Kantone bei ausseror- dentlichen Verhältnissen, das heisst bei hohen Arbeitslosen- zahlen, 5 Prozent von jeder Seite zuschiessen.
Wenn dies gegeben ist, sind die Sozialpartner ihrerseits be- reit zu akzeptieren, dass wir ein zusätzliches Prozent als Zu- schlag erheben, zur Tilgung der bis Ende 1995 aufgelaufe- nen Schuld der Arbeitslosenversicherung. Diese Schuld wird etwa 8,2 Milliarden Franken betragen, und wir werden mit diesem zusätzlichen Prozent diese Schuld etwa bis ins Jahr 2000 abtragen können. Damit kann die Arbeitslosenversiche rung wieder auf eine einigermassen seriöse finanzielle Basis gestellt werden.
Das sind die fünf Säulen, auf denen diese Neukonzeption der Arbeitslosenversicherung in den Grundzügen beruht. Auf die Details werde ich zurückkommen.
Ich gebe Ihnen am Schluss dieser Einführung noch einen Überblick über die finanziellen Konsequenzen der Neukon- zeption, im Sinne von Einsparungen und Mehrkosten, die dar- aus resultieren. Es werden an Mehrkosten anfallen: Aus der Realisierung der aktiven Arbeitsmarktmassnahmen 224 Millio- nen Franken und aus der Realisierung der Arbeitsmarktzen- tren etwa 165 Millionen Franken. Die Mehrkosten dieses Modells betragen also 389 Millionen Franken.
Die Minderkosten setzen sich wie folgt zusammen: Der Ver- zicht auf die Weiterführung der Beitragszeiten nach Durchfüh- rung eines Beschäftigungsprogrammes bringt Minderkosten von 75 Millionen Franken. Die Wartezeiten für Schulabgänger und Maturanden und die Reduktion der Pauschalansätze für die Leistungen zugunsten dieser Kategorie von Arbeitslosen bringen eine Reduktion von 106 Millionen Franken.
Die Einführung der Karenztage bringt eine Reduktion von 130 bis 180 Millionen Franken. Die Streichung der Schlechtwetter- entschädigung bringt eine Reduktion von 70 Millionen Fran- ken. Die Reduktion der Leistungen bei der Kurzarbeitsent- schädigung bringt eine Reduktion von 50 Millionen Franken. Und schliesslich: Die Einführung dieses neuen Konzeptes bringt uns einigermassen die Sicherheit, dass sich die durch- schnittliche Bezugsdauer, die heute bei 104 Tagen liegt, in Zu- kunft nicht mehr erhöht. Die durchschnittliche Bezugsdauer von Arbeitslosentaggeldern hat sich in der Vergangenheit ste- tig von etwa 50 auf 104 Tage erhöht. Wenn mit dem neuen Sy- stem eine weitere Erhöhung dieser durchschnittlichen Be- zugsdauer vermieden werden kann, bringt das der Versiche- rung eine Einsparung von 500 Millionen Franken. Wir sind der Überzeugung, dass dieses Ziel mit der neuen Versicherungs- lösung erreicht werden kann.
Insgesamt: Wenn Sie Plus und Minus einander gegenüber- stellen, erhalten Sie ein Einsparungsvolumen von 532 Millio- nen Franken. Das scheint jetzt vielleicht ein hoher Betrag zu sein. Ich muss Ihnen aber sagen, dass dieser Betrag nur so hoch sein wird, wenn die Zahl der Arbeitslosen abnimmt, von jetzt 165 000 auf etwa 100 000 im Jahre 2000. Wenn dieser Fall nicht eintritt, werden wir wieder mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen haben.
Mit dieser Einschränkung kann ich wohl mit der klaren Mehr- heit der Kommission sagen, dass die Neukonzeption vernünf- tig finanziert ist, und zwar so, wie es angesichts der heutigen Lage der Arbeitslosenversicherungskasse und der Bundesfi- nanzen möglich ist.
Ich bitte Sie, auf die Neukonzeption einzutreten und der Linie Ihrer Kommission zu folgen, die in dieser Neukonzeptions- frage ihre Beschlüsse mit wenigen Enthaltungen praktisch ein- stimmig fällte. Diese Neukonzeption wurde in der Kommission in der ganzen Breite, über das ganze Parteienspektrum hin- weg, mitgetragen.
Zu den Rückweisungsanträgen werde ich mich äussern, wenn sie begründet worden sind.
Couchepin Pascal (R, VS), rapporteur: Personne ne conteste que l'assurance-chômage doit être modifiée au vu de l'évolu- tion de ce fléau dans notre pays et aussi du coût de cette assu- rance.
Le Conseil fédéral avait une stratégie en plusieurs étapes. La première étape, c'était l'arrêté fédéral urgent qui a été adopté le 19 mars 1993; la deuxième, c'était une révision dans le ca- dre de la philosophie actuelle de la loi; la troisième aurait été un nouvel article constitutionnel qui aurait modifié l'esprit et le mandat constitutionnel à la base de l'assurance-chômage; en- fin, l'étape suivante aurait été une réforme de fond de l'assu- rance-chômage à travers une nouvelle loi.
Tout cela, quand on sait le temps qu'il faut pour une réforme constitutionnelle, aurait pris beaucoup de temps et on pouvait prévoir que la nouvelle loi sur l'assurance-chômage avec la philosophie nouvelle serait entrée en vigueur au début du mil- lénaire prochain, entre 2004 et 2010.
La commission a considéré que l'on ne pouvait pas attendre aussi longtemps pour modifier l'esprit de la législation sur le chômage. D'autre part, la commission a voulu aussi donner une chance aux partenaires sociaux qui n'avaient pas réelle- ment entamé des discussions ensemble pour trouver un consensus. C'est dans cet esprit que nous avons décidé de créer une sous-commission qui a siégé à Lucerne pendant trois jours, en présence des partenaires sociaux, représen- tants des organisations patronales et représentants des orga- nisations syndicales. Le produit de ces travaux a été soumis à la commission plénière, et le résultat vous est connu au- jourd'hui.
Nous avons, en outre, consulté les cantons. Bien sûr, nous ne l'avons pas fait, parce que le temps manquait, dans les formes prévues par l'ordonnance sur la procédure de consultation, mais, à deux reprises, nous avons entendu des représentants des cantons. Nous les avons consultés par écrit aussi. Nous avons entendu des représentants de la Conférence des chefs des départements cantonaux de l'économie publique. Les cantons se plaignent de n'avoir pas été assez entendus. Ils ont le droit de le dire, mais ils ne peuvent pas prétendre qu'ils n'ont pas du tout été entendus.
La commission a adopté une nouvelle philosophie de la loi qui s'apparente à celle qui prévaut dans l'assurance-invalidité: le premier but est la réintégration du chômeur dans le circuit éco- nomique, comme dans l'assurance-invalidité le premier but est la réintégration de l'assuré dans le circuit économique. Pour réaliser cet objectif, nous avons, d'une part, réduit le nombre d'indemnités qui peuvent être attribuées sans contre- partie et nous avons créé, d'autre part, des indemnités spécia- les qui peuvent être attribuées aux chômeurs qui participent soit à des programmes d'occupation, soit à des cours de for- mation.
La nouvelle philosophie a aussi une conséquence pratique pour les cantons, c'est de les obliger à plus d'activité, à une participation plus directe. C'est à eux qu'il revient d'organiser
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les programmes d'occupation ou de donner la possibilité de participer à une formation. Parce que nous voulons que les cantons soient plus actifs, dans un premier temps, nous avions prévu en sous-commission de sanctionner assez sévè- rement les cantons qui n'arriveraient pas à fournir les places de travail dans les programmes d'occupation ou dans les pro- grammes de formation. Nous prévoyions au départ de mettre à leur charge 80 pour cent des indemnités complémentaires à verser aux chômeurs à qui on n'a pas pu fournir ces possibili- tés d'activité.
La commission plénière a décidé d'aller moins loin et de met- tre à la charge des cantons seulement 25 pour cent du coût de ces indemnités compensatoires à accorder aux chômeurs à qui on ne peut pas fournir un programme d'occupation. Ce sera d'ailleurs l'un des débats les plus intéressants et les plus controversés de cette discussion que de savoir s'il faut garder la participation des cantons à ce niveau ou s'il faut, au con- traire, la réduire.
Nous n'avons pas voulu, dans le cadre de la loi, prévoir des dispositions qui permettraient d'expérimenter des nouvelles formes de travail parce que, dans ce domaine-là, les choses ne sont pas assez claires. Par contre, nous avons donné, dans un article, la compétence générale au Conseil fédéral d'orga- niser des projets pilotes pour expérimenter les nouvelles for- mes de répartition du travail. Lorsque ces essais pilotes auront été faits, on en tirera les conclusions et on modifiera la loi. Il ne faut pas modifier la loi en fonction d'un modèle qui n'est pas encore expérimenté, il faut commencer par l'expérimenter, et après modifier la loi.
La réintégration des chômeurs dans le circuit économique doit se faire par le maintien en activité à travers les program- mes d'occupation, par l'offre de formation complémentaire, mais on ne peut pas éviter, bien sûr, aussi un certain nombre de mesures qui peuvent être qualifiées de mesures de con- trainte ou d'incitation par le biais de la contrainte.
La majorité de la commission - ça ne peut pas entrer dans ce cadre-là, mais enfin ça entre dans le cadre des économies - a prévu un délai de carence de cinq jours au début de toute pé- riode de chômage - la minorité I (Blocher) voudrait trente jours, on y reviendra. Par contre, tout au long de la période de chômage, respectivement les placeurs et les autorités qui s'occupent de la loi sur l'assurance-chômage ont des possibi- lités beaucoup plus directes d'inciter les chômeurs à se main- tenir dans le circuit et, à défaut, de sanctionner ceux qui ne ré- pondraient pas à l'attente qu'on est en droit d'avoir d'eux.
Ainsi, la durée des sanctions, la durée de la suspension du droit aux allocations de chômage a été prolongée de 40 à 60 jours. Le délai de carence pour l'indemnité en cas de réduc- tion de l'horaire de travail a été porté d'une demi-journée à trois jours. On prévoit la possibilité de mettre sur pied un corps d'inspecteurs du travail pour lutter contre les abus, abus qui, il faut bien le reconnaître, sont aussi bien le cas de travailleurs que d'employeurs. On a cité le cas d'un canton qui a mainte- nant ouvert une procédure contre des employeurs pour la ré- cupération de 700 000 francs qui auraient été retirés indûment de l'assurance-chômage.
On a aussi introduit des délais de carence pour les jeunes. On veut éviter le scandale que constitue le fait que des jeunes re- noncent à une formation à la fin de leur scolarité pour toucher l'assurance-chômage, ou qu'ils décident de prendre une an- née ou quelques mois sabbatiques à la fin de leur formation et qu'ils touchent d'emblée des indemnités de chômage.
La loi est donc généreuse dans sa philosophie, mais sévère quant à la lutte contre les abus. Elle donne une grande impor- tance aux conseillers en placement, c'est-à-dire aux organes de l'assurance-chômage qui devront traiter chaque cas indivi- duellement. Cette loi est une sorte de mécanique fine, c'est du cousu main, et si elle peut être mise en pratique, elle sera l'une des plus modernes et des plus intelligentes de ce continent Je vois que vous suivez et que vous approuvez cette position; il ne faut pas hésiter, quand on fait quelque chose de bien, d'en tirer quelque profit, mais c'est un profit national, ce n'est pas un profit individuel.
Sur le plan du financement, la commission propose d'accep- ter de porter la cotisation de chômage à 3 pour cent contre
2 pour cent aujourd'hui, mais - et c'est là le hic qui est impor- tant - ce pour cent supplémentaire ne doit pas servir à combler les trous futurs de la loi sur l'assurance-chômage, mais à rem- bourser les dettes accumulées par la caisse jusqu'à la fin dé- cembre 1995.
Deuxième question complémentaire: fallait-il faire sauter le plafond de cotisations? La majorité de la commission propose de ne plus tenir compte du plafond de cotisations, mais, à par- tir de 97 500 francs, c'est-à-dire du montant assuré, on ne pré- lève que 1 pour cent sans limite jusqu'au moment où les det- tes sont remboursées.
On a introduit d'autres cautèles. Le Conseil fédéral ne peut pas diminuer la cotisation au-dessous de 2 pour cent aussi long- temps que la caisse a des dettes, mais il ne peut pas non plus maintenir la cotisation à 2 pour cent lorsque la caisse a accu- mulé des réserves correspondant à 2,5 pour cent de la masse salariale.
Nous voulons aussi que la Confédération et les cantons, dans les circonstances exceptionnelles, versent chacun 5 pour cent. Nous considérons que, lorsqu'il y a des circonstances exceptionnelles, l'intérêt de l'équilibre de la caisse de chô- mage impose que l'on sorte du système pur de l'assurance et que les collectivités publiques participent au paiement des frais.
Cette assurance-chômage n'est pas parfaite dans le modèle que nous préconisons - la preuve, c'est qu'il y a une cinquan- taine de propositions -, mais je crois que personne ne conteste son esprit. Ce qui serait grave, ce serait de ne pas ac- cepter d'entrer dans cette nouvelle perspective, dans cette nouvelle philosophie en accumulant des oppositions secto- rielles. On ferait la démonstration que, dans ce pays, tout le monde est pour le changement, mais que dès qu'il est préco- nisé l'addition du nombre des conservateurs, des gens qui sont partisans du statu quo finit par condamner le change- ment. On le voit assez - mais, ce n'est pas ici le sujet de mon intervention - dans le domaine des épargnes. Tout le monde est pour les épargnes, mais jamais dans le secteur qui le concerne. Ici aussi, il faudrait éviter que l'accumulation d'op- positions sectorielles mettent en péril une perspective, une di- rection générale qui a été saluée par tous ceux qui se sont inté- ressés à cette loi, y compris les cantons qui attirent notre atten- tion sur la difficulté de la mettre en pratique et aussi sur le coût supplémentaire qu'elle leur impose. Mais nous pourrons reve- nir sur ce sujet.
Nous vous demandons donc d'entrer en matière. Nous revien- drons sur les propositions de renvoi à la commission. Elles ne nous paraissent pas justifiées. Nous vous demandons d'écou- ter avec un esprit fort critique les orateurs qui demandent le renvoi et avec un esprit bienveillant les orateurs qui ne deman- dent pas le renvoi.
Blocher Christoph (V, ZH): Die Arbeitslosenversicherung ent- wickelt sich zu einem gigantischen Problem für die Zukunft, zu einem Problem nicht bezahlbarer Defizite für Bund, Kantone, Arbeitslosenversicherung und hoher Belastungen, sei es in Form von Steuern oder Lohnabzügen. Das ist mit der heutigen Konzeption so, und es wird sich auch mit der neuen Konzep- tion leider wenig ändern, auch wenn ich die Bemühungen der Kommission und der Subkommission und aller, die dabei wa- ren, anerkenne und ihnen zugute halten möchte, dass sie ver- sucht haben, irgendeine Besserung herbeizuführen.
Die Arbeitslosenversicherung darf nichts anderes sein als eine Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, für jemanden, der arbei- ten will und diese Mühsal auf sich nehmen will, aber keine Stelle findet. Es darf aber keine Selbstbedienungsanstalt sein, und es darf keine Erleichterung für die sein, die lieber eine Ent- schädigung beziehen. Diese Gratwanderung hat diese Versi- cherung zu gehen.
Die Missbräuche, die wir heute haben, sind nun einfach nicht wegzudiskutieren und sie sind zu sehen:
Viele Betriebe in diesem Land suchen Leute - trotz 165 000 Arbeitslosen -, auch für einfachste Arbeiten, und sie bekom- men die Leute nicht
Im letzten Jahr - trotz 165 000 Arbeitslosen - hat der Bun- desrat, weil die Wirtschaft die Leute auch für einfachste Ar-
Arbeitslosenversicherungsgesetz. Teilrevision
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beiten brauchte, 40 000 Ausländerkontingente freigeben müssen.
Man kann auch nicht auf diesen Leuten herumhacken. Wenn wir ein Gesetz haben, das diese Möglichkeiten bietet, dann müssen wir dafür sorgen, dass diese Möglichkeiten künftig verhindert werden. Wir haben Unzumutbarkeitsbestimmun- gen geschaffen, die einfach dazu führen, dass sich sehr viele Leute melden, 60, 70 an der Zahl, aber keine einzige Bewer- bung kann berücksichtigt werden, weil man diese Stelle aus sogenannten Unzumutbarkeitsgründen nicht antreten will oder kann. So geht es nicht.
Von nun an muss jedem Arbeitenden 1 Prozent vom Lohn weggenommen werden, nur um die Defizite der Vergangen- heit zu bezahlen. Man sagt, das sei nur befristet. Sie haben vom Kommissionspräsidenten gehört, dass das bis ins Jahr 2002 geht. Dann müssen wir mit Zins und Zinseszinsen etwa 9 Milliarden Franken abstottern, also fast ein Viertel eines Bun- deshaushaltes, nur um diese Defizite zu bezahlen.
Wir müssen, wenn wir eine Revision vornehmen, dafür sorgen, dass die Missstände aufhören, sonst entstehen neue Defizite. Nun glaubt man, wenn man Beschäftigungsprogramme macht, werde sich das nach einer gewissen Zeit bessern, und man glaubt, diese Besserung - so hat der Kommissionspräsi- dent gesagt - bringe 500 Millionen Franken Einsparungen pro Jahr. An diese Einsparungen glaube ich nicht. Ich glaube auch nicht daran, dass die Idee funktionieren wird, wonach der Staat Beschäftigungsprogramme für 100 000 Leute macht. Das wird nicht funktionieren.
Aber ich bin jetzt fair und anständig und sage: Diese 500 Millio- nen Franken, diese Verbesserung, nehme ich einmal in meine Rechnung herein. Wie wird die Situation dann aussehen, wenn das funktioniert und wenn Sie wirklich die 500 Millionen sparen - 500 Millionen, eine halbe Milliarde Franken pro Jahr, woran ich nicht glaube, woran Sie aber glauben. Wie sieht dann die Rechnung aus? Bei 150 000 Arbeitslosen, das sind 15 000 weniger als heute, werden die Versicherung, der Bund und die Kantone über zwei Milliarden Franken Defizit pro Jahr haben - neue Defizite; 2 Milliarden Franken. Sie können es ausrechnen: Wenn wir im Jahr 2002 mit dieser befristeten Lö- sung fertig sind, hat sich ein Schuldenberg in der Grössenord- nung von 12 bis 14 Milliarden Franken aufgetürmt.
Und jetzt macht man die Rechnung und sagt, die Arbeitslosen- zahlen gehen zurück bis auf 90 000. Woher nehmen Sie diese Gewissheit, dass die Zahlen jetzt zurückgehen auf 90 000? Ich habe Ihnen gesagt, welche Missstände wir heute haben. Die Betriebe können Leute, die vorhanden wären, nicht einstellen, weil diese Leute die Stelle nicht antreten müssen. In dieser Be- ziehung ändert auch das neue Konzept nichts. Das neue Kon- zept birgt sogar die Gefahr in sich, dass diese Arbeitslosen sa- gen: «Während 150 Tagen musst du nichts machen, während dieser Zeit bekommst du das Geld. Und dann - nach 150 Ta- gen - hast du das Recht auf ein Beschäftigungsprogramm oder auf Kurse, die dir bezahlt werden. Das Beschäftigungs- programm kann auch wieder abgelehnt werden aus Unzumut- barkeitsgründen. Aber wenn du das alles nicht willst oder nicht ablehnen kannst, dann musst du arbeiten oder auf die Ent- schädigung verzichten.» Es ist sehr gefährlich, dass dieser Rhythmus zur Gewohnheit wird.
Ich glaube, dass das Ganze so abläuft. Nun werden Sie mir sa- gen, ich könne es nicht beweisen. Das ist richtig. Aber bei je- dem Projekt muss ich mir vorstellen, wie es realisiert wird. Wie sieht nun das Finanzielle aus? Das ist ja der Grund meines Rückweisungsantrages. Schliesslich wollte man ja die finan- zielle Situation in den Griff bekommen. Und dieses Problem kann man nur lösen mit einem Selbstbehalt. Es gibt keine Ver- sicherung, die ohne Selbstbehalt funktionieren würde. Das sa- gen Ihnen alle Privatversicherer. Selbstbehalt heisst eine ge- wisse Eigenverantwortung. Bei 30 Tagen Selbstbehalt müsste jeder für 30 Tage vorsorgen. Wenn er das nicht kann, dann
wird er Fürsorgeempfänger. Dann muss die Fürsorge ein- schreiten. Und bei einem Selbstbehalt von 30 Tagen würden wir das Defizit nicht ganz, aber um 1,5 Milliarden pro Jahr ver- mindern. Das ist nicht nichts.
Es gibt aber auch andere Möglichkeiten: Zum Beispiel: Wir versichern nur noch das Existenzminimum für die ganze Dauer, das wäre auch eine Möglichkeit, oder wir erschweren die Zumutbarkeitsvoraussetzungen usw.
Mit dem Rückweisungsantrag hat der Bundesrat die Möglich- keit, folgendes Ziel zu erreichen: Bei 150 000 Arbeitslosen und bei 2 Prozent Lohnabzügen dürfen weder für Bund noch für Kantone, noch für die Arbeitslosenkasse Defizite entstehen. Dieser Rahmen muss gelten, sonst werden wir in die gleiche Sauce hineinkommen wie mit dem Bundeshaushalt. Ich sage das voraus. Und ich möchte diejenigen, die über diesen An- trag spötteln und sagen, man hätte einen grossen Konsens, bitten, an das Ende der achtziger Jahre zu denken, als die glei- chen Leute, die vor dem drohenden gigantischen Bundesdefi- zit gewarnt hatten, ebenfalls bespöttelt wurden, weil sie allein standen - und heute haben wir dieses Defizit.
Wir dürfen keine Teilrevision des Arbeitslosenversicherungs- gesetzes machen, die solche Defizite aufbaut, und dieses Defizit wird mit Sicherheit aufgebaut. Das habe nicht ich aus- gerechnet: Bei 150 000 Arbeitslosen, heute haben wir 165 000 Arbeitslose, das ist eine einfache Rechnung, wer- den wir 1996 - Bund, Kantone und Arbeitslosenkasse zusam- men - über 2 Milliarden Franken Defizit haben. Das ist unver- antwortlich. Darum bitte ich Sie, den Rückweisungsantrag an den Bundesrat zu unterstützen.
Es ist möglich, die Vorarbeiten innerhalb eines Monates zu er- ledigen. Man hat mir gesagt, der Bundesrat und alle beteilig- ten Bundesämter seien nicht in der Lage, das zu tun. Diese Aussage dürfen Sie nicht machen, sonst müssen Sie die Re- gierung auswechseln. Es geht hier um ein riesiges Problem der Zukunft, vor dem man den Kopf in den Sand steckt
Zisyadis Josef (-, VD): Qu'est-ce que nous n'avons pas en- tendu sur ce projet de révision de l'assurance-chômage!
Ainsi donc, il s'agirait d'une nouvelle philosophie, de projets révolutionnaires, d'un changement de cap fondamental, et nous venons même d'entendre un rapporteur parler d'un changement à l'échelle continentale.
Je crois qu'il faut qu'on arrête de se payer de mots pour se faire simplement plaisir. Ce n'est pas parce que quelques technocrates patronaux et syndicaux, totalement coupés de la réalité quotidienne, notamment de la vie des chômeurs, ont réussi à s'entendre sur un concept qu'il faut accepter, bouche ouverte, cette fameuse «soupe de Kappel». Oui, Monsieur Da- vid, notre but, et notre devoir, est d'entrer dans le détail et c'est ce que nous ferons, je l'espère, amplement.
Les concepteurs experts de ce projet et la commission du Conseil national qui a décidé de tourner le dos au projet du Conseil fédéral et aux décisions du Conseil des Etats n'ont pas trouvé la pierre philosophale. Ils ont simplement décidé de tourner le dos à toutes les politiques européennes en matière d'emploi et d'insertion. Ils ont décidé de pousser à l'assis- tance publique, plus rapidement, la masse des chômeurs et des «fin de droits».
Si vous acceptez ce projet, qui n'a rien de philosophique si ce n'est le vernis qu'on veut lui donner, nous allons mettre le doigt dans un engrenage fatal: celui de la paupérisation et de l'exclusion, tout d'abord, et ensuite l'engrenage du report de charges gigantesques sur les cantons et les communes.
Prenons d'abord l'engrenage de la paupérisation et de l'ex- clusion. Ce projet a pour point central la diminution des in- demnités versées, sans autre obligation que de rechercher activement du travail, de 400 à 150 jours. Nous sommes bien loin des 500 jours que réclamaient certains ici même il y a quelques mois encore! Je m'étonne profondément donc que les partenaires sociaux se soient mis d'accord sur ce gigan- tesque démantèlement social, qui aura des conséquences directes sur le climat social dans notre pays. Alors que plus de 60 pour cent des chômeurs étaient, en juillet 1994, sans emploi depuis plus de six mois, si nous passons à 150 jours - ce qui sera une insécurité majeure pour tous ces
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Loi sur l'assurance-chômage. Révision partielle
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gens -, il est indéniable que cela revient à pousser à l'exclu- sion sociale une partie non négligeable de la population. Est-ce dans l'intérêt de notre société tout entière? Or, il n'y avait pas l'ombre d'une inquiétude quant à cette perspective chez nos rapporteurs tout à l'heure.
Je vois bien les objections que l'on pourra me faire. Il y a les in- demnités spécifiques et conditionnées que l'on veut instituer comme compléments, dans le droit fil de la division de l'assu- rance-chômage en deux volets, si chère à ces concepteurs de la privatisation de l'assurance-chômage. Venons-en à ces compléments. Après les indemnités passives, il faudra, soi- disant, devenir actif. Décidément, il faudrait que ces techno- crates-concepteurs fassent un stage de chômeurs pour vivre de plus près la passivité des chômeurs et conviennent exacte- ment de leur situation. Ainsi donc, il y aura des indemnités spé- cifiques si les chômeurs participent à un cours de formation et à un programme d'occupation dans l'administration publique ou les entreprises privées.
Mais qu'est-ce que c'est que cette formation par décret? Tou- tes les études prouvent par A + B que jamais les chômeurs ne sont motivés dans ce type d'obligation faussée, qui va se gé- néraliser - et vous le savez - parce qu'il faudra bien que les chômeurs continuent à être payés. Pédagogiquement, c'est un non-sens total et économiquement, c'est un coût déme- suré si on prend en compte la journée de formation pour des résultats plus que pitoyables.
Ensuite, qu'est-ce que c'est que cette création d'emplois par décret, sans se préoccuper de l'efficacité sociale? Alors même que les administrations cantonales ne sont pas équipées pour cet objectif et que, souvent d'ailleurs, elles ne le veulent pas. Dans un pays comme la Suisse où les entreprises n'ont même pas l'obligation d'annoncer les places vacantes, cette proposi- tion est une farce monumentale!
Mais le plus grave n'est pas là. Il y a le loufoque - ce que nous venons d'entendre - et la démesure financière, la pénalisation des cantons les plus touchés par la crise économique, le re- port des charges gigantesques sur les cantons et les commu- nes. Je résume. Il y a tout d'abord les chômeurs qui seront à la charge des cantons qui ne mettent pas en place une offre de cours ou des programmes d'occupation. Ensuite, participer à un programme d'occupation ne donnera plus droit à de nou- velles prestations, à de nouvelles indemnités. Donc, les chô- meurs n'arriveront plus à surnager comme aujourd'hui. L'as- sistance publique et l'aide sociale sont au bout, c'est-à-dire fa- talement à la charge des cantons et des communes. Il y a, de la part de la Confédération, un désengagement irresponsable qui va peser sur le climat social, national, en divisant encore une fois le pays en deux parties. Si vous ajoutez la suppression des indemnités en cas d'intempéries, qui va désolidariser une fois de plus les régions de plaine et les régions de montagne, vous avez là tous les ingrédients d'une énormité économique et sociale.
Si nous acceptons ce projet, c'est par centaines de millions que les cantons devront assumer les inconséquences du pro- jet fédéral. Vous avez certainement des chiffres à nous livrer, Monsieur le Conseiller fédéral. S'agit-il de 500, 600 ou 700 millions de francs? Nous n'en savons rien, mais nous au- rons certainement des confidences tout à l'heure.
C'est une telle dérive financière qu'il nous paraît inconcevable que le Conseil fédéral abandonne son projet pour cette farce qui va pénaliser les cantons romands au premier chef, c'est-à- dire ceux qui ont déjà payé un lourd tribut à la crise économi- que. C'est l'accélération de la division du pays en deux, avec, à la clé, une dégradation inadmissible des finances publiques cantonales.
Dans mon canton, par exemple, le canton de Vaud, les coûts devraient avoisiner les 70 millions de francs, chiffre qui ne comprend pas les coûts de l'assistance publique aux «fin de droits», qui seront nombreux, ou les pénalisés, qui seront nombreux aussi, ni le coût du renforcement de l'administration cantonale parce qu'il faudra bien engager de nouveaux fonc- tionnaires pour couvrir les besoins créés par la loi.
Monsieur Delamuraz, je sais bien que les chômeurs ne sont pas les paysans, dans notre pays, et qu'ils n'ont pas droit aux mêmes égards: ils n'ont pas le passe-partout du Gatt pour se
faire entendre. Mais vous ne pouvez pas défendre un projet in- consistant et dangereux.
Mesdames et Messieurs les Parlementaires, je vous demande de renvoyer cette révision au Conseil fédéral. Quarante-huit heures pour une consultation des cantons, alors qu'il y a des implications fondamentales dans leur politique, ce n'est pas démocratique, ce n'est pas acceptable! Mettre en place, par simplisme, ce report de charges sans évaluer le coût réel, hu- main, social et économique du chômage - l'Université de Berne a calculé par exemple qu'un chômeur coûte 40 000 francs supplémentaires en plus de ses indemnités -, c'est une technique de vases communicants et rien d'autre, en tout cas pas de l'imagination.
Enfin, ce projet ne répond pas aux nécessités économiques et sociales. Prenons la question du déplafonnement des cotisa- tions, qui est bienvenu pour tout le monde - on a parlé de 350 millions de francs. Ces 350 millions de francs vont tomber dans l'escarcelle sans l'ombre d'une réflexion au niveau de leur affectation. Pourquoi ne pas faire une affectation solidaire, par exemple pour créer un fonds de financement pour les «fin de droits» ou pour instituer, comme dans l'ensemble des pays européens, un revenu minimum d'insertion?
Non! Je ne crois pas que ce projet tienne la route. Il est in- consistant. Ce n'est pas parce qu'il a été mis en place par quel- ques technocrates-concepteurs qu'il nous faut l'accepter tel quel. Je vous demande de le renvoyer au Conseil fédéral, parce que le travail a été bâclé et que notre pays mérite beau- coup mieux que cette révision bâclée.
Camponovo Geo (R, TI): Pascal Couchepin vi ha invitato ad ascoltare con senso critico le motivazioni di chi chiede il rinvio. Non ha detto che sapeva che la gente, tanto, non le avrebbe ascoltate, perché i «guru» dei partiti e del Parlamento hanno bisogno dei «peones» solo per votare, per sostenere una linea, ma mai per ascoltare le argomentazioni.
Je le dis en italien, je pourrais le traduire en langue française, mais il faut le dire.
Se porto le argomentazioni ugualmente, senza buttare il sacco, è perché queste argomentazioni sono mie, ma sono - per la seconda volta in questi giorni - delle argomentazioni pensate, ideate, formulate, proposte, anche alla commis- sione, dal Consiglio di Stato del Cantone Ticino che non è un Consiglio di Stato che non conosce il problema, che non ha mai seguito il problema della disoccupazione.
Personalmente, in linea generale, sono d'accordo con il col- lega Blocher che questo è soltanto un passo intermedio, che presto dovremo passare a una soluzione molto più radicale che divida il problema sociale da quello economico. Presto si dovrà fare chiarezza, riordinando tutta la legislazione sociale verso un concetto di reddito minimo garantito. Se sono d'ac- cordo che questa sarà la strada da battere, non sono d'ac- cordo con lui che in poco tempo si possa proporre questa so- luzione nel contesto di una realtà politica complessa.
Sono convinto invece che si possa migliorare il lavoro rispetta- bile, encomiabile della commissione del Consiglio nazionale che, per, non è sfociata in un risultato sufficiente, almeno per evitare gli effetti perversi del fenomeno che gli Inglesi chia- mano il «moral hazard», e non è sufficiente per evitare gli effetti duraturi, negativi, sul reddito individuale dei dipendenti: gli ef- fetti di questa legge saranno duri per chi lavora. Saranno effetti negativi sul costo del lavoro e pertanto effetti negativi dal pro- filo economico generale.
Ho già avuto modo di formulare questa proposta nel marzo del 1993 da questa tribuna. Mi è stato risposto che si trattava di una proposta interessante, che andava esaminata. Ma di seguito il dipartimento si è limitato a dirmi che era complessa dal profilo amministrativo, difficile da applicare. La commis- sione non l'ha nemmeno esaminata, malgrado che il Cantone Ticino - ho la lettera datata del 1º settembre 1993 - si sia ri- volto con una proposta concreta alla commissione in questo senso, dopo avervi accennato già prima e dopo averla ripresa in occasione dell'incontro con il Consigliere di Stato Dick Marty.
Cosa chiede questa proposta? Chiede che si tenga conto del fatto che il giovane ha esigenze diverse dall'anziano di fronte
Arbeitslosenversicherungsgesetz Teilrevision
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alla disoccupazione. Chiede che si tenga conto degli anni di contribuzione al mondo del lavoro e pertanto anche alla disoc- cupazione. Chiede pertanto che si riconosca un'indennità del 50 percento per i più giovani, coloro i quali hanno una mag- giore possibilità di reinserirsi nel mondo del lavoro. E sono po- chi coloro i quali assolutamente non trovano possibilità di suc- cesso. Invece si viene incontro a chi esce dal mondo del lavoro a 50, 55, 60 anni. Per loro si va anche al di là dell'80 percento. Perché queste sono persone che meritano un rispetto partico- lare da parte della società svizzera, perché hanno lavorato per moltissimi anni e non per colpa loro si trovano ad essere vera- mente nell'impossibilità di trovare un impiego; ecco il perché dell'aumento dell'1 percento per ogni anno di attività.
La mia proposta di rinvio
permette finalmente di differenziare i disoccupati per il loro contributo lavorativo dato alla collettività, in base al tempo di lavoro;
permette di rompere il principio dell'indennità all'80 o 70 percento uguale per tutti e indistintamente concessa;
permette di introdurre dei principi che permettono di perso- nalizzare l'aiuto in funzione della necessità;
permette di stimolare la mobilità e la riconversione profes- sionale della categoria a maggior rischio, cioè dei giovani;
permette di aiutare con indennità superiori all'80 percento coloro i quali hanno più di 30 anni di attività.
Parliamo di costo del sistema, ne ha parlato prima anche il col- lega Blocher. L'autorità amministrativa ticinese ha cercato di calcolare l'effetto della proposta che presento. E' arrivata a un minor costo di 350/400 milioni di franchi. Non sono noccioline, e vorrei che anche i «guru» dei partiti lo sentano.
Come si è arrivati a questo calcolo? Per il 1994 si prevede una spesa, per le sole indennità di disoccupazione, di 4,6 miliardi di franchi; se si ammette che circa il 50 percento di questo co- sto va a favore dei disoccupati con meno di 30 anni di lavoro, con un recupero del 20 percento del costo per le indennità tra il 50 ed il 60 percento dell'ultimo salario, si arriva a questi im- porti.
L'amministrazione non ha calcolato - non lo calcolo nem- meno io perché incalcolabile - l'effetto stimolante che la for- mula potrà avere sulla ricerca di un lavoro da parte dei più gio- vani. Ripeto: credo che nessuno voglia sostenere che tutti i giovani sono nella impossibilità di trovare un lavoro e nella im- possibilità di vivere con una indennità del 50 percento, se te- niamo poi conto del fatto che la maggior parte di loro vive an- cora in famiglia. Senza dimenticare il paragrafo 3 della mia proposta, nel caso in cui ci fossero degli effetti sociali da co- prire.
Se dovesse essere accettata questa proposta, che la commis- sione potrebbe esaminare in uno con molte altre proposte che verranno votate prima di questa notte, si potrebbe diminuire di molto il costo della disoccupazione ed evitare gli effetti nega- tivi di cui ho accennato all'inizio. Verrebbe a cadere l'artico- lo 27, nel caso in cui si dovesse adottare un articolo 22 con gli elementi della mia proposta di rinvio.
Die Beratung dieses Geschäftes wird unterbrochen Le débat sur cet objet est interrompu
Schluss der Sitzung um 13.00 Uhr La séance est levée à 13 h 00
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Herbstsession
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Sessione
Sessione autunnale
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Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
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08
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Datum 28.09.1994 - 08:00
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