National Council decisions on Lex Friedrich motions

20024466Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)28.09.1994Modified

Zusammenfassung

The National Council dealt with several motions concerning the Lex Friedrich. Motion 93.3081, which sought repeal of the statute, was rejected. Motion 93.3378, which called for a partial revision, was transmitted. The page also notes that the Federal Council later proposed striking off additional motions after treatment of business 94.032, while some sponsors insisted on maintaining them and one motion was withdrawn. No detailed substantive reasoning is set out in the bulletin excerpt.

Regest

Parliamentary handling of motions on statutory revision; where the chamber record only states the voting outcome, the dispositive effect is limited to the formal acceptance or rejection of the motion. A transmitted motion obliges further legislative processing, whereas a rejected motion is terminated. Subsequent requests by the Federal Council to strike motions off the agenda do not by themselves alter the recorded vote result, absent a separate formal decision.

Gesamter Gesetzestext

N 28 septembre 1994

1530

Lex Friedrich. Révision

93.3081

Motion des Ständerates (Reymond) Aufhebung der Lex Friedrich Motion du Conseil des Etats (Reymond) Abrogation de la lex Friedrich

Fortsetzung - Suite

Siehe Seite 1493 hiervor - Voir page 1493 ci-devant

Abgelehnt - Rejeté

93.3378

Motion des Ständerates (RK-SR 93.304) Teilrevision der Lex Friedrich Motion du Conseil des Etats (CAJ-CE 93.304) Révision partielle de la lex Friedrich

Fortsetzung - Suite

Siehe Seite 1494 hiervor - Voir page 1494 ci-devant

Überwiesen - Transmis

Präsidentin: Wir kommen zur Behandlung von weiteren Vor- stossen, die im Zusammenhang mit der Lex Friedrich einge- reicht wurden und die Ihnen gemäss separater Liste vorliegen. Alle Motionen werden durch Herrn Keller Rudolf bekämpft. Nach Vorliegen und Behandlung des Geschäftes 94.032 be- antragt Ihnen der Bundesrat, alle Motionen abzuschreiben. Herr Fischer Sursee und Herr Maspoli sind damit nicht einver- standen und halten an ihren Motionen fest; Herr Comby zieht seine Motion zurück.

93.3082

Motion der freisinnig-demokratischen Fraktion Modifizierung der Lex Friedrich Motion du groupe radical-démocratique Modification de la lex Friedrich

Wortlaut der Motion vom 9. März 1993

Der Bundesrat wird beauftragt, so rasch wie möglich den eid- genössischen Räten eine Vorlage zu unterbreiten, in welcher die Lex Friedrich im Sinne der Lösung Eurolex (mit kürzeren Übergangsfristen) modifiziert wird.

Texte de la motion du 9 mars 1993

Le Conseil fédéral est chargé de soumettre au plus vite aux Chambres fédérales un projet de modification de la lex Friedrich qui soit conforme à la solution proposée dans le ca- dre d'Eurolex (périodes transitoires plus courtes).

Sprecher - Porte-parole: Scheidegger

Schriftliche Begründung

Seit dem Inkrafttreten der Lex Friedrich im Jahre 1983 haben sich die Verhältnisse erheblich verändert, so dass die Frage gestellt werden muss, wie weit das Gesetz noch ein situations- gerechtes Instrument ist:

  • diskriminierende Massnahmen gegenüber Ausländern stos- sen zunehmend auf Kritik;

  • die Lex Friedrich steht im Widerspruch zu Staatsverträgen mit Italien und Österreich;

  • Schweizer treten im Ausland oft als kauffreudige Nation im Bereich Boden auf, was die Frage nach dem Gegenrecht stellt;

  • schweizerische Unternehmungen investieren in grossem Stil in EG-Ländern.

Die ausländische Nachfrage nach schweizerischen Grund- stücken ist stark zurückgegangen. Als mögliche Gründe, nebst der Wirkung der Lex Friedrich, kommen in Frage:

  • Wegfall der deutschen Steuervergünstigungen für Immobi- lienanlagen;

  • hohes Preisniveau in der Schweiz (Boden, Baukosten, Le- benskosten);

  • sinkende Attraktivität der Schweiz infolge Übernutzungser- scheinungen in Tourismusgebieten;

  • politischer Umschwung in Europa (Wegfall der Bedeutung der Schweiz als Zufluchtsinsel).

Ferner ist ein zunehmender Rückkauf von ausländischem Grundbesitz in Schweizer Hände festzustellen.

Der Verzicht auf die bisherigen Beschränkungen gegenüber EWR-Ländern dürfte deshalb keine unmittelbaren Probleme mit sich bringen. Die Problematik von Zweitwohnungen in Touristikgebieten ist heute in erster Linie nicht mehr eine Frage der Überfremdung, sondern der Raumplanung bzw. des Natur- und Landschaftsschutzes, und ist rechtzeitig mit Massnahmen raumplanerischer Art zu lösen.

Als mögliche Massnahmen könnten in Frage kommen: - Festsetzung von Erstwohnungsanteilquoten;

  • zusätzliche steuerliche Belastung von Zweitwohnungen, eventuell auch ökologisch motiviert;

  • raumplanerische Vorschriften (Zonenplanung). Nicht wünschenswert wäre es aber, wenn aus diesen Mass- nahmen ein praktisch absolutes Bauverbot für Zweitwohnun- gen resultieren würde.

Mit Recht haben die eidgenössischen Räte dem Entwurf des Bundesrates zur Regelung der Bodenfragen im Eurolex zuge- stimmt. Eine ersatzlose Streichung der heute geltenden Rege- lung ist abzulehnen. Sie kann auch in Zukunft zur Abwehr von unerwünschten Grundstückerwerbungen durch Personen aus Nicht-EWR-Staaten dienen.

Auch ohne Teilnahme am EWR ist es nach Einschätzung der FDP-Fraktion nötig, die Lex Friedrich im Sinne der Motion zu modifizieren.

Développement par écrit

Depuis l'entrée en vigueur de la lex Friedrich, en 1983, les conditions ont sensiblement changé de sorte qu'il faut se de- mander dans quelle mesure cette loi est encore un instrument adéquat:

  • les mesures discriminatoires à l'égard des étrangers susci- tent de plus en plus de critiques;

  • la lex Friedrich est contradictoire à certains traités signés avec l'Italie et l'Autriche;

  • les Suisses sont de grands acheteurs de terrains à l'étran- ger, ce qui pose la question de la réciprocité;

  • les entreprises suisses investissent à tour de bras dans les pays de la CE.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion des Ständerates (Reymond) Aufhebung der Lex Friedrich Motion du Conseil des Etats (Reymond) Abrogation de la lex Friedrich

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Dans

In

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Jahr

1994

Année

Anno

Band

III

Volume

Volume

Session

Herbstsession

Session

Session d'automne

Sessione

Sessione autunnale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

08

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 93.3081

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 28.09.1994 - 08:00

Date

Data

Seite

1530-1530

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Schlagwörter

legislative motionstatutory revisionparliamentary voteLex Friedrichrepealpartial revision