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Grenzüberschreitende Wasserläufe. Übereinkommen
Bisig Hans (R, SZ): Ich kann es dem Kommissionssprecher schon nicht so einfach machen, wie er sich das vorgestellt hat. Er hat zurückgeschlagen. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als das Gleiche zu tun.
Ich habe Sie heute im Rahmen der Debatte über das Umwelt- schutzgesetz aufgefordert, die vorliegende Motion zu über- weisen und sich nicht mit einem Postulat zufriedenzugeben. Ich wiederhole diese Aufforderung und bitte Sie, der geforder- ten und dringend nötigen Verfahrensverbesserung betreffend UVP die notwendige Beachtung zu schenken. Absichtserklä rungen und fromme Wünsche bezüglich partnerschaftlichem Verhalten von Staat, Wirtschaft und Organisationen nützen we- nig bis nichts, wenn bestehende Gesetzesbestimmungen in eine andere Richtung weisen.
In seiner Stellungnahme zu meiner Intervention zu Artikel 9 Umweltschutzgesetz hat der Kommissionssprecher meinen Vorschlag zwar gutgeheissen, es als zweckdienlich erachtet, dass sich der Zweitrat mit der UVP-Problematik vertieft befasse und sich unsere Kommission in der Folge der Sache an- nehme. Gleichzeitig hat er aber unmissverständlich versucht, die Angelegenheit zu bagatellisieren.
Das bestätigt meine Annahme, dass sich unsere Kommission noch wenig mit Verfahrensfragen zur UVP beschäftigt hat. Hier sind weder Baumeisterverband noch SIA angesprochen, son- dern vor allem die kantonalen Umweltschutzfachstellen und die verantwortlichen Gemeindebehörden und -organe. Diese wissen vielfach nicht, wie die geltende UVP-Rechtsetzung zu interpretieren ist, und entscheiden lieber gar nicht, spät oder zu kleinlich. Wie so ein ungestörtes Verhältnis zum durchaus sinnvollen und dem Umweltschutz förderlichen Instrument der UVP geschaffen werden soll, muss man mir erst noch er- klären.
Ich habe bereits das Beispiel Neat erwähnt, verfüge aber auch über persönliche Erfahrungen. Es muss doch auffallen, dass alle beteiligten Gesuchsteller und die Verwaltung versuchen, wenn immer möglich einem UVP-Verfahren auszuweichen! Da werden beispielsweise Baugesuche gesplittet, in Etappen und unter verschiedenen Namen eingereicht, nur um unter die 300-Parkplätze-Limite zu kommen und damit einer UVP auszu- weichen. Die Berührungsängste sind nicht unbegründet, aber kaum im Interesse einer wirksamen und wirklichen Umweltvor- sorge.
Es besteht offensichtlich Handlungsbedarf. Der Nationalrat hat dies erkannt und will den verbindlichen Auftrag an den Bundesrat erteilen, das Verfahren zur Umweltverträglichkeits- prüfung sei zu vereinfachen und effizienter zu gestalten. Vor al- lem werden Koordinationspflicht, Beschränkung auf die we- sentlichen Umweltanliegen und Vorgabe von Zielen verlangt. Wenn all das heute morgen Gesagte vollzogen und umgesetzt werden soll, muss die vorliegende Motion gutgeheissen wer- den. Eine Überweisung als Postulat müsste nämlich so inter- pretiert werden, dass mit dem UVP-Verfahren alles zum besten stehe. Dass dies nicht der Fall ist, wissen alle, die damit zu tun haben.
Ich bitte Sie, die Motion zu überweisen.
Dreifuss Ruth, conseillère fédérale: J'aimerais vous deman- der encore quelques minutes d'attention pour plaider en fa- veur de la transformation de cette motion en postulat, dans la mesure où les objectifs, là où il y a le «Handlungsbedarf», le besoin d'agir auquel vous avez fait allusion, doivent être pour- suivis par d'autres voies que par l'article 9 de la loi sur la pro- tection de l'environnement que vous venez de réviser. C'est à d'autres niveaux que des solutions doivent être apportées. Or, nous travaillons actuellement à ces autres niveaux. Nous tra- vaillons aux questions de coordination dans les procédures de décision, et là nous avons déjà avancé dans la formulation de nouvelles règles. Nous y avons surtout travaillé dans le pro- jet de modification de l'ordonnance relative à l'étude d'impact sur l'environnement. Effectivement nous entendons assigner au service spécialisé, à l'Office fédéral de l'environnement, des forêts et du paysage (Ofefp) un délai pour l'évaluation du rapport d'impact, nous voulons réduire le nombre des cas cantonaux dans lesquels l'Ofefp sera consulté, nous voulons simplifier sa tâche en tant qu'organe consultatif, nous voulons
également améliorer la coordination avec les décisions prises par la Confédération en matière de subventionnement. En de- hors d'une intégration des terrains de golf, dans la liste des installations soumises à l'étude, nous avons en fait allégé les procédures actuellement prévues.
J'aimerais ajouter, comme je l'ai dit au Conseil national, que je ne m'intéresse pas seulement à l'ordonnance, mais égale- ment à la pratique. Avec l'Ofefp, j'ai l'intention, au cours des prochains mois, de veiller à ce que les recommandations qui sont faites et les indications qui sont données évitent qu'il puisse y avoir, dans certains cas, une disproportion entre l'am- pleur de l'étude et le problème à résoudre et qu'il y ait un équi- libre entre le but recherché et les moyens investis.
Nous sommes persuadés - dans le sens souhaité par le mo- tionnaire, mais au niveau correct alors, que modifier l'article 9 de la loi remettrait sans doute en question l'étude d'impact elle-même, relancerait un débat politique majeur sur le sens de l'étude d'impact, alors que ce n'est que sur le plan de cer- taines voies et moyens que la critique est justifiée. L'instru- ment lui-même a fait ses preuves et ne devrait en aucun cas être remis en question.
Abstimmung - Vote Für Überweisung als Motion Für Überweisung als Postulat
15 Stimmen 6 Stimmen
93.093
Schutz und Nutzung grenzüberschreitender Wasserläufe und internationaler Seen. Übereinkommen
Protection et utilisation des cours d'eau transfrontières et des lacs internationaux. Convention
Botschaft und Beschlussentwurf vom 24. November 1993 (BBI 1994 | 261) Message et projet d'arrêté du 24 novembre 1993 (FF 1994 | 253) Beschluss des Nationalrates vom 28. Februar 1994 Décision du Conseil national du 28 février 1994
Schüle Kurt (R, SH) unterbreitet im Namen der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) den folgenden schriftlichen Bericht:
Die Regierungsberater für Umwelt- und Gewässerschutzfra- gen der ECE/Uno haben an ihrer dritten Tagung (26. Februar bis 2. März 1990) eine Arbeitsgruppe für Gewässerschutzpro- bleme mit der Ausarbeitung des Übereinkommens beauftragt. Diese verfasste in fünf einwöchigen Sitzungen zwischen Mai 1990 und Oktober 1991 einen unterschriftsreifen Entwurf. Das Übereinkommen wurde anlässlich der fünften Tagung der Re- gierungsberater für Umwelt- und Gewässerschutzfragen der ECE/Uno am 18. März 1992 in Helsinki unterzeichnet.
Das Übereinkommen wird in Kraft treten, sobald es von sech- zehn Staaten ratifiziert worden ist. Bis zum 1. Mai 1994 haben 26 Staaten das Übereinkommen unterzeichnet und 5 haben es ratifiziert.
15-S
Cours d'eau transfrontières. Convention
492
E 2 juin 1994
Das Übereinkommen enthält Bestimmungen, die für alle Vertragsparteien gelten (Teil I), Vorschriften, die speziell für Anrainerstaaten bestimmt sind (Teil II) sowie institutionelle Vorschriften und Schlussbestimmungen (Teil III). Die Verstär- kung der Massnahmen zum Schutz ober- und unterirdischer grenzüberschreitender Gewässer ist das erklärte Ziel dieses Übereinkommens. Es verpflichtet die Vertragsparteien, Mass- nahmen zur Verhinderung, Bekämpfung und Reduktion der Gewässerverschmutzung, wo immer möglich, an der Quelle zu treffen. Für einzelne Branchen oder Industriezweige sind Emissionsgrenzwerte für Schadstoffeinleitungen entspre- chend dem Stand der Technik festzusetzen. Das Übereinkom- men enthält ferner Bestimmungen über Kontroll- und Überwa- chungsmassnahmen, Warnung und gegenseitige Hilfe im Kri- senfall, gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeiten und Informationspflichten gegenüber der Öffentlichkeit.
Die Schweiz arbeitet in dieser Hinsicht schon seit den sech- ziger Jahren mit den Nachbarstaaten zusammen. Schon da- mals hat sie internationale Vereinbarungen zum Schutze des Rheins, des Bodensees, des Lac Léman und der italienisch- schweizerischen Grenzgewässer abgeschlossen. Die Bestim- mungen des ECE/Uno-Übereinkommens gehen nicht über die im Rahmen dieser Zusammenarbeit bereits eingegange- nen Verpflichtungen hinaus. Die bestehenden Abkommen mit den Nachbarstaaten werden durch das vorliegende Überein- kommen überhaupt nicht tangiert und bleiben in Kraft. Die Schweiz möchte aber durch ihre Mitwirkung vor allem ein Zei- chen der Solidarität setzen und dazu beitragen, dass die inter- nationale Zusammenarbeit im Gewässerschutz europaweit gefördert wird. Der Schweiz liegt insbesondere daran, beste- hende Erfahrungen im Geiste der Ministerkonferenz von Lu- zern «Umwelt für Europa» (April 1993) an die zentral- und ost- europäischen Staaten zu vermitteln.
Dieses Engagement hat weder eine Pesonalverstärkung noch eine Erhöhung der finanziellen Mittel zur Folge. Dafür stehen uns nämlich Kredite zur Verfügung, die für die Osteuropahilfe bestimmt sind.
Schüle Kurt (R, SH) présente au nom de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'éner- gie (Ceate) le rapport écrit suivant:
A l'occasion de leur troisième réunion (du 26 février au 2 mars 1990), les conseillers des gouvernements des pays de la CEE/ONU pour les problèmes de l'environnement et de l'eau ont chargé le groupe de travail compétent pour les questions de protection des eaux d'élaborer un texte. En cinq sessions d'une semaine, échelonnées de mai 1990 à octobre 1991, ce groupe de travail a mis au point un projet définitif. La conven- tion a été signée lors de la cinquième session des conseillers des gouvernements des pays de la CEE/ONU pour les problè- mes de l'environnement et de l'eau, qui a eu lieu le 18 mars 1992 à Helsinki.
La convention prendra effet dès qu'elle aura été ratifiée par 16 pays. A la date du 1er mai 1994, elle avait été signée par 26 Etats, et ratifiée par 5.
raines (partie II), enfin, les dispositions institutionnelles et les dispositions finales (partie III). Conformément à l'objectif visé par la convention, à savoir le renforcement des mesures de protection des eaux superficielles et souterraines transfrontiè- res, les parties contractantes sont tenues de prendre des mesures visant à éviter et à combattre la pollution des eaux, si possible à la source. D'autre part, pour différents secteurs industriels ou branches de l'industrie, il devra être déterminé, compte tenu des meilleures technologies disponibles, des valeurs limites d'émission pour les rejets des polluants. Enfin, il est prévu des mesures de surveillance des eaux, des systè- mes d'alerte et d'assistance mutuelle en cas de situation cri- tique, des activités communes de recherche et de dévelop- pement, ainsi que l'accès du public aux informations con- cernées.
En matière de protection des eaux, la Suisse coopère de- puis les années soixante avec les Etats voisins. Ainsi, elle avait déjà conclu à l'époque des accords internationaux visant à protéger le Rhin, le lac de Constance, le lac Léman et les eaux italo-suisses. En ratifiant la convention, la Suisse ne s'engage pas au-delà de ce que prévoient ces textes, qui demeurent d'ailleurs en vigueur sans être touchés d'aucune façon par le nouvel accord. Mais elle souhaite manifester par là sa solida- rité avec les autres pays signataires, de même qu'elle espère que ce geste contribuera à intensifier la coopération euro- péenne dans le domaine de la protection des eaux. Plus parti- culièrement, elle voudrait faire part de son expérience propre aux pays d'Europe centrale et orientale, conformément à l'es- prit des résolutions prises lors de la conférence des ministres qui a eu lieu à Lucerne en avril 1993 sur le thème: «Un environ- nement pour l'Europe». Il est à noter que cet engagement ne se traduira pour la Suisse par aucune dépense supplémen- taire, ni en termes de personnel, ni en termes de moyens finan- ciers, étant donné qu'il entre dans le cadre des crédits déjà dé- bloqués au titre de l'aide aux pays d'Europe de l'Est.
La commission observe cependant que la convention, si l'on considère le titre qui lui a été donné, suscite des espoirs que ne justifient pas, finalement, les dispositions qu'elle contient. Elle ne s'attache en effet qu'à l'aspect purement qua- litatif de la protection des eaux, sans aborder le problème plus lointain de l'épuisement des ressources en eau.
Antrag der Kommission
Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie bean- tragt einstimmig, dem Nationalrat zuzustimmen, das Überein- kommen zu genehmigen und den Bundesrat zu ermächtigen, es zu ratifizieren.
Proposition de la commission
La Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie propose, à l'unanimité, de suivre le Conseil national, c'est-à-dire d'approuver la convention et d'habiliter le Conseil fédéral à la ratifier.
Morniroli Giorgio (D, TI): Scusate se prendo la parola. Non ho ancora parlato questa mattina e sarò breve.
Sugli obiettivi fissati in questa convenzione non c'è proprio niente da ridire. Nel messaggio si può leggere: «La conven- zione contiene disposizioni quadro che determinano i compiti per la cooperazione bilaterale o multilaterale tra le parti. Il suo obiettivo principale è il rafforzamento delle misure di prote- zione delle acque superficiali e sotterranee transfrontaliere.» Suona molto bene, ma quale sarà il risvolto pratico? Formal- mente per noi non cambia niente. Lo dice anche il Consiglio federale nel messaggio: «La collaborazione con gli Stati vicini nel campo della protezione delle acque funziona molto bene sin dagli anni sessanta ... gli accordi bilaterali contengono prescrizioni persino più concrete e più severe di quelle della convenzione.»
Come stanno però realmente le cose? Non basta firmare degli accordi. Questi devono anche essere rispettati ed è qui che nascono i problemi. Riprendo quanto esposto il 20 settembre 1993 durante la sessione a Ginevra, in occasione del dibattito sulla convenzione con l'Italia per la disciplina della naviga- zione sul Lago Maggiore e sul Lago di Lugano:
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Grenzüberschreitende Wasserläufe. Übereinkommen
Cito da un rapporto del 15 ottobre 1992 redatto dal nostro Di- partimento cantonale per l'ambiente a proposito dello stato delle acque del Lago Maggiore e di Lugano: «Nel 1992 nella parte ticinese del bacino del Ceresio risulta che il 90 percento degli abitanti era depurato meccanicamente, biologicamente e chimicamente ed erano in corso i potenziamenti dei depura- tori di Lugano e di Mendrisio.»
Lo stesso rapporto, a proposito della parte italiana, riferisce che nel 1992 solo il 42 percento degli abitanti era depurato, inoltre di questi soltanto la metà anche chimicamente.
Segnalo testualmente le conclusioni contenute nel rapporto: «Quanto sin qui esposto evidenzia chiaramente come le rac- comandazioni formulate dalla commissione ai due Governi nel 1987 affinché il tema della depurazione delle acque italo- svizzere fosse oggetto di concreta attenzione nel quinquennio 1987-1992, se sono state recipite da parte svizzera, sono state disattese da parte italiana soprattutto per quanto riguarda il bacino del Ceresio.»
Che esista l'assoluta necessità di codificare in modo vinco- lante le norme per la protezione dell'ambiente è facilmente in- tuibile da chiunque osservi i due laghi in momenti di intenso traffico. Certi tratti di questi laghi ricordano delle vere e proprie autostrade.
Approvare la presente convenzione certamente non può gua- stare, visto che le condizioni in essa contenute sono già am- piamente realizzate da parte della Svizzera. Dubito invece che tale strumento giuridico possa servire a far meglio rispettare da parte dei nostri vicini le convenzioni bilaterali già esistenti.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L'entrée en matière est décidée sans opposition
Gesamtberatung - Traitement global
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Titre et préambule, art. 1, 2
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 19 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
Schluss der Sitzung um 12.25 Uhr La séance est levée à 12 h 25
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
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1994
Année
Anno
Band
II
Volume
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Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
04
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.093
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 02.06.1994 - 08:00
Date
Data
Seite
491-493
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Pagina
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