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31 mai 1994
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Motion du Conseil national
beitspolitisch verändert, und im weiteren war im Nationalrat die Mehrheit für Eintreten nur wegen dieses Junktims, wegen der Verkoppelung mit der Mehrwertsteuer, zustande gekom- men. Nur als Investitionsbonus hätte die Vorlage auch im Na- tionalrat kaum eine Chance gehabt.
Die Kommission ist folgender Auffassung: Wenn das Thema wieder aktuell wird, muss entweder vom Parlament aus neu motioniert oder eine parlamentarische Initiative eingereicht werden, oder der Bundesrat wird von sich aus aktiv. Im Mo- ment ist es aber richtig, dieses Geschäft zu erledigen, die Übung abzubrechen, und formell ist es dazu nötig, dass wir ein zweites Mal Nichteintreten beschliessen. Wenn wir ein zweites Mal Nichteintreten beschliessen, ist das Geschäft von der Traktandenliste gestrichen, und dies wird im Prinzip im Na- tionalrat jetzt wohl auch mehrheitlich von uns verlangt Ich stelle Ihnen im Namen der einstimmigen Kommission den Antrag, jetzt formell ein zweites Mal zu beschliessen, auf diese Vorlage nicht einzutreten.
Angenommen - Adopté
93.3336
Motion des Nationalrates (Fasel) Beratung von Arbeitslosen Motion du Conseil national (Fasel) Service de consultation à l'intention des chômeurs
Wortlaut der Motion vom 27. September 1993
Der Bundesrat wird eingeladen, im Rahmen der Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes die Beratung von Arbeits- losen als eigenständiges Instrument in den Katalog der Prä- ventivmassnahmen aufzunehmen und zu verstärken.
Texte de la motion du 27 septembre 1993
Le Conseil fédéral est chargé, dans le cadre de la révision de la loi sur l'assurance-chômage, de faire figurer dans la liste des mesures préventives les conseils aux chômeurs en tant qu'ins- truments autonomes et de développer ces services.
Onken Thomas (S, TG) unterbreitet im Namen der Kommis- sion für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) den folgen- den schriftlichen Bericht:
Am 27. September 1993 überwies der Nationalrat mit 82 zu 54 Stimmen die Motion Fasel vom 17. Juni 1993. Die Mo- tion lädt den Bundesrat ein, im Rahmen der Revision des Ar- beitslosenversicherungsgesetzes die Beratung von Arbeitslo- sen als eigenständiges Instrument in den Katalog der Präven- tivmassnahmen aufzunehmen und zu verstärken.
In seiner schriftlichen Stellungnahme vom 8. September 1993 hat der Bundesrat festgehalten, dass die öffentliche Ar- beitsvermittlung einer Reform unterzogen werden muss. In deren Zentrum müssen die Beratung und die Vermittlung, nicht die Administrierung der Arbeitslosigkeit, stehen. Der Bundesrat weist dabei auf verschiedene Ansatzpunkte in der zweiten Teilrevision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes hin. Das Stempelkontrollsystem soll durch weniger häufige, aber intensive Beratungs- und Vermittlungsgespräche ersetzt werden. Die Zahl der verfügbaren Berater/Vermittler soll in ei- nem vernünftigen Verhältnis zur Zahl der Arbeitslosen ste- hen, und deren Ausbildung soll konsequenter gefördert wer- den. Die Arbeitsämter auf Gemeinde- und Kantonsebene sol- len durch regionale Stellen gestärkt werden, und die Zusam- menarbeit zwischen der öffentlichen und der privaten Arbeits-
vermittlung soll durch geeignete Massnahmen gefördert und institutionalisiert werden. Weiter sollen geeignete Instrumente für die Akquisition von Stellenangeboten bereitgestellt wer- den, und das bestehende Informationssystem für die Arbeits- vermittlung und die Arbeitsmarktstatistik (Avam-System) soll ausgebaut werden.
Erwägungen der Kommission
Die Kommission nahm an ihrer Sitzung vom 28. März 1994 zu dieser Vorlage Stellung. Die Kommission teilt die Meinung des Bundesrates, dass die Beratung und die Eingliederung von Ar- beitslosen wichtiger sind als das Auszahlen von Versiche- rungsleistungen. Einzelne Kommissionsmitglieder wiesen darauf hin, dass die Motion, hält man sich streng an ihren Wortlaut, bereits erfüllt sei, da die Teilrevision des Arbeitslo- senversicherungsgesetzes vorliege. Als Massnahmen zur Er- füllung des Vorstosses schlägt der Bundesrat darin vor, vom wenig effizienten Prinzip der Stempelkontrolle zugunsten ei- ner individuellen Beratung abzurücken.
Ausserhalb dieser Gesetzesrevision beabsichtigt der Bundes- rat, noch weiter zu gehen und flankierende Massnahmen zu treffen. Zu diesem Zwecke hat das Biga die öffentliche Arbeits- vermittlung mittels einer Schwachstellenanalyse untersuchen lassen.
In einer zweiten Studie, einer Machbarkeitsstudie, wurde fest- gestellt, dass heute mit den insgesamt 915 zur Verfügung ste- henden vollamtlichen Beratern/Vermittlern in den Arbeitsäm- tern nur 27 Prozent der gemeldeten Arbeitslosen so beraten und vermittelt werden können, wie es die Motion Fasel ver- langt. Es wäre eine Lücke von 73 Prozent zu schliessen, falls zweimal im Monat pro Betroffener eine Beratung/Vermittlung von mindestens 20 Minuten durchgeführt werden soll. Das heisst 1170 Berater/Vermittler zusätzlich und bedeutet laut Studie pro Jahr Arbeitsplatzkosten von 163,8 Millionen Fran- ken (bei 140 000 Franken Arbeitsplatzkosten pro Berater/Ver- mittler). Das Angebot wäre dabei regional zu konzentrieren; die Qualität der Beratung/Vermittlung müsste angehoben wer- den. Zurzeit läuft eine Pilotphase zur Umsetzung der be- schlossenen Massnahmen. Die Kantone Solothurn und Waadt haben sich zur Verfügung gestellt, solche regionale Ämter zu bilden, die den in der Machbarkeitsstudie gestellten Bedingungen entsprechen.
Die Kommission selber - und mittlerweile auch das Plenum des Ständerates, das ihr gefolgt ist - ist mit ihren Anträgen über die Vorschläge des Bundesrates noch hinausgegangen, indem sie die Möglichkeit einer besonderen Beratung sozia- ler, psychologischer oder psychiatrischer Art in einzelnen Fäl- len (Art. 17) und eine akzentuierte Unterstützung der regiona- len Vermittlungsstellen (Art. 74) vorgesehen hat.
Die Mehrheit der Kommission erachtet damit jedoch das Anlie- gen der Motion noch nicht als erfüllt, aber auch das Anliegen des Bundesrates nicht, der einen wesentlichen Ausbau der Vermittlung wünscht. Weil der Prozess der Umstrukturierung der Beratung in der Arbeitslosenversicherung erst zaghaft an- gelaufen ist und seine Umsetzung noch einige Zeit beanspru- chen wird, schlägt die Kommission vor, an der verbindlichen Motionsform festzuhalten.
Onken Thomas (S, TG) présente au nom de la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique (CSSS) le rapport écrit suivant:
Parlamentarische Initiative. Direktzahlungen
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vèle être une mesure peu efficace sera remplacé par des entre- tiens de conseil et de placement; le nombre des personnes chargées du conseil/placement sera équilibré avec le nombre des chômeurs, et leur formation sera adaptée en consé- quence; les offices du travail communaux et cantonaux seront renforcés par des offices régionaux, et la collaboration entre services de placement public et privé sera encouragée et insti- tutionnalisée; l'annonce des offres d'emploi sera améliorée au moyen d'instruments adéquats, et le système Plasta sera dé- veloppé.
Considérations de la commission
La commisson a examiné la motion concernée le 28 mars 1994. Elle partage l'opinion du Conseil fédéral lorsqu'il affirme qu'il vaut mieux conseiller les chômeurs et les aider à se réin- sérer, plutôt que de leur verser simplement de l'argent au titre de l'assurance. Certains membres de la commission ont souli- gné que si l'on s'en tient strictement à la lettre de la motion, l'objectif visé par celle-ci est atteint, puisque le Conseil fédéral, à l'occasion de la révision de l'assurance-chômage, propose précisément de substituer le conseil individuel au système peu efficace du timbrage.
Le Conseil fédéral a par ailleurs l'intention de prendre un cer- tain nombre de mesures d'appoint qui n'entrent pas dans le cadre de la révision précitée. L'Ofiamt a ainsi soumis le service public de l'emploi à une première étude en vue d'identifier les points faibles du dispositif en place.
Une seconde étude a révélé que les 915 conseillers/placeurs à plein temps aujourd'hui en activité ne pouvaient s'occuper que de 27 pour cent des chômeurs inscrits, dans un cas de fi- gure selon lequel chaque conseiller/placeur consacre par mois au moins deux fois 20 minutes à chaque chômeur, ce qui représente un écart de 73 pour cent par rapport à l'objectif visé par la motion Fasel. Pour combler cette lacune, il serait néces- saire d'engager 1170 conseillers/placeurs supplémentaires, pour un coût total de 163,8 millions de francs (soit 140 000 francs par conseiller/placeur). Il conviendrait dans cette hypo- thèse de régionaliser l'offre et d'améliorer la qualité des presta- tions fournies en matière de conseil et de placement. Ces me- sures font actuellement l'objet d'une expérience pilote, les cantons de Vaud et de Soleure s'étant portés volontaires pour créer des offices régionaux répondant aux conditions énon- cées dans la seconde des deux études précitées.
La commission elle-même, suivie entre temps par le plénum du Conseil des Etats, propose d'aller plus loin encore que le Conseil fédéral, puisqu'elle prévoit d'introduire pour les chô- meurs la possibilité de bénéficer dans certains cas d'un sou- tien social, psychologique ou psychiatrique particulier (art. 17) et de renforcer l'aide qu'il est prévu d'accorder aux of- fices régionaux de placement (art. 74).
La majorité de la commission estime cependant que l'objectif visé par la motion n'est pas encore atteint pour autant, non plus que celui qui est visé par le Conseil fédéral, à savoir un renforcement considérable des activités de placement. Compte tenu de la timidité qui caractérise encore la réorgani- sation des activités de conseil dans le cadre de l'assurance- chômage et du temps qui sera nécessaire pour mettre en oeu- vre le nouveau dispositif, la commission propose de conserver à l'intervention Fasel son caractère de motion.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt mit 7 zu 2 Stimmen, die Motion zu überweisen.
Proposition de la commission
Par 7 voix contre 2, la commission propose de transmettre la motion.
Präsident: Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzu- nehmen.
Überwiesen - Transmis
92.417
Parlamentarische Initiative (WAK-SR) Finanzierung der Direktzahlungen in der Landwirtschaft Initiative parlementaire (CER-CE) Financement des paiements directs dans l'agriculture
Frist - Délai
Siehe Jahrgang 1992, Seite 457 - Voir année 1992, page 457
Simmen Rosmarie (C, SO) unterbreitet im Namen der Kom- mission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) den folgenden schriftlichen Bericht:
Am 16. April 1992 beschloss die WAK-SR, eine parlamentari- sche Initiative in der Form einer allgemeinen Anregung vorzu- legen. Am 11. Juni 1992 gab der Ständerat mit 23 zu 3 Stim- men der Initiative Folge. Zwei Jahre später, d. h. am 11. Juni 1994, müsste die WAK-SR gemäss Artikel 21quater Absätze 3 und 5 des Geschäftsverkehrsgesetzes dem Rat Bericht und Antrag vorlegen.
Diese Initiative sah vor, zur Finanzierung der Direktzahlungen Esswaren und nichtalkoholische Getränke zu einem reduzier- ten Steuermass der Warenumsatzsteuer zu unterstellen. Vor der Ausarbeitung einer Vorlage wollte die WAK-SR die Be- ratungen im Parlament sowie die Volksabstimmung vom 28. November 1993 über die neue Finanzordnung abwarten. Am 1. Dezember 1993 hat der Nationalrat den Gegenvor- schlag zur Volksinitiative 92.070 «für eine umweltgerechte, lei- stungsfähige Landwirtschaft» an die WAK-NR zurückgewiesen mit dem Auftrag, die Direktzahlungen finanziell abzusichern. Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement wurde von der WAK-NR beauftragt, ihr Vorschläge bis zum 15. Juli 1994 vorzulegen. Die WAK-SR möchte nun vorerst die Resultate im Nationalrat abwarten, um ihre weiteren Schritte zu planen.
Simmen Rosmarie (C, SO) présente au nom de la Commis- sion de l'économie et des redevances (CER) le rapport écrit suivant:
Le 16 avril 1992, la CER-CE a décidé de déposer une initiative parlementaire sous la forme d'une proposition conçue en ter- mes généraux. Le 11 juin 1992, le Conseil des Etats a donné suite à cette initiative par 23 voix contre 3. Deux ans plus tard, soit le 11 juin 1994, la CER-CE aurait dû, conformément à l'article 21quater alinéas 3 et 5 de la loi sur les rapports entre les conseils, présenter son rapport et ses propositions.
Cette initiative prévoyait, pour financer les paiements directs, que les denrées alimentaires et les boissons non alcooliques soient soumises à l'impôt sur le chiffre d'affaires à un taux réduit.
Avant d'élaborer un projet, la CER-CE voulait connaître l'évolu- tion des délibérations du Parlement, ainsi que les résultats de la votation populaire du 28 novembre 1993 relative au nou- veau régime financier.
Le 1er décembre 1993, le Conseil national a renvoyé à la CER-CN le contre-projet de l'initiative populaire 92.070 «pour une agriculture compétitive et respectueuse de l'environne- ment», avec mandat d'assurer le financement des paiements directs. La CER-CN a chargé le Département fédéral de l'éco- nomie publique de lui soumettre des propositions jusqu'au 15 juillet 1994.
La CER-CE souhaite maintenant connaître les résultats des délibérations du Conseil national avant de prévoir de nouvel- les étapes dans ses travaux.
7-S
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Motion des Nationalrates (Fasel) Beratung von Arbeitslosen Motion du Conseil national (Fasel) Service de consultation à l'intention des chômeurs
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1994
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3336
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 31.05.1994 - 08:00
Date
Data
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Pagina
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