N 2 juin 1994
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Initiative parlementaire. Aide financière
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Parlamentarische Initiative (WAK-NR)
Bundesbeschluss über die Fortführung des Bundesbeschlusses vom 6. Oktober 1978 über Finanzierungsbeihilfen zugunsten wirtschaftlich bedrohter Regionen
Initiative parlementaire (CER-CN) Arrêté fédéral concernant la reconduction de l'arrêté fédéral du 6 octobre 1978 instituant une aide financière en faveur des régions dont l'économie est menacée
Bericht und Beschlussentwurf der WAK-NR vom 26. April 1994 (BBI III 241) Rapport et projet d'arrêté de la CER-CN du 26 avril 1994 (FF III 250)
Stellungnahme des Bundesrates vom 30. Mai 1994 (BBI III 251) Avis du Conseil fédéral du 30 mai 1994 (FF III 260) Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Mehrheit Eintreten Minderheit (Stucky, Mauch Rolf) Nichteintreten
Proposition de la commission Majorité Entrer en matière Minorité (Stucky, Mauch Rolf) Ne pas entrer en matière
David Eugen (C, SG), Berichterstatter: Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben unterbreitet Ihnen eine parlamentari- sche Initiative betreffend einen Bundesbeschluss über die Fortführung des Bundesbeschlusses vom 6. Oktober 1978 über Finanzierungsbeihilfen zugunsten wirtschaftlich bedroh- ter Regionen. Sie haben zu diesem Thema einen schriftlichen Bericht erhalten. Ich gestatte mir, einige Ergänzungen zu die- sem Bericht beizufügen.
Der Bund verfügt über mehrere Instrumente für die Unterstüt- zung von Randregionen, Bergregionen und wirtschaftlich be- drohten Regionen in diesem Lande. Die Regionalpolitik, die in der Schweiz eine lange Tradition hat, hat nicht nur ökonomi- sche, sondern insbesondere auch staatspolitische Gründe. Sie ist nämlich ein Grund für den Zusammenhalt der Schweiz. Sie verhindert, dass die Gräben zwischen den gutsituierten Regionen - goldenes Dreieck oder Goldküsten, die gibt es in der Schweiz - und den schlechtersituierten Gebieten zu gross werden. Es ist eine Aufgabe des Bundes, mit geeigneten Massnahmen diese Gräben etwas zuzuschütten.
Die bestehenden Regionalförderungsmassnahmen für das Berggebiet bestehen fort. Es existieren dafür drei Beschlüsse; sie erlauben mit Zinsverbilligungen die Gründung kleiner und mittlerer Unternehmen im Berggebiet. Diese Beschlüsse ha- ben sich sowohl in der Vergangenheit wie in der Gegenwart sehr bewährt. Mehrere tausend Projekte konnten seit Inkraft- treten dieser Beschlüsse realisiert werden.
Neben diesen Beschlüssen für das Berggebiet gibt es seit Ende der siebziger Jahre auch einen Beschluss, der die För- derung wirtschaftlich bedrohter Regionen zum Inhalt hat Die-
ser Beschluss hatte seinen Ursprung in der Uhrenkrise der siebziger Jahre und war darauf ausgerichtet, dieser Uhren- krise mit geeigneten Massnahmen zu begegnen. Als Folge dieses Beschlusses konnten innert 15 Jahren über 10 000 Ar- beitsplätze, nicht nur in der Uhrenregion, sondern auch in wei- teren bedrohten Randregionen unseres Landes, geschaffen werden.
Auf den gesamten Schweizer Arbeitsmarkt bezogen mag diese Zahl gering erscheinen. Da es sich aber um sehr zielge- richtete Gründungen und Entwicklungen von Unternehmen handelte, kann man davon ausgehen, dass diese Massnah- men Pilotfunktion hatten und zu weiteren wirtschaftlichen Ent- wicklungen in diesen Gebieten Anlass gaben. Insgesamt hat dieser Beschluss positiv gewirkt. Er ist aber per Ende Februar 1994 ausgelaufen.
Der Bundesrat hat im vergangenen Jahr eine Vernehmlas- sung durchgeführt. Sämtliche Kantone haben dem Bundesrat mitgeteilt, der Beschluss solle weitergeführt werden. Ebenfalls haben sich zwei Regierungsparteien - die CVP und die SP - klar für die Weiterführung dieses Beschlusses ausgespro- chen. Grundsätzliche Einwände gegen die Weiterführung die- ses Beschlusses kamen von der Arbeitgeberseite (Vorort, Ar- beitgebervereinigung, Gewerbeverband) sowie von der FDP, der SVP und der FPS. Dieses Ergebnis des Vernehmlassungs- verfahrens hat den Bundesrat bewogen, die Übung abzubre- chen und auf eine rechtzeitige Vorlage für die Fortführung die- ses Beschlusses zu verzichten.
In der Kommission für Wirtschaft und Abgaben ist dies disku- tiert worden. Die Mehrheit ist mit der Beurteilung des Ver- nehmlassungsergebnisses durch den Bundesrat nicht ein- verstanden. Die Mehrheit der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) ist im Gegenteil der Meinung, diese Art der Förderung wirtschaftlich bedrohter Regionen bleibe notwen- dig, insbesondere um den Zusammenhalt in diesem Lande sicherzustellen. Aus diesem Grunde hat die Kommission an ihrer Sitzung vom 26. April 1994 beschlossen, Ihnen den Vor- schlag zu unterbreiten, diesen Beschluss für drei Jahre wei- terzuführen und während dieser Zeit das Instrument zu über- arbeiten, zu revidieren und an die heutigen Bedürfnisse anzu- passen.
Unmittelbar am Tage nach unserer Beschlussfassung, am 27. April 1994, ist der Bundesrat überraschend auf seine bis- herige Haltung zurückgekommen und hat beschlossen, dem Parlament nun doch eine Vorlage für die Weiterführung zu un- terbreiten.
Wir sind trotz der Meinungsänderung im Bundesrat der An- sicht, an der Kommissionsinitiative sei festzuhalten. Wir bean- tragen Ihnen dies, weil die Überarbeitung dieses Bundesbe- schlusses zur Förderung wirtschaftlich bedrohter Regionen Zeit beansprucht Die Instrumente müssen sorgfältig geprüft werden. Auch der soeben erschienene Bericht der Geschäfts- prüfungskommission muss miteinbezogen werden, um zu entscheiden, wie die Weiterführung längerfristig gestaltet wer- den soll. Es ist nicht möglich, in einer Hauruckübung innert dreier Monate die Regionalförderung grundsätzlich zu über- prüfen und neu zu ordnen.
Wir brauchen also mehr Zeit, als sich der Bundesrat dies vor- stellt, um so mehr, als seine Vorschläge umstritten sind, z. B. der Verzicht auf die Zinsverbilligung. Aus diesem Grund schla- gen wir Ihnen vor, jetzt den alten Beschluss überbrückend fort- zuführen, allerdings befristet auf drei Jahre. Wir sind in der Kommission der Meinung, dass die Überarbeitung innert dreier Jahre abgeschlossen werden muss und wir bis dann zu einer neuen Grundlage kommen müssen. Aber es wäre ge- rade in der jetzigen wirtschaftlichen Situation, in der die Dispa- ritäten zwischen den einzelnen Regionen in unserem Land nicht ab-, sondern zunehmen, nicht verantwortbar, einfach auf dieses Instrument zu verzichten.
Wir beantragen Ihnen daher als Übergangslösung die Fortfüh- rung des alten Beschlusses und die rasche Inangriffnahme der Überarbeitung; dies aber soll im ordentlichen parlamenta- rischen Verfahren geschehen.
In diesem Sinne bitte ich Sie, auf diese Initiative einzutreten und den ausgearbeiteten Entwurf in dieser Form gutzu- heissen.
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Matthey Francis (S, NE), rapporteur: En mars dernier, notre Conseil s'est déjà largement exprimé à l'occasion d'une inter- pellation sur la question qui nous est aujourd'hui posée, à sa- voir la prorogation de l'arrêté Bonny, c'est-à-dire l'arrêté insti- tuant une aide financière en faveur des régions dont l'écono- mie est menacée.
Cet arrêté est venu à échéance le 28 février 1994, c'est-à-dire qu'il n'est plus en vigueur et que notre pays n'a plus de dispo- sitions légales en matière de promotion économique des ré- gions qui sont les plus vulnérables dans notre pays. Je rap- pelle qu'en 1992 déjà, une motion avait été transmise au Conseil fédéral visant à la reconduction de cet arrêté et que le Conseil fédéral s'est prononcé seulement très récemment sur un projet, d'ailleurs affaiblissant celui que nous connaissons aujourd'hui.
Dans le rapport que nous vous avons adressé, nous avons fait un bref bilan de l'arrêté fédéral dont nous parlons aujourd'hui et nous vous proposons de le reconduire pour trois ans seule- ment, le temps d'examiner le projet du Conseil fédéral.
L'arrêté que nous discutons aujourd'hui avait été mis en vi- gueur le 1er mars 1979. Il s'agissait alors d'aider en particulier toute l'économie de l'Arc jurassien, mais aussi d'autres ré- gions, comme Saint-Gall, où il y avait une situation d'industrie monostructurée. Certes, la situation a aujourd'hui évolué, mais dans ces régions qui sont aujourd'hui toujours concer- nées et dans d'autres, on voit que l'évolution du taux de chô- mage en particulier est nettement plus délicate que dans d'au- tres régions de notre pays. En ce sens, tant pour des motifs internes qu'externes, il nous paraît que l'arrêté doit être pro- rogé.
Les motifs internes concernent les disparités entre les différen- tes régions. Toutes n'ont pas aujourd'hui encore les mêmes chances et les mêmes conditions-cadres pour assumer la concurrence qui se manifeste de plus en plus sur le plan éco- nomique et sur le plan de l'emploi. Ce sont aussi des ques- tions liées à l'occupation décentralisée de notre territoire. La Suisse n'a pas avantage à ce que la majorité de sa population se concentre dans un certain nombre de régions avec les pro- blèmes de coût que cela implique, tant dans les régions d'émi- gration que d'immigration.
En ce qui concerne les raisons externes, c'est la concurrence internationale que nous rencontrons de plus en plus pour l'im- plantation d'entreprises, en particulier d'entreprises de très haute technologie. Les pays qui nous entourent, que ce soit la France, l'Allemagne, l'Autriche, l'Irlande ou d'autres, ont des possibilités beaucoup plus importantes que nous pour favori- ser l'implantation des entreprises de très haute technologie dont notre pays a besoin.
L'arrêté Bonny n'est pas contraire à l'économie de marché, mais il en est le complément. La revitalisation et les restructu- rations dont notre pays a besoin ne sont pas sans risque et n'engendrent pas les mêmes problèmes dans les régions et dans les entreprises. C'est donc d'abord pour éviter un vide dans l'instrumentation de la politique régionale que nous vous proposons cette reconduction. Il y a des projets en cours, plu- sieurs cantons sont en négociation et il doit y avoir une sécu- rité juridique dans ces différentes négociations.
Enfin, nous voulons éviter d'avoir à examiner dans l'urgence le projet du Conseil fédéral destiné à remplacer l'arrêté que nous discutons, et qui devra certainement faire l'objet d'adaptations quant aux critères d'application. On sait d'ores et déjà que le projet du Conseil fédéral fait l'objet de beaucoup de réserves de part et d'autre, d'ailleurs, c'est-à-dire de ceux qui sont favo- rables à des dispositions légales comme de ceux qui n'en veu- lent rien.
Vous avez été saisis par le Conseil fédéral d'un avis concer- nant l'initiative parlementaire que nous vous soumettons. Le Conseil fédéral annonce la parution à mi-juin d'un message concernant des mesures visant à renforcer les structures économiques régionales et le rayonnement de la Suisse, pour remplacer l'arrêté fédéral du 6 octobre 1978 arrivé à échéance et il nous demande de l'examiner en urgence. Dans un avis qu'il nous a adresse, concernant le rapport que nous discutons aujourd'hui, il propose le rejet de l'initiative et la non-reconduction de l'arrêté Bonny pour examiner le
message annoncé. La commission a d'ores et déjà tenu compte dans sa décision du fait que le Conseil fédéral discu- tait d'un nouveau projet, le lendemain de notre discussion. De l'avis de la commission, les arguments avancés par le Conseil fédéral nous étaient connus, parce que communiqués par les représentants de l'administration, qui étaient en l'occurrence les porte-parole du Conseil fédéral. Ce n'est donc pas en mé- connaissance de cause que la commission s'est prononcée. Voici pourquoi sa majorité ne peut se rallier à l'avis du Conseil fédéral.
D'abord, il y a une question de temps. Le Conseil fédéral a ma- nifestement attendu trop longtemps avant de présenter un projet visant à remplacer l'arrêté dont nous discutons au- jourd'hui. Nous ne nous chipoterons pas avec le Conseil fédé- ral sur cette question, mais il nous paraît en tout cas que la de- mande de procéder par voie d'urgence pour examiner de nou- velles dispositions ne pourra en fait pas être suivie. Les séan- ces de la Commission de l'économie et des redevances (CER) sont d'ores et déjà, aux dires mêmes de son président et de son secrétaire, prises jusqu'à la fin de l'année. L'urgence et l'examen précipité du nouveau message ne sont certainement pas souhaitables non plus.
On sait en effet, je l'ai déjà dit, que ce nouveau projet suscitera certainement beaucoup de discussions puisqu'il est constitué par trois arrêtés séparés, dont chacun fera l'objet de réserves ou de propositions.
La Commission de gestion du Conseil national nous a adressé un rapport sur l'évaluation de la coordination des politiques de la Confédération ayant des effets régionaux, sur la base d'une étude de l'organe parlementaire de contrôle de l'administration. Cette étude, dans ses pages 14 à 17, fait al- lusion aux réserves et aux modifications qui devraient interve- nir dans le cadre de l'ensemble de la politique régionale en vue d'assurer une meilleure coordination de tous les instru- ments de politique régionale de la Confédération. Incontesta- blement, nous devrons aussi examiner ce rapport lors de l'étude en commission du projet des trois arrêtés dont le Conseil fédéral nous saisira.
Cela étant dit, la commission partage l'avis du Conseil fédéral que l'arrêté Bonny doit faire l'objet d'adaptations quant aux ré- gions à prendre en considération, aux critères déterminant les régions menacées ou affaiblies. Mais il nous paraît aussi qu'il appartient au Conseil fédéral d'adapter, même pour une pé- riode limitée et s'il l'estime nécessaire, l'ordonnance d'appli- cation en fonction des conditions qu'il fixera lui-même. Pour- quoi ce qui a été valable jusqu'ici ne peut-il pas être prolongé de trois ans? Pourquoi encore, s'il est si urgent de revoir l'ar- rêté, avoir attendu si longtemps son échéance, pour en propo- ser la modification et l'adaptation?
En conclusion, la majorité de la commission propose par 13 voix contre 2 et, avec 1 abstention, la reconduction de l'ar- rêté pour trois ans, selon l'article 17 alinéas 2 et 3, liée à la du- rée de validité et à l'entrée en vigueur après l'échéance du dé- lai référendaire.
Nous vous invitons à suivre la proposition de la majorité de la commission.
Stucky Georg (R, ZG), Sprecher der Minderheit: Es sind im wesentlichen vier Gründe, die die Minderheit zu diesem An- trag auf Nichteintreten bewegen: erstens ein ordnungspoliti- scher, zweitens ein steuerrechtlicher, drittens ein finanzpoliti- scher und viertens ein regionalpolitischer.
Zum ordnungspolitischen Grund: Man kann sich ordnungs- politisch wohl keinen grösseren Sündenfall vorstellen als den, der mit diesem Gesetz gemacht werden soll: Es werden Ein- zelunternehmen unterstützt. Das kann dazu führen, dass dem Unternehmen A Vorteile, Privilegien eingeräumt werden, die das Unternehmen B, das nur 10 Kilometer entfernt ist, aber in einer anderen Region liegt, nicht hat. Es ist offensichtlich, dass mit diesem Gesetz in den Wettbewerb eingegriffen und dieser beeinflusst wird. Wir hören in diesem Saal ständig und immer wieder, der Wettbewerb solle gefördert werden. Gestern zum Beispiel hat der Sprecher der gleichen Kommission von Ver- zerrung des Wettbewerbs bei Banken und Versicherungen ge- sprochen, und heute machen wir einen viel stärkeren, nämlich
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einzelbetrieblichen Eingriff. Offenbar ist einfach vergessen worden, was gestern gesagt wurde.
Man kann auch nicht damit argumentieren - wie das in der Kommission geschehen ist -, die Exportrisikogarantie z. B. beeinflusse den Wettbewerb auch. Die ERG ist jedem Unter- nehmen in der ganzen Schweiz zugänglich. Es sind alle gleichgestellt. Es unterliegen alle den gleichen Tarifen.
Besonders störend - damit komme ich zum Grund meines steuerrechtlichen Antrags - sind die Steuererleichterungen, die sogar bei der direkten Bundessteuer, also nicht nur auf kantonaler Ebene, gewährt werden können. Da muss man sich doch fragen: Wo bleibt eigentlich die Steuergerechtigkeit, wenn das Unternehmen A bei gleichen Gewinnen wie das Un- ternehmen B keine Steuern zahlen muss? Wir haben ein Kon- kordat, von den Kantonen vor etwa 30 Jahren abgeschlossen, das Steuerabkommen verbietet. Hier machen wir genau das Gegenteil. Wir unterstützen Steuerabkommen sogar und decken sie gesetzlich ab. Das ist ein Widerspruch, der auf der Hand liegt
Die Kantone, die keine Steuerabkommen abschliessen - ich hoffe eigentlich, dass das alle sind -, müssen sich dumm vor- kommen, wenn der Bund mit seiner Gesetzgebung gleichzei- tig solche Steuerabkommen fördert Ich kann ein Lied davon singen. Als mein Kanton florierte, hat man ihm immer wieder vorgeworfen, das geschehe aufgrund von Steuerabkommen. Nie hat ein Journalist auch nur die Spur eines Beweises dafür vorgebracht. Der Kanton Zug hat sich aus eigener Kraft zum fi- nanzstarken Kanton entwickelt, mit einer klugen Steuergesetz- gebung, aber mit einer Gesetzgebung, die für alle anwendbar war. Ich erinnere daran, dass der Kanton noch in den sechzi- ger Jahren der meistverschuldete Kanton war. Wir haben aber nie zu diesem Mittel der Steuerabkommen gegriffen.
Jetzt soll das offenbar geändert werden; das Konkordat soll nicht mehr gelten.
Fragwürdig ist die Sache auch aus einem finanzpolitischen Grund: Wir hören das Lied vom Sparen dauernd, mit Recht. Hier wird aber wieder eine Schleuse geöffnet. Es kommt wieder zu zusätzlichen Ausgaben des Bundes. Darüber hinaus wird auch die gute, hier immer wieder geäusserte Absicht, endlich einmal den Dschungel der Subventionen etwas auszuräumen, von neuem vereitelt. Mit diesem Gesetz haben wir wiederum Über- lappungen mit anderen Subventionsgesetzen-ich erinnere an das Investitionshilfegesetz. Aber auch in anderen Sachberei- chen, z. B. im Forstgesetz, können für das genau gleiche Ob- jekt noch zusätzliche Subventionen gegeben werden. Auch den Energiebereich könnte ich hier erwähnen. Es kann auch die Kombination von Subvention und Steuererleichterung ent- stehen. All das sind Dinge, die nicht von einer Hand kontrolliert werden, sondern von mehreren Ämtern. Es bleibt also beim Subventionsdschungel.
Der vierte Grund für den Rückweisungsantrag ist die regionale Unterstellung. Sogar die Befürworter dieses Beschlusses müssen zugeben, dass sich die Dinge entwickelt haben, dass einige Regionen nicht mehr unterstellt werden sollten. Aber dessenungeachtet fahren wir einfach damit fort
Man kann auch nicht mit der Arbeitslosigkeit argumentieren, denn wenn Sie einmal die unterstellten Gebiete und die Ar- beitslosigkeit vergleichen, dann ist das nicht immer deckungs- gleich.
Ich finde es überhaupt etwas fragwürdig, wenn die Regionen versuchen, sich mit solchen Erlassen gegenseitig das Wasser abzugraben. Das kann dann dazu führen - wie es tatsächlich geschehen ist -, dass sich bei einer Stelle in den USA zuerst ein Vertreter des Kantons X und nachher ein Vertreter des Kan- tons Y gemeldet hat. Die beiden sind sich sogar im Büro selbst begegnet; der eine kam heraus, der andere ging hinein.
Nun noch zum Allgemeinen: Wir haben einen Bericht der GPK Man sollte eigentlich diese bereits von Herrn Kollege Matthey zitierten Anregungen auswerten, bevor wir einen Schnell- schuss machen. Wofür haben wir sonst durch die GPK einen solchen Bericht machen lassen? Wir haben schliesslich auch einen Bericht des Bundesrates, in dem ja schon Leitlinien dar- gelegt worden sind.
Ich schliesse mich den zusätzlichen Überlegungen des Bun- desrates an. Er weist auch darauf hin, dass im Jahre 1994 bis-
her 29 Gesuche erledigt werden konnten, mehr als im ganzen Jahr 1993. Wir täten gut daran, die Vorlage des Bundesrates, die ja demnächst erscheint, abzuwarten und diese dann zum Anlass unserer Debatte zu nehmen. Wir sollten jetzt nicht ei- nen Beschluss fassen, der aus den dargelegten Gründen nichts mehr bringen kann.
Aber ich mache mir keine Illusionen. Wenn ich die Rednerliste ansehe, die Ihnen vorgelegt worden ist, dann muss ich einse- hen, dass es in diesem Saal halt einfach so ist: Wenn es beim Bund etwas zu holen gibt, glaubt fast jeder, er müsse auch et- was holen gehen. Schwüren wird abgeschworen, hehre Glau- benssätze werden zu Makulatur, der Blick aufs Gesamte wird zum Blick vom Kirchturm.
Ich tröste mich etwas mit der Tatsache, dass diese Reden im- merhin im Amtlichen Bulletin festgehalten werden; das gibt vielleicht dann Gelegenheit, einige Kollegen auf ihre Purzel- bäume hinzuweisen.
Ich danke Ihnen, dass Sie mir wenigstens zugehört haben.
Cavadini Adriano (R, TI): Pour une fois, on n'est pas d'accord avec M. Stucky. La majorité du groupe radical soutient en effet la proposition de la majorité de la commission de remettre en fonction cet arrêté. Et le moins qu'on puisse dire, c'est que l'échéance à fin février de l'ancien arrêté était mal tombée. Le chômage reste élevé, l'économie est toujours en difficulté, les régions périphériques, qui sont aussi les régions les plus fai- bles, sont celles qui ont le nombre le plus élevé de chômeurs. Ce sont aussi ces régions qui rencontrent le plus de problèmes, en partie à cause d'une économie qui, du point de vue structu- rel, reste en général faible, et aussi par le fait que plusieurs activi- tés de ces régions dépendent de centres de décision qui se trouvent dans les cantons économiquement les plus forts.
On pourrait discuter sur la validité de ces instruments, mais il y a un aspect régional, qui a, à mon avis, la priorité. C'est aussi la tâche de la Confédéradion de prendre des mesures pour pro- téger les régions dont l'économie est menacée, et de se préoccuper des disparités dans le développement économi- que des diverses régions du pays. Ces objectifs, ces buts se trouvent dans la Constitution fédérale, il faut aussi en tenir compte!
Pour satisfaire à ces exigences, il y a plusieurs possibilités à la disposition de la Confédération: peréquation financière, sur la- quelle on devra discuter, meilleure distribution des comman- des fédérales, décentralisation de bureaux ou d'activités fédé- rales, soutien aux instituts de formation et aux universités, interventions directes, etc.
On devra probablement repenser à l'efficacité de ces instru- ments, mais l'appareil que nous devons stimuler, c'est de toute évidence la création de places de travail dans les can- tons et les régions en difficulté.
Prendendo l'esempio del Canton Ticino, il mio Cantone ha creato già da una trentina di anni una legge per il promovi- mento dell'economia che ha dato dei risultati validi, grazie an- che al fatto che è stata sostenuta dal decreto federale.
Oggi noi, a livello della Confederazione, spendiamo miliardi di franchi per una politica passiva. Penso a tutte le indennità ne- cessarie che vengono versate ai disoccupati, che però non sono creatrici di posti di lavoro, mentre poco si fa per stimolare la creazione di attività economiche per favorire gli investimenti, il capitale di rischio, specialmente nelle regioni economica- mente più sfavorite.
L'importo di 30 milioni di franchi per i contributi agli interessi passivi o di 250 milioni di franchi di fideiussoni previsti in que- sto decreto sono poca cosa per una politica regionale attiva, ri- spetto ai miliardi di franchi che spendiamo per una azione pas- siva
Con l'attuale decreto si può già allargare il campo di azione. Il progetto di un nuovo decreto che il Consiglio federale intende proporre arrischia di trovare ancora altre resistenze. E' meno completo di quello preparato dalla commissione, per cui an- che noi riteniamo che sia preferibile votare oggi il prolunga- mento di questo decreto per poi analizzare le nuove proposte del Consiglio federale con più calma e nel frattempo però avere questo strumento che è particolarmente importante a li- vello di politca regionale.
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Quindi, in questo senso, la maggioranza del gruppo radicale sostiene la proposta della commissione.
Schwab Heinz (V, BE): Wenn ich mich an die Parteipro- gramme aller Parteien erinnere, an die Versprechungen vor den Wahlen - dort setzt sich jedermann für eine dezentrale Be- siedelung unseres Landes ein, und diesem Punkt wird sehr viel Platz eingeräumt -, und wenn ich jetzt die Präsenz in die- sem Saal sehe, die wenigen Anwesenden, so sehe ich da eine gewisse Diskrepanz.
Unser Land mit seiner ausserordentlich hohen Bevölkerungs- dichte im ganzen Gebiet des Mittellandes ist uns allen be- kannt. Es ist uns allen hier im Saal auch klar, dass wir wegen dieser überdurchschnittlich hohen Bevölkerungsdichte mit sehr vielen Problemen zu kämpfen haben. Es gibt Reibungs- flächen in unserer Gesellschaft, die wir mit grossem Aufwand und mit vielen Regelungen in einem erträglichen Ausmass hal- ten wollen. Aus diesen Gründen sind wir nicht interessiert daran, einem weiteren Konzentrationsprozess von werktäti- gen Menschen im Mittelland Vorschub zu leisten, indem wir die Standortattraktivität in gewissen Regionen unseres Lan- des vernachlässigen und dadurch die bevorzugten Regionen mit noch mehr Wirtschaftsunternehmen beglücken.
Die SVP-Fraktion steht grossmehrheitlich zu einer Politik, die darauf ausgerichtet ist, an einer dezentralen Besiedelung un- seres Landes festzuhalten.
Ein zweiter Punkt, der für die Fortführung des Bonny- Beschlusses spricht, ist derjenige der Pflege unserer Land- schaft durch viele Bauernfamilien, die diese Betriebe im Ne- benerwerb betreiben. Diese Leute können nur dann so viele Stunden im Bauernbetrieb arbeiten, wenn wir in diesen Gebie- ten für Arbeitsplätze sorgen. Der volkswirtschaftliche Nutzen dieses Zusammenspiels von Landwirtschaft, Gewerbe und Tourismus ist uns allen bekannt. Er ist riesengross. Wir alle sind an den Leistungen dieses Zusammenspiels weiterhin in- teressiert.
Unsere Fraktion sagt grossmehrheitlich ja zur Fortführung des Bundesbeschlusses vom 6. Oktober 1978 über Finanzie- rungsbeihilfen zugunsten wirtschaftlich bedrohter Regionen. Die Bilanz des auslaufenden Bundesbeschlusses ist beacht- lich positiv und spricht für eine Verlängerung.
Im Namen der doch grossen Mehrheit unserer Fraktion möchte ich Sie bitten, diesem Beschlussentwurf zuzu- stimmen.
Deiss Joseph (C, FR): Le groupe démocrate-chrétien estime, comme le Conseil fédéral le dit dans son rapport sur le renfor- cement des structures économiques régionales, que le pro- gramme de renouvellement de l'économie de marché requiert des mesures d'accompagnement permettant aux régions et aux petites et moyennes entreprises de s'adapter rapidement, et cela en dépit de l'accroissement sensible de la concur- rence.
Sans s'engager pour le moment sur le détail du programme mis en consultation par le gouvernement - des réserves res- tent valables - le groupe démocrate-chrétien en souhaite pourtant la concrétisation la plus rapide possible. Voilà notre objectif prioritaire. Mais c'est précisément pour cette raison que nous avons de la peine à comprendre pourquoi le gouver- nement a laissé se créer une situation de carence ni n'a saisi les possibilités d'amélioration d'un outil utile, il est vrai vieilli, en adaptant au moins les dispositions de l'ordonnance qui permet une certaine flexibilité, limitée on le concède.
En soutenant la prorogation de l'arrêté du 6 octobre 1978, le groupe démocrate-chrétien veut atteindre un double objectif: d'une part, éviter le vide dans un domaine où la nécessité d'agir est reconnue et a été utile; d'autre part, offrir à tous ceux qui estiment que l'instrument doit être révisé, donc aussi à lui-même, une bonne raison de se hâter, puisque la mise en place rapide des nouveaux arrêtés sera le meilleur moyen de rendre caduc l'ancien, qui pourra s'effacer dès que le projet sera mis sous toit, donc avant même l'écoule- ment du délai de trois ans.
Un mot à ceux qui, pour des raisons de principe, sont opposés à toute mesure de ce type en faisant valoir l'argument de
l'interventionnisme excessif. D'abord, le but de ces mesures n'est pas de maintenir des structures vétustes, puisqu'on favo- rise l'innovation et la diversification. Ensuite, il est faux de pré- tendre que notre pays commettrait des excès en matière d'ai- des de l'Etat en faveur de l'industrie ou des services. Bien au contraire, et en contraste avec la politique agricole, la compa- raison internationale démontre qu'en ce domaine nous som- mes les plus timides - moins d'un pour cent est largement en dessous de la valeur ajoutée de ces secteurs concernés -, avec des moyens pratiquement insignifiants d'ailleurs, par rapport à l'économie dans son ensemble.
Enfin, l'Union européenne procède de la même manière, puisqu'elle a mis en place, parallèlement à l'ouverture des marchés et à l'intensification de la concurrence, des fonds per- mettant de venir en aide aux régions les plus déprimées. Par conséquent, même les adeptes les plus puristes de la liberté du commerce et de l'industrie peuvent se rallier à une telle po- litique de rééquilibrage régional.
L'essentiel, aujourd'hui, est de donner le bon signal et de ne pas laisser le vide se creuser. Rien n'empêche d'ailleurs le Conseil fédéral d'améliorer l'efficacité de l'instrument ainsi prorogé, et d'équilibrer la concurrence entre les régions du pays, en exploitant au maximum la flexibilité que lui offre l'or- donnance, et cela malgré le cadre relativement étroit de l'ar- rêté.
C'est d'ailleurs pour accroître cette marge de manoeuvre que j'ai déposé une proposition qui ne touche qu'un seul mot à l'article 2 alinéa 2 lettre a de l'arrêté où le «et», qui fait que les raisons ou les motifs pour être une région menacée sont cu- mulatifs, est remplacé par «Ou», ce qui fait que ces raisons peuvent donc agir chacune séparément En effet, les choses ont évolué. Il faut croire que les mesures ont eu une certaine efficacité, puisqu'une diversification s'est mise en place.
C'est donc avec cette modification offrant une possibilité d'assouplissement ou de recentrage de l'instrument actuel, ainsi qu'avec les modifications de l'ordonnance - qui ont d'ail- leurs également été signalées par les rapporteurs de la com- mission - qu'il semble que, pendant le délai référendaire de trois mois que prévoit le projet de la commission, ces disposi- tions devraient pouvoir être adaptées.
Au nom du groupe démocrate-chrétien, je vous invite à voter l'entrée en matière.
Bodenmann Peter (S, VS): Wir sind am Ende einer Rezes- sion - einer Rezession, die aufgezeigt hat, dass die Schweiz ein guter Wirtschaftsstandort ist, weil wir unsere Exporte real gesteigert haben, einer Rezession, die aber auch aufgezeigt hat, dass wir in der Politik eigentlich versagt haben: Die Bin- nennachfrage ging zurück; wir haben 240 000 Arbeitslose - nach der Schweizerischen Bankgesellschaft -, und die realen Löhne sind gesunken. Das alles hat einen Zusammenhang. Wir laufen heute Gefahr, dass wir einen Aufschwung bekom- men - aber einen Aufschwung ohne Beschäftigung. Die Frage, die sich stellt, ist folgende: Welche Politik, Herr Bundes- rat Delamuraz, soll der Bund machen?
Aus unserer Sicht gibt es drei wesentliche Gebiete:
Der Bund muss den Strukturwandel der Wirtschaft mitbe- schleunigen. Das heisst: Wir brauchen die europäische Inte- gration, wir brauchen ein Kartellverbot, wir brauchen eine zu- kunftsgerichtete Technologie- und Industriepolitik für die klei- nen und mittleren Betriebe. Wir brauchen aber auch den öko- logischen Umbau - dieser ist ja nichts anderes als das Erset- zen von Öl aus Russland oder den Emiraten durch schweizeri- sche Arbeit -, und wir brauchen irgendwie auch die Halbie- rung der Militärausgaben, die «lean production» im Militärbe- reich.
Wer für Strukturwandel plädiert, wird aber notgedrungen ohne Gegenmassnahmen die regionalen Disparitäten erhö- hen. Der Strukturwandel macht eigentlich aus der Schweiz auch regional, ohne Gegenmassnahmen, ein Land mit zwei Geschwindigkeiten. Deshalb muss der Staat Gegensteuer geben. Es ist bedauerlich - wie Herr Stucky richtig festgestellt hat -, dass die GPK zum Schluss gekommen ist, dass bis jetzt die zuständigen Departemente die Regionalpolitik wenig ko- ordiniert und effizient vorangetrieben haben.
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Es sind dies die drei Elemente, die auch in unserer Verfassung stehen. Unsere Verfassung fordert eine antizyklische Politik. Unsere Verfassung fordert vom Bund Kampf gegen die Ar- beitslosigkeit, und unsere Verfassung fordert den regionalen Ausgleich innerhalb dieses Landes.
Es ist bedauerlich, dass von seiten eines Departementes und eines Bundesrates, dessen Partei immer unter dem Slogan «Taten statt Worte» lief, hier in der letzten Zeit nur Worte und keine Taten erfolgt sind.
Schauen wir den Bonny-Beschluss an: Er ist eine Massnahme zugunsten der Randregionen, eine Massnahme gegen die Ar- beitslosigkeit und für Arbeitsplätze, und auch eine Mass- nahme, die den zukunftsgerichteten Strukturwandel ermögli- chen soll. Deshalb ist es unbedingt notwendig, dass wir heute diesen Beschluss verlängern.
Wir sind auch einverstanden mit dem Antrag Deiss, der ihn in seiner regionalen Anwendung korrigiert; künftig können auch Regionen von dieser Hilfe profitieren, die nicht unter Struktur- schwäche, sondern nur unter hoher Arbeitslosigkeit leiden.
Es gibt nun Leute, die sagen: Wir dürfen der Kommission nicht folgen, weil sonst die guten Vorschläge des Bundesra- tes gar nie das Tageslicht erblicken werden! Aber erstens sind die Vorschläge des Bundesrates finanziell noch viel zu mager, und zweitens droht uns die Gefahr, dass wir über- haupt nichts bekommen, wenn wir den Beschluss jetzt nicht verlängern, weil faktisch gesehen die ganze Vorlage in der Schublade liegt - und liegenbleibt
Unsere Überzeugung ist: Wir müssen heute verlängern, wir müssen den Druck auf das Departement erhöhen, und wir müssen vom Departement gleichzeitig verlangen, dass es jetzt mit Hochdruck an einer zukunftsgerichteten Vorlage, an einem zukunftsgerichteten Matthey-Beschluss arbeitet, der faktisch für die Zukunft jene Lehren berücksichtigt, welche uns die GPK nahelegt
Wer auf dem Boden der Verfassung steht, wer etwas für dieses Land machen will, muss hier der Kommission folgen und nicht Herrn Stucky, der aus Zuger Kirchturmwarte nichts machen will - was eigentlich aber verfassungswidrig ist.
Gros Jean-Michel (L, GE): Les rapporteurs ont rappelé les ef- fets positifs qu'a induits l'arrêté Bonny dans les régions dont l'économie était menacée. Je me contenterai donc de quel- ques remarques.
Pour des engagements financiers très modestes de la Confé- dération - on parle de 3 millions et demi de francs en moyenne par année -, 11 310 nouveaux emplois ont été créés en 15 ans. C'est loin d'être négligeable si l'on songe que pour le seul canton de Neuchâtel, particulièrement touché à l'époque par les restructurations dans le secteur horloger, ce ne sont pas moins de 4860 emplois qui ont vu le jour.
Le groupe libéral tire donc un bilan globalement positif de l'ar- rêté du 6 octobre 1978. Il relève ainsi la grande différence qu'il y a entre ce type d'intervention et d'autres, comme le bonus à l'investissement, qui font courir le risque de maintenir artificiel- lement des structures dépassées ou, pire, d'entraîner des ef- fets procycliques indésirables.
Au contraire donc du bonus à l'investissement, les interven- tions consenties dans le cadre de l'arrêté Bonny visent à aider des activités dont l'objectif est de diversifier une économie ré- gionale, de favoriser des techniques et des productions nou- velles. Elles permettent aussi d'attirer de nouvelles entreprises et, donc, une véritable création d'emplois. Dans ce but, force est de constater que l'outil qui a été mis en place s'est révélé d'une utilisation simple, ciblée et en définitive efficace.
La question qui se pose maintenant au groupe libéral est de savoir si les conditions qui prévalaient en 1978 sont encore réunies aujourd'hui. Une intervention de l'Etat central qui s'ajoute à plusieurs autres - pensons à la péréquation fiscale, à toutes les aides consenties aux régions de montagne - se
justifie-t-elle encore, alors même que les régions concernées ne sont souvent actuellement guère plus menacées économi- quement que d'autres? Il suffit d'observer le taux de chômage pour constater que celui-ci est fréquemment plus élevé dans les régions qui ne sont pas concernées par l'arrêté en vigueur. Les libéraux veulent particulièrement veiller à ce qu'une re- conduction même modifiée d'un tel arrêté ne constitue pas un oreiller de paresse qui retarde les indispensables mesures de revitalisation de notre économie.
Ces questions ont d'ailleurs été posées par la plupart des mi- lieux politiques et économiques lors de la procédure de consultation sur le nouvel projet présenté par le Conseil fédé- ral, et qui doit remplacer l'arrêté actuel. Eh bien, c'est précisé- ment l'ampleur de ces questions et le scepticisme manifesté par une grande partie des milieux consultés qui nous font dou- ter que le nouvel arrêté pourra entrer en vigueur le 1er janvier 1995. La procédure accélérée que nous propose le gouverne- ment, à savoir le traitement dans les deux Chambres lors de la session d'automne, nous paraît irréaliste. Elle ne nous semble d'ailleurs pas souhaitable non plus, la hâte dans un objet qui fait l'objet de tant de divergences d'opinions ne pouvant qu'être mauvaise conseillère.
C'est principalement cet argument qui pousse le groupe libé- ral, malgré quelques abstentions, à soutenir l'initiative parle- mentaire de la Commission de l'économie et des redevan- ces. Il n'est pas normal de créer un vide juridique qui risque de durer bien plus longtemps que prévu et de laisser les ré- gions actuellement bénéficiaires de l'aide fédérale dans l'in- certitude la plus totale. Les négociations en vue d'attirer une nouvelle entreprise dans une région sont de longue haleine et ne supportent pas de temps d'arrêt. Il est donc nécessaire que jusqu'à l'entrée en vigueur du nouvel arrêté, au sujet du- quel des discussions vives sont prévisibles, au sujet duquel aussi le groupe libéral réserve son attitude, l'ancien arrêté soit prorogé.
L'initiative parlementaire nous laisse un peu de répit pour prendre le temps d'examiner sérieusement le projet du Conseil fédéral. En acceptant celui qui nous est soumis au- jourd'hui, le groupe libéral ne veut pas se lier les mains pour l'avenir. Il veut simplement assurer une transition normale entre la législation actuellement en vigueur, ou plus précisé- ment qui était en vigueur jusqu'au 28 février 1994, et celle qui prévaudra demain.
Enfin, un mot en toute amitié à l'adresse de M. Stucky, aux ar- guments duquel un libéral ne peut évidemment pas être totale- ment insensible. Il est possible, Monsieur Stucky, que les can- tons du triangle d'or aient eu une politique économique, no- tamment fiscale, plus intelligente que d'autres. Reconnaissez au moins, Monsieur Stucky, que l'aide de la Confédération pour un aménagement moderne de Zurich-Kloten, pour un ré- seau de routes nationales performant, pour un réseau de che- mins de fer également performant, y a largement contribué. Vous voyez, Monsieur Stucky, dans d'autres domaines, par exemple en matière de drogue ou en matière d'asile, c'est bien une politique moins intelligente de ces mêmes cantons, qui exige maintenant une intervention de la Confédération pour fi- nancer la construction de nouvelles maisons de détention et qui nous a obligés, nous députés, à voter une loi aux limites de la violation des droits de l'homme. Alors, voyez-vous, l'esprit de solidarité ne va pas forcément toujours dans le même sens.
Hafner Rudolf (G, BE): Die grüne Fraktion kann sich der Vor- lage der Kommission grundsätzlich anschliessen, dies haupt- sächlich auf dem Hintergrund der Arbeitslosigkeit. Mit den bis- herigen Projekten der Regionenförderung wurden gemäss Bericht der Kommission zwischen 9000 und 11 000 Arbeits- plätze geschaffen. Dies geschah in wirtschaftlich unterent- wickelten Regionen, womit diese Arbeitsplätze im Sinne von Dezentralisierung und Regionenförderung grundsätzlich auch von staatspolitischer Bedeutung sind. Wenn die Schaf- fung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in wirtschaftlich schwa- chen Regionen schon früher erwünscht waren, dann ist das bei der heutigen Arbeitsmarktlage um so mehr der Fall.
Im Zusammenhang mit dem Investitionsbonus wurde von ver- schiedenen Seiten eindrücklich dargestellt, wie sinnvoll die In-
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Parlamentarische Initiative. Finanzierungsbeihilfen
vestitionen in Arbeitsplätze sind. Es ist im Prinzip billiger, Ar- beitsplätze zu schaffen und zu erhalten, als Arbeitslosenversi- cherung zu zahlen. In dem Sinne sind die Investitionen in wirt- schaftlich schwachen Regionen auch volkswirtschaftlich ge- sehen günstig. Aber auch finanzpolitisch ist die Vorlage sinn- voll, weil aus den erwähnten Gründen Arbeitsplätze geschaf- fen werden und zugleich bei der Arbeitslosenversicherung noch höhere Zahlungen vermieden werden können.
Mit Artikel 31quinquies Bundesverfassung hat der Bund ein- wandfrei auch eine verfassungsmässige Verpflichtung, Kon- junkturpolitik zu betreiben. In Absatz 1 steht: «Der Bund trifft Vorkehren für eine ausgeglichene konjunkturelle Entwicklung, insbesondere zur Verhütung und Bekämpfung von Arbeitslo- sigkeit und Teuerung.» Das ist eine einwandfreie Aussage.
Bei einer Besserung der Konjunkturlage könnte die Berechti- gung der Unterstützung wirtschaftlich bedrohter Regionen durchaus überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Deshalb ist auch eine befristete Laufzeit des Beschlusses zu begrüssen. Allerdings möchte unsere Fraktion nicht, dass ir- gendwelche Betriebe oder Produkte gefördert würden. Wir sind für eine dezentrale Förderung von eher kleinen und mitt- leren Betrieben, welche insbesondere auch die ökologischen Erfordernisse - Luftreinhaltung, Gewässerschutz usw. - lückenlos erfüllen.
Es liegt noch ein Antrag Ledergerber vor, den Beschluss dringlich zu erklären. Wir können uns dem anschliessen. Wir sehen in diesem Bereich durchaus die Dringlichkeit ein und finden, dass der Beschluss wirklich notwendig ist und rasch umgesetzt werden soll.
Wir stellen auch fest, dass es der Bundesrat in der Hand ge- habt hätte, früher eine Vorlage zu bringen. Der alte Beschluss war 15 Jahre lang in Kraft. Wir bedauern, dass der Bundesrat nicht rascher gehandelt hat. In dem Sinne sind wir der Auffas- sung, dass der Bericht des Bundesrates zur Problematik nicht befriedigen kann.
Die Minderheit Stucky votiert für Nichteintreten. Wenn er sich hier schon als Gralshüter des freien Wettbewerbs in Szene setzt, könnte er mit der gleichen Vehemenz auch für ein Kartell- verbot eintreten. Das würde sich eigentlich gut machen und wäre die logische Konsequenz seiner Haltung hier.
Langfristig gesehen sind wir der Auffassung, dass die Pro- bleme hauptsächlich mit einer guten Sicherung des Existenz- minimums besser gelöst werden könnten. Wir wissen aller- dings, dass kurzfristig politisch keine Mehrheit für so etwas zu finden ist. Insofern sehen wir die jetzige Vorlage der Kommis- sion als eine gute Zwischenlösung an.
Borradori Marco (D, TI): Due minacce pesano oggi come un macigno sulla solidarietà confederale: da una parte le gravi disparità economiche fra le regioni elvetiche, dall'altra la ritro- sia di Berna e di chi ha la fortuna di ritrovarsi in una posizione di forza a voler giocare sino in fondo la carta di un'articolata politica di riequilibrio economico e finanziario del Paese. Il fatto stesso che il decreto Bonny sia giunto al capolinea senza che il Consiglio federale avesse previsto di apportare per tempo dei validi strumenti sostitutivi, dimostra quanto l'Autorità federale sia impreparata di fronte alle nuove sfide economiche del Paese. L'impressione che se ne ricava è che lo sviluppo economico viene ancora pensato in termini nazio- nali anziché federali, dove per nazionale si intende la predo- minanza di uno o più centri, che sono poi sempre gli stessi. E' un peccato.
La solidarietà confederale, la coesione nazionale, ossia quei concetti che, se messi realmente in pratica, rappresentano uno strumento in grado di accomunare le regioni più fortunate alle altre, devono oggi costituire la risposta che consapevol- mente diamo alle disparità e alle diseguaglianze esistenti nel nostro Paese.
Sarebbe una grave sconfitta per il federalismo se le regioni co- siddette deboli si indebolissero sempre più a causa della co- stante erosione nel loro substrato economico, umano e cultu- rale. Peggio sarebbe se ciò avvenisse a causa dell'inerzia della Confederazione.
Sul piano interno stiamo vivendo una grave crisi non solo con- giunturale, ma anche strutturale, con il rischio di piombare in
un pericolosissimo circolo vizioso, da cui sarà estremamente difficile uscire.
Sul piano esterno la concorrenza è divenuta più marcata e la Svizzera non rappresenta più una piazza così ambita dagli in- vestitori.
Alla luce di questi preoccupanti elementi, il mio Cantone, come altri che hanno beneficiato del decreto Bonny, si attende oggi una risposta chiara. Sappiamo perfettamente che dov- remo lottare - la vicenda relativa alla Monteforno ce lo ha mo- strato in tutta la sua evidenza - e lasciare da parte ogni atteg- giamento di autocommiserazione. Siamo pronti. Per farlo, quindi per batterci al meglio, dobbiamo però disporre delle armi giuste, degli strumenti adatti per affrontare questa sfida economica, i cui obiettivi minimi devono essere la conserva- zione dei posti di lavoro e lo sviluppo di nuove attività.
Messo da parte quel deprecabile atteggiamento di sudditanza che per molto tempo si è portato appresso, il Canton Ticino sta evidenziando una capacità propositiva del tutto nuova; basti pensare alle ferme rivendicazioni legate all'Alptransit, un'o- pera che potrebbe disegnare il nostro sviluppo economico fu- turo, oppure alla decisione di realizzare un centro universita- rio, oppure ancora al modo lucido con cui le nostre autorità hanno gestito il disastro della Monteforno, denunciando l'arro- ganza della Von Roll. Questo è il punto. Per promuovere la loro economia e per ricostruire il loro tessuto economico, svariate regioni - e tra queste il Canton Ticino - hanno apportato tutto lo slancio e l'entusiasmo di cui erano capaci.
Abbiamo ora bisogno di un segnale positivo, di un sostegno da parte vostra per continuare a mettere sul tavolo questo slan- cio, questo entusiasmo, e per poter procedere con le nostre gambe. La proroga del decreto Bonny darebbe la spinta giu- sta. Il decreto è giunto a scadenza nel momento più sbagliato, proprio quando l'economia, e in particolare quella delle re- gioni periferiche più sfavorite, si trova in gravissime difficoltà. Per queste regioni, per motivi legati al federalismo e per fornire una risposta adeguata e chiara all'attuale, perdurante crisi economica, riteniamo indispensabile prorogare al più presto tale decreto e scongiurare di conseguenza il pericolo di un vuoto legislativo, anche se lo stesso dovesse protrarsi soltanto per pochi mesi. Sarebbe comunque estremamente contropro- ducente. Si tratta - non da ultimo - di un'operazione di ricuci- tura della coesione e dell'unità nazionale, un'operazione che deve essere portata avanti fino in fondo, con determinazione e senza titubanze.
Dreher Michael (A, ZH): «Wir wollen alle Tage sparen und brauchen alle Tage mehr!» Die FP-Fraktion ist einstimmig der Meinung, die von Herrn Stucky vertreten wurde. Wir unterstüt- zen darum auch seinen Minderheitsantrag, und ich kann mich auf einige Ergänzungen aus unserer Sicht beschränken.
Was mit der Reaktivierung dieses Bonny-Beschlusses ver- sucht wird, ist das Gegenteil von Deregulierung. Es sind neue Regulierungen, neue Wettbewerbsverzerrungen, neue Ein- griffe in die Wirtschaft - die man andernorts so sehr verurteilt -, mit der Begründung, man helfe damit wirtschaftlich bedrohten Regionen. Ordnungspolitisch, und darum geht es mir vor al- lem, ist das Vorgehen ausserordentlich fragwürdig und zu ver- urteilen. Es ändert auch nichts daran, dass solche Praktiken im Ausland üblich sind, denn das heisst ja nicht, dass wir diese mitmachen müssen.
Wie kann denn eine wirtschaftlich bedrohte oder auch eine nicht bedrohte Region Arbeitsplätze schaffen und Investoren anziehen? Das kann sie vor allem dann, wenn sie im raumpla- nerischen und umweltpolitischen Bereich entgegenkommt und bei Baubewilligungen ein schnelles, rasches Verfahren einführt, das im Vergleich mit anderen Standorten echt wettbe- werbsfähig ist.
Ich erinnere Sie daran, dass das Biotechnikum der Ciba nicht abgewandert ist, weil das Elsass bessere Bedingungen gebo- ten hätte, sondern weil man bei der Ciba von der Obstruktion und der politischen Dummheit der ortsansässigen Bevölke- rung bzw. deren Politiker genug hatte. Wir beklagen zwar die Arbeitslosigkeit, auf der anderen Seite aber haben wir immer noch eine ungebrochene Zuwanderung von Saisonniers. Deshalb frage ich mich doch, ob hier der Hebel nicht anders
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angesetzt werden müsste, wenn andererseits gesagt wird, mit der Zustimmung zu dieser Vorlage könnte man eine wirksame Massnahme gegen die Arbeitslosigkeit treffen.
Beim Lesen des uns abgegebenen Papiers müssen doch alle Alarmglocken klingeln, zumindest dort, wo die Klingelbereit- schaft da ist. Auf Seite 3 in der Mitte steht: «Dieser Beschluss spielt auch eine wichtige Rolle in bezug auf die Dezentralisie- rung des Wirtschaftsraumes. Wir haben es hier gewissermas- sen mit der Industrieparallele zur Landwirtschaftspolitik zu tun, die unter anderem im 7. Landwirtschaftsbericht auf dieses Ar- gument abgestützt wird.»
Wenn man mir in diesem Lande mit der Landwirtschaftspolitik als Argument kommt, um ordnungspolitische Abweichungen zu rechtfertigen, dann zäumen wir das Pferd wirklich am Schwanz auf. Darin erkenne ich eine völlig falsche Weichen- stellung in eine Richtung, wie wir sie in der noch immer kriegs- wirtschaftlich organisierten Landwirtschaft heute leider zur Ge- nüge ausbaden müssen.
Aus allen diesen Gründen glaube ich nicht, dass wir hier ord- nungspolitisch etwas Richtiges tun. Wir werfen über Bord, was wir in der Vergangenheit immer versucht haben: nämlich zu deregulieren. Es kann nicht unsere Sache sein, hier eine gut- gemeinte Weichenstellung - das will ich durchaus anerken- nen - zu vollziehen, damit der Zug dann noch weiter in die fal- sche Richtung fährt.
In diesem Sinne werden wir den Antrag der Minderheit Stucky unterstützen.
Jaeger Franz (U, SG): Es ist schon eine verrückte Sache, wenn ich diese Debatte verfolge und mir ausmale, wie das am Schluss herauskommt. Es ist klar: Hier wird Geld verteilt. Wer ist schon gerne dagegen? Man macht sich unbeliebt. Da kön- nen alle programmatischen Bekenntnisse, die man in der Ver- gangenheit formuliert hat - ordnungspolitische, finanzpoliti- sche, wirtschaftspolitische -, relativ rasch über den Haufen ge- worfen werden - dann nämlich, wenn es ganz konkret um das Lebendige geht, um das Verteilen von finanziellen Mitteln.
Herr Bodenmann hat gesagt, wir müssten den Strukturwandel fördern. Ich teile diese Auffassung. Er hat dann gleich hinzuge- fügt, wir müssten aber auch Gegensteuer geben. Bei den Fol- gen müssen wir uns bewusst sein, dass es auch einen gewis- sen Ausgleich braucht. Ich möchte davor warnen, auf der ei- nen Seite den Strukturwandel fördern zu wollen und auf der anderen Seite mit diesen Bremsen das, was wir ursprünglich wollten, gleich wieder durch eine sogenannte Politik des Aus- gleichs zu neutralisieren.
Die politische Akzeptanz für den Beschluss ist gegeben. Herr Stucky hat darauf hingewiesen. Wir müssen uns aber wirklich fragen, wenn wir jetzt im Detail betrachten, was in diesem Bun- desbeschluss noch drin ist, ob er heute nicht wirklich überholt ist
Er ist in ordnungspolitischer Hinsicht überholt. Ich sage das mit Bezug auf ein Instrument, das ordnungspolitisch klar ver- worfen werden muss: Das sind die Zinskostenbeiträge. Mit de- nen müssen wir nun wirklich «abfahren».
Wir müssen uns bewusst sein, dass die Evaluationskriterien überholt sind. Wir wollten damals - das hatte sicher eine ge- wisse Berechtigung - Monostrukturen bekämpfen. Man hat diesbezüglich mit Schwellenwerten operiert. Wenn eine Re- gion vornehmlich auf einen Wirtschaftszweig ausgerichtet ist, muss sie, wenn sie notleidend ist, speziell gefördert werden. Nach den neuen Betriebszählungen gibt es keine einzige Re- gion mehr, die nach diesem Kriterium noch förderungswürdig wäre. Also ist der Beschluss auch in diesem Punkt überholt.
Wir haben Regionen mit einer sehr hohen Arbeitslosigkeit, bis zu 8 Prozent Solche Regionen werden aber mit diesem Beschluss, wie wir ihn heute haben, nicht erfasst.
Sie müssen daran denken: Wenn 10 000 Arbeitsplätze ge- schaffen worden sind, wenn der Beschluss also in Einzelfällen sicher Erfolg gehabt haben mag, so ist noch nicht gesagt, dass damit auch die volkswirtschaftliche Effizienz sicherge- stellt worden ist, denn bedrohte Regionen - ich sage das jetzt bewusst aus einer rein ökonomischen Sicht - haben eben schlechte Standortqualitäten. Wenn Sie solchen Entwicklun- gen den Lauf lassen, heisst das nichts anderes, als dass auch
der regionale Stukturwandel zugelassen wird. Wenn man das nicht will, kann man es nicht volkswirtschaftlich, auch nicht wirtschaftspolitisch begründen, sondern staatspolitisch, sozi- alpolitisch. Da bin ich durchaus dafür zu haben. Aber ökono- mische Begründungen gibt es eigentlich dafür nicht. Wenn wir nun trotzdem eine regionale Strukturpolitik machen wollen, müssen wir dafür sorgen, dass sie ordnungspolitisch verträg- lich, gleichzeitig aber auch volkswirtschaftlich effizient ist, und das beginnt schon bei der Evaluation.
Ich bin deshalb der Auffassung, dass sich der Bundesrat, wenn er einen neuen Beschluss ins Auge fasst, auf ganz be- stimmte Bereiche - nämlich vor allem auf den Bereich der Be- ratung, der Vermittlung und der Information - beschränken muss. Es geht darum, die ganze Standortinformation zu koor- dinieren und insbesondere für den Standort Schweiz im Aus- land insgesamt gute Public Relations zu machen. Es geht darum, einzelnen Regionen tatsächlich Hilfe zu leisten, indem man ihnen die Möglichkeit gibt, sich auf den sich globalisie- renden Märkten zu behaupten; d. h., ihnen müssen vor allem Informationen und Beratung zukommen, sie müssen den Zu- gang zu europäischen Märkten haben. Da kann die Aussen- handelspolitik auch regionalpolitisch sehr viel unternehmen. Aber weg von Zinskostenbeiträgen, weg auch von allzu wett- bewerbsverzerrenden Steuererleichterungen, die nur ganz speziellen Unternehmungen zugewiesen werden. Wenn Sie schon etwas fördern wollen, so sind dies Neuansiedlungen. Da habe ich nichts dagegen, aber das muss gezielt gemacht werden.
Auch die Kantone selber sind gefordert. Wenn Sie ein solches Konzept haben, Herr Bundesrat, kann ich Ihnen zustimmen. Aber denken Sie daran, es werden hier sehr viele Begehrlich- keiten an Sie gerichtet werden. Ihr Fahrplan ist sehr optimi- stisch: bis Ende dieses Jahres. Wenn Sie es in einem Jahr fer- tigbringen, die Revision durchzubringen, haben Sie Glück ge- habt, dann können wir Ihnen gratulieren.
Ich beantrage Ihnen aus all diesen Überlegungen, aufgrund der neuen Ausgangslage gemäss bundesrätlichem Bericht der Fortführung des Bonny-Beschlusses im Sinne der Kom- mission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) nicht zuzustim- men. Ich mache Ihnen beliebt, dem Antrag Ledergerber zuzu- stimmen, der das Vakuum einfach für ein Jahr ausfüllen möchte, bis der bundesrätliche Beschluss realisiert werden kann, der aber auf jeden Fall finanzpolitisch verträglich, auch ordnungspolitisch akzeptabel sein muss. Nur dann hat er Chancen, volkswirtschaftlich effizient zu sein. Etwas anderem kann ich als Ökonom nicht zustimmen.
Bonny Jean-Pierre (R, BE): Es ist viel von Fakten die Rede. Es wurde von Marktwirtschaft gesprochen, von ordnungspoliti- schen Überlegungen. Ich darf sagen, dass ich mich auch zu den Prinzipien der Marktwirtschaft und der Ordnungspolitik bekenne. Es gibt jedoch in diesem Land noch andere Fakten. Wir sind ja alle überzeugte Föderalisten. Föderalismus ist nur dann überhaupt lebbar und existentiell vorhanden, wenn sämtliche Regionen, die starken und die schwachen, vor allem auch die schwachen, lebensfähig sind. Hier liegt das Problem. Wir haben einen Staat, der 70 Prozent der Fläche im Bergge- biet hat, mit äusseren Bedingungen, die ausserordentlich er- schwerend sind. Hier gilt es, eine Lösung zu finden. Das gilt auch für die marginalen Regionen. Der Sinn dieses Be- schlusses ist es, eine gewisse Ausgewogenheit anzustreben. Wir machen uns keine Illusionen: Die grössten Unterschiede und Divergenzen in der Entwicklung der verschiedenen Re- gionen können wir höchstens etwas abschwächen.
Ich war ausnahmsweise einmal mit Herrn Bodenmann einver- standen, als er gesagt hat: Wir sind an der Schwelle eines Auf- schwungs. Dieser Aufschwung, wenn er kommt, wird die Auf- schwungs- und Beschäftigungstendenzen in den starken Re- gionen verstärken, und Sie werden sehen, dass gerade in den marginalen Regionen der Aufschwung nicht im gleichen Um- fang stattfinden wird. Das ist eigentlich das Grundproblem, vor dem wir stehen.
Wir sollten mit grossen Sprüchen etwas vorsichtig sein. Ich möchte an die Adresse meines lieben Parteifreundes Stucky folgendes sagen: Ich finde es etwas störend, dass der ehema-
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lige, sehr erfolgreiche Finanzdirektor eines der finanziell stärk- sten, wenn nicht des reichsten Kantons in der Schweiz die Frage der Steuererleichterung derart in den Vordergrund schiebt. Wollen wir doch ehrlich sein: Gerade in jenen Kreisen, die Herr Stucky und ich vertreten, ist man beispielsweise nicht so scharf auf die Harmonisierungsbestrebungen im Fiskalge- biet. Hier muss man schon aufpassen: Wenn man im Glas- haus sitzt, sollte man nicht mit Steinen um sich werfen.
Ein zweiter Punkt sind die Zinskostenbeiträge. Dazu möchte ich Herrn Jaeger folgendes sagen: Als man damals den ur- sprünglichen Beschluss konzipierte, kamen die Zinskosten- beiträge auf Anregung der industriellen Kreise und Banken hinein, mit der Überlegung, dass das Obligatorium der Partizi- pation der Banken, mit einem Viertel dieser Zinskostenbei- träge, eine gewisse gewollt steuernde Tendenz hat. Damit scheiterten richtigerweise schlechte Dossiers daran, dass die Banken sagten: Diese Risiken wollen wir nicht übernehmen, das ist kein gesundes Dossier. Das kam gerade aus marktwirt- schaftlichen Überlegungen in diesen Beschluss hinein.
Man kann sich fragen: Wie sind jetzt die Voraussetzungen? Klappt es damit? Ich möchte klar sagen: Dieser Beschluss ist renovationsbedürftig. Er ist vor allem dort renovationsbedürf- tig, wo er allzu stark - das war der ursprünglich richtige Ge- danke - auf die Überwindung der Monostrukturen in den ein- zelnen Regionen abzielt. Jetzt haben wir die erfreuliche Tatsa- che, dass die Monostrukturen in diesen Regionen durch das Wirken dieses Beschlusses stark abgebaut wurden. Hier ist eine Korrektur fällig; das sehe ich ganz klar.
Es gibt vielleicht andere Punkte, wo man sich überlegen muss, was man machen kann. Als Praktiker bin ich der Meinung: «The proof of the pudding is the eating.» Die Güte, die Qualität des Puddings kommt nicht aus beim Kochrezept, Herr Profes- sor Jaeger, sondern beim Essen, d. h. beim Vollzug.
Wenn wir vor allem mit diesen Zinskostenbeiträgen, welche das wesentlichste, das griffigste Instrument waren, mit 45 Mil- lionen Franken über 15 Jahre ein Investitionsvolumen von bei- nahe 2,5 Milliarden Franken auslösen konnten, dann kann das Instrument so schlecht nicht sein. Das ist ein konkretes Resultat und nicht Theorie!
Ordnungspolitisch eine andere, etwas selbstkritische Bemer- kung: Wir, auch ich, sind für eine effiziente Exportrisikogaran- tie (ERG). Aber wenn wir ganz ehrlich sein wollen - wenn man das analysiert -, dann müssen wir auch sagen: Man kann nicht zwei Massstäbe anlegen punkto Ordnungspolitik und Marktwirtschaft, einen für diese regionalpolitischen Massnah- men und einen etwas anderen, etwas grosszügigeren bei der ERG. Ich meine, es gibt eine gewisse Kohäsion, eine Konsi- stenz in unserer Politik, die zu beachten ist.
Wir müssen überlegen - in diesem Sinne unterstütze ich den Antrag Deiss zu Artikel 2 -, dass wir dort nicht allzu feste Struk- turen haben, dass eine gewisse Flexibilität hineinkommt Das Ausklammern der Kumulativbedingung mit dem Wort «und» und deren Ersetzen durch «oder» finde ich positiv.
Im übrigen können Sie durchaus gewisse Anpassungen auf Vollzugsebene vornehmen. Wir haben uns seinerzeit gehütet, Zahlen zur Festlegung der betroffenen Regionen in den Be- schluss hineinzunehmen. Daher ist eine Anpassung auf Voll- zugsebene durchaus möglich. Eine Anpassung braucht es z. B., um Auswirkungen der Restrukturierung des EMD im Be- reich der Regiebetriebe zu berücksichtigen. Ich denke an Ge- genden wie Thun, ich denke an den Kanton Uri, aber auch an gewisse Gebiete im Kanton Tessin. Bei diesen Regiebetrieben ist aber insofern ein Wandel eingetreten, als diese heute nicht nur öffentliche Betriebe sind, sondern erfreulicherweise immer mehr private Initiativen ergreifen und mit Minderheitsbeteili- gungen in der Privatwirtschaft partizipieren. Auch dieses Pro- blem ist aufgrund des vorliegenden Bundesbeschlusses, der bloss von «Wirtschaft» spricht, durchaus lösbar.
Zum Schluss eine grundsätzliche Überlegung: Der Bundes- rat hat in der Legislaturplanung 1991-1995 gesagt, er wolle noch in dieser Legislatur ein angepasstes Konzept für die Regionalpolitik schaffen. Es wäre daher angezeigt, dass wir für den Bundesbeschluss eine Übergangslösung suchen, da das Konzept noch nicht vorliegt. Das wird dann erfordern - daran sehen Sie, dass ich nicht für eine Fortsetzung dieses
Beschlusses ad aeternum, auf ewige Zeiten, bin -, dass wir auf dieses angepasste Konzept dann alle Instrumente, nicht nur diesen Beschluss, sondern auch das IHG, das auch an- passungsbedürftig ist, oder den Hotel- und Kurortkredit ab- stützen.
Es ist keine ideale Lösung, die uns die WAK beantragt; aber ich glaube, es ist ein gangbarer Weg.
Hildbrand Franz-Joseph (C, VS): Der Kanton Wallis und an- dere förderungsbedürftige Regionen fielen bis anhin nicht in den Geltungsbereich dieses Bundesbeschlusses. Somit konnten diese Regionen in keiner Art und Weise von diesem Gesetz profitieren. Einer Verlängerung ohne Anpassung des Geltungsbereiches können wir deshalb aus regionalpoliti- scher Sicht nicht zustimmen. Zudem ist aus sachlicher Sicht eine Anpassung gemäss neuem Vorschlag des Bundesrates vorzuziehen. Genau dies wird durch die vorliegende parla- mentarische Initiative, so paradox dies klingt, ernsthaft in Frage gestellt.
Die Initiative sieht eine Verlängerung des abgelaufenen Bundesbeschlusses um drei Jahre vor, um eine Denkpause für die Überarbeitung zu gewinnen. In Wirklichkeit wird kaum damit zu rechnen sein, dass in drei Jahren auf eine Nachfolge- regelung überhaupt eingetreten wird. Die möglichen Änderun- gen sind nach dem Vernehmlassungsverfahren eingebracht worden, und die Vorlage stösst nach wie vor auf grundsätzli- chen Widerstand gewisser Kreise.
Die Grundlagen des Bundesbeschlusses vom 6. Oktober 1978 sind nicht mehr zeitgemäss. Der Monostrukturansatz als Hauptvoraussetzung für die Unterstellung einer Region unter den Beschluss ist überholt und würde zu einer Karte des Gel- tungsbereichs führen, die wenig mit der aktuellen Problem- lage zu tun hätte.
Der Bundesrat hat daher beantragt, dieser parlamentari- schen Initiative nicht zu folgen, da sie nur einen kleinen Zeitge- winn bringt und zudem noch die Referendumsfrist abgewartet werden muss. Vielmehr empfiehlt der Bundesrat, die neue Vor- lage zügig im Sonderverfahren zu behandeln.
Die Vorteile der Vorschläge des Bundesrates sind:
Das wichtigste Instrument des Bundesbeschlusses vom 6. Oktober 1978, die gemeinsame Gewährung von Bürgschaf- ten durch Bund und Kantone, würde fortgeführt.
Als wesentliche Neuerung kommen mit dem zweiten Bun- desbeschluss die Koordination und der Ausbau der Standort- werbung für die Schweiz im Ausland dazu. Dies ist eine natio- nale Aufgabe, die von den Kantonen allein nur bedingt zweck- mässig wahrgenommen werden kann, wenn dies systema- tisch erfolgen sollte.
Wir haben es bei dieser parlamentarischen Initiative nur mit ei- ner Zementierung des Besitzstandes für den Kanton Neuen- burg zu tun. Es wird festgeschrieben, dass sich kaum andere Kantone auf entfernteren Märkten entfalten könnten. Wenn mit der Ablehnung der Initiative die Beratung der Vorlage des Bun- desrates im Herbst erfolgt, wird die Lücke des fehlenden Bun- desbeschlusses um ein Semester verlängert. Diese kurze Zeit- spanne steht in keinem Verhältnis zu den grossen materiellen Vorteilen, welche die Fassung des Bundesrates gerade für die anderen Regionen bringt.
Ich bitte Sie daher, die parlamentarische Initiative abzulehnen und, sofern eingetreten wird, den Antrag Deiss in Artikel 2 Ab- satz 2 zu unterstützen.
Mamie Philippe (R, VD): Le bilan de l'arrêté Bonny est, selon les rapporteurs ainsi qu'au vu des résultats obtenus dans les régions, extrêmement encourageant. Même avec ses imper- fections - localisation restrictive des aides - il a permis de don- ner une assise à la politique régionale. Dès lors, pourquoi ne pas revoir et étendre son champ d'application en allant dans le sens de la proposition Deiss?
L'effort pour la promotion économique régionale est un effort de longue haleine. Aussi, c'est alors que la vitesse de croisière est atteinte que l'on coupe l'arrivée du carburant, c'est regret- table. D'ailleurs, les moyens financiers mis en oeuvre sont mo- destes en regard du coût du chômage, par exemple. Les résul- tats concrets enregistrés demandent de pouvoir disposer de
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moyens un tant soit peu comparables - et ils ne le seront ja- mais - à ceux dont sont dotées les régions frontalières voisi- nes. La Franche-comté, par exemple, touche 250 millions de francs suisses de l'Union européenne, et je ne compte pas les participations de l'Etat français.
Vivant de l'intérieur, donc de très près, la réalité économique des régions concernées, je suis d'avis qu'il importe de pren- dre des mesures concrètes permettant, si ce n'est de surmon- ter, tout au moins de faire face à l'incertitude dans laquelle nous nous trouvons. Oui, il est juste de penser global, mais en agissant local, on contribue à redonner sécurité et confiance aux régions et à leurs populations, et on évite surtout de creu- ser le fossé des disparités régionales.
Il est vrai que si le projet du Conseil fédéral vise au renforce- ment de la place économique suisse, on ne peut pas préten- dre que l'arrêté Bonny ait favorisé la conservation de structu- res et d'activités surannées. Le maintien de mesures d'appui aux entreprises reste essentiel. Nos services de promotion concernés sont persuadés que, sans de tels instruments, il sera difficile de faire face à une concurrence toujours plus vive. La gravité de la situation économique des régions périphéri- ques et les perspectives d'avenir particulièrement incertaines nous imposent de ne négliger aucun des moyens conçus et aptes à renforcer les structures économiques régionales. Aussi, je vous demande de donner suite à l'initiative parlemen- taire de la CER-CN et de proroger ainsi la validité de l'arrêté Bonny. Il nous donnera l'occasion et le délai de réflexion né- cessaire à l'examen attentif du projet du Conseil fédéral.
Carobbio Werner (S, TI): Sono favorevole alla proposta della commissione di prorogare il decreto in favore delle regioni economicamente minacciate. I relatori, e parecchi colleghi in- tervenuti prima di me, hanno già esposto una serie di ragioni politiche, economiche d'opportunità che domandano di riatti- vare subito uno strumento di politica regionale che ha fatto le sue buone prove; non mi ripeter.
Semplicemente voglio dire che se non mi sorprendono le po- sizioni del collega Stucky, che propone la non-entrata in mate- ria, trovo, on. Consigliere federale, poco comprensibile l'atteg- giamento del Governo. Mi riferisco qui soprattutto alla sua presa di posizione sull'iniziativa della commissione. Il Go- verno, pur essendo d'accordo sulla necessità di una politica d'aiuto alle regioni minacciate, si oppone alla proposta della commissione, perché ritiene più opportuna una nuova norma- tiva più elaborata. Una posizione che arrischia di essere inter- pretata dall'opinione pubblica quasi come una questione di prestigio fra Governo e commissione. Non credo che questa sia l'intenzione del Consiglio federale. In realtà, le due propo- ste non sono per niente alternative, ma si completano. Il rin- novo del decreto - come è già stato detto - permette di evitare vuoti legali e d'intervenire subito laddove ce n'è bisogno e di affrontare con calma il riesame di quegli aspetti che, secondo il parere di tutti, debbono essere modificati. Che un vuoto giuri- dico non sia opportuno è dimostrato dalla situazione reale di quelle regioni, come il mio Cantone, che si trovano confrontate con grosse difficoltà economiche.
Per le Tre Valli del Canton Ticino, dove la minaccia della pros- sima chiusura della Monteforno colpirà intere famiglie, sa- rebbe incomprensibile una latitanza di questo tipo da parte della Confederazione.
Concretamente mi domando quale sarebbe la credibilità della Confederazione se per esempio domani si delineasse - e non è da escludere - una possibilità di soluzione per la Monte- forno, implicante anche un intervento della Confederazione ad esempio sotto forma di contributi ai costi d'interesse per crediti d'investimento, accordati alle banche. Tali contributi sono pre- visti all'articolo 4 lettera b del decreto Bonny. Se e si dovesse rispondere a tale richiesta che questo non è possibile perché mancano gli strumenti legali, una tale risposta sarebbe assolu- tamente incomprensibile ed inaccettabile.
Ecco un esempio concreto che prova come sia importante e urgente prorogare il decreto in discussione.
Restano ovviamente ancora altri argomenti! Quelli, ad esem- pio, dell'importanza della politica regionale; una politica regio- nale- non è la prima volta che lo dico - che non sempre è stata
efficace e incisiva come si sarebbe voluto. Un rapporto della Commissione della gestione lo conferma. Invece di proporre misure per rafforzare la politica regionale si vorrebbe addirit- tura correre il rischio di privarci di uno strumento - certo imper- fetto - che però ha dato buoni risultati. Non mi sembra molto logico.
Vi invito perciò a sostenere la proposta della commissione e di riattivare il decreto sull'aiuto alle regioni minacciate.
Scherrer Werner (-, BE): Ich habe mit Interesse den diversen Beiträgen der Wirtschaftsprofessoren zugehört, die bei gelich- teten Reihen ihre verschiedenen Argumente vortrugen. Es ist interessant festzustellen, dass man in diesem Punkt sehr un- terschiedlicher Meinung ist.
Persönlich möchte ich meinem Bedauern Ausdruck geben, dass der Bundesrat nicht rechtzeitig seine Botschaft vorberei- tet hat Es war ja vorauszusehen, dass dieser Beschluss aus- läuft, und wir sind schon seit einigen Jahren in einer schwieri- gen wirtschaftlichen Situation. Ich möchte den Bundesrat sehr bitten, dass er sein Sonderverfahren - auch wenn dieser Be- schluss heute fortgesetzt wird - trotzdem rasch durchzieht und uns eine Vorlage bringt, die den Kritiken, die heute vorge- bracht worden sind, Rechnung trägt. Ich glaube, wir dürfen da durchaus zweigleisig fahren.
Ich bin persönlich für die Fortführung des Bundesbeschlusses zugunsten der wirtschaftlich bedrohten Regionen. Ich unter- stütze den Antrag auf Dringlichkeit von Herrn Ledergerber, aber auch die Ergänzung von Kollege Deiss, die ich sehr ver- nünftig finde.
Man gestatte mir, dass ich als Vertreter der Wirtschaftsregion Thun hier einige Bemerkungen anbringe. Wir sind ja von der Wirtschaftskrise sehr betroffen, und zwar aus verschiedenen Gründen: einmal durch einen Bankenskandal, durch die wirt- schaftliche Rezession in der Maschinenindustrie (Kennwort Selve), aber ganz besonders durch die Verkleinerung der Ar- mee. Weil die Rüstungsbetriebe davon sehr stark betroffen sind, haben wir im Raum Thun Hunderte von Arbeitslosen. Es ist nicht so einfach, hier Abhilfe zu schaffen.
In bezug auf die Monostruktur gilt natürlich im Grossraum Thun das Militär. Und da wurden ja x Vorschläge gemacht, wie man die Situation verbessern könnte, aber ich stelle immer wieder fest: Es ist oft eine akademische Diskussion, die nicht viel bringt. Hier sind praktische Schritte gefragt, und die sind nicht so einfach. Aber im Raum Thun kann ich doch immerhin feststellen, dass die Stadtbehörden, der Handels- und Indu- strieverein und der Gewerbeverein alle am gleichen Strick zie- hen; das ist heute nötig.
Aber es geht nicht nur darum, wie Herr Professor Jaeger sagt, dass man vielleicht die PR, vor allem im Ausland, entspre- chend verstärken sollte, sondern es geht eben auch um das liebe Geld, gleichgültig ob ein bestehender Betrieb seine Strukturen umbauen muss oder neue Betriebe angesiedelt werden müssen - und da unterstütze ich den Vorschlag von Kollege Hafner Rudolf. Wir haben gerade im Raum Thun ge- lernt, nicht eine Grossindustrie noch weiter zu verstärken, son- dern neue, lebensfähige Betriebe auf den Platz zu bringen. Und die müssen nun einmal finanziell unterstützt werden. Die- sen Betrieben nützen Vorschläge, die nichts bringen, nichts - sie brauchen Geld. Und da muss nun einfach der Bund helfen. Wenn Artikel 2 dieses Beschlusses nach dem Antrag Deiss ab- geändert wird, wird auch die Wirtschaftsregion Thun davon profitieren; dann bin ich auch dafür, dass man ihn für diese drei Jahre noch einmal verlängert und dass dann der Bundes- rat dafür sorgt, dass er schnell etwas Vernünftiges auf den Tisch bringt
Schweingruber Alain (R, JU): Il est dans notre pays des ré- gions qui, par leur structure et par leur position géographique, sont dites défavorisées. Ces régions, il faut en être bien cons- cient, ne pourront jamais sur le plan de l'économie rivaliser d'égales à égales avec certaines autres naturellement mieux situées. Or, si le système fédéraliste suisse implique notam- ment que chaque canton soit souverain chez lui, il impose aussi à tous ses cantons un devoir de solidarité mutuelle. C'est d'ailleurs sur ce principe - là que repose le fondement de no-
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tre Confédération, et face à ce principe crucial, le dogme de la libre concurrence doit à notre avis céder le pas.
C'est en raison de ce principe que le 6 octobre 1978 ce Parle- ment a adopté l'arrêté Bonny. Comme cela a déjà été rappelé, l'efficience de cet arrêté n'est plus à démontrer, lui qui a per- mis de générer plus de 10 000 nouveaux emplois et d'en pré- server bien plus durant 15 ans. Bien sûr, le contenu de cet ar- rêté mériterait-il un toilettage pour tenir compte notamment de l'évolution survenue ces dernières années dans l'économie suisse. C'est dès lors de manière attentive que nous examine- rons le projet que nous soumettra le Conseil fédéral à cet effet. Toutefois et d'ici là, il est impératif que des mesures provisoi- res et transitoires soient prises. Il est des régions dont l'écono- mie ne peut tout simplement pas se permettre d'attendre en- core une année ou plus la venue de nouvelles dispositions. Ce qui a dès lors pu être considéré comme valable, comme effi- cace, comme performant jusqu'au 28 février 1994 peut donc évidemment le rester encore durant quelques mois.
Je vous demande dès lors instamment de voter la reconduc- tion de l'arrêté Bonny dans le sens du projet présenté par la Commission de l'économie et des redevances.
Lepori Bonetti Mimi (C, TI): 533 progetti, 11 000 posti di la- voro, 2,3 miliardi di franchi d'investimento. Ecco in cifre gli aspetti benefici del decreto Bonny; e questo è solo il risultato quantitativo. Non è possibile dimenticare anche in questa di- scussione l'aspetto qualitativo di questo intervento. Posti di la- voro in più vogliono dire qualità di vita, vogliono dire incidenza positiva in un contesto societario, vogliono dire sinergia, vo- gliono dire permettere a una regione di vivere. Tutto questo è stato messo in atto verso la fine degli anni ottanta, in un mo- mento in cui la nostra economia si trovava in una fase di cre- scita. E' quindi difficile capire l'errore di valutazione politica commesso dal Consiglio federale, proprio in questo momento in cui la vita economica del Paese ha iniziato a manifestare dif- ficoltà
Il decreto Bonny, proprio grazie alla sua attuazione, quindi alla sua applicazione nel concreto, prima di essere abbandonato definitivamente, doveva essere sostituito con un nuovo de- creto, capace di cogliere i nuovi bisogni e le sfide della situa- zione economica di oggi.
Per questo errore di valutazione sarebbe ingiusto, profonda- mente ingiusto penalizzare regioni che, oggi più di ieri, sono economicamente minacciate. Siamo tutti d'accordo nell'affer- mare che il decreto Bonny non è il solo strumento di politica regionale: l'aiuto alle regioni di montagna, la politica agricola, l'aiuto agli investimenti, la perequazione finanziaria sono tutti strumenti che fanno parte di un insieme di misure che la Con- federazione adotta per creare l'equilibrio nelle diverse regioni. Ed è in questo mosaico che il decreto Bonny fino ad oggi ha trovato un suo posto. E' stato definito un tassello importante, e quindi proprio per le difficoltà nelle quali molte regioni si tro- vano ad essere, è importante che lo stesso possa continuare ad operare, affinché la Confederazione ne prepari uno nuovo, aggiornato in base alle esperienze, magari ancora più incisivo con estensione alle diverse regioni e l'abbandono della mono- struttura.
Non si tratta assolutamente di mantenere in vita piccole o grandi industrie destinate alla morte. Si tratta di favorire l'in- novazione e la diversificazione. Si tratta - tutto sommato - di capire che proprio in un momento come quello che sta tra- versando la nostra economia è importante che la Confedera- zione si ponga in servizio, aiutando, incoraggiando, soste- nendo piccoli e grandi imprenditori che desiderano rischiare nell'economia.
Il decreto Bonny è uno strumento di politica attiva, e misure come queste permettono di evitare l'aumento di persone di- soccupate che in ogni caso dovrebbero essere aiutate, soste- nute da un'altra legge, la legge sull'assicurazione contro la di- soccupazione.
Per concludere, ritengo che il sostegno alla politica regio- nale, il sostegno alla riconversione industriale siano impor- tanti per poter ricostruire un tessuto industriale diversificato, capace di mantenere nella regione una popolazione attiva e qualificata.
Marti Werner (S, GL): Ich lege meine einzige Interessenbin- dung offen: Ich bin Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Gla- rus, und der Kanton Glarus fällt teilweise unter den Bundesbe- schluss. Aus dieser Sicht möchte ich Ihnen einige Argumente aus der Praxis aufzeigen, die für die Initiative der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) sprechen.
Wir haben mit diesem Beschluss positive Erfahrungen ge- macht. Nicht jeder Fall war eine Erfolgsstory, das kann man nicht sagen, aber dank dem Beschluss ist es uns gelungen, im Glarner Hinterland, welches in räumlicher Hinsicht unter die- sen Beschluss fällt, Arbeitsplätze zu schaffen oder zu erhalten. Wenn uns das gelungen ist, Herr Stucky, haben uns ord- nungspolitische Überlegungen nicht so sehr berührt Mit ord- nungspolitischen Überlegungen und Einwendungen schaffen Sie keinen einzigen Arbeitsplatz.
Probleme mit den Steuererleichterungen hatten wir auch nicht. Wir hatten vielmehr Probleme mit der Tatsache, dass der Kanton St. Gallen als angrenzender Kanton die tieferen Steuern hat als wir - nicht zu sprechen vom Kanton Zug, der die noch viel tieferen Steuern hat als wir in unserem Kanton! Da haben wir Disparitäten, da haben wir regionale Disparitä- ten, die es auszugleichen gilt.
Wir haben jetzt in der Praxis deshalb Probleme, weil der Bun- desbeschluss ausgelaufen ist, weil wir in eine eigentliche Lücke gefallen sind. Mit der parlamentarischen Initiative der WAK geht es darum, Kontinuität zu wahren, diese Lücke zu schliessen und um nichts anderes. Es geht auch nicht darum, einzelne Regionen gegen andere auszuspielen oder Verhältnisse zu schaffen, die später nicht mehr verändert wer- den können.
Ich denke dabei an das Schreiben des Amtes für Wirtschaft und Tourismus des Kantons Graubünden an die bündneri- schen Parlamentarier, wo ausgeführt wurde, man müsse jetzt diese Initiative ablehnen, weil sonst das Vorhaben des Bun- desrates verhindert würde. Dem ist nicht so! Auch wir sind der Auffassung, dass der Beschluss zu revidieren ist, dass die De- finition der Regionen zu revidieren ist und dass dann der Kan- ton Graubünden seine Anliegen ebenfalls vorbringen kann. Aber es geht nicht an, dass wir in dieser Zeit, in der wir stehen, keine Instrumente zur Verfügung haben. Dies ist in der Phase des kommenden Aufschwungs, von dem alle sprechen, be- sonders wichtig. Was nützt uns ein Aufschwung, der nicht be- schäftigungswirksam wird, wie immer wieder prophezeit wird? Wir müssen dies verhindern, indem wir mit staatlichen Mass- nahmen die Schaffung von Arbeitsplätzen fördern.
In diesem Sinne ersuche ich Sie, der parlamentarischen Initia- tive der WAK zuzustimmen; insbesondere ersuche ich Sie, dem Antrag meines Parteikollegen François Borel nicht zuzu- stimmen. Stimmt man diesem Antrag zu, besteht die Gefahr, dass die Revision verhindert respektive verzögert wird. Das wollen wir nicht.
Wir wollen diesen Bundesbeschluss fortsetzen, um so schnell wie möglich mit dem revidierten Bundesbeschluss weiterar- beiten zu können. Wir hoffen, mit diesem revidierten Bundes- beschluss die gleichen positiven Erfahrungen zu machen, wie wir sie mit dem alten gemacht haben. Allenfalls sind einige Ver- besserungen denkbar, wobei ich Sie daran erinnere, dass die Frage der Zinskostenbeiträge nochmals geprüft werden sollte.
Maspoli Flavio (D, TI): «Ein einzig Volk von Brüdern»: Wie klingt dieser Satz heute abgedroschen, ausgehöhlt und schlicht und einfach falsch! Denn «ein einzig Volk von Brü- dern» bedeutet, gerade in der Vorlage, die wir hier behandeln, dass der grosse Bruder regelmässig den kleinen übergeht und unterdrückt.
Meine Fraktionskollegen werden mir verzeihen: Ich spreche vor allem für meinen Kanton. Was meinen Kanton betrifft, geht es zum Glück nicht mehr um eine Unterdrückung des Leibes und der Seele, sondern um eine solche wirtschaftlicher Natur. Doch was gibt es Schlimmeres auf der Welt als die finanzielle Abhängigkeit? Sie erniedrigt den Menschen oft mehr als die kulturelle Nötigung, als die Knechtschaft im weitesten Sinne. Frei sein, gleichberechtigt sein, den Miteidgenossen als Bru- der betrachten zu können, diese edlen Gedanken sind nur
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möglich, wenn keine Form der Abhängigkeit aufrechterhalten wird. Darum vertrete ich die Meinung, Bern solle seine Hilfe so einrichten, dass jedem Kanton die Möglichkeit geboten wird, die eigenen Vorzüge im wichtigen Bereich Wirtschaft auf- und ausbauen zu können. Diese Hilfe, Herr Bundesrat, gebührt mindestens dem Kanton Tessin - jetzt sofort und ohne lange Diskussionen. Adesso, subito e senza discussioni troppo lunghe, Signor Consigliere federale.
Denn der Kanton Tessin wurde seitens Bern in der Vergangen- heit und wird in der Gegenwart oft benachteiligt Man denke z B. an die «Henkerverträge» mit den Partnerwerken und an die Erhöhung des Treibstoffpreises. Die Partnerwerke haben sich sehr wohl als Werke, viel weniger als Partner entwickelt. Sie beuten heute noch unser Wasser aus, und der Benzin- preisaufschlag hat eine ganze Region ins Elend gestürzt
Zeigen Sie heute bitte, dass Sie das Wort Bruderschaft nicht als eine Art Juhu-Anhängsel, wie ich oft zu sagen pflege, ausle- gen wollen. Und hier geht es auch nicht darum, Herr Kollega Dreher, zu deregulieren oder zu regulieren, hier geht es darum, Zeichen zu setzen, welche die Einheit unseres Vater- landes bekräftigen und dadurch glaubwürdig machen.
Ma - mi permetta, on. Consigliere federale, senza che si debba mettere per questo sull'attenti, per l'amor del cielo! Ci sarebbero altri sistemi, altri metodi per aiutare il mio Cantone, senza spendere un franco: per esempio abrogando, una volta per tutte e rapidamente, la inutile, dannata, insulsa legge Friedrich; o permettendo il passaggio ai camion di 40 tonnel- late; o lasciando che i ticinesi possano riadattare i loro rustici senza dover chiedere il permesso alla Sua collega Dreifuss; o non permettendo al tristemente noto «Buwal» di spadroneg- giare e di imporre le sue leggi insulse e stupide a sud delle Alpi. Questi sarebbero metodi che non costerebbero neanche un franco, che ridarebbero dignità al nostro Cantone e che evi- terebbero al Suo collega Stich di piangere miseria ogni due minuti.
Zisyadis Josef (-, VD): Le Parti du travail n'était pas un défen- seur absolu et sans critique de l'arrêté fédéral instituant une aide financière en faveur des régions dont l'économie est me- nacée. Cet arrêté a permis, c'est certain, le maintien d'une croissance économique dans les régions désertifiées au ni- veau de l'emploi, mais il n'a de loin pas permis d'entrer dans une dynamique nouvelle, à notre avis, au niveau d'un retour- nement de perspectives, notamment pour sortir du chômage de masse et pour maintenir une politique de plein emploi dans certaines régions.
Dans le cadre d'un nouvel arrêté, le Parti du travail est partisan d'un développement économique tourné vers l'enrichisse- ment des relations humaines et l'essor des services notam- ment non marchands, favorisant sans exclusive les formes non étatiques, qu'elles soient mutualistes, coopératives, asso- ciatives ou privées. Nous sommes aussi partisans d'un déve- loppement qui se veut riche en création d'emplois durables et qui privilégie donc les activités fortement productrices de va- leur ajoutée et de bonnes qualifications humaines. Bien évi- demment, pour nous c'est aussi lié directement aux régions les plus fortement touchées par le chômage reconnu et non reconnu. Je rappelle encore une fois qu'en Suisse romande il y a toute une série de régions où les taux de chômage sont au- tour de 10, 12, voire 14 pour cent.
Le problème n'est pas là aujourd'hui et nous ne sommes pas là pour faire la carte de la crise économique au niveau suisse. M. Delamuraz, conseiller fédéral, n'a pas les moyens réels de nous présenter un nouveau projet d'ici la fin de l'année, vu tou- tes les oppositions diverses qui se sont manifestées de ma- nière très contradictoire. Alors la pause-café qu'il nous pro- pose ressemble beaucoup plus à un vide juridique, qui va être préjudiciable aux régions les plus défavorisées du pays. Nous n'avons pas le droit de faire cet intermède qui va créer une rup- ture au moment où des travailleurs continuent à être menacés dans leur emploi.
L'attitude du Conseil fédéral est incompréhensible. Elle accré- dite l'idée que cet instrument de politique régionale a été somme toute inutile. Monsieur Delamuraz, vous n'avez pas le
droit d'accélérer par votre refus les déséquilibres régionaux en donnant des gages en cette période difficile aux cantons les plus riches. La Suisse subit une fracture au niveau de l'emploi. Permettez-moi de dire que le «Röstigraben», c'est de la pou- dre aux yeux à côté du «Fric-Graben» qui perturbe fortement la solidarité confédérale.
Dès lors, il importe de résister à une volonté de désengage- ment de l'Etat venant de milieux bien précis que je n'ai pas be- soin de nommer tellement ils sont connus. Il nous faut donc accepter transitoirement et pour trois ans, comme le propose la Commission de l'économie et des redevances du Conseil national, la reconduction de l'arrêté Bonny. C'est un minimum pour éviter des ruptures encore plus profondes.
Maitre Jean-Philippe (C, GE): L'arrêté fédéral, dont l'initiative de la CER-CN nous demande le maintien, s'inscrit dans une perspective tant conjoncturelle que structurelle et, dans les deux cas, il y a urgence. C'est pourquoi j'apporte mon plein appui à cette initiative parlementaire. Je ne comprends pas très bien, à cet égard, la position du Conseil fédéral qui nous demande, en définitive, de jouer la deuxième mi-temps au match suivant. C'est un peu bizarre, et c'est dans ce contexte-là que nous devons admettre qu'il y a non seulement urgence, mais urgence à être un peu plus ambitieux
Le texte actuel de l'arrêté a pour objectif d'apporter une aide aux régions qui ont une industrie dominante et dont l'exis- tence est menacée. L'application de l'arrêté jusqu'ici l'a claire- ment démontré: d'une part, il a porté ses fruits et, d'autre part, il a porté des fruits précisément dans des régions qui se consa- crent à l'industrie horlogère ou textile, et il n'est que justice que ces régions en aient bénéficié.
La question que nous devons nous poser est de savoir si ces critères sont toujours pleinement d'actualité. En effet, depuis la fin des années septante, la structure de l'économie des can- tons suisses s'est assez profondément modifiée et, au- jourd'hui, on doit admettre qu'il n'existe plus guère de régions à caractère vraiment mono-industriel. D'autre part, la techno- logie progresse toujours plus vite, et seuls ceux qui peuvent innover à temps sont en mesure de développer leurs affaires et de faire face à une concurrence accrue. L'aide au dévelop- pement de nouvelles technologies est donc d'une actualité toute particulière. Sur ce plan-là également, l'arrêté repré- sente un instrument d'accompagnement intéressant.
Il est donc nécessaire de maintenir cet instrument à disposi- tion et de ne pas créer un vide juridique. On est d'ailleurs un peu étonné - j'avoue l'avoir été en entendant M. Stucky tout à l'heure - de constater qu'en période de haute conjoncture l'existence même de l'arrêté Bonny n'a pas été remise en cause et qu'en période de conjoncture difficile on vient l'atta- quer. C'est à peu près comme si l'on était d'accord de déve- lopper l'armement d'un pays en temps de paix, et de lui refuser ce même armement lorsque la guerre éclate. Je crois que cela n'est pas très logique.
La discussion actuelle, dans le cadre de l'initiative parlemen- taire, permet de maintenir les critères qui restent pertinents, tels que la diminution globale de l'emploi, les taux de chô- mage importants, etc. On pourrait se poser la question de sa- voir s'il ne faudrait pas supprimer la référence au caractère mono-industriel, mais je crois qu'à ce stade il faut avoir la sa- gesse de prendre l'arrêté et de lui faire subir le moins de modi- fications possible.
Dans ce contexte-là, la proposition Deiss va exactement dans la cible, avec un mécanisme intelligent. Personnellement, je soutiens la proposition Deiss, qui va d'ailleurs dans le sens du postulat 92.3549 que j'avais déposé le 17 décembre 1992 et que le Conseil fédéral a accepté. Je crois que l'on a la possibi- lité de passer à l'acte un tout petit peu plus tôt que prévu, en réservant pour la révision de fond quelques sujets tels que no- tamment le renforcement des mesures de soutien à la promo- tion de l'innovation. On peut attendre une discussion de fond dans le cadre du futur projet du Conseil fédéral.
Telles sont les raisons pour lesquelles je vous invite à soutenir massivement l'initiative parlementaire de la CER-CN ainsi que la proposition Deiss.
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Leuenberger Ernst (S, SO): Spät kommt Ihr, doch Ihr kommt! Ich möchte das Bundesrat und Kommission zurufen. Ich erinnere mich daran, dass es einen Vorstoss Matthey - ich glaube aus dem Jahre 1991 - gibt, der darauf hingewiesen hat, dass der Arrêté Bonny gelegentlich ausläuft und dass dar- anzugehen wäre, ihn zu verlängern. Aber in dieser Zeit hatten die ordnungspolitischen Bedenkenträgerinnen und -träger in diesem Rat Oberwasser, und ihr Draht zum Volkswirtschafts- departement war so gut, dass diese Vorstösse nicht allein in der Schublade landeten, sondern die Schublade gleich noch zugesperrt wurde und der Volkswirtschaftsminister den Schlüssel unter seinem Kopfkissen verbarg.
Ich habe gesagt: Sie kommen spät, aber Sie kommen. Und wie kommen Sie daher? Sie wecken Erstaunen. Sie kommen daher mit der Verlängerung des Arrêté Bonny, mit einem reno- vationsbedürftigen Beschluss, wie wir alle wissen, also sozu- sagen mit einem ein bisschen ergrauten Spatz. Und gleichzei- tig kommt der Bundesrat - das weckt auch Erstaunen - mit ei- ner wunderbaren Taube auf dem Dach, die so strahlt, dass sie uns füglich blendet und sogar den solothurnischen Wirt- schaftsförderer so blendet, dass er uns in Briefen schreibt, wir sollten unbedingt nach der bundesrätlichen Taube greifen.
Aber nachdem wir wissen, wie schwer sich der Bundesrat ge- tan hat, um in dieser Sache überhaupt etwas zu unternehmen, würde ich Sie doch ganz dringend davor warnen, nach dieser glitzernden Taube zu greifen, von der wir überhaupt nicht wis- sen, ob sie tatsächlich auf dem Dach sitzt oder ob sie, sobald wir den Arm ausstrecken, schon wieder weggeflogen ist
Wenn sich die politische Konjunktur nach «Monteforno» plötz- lich wieder wendet, könnte es ja sein, dass die ordnungspoliti- schen Bedenkenträger wieder voll im Aufwind sind. Auch die Volkswirtschaftsdozenten sagen, diese Übung hätte gar keine volkswirtschaftliche Fundierung - als ob die Erreichung des Ziels der Vollbeschäftigung kein erklärtes und festgeschriebe- nes volkswirtschaftlichs Ziel wäre.
Noch eines wollen wir nicht vergessen: Dass dem Bundesrat von der GPK - die sich heute leider nicht zu Wort gemeldet hat - vorgeworfen worden ist, mit der Regionalpolitik habe er es nicht sehr genau genommen, er hätte sogar - sagen wir es einmal vorsichtig - in diesem Bereich etwas geschludert.
Was will ich damit sagen? Wenn wir davon ausgehen, dass nur schnelle Hilfe gute Hilfe ist, bleibt uns gar nichts anderes übrig als jenen zu folgen, die zuerst gekommen sind, die etwas grau daherkommen, aber realistisch und fundiert - der parlamenta- rischen Initiative der Kommission nämlich zu folgen, vielleicht noch einige Retouchen vorzunehmen, die innert nützlicher Frist erreichbar sind, und uns ja nicht verwirren zu lassen durch diesen etwas erstaunlichen bundesrätlichen Vorstoss, der sozusagen zur Unzeit, aber sehr, sehr spät kommt.
Ich bitte Sie mit allem Nachdruck, die parlamentarische Initia- tive der Kommission zu unterstützen und damit den wirtschaft- lich bedrohten Regionen im Lande - und es gibt viele - etwas Hoffnung zu machen, ihnen zu zeigen, dass diese Eidgenos- senschaft eben nicht nur aus reichen Kantonen besteht, die nicht darauf angewiesen sind, dass der Bund ihnen beisteht, sondern auch aus Regionen, die auf freundeidgenössische Hilfe angewiesen sind.
Pini Massimo (R, TI): Je tâche de parler avec mon accent la langue de Ramuz afin qu'on puisse me comprendre, et vous me comprenez mieux en français qu'en italien.
Monsieur le Conseiller fédéral, mon collègue du Tessin, M. Maspoli, a parfaitement raison. Nous avons finalement be- soin aujourd'hui - chacun parle de son canton, moi je dois par- ler du Tessin, de la région des Trois Vallées - de réponses sû- res pour demain et pas pour après-demain, dans une année ou deux. C'est pour ça, Monsieur le Vice-président, qu'on a caressé - et personnellement je le refait - l'idée que la proposi- tion Ledergerber devrait permettre, si le Parlement est d'ac- cord, de pouvoir appliquer l'arrêté Bonny qui ne doit pas être uniquement revu. Jamais autant qu'aujourd'hui il ne devrait être mis en pratique dans les régions pauvres de la Suisse, y compris dans celle des Trois Vallées dans le canton du Tessin. C'est pour ça que je soutiens non seulement l'initiative parle- mentaire de la CER-CN et le projet de prorogation de l'arrêté
Bonny qu'elle contient, mais aussi la proposition Ledergerber. Finalement, je pensais qu'une année aurait pu permettre à nous-mêmes et au Conseil fédéral, qui n'est hélas! pas com- posé de septante personnes, mais de sept - on continue à dé- léguer au Conseil fédéral en croyant qu'il est formé de sep- tante personnes, alors qu'il est uniquement composé de sept membres; on gonfle uniquement la bureaucratie avec des dé- légations qui vont au-delà de toutes limites -, de mettre en ap- plication quelque chose de certain et de concret, aujourd'hui pour demain et pas pour dans une année.
M. Maspoli a raison: il faut donner finalement les instruments valables pour que la solidarité ne soit pas uniquement une dé- claration, mais qu'elle se manifeste sur le plan fédéral, y com- pris celle prévue dans les articles d'exception concernant l'économie que le peuple suisse a voté en 1947. Il y a déjà un moyen d'intervention par le biais des articles d'exception concernant l'économie, je l'avais déjà dit il y a deux mois à cette tribune. Aujourd'hui, on pourrait les utiliser. Et, si on ne veut pas les utiliser, l'arrêté Bonny doit être prorogé.
Mi auguro che il Consiglio nazionale abbia perlomeno questa sensibilità il giorno del «Corpus domini», in questa fine della prima settimana, di marcare una volontà non solo per piacere al Cantone Ticino, on. Stucky. Mi dispiace che Lei, involonta- riamente - dico bene involontariamente - ha schiaffeggiato i Cantoni delle regioni più povere della Svizzera. Non si può dire queste cose alla tribuna. lo vengo da un Cantone che non è ricco, non è Zugo, ma non si può schiaffeggiare il Cantone Ti- cino e le regioni più povere, quando, in questo momento, il si- stema congiunturale sta cadendo a picco. Non possiamo so- lamente parlare, dobbiamo intervenire, agire, politicamente decidere.
Seiler Hanspeter (V, BE): Es gehört bekanntlich zu den vor- nehmen und prioritären Aufgaben des Staates, mit geeigneten Massnahmen den wirtschaftlichen und einkommensmässi- gen Ausgleich zwischen den Regionen zu fördern. Wir dürfen feststellen, Herr Bundesrat, dass die in den siebziger Jahren geborene Regionalpolitik den Nachholbedarf im Infrastruktur- bereich in den sogenannten Randgebieten abbauen half, zum allgemeinen Ausgleich beitragen und die Entleerungstenden- zen stoppen konnte.
Wie sieht es aber heute aus? Ich erlebe es in meiner Region. Ich erlebe, dass laufend und schleichend Arbeitsplätze entwe- der abgeschafft, wegrationalisiert oder Richtung Zentren ver- lagert werden. Bei diesen Konzentrationsprozessen wird das Rand- und Berggebiet vermutlich mittel- und langfristig zum Verlierer, wenn nicht Massnahmen wie diese hier getroffen werden können. Es ist besonders schmerzlich, dass mit dieser Entwicklung auch wertvolle Ausbildungsplätze verlorengehen oder verschoben werden. Ich stelle fest, dass das Dienstlei- stungsangebot in diesen Berg- und Randgebieten mosaik- steinchenweise ausgedünnt wird. Handlungsbedarf ist zwei- fellos gegeben.
Darf ich Sie an einige Auswirkungen erinnern? Die Monostruk- tur dieser regionalen Wirtschaften wird immer ausgeprägter, die Entleerungstendenz könnte wieder stärker werden, die Schere zwischen wirtschaftlich starken und wirtschaftlich schwachen Regionen könnte sich weiter öffnen und die Be- wohner der dünnbesiedelten Gebiete werden zu mehr Mobili- tät und grösserem persönlichen Aufwand gezwungen, wenn sie den bisherigen Dienstleistungsstandard weiterhin bean- spruchen möchten.
Man kann zusammenfassend sagen: Der Rückzug aus der Fläche hat begonnen. Deshalb ist dieser Prozess, der in Hin- blick auf die Internationalisierung der Wirtschaft und der tech- nologischen Entwicklung neu aufzubrechen droht, aus volks- wirtschaftlicher, siedlungs- und vor allem auch staatspoliti- scher Sicht nicht unbedenklich. Es kann nicht im Interesse des Staates sein, dass diese Regionen substantiell ausgepowert werden.
Der verlängerte sogenannte Bonny-Beschluss kann ein Instru- ment sein, das mildernd wirkt. Er kann aber nicht viel mehr als eine Übergangslösung darstellen. Ich ersuche den Bundes- rat, eine neue, den Gegebenheiten unserer Zeit angepasste Regionalpolitik zu formulieren und vor allem in die Tat umzu-
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setzen, bevor der Schaden allzusehr gewachsen ist. Es ist be- kanntlich billiger, Schaden zu verhüten als für den Schaden zu bezahlen.
Ich appelliere an die Vertreter und Vertreterinnen all derjeniger Regionen unseres Landes, die diese Hilfe nicht benötigen. Hilfe beinhaltet vor allem auch Solidarität. Ohne Solidarität ist auch ein Staat und eine Gemeinschaft nicht möglich. Ich ap- pelliere an diese Vertreterinnen und Vertreter, diese Solidarität hier zu praktizieren.
Regionalpolitik ist nicht eine regionale, nicht eine kantonale, sondern vorwiegend eine nationale Aufgabe.
Oehler Edgar (C, SG): In einigen Regionen unseres Landes ist man dem Bundesrat dankbar, dass er 1978 diesen Bundesbe- schluss vorgeschlagen und wir ihn dann verabschiedet ha- ben. Dankbar deshalb, weil in einigen Regionen unseres Lan- des dank dieses Beschlusses eine erhebliche Zahl von Ar- beitsplätzen entweder erhalten oder neu geschaffen werden konnte. Wenn ich an meine Region denke, dann betrifft es knapp 1000 Arbeitsplätze, die gestützt auf den Beschluss von 1978 noch heute existieren und für Familien und deren Ange- hörige die materielle Grundlage bedeuten.
Wenn unser Volk 1992 dem EWR zugestimmt hätte oder falls wir in näherer Zukunft einmal der EU beitreten sollten, dann hätten wir anfangs vielleicht 50 oder 100 Millionen Franken in einen europäischen Fonds einbezahlt oder einzubezahlen, welcher in notleidenden Regionen Europas für Arbeitsplätze und für die Umstrukturierung hätte Mittel bereitstellen müssen. Ich frage mich, ob es nicht ebenso tunlich wäre, mit den glei- chen Gedankengängen in Zukunft auch das zu tun, was wir in den vergangenen Jahren für bestimmte Regionen in unserem Land an Positivem geleistet haben.
Ich bin mit Herrn Stucky einverstanden, dass der Kanton Zug die Mittel nicht braucht. Sowenig wie der Kanton Zug bezie- hungsweise die Stadt Zug für die Überholung des Rathauskel- lers aus dem Fonds, dessen Schaffung wir im vergangenen Jahr beschlossen haben, knapp 500 000 Franken notwendig gehabt hätte.
Wenn Sie bestimmte Regionen betrachten - ich denke jetzt wieder an den Kanton St. Gallen, das Oberthurgau und die an- grenzenden Gebiete, wo Tausende von Arbeitsplätzen verlo- rengegangen sind -, dann glaube ich, dass es nicht angängig ist, wenn wir einfach so zur Tagesordnung übergehen und meinen, alles löse sich von selber. Es stimmt ebenfalls, wie Herr Marti Werner dargelegt hat, dass der an seinen Kanton angrenzende Teil des Kantons St. Gallen diese Hilfen auch in Zukunft nicht nötig hat, so wenig wie bestimmte Regionen, die an den Kanton Zürich angrenzen. Das Sarganserland auf der anderen Seite wird je länger, desto mehr ein notleidendes Ge- biet, und ohne andere Hilfen werden wir dort nicht zum Zuge kommen.
Wenn wir die Rechtsgrundlagen schaffen, heisst das ja nicht, dass wir diese dort ausnützen müssen, wo sie nicht notwendig sind. Das bedeutet für mich, dass wir in Zukunft aufgrund der Fehler in der Vergangenheit, gestützt auf den Bundesbe- schluss aus dem Jahre 1978, Schlussfolgerungen ziehen und diesen neuen Bundesbeschluss abzuändern haben.
In diesem Sinne bitte ich Sie, aufgrund der gemachten Erfah- rungen die entsprechenden Schlussfolgerungen zu ziehen, diesen Bundesbeschluss anzupassen und Regionen, d. h. vor allem Randregionen, die Vorteile solcher Vorkehrungen zu- kommen zu lassen.
Ledergerber Elmar (S, ZH): Wenn ich kurz die Debatte zusam- menfassen darf, können wir doch feststellen, dass quer durch alle Parteien hinweg ausgewiesen wird, dass wir eine starke, eine gute regionale Politik haben wollen, dass die schweizeri- schen Regionen eine regionale Wirtschaftspolitik nicht nur be- grüssen, sondern danach schreien. Es sind hier nicht nur die Subventionsschnorrer zum Zuge gekommen, sondern es sind auch die verantwortlichen Politiker, die sehen, dass ihre Re- gion bessere wirtschaftliche Entwicklungsbedingungen ha- ben muss, um im nationalen und internationalen Kontext mit- zuhalten. Ich hoffe gerne, Herr Bundesrat Delamuraz, dass Sie diese Botschaft gehört haben.
In einem gewissen Gegensatz zu dieser generellen Forde- rung, die praktisch von allen mitgetragen wurde, stand ei- gentlich nur das Referat von Herrn Stucky, der hier eine Art Zuger Kirchturmpolitik betrieben hat Es ist schon genügend gesagt worden, ich kann mir jetzt schenken zu sagen, dass eigentlich alle bessere wirtschaftliche Entwicklungsbedin- gungen wollen.
In einem grossen Gegensatz dazu steht die reale Situation. Wir haben von der GPK einen Bericht erhalten, «Evaluation der re- gionalpolitischen Koordination von Bundespolitiken». Dieser Bericht weist nun in einer Deutlichkeit auf, die nichts zu wün- schen übriglässt, dass wir im Bereich regionaler Wirtschafts- politik und der Koordination der verschiedenen Ansätze ein riesiges Defizit haben. Wir stehen eigentlich an einem Neuan- fang - ich nehme an, dass Herr Bundesrat Delamuraz die ent- sprechenden Konsequenzen ziehen wird -, vor einem Neuan- fang der regionalen Wirtschaftspolitik. Hier ist zu fordern, dass die verschiedenen Ansätze neu koordiniert werden. Wir haben in so vielen Bundesämter einzelne Stellen, Gruppen, die sich mit regionaler Wirtschaftsförderung, mit Gewerbeförderung, mit Technologieförderung, mit Ausbildung beschäftigen - ein wirkliches Durcheinander, ein Tohuwabohu.
Wenn diese Aktion der WAK und insbesondere unseres Kolle- gen Francis Matthey zu diesem Resultat führt, dass der Bundes- rat jetzt im Bereich regionale Wirtschaftspolitik endlich die Kon- sequenzen zieht und einen Ansatz für regionale Wirtschaftspoli- tik entwickelt, die auch den Kriterien von Kollege Jaeger ent- sprechen, dann meine ich, hat diese Diskussion und diese Übung ihr Ziel absolut erreicht. Die Kriterien, die Herr Jaegerfor- muliert hat, sind ordnungspolitische Verträglichkeit und volks- wirtschaftliche Effizienz. Damit können wir alle leben.
Ich bitte Sie, dem Antrag der WAK zuzustimmen. Es geht darum, eine Zeit zu überbrücken, in der wir keine gesetzliche Grundlage haben. Auch der Antrag Deiss, der eine gewisse An- passung an die neuen Gegebenheiten mit sich bringt, sollte unterstützt werden; dann haben wir eine vernünftige Grundlage für mindestens ein Jahr oder mindestens bis zum Zeitpunkt, in dem der neue Bundesbeschluss in Kraft tritt und eine neue Grundlage für eine effiziente regionale Wirtschaftsförderung abgibt
Borel François, (S, NE): Si je prends la parole, c'est parce que j'ai entendu, parmi tous ceux qui appuient le projet de la Com- mission de l'économie et des redevances, y compris M. Mat- they qui y est tenu par sa fonction de rapporteur, affirmer la né- cessité de modifier l'arrêté Bonny. Je voudrais faire entendre une autre voix, celle largement majoritaire dans le canton de Neuchâtel.
L'arrêté Bonny est un bon arrêté. Il est bon parce qu'il a fait ses preuves, parce qu'il ne coûte pas cher. Ce n'est qu'une «Hilfe zur Selbsthilfe». Il est bon parce qu'il s'intègre dans une politi- que de promotion économique cantonale pour autant que les cantons souhaitent avoir une telle politique de promotion éco- nomique.
Pour toutes ces raisons, il n'y a pas besoin de légiférer pour lé- giférer. Une seule chose est nécessaire: proroger l'arrêté Bonny.
On pourrait me taxer d'égoïste, je dirais que je n'oublie ni Uri ni Thoune. S'il y a des problèmes d'emploi dans ces régions, la Confédération en est principalement responsable en tant qu'employeur de première importance. C'est donc à elle de tenter de résoudre le problème, mais pas en adaptant l'arrêté Bonny à ces régions, car, ce faisant, elle ne fait que transférer ses responsabilités et mettre le poids de la recherche de solu- tions sur les cantons sièges des entreprises en difficulté de la Confédération.
Die Beratung dieses Geschäftes wird unterbrochen Le débat sur cet objet est interrompu
Schluss der Sitzung um 13.05 Uhr La séance est levée à 13 h 05
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (WAK-NR) Bundesbeschluss über die Fortführung des Bundesbeschlusses vom 6. Oktober 1978 über Finanzierungsbeihilfen zugunsten wirtschaftlich bedrohter Regionen
Initiative parlementaire (CER-CN) Arrêté fédéral concernant la reconduction de l'arrêté fédéral du 6 octobre 1978 instituant une aide financière en faveur des régions dont l'économie est menacée
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
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1994
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Band
II
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05
Séance
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Geschäftsnummer 94.410
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02.06.1994 - 08:00
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832-844
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