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Direkte Bundessteuer (DGB). Bundesgesetz Änderung
ten, Früh, Giezendanner, Goll, Gross Andreas, Gysin, Hafner Ursula, Hämmerle, Hari, Hegetschweiler, Herczog, Jäggi Paul, Keller Rudolf, Kern, Lepori Bonetti, Leu Josef, Leuenber- ger Moritz, Maeder, Maitre, Mamie, Maspoli, Matthey, Mauch Rolf, Mauch Ursula, Maurer, Meyer Theo, Misteli, Müller, Neu- enschwander, Philipona, Pidoux, Rebeaud, Rechsteiner, Ro- bert, Rohrbasser, Ruf, Savary, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Schmied Walter, Schweingruber, Segmüller, Sieber, Spoerry, Stalder, Stamm Judith, Steinegger, Suter, Thür, Tschäppät Alexander, Tschopp, Tschuppert Karl, Vetterli, Wanner, Weye- neth, Wyss Paul, Zbinden, Ziegler Jean, Zisyadis, Züger, Zwahlen, Zwygart (88)
Präsidentin, stimmt nicht - Présidente, ne vote pas: Haller (1)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
94.3171 Postulat GPK-NR Prioritäten der Alkoholpolitik Postulat CdG-CN Priorités de la politique de l'alcool
Wortlaut des Postulates vom 6. Mai 1994
Die Praxis des Bundesrates und der Eidgenössischen Alko- holverwaltung verfolgt vier Ziele, die zueinander in einem Spannungsverhältnis stehen können: Gesundheitspolitik, Fis- kalpolitik, Landwirtschaftspolitik und Gewerbepolitik. Die aus der Verfassung ableitbare Priorität der Gesundheitspolitik ge- genüber den anderen Zielen wird zwar immer wieder aner- kannt, jedoch im konkreten Fall nicht durchgesetzt. An die Stelle der heutigen Parallelität der Anliegen ist eine klare Hier- archie der Ziele zu schaffen.
Der Bundesrat wird daher gebeten zu prüfen, ob und wie er die folgende Prioritätenordnung als Richtlinie der Alkoholpolitik für die Zeit bis zur Revision der geltenden Alkoholordnung in die Praxis umsetzen kann:
in erster Priorität ist das gesundheitspolitische Ziel in allen Fragen des Vollzugs der Alkoholordnung zu verwirklichen; - in zweiter Priorität sind die fiskalischen Mittel als Instrument zur Verwirklichung dieses Ziels zu nutzen;
in dritter Priorität sind die Ziele der Landwirtschafts- und Ge- werbepolitik zu berücksichtigen.
Texte du postulat du 6 mai 1994
La pratique du Conseil fédéral et de la Régie fédérale des al- cools poursuit quatre objectifs qui peuvent être parfois contra- dictoires: politique de la santé, politique fiscale, politique agri- cole, et politique économique. Certes, on admet toujours que la politique de la santé, qui découle de la constitution, repré- sente une priorité, mais cela ne se reflète pas nécessairement dans la pratique. Il convient donc de substituer à l'actuelle pa- rité des objectifs une hiérarchie clairement établie.
C'est pourquoi le Conseil fédéral est prié d'examiner dans quelle mesure et par quels moyens il peut, en attendant la revi- sion de l'actuelle législation sur l'alcool, orienter la politique en la matière conformément à l'ordre de priorité suivant:
la priorité première revenant à la politique de la santé doit se refléter dans tous les aspects de l'exécution de la législation sur l'alcool;
la deuxième priorité ira à la politique fiscale, en tant qu'instru- ment permettant la réalisation de l'objectif premier;
en troisième ordre de priorité, on prendra dûment en consi- dération les objectifs de la politique de l'agriculture et celle de l'artisanat.
Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort.
Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 30. Mai 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 30 mai 1994 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
Borel François, (S, NE): Je n'ai pas à prendre position, au nom de la commission, concernant ce postulat. A titre personnel, je ne voudrais pas m'opposer au postulat, mais dire qu'il y a trois domaines où la Commission de gestion souhaite que la loi fé- dérale sur l'alcool soit clarifiée et qu'un ordre de priorités soit donné: premier aspect, politique de la santé; deuxième as- pect, fiscalité; et troisième aspect, agriculture.
Alors, puisqu'aucun membre de la Commission de gestion n'a défendu ce postulat, il paraît utile de dire qu'au sein de la Com- mission des finances il régnait l'état d'esprittel que l'aspectagri- cole devait être à terme non plus traité par la Régie fédérale des alcools, mais dans le cadre de la politique agricole générale de la Confédération. Il faudrait aussi que la politique de la santé soit clairement traitée par l'Office fédéral de la santé publique. Il ne s'agit pas, à mon avis, d'interpréter ce postulat comme une augmentation du cahier des charges de la Régie fédérale des alcools. C'est une nouvelle interprétation de la loi en tant que telle, et non pas un nouveau cahier des charges stricto sensu de la régie.
Überwiesen - Transmis
93.029
Direkte Bundessteuer (DBG). Bundesgesetz. Änderung Impôt fédéral direct (LIFD). Modification de la loi
Differenzen - Divergences
Siehe Jahrgang 1993, Seite 2437 - Voir année 1993, page 2437 Beschluss des Ständerates vom 17. März 1994 Décision du Conseil des Etats du 17 mars 1994
David Eugen (C, SG), Berichterstatter: Namens der Kommis- sion stelle ich Ihnen den Ordnungsantrag, dieses Geschäft - jedenfalls, was die Detailberatung des Artikels 20 Absatz 1 Buchstabe a des Bundesgesetzes über die direkte Bundes- steuer betrifft - in der Kategorie III statt in der Kategorie IV zu behandeln. Die Kommission stellte den Antrag an das Büro. Das Büro hat den Antrag abgelehnt. Ich stelle ihn im Plenum erneut, damit das Plenum darüber befinden kann.
Sie ersehen aus der Fahne, dass zu diesem Artikel drei Min- derheitsanträge gestellt wurden. Unter diesen Umständen war die Kommission mehrheitlich der Meinung, das Geschäft sollte nicht in der Kategorie IV behandelt werden, sondern in der Kategorie III, damit die Fraktionen Gelegenheit haben, sich zu diesen Minderheitsanträgen zu äussern.
Abstimmung - Vote Für den Ordnungsantrag der Kommission Dagegen
41 Stimmen 68 Stimmen
Impôt fédéral direct (LIFD). Modification de la loi
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N 1er juin 1994
Art. 20 Abs. 1 Bst. a Antrag der Kommission Mehrheit Festhalten
Minderheit I
(Stucky, Binder, Dreher, Früh, Gros Jean-Michel, Kühne, Pe- rey, Spoerry) Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Minderheit II
(Kühne, Binder, Bühler Simeon, Dreher, Früh, Gros Jean- Michel, Perey, Spoerry, Stucky)
(Eventualantrag, falls der Antrag der Minderheit I abgelehnt wird)
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates, aber: ... das 60. Altersjahr vollendet und das Vertragsverhältnis mindestens 5 Jahre gedauert hat
Minderheit III
(Gros Jean-Michel, Binder, Couchepin, Dreher, Früh, Kühne, Perey, Spoerry, Stucky)
(Eventualantrag, falls der Antrag der Minderheit I abgelehnt wird)
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates, aber: ... sofern das Vertragsverhältnis mindestens 10 Jahre gedau- ert hat. (Rest des Buchstabens streichen)
Art. 20 al. 1 let. a
Proposition de la commission Majorité Maintenir
Minorité /
(Stucky, Binder, Dreher, Früh, Gros Jean-Michel, Kühne, Pe- rey, Spoerry) Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Minorité II
(Kühne, Binder, Bühler Simeon, Dreher, Früh, Gros Jean- Michel, Perey, Spoerry, Stucky)
(Proposition subsidiare au cas où la minorité I serait rejetée) Adhérer à la décision du Conseil des Etats, mais:
... 60 ans revolus et que le rapport contractuel a dure 5 ans au moins.
Minorité III
(Gros Jean-Michel, Binder, Couchepin, Dreher, Früh, Kühne, Perey, Spoerry, Stucky)
(Proposition subsidiare au cas où la minorité I serait rejetée) Adhérer à la décision du Conseil des Etats, mais:
si le rapport contractuel a duré 10 ans au moins. (Biffer le reste de la lettre)
David Eugen (C, SG), Berichterstatter: Die Kommission bean- tragt Ihnen im Grundsatz Festhalten an der Fassung, die der Nationalrat in einer Namensabstimmung im ersten Durch- gang sehr deutlich mit 112 zu 63 Stimmen beschlossen hat: Festhalten an dieser Lösung im Grundsatz, aber Einschwen- ken auf die Argumentation des Ständerates, was die Über- gangsordnung anbelangt. Wir stehen wieder vor der Frage, wie die Steuerlast zu verteilen sei. Das Prinzip der Einkom- menssteuer geht dahin, die Steuerlast nach der wirtschaftli- chen Leistungsfähigkeit zu verteilen. Das bedeutet unter ande- rem, dass Arbeitseinkommen und Kapitalerträge bei der Steuerberechnung gleich zu behandeln sind. Diese Überle- gungen haben dazu geführt, dass im Artikel 20 des Bundesge- setzes über die direkte Bundessteuer die Kapitalerträge grundsätzlich der Einkommenssteuer unterstellt werden. Jetzt geht es darum, darüber zu befinden, ob und unter welchen Voraussetzungen wir Ausnahmen von dieser grundsätzlichen Steuerpflicht einräumen sollen.
Die Mehrheit der Kommission ist mit 13 zu 8 Stimmen mit dem Bundesrat der Meinung, die Privilegierung, d. h. die Steuerbe- freiung von Kapitalerträgen, müsse klar mit dem Ziel der Alters-
vorsorge verknüpft bleiben. Dies scheint ihr im wesentlichen aus drei Gründen nötig:
Mit der Steuerbefreiung bestimmter Kapitalerträge wird von den erwähnten Grundprinzipien der Einkommenssteuer ab- gewichen. Wer Zinsen bezieht, muss keine Steuern bezahlen, wer ein gleich hohes Einkommen aus Arbeit bezieht, muss dies versteuern. Die Privilegierung darf daher nicht ausgewei- tet werden. Gerade heute, wo das Arbeitseinkommen in ho- hem Mass durch Sozialversicherungsbeiträge belastet ist und in der Arbeitslosenversicherung noch zusätzlich belastet wer- den soll, müssen wir aufpassen, wenn wir Vermögenserträge von der Steuer befreien.
Die Mehrheit der Kommission ist der Meinung, dass Kapital- anlagen bezüglich der Ertragsbesteuerung unter sich gleich behandelt werden sollen, weil wir ja - da sind wir uns doch ge- rade jetzt, wo wir ständig über die Revitalisierung unserer Wirt- schaft sprechen, alle einig - keine Wettbewerbsverzerrungen wollen. Wir wollen auch keine Verzerrungen im Wettbewerb zwischen den Banken und den Versicherungen. Es gibt kei- nen stichhaltigen Grund, weshalb beim Anlagesparheft der Zins besteuert werden soll, im Versicherungsbereich aber die Erträge einer gleichen Anlage nicht besteuert werden sollen. Die Ungleichbehandung bewirkt eine nicht gerechtfertigte wettbewerbliche Begünstigung eines Marktteilnehmers.
Nach der heute morgen geführten Diskussion über das Bundesdefizit müssen wir darüber nachdenken, ob wir in der jetzigen Situation bereit sind, Steuerbefreiungen zu gewäh- ren, weil das natürlich Budgetauswirkungen hat. Die Steuer- befreiung, wie sie hier zur Diskussion steht, bewegt sich in ei- nem Rahmen von 150 bis 180 Millionen Franken pro Jahr. Es geht also nicht um eine relativ kleine, sondern um eine erhebli- che Summe. Es ist daher geboten, die Steuerbefreiung nicht noch auszuweiten, sondern im Rahmen, wie sie für die Alters- vorsorge gerechtfertigt ist, zu belassen.
Daher beantragt Ihnen die Kommission mehrheitlich, die Steuerbefreiung des Kapitalertrags aus Einmalprämien-Versi- cherungen an zwei Kriterien zu knüpfen:
Die Anlage muss mindestens zehn Jahre dauern.
Der Bezüger der Anlage muss im Zeitpunkt des Bezuges 60 Jahre alt sein. Auch mit diesen Kriterien wird für diese Vor- sorgeanlage ein beträchtlicher Steuervorteil eingeräumt.
Der Ständerat und mit ihm die Minderheit I (Stucky) will die Steuerbefreiung demgegenüber erheblich ausweiten. Der Ständerat fasste seinen Beschluss diesbezüglich mit 23 zu 13 Stimmen. Nach der Lösung des Ständerates soll jeder 60- jährige sein Vermögen auch kurzfristig, d. h. für wenige Mo- nate oder auch nur ein bis zwei Jahre, steuerfrei anlegen kön- nen. Die Kommissionsmehrheit ist der Ansicht, dass eine sol- che generelle Steuerbefreiung der Kapitalanlage im Alter nicht richtig ist und dem für die Einkommenssteuer massgebenden Gesichtspunkt der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Lei- stungsfähigkeit offenkundig widerspricht.
Wir müssen auch daran denken, dass heute die jüngere Ge- neration in unserem Staat ganz beträchtliche Lasten trägt Denken Sie insbesondere an die Lohnabzüge für AHV/IV und für die Arbeitslosenversicherung und auch daran, was auf die jüngere Generation im Bereich der Krankenversicherungs- prämien zukommt. All diese Umstände sprechen nicht dafür, eine so deutliche Altersvergünstigung einzuführen, also den über 60jährigen generell steuerfreie Kapitalanlagen zu er- möglichen.
Der Ständerat ist leider auf diese Problematik überhaupt nicht eingegangen. In der Kommission ist man darauf eingegan- gen, Sie ersehen das aus den Anträgen der Minderheiten II und III, auf die ich eingehe, wenn sie hier begründet worden sind. Diese Antragsteller der Minderheiten II und III sehen das Problem und wollen die zu weit gehende Steuerbefreiung teil- weise zurücknehmen.
Im weiteren sind nach der Lösung des Ständerates alle Kapi- talerträge bei 10jährigen Versicherungsverträgen dieser Art von der Steuer befreit, unabhängig vom Alter im Zeitpunkt des Bezugs. Nach der Aufstellung der Versicherungen geht es um Verträge mit einem durchschnittlichen Kapital von 75 000 Franken. Wenn Sie die Rechnung machen, 75 000 Franken während zehn Jahren angelegt, beispielsweise zum Zinssatz
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Direkte Bundessteuer (DGB). Bundesgesetz. Änderung
der CS-Life von 5,46 Prozent, dann gibt das nach zehn Jahren einen steuerfreien Kapitalertrag von 52 625 Franken. Das ist ein erheblicher Betrag, der durchaus einem steuerbaren jährli- chen Familieneinkommen von vielen Leuten in diesem Lande entspricht. Daher müssen wir die Steuerprivilegierung in den Grenzen halten, die Ihnen die Kommissionsmehrheit vor- schlägt.
Der generellen Steuerbefreiung in der Fassung des Stände- rates kann die Mehrheit aus den dargelegten Gründen nicht folgen.
Letzter Punkt: Der Ständerat hat hauptsächlich argumentiert, das Parlament habe 1990 die ständerätliche Fassung gewollt. Dieser Argumentation sind wir entgegengekommen, und zwar mit einer Neufassung der Übergangsbestimmung in Arti- kel 205a. Sämtliche alten Verträge, die vor 1993 abgeschlos- sen worden sind, kommen nach der neuen Regelung, die Ih- nen die Kommission vorschlägt, noch voll in den Genuss der Steuerbefreiung. Es hat also niemand mehr einen Nachteil zu befürchten, weil er auf den Staat Schweiz und seinen Gesetz- gebungsmechanismus vertraute. Was Sie jetzt hier vor sich haben, ist eine ganz normale Gesetzesänderung ohne jede Rückwirkung. Es geht nicht mehr um Vertrauensschutz. Der Gesetzgeber ist befugt, frei zu entscheiden, unter welchen Voraussetzungen die Steuerbefreiung von Kapitalerträgen aus Einmalprämien-Versicherungen zugelassen werden soll. Aus diesen Gründen empfiehlt Ihnen die Kommissionsmehr- heit, an dem in einer Namensabstimmung mit 112 zu 63 Stim- men gefällten Beschluss der ersten Lesung festzuhalten.
Couchepin Pascal (R, VS), rapporteur: Nous reprenons le fa- meux problème du privilège fiscal des assurances à prime uni- que. En effet, le Conseil des Etats, à une forte majorité, a voulu qu'il y ait un privilège fiscal pour les assurances à prime uni- que contractées pendant une période de 10 ans ou dont l'as- suré a au moins 60 ans révolus. Nous, nous voulions, et la ma- jorité de la commission le veut toujours, que ces deux condi- tions soient cumulatives et non pas alternatives. Nous voulons donc aller moins loin dans le privilège fiscal de l'assurance à prime unique, car, il faut le rappeler, de toute façon tout le monde est d'accord pour donner un certain privilège fiscal aux assurances à prime unique. On le fait parce qu'un article cons- titutionnel prévoit la possibilité de privilégier des formes d'épargne destinées à la prévoyance.
Alors, quelles sont les conditions de la prévoyance qui justi- fient ce privilège fiscal? C'est sur ce point-là qu'il y a diver- gence entre le Conseil des Etats et notre Chambre. Au- jourd'hui encore, c'est la majorité de la commission qui vous invite à maintenir la divergence. Nous pensons qu'il faut être restrictif dans la mise au bénéfice de privilèges fiscaux, ne se- rait-ce déjà que parce qu'un privilège signifie une inégalité par rapport à d'autres formes d'épargne, en l'espèce. Il faut donc être très restrictif. A part cela, il y a les règles très générales qui veulent que, dans une période comme celle-ci, il ne faut pas priver l'Etat de ressources légitimes, surtout lorsque d'autres formes d'épargne ne sont pas privilégiées.
Du côté des partisans des conditions alternatives, c'est-à-dire soit que le contrat ait duré 10 ans soit que la personne ait 60 ans, on insiste sur le fait que quelqu'un qui fait un contrat de 10 ans a un but de prévoyance. C'est possible, mais il y a aussi des gens qui mettent de l'argent sur un carnet d'épargne avec un but de prévoyance. Et pourquoi est-ce que, tout d'un coup, parce qu'ici le contrat a duré 10 ans, on déclare que c'est, par définition, un but de prévoyance et qu'on doit toujours libérer alors que celui qui a déposé sur un carnet d'épargne, avec peut-être l'intention de laisser cet argent pendant longtemps sur le carnet d'épargne, on ne le libère pas du paiement des impôts sur les intérêts du capital placé? Pour qu'un système fiscal soit juste, il ne suffit pas qu'il fasse plaisir aux gens, il faut qu'il soit fondé sur des critères très précis et plutôt restrictifs lorsqu'on donne ce privilège.
Ici, la solution choisie par le Conseil national est de nature à éviter des abus possibles, soit, par exemple, que quelqu'un qui, à 35 ans, fait une affaire immobilière et touche 200 000 francs puisse freiner ou tirer son capital jusqu'à 60 ans - ou avant si on acceptait la solution du Conseil des
Etats - sans jamais payer d'impôt sur les revenus des intérêts parce que, de dix ans en dix ans, il replacerait son capital dans une assurance à prime unique. Nous ne voulons pas cela, rai- son pour laquelle nous voulons que l'assuré ait au moins 60 ans et que l'assurance ait duré 10 ans au minimum. A ce moment-là, il n'y a pas de doute qu'il s'agit bien d'un but de prévoyance conformément à la constitution et conformément à l'équité.
Il y a des propositions de minorité: la première, la proposition de minorité I (Stucky), c'est de reprendre la solution du Conseil des Etats que nous avons repoussée il y a quelque temps lors des débats dans notre Conseil.
Ensuite, il y a une proposition subsidiaire: la proposition de minorité II (Kühne) stipule qu'il faudrait cumuler deux condi- tions modifiées: 60 ans revolus et 5 ans au lieu de 10.
Et il y a la proposition de minorité III (Gros Jean-Michel) qui dit qu'il faudrait que le contrat ait duré au moins dix ans. Elle sup- prime l'exigence des 60 ans révolus.
Le Conseil des Etats a eu un débat assez peu nourri et très uni- latéral. Pratiquement, seuls les arguments des partisans du privilège fiscal ont été entendus. Il voulait aussi rendre justice à la volonté du Parlement - qui n'avait d'ailleurs pas beaucoup discuté sur ce sujet lors du débat sur la loi il y a quelques an- nées - qui, à cette époque-là, n'avait pas contesté la possibi- lité d'avoir des solutions alternatives.
Finalement, le Parlement est libre aujourd'hui de choisir la so- lution qu'il veut et il doit le faire en considération de la situation des finances fédérales, en considération du fait qu'il s'agit d'un privilège qui ne doit pas être étendu.
Nous vous proposons de maintenir la divergence, dans l'inté- rêt de l'Etat et dans l'intérêt de l'équité fiscale.
Stucky Georg (R, ZG), Sprecher der Minderheit I: Zur Aus- gangslage, wie sie bestand, als die Kommission das Gesetz beriet, und wie sie heute noch besteht, ist zu sagen, dass auch heute noch Zinsen auf Lebensversicherungen mit Einmalprä- mien steuerfrei sind, und zwar generell. Von dieser kompletten Steuerbefreiung wollte die Kommission damals absehen, und so hat auch Ihr Rat beschlossen. Zwei Ausnahmen wurden ge- macht: Der Vertrag muss länger als zehn Jahre dauern, oder aber der Versicherungsnehmer ist älter als 60 Jahre.
Wir haben, das ist von den Sprechern nicht ganz korrekt wie- dergegeben worden, die Steuerbefreiung nicht ausgeweitet Man hat die Steuerpflicht eingeführt, aber zwei kleine Frei- räume stehen lassen. Es ist also gerade die umgekehrte Ope- ration erfolgt und nicht eine Privilegierung. Man hat diese Aus- nahmen auch begründen können: Bei den 60jährigen liegt das mit der Altersvorsorge auf der Hand - heute aktueller denn je: denken Sie nur an die frühzeitigen Pensionierungen; aber auch bei den aktiv im Berufsleben Stehenden, die jünger sind als 60 Jahre - das haben wir damals eingehend diskutiert -, lässt sich die Ausnahme begründen: auch sie sollen gezielt sparen können, sei es für die Ausbildung ihrer Kinder, sei es für den Erwerb eines Eigenheims. Und da sehen Sie auch die sozialpolitische Komponente, die hinter diesen Ausnahmen stand und noch immer steht.
Herr Kommissionspräsident, Sie haben mit Recht darauf hin- gewiesen, dass die aktive Generation vermehrt zur Kasse ge- beten wird. Warum will man ihr nun auch noch diese Sparmög- lichkeit wegoperieren? Man will das mit der Begründung ma- chen - sie ist von beiden Sprechern gebraucht worden -, das Versicherungssparen trete in Wettbewerb zum Banksparen; man hat Versicherungssparen und Banksparen gleichgesetzt. Das ist aber nicht das gleiche, da werden Äpfel und Birnen mit- einander verglichen. Beim Versicherungssparen ist das Kapi- tal an die Versicherungsdauer gebunden. Sie können es nicht zurückziehen. Beim Banksparen können Sie das tun.
Nun kommt mit einem gewissen Recht der Einwand: Ja halt, man kann diese Versicherung verpfänden, dann erhält man ein Darlehen der Bank. Ich mache Sie aber darauf aufmerk- sam, dass dann - erstens - zu Lasten des Versicherungsneh- mers eine Zinsdifferenz entsteht. Deshalb ist für den Versiche- rungsnehmer diese Operation nicht unbedingt lukrativ.
Zweitens: In den ersten anderthalb Jahren wird die Zinsgut- schrift auf einer Versicherung von den Kosten, die die Versi-
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N
1er juin 1994
cherung anrechnet, praktisch aufgefressen, so dass gar keine Zinsgutschrift mehr entsteht.
Ein weiterer Einwand gegen die Gewährung einer Ausnahme, der vermutlich auch noch an diesem Pult geäussert wird, ist die Behauptung, das sei eine Möglichkeit für Grossverdiener, ihr Geld steuergünstig anzulegen. Der Präsident hat richtig ge- sagt, der Durchschnitt liegt bei 74 000 Franken. Es braucht also zehn Anleger mit 40 000 Franken, damit ein einziger 340 000 Franken steuerbegünstigt anlegen kann, also das Verhältnis zehn zu eins in meinem Beispiel. Daraus sehen Sie doch, dass es die kleineren und mittleren Sparer sind, die diese Möglichkeit benützen; das wird auch immer wieder be- stätigt, wenn man die Portofolios der Versicherungen sieht. Die Mehrzahl sind mittlere und kleinere Sparer, und nicht grosse. Das ist eine so einfache Rechnung, dass sie eigentlich jeder verstehen sollte.
Noch zum Einwand, man könne so die Besteuerung umge- hen, indem man ein Darlehen bei einer Bank aufnehme, das Darlehen dann für die Lebensversicherung brauche und damit bei den Steuern den Abzug der Zinsen für das Bankdarlehen vom Einkommen erreiche und nachher die Steuerbefreiung auf den Lebensversicherungs-Vertragszinsen auch noch. Das ist nun ein Missbrauch, und das Steuerrecht gibt die Möglich- keit, gegen Missbräuche einzugreifen respektive die Gerichte sich damit zu befassen lassen. Entsprechende Entscheide sind übrigens vom Bundesgericht bereits gefällt worden. Die- sen Umweg kann man also nicht einschlagen.
Ich komme zum letzten Argument, es ist ein staatspolitisches: Als wir dieses Gesetz vor vier Jahren beschlossen haben, ha- ben wir klar gesagt, was wir haben wollten. Wir wollten nicht ku- mulative, sondern wir wollten alternative Bedingungen. Dafür, dass die Fassung im Gesetz sprachlich nicht glücklich heraus- gekommen ist, müssen nicht wir einstehen, denn wir haben die Steuerverwaltung damit beauftragt, uns eine entsprechende Fassung vorzulegen. Diese ist also nicht auf unserem Mist ge- wachsen, sondern wurde uns so vorgelegt, wie sie im Gesetz drin steht. Wir haben daran nichts geändert, und die Steuerver- waltung hat später bestätigt, dass diese Bedingungen alterna- tiv und nicht kumulativ seien. Erst hintennach hat man dann umgedreht, und der Finanzminister, der schon von Anfang an dagegen war, soll jetzt hinterher noch recht bekommen. Da muss ich mich schon fragen - und damit komme ich zum staats- politischen Problem -: Wer macht eigentlich die Gesetze? Ma- chen wir die, die Legislative, oder macht sie allenfalls die Exeku- tive, indem sie einfach wieder neu vorlegt oder anders auslegt, was beschlossen worden ist, ihr aber nicht in den Kram passt? Ich bitte Sie deshalb, hier der Minderheit I zuzustimmen und einen ganz klaren Weg vorzuzeigen, so wie es der Ständerat gemacht hat.
Stich Otto, Bundespräsident: Ich bitte Sie, hier der Mehrheit zuzustimmen und an Ihrem bisherigen Beschluss festzu- halten.
Herr Stucky, wir müssen nicht über die Geschichte diskutie- ren; wir haben den Weg gewählt, das nicht vor Bundesgericht zu bringen, sondern die Sache durch das Parlament klarstel- len zu lassen.
Die Frage ist ganz einfach und geht dahin, ob man in der Schweiz grundsätzlich zwei verschiedene Kategorien von Leu- ten schaffen soll, einerseits solche, die den Lohnausweis be- kommen und ihre Einnahmen bis auf den letzten Heller und Pfennig versteuern müssen, und anderseits solche, die etwas mehr haben, die das Geld nicht auf einem Sparheft anlegen und denen man ermöglicht, Gewinne und Erträge zu erzielen, die dann steuerfrei sind.
Das ist die Frage. Und wenn Sie mich fragen, ist die Antwort darauf einfach. Wenn Sie sie in der Verfassung suchen, dann ist klar, dass man in der Steuerpflicht Privilegien zugunsten der Altersvorsorge machen kann. Wenn aber ein Zwanzigjähri- ger beispielsweise gewinnt, erbt oder sonst irgendwie zu Geld kommt und es dann auf zehn Jahre anlegt, gibt es keinen Grund, dass er dieses Geld steuerfrei anlegen kann. Denn der andere Zwanzigjährige, der von seinem verdienten Einkom- men etwas auf die Seite bringt und das bei der Bank an Zinsen legt, muss es auch versteuern. Beide können übrigens einen
Abzug für das Sparen, nämlich 2000 Franken im Jahr, geltend machen. Insofern schaffen wir hier also, finde ich, mit dem vom Bundesrat vorgelegten Entwurf durchaus gerechte Lösungen. Es ist zwar ein Privileg, wenn man Erträge nach zehn Jahren Dauer und dem 60. Altersjahr steuerfrei einkassieren kann. Das ist ein Privileg. Das ist nicht bestritten. Aber das akzeptiert auch die Verfassung. Darüber hinaus darf man aber meines Erachtens nicht gehen. Selbst wenn wir früher etwas anderes beschlossen hätten, wäre es heute, angesichts der Situation, der finanziellen Notlage, in der wir stehen, von mir aus gese- hen gerechtfertigt, dass auch Leute, die Einmaleinlagen ma- chen, einen Beitrag an den Staat leisten. Das dürfen wir von ih- nen verlangen.
Deshalb gibt es für mich hier gar keine andere Lösung, als dass Sie an ihrem früheren Beschluss festhalten und nicht dem Ständerat folgen. Ein Abgehen von Ihrem Beschluss wäre einmal verfassungswidrig, aber vor allem sehr ungerecht und letztlich auch unklug im Hinblick auf die Zukunft, in der wir noch einige Probleme lösen müssen, Herr Stucky.
Ich bitte Sie daher, an Ihrem früheren Beschluss festzuhalten und der Mehrheit zuzustimmen.
Namentliche Abstimmung - Vote par appel nominal
Für den Antrag der Mehrheit stimmen: Votent pour la proposition de la majorité:
Aguet, Bär, Baumann, Bäumlin, Béguelin, Berger, Boden- mann, Borel François, Bühler Simeon, Bühlmann, Bundi, Burgi, Camponovo, Carobbio, Columberg, Comby, Couche- pin, Danuser, Darbellay, David, Deiss, Diener, Dormann, Dünki, Eggenberger, Engler, Epiney, Fankhauser, Fasel, von Felten, Fischer-Sursee, Gobet, Goll, Gonseth, Grendelmeier, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Hess Peter, Hildbrand, Hollenstein, Hubacher, Iten Joseph, Jaeger, Jeanprêtre, Jöri, Keller Anton, Ledergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Mae- der, Marti Werner, Matthey, Mauch Ursula, Meier Hans, Meier Samuel, Misteli, Ostermann, Pini, Raggenbass, Rechsteiner, Ruckstuhl, Ruffy, Schmid Peter, Schmidhalter, Schnider, Sie- ber, Stalder, Stamm Judith, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Suter, Theubet, Tschäppät Alexander, Vollmer, Weder Hansjürg, Wick, Wiederkehr, Zbinden, Zisyadis, Züger, Zwahlen (82)
Für den Antrag der Minderheit I stimmen: Votent pour la proposition de la minorité l:
Allenspach, Baumberger, Bezzola, Blocher, Borradori, Borto- luzzi, Bührer Gerold, Cavadini Adriano, Chevallaz, Cincera, Daepp, Dettling, Dreher, Eggly, Eymann Christoph, Fehr, Fi- scher-Hägglingen, Fischer-Seengen, Frey Claude, Friderici Charles, Fritschi Oscar, Giger, Graber, Gros Jean-Michel, Gy- sin, Heberlein, Hegetschweiler, Hess Otto, Jenni Peter, Keller Rudolf, Kühne, Leuba, Loeb François, Miesch, Moser, Mühle- mann, Nabholz, Narbel, Nebiker, Oehler, Perey, Poncet, Rei- mann Maximilian, Rutishauser, Sandoz, Scheurer Rémy, Seg- müller, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Spoerry, Stamm Luzi, Steffen, Steinegger, Steinemann, Steiner Rudolf, Stucky, Vet- terli, Weyeneth, Wittenwiler, Wyss William (60)
Der Stimme enthalten sich - S'abstiennent: Mauch Rolf (1)
Abwesend sind - Sont absents:
Aregger, Aubry, Binder, Bircher Peter, Bischof, Blatter, Bonny, Borer Roland, Brügger Cyrill, Brunner Christiane, Caccia, Ca- spar-Hutter, de Dardel, Ducret, Duvoisin, Frey Walter, Früh, Giezendanner, Gross Andreas, Grossenbacher, Hämmerle, Hari, Herczog, Jaggi Paul, Kern, Lepori Bonetti, Leu Josef, Leuenberger Moritz, Maitre, Mamie, Maspoli, Maurer, Meyer Theo, Müller, Neuenschwander, Philipona, Pidoux, Rebeaud, Robert, Rohrbasser, Ruf, Rychen, Savary, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Schmied Walter, Schwab, Schweingruber, Spielmann, Thür, Tschopp, Tschuppert Karl, Wanner, Wyss Paul, Ziegler Jean, Zwygart (56)
Präsidentin, stimmt nicht - Présidente, ne vote pas: Haller (1)
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Direkte Bundessteuer (DGB). Bundesgesetz Änderung
Kühne Josef (C, SG), Sprecher der Minderheit II: Ich möchte zuerst meine Interessen offenlegen. Ich bin Mitglied des Auf- sichtsrates der Rentenanstalt. (teilweise Unruhe) Ich sage das offen. Das ist übrigens eine Genossenschaft - das an die Adresse der Genossen. (Heiterkeit)
Mit diesem Antrag der Minderheit II möchte ich eine Brücke zum Ständerat bauen. Beide Räte haben etwa im Verhältnis von 2 zu 1 Stimmen oder 1 zu 2 Stimmen alternativ oder kumu- lativ die Anforderungen der Vertragsdauer von 10 Jahren re- spektive der Altersgrenze von 60 Jahren beschlossen.
Es geht in jedem Fall um die teilweise Schliessung einer Türe. Das möchte ich vor allem dem Berichterstatter deutscher Sprache sagen. Herr David, es geht um eine Einengung und nicht um eine Steuerbefreiung, wie Sie relativ breit, aber falsch ausgeführt haben. Es geht in jedem Fall auch um die Frage der Vorsorge, die damit verbunden werden muss. Sie müssen es also nicht mit dem Banksparen vergleichen, sondern allenfalls mit der zweiten Säule.
Der Vermittlungsantrag der Minderheit Il ist gegenüber dem Ständerat ab dem 55. Altersjahr restriktiver. Die täglichen Er- fahrungen zeigen, dass ab dem 60. Altersjahr unbedingt eine verkürzte Vertragslaufzeit gelten muss. Damit wird es möglich, im vorgerückten Alter Vorsorge für ein noch höheres Alter zu tätigen. Insbesondere wird aber damit die Möglichkeit geför- dert, gegen Ende der aktiven Erwerbstätigkeit für eine vorzei- tige Pensionierung vorzusorgen und bis zur Erreichung des normalen Pensionsalters allfällige Lücken zu überbrücken. Nachdem die Kosten der Altersvorsorge ständig steigen, liegt es im vorrangigen Interesse des Staates, einen flexiblen Alters- rücktritt im Rahmen der privaten Vorsorge nicht noch zu er- schweren.
In der Kommissionsberatung wurde bemängelt, dieser Antrag liege zu nahe an der Fassung des Ständerates und habe we- nig materielle Auswirkung. Das ist mit Sicherheit nicht der Fall. Gerade ab dem 55. Altersjahr ist es gewissermassen die letzte Gelegenheit, noch etwas für die Vorsorge im Pensionierungs- alter zu tun. Also wird durch den Antrag der Minderheit Il ein ganz wesentlicher Anteil der Versicherungsabschlüsse mit Einmalprämien eingeschränkt.
Übrigens sind die Abschlüsse mit Einmalprämien eine gute Gelegenheit für jene Leute, die nicht regelmässig gleich viel verdienen, sondern die nur sporadisch Gelegenheit haben, et- was auf die hohe Kante zu legen. Die Behauptung, es handle sich um Schlupflöcher für Gutbetuchte, wird durch das stän- dige Wiederholen nicht wahrer.
Tatsache ist, dass sich nach der Erhebung der Rentenanstalt mit Stichtag 13. Mai 1994 folgendes Bild ergibt: 39,4 Prozent der Policen liegt eine Einmalprämie von bis 10 000 Franken zugrunde; 20,5 Prozent eine solche von 10 000 bis 20 000 Franken; 23,5 Prozent eine solche von 20 000 bis 50 000 Fran- ken und lediglich 5,2 Prozent eine solche von über 100 000 Franken.
Wenn die Mitglieder der eidgenössischen Räte ihre Meinung über die Einmalprämien schon ändern, dann bitte ich Sie, das in verantwortbarem Rahmen zu tun und den Grundsatz von Treu und Glauben zu wahren. Mit Zustimmung zum Antrag der Minderheit II ist das möglich, und gleichzeitig schliessen Sie die Türe um ein grosses Stück. Dieser Antrag unterlag in der Kommission lediglich mit 10 zu 9 Stimmen.
Gros Jean-Michel (L, GE), porte-parole de la minorité III: Les arguments, tant en faveur de la solution cumulative que de la solution alternative, ont été exprimés de façon suffisamment exhaustive pour qu'il ne soit pas nécessaire de les reprendre un à un.
Nous sommes maintenant en procédure d'élimination des di- vergences et, force nous est de le constater, en situation blo- quée, puisque notre Conseil a opté à une très forte majorité pour la solution cumulative, tandis que le Conseil des Etats, à une très forte majorité aussi, prenait parti pour la solution alter- native. Il n'est dès lors pas très constructif de se borner, comme la majorité de ce Conseil, à maintenir notre décision, sans en modifier un iota, puisque l'on sait d'avance que le Conseil des Etats restera aussi très ferme sur ses positions an- térieures. Il faut donc essayer d'élaborer une solution mé-
diane, qui permette de débloquer la situation. C'est ce que tente de faire la minorité III.
Celle-ci vous proposait, premièrement et à titre principal, de vous rallier au Conseil des Etats, option qui présentait l'avan- tage de régler le problème tout en restant cohérent avec la vo- lonté du législateur exprimée en 1990, lors de l'élaboration de la loi fédérale sur l'impôt fédéral direct. Maintenant que vous avez rejeté la décision du Conseil des Etats, je n'y reviens pas, mais la minorité III vous propose un compromis, à savoir limi- ter l'exonération des rendements des assurances de capitaux à prime unique aux contrats qui auront duré 10 ans au moins. L'âge de l'assuré ne constituerait dès lors plus un critère pour déterminer si l'exonération doit être accordée ou non.
Cette proposition subsidiaire a l'avantage d'éliminer le point principal de divergence, qui est de savoir si l'on opte pour la solution cumulative ou pour la solution alternative. Elle ne re- tient plus qu'un critère, la durée du contrat. Cette longue durée de 10 ans est, à nos yeux, le motif essentiel permettant de justi- fier la différence de traitement fiscal entre une assurance-vie sous forme de prime unique et un placement bancaire. En ef- fet, à la différence d'un placement bancaire ou de fortune, une obligation ou un carnet d'épargne comme l'évoquait M. Cou- chepin, par exemple, les moyens investis ne sont pas disponi- bles en tout temps et, en cas de résiliation anticipée du contrat, il faut compter avec une perte financière importante. Ce long terme exigé pour bénéficier de l'exonération fiscale des rende- ments est une garantie certaine que ce placement revêt un ca- ractère de prévoyance. Il mérite donc, et la Constitution fédé- rale le permet, d'être favorisé.
En conclusion, la minorité III vous demande de faire ce mo- deste pas dans la direction du Conseil des Etats et de dégager ainsi un possible consensus dans cette affaire.
David Eugen (C, SG), Berichterstatter: Wenn ich die beiden Minderheitsanträge nach dem Grad der Steuerbefreiung ein- ordne, dann liegt der Antrag der Minderheit III (Gros Jean- Michel) eher näher bei der Kommissionsmehrheit und beim Bundesrat, und der Antrag der Minderheit II (Kühne)geht et- was weiter in Richtung ausgedehnte Steuerbefreiung gemäss Ständerat. Die Minderheit II (Kühne) möchte das Privileg da- durch etwas einschränken, dass die 60jährigen Personen nicht täglich solche Vermögensanlagen mit steuerfreien Zin- sen tätigen und rückrufen können sollen, sondern ihre Kapital- anlage soll mindestens 5 Jahre fest sein.
Die Kommissionsmehrheit sieht eigentlich keinen Grund, die Altersgrenze als entscheidend für eine Ausweitung das Privi- legs anzusehen, dass also jemand, der 60jährig ist oder dar- über, sein Kapital steuerlich günstiger anlegen können soll als Personen unter 60. Die jüngeren Personen müssen doch dann im Prinzip auch das Recht haben, 5 Jahre lang ihr Geld steuerfrei anzulegen. Es ist schwer zu begründen, weshalb die Anlage bei Älteren nur 5 Jahre dauern muss, bei Jüngeren da- gegen 10 Jahre.
Herr Kühne hat ausgeführt, dass das aus seiner Sicht bei den älteren Personen gerechtfertigt sei, weil sie Vorsorgebedürf- nisse hätten. Mit 60 Jahren sind indessen in der Regel die Vor- sorgebedürfnisse eher gedeckt als bei den Jungen, die am Anfang stehen und ihre Vorsorge noch aufbauen müssen.
Die Kommission hat diesen Antrag mit 10 zu 9 Stimmen, also knapp, abgelehnt.
Der Antrag der Minderheit III (Gros Jean-Michel) hat die Ver- einfachung für sich. Herr Gros Jean-Michel sagt: Wir gestatten allen Altersstufen zehnjährige Verträge mit steuerfreien Zin- sen. Wenn man das will, ist das eine generelle Förderung des Versicherungssparens. Dafür kann man sein. Aber das kostet natürlich Steuergeld. Ich bin nicht unbedingt gegen eine Spar- förderung, aber man muss sich dann allen Ernstes fragen: Warum machen wir nicht das, was einige Kantone tun, nämlich Sparförderung für alle, und sagen: Jedermann kann Kapital in einem Sparheft oder einer analogen Versicherungsanlage bis zu einem Betrag von 20 000 oder 30 000 Franken steuerfrei anlegen? Jedermann hätte dann diese Möglichkeit, auch der Kleinsparer mit seinem Sparheft. Das wäre eine korrekte Lö- sung einer allgemeinen Sparförderung. Das verursacht aber Steuerausfälle.
13-N
Impôt fédéral direct (LIFD). Modification de la loi
794
N
1er juin 1994
Die Kommissionsmehrheit war der Meinung, der Antrag der Minderheit III (Gros Jean-Michel) beinhalte keine rechtsglei- che allgemeine Sparförderung, und eine solche könne wegen der Steuerausfälle nicht verantwortet werden. Daher hält die Kommissionsmehrheit daran fest, dass der Altersvorsorge- zweck gewahrt bleiben muss: Die Möglichkeit des Bezugs der steuerfreien Kapitalerträge soll aufgrund eines zehnjährigen Vertrags erst mit Eintritt des 60. Altersjahrs gegeben sein. Die Verbindung beider Kriterien ist notwendig, um den Zweck der Privilegierung sicherzustellen: Altersvorsorge über den Weg des Versicherungssparens.
Mit 11 zu 9 Stimmen, also auch knapp, hat die Kommission den Antrag der Minderheit III (Gros Jean-Michel) abgelehnt Ich ersuche Sie, der Mehrheit zu folgen.
Couchepin Pascal (R, VS), rapporteur: Les propositions sub- sidiaires de la minorité II (Kühne) et de la minorité III (Gros Jean-Michel) veulent faire un pas en direction du Conseil des Etats qui veut favoriser les assurances à prime unique en auto- risant la solution alternative, c'est-à-dire celle qui prévoit que l'assurance a duré 10 ans au moins ou que l'assuré a 60 ans révolus.
La différence entre la proposition subsidiaire de la minorité II et celle de la minorité III est la suivante: dans la proposition de la minorité II, on maintient l'âge de 60 ans, et on réduit la durée du contrat à 5 ans. A première vue, on a le sentiment que c'est une bonne solution, mais, à la réflexion, on se dit non pas qu'elle est perverse, ce serait aller trop loin, mais qu'elle crée une illusion d'optique. Ce n'est pas parce que vous avez 60 ans que, par définition, tout ce que vous faites, c'est de la prévoyance vieillesse. En réduisant la durée de l'assurance à 5 ans, on favorise au contraire des placements chez les per- sonnes âgées, qui ne sont pas destinés à la prévoyance vieil- lesse, mais qui permettent à la personne âgée de bénéficier du privilège fiscal et, ensuite, peut-être au bout de 5 ans, de repla- cer cette somme ailleurs. Donc, maintenir la notion d'âge li- mite et réduire de 5 ans, c'est augmenter, d'une certaine ma- nière, le privilège fiscal, ce n'est pas rendre plus dure l'obten- tion de ces avantages. Le maintien de l'âge, en l'occurrence, crée une illusion d'optique; ce n'est pas réellement de la pré- voyance qu'on poursuit ici, c'est autre chose, c'est un privilège fiscal.
La proposition subsidiaire de la minorité III est, quant à elle, évidemment plus proche de celle de la majorité de la commis- sion. En effet, si une assurance dure 10 ans, on peut penser lé- gitimement que, du fait de la durée, elle n'a pas un but d'abord spéculatif, mais qu'elle a un but stratégique et proche de la prévoyance. L'ennui, c'est que si l'on supprime l'âge limite, cela signifie que quelqu'un de 35 ans peut, parce qu'il a un bon métier pendant 10 ans, placer son argent dans une assu- rance à prime unique, bénéficier du privilège fiscal et replacer cette somme ailleurs sans qu'il y ait eu le moindre but de pré- voyance durant ces 10 ans. C'est une forme agréable, utile et intéressante de placement, comme on aurait pu le faire ail- leurs. Il n'y a pas la notion de prévoyance qui est nécessaire dans ce cas-là et dans bien d'autres.
C'est la raison pour laquelle la majorité de la commission considère qu'il faut maintenir les conditions cumulatives et l'âge limite, cela contre l'avis de la minorité III, et ne pas accep- ter la réduction de la durée de l'assurance proposée par la minorité II. Personnellement, je me suis rallié à la proposition de la minorité III, ce qui a fait plaisir à M. Gros.
Stich Otto, Bundespräsident: Man hat nie ausgelernt, Herr Kühne. Ich habe Sie bis jetzt immer zur Kategorie der Landwirt- schaftsvertreter gezählt, jetzt sind Sie offensichtlich zu den Versicherungen gegangen. Ich hoffe, dass Sie mich minde- stens dann unterstützen, wenn ich bei der Landwirtschaft Ein- sparungen machen will - denn Sie möchten ja dem Bund we- niger Geld zukommen lassen. Man kann nicht auf der einen Seite Geld wegnehmen, Steuern einsparen und auf der ande- ren Seite zum Bund kommen und sagen: Bitte, wir sollten Bei- träge haben, Beiträge und noch einmal Beiträge. Zweimal kann man sie nicht haben, die Vorteile.
Ich bitte Sie, diese beiden Minderheitsanträge abzulehnen.
Gemäss Minderheitsantrag III (Gros Jean-Michel) soll folgen- des gelten: Die Erträge sind steuerfrei, sofern das Vertragsver- hältnis mindestens 10 Jahre gedauert hat. Herr Gros, was neh- men Sie hier für Interessen wahr? Soll allein die Langfristigkeit eines Vertrages ausschlaggebend sein, dass man den Ertrag nicht mehr versteuern muss? Gut, Sie könnten auch sagen: Wenn einer 10 Jahre in einem Geschäft gearbeitet hat, muss er sein Einkommen nicht mehr versteuern. Das wäre analog. Aber es ist nicht zu begreifen, warum man plötzlich kommt und sagt: 10 Jahre Anlage, dann bin ich steuerfrei. Das ist doch nicht logisch! Sie bevorzugen im Grunde genommen hier die Versicherungsgesellschaften, weil die so sicher sein können, dass sie das Geld für 10 Jahre fest haben und sich darum wei- ter nicht kümmern müssen. Das machen Sie, Sie bevorzugen die Versicherungsgesellschaften.
Ganz abgesehen davon, dass es natürlich hier bei diesen Ge- schäften immer eine Bevorzugung des Versicherungssparens gegenüber dem Banksparen ist. Ich selber finde, die Banken sollten mindestens gleichlange Spiesse haben.
Es ist nicht einzusehen, warum eine Einmaleinlage auf 10 Jahre, welche im Alter zwischen 20 und 30 Jahren getätigt würde, nachher 30 oder 40 Jahre steuerfrei sein sollte. Wenn Sie das Geld bei einer Bank auf 10 Jahre anlegen oder wenn Sie eine Obligation auf 10 Jahre kaufen, sind die Kapitalerträge auch nicht steuerfrei, Herr Gros. Wo bleibt da die Gerechtigkeit, wo bleibt da der Gerechtigkeitssinn? Das ist die Frage.
Zur Begründung des Antrages der Minderheit II (Kühne) - 60. Altersjahr und eine Dauer von mindestens 5 Jahren - kann man sagen: Retten wir, was zu retten ist. Versuchen wir, wenn wir uns nicht länger steuerfrei versorgen und versichern kön- nen, wenigstens noch 5 Jahre steuerfrei zu sein. Aber es gibt auch dafür keinen Grund. Grundsätzlich muss man sagen: Je- des Einkommen - woher es auch kommt - sollte gleichermas- sen besteuert werden.
Wenn es gelingt, für sich selber Vorteile herauszuholen, so be- deutet das nichts anderes, als dass Sie damit grosszügiger- weise sagen: Die anderen, die es sich nicht leisten können, diese Anlagereform zu wählen oder die dies bedenklich fin- den, die verstehen vielleicht zu wenig oder sind zu gutmütig, die sollen bestraft werden. Im Grunde genommen ist das, was man für sich selber nicht bereit zu zahlen ist, was man selber herausnimmt, eine Verteilung auf alle übrigen.
Deshalb bitte ich Sie, diese beiden Minderheitsanträge abzu- lehnen.
Kühne Josef (C, SG), Sprecher der Minderheit II: Herr Bun- desrat Stich, jetzt haben Sie mich doch etwas in meiner Ehre getroffen. Ich kann Ihnen sagen, ich mache das nicht für mich, ich habe keinen solchen Vertrag, und ich werde keinen sol- chen abschliessen.
Sie werden bei einer Annahme des Antrages der Minderheit II gegenüber der bisherigen Praxis eine wesentliche Mehrein- nahme haben, so, wie ich Sie schon oft bei der Erlangung von Mehreinnahmen unterstützt habe.
Abstimmung - Vote
Eventuell - A titre préliminaire Für den Antrag der Minderheit II 72 Stimmen Für den Antrag der Minderheit III 55 Stimmen
Definitiv - Définitivement Für den Antrag der Mehrheit 75 Stimmen Für den Antrag der Minderheit II 68 Stimmen
Art. 205a
Antrag der Kommission Titel
Altrechtliche Kapitalversicherungen mit Einmalprämie Wortlaut
Bei Kapitalversicherungen gemäss Artikel 20 Absatz 1 Buch- stabe a, die vor Ende 1993 abgeschlossen wurden, bleiben die Erträge steuerfrei, sofern bei Auszahlung das Vertragsver- hältnis mindestens 10 Jahre gedauert oder der Versicherte das 60. Altersjahr vollendet hat.
Zollabkommen. Übereinkommen
795
Art. 205a
Proposition de la commission
Titre
Assurances de capitaux acquittées au moyen d'une prime unique Texte
Les rendements des assurances de capitaux selon l'article 20 alinéa 1er lettre a, qui ont été conclues avant la fin de 1993, de- meurent exonérés dans la mesure où, au moment où l'assure touche la prestation, le rapport contractuel a duré au moins 10 ans ou que l'assuré a accompli sa 60e année.
David Eugen (C, SG), Berichterstatter: Dieser Artikel 205a, Übergangsbestimmung, ist ein klarer Schritt in Richtung des Ständerates. Insbesondere ist damit der Vorwurf, man verletze Treu und Glauben, vollständig vom Tisch. Das scheint mir auch wichtig und richtig. Es soll niemand, weil er in der Ver- gangenheit solche Verträge abgeschlossen hat, in irgendei- ner Form benachteiligt werden. Das war ja der Hauptvorwurf gegen diese Gesetzesrevision: Man verletze das Vertrauen gutgläubiger Bürgerinnen und Bürger.
Ich bitte Sie daher, diesem Schritt in Richtung Ständerat in die- ser Form, Artikel 205a, zuzustimmen. Er bedeutet: Die alten, vor 1993 abgeschlossenen Verträge gelten auch bezüglich der Steuerfolgen. Auch wenn sie bis zum Jahr 2000 und dar- über hinaus dauern, können die Zinsen aus diesen Verträgen noch steuerfrei bei Ablauf der Verträge bezogen werden. Das ist in meiner Optik ein recht grosser Schritt hin zum Ständerat.
Angenommen - Adopté
Couchepin Pascal (R, VS), rapporteur: Le problème que je soulève est purement formel, c'est un problème de vocabu- laire.
Lors de la votation finale du 19 décembre 1990 - il y a quatre ans -, nous avions, en article 177 alinéa 1er, adopté une for- mulation en français qui ne correspondait ni au texte allemand ni à notre volonté. Le texte allemand est le suivant: « .... haftet überdies solidarisch für die hinterzogene Steuer». Nous avions traduit: «En outre, l'autorité fiscale peut exiger de lui le paiement solidaire de l'impôt soustrait. » Or, «haftet» ne signifie pas «peut exiger», mais qu'on est solidairement responsable. Alors, nous vous proposons de modifier le texte pour la vota- tion finale de la manière suivante: «En outre, il répond solidai- rement de l'impôt soustrait. » La formule potestative qui ne cor- respondait pas à notre volonté disparaît donc. Il n'y a pas de modification de fond.
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
93.097
Zollabkommen. Übereinkommen über die vorübergehende Verwendung Convention douanière relative à l'admission temporaire
Botschaft und Beschlussentwurf vom 13. Dezember 1993 (BBI 1994 || 1) Message et projet d'arrêté du 13 décembre 1993 (FF 1994 1| 1) Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Mühlemann Ernst (R, TG) unterbreitet im Namen der Aussen- politischen Kommission (APK) den folgenden schriftlichen Be- richt:
Definition des Begriffes «vorübergehende Verwendung»:
Unter vorübergehender Verwendung versteht man das Zoll- verfahren, nach dem bestimmte Waren unter Aussetzung der Eingangsabgaben und ohne Einfuhrverbote und Einfuhrbe- schränkungen wirtschaftlicher Art für einen bestimmten Zweck in ein Zollgebiet eingeführt werden, um innerhalb einer bestimmten Frist in unverändertem Zustand wieder ausge- führt zu werden.
Zielsetzung des Übereinkommens:
Ziel des Übereinkommens vom 26. Juni 1990 - auch unter der Bezeichnung «Übereinkommen von Istanbul» bekannt - ist die Zusammenfassung aller diesbezüglichen Bestimmungen aus bestehenden Übereinkommen in einer einzigen Zollkon- vention. Mit Hilfe von einheitlichen Bestimmungen wird der Zu- gang zu internationalen Regeln der vorübergehenden Ver- wendung erleichtert und die Entwicklung des internationalen Handels wirksam gefördert. Ferner werden im Interesse von wirtschaftlichen, humanitären, kulturellen und touristischen Belangen eine Vereinfachung und eine Harmonisierung der Zollverfahren herbeigeführt.
Inhalt des Übereinkommens:
Jede Vertragspartei ist verpflichtet, die in den Anlagen des Übereinkommens aufgeführten Waren (einschliesslich Beför- derungsmittel) nach den Bestimmungen des Übereinkom- mens zuzulassen. Jede einzelne Anlage behandelt eine Kate- gorie von Waren und enthält die auf diese Warenkategorie an- wendbaren Bestimmungen. Bei der Annahme der Anlagen sind Vorbehalte erlaubt, sofern innerstaatliche Rechtsvor- schriften von jenen der Anlage abweichen. Die Schweiz macht bei der Anlage B.3. (Behälter, Paletten, Umschliessungen, Muster und andere im Rahmen eines Handelsgeschäftes ein- geführte Waren) und bei der Anlage B.5. (Waren, die für den Unterricht, für wissenschaftliche oder für kulturelle Zwecke eingeführt werden) von diesem Recht Gebrauch (für Einzelhei- ten siehe Botschaft). Jede Vertragspartei ist berechtigt, für die vorübergehende Verwendung von Waren (einschliesslich Be- förderungsmittel) die Vorlage eines Zollpapieres und die Lei- stung einer Sicherheit zu verlangen. Waren, die zur vorüberge- henden Verwendung eingeführt werden, sind innerhalb einer bestimmten Frist, die für den Zweck der vorübergehenden Verwendung als ausreichend gilt, wiederauszuführen. Das Übereinkommen setzt nur Mindesterleichterungen fest. Es hindert die Vertragsparteien nicht daran, weiter gehende Er- leichterungen zu gewähren.
Auswirkungen des Übereinkommens:
Die Bestimmungen des Übereinkommens stellen kein neues Zollverfahren dar, sondern entsprechen weitgehend Regeln, die heute schon Anwendung finden. Deshalb wird die prakti- sche Anwendung des Übereinkommens im grossen und gan- zen keine wesentlichen Änderungen bringen. Die Anwendung des Übereinkommens wird auch keine finanziellen und perso- nellen Auswirkungen haben.
Verhältnis zum europäischen Recht:
Das Übereinkommen ist mit dem EU-Recht vereinbar.
Mühlemann Ernst (R, TG) présente au nom de la Commission de politique extérieure (CPE) le rapport écrit suivant:
Définition de l'expression «admission temporaire»:
Par admission temporaire, on entend le régime douanier qui permet de recevoir dans un territoire douanier, en suspension des droits et taxes à l'importation, sans application des prohi- bitions ou restrictions à l'importation de caractère économi- que, certaines marchandises importées dans un but défini et destinées à être réexportées, dans un délai déterminé, sans avoir subi de modifications.
Objectifs de la convention:
La convention du 26 juin 1990 (également connue sous le nom de «Convention d'Istanbul») vise à regrouper en un seul instrument l'ensemble des dispositions relatives à l'admission temporaire des marchandises figurant dans des conventions et accords déjà en vigueur. Des dispositions unitaires facilite- ront en effet l'accès à la réglementation internationale en vi- gueur sur l'admission temporaire et permettront un dévelop- pement efficace du commerce international. La convention a
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Direkte Bundessteuer (DBG). Bundesgesetz. Änderung Impôt fédéral direct (LIFO). Modification de la loi
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Année
1994
Anno
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II
Volume
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Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
04
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.029
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
01.06.1994 - 15:00
Date
Data
Seite
789-795
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Pagina
Ref. No
20 024 089
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