Parliamentary postulate on youth session rules rejected

20023859Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)18.03.1994Dismissed

Zusammenfassung

Peter Jenni’s postulate 93.3625 requested that the Federal Council examine whether rules of the Council regulations should apply to youth sessions, how seats should be distributed more fairly, and whether tribunal seats should be allocated by parliamentary services. The Federal Council replied that these matters fall within the competence of the Federal Chambers and the parliamentary services, while youth organizations remain responsible for the democratic composition of the youth session. It therefore proposed rejection, and the National Council rejected the postulate on 18 March 1994.

Regest

Parliamentary postulate; youth session organization and seat allocation are not matters for the Federal Council where the event is held under parliamentary patronage and organized by youth bodies. The Federal Council may decline to intervene when competence lies with the Chambers and parliamentary services, and when the organizers retain responsibility for representative selection (consid. none).

Gesamter Gesetzestext

Postulat Ruffy

594

N

18 mars 1994

Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort.

Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 6. Dezember 1993 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Déclaration écrite du Conseil fédéral du 6 décembre 1993 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat

Überwiesen - Transmis

93.3625

Postulat Jenni Peter Jugendsession Session des jeunes

Wortlaut des Postulates vom 15. Dezember 1993 Bevor eine weitere Jugendsession stattfindet, bitte ich den Bundesrat, folgende Punkte zu prüfen:

  • Um die Reinigungsarbeiten in Grenzen zu halten, soll ge- prüft werden, ob verschiedene Artikel aus dem Ratsreglement auch an der Jugendsession anzuwenden sind.

  • Es ist zu prüfen, wie eine gerechtere Sitzverteilung erreicht werden kann. Allenfalls sind die Sitze nach dem bestehenden Parteienproporz aufzuteilen. Die im Parlament vertretenen Parteien hätten so die Möglichkeit, ihre Anzahl Sitze an die Ju- gendverbände und Jungpolitiker zu verteilen. Sie müssten sich somit auch mit der Jugendpolitik auseinandersetzen!

  • Zudem ist zu prüfen, ob es nicht sinnvoller wäre, die Tribü- nenplätze über die Parlamentsdienste zu verteilen.

Texte du postulat du 15 décembre 1993

Avant qu'une nouvelle session des jeunes n'ait lieu, je prie le Conseil fédéral d'étudier les points suivants:

  • Nettoyage des locaux:

Ne faudrait-il pas appliquer certains articles du règlement du Conseil national à la session des jeunes, afin de limiter les tra- vaux de nettoyage?

  • Equité dans la répartition des sièges:

Par quel moyen pourrait-on parvenir à une répartition équita- ble des sièges? Ne pourrait-on les partager entre les partis se- lon le nombre de sièges qu'ils ont au Parlement? Les partis re- présentés au Parlement auraient ainsi la possibilité d'attribuer leurs sièges aux associations de jeunes ainsi qu'à des jeunes engagés en politique, ce qui obligerait aussi ces partis à se préoccuper de la politique des jeunes!

  • Attribution des places des tribunes: Ne serait-il pas plus judicieux que ce soit les Services du Parle- ment qui attribuent les places dans les tribunes?

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bischof, Borer Roland, Dre- her, Giezendanner, Keller Rudolf, Kern, Maspoli, Moser, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Seiler Hanspeter, Stalder, Steffen, Steinemann (14)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Der Ablauf der Jugendsession 1993 lässt vermuten, dass ver- schiedene organisatorische Angelegenheiten nicht geregelt sind. Ob Transparente in den Ratssaal gehören oder ob das Picknicken und Velofahren im Bundeshaus toleriert werden

müssen, ist fraglich. Zudem wurde von verschiedenen Seiten festgestellt, dass die politische Auswahl der Teilnehmer sehr einseitig war. Sogar die Tribünenbillette für die Parlamentarier wurden anscheinend nur an Bevorzugte abgegeben.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 2. Februar 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 février 1994

Die Gewährung des Gastrechtes zur Durchführung von Ju- gendsessionen im Nationalratssaal liegt in der Kompetenz der eidgenössischen Räte. Es ist deshalb grundsätzlich auch nicht Aufgabe des Bundesrates, die Anwendung verschiede- ner Artikel aus dem Ratsreglement für Jugendsessionen zu überprüfen.

Der Ordnungsdienst und die Durchsetzung von Verhaltensre- geln liegen in der Verantwortung der Parlamentsdienste, wel- che direkt den eidgenössischen Räten unterstellt sind. Des- halb kann der Bundesrat auch nicht über die Verteilung von Tribünenplätzen bestimmen.

Die Jugendlichen, welche Jugendsessionen in eigener Initia- tive organisieren, sind auch für eine möglichst repräsentative und demokratische Vertretung selber verantwortlich. Das Pa- tronat hat die Eidgenössische Kommission für Jugendfragen übernommen, welche das Projekt begleitet hat und für eine korrekte Durchführung besorgt war. Die Jugendsession vom 4. Dezember 1993 wurde von der Schweizerischen Arbeitsge- meinschaft der Jugendverbände (SAJV) organisiert, in wel- cher ein breites Spektrum von Jugendorganisationen vertre- ten ist. An der Jugendsession interessierte Jugendliche konn- ten sich aufgrund einer Ausschreibung melden, welche über verschiedenste Kanäle erfolgt ist (SAJV-Mitglieder, andere Ju- gendverbände, Zeitschrift Dialog, kantonale Erziehungsdirek- tionen, Schüler- und Schülerinnen-Zeitschriften, Medien, Ju- gendzentren, kantonale und kommunale Jugendparlamente). Aufgrund der eingegangenen Anmeldungen wurde ein mög- lichst breites Spektrum (Herkunft, Geschlecht usw.) berück- sichtigt. Politische Gesichtspunkte standen bei der Auswahl allerdings nicht im Vordergrund. Der Bundesrat sieht keine Notwendigkeit, den Jugendlichen entsprechende Vorschrif- ten zu machen.

Da die Jugendsession eine von den Jugendlichen und ihren Verbänden in eigener Verantwortung durchgeführte Veranstal- tung ist, in die der Bundesrat nicht zuletzt aus staatsbürgerli- chen Überlegungen so wenig als möglich eingreifen will, be- antragt er Ablehnung des Postulates.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.

Abgelehnt - Rejeté

93.3670 Postulat Ruffy Nationales Forschungsprogramm. Studien über die Korruption Recherches sur la corruption. Programme national de recherche

Wortlaut des Postulates vom 17. Dezember 1993 Der Bundesrat wird eingeladen, dafür zu sorgen, dass im Rah- men des vor kurzem beschlossenen Nationalen Forschungs- programms «Gewalt im Alltag und organisierte Kriminalität» ein besonderes Gewicht auf die Korruption und die Mittel zu ihrer Bekämpfung gelegt wird.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Jenni Peter Jugendsession Postulat Jenni Session des jeunes

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1994

Année

Anno

Band

I

Volume

Volume

Session

Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

18

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 93.3625

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

18.03.1994 - 08:00

Date

Data

Seite

594-594

Page

Pagina

Ref. No

20 023 859

Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.

Schlagwörter

parliamentary postulateyouth sessionseat allocationparliamentary servicesorganizational competencedemocratic representation