N
593
Postulat SGK-NR
Deshalb ist es zwingend notwendig, dass der Bundesrat die Verhandlungen aufnimmt, und zwar unverzüglich.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 7. März 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 7 mars 1994
Eine Aktivierung des Gesuches um Aufnahme von Beitrittsver- handlungen ist gegenwärtig nicht opportun. Die Frage bleibt jedoch Gegenstand laufender Prüfungen, die auf sämtliche in- nen- und aussenpolitischen Entwicklungen Rücksicht nimmt. Der Bundesrat ist deshalb bereit, das Postulat im Sinne der Überlegungen des Berichtes vom 29. November 1993 über die Aussenpolitik der Schweiz in den neunziger Jahren (93.098) entgegenzunehmen.
Präsidentin: Der Vorstoss wird von Herrn Keller Rudolf be- kämpft. Die Diskussion wird verschoben.
Verschoben - Renvoyé
93.3503
Postulat Wick Pflegepraktikum als Voraussetzung zum Medizinstudium Stage d'infirmier comme condition aux études de médecine
Wortlaut des Postulates vom 8. Oktober 1993
Es ist unbestritten, dass zu viele Ärztinnen und Ärzte ausgebil- det werden. Die Zahl der ausgebildeten Ärzte beeinflusst aber direkt die in der Sozialversicherung entstehenden Kosten. Eine Kosteneindämmung ohne eine sinnvolle Zulassungsbe- schränkung zum Medizinstudium ist nicht denkbar, da be- kanntlich die Leistungserbringer (Ärztinnen und Ärzte) einen beträchtlichen Spielraum im Angebot ihrer eigenen Leistun- gen haben. Statistiken erhärten diese Aussage.
Etliche Länder haben deshalb den Numerus clausus fürs Me- dizinstudium eingeführt. Ein befriedigendes Modell existiert aber nicht Die Bewertung nach Maturitätsnoten - wie in Deutschland - hat in den betreffenden Gymnasialklassen zu einer Entsolidarisierung und zu einem Kampf von allen gegen alle um gute Noten geführt. Die Idee, die Beschränkung durch eine Verschärfung des 1. Propädeutikums zu erreichen, birgt genau die gleiche Gefahr (nur etwas später) in sich. Die grosse Zahl der Anfänger wird dadurch nicht eingeschränkt. Die Qua- lität der Ausbildung in den naturwissenschaftlichen Grundla- gen leidet zwangsläufig unter dieser grossen Zahl von Studen- tinnen und Studenten.
Ich bitte deshalb den Bundesrat, die Einführung eines Pflege- praktikums von einem Jahr (wie schon 1977 von Herrn Profes- sor Fahrländer in Basel vorgeschlagen) in Betracht zu ziehen. Die Konfrontation mit schweren Pflegesituationen (Behin- derte: stationär und im Spitex-Bereich, Psychogeriatrie und Al- terspflege seien als Beispiele erwähnt) könnte wenig geeig- nete Bewerberinnen und Bewerber vom Medizinstudium ab- halten.
Ich bitte den Bundesrat ferner, zu prüfen, ob diese Mass- nahme auf der Grundlage des Bundesgesetzes betreffend die Freizügigkeit des Medizinpersonals in der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 811.11) auf Verordnungsebene ein- geführt werden könnte.
Texte du postulat du 8 octobre 1993
La Suisse, indiscutablement, forme trop de médecins. Or, le nombre de médecins diplômés a des conséquences directes sur les coûts de l'assurance sociale. Une réduction de ces
coûts qui ne serait pas accompagnée d'une restriction des en- trées en facultés de médecine n'est pas pensable. On sait en effet que ceux qui fournissent les prestations, en l'occurrence les médecins, ont une liberté considérable quant à l'offre de leurs prestations; les statistiques corroborent d'ailleurs ces faits.
C'est dans ce contexte que certains pays ont introduit le nume- rus clausus dans les facultés de médecine, bien qu'aucun mo- dèle ne soit satisfaisant. L'évaluation selon les notes obtenues à la maturité, comme cela se fait en Allemagne, a conduit, dans les classes de gymnase concernées, à une désolidarisa- tion et à une forte concurrence entre les élèves dans le but d'obtenir la meilleure note. L'idée de réduire le nombre des immatriculations en augmentant la difficulté du premier propé- deutique recèle en soi le même danger (qui ne se révélera que plus tard). Le nombre de débutants n'en sera pas réduit, et la qualité de la formation dans le domaine des sciences physi- ques et naturelles en pâtira inévitablement.
C'est pourquoi je demande au Conseil fédéral d'examiner la possibilité d'introduire un stage d'infirmier d'une durée d'un an, comme le professeur Fahrländer de Bâle l'avait déjà pro- posé en 1977. La confrontation à des situations de soins diffici- les (soins aux handicapés, en hôpital ou à domicile, psycho- gériatrie et soins aux personnes âgées, par exemple) pourrait décourager les candidates et les candidats peu aptes aux étu- des de médecine.
En outre, je prie le Conseil fédéral d'examiner si une telle me- sure pourrait être introduite par voie d'ordonnance sur la base de la loi fédérale concernant l'exercice des professions de mé- decin, de pharmacien et de vétérinaire dans la Confédération suisse.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 22. Dezember 1993 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 22 décembre 1993 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Präsidentin: Der Vorstoss wird von Frau Hollenstein be- kämpft. Die Diskussion wird verschoben.
Verschoben - Renvoyé
93.3530
Postulat SGK-NR (92.442) AHV plus Postulat CSSS-CN (92.442) AVS plus
Wortlaut des Postulates vom 22. Oktober 1993 Der Bundesrat wird gebeten, über die mit der parlamentari- schen Initiative Tschopp «AHV plus» (92.442) angesprochene Problematik einen Bericht zu verfassen und allfällige neue Lö- sungsmöglichkeiten aufzuzeigen - sei dies im Rahmen der Er- gänzungsleistungen oder im Sinne der Initiative.
Texte du postulat du 22 octobre 1993
Le Conseil fédéral est prié de rédiger un rapport sur la problé- matique évoquée par l'initiative parlementaire Tschopp «AVS plus» (92.442) et d'énumérer les diverses solutions envisagea- bles - soit dans le cadre des prestations complémentaires, soit dans le sens de ladite initiative.
75-N
Postulat Ruffy
594
N
18 mars 1994
Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort.
Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 6. Dezember 1993 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 6 décembre 1993 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat
Überwiesen - Transmis
93.3625
Postulat Jenni Peter Jugendsession Session des jeunes
Wortlaut des Postulates vom 15. Dezember 1993 Bevor eine weitere Jugendsession stattfindet, bitte ich den Bundesrat, folgende Punkte zu prüfen:
Um die Reinigungsarbeiten in Grenzen zu halten, soll ge- prüft werden, ob verschiedene Artikel aus dem Ratsreglement auch an der Jugendsession anzuwenden sind.
Es ist zu prüfen, wie eine gerechtere Sitzverteilung erreicht werden kann. Allenfalls sind die Sitze nach dem bestehenden Parteienproporz aufzuteilen. Die im Parlament vertretenen Parteien hätten so die Möglichkeit, ihre Anzahl Sitze an die Ju- gendverbände und Jungpolitiker zu verteilen. Sie müssten sich somit auch mit der Jugendpolitik auseinandersetzen!
Zudem ist zu prüfen, ob es nicht sinnvoller wäre, die Tribü- nenplätze über die Parlamentsdienste zu verteilen.
Texte du postulat du 15 décembre 1993
Avant qu'une nouvelle session des jeunes n'ait lieu, je prie le Conseil fédéral d'étudier les points suivants:
Ne faudrait-il pas appliquer certains articles du règlement du Conseil national à la session des jeunes, afin de limiter les tra- vaux de nettoyage?
Par quel moyen pourrait-on parvenir à une répartition équita- ble des sièges? Ne pourrait-on les partager entre les partis se- lon le nombre de sièges qu'ils ont au Parlement? Les partis re- présentés au Parlement auraient ainsi la possibilité d'attribuer leurs sièges aux associations de jeunes ainsi qu'à des jeunes engagés en politique, ce qui obligerait aussi ces partis à se préoccuper de la politique des jeunes!
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bischof, Borer Roland, Dre- her, Giezendanner, Keller Rudolf, Kern, Maspoli, Moser, Scherrer Jürg, Scherrer Werner, Seiler Hanspeter, Stalder, Steffen, Steinemann (14)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Ablauf der Jugendsession 1993 lässt vermuten, dass ver- schiedene organisatorische Angelegenheiten nicht geregelt sind. Ob Transparente in den Ratssaal gehören oder ob das Picknicken und Velofahren im Bundeshaus toleriert werden
müssen, ist fraglich. Zudem wurde von verschiedenen Seiten festgestellt, dass die politische Auswahl der Teilnehmer sehr einseitig war. Sogar die Tribünenbillette für die Parlamentarier wurden anscheinend nur an Bevorzugte abgegeben.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 2. Februar 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 février 1994
Die Gewährung des Gastrechtes zur Durchführung von Ju- gendsessionen im Nationalratssaal liegt in der Kompetenz der eidgenössischen Räte. Es ist deshalb grundsätzlich auch nicht Aufgabe des Bundesrates, die Anwendung verschiede- ner Artikel aus dem Ratsreglement für Jugendsessionen zu überprüfen.
Der Ordnungsdienst und die Durchsetzung von Verhaltensre- geln liegen in der Verantwortung der Parlamentsdienste, wel- che direkt den eidgenössischen Räten unterstellt sind. Des- halb kann der Bundesrat auch nicht über die Verteilung von Tribünenplätzen bestimmen.
Die Jugendlichen, welche Jugendsessionen in eigener Initia- tive organisieren, sind auch für eine möglichst repräsentative und demokratische Vertretung selber verantwortlich. Das Pa- tronat hat die Eidgenössische Kommission für Jugendfragen übernommen, welche das Projekt begleitet hat und für eine korrekte Durchführung besorgt war. Die Jugendsession vom 4. Dezember 1993 wurde von der Schweizerischen Arbeitsge- meinschaft der Jugendverbände (SAJV) organisiert, in wel- cher ein breites Spektrum von Jugendorganisationen vertre- ten ist. An der Jugendsession interessierte Jugendliche konn- ten sich aufgrund einer Ausschreibung melden, welche über verschiedenste Kanäle erfolgt ist (SAJV-Mitglieder, andere Ju- gendverbände, Zeitschrift Dialog, kantonale Erziehungsdirek- tionen, Schüler- und Schülerinnen-Zeitschriften, Medien, Ju- gendzentren, kantonale und kommunale Jugendparlamente). Aufgrund der eingegangenen Anmeldungen wurde ein mög- lichst breites Spektrum (Herkunft, Geschlecht usw.) berück- sichtigt. Politische Gesichtspunkte standen bei der Auswahl allerdings nicht im Vordergrund. Der Bundesrat sieht keine Notwendigkeit, den Jugendlichen entsprechende Vorschrif- ten zu machen.
Da die Jugendsession eine von den Jugendlichen und ihren Verbänden in eigener Verantwortung durchgeführte Veranstal- tung ist, in die der Bundesrat nicht zuletzt aus staatsbürgerli- chen Überlegungen so wenig als möglich eingreifen will, be- antragt er Ablehnung des Postulates.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen.
Abgelehnt - Rejeté
93.3670 Postulat Ruffy Nationales Forschungsprogramm. Studien über die Korruption Recherches sur la corruption. Programme national de recherche
Wortlaut des Postulates vom 17. Dezember 1993 Der Bundesrat wird eingeladen, dafür zu sorgen, dass im Rah- men des vor kurzem beschlossenen Nationalen Forschungs- programms «Gewalt im Alltag und organisierte Kriminalität» ein besonderes Gewicht auf die Korruption und die Mittel zu ihrer Bekämpfung gelegt wird.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat SGK-NR (92.442) AHV plus Postulat CSSS-CN (92.442) AVS plus
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In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1994
Année
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
18
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3530
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
18.03.1994 - 08:00
Date
Data
Seite
593-594
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Pagina
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20 023 858
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