CP et CPM. Punissabilité de l'organisation criminelle
976
E 9 décembre 1993
92.3419
Motion des Nationalrates (Baumberger) Fristverlängerung für die Ausrüstung privater Schutzräume Motion du Conseil national (Baumberger) Équipement des abris privés. Prolongation du délai
Wortlaut der Motion vom 19. März 1993
Der Bundesrat wird beauftragt, durch Aenderung der Schutz- bautenverordnung die bis 31. Dezember 1995 laufende Frist für die Ausrüstung der privaten Schutzräume angemessen zu verlängern.
Texte de la motion du 19 mars 1993
Le délai pour l'équipement des abris privés arrive à échéance le 31 décembre 1995. Le Conseil fédéral est donc chargé de le prolonger en modifiant l'ordonnance sur les abris.
Herr Schoch unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Die Sicherheitspolitische Kommission behandelte diese Mo- tion an ihrer Sitzung vom 21. und 22. Oktober 1993 im Rah- men der Vorberatung der Revision des Bundesgesetzes über die baulichen Massnahmen im Zivilschutz (BMG).
Die Kommission kam dabei zu folgenden Schlussfolge- rungen:
Materiell betrachtet ist die Motion durchaus gerechtfertigt, denn das Bedrohungsbild hat sich geändert, und bauliche Massnahmen stehen nicht mehr im Vordergrund. Im übrigen sind viele Gemeinden aufgrund ihrer derzeitigen finanziellen Schwierigkeiten nicht mehr wie früher in der Lage, die Schutz- raumausrüstungen selbst anzuschaffen und den Eigentü- mern zur Verfügung zu stellen. Zur Vermeidung von Rechtsun- gleichheiten und im Hinblick auf die Inkraftsetzung der neuen Zivilschutzgesetzgebung muss die in Artikel 23 der Schutz- bautenverordnung (SR 520.21) auf den 31. Dezember 1995 angesetzte Frist verlängert werden.
Formell betrachtet, fällt die in der Motion verlangte Fristverlän- gerung gemäss Artikel 8 des BMG in den ausschliesslichen Zuständigkeitsbereich des Bundesrates. Artikel 25 Absatz 1 des Geschäftsreglementes des Ständerates hält ausdrücklich fest, dass sich eine Motion nicht auf den Zuständigkeitsbe- reich des Bundesrates beziehen kann.
M. Schoch présente au nom de la commission le rapport écrit suivant:
La Commission de la politique de sécurité a traité de cette mo- tion lors de sa séance des 21 et 22 octobre 1993 dans le cadre de l'examen préliminaire des modifications de la loi fédérale sur les constructions de protection civile (LCPCi).
La commission est parvenue aux conclusions suivantes. Sur le fond la motion se justifie pleinement, car les menaces ne sont plus les mêmes qu'auparavant et la nécessité de cons- truire des abris et de les équiper n'est plus une priorité. D'autre part, de nombreuses communes font actuellement face à des difficultés financières qui ne leur permettent plus, comme par le passé, d'acquérir le matériel d'équipement des abris et de le mettre à disposition des privés. Afin d'éviter des inégalités de droit et dans la perspective de l'entrée en vigueur de la nou- velle législation sur la protection civile, il est nécessaire de pro- longer le délai du 31 décembre 1995 tel que fixé à l'article 23 de l'ordonnance sur les abris (RS 520.21).
Du point de vue formel, la commission constate que la motion traite d'un délai qui relève de la seule compétence du Conseil
fédéral, conformément à l'article 8 de la LCPCi. L'article 25 ali- néa premier du Règlement du Conseil des Etats prévoit ex- pressément qu'une motion ne peut avoir trait à une affaire qui relève d'une compétence législative déléguée au Conseil fé- déral.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt einstimmig, diese reglements- widrige Motion in Form eines Postulates beider Räte zu über- weisen.
Proposition de la commission
La commission propose, à l'unanimité, de transmettre cette motion contraire au règlement sous la forme d'un postulat des deux Conseils.
Ziegler Oswald, Berichterstatter: Materiell ist die Sicherheits- politische Kommission des Ständerates mit den Begehren des Nationalrates einverstanden. Formell betrachtet - damit geht es wieder um die gleiche Diskussion, die wir bereits gestern geführt haben - fällt aber die verlangte Fristverlängerung ge- mäss Artikel 8 des Bundesgesetzes über die baulichen Mass- nahmen im Zivilschutz (Schutzbautengesetz) in den aus- schliesslichen Zuständigkeits- und Kompetenzbereich des Bundesrates. Artikel 25 Absatz 1 unseres Geschäftsreglemen- tes hält ausdrücklich fest, dass eine Motion, die sich auf den Zuständigkeitsbereich des Bundesrates bezieht, nicht über- wiesen werden kann. Das heisst also, dass wir die Motion nicht überweisen können; deshalb beantragt Ihnen die Sicherheits- politische Kommission, sie im Sinne eines Postulates beider Räte zu überweisen.
Bundesrat Koller: Herr Ziegler Oswald hat es richtig gesagt: In der Sache sind wir uns alle einig. Angesichts der veränderten Bedrohungslage sind wir ohne weiteres bereit, die Frist in Arti- kel 23 der Schutzbautenverordnung zu verlängern.
Der Nationalrat übt eben gegenüber dem Kompetenzbereich des Bundesrates nicht diese vornehme Zurückhaltung wie Ihr Rat; deshalb ist es nur konsequent, wenn Sie den Vorstoss nicht als Motion, sondern als Postulat oder als Empfehlung überweisen.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
93.058
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion des Nationalrates (Baumberger) Fristverlängerung für die Ausrüstung privater Schutzräume Motion du Conseil national (Baumberger) Equipement des abris privés. Prolongation du délai
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