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Jugend + Sport-Alter
von etwa 22 Millionen Franken zugunsten der Parlamentarier, zugunsten der persönlichen Infrastruktur der Parlamentarier. Gemäss Vorschlag des Büros geht es heute lediglich um rund 400 000 Franken.
Zur Parteienfinanzierung darf ich ausführen, dass die Umfrage im Sommer 1993 ergeben hat, dass die Parteien namhafte Ar- beiten zugunsten der Fraktionen leisten, dass diese Arbeiten aber seitens der Fraktionen nie und nimmer voll und ganz ab- gegolten werden. Es kann sich hier nicht um eine Parteienfi- nanzierung handeln.
Es geht um die politische Verantwortung als Parlament. Damit wir diese gegenüber den Bürgern wahrnehmen können, müs- sen wir alles unternehmen, um die nötige Infrastruktur zu be- sitzen.
In diesem Sinne muss ich Sie bitten, den Nichteintretensan- trag abzulehnen und den Antrag Ihres Büros zu unterstützen.
Abstimmung - Vote Für den Antrag des Büros Für den Antrag Schoch
17 Stimmen 17 Stimmen
Mit Stichentscheid des Präsidenten wird der Antrag des Büros angenommen Avec la voix prépondérante du président la proposition du Bureau est adoptée
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Ziff. I Einleitung Antrag des Büros Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Titre et préambule, ch. I introduction
Proposition du Bureau Adhérer à la décision du Conseil national
Angenommen - Adopté
Art. 10 Antrag des Büros Der Grundbeitrag beträgt 58 000 Franken, der Beitrag pro Mit- glied 10 500 Franken.
Art. 10
Proposition du Bureau Le montant de bases s'élève à 58 000 francs, celui par député à 10 500 francs.
Angenommen - Adopté
Ziff. Il Antrag des Büros Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Ch. Il Proposition du Bureau Adhérer à la décision du Conseil national
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes Dagegen
19 Stimmen 15 Stimmen
An den Nationalrat - Au Conseil national
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Jugend + Sport-Alter. Herabsetzung Jeunesse + Sport. Abaissement de l'âge
Botschaft und Gesetzentwurf vom 5. Mai 1993 (BBI II 591) Message et projet de loi du 5 mai 1993 (FF II 577)
Beschluss des Nationalrates vom 23. September 1993 Décision du Conseil national du 23 septembre 1993
Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière
Onken, Berichterstatter: Die zentrale Aussage dieser Vorlage steckt schon in ihrem Titel: Es geht um die Herabsetzung des Jugend + Sport-Alters von bisher 14 bis 20 Jahren auf neu 10 bis 20 Jahre. Jugend + Sport gründet auf dem Bundesgesetz von 1972; es ist das zentrale und äusserst vielgestaltige Förde- rungswerk des Bundes und der Kantone für den Sport im Ju- gendalter. Von den rund 570 000 Mädchen und Knaben in der Schweiz nehmen landauf, landab gut 480 000 an einem der vielen ausgeschriebenen Sportprogramme teil.
Das Angebot ist sehr facettenreich; waren es 1972 beim Start 25 Sportarten, so sind es heute deren 35. Diese Anreicherung folgt den sich wandelnden Bedürfnissen der Jugendlichen. So wie immer neue Sportarten in Mode kommen, immer mehr Disziplinen olympisch werden und sich die Spiele zeitgemäss erneuern, so muss auch Jugend + Sport attraktiv und innova- tiv bleiben, um die Jugendlichen für sich zu gewinnen. Es sei dankbar anerkannt, dass dies geschieht, aber auch, dass es mit Augenmass geschieht, denn jede Erweiterung muss den Kriterien Gesundheitsförderung, Erschwinglichkeit für die Ju- gendlichen und Umweltverträglichkeit genügen. Die vorbera- tende Kommission legt Wert darauf, dass dies so bleibt.
Seit geraumer Zeit besteht nun der Wunsch, die Jugendlichen früher ansprechen und einbeziehen zu können. Das Alter ab 10 Jahren ist ideal, um mit spielerischer Leichtigkeit und noch ohne jeden Leistungsdruck in die sportliche Betätigung hin- einzuwachsen und sich gewisse motorische Fähigkeiten wie Geschmeidigkeit, Bewegungsgefühl, Ballgefühl, Reaktions- schnelligkeit anzueignen.
Fast alle Kantone haben deshalb damit begonnen, Anschluss- programme für jüngere Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein- zuführen. Es entstanden somit neue Angebote, aber auch un- einheitliche, von Kanton zu Kanton wechselnde und in sich va- riierende Strukturen. Bund und Sportverbänden wurde die Ko- ordination erschwert. Der Ruf nach einer verbindlichen Rege- lung schlug sich auch in verschiedenen parlamentarischen Vorstössen nieder, darunter ein Postulat unseres geschätzten Kollegen Ernst Rüesch, die allesamt eine Senkung des Ju- gend + Sport-Alters auf ein für die ganze Schweiz gültiges Ni- veau forderten.
Nach sorgfältigen Abklärungen und in enger Abstimmung mit den Kantonen kann dafür jetzt die von vielen längst erwartete und herbeigehoffte Lösung vorgeschlagen werden. Die be- reits bestehenden kantonalen Jugend + Sport-Anschlusspro- gramme werden schrittweise abgelöst; der Bund kann somit auch für die 10- bis 13jährigen die koordinierende Funktion zwischen den Kantonen und den nationalen Sportverbänden übernehmen, die er bisher schon bei den älteren Jugendli- chen mit Erfolg ausgeübt hat.
Die finanzielle Situation erlaubt es freilich nicht, mit der gros- sen Kelle anzurühren und freigiebig zu schöpfen; von vornher- ein war deshalb eine kostenneutrale Regelung gefordert Für die Mehrausgaben mussten zwingend ein Interessenaus- gleich und eine sinnvolle Aufschlüsselung zwischen den Part- nern gefunden werden. Auf der einen Seite erhöhen sich die
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Beiträge des Bundes an die Jugendausbildung, auf der ande- ren Seite entfallen bei den Kantonen die Kosten für die selbst- initiierten Anschlussprogramme, weshalb sie sich bereit er- klärt haben, sozusagen kompensatorisch einen dosierten Ab- bau ihrer Förderungsbeiträge zu akzeptieren.
Im weiteren soll auf die zwar umfassenden, aber auch ver- gleichsweise kostspieligen Leistungen der Militärversiche- rung verzichtet werden und verstärkt auf die bestehenden Haftpflichtversicherungen und auf subsidiäre Unfallversiche rungen der Kantone zurückgegriffen werden. Dies könnte ge- gebenenfalls auch im Rahmen eines Kollektivvertrages auf Bundesebene geschehen, dem sich die Kantone dann an- schliessen können. Es sollten also durch diese Massnahme keine Versicherungslücken entstehen.
Schliesslich sollen durch zumutbare, differenzierte Anpassun- gen, etwa durch den Verzicht auf die Anrechnung von Reise- zeiten bei Tagesanlässen oder durch Abstriche bei der Min- destentschädigung für kleine Kurse, weitere Einsparungen bei den Bundesleistungen erzielt werden. So ergibt sich alles in allem ein sehr bescheidener, aber verkraftbarer Saldo von Mehrkosten, der im übrigen ab 1995 erst noch mit weiterge- henden Minderausgaben bei der Militärversicherung aufge- fangen werden kann.
Die vorberatende Kommission hält nach umsichtiger Prüfung diese Kosten und ihre Verteilung für tragbar, und zwar auch für die Kantone, von denen die meisten sogar entlastet werden, weil sie doch erhebliche Eigenmittel in die Anschlusspro- gramme investiert haben, die nun wegfallen.
Wir haben auch geprüft, ob etwa eine gestaffelte Herabset- zung, erst auf 12, dann später einmal auf 10 Jahre Sinn ma- chen würde. Wir mussten aber erkennen, dass wir damit nur das Problem vor uns herschieben würden, dass wir weiterhin sehr heterogene, sehr unterschiedliche Strukturen von Kan- ton zu Kanton bestehen liessen, dass wir bei Kantonen, Sport- verbänden und auch bei Betreuern neue Unsicherheiten schaffen würden und schliesslich wohl nicht einmal eine nam- hafte Kostensenkung bewirkten, weil auch die etappierte Um- stellung wieder mit Mehrausgaben verbunden wäre, die die Einsparungen weitgehend zunichte machten.
Von der Sache her können wir ohnehin hinter der Vorlage ste- hen. Diese Investition in die Förderung des Jugendsportes ist eine sinnvolle und gewinnbringende Investition, vor allem, weil sie in die Breite wirkt, weil sie die polysportive und nicht die spezialisierte, forcierte, auf den Spitzensport ausgerichtete Betätigung fördert. Daran wollen und müssen wir festhalten, auch - vielleicht sogar noch verstärkt - am pädagogischen Konzept, das hinter Jugend + Sport stehen muss, mit den Ele- menten des unvermeidlichen «Mens sana in corpore sano», der Teamfähigkeit und des Gemeinschaftserlebnisses, die Ju- gend+Sport besonders zu fördern hat, mit der Familien- freundlichkeit auch, der differenzierten und stufengerechten sportlichen Betätigungen. Deshalb kommt gerade auch der Leiterausbildung eine so grosse Bedeutung zu, in Zukunft viel- leicht sogar noch mehr, denn gerade das Alter zwischen 10 und 13 Jahren stellt hier besondere Anforderungen.
Es ist unser Anliegen, dass diese ganzheitliche, werthaltige, erzieherische Komponente und ihr sozialer Kontext akzen- tuiert und bewusst gemacht werden und dass es nicht bei löb- lichen Bekenntnissen bleibt, die dann unter der Hand doch wieder abhanden kommen.
Im Namen der Kommission, die der Vorlage mit 9 zu 1 Stimmen zugestimmt hat, ersuche ich Sie, das Netz der Jugend + Sport-Förderung zu stärken und durch die Herab- setzung des Jugend + Sport-Alters noch enger zu knüpfen. Wir freuen uns über das, was hier geschaffen worden ist und was noch entstehen wird. Manch einer von uns - gestatten Sie, dass ich das einflechte - würde sich von Herzen wün- schen, dass für die musische Entfaltung und die kulturelle Be- tätigung im Jugendalter ein ebenso grosszügiges Förde- rungskonzept des Bundes bereitstünde.
Auf alle Fälle bitten wir Sie, einzutreten und dieser Vorlage zu- zustimmen.
Danioth: Die Bedeutung einer frühzeitigen sportlichen Betäti- gung unserer Jugend ist heute wohl unbestritten. Die Anima-
tions- und Mittlerrolle der Institution Jugend + Sport ist an- erkannt und sicher ein Grund für die Breitenentwicklung des Sportes. In zunehmendem Masse wird die gemeinschafts- fördernde Rolle - ich betone: die gemeinschaftsfördernde Rolle - des Sportes anerkannt, um dem individualistischen Sportkonsum entgegenzuwirken.
Eine einseitige Sportförderung ist abzulehnen. Ich möchte hier in den Tenor unseres Referenten einstimmen, dass kultu- relles Verständnis und soziales Rollenverhältnis als ergän- zende Bausteine einer sinnvollen Freizeitförderung unserer Jugend anerkannt werden sollen. Deshalb sind in diesem Ge- samtzusammenhang auch die Aktivitäten im Rahmen des Ju- gendförderungsgesetzes zu sehen.
Dabei findet eine sinnvolle Kooperation zwischen dem Bun- desamt für Kultur und der Eidgenössischen Sportschule Magglingen statt, indem das Bundesamt Leiteraktivitäten mit ihren Projekten organisiert, während die Sportschule die Lei- terausbildung in den für die Jugendverbände wichtigen Ge- bieten wie Wandern und Geländesport, Lagersport usw. über- nimmt. Damit können auch Doppelspurigkeiten vermieden werden; diese Kooperation erscheint mir äusserst wertvoll, um vor allem gemeinschaftsfördernde Sportarten zu betonen.
Mit überzeugenden Ausführungen sind uns die Gründe darge- legt worden, die für eine Herabsetzung des heutigen Ju- gend + Sport-Alters sprechen. Aus didaktischen, aber noch mehr aus finanziellen Ueberlegungen habe ich mir während den Kommissionsberatungen und auch nachher die Frage ge- stellt, ob es nicht besser wäre und einem pragmatischen hel- vetischen Vorgehen entspräche, die Herabsetzung um vier Jahre in zwei Teilschritten zu vollziehen. Dies etwa in dem Sinne, dass das Parlament anlässlich der heutigen Revision den ersten Schritt um zwei Jahre täte und dem Bundesrat gleichzeitig die Ermächtigung erteilte, später auf zehn Jahre hinunterzugehen. Ein ähnliches zweistufiges Verfahren war bekanntlich von einzelnen Kantonen in der Vernehmlassung vorgeschlagen worden.
Aufgrund zusätzlicher Abklärungen habe ich mich nun aber entschlossen, auf einen entsprechenden Antrag zu verzich- ten. Einerseits ist unbestreitbar, dass die Entwicklung der Kna- ben und Mädchen ab dem zehnten Altersjahr heute eine massvolle - ich betone: massvolle - sportliche Förderung zu- lässt. Wichtig ist vor allem, dass die Ausbildung in den Händen von sportpädagogisch ausgebildeten Leitern liegt und dass mit der Schule und vor allem mit der Familie zusammengear- beitet wird. Ich glaube, hier haben wir vom Vorsteher der Sportschule Magglingen beruhigende und überzeugende Ausführungen und Erklärungen erhalten; in diesem Alter hat die Familie absolute Priorität.
Die Herabsetzung des Alters in zwei Stufen würde indessen nach Auskunft der Sportschule Magglingen und anderer von mir konsultierter Fachleute erhebliche Umstellungskosten un- nötigerweise doppelt verursachen - man spricht von Kosten in Millionenhöhe-und ausserdem die Anschlussprogramme der Kantone durcheinanderbringen. Es ist daher viel mehr Gewicht darauf zu legen, dass der Vollzug seriös vorbereitet und - das möchte ich betonen - rücksichtsvoll durchgeführt wird.
Zu den Kosten: Wir haben es hier mit einem klassischen Bei- spiel zu tun, wo man bestrebt ist, in Zeiten der finanziellen Not- lage gemeinsam die Kosten in Griff zu bekommen, vorausge- setzt, alle Beteiligten sind sich im Ziel einig und bereit, zur Er- reichung desselben gewisse Opfer zu bringen. Diese sind, wie das der Präsident bereits ausgeführt hat, sowohl den Kanto- nen wie auch den Jugendlichen und deren Familien - ich meine hier vor allem Versicherungs- und andere Fragen - durchaus zumutbar. Sodann ist unbestritten, dass gewisse «Grosszügigkeiten», um das einmal zurückhaltend zu formu- lieren, in der Anrechnung von Sportarten in der grossen Viel- zahl, wie wir sie heute haben, aber vor allem in der Abrech- nung von Kursen und Fahrspesen usw. einfach nicht mehr drinliegen. Per saldo und mittelfristig dürfte für den Bund eine ungefähre Kostenneutralität erreichbar sein.
Die Zustimmung zur Vorlage stellt somit keineswegs den Bruch des vergangene Woche bei der Budgetdebatte abgege- benen Sparversprechens dar. Die Neuregelung ist gesell- schaftlich erwünscht und für alle Beteiligten annehmbar.
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Ich beantrage daher meinerseits Eintreten und Zustimmung zur Vorlage.
Frau Simmen: Beim ersten Blick auf die Vorlage Herabset- zung des Jugend + Sport-Alters von 14 Jahren auf 10 Jahre könnte man auf den Verdacht kommen, es halte nun auch bei Jugend + Sport dieselbe Entwicklung Einzug wie beim Spit- zensport, dass nämlich die Sportlerinnen und Sportler immer jünger werden: Spitzenkunstturnerinnen sind heute kleine Mädchen, und der Paarlauf im Eiskunstlauf wird nicht zu Un- recht ironisch als Kinderweitwurf bezeichnet.
Diese Befürchtung ist glücklicherweise unbegründet, im Ge- genteil: Eine Senkung des Jugend + Sport-Alters steuert der Entwicklung Richtung Hochleistungssport im Kindesalter mit all seinen negativen Auswirkungen entgegen. Jugend + Sport ermöglicht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine breite polysportive Betätigung bei gut ausgebildeten Leiterinnen und Leitern. Indem bereits 10jährige teilnehmen können, ge- lingt es, Kinder in dem Alter, in dem sie sich ohnehin für Sport interessieren, für eine umfassende sportliche Tätigkeit zu ge- winnen.
14jährige haben entweder das Interesse bereits wieder verlo- ren, oder sie sind längst bei einem Klub auf eine einzige Sport- art fixiert und werden dort auf die Interessen des Klubs und des Vereins hin getrimmt. Jugend + Sport stärkt im Gegensatz dazu die Stellung des Breitensports gegenüber dem Spitzen- sport; das liegt nicht zuletzt auch im Interesse der Volksge- sundheit.
Wir stellen in letzter Zeit noch etwas anderes fest, nämlich dass Kinder heute körperlich weiter entwickelt sind als noch vor ei- nigen Jahren, gleichzeitig aber viel weniger fähig sind, sich in eine Gruppe oder eine grössere Gemeinschaft einzuordnen. Jugend+ Sport leistet auch hier einen wertvollen Beitrag zu vermehrter Integration, indem die Kinder und Jugendlichen durch gut ausgebildete Leiterinnen und Leiter gefördert und betreut und nicht nur trainiert werden.
Aufgrund solcher Ueberlegungen haben viele Kantone bereits heute Anschlussprogramme für Kinder unter 14 Jahren ent- wickelt, die je nach Kanton bei verschiedenen Altersgruppen zwischen 7 und 12 Jahren einsetzen. Da die Sportverbände, bei denen die Jugendlichen später mitmachen werden, natio- nal organisiert sind, ist es sinnvoll, dass auch Jugend + Sport eine einheitliche untere Altersgrenze kennt - 10 Jahre ist in dieser Hinsicht ein annehmbarer Kompromiss.
Mehr Kindern den früheren Zugang zu Jugend + Sport zu ge- ben bedeutet zwangsläufig Mehrkosten, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Sie halten sich jedoch in Grenzen, wenn man sie in Relation zum Nutzen setzt. Um möglichst nahe an die Kostenneutralität heranzukommen, wurden verschiedene kompensierende Massnahmen vorgesehen:
Die Kürzung der Förderungsbeiträge an die Kantone um 50 Prozent. Das ist aber nicht nur eine Verlagerung vom Bund hinunter auf die Kantone, sondern für viele Kantone hebt sich diese Streichung der Hälfte der Beiträge praktisch durch die Einsparungen auf, die sie aus dem Wegfall der Anschluss- kurse erzielen, die sie bis jetzt in eigener Regie führen müssen. 2. Bis jetzt wurden bei Kursen mit weniger als 9 Teilnehmern trotzdem die Kosten für 9 Teilnehmer bezahlt. Hier werden neu nur noch die effektiven Kosten vergütet. Das ist auch richtig so; das ist eine längst fällige Massnahme, die sich ohne irgendei- nen Schaden durchführen lässt. Ebenso steht es mit dem Wegfall der Anrechnung von Reisezeiten bei Anlässen, die nur einen Tag dauern.
Die Deckung durch die Militärversicherung wird im Hinblick auf die hohe Versicherungsdichte bei der Bevölkerung gestri- chen. Auch diese Massnahme ist zu verantworten, nicht zu- letzt in Erwartung des Obligatoriums bei der Krankenversiche rung, das ja eine subsidiäre Unfalldeckung vorsieht.
Die Pauschalfrankatur wird wegfallen. Es ist zu hoffen, und ich erwarte das eigentlich von den Leiterinnen und Leitern, dass der Kontakt zwischen ihnen und den Teilnehmern da- durch nicht übermässig erschwert oder ganz verhindert wird. Alle diese Massnahmen halten - wie gesagt - den finanziellen Mehraufwand für Bund und Kantone gering. Was noch bleibt, ist eine gute Investition in unsere Jugend; sie ermöglicht vielen
Kindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zusammen mit anderen Kindern unter der Obhut von gut ausgebildeten und verantwortungsbewussten Leiterinnen und Leitern. Das ist an- gesichts der vielen Gefahren, denen die Kinder heute überall ausgesetzt sind, wichtiger denn je.
Ich bitte Sie darum, der Vorlage zuzustimmen. Sie kommt uns mit Sicherheit billiger zu stehen als eine spätere Unterstützung drogenabhängiger junger Menschen.
M. Martin Jacques: Lors des débats de la commission, en oc- tobre dernier, j'avais fait une proposition de non-entrée en ma- tière, paraphrasant Edmond Rostand qui, dans «Cyrano de Bergerac», disait: «C'est bien plus beau quand c'est inutile.» Je défendais, à travers cette proposition, une position du gou- vernement vaudois qui, dans sa réponse à la consultation conduite par le Département fédéral de l'intérieur, s'était pro- noncé contre l'abaissement de l'âge minimum de Jeu- nesse + Sport à 10 ans.
Il considérait le moment mal choisi, compte tenu des condi- tions économiques que traversent autant les cantons que la Confédération; car, il faut bien le rappeler, la neutralité des coûts implique tout de même une nouvelle dépense, compen- sée par une économie qui n'entre pas dans la caisse fédérale. Je défendais aussi une position fédéraliste des Vaudois com- prenant mal qu'une majorité de cantons essentiellement cita- dins imposent aux autres une solution qu'ils estiment tout sim- plement meilleure. Je ne dépose aujourd'hui aucune proposi- tion de non-entrée en matière, convaincu autant par les dis- cussions de la commission que par les renseignements com- plémentaires fournis par l'Ecole fédérale de sport de Macolin. Mais avant de voter cette proposition du Conseil fédéral et les conclusions positives de la commission, il m'importe, Ma- dame la Conseillère fédérale, d'avoir des assurances sur deux questions: la première concerne la neutralité des coûts. Selon les déclarations de votre collaborateur devant la commission, cette neutralité est garantie pour deux ans. Ce n'est pas long! Et il m'intéresse de connaître les engagements que mon can- ton devra prendre pour les années suivantes, ceci d'autant plus que cette opération, l'abaissement de l'âge minimum, coûtera aux Vaudois environ 200 000 francs supplémentaires dès l'année prochaine.
La deuxième question concerne la spécialisation. Comme M. Onken, je m'inquiète d'exemples quasiment journaliers de jeunes sportifs ou sportives que l'on spécialise dès leur plus jeune âge avec un objectif matériel. J'aimerais être certain, Madame la Conseillère fédérale, que les activités de Jeu- nesse + Sport dès 10 ans garantissent un développement har- monieux de ces enfants avec une pratique marquée vers la po- lysportivité.
Mme Dreifuss, conseillère fédérale: Je remercie en premier lieu le rapporteur, mais aussi tous ceux qui, par leurs interventions, ont décrit le problème mieux que je ne pourrais le faire, avec ses différentes facettes, ainsi que les différents espoirs égale- ment qui sont attachés à l'abaissement de l'âge de Jeu- nesse + Sport et qui doivent permettre, comme cela a été fort bien dit, à des enfants en âge de fixer en fait leurs loisirs, de fixer à ce moment-là ce qui deviendra leur activité en dehors de l'école, mais peut-être plus tard aussi en dehors de leur vie professionnelle. Cela permettra que ce soit à ce moment-là qu'ils aient effectivement l'occasion de voir s'ouvrir devant eux les portes du sport et, je tiens à le souligner, un sport qui sert à l'intégration dans notre société, c'est-à-dire qui permet à des enfants, quelle que soit leur couche sociale, quelle que soit leur origine nationale, de se retrouver effectivement dans des activités sportives. J'attache, dans ce sens-là, énormément d'importance à l'aspect intégratif des activités de Jeunesse + Sport et je dirais de façon un peu générale: Plus tôt cela a lieu, mieux c'est, et l'abaissement de 14 à 10 ans est certainement un bienfait.
Je vous remercie aussi de l'accueil positif que vous avez ré- servé à la proposition du Conseil fédéral et je me contenterai de reprendre tout simplement certaines des remarques plus critiques qui ont été évoquées ou des questions qui ont été di- rectement posées.
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Effectivement, au cours de la séance de commission, la ques- tion avait été posée de savoir s'il fallait envisager une transition plus lente, un passage en deux étapes à cet abaissement. Je remercie M. Danioth d'y avoir renoncé. Je crois que, effective- ment, les coûts supplémentaires d'une telle procédure par étape seraient trop grands par rapport à l'avantage que l'on pourrait en tirer, et trop de cantons ont déjà fait ce pas et atten- dent cet appui, pour que cela soit une solution certainement préférable à celle qui vous est proposée.
Le souci que nous devons porter à l'examen des frais des diffé- rents cours, à une calculation plus précise, que nous avons nous-mêmes proposée en demandant que tous les cours, quel que soit le nombre de participants, donnent lieu à un dé- compte précis et non pas à un nombre forfaitaire minimum, mais aussi le soin que l'on doit apporter en général à ces dé- comptes, est quelque chose dont je puis réitérer ici les assu- rances données par l'Ecole fédérale de sport de Macolin, res- ponsable de la gestion de l'appui de la Confédération aux acti- vités de Jeunesse + Sport. Il est clair que cela a aussi un as- pect pédagogique que de veiller à ce que les comptes soient bien faits et bien contrôlés et que le sport ne soit pas seule- ment un entraînement en soi, mais un entraînement à la vie collective, y compris sous ses aspects de sérieux dans l'usage de l'argent, en particulier de l'argent public mis à disposition. En ce qui concerne les deux questions de M. Martin Jacques, j'aimerais d'abord le remercier, lui aussi, d'avoir renoncé à proposer une non-entrée en matière. Je souligne à ce propos qu'il ne s'agit pas, malgré tout, d'une majorité de cantons ur- bains qui imposeraient à des cantons ruraux ce qu'ils jugent bon en fonction de leurs problèmes propres, mais de ce que 22 cantons et demi-cantons amèneraient les trois derniers cantons à réaliser, cantons parmi lesquels le canton de Vaud. L'évolution générale des cantons s'est faite au cours des an- nées précédentes et la Confédération ne fait dans ce sens-là pas grand-chose d'autre que d'entériner une évolution voulue par la quasi-totalité des cantons. J'ose espérer d'ailleurs que les trois cantons qui n'avaient pas encore franchi le pas d'un abaissement de l'âge des activités de Jeunesse + Sport, ou des activités sportives en général, étaient bien disposés à le faire, mais qu'effectivement le moment où on l'introduit au- jourd'hui est un moment défavorable à cause de la difficulté des finances publiques, tant de la Confédération que des can- tons. Hélas, sur ce plan-là, je reconnais que ce n'était pas le meilleur moment, mais c'est certainement le moment où les choses sont mûres, où les choses ont déjà évolue dans presque tout l'ensemble du pays, et où ce pas doit être fait, à mon avis. Je rappellerai encore que nous avons aussi ré- pondu à l'appel du Parlement, y compris à M. Ruesch, comme on l'a dit tout à l'heure.
En ce qui concerne les deux questions précises, et tout d'abord celle de la neutralité des coûts, c'est effectivement une question qui doit être envisagée aux deux niveaux. Au ni- veau de la Confédération, elle est réalisée en principe par les sacrifices qui sont faits d'un côté pour payer l'abaissement de l'âge. D'un autre côté, pour les cantons, la question est claire: il s'agit d'un autre calcul qui doit être fait. L'exemple du canton de Vaud montre qu'il n'y a pas neutralité des coûts puisqu'un effort supplémentaire doit être demandé.
En ce qui concerne les plans financiers au-delà des deux ans, je dois réfléchir un tout petit peu plus à la question précise que vous m'avez posée, et en attendant je réponds à la deuxième question, celle de la tension entre la polysportivité et la spécia- lisation.
Il est clair que les activités de Jeunesse + Sport visent toujours à la polysportivité. Elles permettent aux jeunes de choisir des sports qui leur plaisent; non pas de les spécialiser à outrance dans un sport qu'ils choisissent, mais de les attirer au sport en leur ouvrant les portes d'un sport qui leur plaît. C'est une ques- tion qui a été également discutée dans votre commission, puisqu'une des craintes était tout simplement que l'on ac- cepte de plus en plus de sports, que l'on ouvre de plus en plus l'éventail qui a déjà connu une évolution effectivement impor- tante au cours des dernières années. Je ne crois pas que cela doit être vu sous l'angle de la spécialisation, de la crainte éga- lement exprimée par Mme Simmen. Je crois que ceci n'est pas
la spécialisation que vous craignez. Ceci est tout simplement l'introduction d'un certain nombre de sports plus modernes, de nouvelles activités sportives qui, pour les jeunes, représen- tent actuellement des catégories plus attirantes que les sports traditionnels.
Sur ce plan, vous savez que nous sommes prudents, que nous soumettons l'adoption de ces nouvelles formes de sport à la Commission fédérale du sport, et que nous veillons vrai- ment à ce qu'il y ait déjà une large extension qui soit faite de ce sport pour pouvoir l'accepter comme nouvelle activité de Jeu- nesse + Sport. Mais il est clair aussi qu'il y a eu, par le passé, toute une série d'activités sportives qui n'étaient pas inté- grées, pour des raisons sociales, dirais-je, et qui, peu à peu, deviennent les sports de toutes les catégories sociales - je pense à l'équitation entre autres - et je crois qu'il est positif de les ouvrir de plus en plus largement.
L'ouverture de l'éventail est un des aspects du problème, qui, bien sûr, conduit à multiplier les catégories, mais avec pour but, encore une fois, d'attirer les jeunes, de les «accrocher» si vous voulez, à des activités qui leur plaisent, avec une grande prudence malgré tout dans cette nouvelle reconnaissance d'activités sportives, et avec également l'entraînement général à l'éthique du sport et la prise en considération d'une vision plus globale du sport.
La spécialisation dans le sens du sport de pointe n'est pas le but des activités de Jeunesse + Sport. Il est clair qu'en créant un réservoir de jeunes sportifs on leur met peut-être le pied à l'étrier pour des spécialisations pointues, pour des sports de pointe futurs, mais ceci n'est pas le but poursuivi par Jeu- nesse + Sport. Il n'y a donc aucune volonté de spécialisation qui est attachée à ces activités.
Je reviens à la première question après qu'un collaborateur ait pu m'apporter quelque appui pour ce qui est prévu au-delà de l'année 1995. Comme vous l'avez dit justement pour 1994/95, en ce qui concerne la Confédération, la neutralité des coûts est garantie. Elle l'est également, en principe, au-delà de 1996, un facteur d'incertitude étant le nombre de participants qui pourraient de ce fait être attirés dans les activités de Jeu- nesse + Sport. Y a-t-il là une évolution comme on l'a connue ces dernières années où effectivement on a vu grandir la pro- portion de jeunes, par rapport à leur classe d'âge, s'adonnant aux activités de Jeunesse + Sport? D'un côté ce serait certai- nement une évolution bienvenue, mais elle aurait pour effet, peut-être, de ne pas maintenir la neutralité des coûts que nous garantissons pour les deux prochaines années. Nous pour- rions être, dans ce sens-là, victime de notre succès. Je crois que c'est un risque qu'il faut accepter lorsqu'on veut ouvrir à la jeunesse la voie du sport.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L'entrée en matière est décidée sans opposition
Gesamtberatung - Traitement global
Titel und Ingress, Ziff. I-II! Titre et préambule, ch. I-III
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 31 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Nationalrat - Au Conseil national
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Jugend + Sport-Alter. Herabsetzung Jeunesse + Sport. Abaissement de l'âge
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Wintersession
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Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
05
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Seduta
Geschäftsnummer 93.041
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06.12.1993 - 17:15
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