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17 décembre 1993
und dass im übrigen zahlreiche Fragen auf offiziösem, bilate- ralem Weg gelöst wurden. Das Vorhandensein dieser beiden Mandate verpflichtet die Schweiz natürlich nicht, ihre Tätigkeit auf eine einfache Interessenvertretung zu beschränken. Jede Handlung der Schweiz ausserhalb dieses Rahmens hat indes- sen auf einem entsprechenden Wunsch der beiden Länder zu beruhen, welche im übrigen unsere diesbezügliche Disponibi- lität kennen. Zudem geniesst die Schweiz bei beiden Ländern einiges Ansehen. Daher ist es auch nicht auszuschliessen, dass sie sich zu gegebenem Zeitpunkt entschliessen werden, unsere Dienste zu beanspruchen.
Schliesslich ist zu erwähnen, dass die Schweiz in der Folge von Naturkatastrophen in Kuba entschied, ein dringendes Hilfsprojekt der Caritas mit 302 000 Franken zu unterstützen. Im weiteren wurde ein Beitrag von 325 000 Franken an das Uno-Welternährungsprogramm für eine Nahrungsmittelhilfe geleistet. Hingegen wurde im Zusammenhang mit der Neuro- pathie-Epidemie keine Unterstützung als nötig erachtet, denn gemäss der Weltgesundheitsorganisation sollte es das kuba- nische Gesundheitssystem erlauben, die Bedürfnisse des Landes selbst zu decken.
Erklärung der Interpellantin: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellatrice: partiellement satisfaite
93.3298
Interpellation Mühlemann Reorganisation der Schweizerischen Landesbibliothek Réorganisation de la Bibliothèque nationale suisse
Wortlaut der Interpellation vom 15. Juni 1993 Am 1. Juni 1993 wurde das neue Bundesgesetz zur Reor- ganisation der Schweizerischen Landesbibliothek in Kraft ge- setzt. Gleichzeitig wählte man im elektronischen Bereich das VTLS-System, um ein nationales Info-Netzwerk für die Biblio- theken zu schaffen. Es stellen sich in diesem Zusammenhang folgende Fragen:
Wann werden der Landesbibliothek die für die Reorganisa- tion erforderlichen Etatstellen zur Verfügung gestellt?
Wie wird die Einführung des erneuerten Informationsnetz- werkes vorgenommen?
Texte de l'interpellation du 15 juin 1993
Le 1er juin 1993 est entrée en vigueur la nouvelle loi fédérale sur la Bibliothèque nationale suisse. Par ailleurs, dans le do- maine électronique, on a opté pour le système VTLS pour créer un réseau national d'information pour les bibliothèques. Les questions suivantes se posent dans ce contexte:
Quand les postes fixes dont a besoin la Bibliothèque natio- nale pour sa réorganisation seront-ils mis à sa disposition?
Comment s'effectuera la mise en place du nouveau réseau d'information?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumberger, Bundi, Colum- berg, Grendelmeier, Loeb François, Meyer Theo, Robert, Scheidegger, Schmid Peter, Steffen (10)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 27. September 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 septembre 1993
Die 1990 begonnene Reorganisation der Schweizerischen Landesbibliothek (SLB) verläuft programmgemäss. Nach der einstimmigen Annahme durch das Parlament am 18. Dezem- ber 1992 ist das neue Gesetz am 1. Juni 1993 in Kraft getreten. Mit den für erste Investitionen zugesprochenen notwendigen Finanzmitteln wird die Einführung des Informatiksystems reali- siert und werden die Daten des bisher mit Karten geführten Kataloges zuhanden des neuen Systems erfasst.
Der Bundesrat antwortet auf die beiden vom Urheber der Inter- pellation gestellten Fragen im einzelnen wie folgt:
Der Bundesrat hat im Sinne einer vorläufigen Massnahme An- fang 1993 den Bestand an Hilfskräften um drei Stellen erhöht. Er hat zudem die SLB ermächtigt, ausnahmsweise temporäre externe Arbeitskräfte einzustellen, die aus den Reorganisati- onskrediten bezahlt werden. Dieses zeitlich begrenzte Vorge- hen soll es erlauben, das Projekt, das zu den 50 prioritären Projekten der Legislaturperiode 1991-1995 gehört, weiterzu- führen. Die Direktion der SLB muss sodann innerhalb des Pro- jektes strikte Prioritäten setzen, um die Arbeiten mit einem mi- nimalen Einsatz von Ressourcen voranzubringen. Zurzeit wird die Planung einer gestaffelten Durchführung geprüft. Ueber die definitive Zuteilung einer reduzierten Zahl von Etatstellen wird der Bundesrat entscheiden, wenn die Bundesversamm- lung über die Personalbestände 1994 entschieden hat.
In der Folge von Gesprächen, die anlässlich der Botschaft über die Reorganisation geführt worden sind, und im An- schluss an eine vertiefte Studie über die Situation der Biblio- theken in unserem Land ist die SLB zum Schluss gelangt, dass die einzig mögliche Form der Zusammenarbeit darin be- steht, ein «heterogenes Netzwerk» einzurichten. Unter diesem Begriff wird verstanden, dass den bestehenden Systemen in ihrer Unterschiedlichkeit Rechnung getragen und die Idee, für den Betrieb aller Bibliotheken des Landes ein und dasselbe In- formatikinstrument zu verwenden, aufgegeben wird. Es han- delt sich also darum, Lösungen zu finden, damit die bestehen- den und künftige Systeme kommunizieren können, und zwar indem genaue Normen und Standards festgelegt und klar die Verantwortlichkeiten der an diesem Netzwerk Beteiligten defi- niert werden. Die Einführung dieses kohärenten Informations- netzwerks entwickelt sich zufriedenstellend. Zahlreiche Insti- tutionen unseres Landes, vor allem die Partner von Sibil (Bi- bliothekssoftware, die seit 1970 in Lausanne weiterentwickelt wird) und mehrere bedeutende Bibliotheken, haben zustim- mend auf die von der SLB vorgelegten Ideen reagiert. Ein er- ster Gedankenaustausch hat am 16. Juni in Bern im Rahmen einer Veranstaltung stattgefunden, an der ein international be- kannter Experte konkrete Beispiele vergleichbarer Netzwerke, die weltweit bestehen, vorgestellt hat. Mehrere Stellen haben sich sehr interessiert gezeigt, in einer Arbeitsgruppe mitzuwir- ken, welche die SLB im Herbst 1993 bilden wird. Sie wird aus einem kleinen Kreis von Fachleuten des Informatik- und Kom- munikationsbereichs bestehen, ferner aus einigen Speziali- sten der Informationsverarbeitung, die heute in repräsentati- ven Bibliotheken arbeiten, sowie aus Netzwerkexperten des Bundesamtes für Informatik. Diese Gruppe wird den Auftrag erhalten, ein Detailkonzept für die Funktionsweise dieses hete- rogenen Netzwerks zu definieren. Dabei werden die Ideen be- sonders aufmerksam zu verfolgen sein, die im Rahmen des
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Interpellation Nabholz
elektronischen Kommunikationskonzepts für die Bundesver- waltung entwickelt werden (insbesondere KOMBV-3). Mit aller Wahrscheinlichkeit werden konkrete Resultate bis Frühling 1994 vorliegen.
Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait
93.3452
Interpellation Etique Forschungs- und Entwicklungszentrum für Informatik Centre de recherche et de développement dans les sciences informatiques
Wortlaut der Interpellation vom 4. Oktober 1993
Ist der Bundesrat bereit, nach dem Vorschlag von Henri Garin, Direktor des Bundesamtes für Informatik, den Anstoss zur Gründung eines schweizerischen Forschungs- und Entwick- lungszentrums für Informatik (Betriebs- und Datenbanksy- steme) zu geben sowie zu diesem Zweck Partner zu suchen und diese miteinander in Kontakt zu bringen?
Texte de l'interpellation du 4 octobre 1993
Le Conseil federal est-il prêt à initier, par la recherche et la mise en présence de partenaires, la création d'un Centre de recher- che et de développement dans les sciences informatiques en Suisse (systèmes d'exploitation et de banques de données), comme le suggère M. H. Garin, directeur de l'Office fédéral de l'informatique?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguelin, Berger, Cavadini Adriano, Couchepin, Darbellay, Epiney, Eymann Christoph, Frey Claude, Friderici Charles, Gros Jean-Michel, Narbel, Phi- lipona, Savary, Theubet, Zwahlen (15)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Au cours des années prochaines, l'informatique va subir de profonds changements dus à l'évolution de la technique des processeurs. S'il est peu probable que la Suisse devienne un jour producteur de plates-formes hardware, par contre, elle dispose de certains atouts dans la recherche et le développe- ment de logiciels axés sur les systèmes d'exploitation et de banques de données parallèles.
La création d'un tel centre en Suisse pourrait se justifier en raison d'incontestables atouts dont nous disposons dans ce domaine:
l'EPFZ a été le berceau d'importants langages de program- mation et une pépinière d'informaticiens célèbres;
la Suisse dispose de la plus grande densité d'ordinateurs scientifiques et commerciaux;
l'EPFL dispose d'un groupe étudiant les techniques des sys- tèmes d'exploitation et de banques de données parallèles ap- pliquées au domaine scientifique;
il existe à Neuchâtel un centre de recherche dans le domaine de l'intelligence artificielle;
l'EPFL et l'Université de Genève, grâce aux recherches des époux Thalmann-Magnenat, sont à la pointe de la recherche mondiale dans le domaine du traitement de l'image.
La création d'un tel centre doit être le fait de l'initiative privée qui doit par ailleurs en assurer le financement. Il s'agit de trou- ver un constructeur spécialisé dans le hardware qui pourrait bénéficier des excellentes possibilités que la Suisse pourrait lui offrir dans le domaine, en pleine évolution, des logiciels. Sans y aller de ses deniers, la Confédération ne pourrait-elle pas initier une telle opération en cherchant, en mettant en contact les partenaires possibles et en apportant sa contribu- tion logistique au montage de l'opération?
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. November 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 novembre 1993
Considérant l'importance de l'informatique pour le développe- ment technologique de l'industrie suisse, le Conseil fédéral a été amené, dès décembre 1985, à proposer aux Chambres des mesures spéciales pour encourager la formation initiale et continue ainsi que la recherche en informatique et en sciences de l'ingénieur. Votées par le Parlement, ces mesures ont per- mis, à partir du 1er octobre 1986, de mettre en route le déve- loppement conséquent de l'enseignement et de la recherche en informatique dans les écoles techniques supérieures et les hautes écoles, venant ainsi combler des lacunes structurelles. Le 9 janvier 1991, le Conseil fédéral proposait aux Chambres le lancement d'un programme prioritaire de recherche en in- formatique dans le cadre du message concernant l'encoura- gement de la recherche scientifique durant la période de 1992 à 1995 et un programme d'action concerté en microélectroni- que. L'objectif du programme consiste à combler, en collabo- ration avec les partenaires industriels, les lacunes structurelles afin d'assurer à plus long terme l'efficacité de la recherche en informatique, aussi bien au plan de la recherche fondamentale que de la recherche appliquée. Les mesures spéciales autant que le programme prioritaire ont été des facteurs importants dans la création des centres de compétences mentionnés par l'auteur de l'interpellation.
De multiples contacts existent désormais entre les établisse- ments d'enseignement et l'industrie, contacts que les mesu- res prises ont notamment permis de développer, voire d'éta- blir, comme c'est le cas des collaborations entre le Centro sviz- zero di calcolo scientifico (CSCS) à Manno et la société NEC, ou entre l'Ecole polytechnique fédérale de Lausanne et la so- ciété Cray. Bien entendu, le Conseil fédéral est disposé, dans la mesure du possible, à mettre à contribution les relations nouées en Suisse ou à l'étranger ainsi que les services fédé- raux pour promouvoir la coopération entre les hautes écoles et l'industrie dans le sens voulu par l'auteur de l'interpellation.
Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait
93.3517
Interpellation Nabholz Entwicklungstendenzen in der Invalidenversicherung Assurance-invalidité. Changements en cours?
Wortlaut der Interpellation vom 8. Oktober 1993
Die Zahl der IV-Rentner ist von 1987 bis 1992 von 120 045 auf 139 520 gestiegen. Während die Zahl der Rentner mit einem Geburtsgebrechen in dieser Zeit relativ stabil blieb, hat die Zahl der Rentenbezüger infolge Unfalls von 11 743 auf 14 837 und jene infolge Krankheit von 86 223 auf 101 743 zugenom- men. Die Zahl der Rentner mit der Diagnose «Psychosen, Neu- rosen» ist im selben Zeitraum von 24 970 auf 33 704, das sind rund ein Drittel der Krankheitsbehinderten, angestiegen. Fazit: Eine wachsende Zahl von IV-Renten wird aus psychischen und psychosomatischen Gründen zugesprochen, wobei letz- tere Kategorie in der IV-Statistik nicht einmal erfasst wird. Ich frage den Bundesrat daher an:
Wie erklärt er sich diese sehr starke Zunahme von Neuberen- tungen vor allem im Bereich der psychischen Erkrankungen? Welcher Zusammenhang besteht seiner Meinung nach zur Si- tuation auf dem Arbeitsmarkt und insbesondere zum Problem Langzeitarbeitslosigkeit?
61-N
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Mühlemann Reorganisation der Schweizerischen Landesbibliothek Interpellation Mühlemann Réorganisation de la Bibliothèque nationale suisse
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1993
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3298
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 17.12.1993 - 08:00
Date
Data
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2540-2541
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