Anlagefondsgesetz. Revision
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Ziff. II Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Ch. II Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes Dagegen
81 Stimmen 21 Stimmen
Abschreibung - Classement
Antrag des Bundesrates Abschreiben der parlamentarischen Vorstösse gemäss Seite 1 der Botschaft Proposition du Conseil fédéral Classer les interventions parlementaires selon la page 1 du message
Angenommen - Adopté
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
92.082
Anlagefondsgesetz. Revision Loi sur les fonds de placement. Révision
Botschaft und Gesetzentwurf vom 14. Dezember 1992 (BBI 1993 | 217) Message et projet de loi du 14 décembre 1992 (FF 1993 | 189)
Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière
Iten Joseph, Berichterstatter: Wie Sie vermutlich aus Ihren pri- vaten Aktivitäten wissen, gibt es in der freien Marktwirtschaft verschiedene Wege, seine Ersparnisse gewinnbringend oder mindestens werterhaltend anzulegen.
Sie können diese Mittel, wenn Sie wollen, in eigene Produk- tionsgüter, in Immobilien oder in Ihren persönlichen Konsum investieren. Sie können aber Ihr Geld auch einem oder einer Dritten anvertrauen. Wer dies wagt, sollte den Grundsatz befol- gen: «Trau, schau wem.»
Nun gibt es Institute, die sich durch öffentliche Werbung dafür anpreisen, gemeinschaftliche Kapitalanlagen zu tätigen, hier- für Gelder von Anlegerinnen und Anlegern aufzunehmen und sie nach dem Grundsatz der Risikoverteilung im eigenen Na- men, aber auf fremde Rechnung zu investieren.
Das Anlagefondsgesetz, das wir jetzt beraten, dient dem Schutz der einzelnen Anlegerin, des einzelnen Anlegers ge- genüber dem Professionellen. Weil das Vermögen aufgrund öffentlicher Werbung von einer unbestimmten Vielzahl von An- legern zu einer gemeinschaftlichen Kapitalanlage zusammen- gefasst wird, um die Risiken zu verteilen, spricht man juristisch und ökonomisch von Anlagefonds.
An sich ist das Gesetz, das Ihnen im Entwurf vorliegt, nichts Erstmaliges und nichts Einmaliges. Einmalig ist es deshalb nicht, weil fast alle marktwirtschaftlich orientierten Staaten sol- che oder ähnliche Anlageschutzgesetze kennen, insbeson- dere die europäischen Staaten.
Nichts Erstmaliges ist es, weil zurzeit schon ein Anlagefonds- gesetz besteht, das allerdings aus dem Jahre 1966 stammt und veraltet ist. Das geltende Gesetz ordnet nur elementare Abläufe in der Anlagefondsberatung und schützt den Anleger zu wenig. In der Zwischenzeit haben sich auch die Geld- mengen, die in solche Anlagefonds investiert werden, er- heblich vergrössert, und die Investitionsabläufe sind aufgrund der modernen Kommunikationsmittel international geworden. Auf der anderen Seite haben jene Staaten, die im Wettbewerb um die Gelder von Anlegerinnen und Anlegern in Konkurrenz zur Schweiz stehen - wie beispielsweise Luxemburg, aber auch andere europäische Staaten -, moderne Anlagefonds- gesetze erlassen, um dieses Investitionsinstrument für den Kleinsparer und die Kleinsparerin attraktiv zu machen. Diese, international gesehen, ungleich langen Spiesse haben für uns zu schmerzlichen Verlusten und zu Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil unseres Landes geführt.
Der Sinn der Vorlage besteht also gemäss Definition des Ge- setzes in Artikel 1 im Schutz des Anlegers, verfolgt aber selbst- verständlich auch die wirtschaftliche Zielsetzung, die Stellung schweizerischer Anlagefonds im Wettbewerb mit ausländi- schen wiederum zu verbessern, zu verstärken, damit verlore- nes Terrain wieder zurückgewonnen werden kann.
Parlamentarisch geht die Revision auf verschiedene Vor- stösse zurück, die entweder eine generelle Revision des Anla- gefondsgesetzes oder die Revision als Teilbeitrag zur Verbes- serung der Rahmenbedingungen für den Finanzplatz Schweiz verlangten. Die Namen der Urheber dieser Vorstösse können Sie auf Seite 1 der Botschaft nachlesen.
Ein wichtiger Revisionsgrund wurde von der Schweizerischen Bankenkommission geltend gemacht. Sie hat das Finanzde- partement auf das Problem der zunehmenden Abwanderung des schweizerischen Fondsgeschäftes ins Ausland hingewie- sen und begründete diese Entwicklung mit den veralteten und zu starren Vorschriften unseres Gesetzes, welche die Han- delbarkeit schweizerischer Fondsanteile im EG-Raum be- hinderten.
Gleichzeitig und ergänzend wurde auf das Problem der Ver- rechnungssteuer hingewiesen. Es sei schon hier gesagt: Die Mehrheit Ihrer Kommission sah sich deshalb veranlasst, Ihnen zu diesem Thema eine Motion vorzulegen.
1989 erschien der Bericht der Arbeitsgruppe «Finanzplatz Schweiz» der Bundesratsparteien. Auch in diesem Bericht wird zur Förderung und Erhaltung eines wettbewerbsfähigen Finanzplatzes unter anderem die grundlegende Revision des Anlagefondsgesetzes verlangt.
Ihre Kommission für Rechtsfragen, unter dem Vorsitz von Kol- lege Rolf Engler, hat zunächst in Hearings versucht, sich in die Problematik, in die schwierigen Themen dieses Gesetzes zu vertiefen. Wir haben deshalb als Experten Vertreter der Eidge- nössischen Bankenkommission, des Schweizerischen Anla- gefondsverbandes, eine Fachjournalistin und einen Anlage- vertreter angehört. Das Departement wurde in der Kommis- sion durch Herrn Vizedirektor Dietrich sehr sachkundig reprä- sentiert.
Herr Marti von der EBK und Herr Dietrich vom Departement haben aufgrund neuer Erkenntnisse, die sie in der Zwischen- zeit gewonnen haben, im Laufe der Beratung gegenüber dem Text, wie er seinerzeit in der Botschaft verabschiedet wurde, neue Textvorschläge eingereicht. Sie finden diese auf der aus- geteilten Fahne. Damit konnten wir sicherstellen, dass das An- lagefondsgesetz, wenn Sie es verabschieden, nicht schon am ersten Tag wieder veraltet ist.
Ihre Kommission hat einstimmig Eintreten beschlossen und den mit der Nachbehandlung von rund 40 Einzelanträgen be- reinigten Gesetzesentwurf in der Gesamtabstimmung mit 21 zu 0 Stimmen verabschiedet. Die Kommissionsmotion, die wir am Schluss behandeln werden, wurde mit 12 zu 9 Stimmen angenommen.
Ich fasse zusammen: Die Revision will
den Schutz des Anlegers/der Anlegerin verstärken;
den Standort Schweiz als Finanzplatz wieder wettbewerbs- fähiger machen;
im Anlagefondsbereich Europakompatibilität herstellen;
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N
16 décembre 1993
Ich bitte Sie, auf die Vorlage einzutreten und in der Detailbera- tung den Anträgen der Kommissionsmehrheit zu folgen.
M. Poncet, rapporteur: Le but principal, pour ne pas dire le but exclusif, de toute législation sur les fonds de placement est, bien sûr, la protection de l'investisseur. C'est ce que le droit américain appelle, dans une formule imagée, les «blue-sky laws», c'est-à-dire les lois qui empêchent des opérateurs peu scrupuleux de vendre des morceaux de ciel bleu à des épar- gnants naïfs. La législation suisse ne fait pas exception à cet égard et le but principal de la loi existante, c'est-à-dire celle du 1er juillet 1966, comme celui de la nouvelle loi que nous discu- tons aujourd'hui, est la protection de l'investisseur.
Dans une perspective historique, on peut souligner que si la notion de fonds de placement ou de fonds d'investissement s'est développée au Etats-Unis dans la période de l'entre- deux-guerres déjà, ce qui a amené la loi américaine de 1940 régissant les fonds d'investissement, le phénomène n'a connu, en Europe, un réel développement qu'à partir des an- nées cinquante. En Suisse, la nécessité d'une réglementation ne s'était fait sentir qu'avec les incidents liés aux affaires IOS au début des années soixante. La loi actuelle est entrée en vi- gueur en 1966. Par la suite, la réglementation suisse s'est avé- rée inadéquate pour le développement de fonds de placement basés en Suisse, mais dont les parts étaient destinées à être commercialisées essentiellement, ou tout au moins partielle- ment, hors de nos frontières.
Deux obstacles principaux se sont présentés: en premier lieu, la législation suisse actuelle ne connaît pas l'obligation d'éta- blir un prospectus pour un fonds de placement; en second lieu, notre loi n'oblige pas la direction et la banque dépositaire à former deux entités séparées. Or, ces principes, qui sont déjà largement appliqués ailleurs qu'en Suisse, ont en outre été repris dans la directive communautaire du 1er octobre 1989 régissant les placements collectifs.
A ces obstacles juridiques se sont ensuite ajoutés des obsta- cles d'ordre fiscal et la fortune des fonds de placement suisses des grandes banques a passé de 20 milliards de francs en 1988 à environ 22 milliards de francs en 1993, seulement, alors que pendant la même période la fortune des fonds de placement créée par des grandes banques suisses au Luxem- bourg passaient, elle, de 27 à 90 milliards de francs. C'est dire à quel point l'absence d'attractivité de la place financière suisse à cet égard avait favorisé nos concurrents luxembour- geois. En nombre de fonds de placement, on constate que les 100 et quelques fonds suisses des grandes banques suisses de l'année 1980 étaient devenus 200 et quelques en 1991, alors que le nombre de fonds créés par des banques suisses au Luxembourg passait d'une petite centaine en 1980 à plus de 800 en 1991. Le phénomène s'est poursuivi pour les an- nées 1992 et 1993. Il est donc évident que si l'on veut que les fonds de placement aient un avenir en Suisse, la loi doit être révisée.
A la suite de diverses interventions des milieux concernés, le Département fédéral des finances a nommé une commission d'experts qui a présenté un premier avant-projet en décembre 1991. Une large procédure de consultation s'en est suivie et le message du Conseil fédéral a été déposé le 14 décembre 1992. La Commission des affaires juridiques, sous la prési- dence de M. Engler, a, pour sa part, procédé à des auditions lors de ses séances des 25 et 26 octobre de cette année. Elle a entendu des représentants de la Commission fédérale des banques, du Département fédéral des finances ainsi que des représentants des milieux professionnels concernés. Pour l'essentiel, comme vous pouvez le constater sur le dépliant, la commission s'est ralliée au projet du Conseil fédéral, auquel elle a cependant apporté diverses modifications et quelques améliorations. M. Iten Joseph a relaté les travaux de la com- mission pour le surplus, il n'est donc pas nécessaire que j'y re- vienne plus en détail.
En résumé, les caractéristiques de la nouvelle loi sur les fonds de placement peuvent être présentées de la manière suivante.
Le but principal, voire exclusif, de la loi de 1966, est maintenu: il s'agit évidemment de protéger l'investisseur. Cependant, la loi n'entre pas dans tous les détails, car le domaine concerné est un domaine évolutif. Il serait donc illusoire de se lancer dans des réglementations détaillées au plan législatif. La loi doit poser les principes généraux et laisser l'autorité adminis- trative, en particulier la Commission fédérale des banques, adopter des dispositions d'exécution en fonction de l'évolu- tion des choses et de l'apparition de produits nouveaux.
Seconde caractéristique: à la question délicate de savoir quel devait être le champ d'application de la loi, la commission a préféré la réglementation souple qui figure à l'article 4. Au lieu de fixer un seuil numérique, parfaitement arbitraire, à partir du- quel les portefeuilles de placements collectifs internes des banques tomberaient sous le coup de la loi, il nous est apparu préférable de donner, comme le prévoyait d'ailleurs le projet du Conseil fédéral, la compétence au Conseil fédéral de décla- rer certaines dispositions de la loi applicables à ce type de pla- cement si la protection des investisseurs le rendait nécessaire. Par ailleurs, le principe de la séparation entre la direction du fonds et la banque dépositaire a été introduit dans la loi. Il s'agit d'une innovation de simple bon sens, qui rend la législa- tion suisse pleinement eurocompatible sur cette question im- portante.
Enfin, en termes de typologie, la nouvelle loi crée fondamenta- lement trois catégories de fonds de placement. La première catégorie, c'est le fonds en valeurs mobilières à proprement parler; il s'agit ici d'une catégorie qui répond pleinement à la directive européenne. Il y a en second lieu ce que la loi appelle les autres fonds, c'est-à-dire ceux qui, sans répondre directe- ment aux normes européennes, peuvent néanmoins présen- ter un intérêt pour l'investisseur, par exemple par le type de placement qu'ils proposent. Enfin, il y a la troisième catégorie, celle des fonds de placement immobilier; le projet de loi amé- liore leur transparence et introduit diverses innovations à cet égard.
S'agissant plus particulièrement des fonds de placement im- mobiliers, un des problèmes délicats qui se posaient était ce- lui du droit de dénonciation de l'investisseur qui, souhaitant obtenir la contre-valeur en espèces de ses parts, dénonce le contrat de placement. A l'évidence, la notion même de fonds de placement suppose que l'investisseur puisse revendre ses parts sur un marché libre et liquide - cette dernière condition faisant d'ailleurs souvent défaut en Suisse -, mais il faut aussi, et peut-être surtout, que l'investisseur puisse obtenir de la di- rection du fonds des espèces sonnantes et trébuchantes. Pour les fonds de placement immobiliers, dont l'actif consiste principalement en immeubles, de telles demandes de rem- boursement peuvent évidemment poser des problèmes de li- quidités. Les milieux concernés, en Suisse romande notam- ment, demandaient donc la suppression de ce droit de de- mander le remboursement, en matière de fonds immobiliers tout au moins. La commission ne s'est pas ralliée à ce point de vue pour les raisons de principe que j'ai rappelées, mais elle a prévu un délai de 12 mois pour la fin d'un exercice, comme le proposait le Conseil fédéral, avec en outre la réserve qui figure à l'article 24 alinéa 3 du texte légal, c'est-à-dire la possibilité pour la Commission fédérale des banques de prolonger ce délai en cas de circonstances extraordinaires. Il nous paraît ainsi avoir répondu aux préoccupations exprimées par les mi- lieux concernés.
En conclusion, la loi qui vous est proposée aujourd'hui adapte notre législation suisse, dans le domaine des fonds de place- ment, aux normes européennes. Elle permettra un meilleur développement des fonds de placement et elle contribuera par là au maintien de la place financière suisse. Nous aurons l'occasion de voir, en évoquant tout à l'heure la motion Rei- mann Maximilian et Comby, devenue motion de la majorité de la commission, que d'autres améliorations devraient encore être introduites.
Pour l'instant, la commission vous propose évidemment d'entrer en matière.
Reimann Maximilian: Die SVP-Fraktion stimmt der Vorlage einstimmig und geschlossen zu, weshalb ich mich zum Ein-
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treten kurz fassen kann. Zwei Mängel sind der Vorlage aller- dings nicht abzusprechen, und dazu sind einige Bemerkun- gen fällig:
Die Vorlage kommt zu spät, viel zu spät; sie wird folglich die enormen Verluste an Marktanteil, die der Finanzplatz Schweiz in den letzten Jahren auf diesem Sektor erlitten hat, nicht mehr wettmachen können.
Die Totalrevision des Gesetzes beschränkt sich aus- schliesslich auf den Schutz der Anleger. Dieser Schutz ist na- türlich von zentraler Bedeutung. Aber es ist bedauerlich, dass mit dieser Revision nicht auch noch andere, ebenso revisions- bedürtige Bereiche im Anlagefondswesen korrigiert worden sind. Ich denke dabei - Sie haben es von den Kommissions- sprechern gehört - in erster Linie an den fiskalpolitischen Be- reich. Hier hinkt die Schweiz der ausländischen Konkurrenz nach wie vor deutlich hinterher; da ist uns beispielsweise Lu- xemburg um Längen voraus.
Wir - wenn ich jetzt «wir» sage, meine ich die Kommissions- mehrheit - haben versucht, diesen fundamentalen Mangel mit unserer Motion noch etwas aufzufangen und auszuglätten.
Ich möchte es an dieser Stelle somit nicht unterlassen, mei- nem Bedauern Ausdruck zu geben, dass der Auftrag des Fi- nanzdepartements an die von ihm eingesetzte Experten- gruppe zu eng gefasst war. Es war falsch, wie auf Seite 10 der Botschaft nachzulesen ist, den ausschliesslichen Gesetzes- zweck auf den Anlegerschutz zu beschränken. Dadurch wurde es leider verpasst, die Wiederherstellung der Schweiz als einen attraktiven und wettbewerbsfähigen Markt für Anla- gefonds noch besser voranzutreiben. Allein mit der Verbesse- rung des Anlegerschutzes ist dieses Ziel nicht zu erreichen. Dennoch unterstützen wir, wie erwähnt, diese Minirevision. Was den Anlegerschutz betrifft, gehören wir damit erfreulicher- weise wieder zur internationalen Spitze, und das ist immerhin etwas.
M. Ducret: Ces dernières années, le développement des fonds de placement à l'étranger, comparé à ce qui est cons- taté en Suisse, montre de manière éloquente l'influence néga- tive des conditions locales en matière financière, surtout lors- que ces conditions sont défavorables. Dans un milieu et un environnement permettant la libre circulation des capitaux et des services, des obstacles fiscaux et des lois trop rigides ont un effet négatif durable, s'ils ne sont pas corrigés à temps.
En d'autres termes, notre pays - et c'est une évidence unani- mement reconnue - a un intérêt majeur à rétablir un marché des fonds de placement attractif sur son territoire. A défaut, l'évolution constatée deviendra très vite irréversible, ceci bien que certains considèrent que l'un des objectifs de la loi, c'est- à-dire faire revenir en Suisse les milliards placés à l'étranger, semble devoir déjà être passé par pertes et profits, parce que la réaction a tardé à se mettre en place.
Fort du constat de cette évidence, le groupe démocrate-chré- tien salue l'effort de libéralisation vers lequel tend la révision qui nous est proposée. Au fil des ans, les fonds de placement sont devenus, grâce à leur sophistication, les outils d'une véri- table industrie financière, différents des produits bancaires classiques. La notion de performance et de risque prend un aspect et une importance accrus. De ce fait, les institutions fi- nancières qui contrôlent ces fonds doivent tout mettre en oeu- vre pour pouvoir conserver, voire renforcer la confiance des in- vestisseurs.
Dans cette optique, il est donc heureux que la nouvelle législa- tion impose des exigences plus sévères aux responsables des fonds. Mais, corollaire indispensable, il faut veiller à donner à ces mêmes responsables suffisamment d'indépendance pour qu'ils soient performants. Il est donc particulièrement réjouis- sant de constater que les propositions de l'Association suisse des fonds de placement, bien relayée par la commission, aient, pour l'essentiel, été incluses dans la loi. Il s'agit d'amé- liorations qui seront sans doute appréciées par les spécialis- tes de la question.
Il nous faut d'ailleurs souligner, comme l'ont déjà fait les rap- porteurs, l'excellente collaboration et la compréhension mani- festées par les représentants de l'Administration fédérale des finances et par ceux de la Commission fédérale des banques.
En prenant l'initiative et en acceptant d'apporter au projet ini- tial des amendements découlant, soit de l'évolution des direc- tives européennes, soit de l'apparition de nouveaux instru- ments financiers sur le marché depuis l'adoption du message, ils ont fait preuve d'un esprit d'ouverture de bon aloi.
Demeurent toutefois non traités certains ajustements de forme souhaités par l'Association suisse des fonds de placement, et qui n'ont pas été discutés en commission. Certains d'entre eux font l'objet des propositions d'amendement Hegetschwei- ler et Bührer Gerold. Il nous appartiendra d'en discuter tout à l'heure. Au besoin, le Conseil des Etats pourra compléter.
Un mot encore - puisqu'il n'est pas besoin de parler des fonds de placement immobiliers, M. Poncet l'a fait tout à l'heure - pour dire que la majorité du groupe démocrate-chrétien sou- tiendra la motion de la commission concernant l'aménage- ment d'allègements fiscaux dans le domaine des placements. Si l'on veut vraiment juguler l'exode des fonds de placement vers l'étranger, il est absolument impératif d'assainir égale- ment notre fiscalité et d'améliorer sa capacité concurrentielle dans le domaine de l'impôt à la source, c'est-à-dire de l'impôt anticipé. Certes, l'élimination du droit de timbre d'émission et de négociation a constitué un pas important dans cette direc- tion, mais cela n'est pas suffisant.
Jadis, lors de l'introduction de l'impôt anticipé, puis des relè- vements successifs de son taux, notre pays avait une large avance économique sur nos voisins. En dépit d'un impôt anti- cipé très élevé et d'intérêts négatifs perçus sur les dépôts ban- caires, la Suisse et le franc suisse constituaient un objectif d'in- vestissement extrêmement attrayant Depuis lors, et même si les résultats réalisés par les banques tout au long de l'année écoulée sont très réjouissants, certains pays n'ont cessé de déréguler et de libéraliser. Si le Luxembourg rencontre au- jourd'hui le succès qu'on lui connaît, c'est bien parce que ce petit pays s'est rendu compte qu'en procédant à des adapta- tions de sa législation fiscale, notamment, il pouvait fortement concurrencer la Suisse et attirer à lui des capitaux qui seraient pourtant les bienvenus pour financer les projets des collectivi- tés publiques et les grands projets qui nous attendent. C'est pourquoi le groupe démocrate-chrétien est favorable au réexamen de l'impôt anticipé dans sa conception et sa forme actuelles, ceci au regard notamment des réglementations et des normes adoptées, ou à adopter, par l'Union européenne. Il soutiendra donc la motion de la commission et s'opposera à sa transformation en postulat comme le propose le Conseil fédéral.
En conclusion, le groupe démocrate-chrétien votera et vous invite à voter l'entrée en matière sur l'ensemble du projet de loi et sur les différents amendements proposés, tant par la com- mission que par certains de nos collègues. Il souhaite enfin que l'ordonnance d'application soit mise en consultation avant son adoption définitive, ceci pour tenir compte du carac- tère complexe de la matière traitée.
Herczog: Die SP-Fraktion unterstützt die Revision des An- lagefondsgesetzes. Ich möchte dazu in fünf Punkten Stellung nehmen:
Eines der Revisionsziele ist der Zugang zum europäischen Markt durch Ausrichtung auf die entsprechenden EG-Richtli- nien. Zwar haben wir das im Gesetzestext erreicht, nur ist mit dem Nein zum EWR der unmittelbare Zugang für Schweizer Fonds im Raum der Europäischen Union verwehrt. Wir kön- nen trotz dieser Gesetzesrevision nicht von der sogenannten «Single licence» bzw. von der automatischen Zulassung profi- tieren. Die Schweizer Fonds sind somit gezwungen, sich in je- dem Staat der Europäischen Union um eine Bewilligung zu bemühen. Wenn hier Konkurrenz aus Luxemburg beklagt wird, muss man nüchtern feststellen: Luxemburg setzte 1985 als erstes Land die Anlagefondsrichtlinien der EG um, womit es zum idealen Sprungbrett für US-, japanische und europäi- sche Banken wurde, um sich im europäischen Fondsmarkt entsprechend zu plazieren. Mit anderen Worten: Luxemburg hat seine EG-Mitgliedschaft genutzt.
Nach geltendem Recht kann heute irgend jemand als Fondsleitung agieren. Es ist zu begrüssen, dass nun analog zum Bankengesetz persönliche und fachliche Qualifikationen
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als Voraussetzung verlangt werden. Ebenso zu begrüssen ist die personelle und juristische Trennung von Fondsleitung und Depotbank. Heute haben einzelne Banken nicht einmal eine juristisch eigenständige Fondsleitung, sondern verwalten ihre Fonds selber.
Es gibt übrigens nach wie vor Möglichkeiten, im Anlagefonds- geschäft gewissermassen neben dem Gesetz tätig zu sein; es genügt nämlich, die Fonds als Aktiengesellschaften an der Börse zu kotieren. Sie kennen solche Beispiele: BK Vision, Pharma Vision, die etwa Anlagen in Pharmaaktien tätigen.
Eher kritisch eingestellt sind wir nach wie vor gegenüber den Hypothekar- und Immobilienfonds. Es ist schwerlich aus- zuschliessen, dass Banken aus politischen Gründen Hypothe- kargeschäfte auf Hypofonds überwälzen könnten. Zudem ist nicht gänzlich auszuschliessen, dass bei den Immobilien- fonds durch die jährlichen Verkehrswertschätzungen der Im- mobilien, die ja eingeführt werden sollen, Mietzinserhöhun gen verursacht werden. Umgekehrt - das müssen wir gleich- zeitig sagen - begrüssen wir Innovationen im Finanzierungs- angebot des Wohnungsbaus.
Ein weiteres Ziel dieser Gesetzesrevision ist der Anleger- und Anlegerinnenschutz. Wie bei allen Wertpapiergeschäften sind aber auch hier dreifache Interessen im Spiel: erstens das Interesse der Anleger, zweitens das der Fondsleitung und De- potbank und drittens die Interessen jener, die gewissermas- sen von der Anlage betroffen sind, bei den Immobilienfonds also jene, die in den Immobilien logieren.
Diese Interessen sind aus politischer Sicht unterschiedlich zu bewerten. Wir sind der Ansicht, dass in dieser Revision die An- legerinteressen äusserst gut berücksichtigt sind. Zu weit, viel zu weit geht allerdings das Entgegenkommen einer Kommis- sionsmehrheit, die mit einer Motion im Kern die Verrechnungs- steuer reduzieren oder gar abschaffen will.
Insbesondere gewährleistet nun diese Gesetzesrevision die längst fällige Transparenz durch die neu definierte Publikati- onsvorschrift und die Auskunftsrechte.
Wir begrüssen also diese Gesetzesrevision. Aber ich möchte noch folgendes hinzufügen: Fondsverwalter in den USA und Europa entscheiden heute gesamthaft über Vermögensanla- gen in der Grössenordnung von 8 Billionen Dollar; eine Billion ist eine Zahl mit 12 Nullen. Das ist das 30- bis 40fache unseres Sozialproduktes. Transnationale Geldbewegungen entspre- chen heute etwa dem 19fachen des Welthandels an Gütern und Dienstleistungen. Dies heisst also einerseits, dass Fehl- einschätzungen von Märkten nicht geringe Folgen haben, an- dererseits aber eben, dass insbesondere alle weiter gehenden Forderungen Richtung Aufweichung der politischen Aufsicht und Richtung eines schweizerischen Off-shore-Finanzplatzes unangebracht sind.
Ich bitte Sie, mit uns auf diese Gesetzesrevision einzutreten.
M. Comby: Le groupe radical-démocratique appuie la révision de la loi fédérale sur les fonds de placement. Cette loi remonte à 1966. Depuis cette date, ces fonds ont connu un développe- ment réjouissant. Toutefois, durant ces dernières années, la place financière du Luxembourg a ravi dans ce domaine la première place à la Suisse. Au mois de septembre 1993, les fonds de placement totalisaient près de 100 milliards de francs au Luxembourg et moins de 50 milliards de francs en Suisse. Quant au nombre de fonds, il était quatre fois plus élevé au Luxembourg qu'en Suisse, plus de 800, comme l'a relevé le rapporteur de la commission.
Quelles sont les raisons qui expliquent cette évolution? A notre avis, elles sont au nombre de trois. Premièrement, la législa- tion luxembourgeoise sur les fonds de placement est nette-
ment plus libérale. Elle permet de créer des instruments mo- dernes en matière de fonds de placement.
Deuxièmement, l'absence d'impôts anticipés favorise indénia- blement le développement des fonds de placement au Luxem- bourg.
Troisièmement, le Luxembourg étant membre de l'Union euro- péenne, sa législation est conforme aux directives de la Com- munauté en la matière. La libre circulation des capitaux au sein de la Communauté européenne joue bien sûr en sa faveur.
Cette évolution s'est traduite en particulier par la création de nombreux emplois qualifiés au Luxembourg, au détriment de la Suisse, comme on l'a déjà relevé, mais je crois qu'il est im- portant d'insister là-dessus. Si nous voulons corriger cette ten- dance, il faut donc agir sur deux paramètres: premièrement sur la législation suisse dans le domaine des fonds de place- ment, et deuxièmement sur la fiscalité.
Tout d'abord, révision de la loi fédérale sur les fonds de place- ment. Il s'agit d'une refonte complète de cette législation. Le but de cette révision totale consiste principalement à rétablir la compétitivité de la place financière suisse et à améliorer son attractivité sur les plans européen et international; ensuite à adapter la loi fédérale aux différentes directives de la Commu- nauté européenne en la matière et, enfin, à améliorer la protec- tion des investisseurs par une transparence accrue.
Cette révision vise donc à protéger les investisseurs et, à notre tour, nous insistons sur cette notion: par exemple, le statut des investisseurs a été amélioré par un renforcement de leurs droits dans la procédure administrative. Les directives euro- péennes applicables en la matière réclament certaines adap- tations qui se traduisent par la création d'une catégorie de fonds de placement compatibles avec les normes de la CE, par la séparation de la direction du fonds de la banque déposi- taire et, dans un souci de transparence accru, par le renforce- ment des prescriptions relatives à l'information et aux publica- tions. Certes, le Conseil des Etats, après le Conseil national, pourrait peut-être aller un peu plus loin sur la voie de la protec- tion des intérêts des investisseurs.
La place financière suisse deviendra donc plus attractive grâce à de nouvelles possibilités d'investissements offertes sur le marché des fonds de placement. Cette révision permet- tra également de réglementer la coopération avec les autorités étrangères de surveillance des fonds de placement
La commission a accepté à l'unanimité ce projet de loi, avec un certain nombre d'amendements qui tiennent compte no- tamment des avis exprimés par l'Association suisse des fonds de placement.
Le deuxième point sur lequel j'aimerais brièvement attirer vo- tre attention concerne la nécessité d'accorder des allège- ments fiscaux dans le domaine des fonds de placement. J'in- siste également là-dessus à la suite de MM. Reimann Maximi- lian et Ducret. Certes, la révision de la loi fédérale sur les fonds de placement s'avère indispensable, mais elle ne suffit pas à améliorer de manière significative la compétitivité et l'attracti- vité de la place financière helvétique. Dans ce but, la majorité de la commission a accepté par 12 voix contre 9 une motion demandant un réaménagement de l'impôt anticipé. Ici, je dis à M. Herczog, qui s'est exprimé au nom du groupe socialiste, que la motion qui a été votée par la majorité de la commission ne consiste pas à supprimer l'impôt anticipé, elle consiste en un réaménagement de cet impôt pour les motifs déjà évoqués. Quant aux propositions qui ont été déposées par MM. Hege- tschweiler et Bührer Gerold, elles n'ont pas été débattues au sein du groupe radical. Toutefois, nous pouvons nous y rallier, étant donné qu'elles apportent une amélioration au texte qui découle des travaux de la commission.
En conclusion, au nom du groupe radical, je vous invite vive- ment, d'une part à approuver la révision de la loi fédérale sur les fonds de placement, et d'autre part à transmettre la motion de la majorité de notre commission.
Frau Grendelmeier: Wenigstens für die, die noch da sind - ich kann es ganz, ganz kurz machen -: Ich kann erstens nichts beifügen, was in den ersten Ausführungen des Kommissions- sprechers trefflicher hätte ausgeführt werden können. Zwei- tens zeigt mir diese Absenz zwei Möglichkeiten: Entweder
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Anlagefondsgesetz. Revision
sind alle damit einverstanden, oder es ist ihnen gleich gegan- gen wie mir, bevor ich in die Kommission kam - ich hatte keine Ahnung, worum es sich handelt. Die Beschäftigung mit dieser Materie hat mir jedoch gezeigt, dass es wichtig ist, dass wir diesem Gesetz zustimmen, denn es gibt nicht nur Grosskun- den einer Bank, es gibt nicht nur Grossverdiener, die sich mit Anlagen herumschlagen müssen, sondern je länger, desto mehr sind es auch - wie es ausgeführt worden ist - die Klein- anlegerin, der Kleinanleger, die gerade in Zeiten sinkender Zinsen eine andere Möglichkeit suchen, die dritte Säule zu äuf- nen und sie nicht von der Teuerung auffressen zu lassen. Es ist also durchaus ein Instrument, das auch dem Kleinen erlaubt, relativ risikolos und relativ gut sein erspartes Geld anzulegen. Ich bitte Sie, diesem neuen Gesetz, das sich vorwiegend und fast ausschliesslich auf den Schutz des Anlegers, der Anlege- rin ausrichtet, zuzustimmen. Wir tun das auch und stimmen mit zwei Ausnahmen für die Mehrheit.
Präsidentin: Die grüne und die liberale Fraktion lassen mittei- len, dass sie für Eintreten sind.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L'entrée en matière est décidée sans opposition
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1-3 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1-3 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 3bis (neu) Antrag der Kommission Der Bundesrat kann den Anlagefonds ähnliche Sondervermö- gen ganz oder teilweise dem Gesetz unterstellen oder diesem Gesetz unterstellte Vermögen von der Unterstellung ganz oder teilweise befreien, soweit der Schutzzweck des Gesetzes dadurch gewahrt bleibt.
Art. 3bis (nouveau) Proposition de la commission
Le Conseil fédéral peut soumettre totalement ou partiellement à la présente loi des portefeuilles collectifs analogues aux fonds de placement, ou soustraire totalement ou partiellement à sa portée les fonds qui lui sont soumis, pour autant que le but visé par la loi ne soit pas remis en question.
Angenommen - Adopté
Art. 4
Antrag der Kommission Abs. 1-4 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Abs. 5
a. Streichen
....
Art. 4
Proposition de la commission Al. 1-4 Adhérer au projet du Conseil fédéral Al. 5
...
a. Biffer ...
Abs. 1-4 -Al. 1-4 Angenommen - Adopté
50-N
Abs. 5 - Al. 5
Bundesrat Stich: Ich selber habe an den Kommissionssitzun- gen nicht teilnehmen können, da es beim heutigen Regime der Kommissionssitzungen oft so ist, dass ein Bundesrat gleichzeitig an drei verschiedenen Sitzungen sein sollte. Das ist beim besten Willen nicht möglich. Deshalb müssen Sie jetzt damit vorlieb nehmen, dass ich Ihnen noch Anträge unter- breite.
Bei Artikel 4 Absatz 5 hat Ihre Kommission beschlossen Buch- stabe a zu streichen. Dieser Buchstabe lautet: «a. die Zahl der an einem bankinternen Sondervermögen beteiligten Perso- nen begrenzen.» Wir wollen, wir müssen daran festhalten, dass das möglich ist. Bankinterne Sondervermögen haben heute vor allem bei Privatbanken einen sehr grossen Umfang angenommen und können deshalb kaum mehr von Anlage- fonds unterschieden werden. Sie haben aber gewisse Vorteile gegenüber den Anlagefonds; zum Beispiel bei Gründungsko- sten für Fondsleitungsgesellschaften in bezug auf die eigenen Mittel, auf die öffentliche Rechnungslegung, in bezug auf den Prospekt.
Hier sollte man doch für eine gewisse Gleichbehandlung sor- gen. Man muss sich bewusst sein, dass die gewöhnliche ban- kenrechtliche Aufsicht hier nicht genügt, weil diese nicht die Aufgabe hat, fondsspezifische Kontrollen vorzunehmen.
Abgrenzungskriterium zwischen Anlagefonds und bankinter- nem Sondervermögen ist, dass für letzteres die öffentliche Werbung verboten ist. Kann man noch garantieren, dass nicht öffentlich geworben wird, wenn eine Bank Dienstleistungen Hunderten von Kunden anbietet? Das ist meines Erachtens nicht mehr möglich. Wenn aber keine zahlenmässige Begren- zung vorliegt, werden auch die Grossbanken in dieses Ge- schäft einsteigen und anstelle von Fonds bankinterne Sonder- vermögen anbieten.
Deshalb bitte ich Sie, dem Entwurf des Bundesrates zuzustim- men. Der Bundesrat schlägt ja einen Mittelweg vor: Bankin- terne Sondervermögen werden nur teilweise den Regeln über Anlagefonds unterstellt. Die zahlenmässige Begrenzung der beteiligten Personen ist aber unabdingbar, wenn man dieses Geschäft aufsichtsmässig im Griff behalten will.
Deshalb bitte ich Sie, dem Entwurf des Bundesrates und nicht der Kommission zu folgen.
Iten Joseph, Berichterstatter: Ich muss Ihnen im Namen der Kommission beantragen, Buchstabe a von Artikel 4 Absatz 5 zu streichen. Die Argumente, die Herr Bundesrat Stich vorge- tragen hat, hat uns das Departement schon in der Kommission vorgetragen, und wir haben dabei folgendes festgestellt:
Die Hauptschwierigkeit, eine Lösung zu finden, besteht nicht in der Einschränkung der Zahl der Anleger, sondern in den Unterscheidungskriterien zwischen Anlagefondsvermögen und bankinternen sogenannten Sondervermögen. Aufgrund einer ausgedehnten Diskussion haben wir letztlich festgestellt, dass das eigentliche Hauptkriterium für die Unterscheidung dieser beiden Vermögenswerte nur die öffentliche Anpreisung darstellt. Nun geht es darum, dass der Bundesrat in Form ei- ner Kann-Formel die Kompetenz bekommen will, zwei Dinge zu tun.
Die Kommission ist der Meinung, man solle bei Buchstabe b die Möglichkeit belassen, einzelne Vorschriften des Anlage- fondsgesetzes auch auf bankinterne Sondervermögen auszu- dehnen und anzuwenden, also insbesondere bezüglich Ver- tragsänderungen, Kündigungsrecht, Revision, Rechnungsle- gung, Information und Publikationsvorschriften.
Die Bestimmung in Litera a, dass der Bundesrat auch noch die Zahl der an einem bankinternen Sondervermögen beteiligten Personen beschränken könne, ist nur ein Teil des gesamten Eingriffinstrumentes, über das der Bundesrat als Kann-Vor- schrift verfügt.
Die Kommission ist zur Auffassung gelangt, dass es hierfür kei- nen plausiblen Grund gäbe, weil das Kriterium der Anzahl der Personen, die an einem bankinternen Sondervermögen betei- ligt sind, im Grunde genommen keine Aussagekraft habe. Die Kommission ist deshalb zur Auffassung gekommen, dass der
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N
16 décembre 1993
Unterschied zwischen den bankinternen Sondervermögen und den Anlagefondsvermögen wichtig sei, dass man ihn her- vorheben sollte.
Es ist richtig, dass die Aufsichtsbehörden generell Kontroll- möglichkeiten haben und der Bundesrat zudem bei den bank- internen Sondervermögen die Möglichkeit hat, gewisse Be- stimmungen dieses Gesetzes anzuwenden. Er kann diese an- wenden, wenn er der Auffassung ist, dass das geschieht, was Herr Bundesrat Stich jetzt gesagt hat: dass nämlich die Gross- banken den Anteil des bankinternen Sondervermögens zu La- sten der Anlagefondsvermögen vergrössern. Die Anzahl der beteiligten Personen wäre aber eine rein willkürliche und zufäl- lige Grösse; entscheidend ist ja die Grösse des Vermögens und nicht die Anzahl der Personen, die an einem solchen Son- dervermögen beteiligt sind.
Das waren die Gründe, aus denen die Kommission mit 13 zu 1 Stimmen, also sehr klar, beschlossen hat, Buchstabe a zu streichen.
M. Poncet, rapporteur: Il est tout à fait exact, Monsieur le Conseiller fédéral, que vous n'avez pas pu participer à nos tra- vaux, et nous avons regretté votre absence, mais je vous ras- sure, sur ce point-là en tout cas, et sur les autres aussi d'ail- leurs: vos collaborateurs ont présenté le point de vue du Conseil fédéral ou du Département fédéral des finances de manière très convaincante. Après les avoir écoutés et enten- dus, la commission a rejeté ce point de vue par 13 voix con- tre 1, comme vient de le rappeler le rapporteur de langue alle- mande.
Il s'agit ici de savoir si les portefeuilles collectifs des banques doivent ou ne doivent pas être soumis à la loi. Il faut dire d'em- blée qu'ils le sont dans le texte que vous avez d'ores et déjà adopté puisque nous en sommes à l'article 4.
Les observations suivantes doivent être faites. Premièrement, dans ces portefeuilles collectifs de banque, c'est-à-dire dans ces systèmes d'investissement où une banque propose à un certain nombre de clients de participer à un placement collec- tif, s'il y a appel au public la loi devient applicable de ce seul fait Deuxième observation, l'article 3bis que vous venez de vo- ter donne d'ores et déjà au Conseil fédéral la compétence de soumettre «totalement ou partiellement à la présente loi des portefeuilles collectifs analogues aux fonds de placement». Donc la compétence d'appliquer la réglementation existante, ou la réglementation future, le Conseil fédéral la reçoit déjà à teneur de l'article 3bis. En outre, à teneur de l'article 4 alinéa 5 lettre b, le Conseil fédéral a la compétence spécifique de dé- clarer certaines prescriptions de la loi applicables aux porte- feuilles collectifs internes des banques. Par conséquent, à la préoccupation exprimée par le Conseil fédéral, il est déjà ré- pondu à trois reprises dans le texte de la loi.
Et, comme si cela ne suffisait pas, le critère que le Conseil fé- déral nous propose est un critère totalement arbitraire, parce que le critère du nombre de personnes qui participent à un portefeuille de placement collectif ne présente aucune perti- nence quant à la question de savoir s'il y a lieu à application des dispositions de la loi sur les fonds de placement. En effet, qu'il y ait 100, 500 ou 1000 participants à ce portefeuille collec- tif n'en change pas la nature: ou par le type d'investissement il requiert l'application de la loi, ou il fait appel au public et, dans ce cas-là, il y a lieu à application des dispositions de la loi sur les fonds de placement, ou ces problèmes ne se posent pas, mais dans les deux hypothèses le nombre des participants au portefeuille collectif ne change strictement rien à l'affaire.
C'est donc une proposition d'adjonction d'un critère qui a paru totalement non pertinent et arbitraire à la commission, et c'est la raison pour laquelle, comme l'a rappelé le rapporteur de langue allemande, elle l'a rejetée par 13 voix contre 1.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission Für den Antrag des Bundesrates
offensichtliche Mehrheit Minderheit
Art. 5, 6 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 7 Antrag der Kommission Abs. 1, 2, 4 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Abs. 3
b. .... Anlagepolitik; ist diese mit besonderen Risiken verbun- den, müssen diese ausdrücklich erwähnt und für den Anleger erkennbar sein.
e. .... sowie die Courtagen oder die besonderen Spesenver- gütungen,
Art. 7 Proposition de la commission Al. 1, 2, 4 Adhérer au projet du Conseil fédéral Al. 3
b. .... placement; lorsque celle-ci présente des risques parti- culiers, ils doivent être clairement énoncés et reconnaissables pour l'investisseur;
e. ... , ainsi que les courtages ou les frais ...
M. Poncet, rapporteur: Je signale simplement pour le Bulletin officiel qu'il y a une erreur dans le texte français de l'article 7 alinéa 3 lettre b. Il s'agit évidemment de la politique qui «pré- sente» des risques particuliers et non pas de la politique qui «présume» des risques particuliers.
Angenommen - Adopté
Art. 8 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Antrag Bührer Gerold Abs. 2
... des Anlagefonds sowie nachträglich einmal im Jahresbe- richt
Art. 8 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Proposition Bührer Gerold
Al. 2
.... du fonds et, ultérieurement, une fois dans le rapport annuel ...
Abs. 1, 3, 4 - Al. 1, 3, 4 Angenommen - Adopté
Abs. 2 - Al. 2
Bührer Gerold: Ich kann mich sehr kurz fassen. Es geht mir mit meinem Antrag lediglich um eine Präzisierung im Sinne der Rechtssicherheit, und zwar ist es so, dass vorgesehen ist, die Reglementsänderungen im voraus zweimal in den Publi- kationsorganen bekanntzugeben und einmal auch im Jahres- oder Halbjahresbericht.
Was den Jahres- oder den Halbjahresbericht angeht, muss es doch klar so sein, dass das Wort «nachträglich» dort hineinge- nommen werden sollte. Ich weiss, dass dieser Punkt in der Kommission diskutiert worden ist. Es ist dann darauf verzichtet worden, das textlich einzubauen. Ich bin aber der Auffassung,
2455
Anlagefondsgesetz. Revision
dass wir im Sinne der Rechtssicherheit und der Klarheit diesen Terminus nachträglich dort hineinnehmen sollten.
Iten Joseph, Berichterstatter: In der Tat, Herr Bührer Gerold hat in der Begründung seines Antrages darauf hingewiesen, hatten wir in der Kommission zu diesem Thema eine kurze Dis- kussion. Aber es wurde kein Antrag gestellt, sondern nur ge- fragt, ob man nicht das Wort «nachträglich» - so, wie er es jetzt vorschlägt - in den Text aufnehmen sollte.
Die Kommission war aber der Auffassung, dass das Wort «nachträglich» nicht in den Text aufgenommen werden muss, weil sich die Berichterstattung de facto ohnehin erst nachträg- lich ergibt, also nach einer Reglementsänderung.
Es ist wichtig, dass Sie den Absatz 2 nochmals im ganzen Zu- sammenhang zur Kenntnis nehmen: Wenn die Fondsleitung ein Reglement ändern will, muss sie die vorgesehene Regle- mentsänderung im voraus zweimal in den Publikationsorga- nen und einmal im Jahres- oder Halbjahresbericht bekanntge- ben. Also das erste ist die Publikation zum voraus in den Publi- kationsorganen; das ist einmal klar. Das zweite ist die Be- kanntgabe im Jahresbericht oder Halbjahresbericht. Die Kom- mission war der Auffassung, dass das ohnehin immer erst nachträglich geschehen kann. Wenn Sie das Gefühl haben, es würde dem Verständnis des Artikels dienen, können Sie dem Antrag Bührer Gerold zustimmen. Die Kommission hat dar- über - wie gesagt - nicht abgestimmt.
Ich beantrage Ihnen aber, den Antrag abzulehnen.
M. Poncet, rapporteur: Le problème qui se pose ici est celui de savoir si la protection de l'investisseur - dont nous avons rappelé que c'était le but principal, voire le but exclusif, de la loi - commande d'aller plus loin dans les exigences de publi- cation lorsque le règlement est modifié. Pour modifier le règle- ment d'un fonds de placement, la direction doit, à l'évidence, procéder à deux publications. C'est ce que dit le texte actuel de l'article 8 alinéa 2: «La direction doit publier à l'avance, par deux fois .... » L'idée est ici, évidemment, que l'investisseur, qui a déjà procédé à l'acquisition de parts d'un fonds de place- ment, doit savoir que le règlement du fonds dont il détient des parts va être modifié.
La question qui se pose est de savoir si, en outre, le rapport annuel ou le rapport semestriel doit publier cette proposition avant qu'elle soit adoptée ou si l'on peut se contenter de le faire par la suite. La proposition Bührer Gerold équivaut à dire: double publication à l'avance puis, par la suite, publication dans le rapport semestriel ou dans le rapport annuel. La posi- tion de la commission, qui a évoqué cette question sans qu'elle donne lieu à un vote - M. Iten Joseph l'a rappelé -, est plutôt de dire que, si publication il doit y avoir, cela vaut la peine, pour des raisons de protection de l'investisseur, de per- dre un semestre au maximum.
C'est la raison pour laquelle, sans que nous ayons - je le rap- pelle encore une fois - voté, à proprement parler, sur cette question, il me semble que la «ratio legis» de la commission al- lait plutôt vers le rejet de la proposition Bührer Gerold, quels que soient les avantages qu'elle puisse avoir par ailleurs, no- tamment au plan de la souplesse.
Abstimmung - Vote Für den Antrag Bührer Gerold Für den Antrag der Kommission
Art. 9, 10 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 11 Antrag der Kommission Abs. 1 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
54 Stimmen 32 Stimmen
Abs. 2 Sie kann die Anlageentscheide sowie weitere Teilaufgaben delegieren, ....
Art. 11 Proposition de la commission
Al. 1 Adhérer au projet du Conseil fédéral
Al. 2
.... aux placements ainsi que d'autres tâches, dans l'intérêt ...
Angenommen - Adopté
Art. 12 Antrag der Kommission Abs. 1 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Abs. 2
.... für Dritte Retrozessionen oder andere Vermögensvorteile irgendwelcher .... Abs. 3
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Art. 12 Proposition de la commission Al. 1
Adhérer au projet du Conseil fédéral Al. 2
.... doit accepter aucune rétrocession ou aucun autre avan- tage patrimonial ...
Al. 3 Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 13-18 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 19 Antrag der Kommission Abs. 1-4 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Abs. 5 (neu) Die Bestimmungen von Artikel 12 gelten für die Treuepflicht der Depotbank.
Art. 19 Proposition de la commission Al. 1-4 Adhérer au projet du Conseil fédéral Al. 5 (nouveau) Les dispositions de l'article 12 s'appliquent au devoir de loyauté de la banque dépositaire.
Angenommen - Adopté
Art. 20 Antrag der Kommission Streichen Proposition de la commission Biffer
Angenommen - Adopté
Art. 21-23 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Loi sur les fonds de placement. Révision
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N 16 décembre 1993
Art. 24 Antrag der Kommission Abs. 1
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Abs. 1bis (neu)
Der Bundesrat kann bei Fonds mit erschwerter Bewertung oder beschränkter Marktgängigkeit (im Sinne von Art. 35 Abs. 2) Ausnahmen vom Recht auf Kündigung vorsehen. Abs. 2-4
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Abs. 5 Streichen
Art. 24 Proposition de la commission Al. 1
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Al. 1bis (nouveau)
Le Conseil fédéral peut prévoir des exceptions au droit de dé- nonciation pour les fonds dont les placements présentent des difficultés d'évaluation ou qui ont un accès limité au marché (au sens de l'art. 35 al. 2).
Al. 2-4 Adhérer au projet du Conseil fédéral Al. 5 Biffer
Angenommen - Adopté
Art. 25 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 26 Antrag der Kommission Abs. 1
Die Fondsleitung muss dem Anleger jederzeit die erforderli- chen Auskünfte über die Grundlagen für die Berechnung des Ausgabe- und Rücknahmepreises der Anteile erteilen. Macht der Anleger ein berechtigtes Interesse an näheren Angaben über einzelne Geschäftsvorteile vergangener Jahre geltend, so hat ihm die Fondsleitung auch darüber jederzeit Auskunft zu erteilen.
Abs. 2
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Art. 26 Proposition de la commission
Al. 1
... à l'investisseur les informations nécessaires sur les bases de calcul des prix d'émission et de rachat des parts. Si l'inves- tisseur justifie d'un intérêt légitime à des informations détail- lées sur les opérations déterminées concernant des exercices précédents, la direction lui donnera également en tout temps les renseignements requis.
Al. 2
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 27-31 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 32 Antrag der Kommission Abs. 1
.... gleicher Funktion (Wertrechte) investieren, die .... Abs. 1bis (neu)
Der Bundesrat kann als Anlagen von Effektenfonds weitere Anlagen zulassen, insbesondere wenn diese nach dem Recht der Europäischen Gemeinschaft für Effektenfonds zugelassen sind.
Abs. 2 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Art. 32 Proposition de la commission
Al. 1
.... la même fonction (droits-valeurs) qui sont negocies ... Al. 1bis (nouveau)
Le Conseil fédéral peut autoriser d'autres placements sous la forme de fonds en valeurs mobilières, notamment s'ils sont autorisés selon le droit de la Communauté européenne appli- cable aux fonds en valeurs mobilières.
AI. 2 Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 33, 34 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Section 3 titre Proposition de la commission Autres fonds de placement
Angenommen - Adopté
Art. 35 Antrag der Kommission
Abs. 1
Anlagefonds, die weder Effektenfonds (2. Abschnitt) noch Im- mobilienfonds (4. Abschnitt) sind, gelten als übrige Fonds im Sinne dieses Abschnitts.
Abs. 2
Die Fondsleitungen dieser Fonds dürfen auch in Anlagen inve- stieren, die nur beschränkt marktgängig sind, hohen Kurs- schwankungen unterliegen, begrenzte Risikoverteilung auf- weisen oder deren Bewertung erschwert ist.
Abs. 3
Zulässig sind insbesondere Anlagen in Edelmetallen, Mas- senwaren (Commodities), Optionen, Terminkontrakten, in An- teilen anderer Anlagefonds sowie in anderen Rechten. Abs. 4
Die Fondsleitungen übriger Fonds müssen den beabsichtig- ten Anlagen entsprechend qualifiziert sein. Abs. 5
Der Bundesrat bezeichnet die zulässigen Anlagen und legt die sich aus den Besonderheiten einer Anlage ergebenden Bedin- gungen fest Abs. 6 (neu)
Beinhalten Anlagen der übrigen Fonds ein besonderes Risiko, das nicht mit dem Risiko von Effektenfonds vergleichbar ist, ist darauf in Verbindung mit dem Fondsnamen sowie im Pro- spekt und in den Werbung hinzuweisen. Die Anteile solcher Fonds dürfen nur aufgrund eines schriftlichen Vertrags ver- kauft werden, in welchem auf das besondere Risiko hingewie- sen wird.
Anlagefondsgesetz. Revision
2457
Art. 35 Proposition de la commission
Al. 1
On entend par autres fonds de placement au sens de la pré- sente section, les fonds de placement qui ne sont ni des fonds en valeur mobilières (section 2) ni des fonds immobiliers (section 4).
Al. 2
Les directions de ces fonds peuvent également effectuer des placements qui n'ont qu'un accès limité au marché, sont su- jets à de fortes variations de cours, impliquent une répartition limitée des risques ou sont difficilement evaluables.
AI. 3
Sont autorisés notamment les placements sous forme de mé- taux précieux, de produits de base (commodities), d'options, de contrats à terme, de parts d'autres fonds de placement et d'autres droits.
AI. 4
Les directions des autres fonds doivent être compétentes pour effectuer les placements prévus.
Al. 5
Le Conseil fédéral spécifie les placements autorisés et fixe les conditions découlant des particularités d'un placement. Al. 6 (nouveau)
Lorsque les placements des autres fonds présentent un risque particulier qui n'est pas comparable avec le risque lié aux fonds en valeurs mobilières, ce risque sera mentionné dans leur dénomination ainsi que dans le prospectus et la publicité. La vente de parts de tels fonds doit faire l'objet d'un con- trat écrit faisant état du risque particulier que présente le placement.
Angenommen - Adopté
Art. 36 Antrag der Kommission Abs. 1-3
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Abs. 4
... Effekten oder in kurzfristig verfügbaren Mitteln halten.
Art. 36
Proposition de la commission Al. 1-3
Adhérer au projet du Conseil fédéral Al. 4
.... intérêt fixe ou sous forme de fonds disponibles à court terme.
Angenommen - Adopté
Art. 37, 38 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 39
Antrag der Kommission Abs. 1
Mehrheit
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Minderheit (Ducret, Comby, Iten Joseph, Poncet, Stamm Judith, Stamm Luzi)
Die Fondsleitung ernennt mit Genehmigung der Aufsichtsbe- hörde ständige und unabhängige Schätzungsexperten.
Abs. 2, 3
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Abs. 4
.... die Experten überprüfen. Uebernimmt sie
Abs. 4bis (neu)
Der Schätzungsexperte hat seine Schätzungsmethode ge- genüber der Revisionsstelle zu begründen.
Abs. 5
.... Schätzungsexperten und an die Verkehrswertschätzun gen.
Art. 39
Proposition de la commission Al. 1 Majorité Adhérer au projet du Conseil fédéral
Minorité
(Ducret, Comby, Iten Joseph, Poncet, Stamm Judith, Stamm Luzi)
Avec l'accord de l'autorité de surveillance, la direction nomme des experts permanents et indépendants.
Al. 2, 3
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Al. 4
.... fait contrôler par les experts ...
Al. 4bis (nouveau)
L'expert doit motiver sa méthode d'évaluation à l'égard du ré- viseur.
Al. 5
.... estimations et de celles applicables aux estimations de la valeur vénale.
Abs. 1 -Al. 1
M. Ducret, porte-parole de la minorité: La modification que je vous propose d'apporter au nom de la minorité de la commis- sion à l'article 39 alinéa premier du projet de loi relève tant de la systématique, de la logique que du fond de la disposition en question.
En effet, il apparaît singulier de faire porter la responsabilité de l'estimation à la direction d'un fonds qui ne pourrait pas elle- même nommer les experts chargés de procéder à ladite esti- mation. Il est impensable de lier la direction à des estimations dont les auteurs ne seraient pas nommés par elle. Pour préci- ser la question soulevée, il est nécessaire, me semble-t-il, de rappeler que, selon la loi actuelle, c'est la direction qui doit nommer, pour les estimations, un ou plusieurs experts perma- nents et indépendants.
Or, le projet de loi qui nous est soumis renverse ce principe, en confiant cette responsabilité à l'autorité de surveillance, ceci sur proposition de la direction. Cette disposition contredit la norme générale de l'article 11 alinéa premier qui stipule: «La direction gère le fonds pour le compte des investisseurs, de façon indépendante et en son propre nom».
Une autorité de surveillance doit rester une autorité de surveil- lance, seulement cela, et rien que cela. A titre comparatif, ce n'est pas la Commission fédérale des banques qui désigne les organes de révision des banques, mais les banques elles- mêmes, avec l'accord de la Commission fédérale des ban- ques. Il n'y a pas vraiment de raison de renverser ce principe pour les fonds de placement immobiliers. A défaut, la Confé- dération pourrait être amenée à endosser, cas échéant si une expertise est contestée, une responsabilité qu'il faut éviter à tout prix.
Certes, je n'ignore pas que le projet du Conseil fédéral résulte d'expériences fâcheuses vécues à l'occasion de dossiers diffi- ciles évoqués récemment devant la Commission fédérale des banques et le Tribunal fédéral; mais la loi actuelle ne prévoit pas l'accord nécessaire de l'autorité de surveillance, ce qui se- rait le cas avec la proposition de la minorité.
En conclusion, l'autorité de surveillance est chargée de contrôler, non de s'immiscer dans la gestion proprement dite du fonds. C'est donc à la direction du fonds que doit apparte- nir la compétence et la responsabilité de désigner les ex- perts chargés de manière permanente de l'estimation des immeubles.
Je vous invite par conséquent à soutenir la proposition de la minorité de la commission.
Loi sur les fonds de placement Révision
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N
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Reimann Maximilian: Sie ersehen aus der Fahne, dass die Vertreter der SVP in der Kommission für Rechtsfragen dem An- trag Ducret nicht zugestimmt haben, sonst würde sich Ihnen dieser Antrag vermutlich als Antrag der Mehrheit präsentieren. Wir hatten einigen Grund, gegen die von Herrn Ducret bean- tragte Version der Ernennung von Schätzungsexperten Vorbe- halte anzubringen. Diese Vorbehalte entsprangen einigen un- schönen, wenn nicht sogar unstatthaften Begebenheiten in der Praxis, insbesondere in der Praxis der welschen Schweiz. Da standen einige Schätzungsexperten zu stark im Solde und damit in der Abhängigkeit von Fondsleitungen.
Es wurde bei einigen Immobilienfonds jahrelang gesündigt. Es wurden zum Nachteil der Anleger die Liegenschaftswerte in ungesetzlicher Art und Weise nach unten «frisiert». Es musste die Eidgenössische Bankenkommission, ja gar das Bundes- gericht einschreiten, um die Auswechslung von unkorrekt handelnden Schätzungsexperten und damit die korrekte Neu- bewertung von Liegenschaften vornehmen zu können.
Auf diesen Begebenheiten basierte zunächst die Zurückhal- tung der SVP-Fraktion gegenüber dem Antrag der Minderheit Ducret. Inzwischen sind wir nochmals über die Bücher gegan- gen, und wir unterstützen heute den Antrag der Minderheit Ducret aus folgendem Grund:
Er bringt einerseits per saldo weniger Regulierung als die Ver- sion des Bundesrates, und andererseits werden die fehlbaren welschen Immobilienfonds die säumigen Wertkorrekturen nun vornehmen müssen, übrigens zur grossen Freude der An- teilsinhaber. Die Börse hat diese Neubewertungen in den letz- ten Tagen mit respektablen Kursgewinnen quittiert. Eine «Strafexpedition» gegen besagte Fondsleitungen in Form ei- ner staatlichen Bevormundung bei der Einsetzung unabhän- giger Schätzungsexperten scheint uns daher nicht mehr nötig zu sein.
In diesem Sinne können wir nun den Antrag der Minderheit Ducret durchaus unterstützen.
M. Poncet, rapporteur: J'appartiens à la minorité pour ce qui est de cette proposition de l'article 39, mais il m'incombe, comme rapporteur, de vous relater le point de vue contraire de celui que je partage.
La majorité de la commission a considéré, par 13 voix con- tre 5, qu'il n'y avait pas lieu de donner suite à la proposition de minorité. Elle l'a fait pour la raison suivante. S'agissant de fonds de placement immobiliers, tout le monde est d'accord qu'il faut recourir dans certaines circonstances, et même de manière régulière, à des experts indépendants pour l'évalua- tion des immeubles. Tout le monde est aussi d'accord que ces experts doivent être indépendants de la direction du fonds et de la banque dépositaire, faute de quoi le problème de la qua- lité de leur évaluation ne manquerait pas de se poser. La ques- tion est donc de savoir si ces experts doivent être nommés par la direction avec l'approbation de l'autorité de surveillance - c'est la proposition de minorité - ou si, au contraire, ils doivent être nommés par l'autorité de surveillance sur proposition de la direction.
Les raisons pour lesquelles la majorité de la commission a penché pour le texte du Conseil fédéral tiennent essentielle- ment au fait que l'expert, une fois nommé, se trouve dans une relation de mandat avec celui qui l'a nommé, c'est-à-dire, dans la proposition de minorité, avec la direction du fonds. Comme en droit suisse, vous le savez, il peut être mis fin au mandat en tout temps, sans indication de motif, la majorité de la commis- sion a retenu que le risque qu'il soit mis fin au mandat d'un ex- pert qui se montrerait trop indépendant justifiait que l'on confie à quelqu'un d'autre, c'est-à-dire à l'autorité de surveillance, la décision de nommer l'expert.
La minorité de la commission, au contraire, a considéré que l'article 57 alinéa 4 de la loi donne de toute façon à l'autorité de surveillance, à la Commission fédérale des banques, le pou- voir de remplacer les experts si nécessaire ou, en tout cas, de faire appel à d'autres experts.
Voilà les raisons pour lesquelles la majorité, par 13 voix con- tre 5, est arrivée à la conclusion que la proposition de minorité devait être écartée.
Iten Joseph, Berichterstatter: Wir sind hier im Abschnitt über die Immobilienfonds. Bei der Bewertung dieser Immobilien spielt es eine wesentliche Rolle, ob solche Immobilien, die Be- standteil des Vermögens darstellen, richtig geschätzt und be- wertet oder überbewertet oder allenfalls unterbewertet sind. Mit Bezug auf die Bewertung dieser Immobilien soll das neue Gesetz die Möglichkeit schaffen, dass Fachexperten diese Be- wertungen vornehmen und die Anleger von diesen Bewertun- gen Kenntnis bekommen.
Bei Artikel 39 unterscheiden sich Mehrheit und Minderheit mit Bezug auf die Frage, wer letztlich diese Schätzungsexperten wählen oder bezeichnen solle. Es ist ein kleiner Unterschied -- Sie haben es von Herrn Reimann Maximilian gehört -, aber dieser Unterschied kann von Bedeutung sein. Deshalb schlägt Ihnen die Kommissionsmehrheit vor, dass die Auf- sichtsbehörde diese Fachexperten wählt, die Fondsleitung ih- rerseits aber ein Vorschlagsrecht hat.
Die Minderheit will es umkehren und sagt, die Fondsleitung solle diese Experten ernennen und nachher die Ernennung der Aufsichtsbehörde zur Genehmigung vorlegen.
Sie sehen es aus der Fahne: Die Kommissionsmehrheit emp- fiehlt Ihnen, die Version zu übernehmen, die der Bundesrat vorschlägt.
Ich beantrage Ihnen deshalb im Namen der Mehrheit, obwohl ich persönlich der Minderheit angehöre, dem Bundesrat zu folgen.
Bundesrat Stich: Ich beantrage Ihnen ebenfalls, der Mehrheit und damit dem Bundesrat zuzustimmen. Es gilt dafür zu sor- gen, dass man möglichst unabhängige Schätzungsexperten bekommt. Das ist der Zweck der Uebung. Es mögen graduelle Unterschiede bestehen, wer aber entscheidet und wählt, hat doch einen gewissen Einfluss. Deshalb scheint mir der Antrag der Kommissionsmehrheit gerechtfertigt zu sein.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Minderheit Für den Antrag der Mehrheit
53 Stimmen 32 Stimmen
Abs. 2-4, 4bis, 5 -Al. 2-4, 4bis, 5 Angenommen - Adopte
Art. 40 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 41 Antrag der Kommission Abs. 1
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Abs. 2 ... kündigen. Im übrigen bleibt Artikel 24 Absatz 3 vorbe- halten.
Art. 41
Proposition de la commission Al. 1
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Al. 2
.... mois. L'article 24 alinéa 3 demeure réservé.
Angenommen - Adopté
Art. 41bis (neu) Antrag der Kommission Abs. 1
Die Depotbank sorgt für einen regelmässigen börslichen oder ausserbörslichen Handel von Immobilienfondsanteilen. Abs. 2
Mehrheit
Ablehnung des Antrages der Minderheit
Anlagefondsgesetz. Revision
2459
Minderheit (Reimann Maximilian, Stamm Luzi, Vetterli) Die Differenz zwischen Geld- und Briefkursen darf nicht mehr als ein Prozent betragen.
Art. 41bis (nouveau) Proposition de la commission Al. 1
La banque dépositaire assure un traitement en bourse et hors bourse des parts des fonds immobiliers qui dépassent la for- tune minimale fixée par voie d'ordonnance.
Al. 2
Majorité Rejeter la proposition de la minorité Minorité
(Reimann Maximilian, Stamm Luzi, Vetterli) La différence entre les cours veneurs et les cours acheteurs ne doit pas dépasser un pour cent.
Abs. 1 -Al. 1 Angenommen - Adopté
Abs. 2 - Al. 2
Reimann Maximilian, Sprecher der Minderheit: Das Anlage- fondsgesetz - und konsequenterweise auch die heutige Revi- sion - dient, wie aus dem Zweckartikel 1 ersichtlich, aus- schliesslich dem Schutz des Anlegers. Dieser Schutz muss besonders dann spielen, wenn ein Anleger Fondsanteile kau- fen oder verkaufen will. Manch einer stellt sich dabei zu Recht die Frage, ob er beim Kauf den gerechten Preis bezahlt oder beim Verkauf den gerechten Preis bekommt. Den richtigen Preis macht der Markt. Deshalb haben wir in der Kommission auch den neuen Artikel 41bis eingeführt, um bei den Immo- bilienfonds einen regelmässigen Markt börslich oder ausser- börslich zu gewährleisten.
Der Preis hängt aber noch von einem zweiten Kriterium ab, nämlich von der Differenz zwischen dem Geld- und dem Brief- kurs, den die marktführenden Banken offerieren. In dieser Be- ziehung wurde im Fondsbereich und insbesondere bei den Immobilienfonds immer wieder gesündigt, wurden die Inter- essen der Anleger oft stark strapaziert. Es wurden ihnen Kauf- und Verkaufspreise berechnet, die viel zu hohe Margen auf- wiesen und damit primär die Interessen der Banken abdeck- ten. Das ist die Problematik. Sie ruft den Gesetzgeber förmlich dazu auf, eine gerechte Lösung dafür zu suchen.
Ich habe es versucht, wohlwissend, dass mein Antrag zwar in die richtige Richtung zielt, aber auch keine 100prozentige Mouche abgibt; er ist durch Regulierung geprägt. Lieber wäre mir eine Lösung, die weniger nach Regulierung ruft. In diesem Sinne hatte ich das Departement gebeten, auf die heutige Be- handlung des Gesetzes im Plenum hin noch über die Bücher zu gehen.
Ich wäre folglich gerne bereit, meinen Antrag zugunsten einer optimaleren Lösung zurückzuziehen. Wir haben es hier mit ei- nem echten Problem zu tun, das im Interesse und zum Schutz der Anlegerschaft einer Klärung harrt. Deshalb sehe ich der Stellungnahme unseres Departementschefs mit Interesse ent- gegen.
Marti Werner: Sie verstehen, wenn ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lasse, auf die Widersprüchlichkeit der Argu- mentation von Kollege Reimann Maximilian hinzuweisen. Man kann nicht die Gesetze des Marktes predigen und dann ge- rade wieder das Gegenteil tun. Es ist manchmal gerechtfertigt, aus sozialen Gründen in das Marktgeschehen einzugreifen, wenn die einzelnen Partner am Markt dieses Schutzes bedür- fen. Diesen Eingriff brauchen wir hier beim besten Willen nicht. Das einzige, was ich tun kann, Herr Reimann, ist, Sie an Ihre eigenen Grundsätze zu erinnern. Ziehen Sie doch diesen An- trag zurück. Die Regulierung in diesem Punkte ist absolut un- nötig und völlig systemwidrig.
Iten Joseph, Berichterstatter: Es ist mir aus dem Votum von Herrn Reimann Maximilian nicht ganz klargeworden, ob er, je nachdem, wie die Stellungnahme des Departementschefs lau- tet, seinen Antrag zurückziehen will. Da es sich aber nicht um einen Einzelantrag handelt, sondern um einen Minderheitsan- trag auf der Fahne, denke ich, dass man ihn nicht ohne wei- teres zurückziehen kann. Ich nehme an, wir werden darüber abstimmen müssen.
Die Frage, um die es hier geht, ist - eigentlich auf eine erstaun- liche Weise - politisch kontrovers. Hier verlangt Herr Reimann, dass der Bundesrat bzw. die Aufsichtsbehörde korrigierend in ein Geschäft eingreift, wo das Departement eigentlich eine li- berale Lösung vorgeschlagen hat.
Als wir diese Problematik diskutierten, hat der Vertreter der Verwaltung in der Kommission denn auch gesagt, dass der Bundesrat hier einen offenen Weg beschreiten will. Der Bun- desrat unterstellt also nicht von vornherein, dass in diesem Be- reich der Anlagefonds Unregelmässigkeiten geschähen und dass man deshalb den Markt schon von vornherein regulieren müsse. Er hat zu Recht auch darauf hingewiesen, dass es für den Bundesrat oder die Aufsichtsbehörde äusserst delikat und schwierig wäre, bei der Preisgestaltung in diesem Bereich überhaupt einzugreifen.
Aufgrund dieser Erwägungen hat die Kommission mit 8 zu 3 Stimmen den Antrag der Minderheit Reimann Maximilian ab- gelehnt, und ich empfehle Ihnen im Namen der Kommissions- mehrheit, heute das gleiche zu tun.
M. Poncet, rapporteur: Je partage la perplexité qui a été expri- mée par le rapporteur de langue allemande et qui a d'ailleurs été la perplexité de la commission lorsqu'elle a rejeté la propo- sition de minorité par 8 voix contre 3.
Il s'agit ici du problème suivant: lorsque la banque déposi- taire est le seul «market maker» pour des parts d'un fonds de placement, elle peut évidemment avoir la tentation d'acheter à un prix et de revendre à un cours beaucoup plus avanta- geux pour elle, s'assurant ainsi un profit au passage. Dans une certaine mesure, l'article 41bis (nouveau) règle ce pro- blème en prévoyant que la banque dépositaire assure un traitement en bourse et hors bourse des parts de fonds im- mobiliers qui dépassent la fortune minimale fixée par voie d'ordonnance.
La proposition de minorité se comprend dans l'optique de la protection de l'investisseur, parce qu'on impose alors à la banque dépositaire, en suivant M. Reimann, non seulement l'obligation de faire le marché, mais de le faire en ne s'assu- rant pas un bénéfice supérieur à 1 pour cent entre le cours à la vente et le cours à l'achat.
La majorité de la commission a cependant considéré qu'une proposition de ce type trouverait mieux sa place dans une ordonnance, et c'est la raison pour laquelle, par 8 voix contre 3 et avec plusieurs abstentions, elle a rejeté la proposition de minorité.
Bundesrat Stich: Von mir aus gesehen ist schon Artikel 41bis Absatz 1, der akzeptiert ist, völlig überflüssig, denn letztlich entsteht ein Handel um solche Anteile, oder es entsteht keiner; das ist eine Frage der Nachfrage. Man kann diesen Handel meines Erachtens nicht ohne weiteres von der Depotbank aus künstlich herstellen. Aber völlig verfehlt wäre es dann, wenn man die Marge zwischen Geld- und Briefkurs fixieren würde. Das ist eine Sache des Marktes, der diese Preise festlegt. Wenn sich jemand in dieser Kategorie engagiert, muss er sich bewusst sein, dass er Risiken eingeht. Die Frage der Kursbil- dung hängt natürlich von der Qualität des Fonds und von den Liegenschaften ab. Aber es ist nicht Sache des Staates, hier die Marge festzulegen.
Ich bitte Sie, den Antrag der Minderheit Reimann Maximilian abzulehnen.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit Für den Antrag der Minderheit
54 Stimmen 30 Stimmen
Loi sur les fonds de placement Révision
2460
N 16 décembre 1993
Art. 42, 43 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 44 Antrag der Kommission Abs. 1-4, 6 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Abs. 5
Der Bundesrat ist befugt, auf der Grundlage gegenseitiger An- erkennung gleichwertiger Regelungen und Massnahmen Staatsverträge abzuschliessen, welche vorsehen, dass Anla- gefonds aus den Vertragsstaaten keiner Bewilligung bedür- fen, sondern den beabsichtigten Vertrieb in der Schweiz der Aufsichtsbehörde lediglich anzeigen müssen.
Art. 44 Proposition de la commission Al. 1-4, 6 Adhérer au projet du Conseil fédéral Al. 5
Le Conseil fédéral est autorisé à conclure des traités internatio- naux basés sur le principe de la reconnaissance réciproque de réglementations et de mesures équivalentes, qui prévoient que les fonds de placement originaires des Etats contractants ne sont pas tenus de requérir une autorisation, mais doivent se borner à indiquer à l'autorité de surveillance les parts qu'ils comptent distribuer en Suisse.
Angenommen - Adopté
Art. 45 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 46 Antrag der Kommission Abs. 1
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Abs. 2 (neu)
Der Bundesrat erlässt Vorschriften zur Buchführungspflicht. Er kann diese Zuständigkeit ganz oder teilweise der Aufsichtsbe- hörde übertragen.
Art. 46 Proposition de la commission Al. 1 Adhérer au projet du Conseil fédéral
Al. 2 (nouveau)
Le Conseil fédéral édicte des prescriptions concernant l'obli- gation de tenir une comptabilité. Il peut déléguer totalement ou une partie de cette compétence à l'autorité de surveillance.
Angenommen - Adopté
Art. 47 Antrag der Kommission Abs. 1
...
a. .... zu Verkehrswerten und der Erfolgsrechnung, sowie die Angaben .... Abs. 2 ... enthält eine ungeprüfte Vermögens- und Erfolgsrechnung sowie Angaben nach ....
Abs. 3 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Art. 47 Proposition de la commission Al. 1 Adhérer au projet du Conseil fédéral (la modification ne concerne que le texte allemand) Al. 2
.... contient un compte de fortune et un compte de résultats non révisés ainsi que les indications .... Al. 3 Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 48 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Antrag Hegetschweiler Abs. 3 ... Verkehrswerte der Grundstücke aufzuführen.
Abs. 5 Streichen
Art. 48 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Proposition Hegetschweiler AI. 3 .... valeur vénale estimée des immeubles. Al. 5 Biffer
Abs. 1, 2 - Al. 1, 2 Angenommen - Adopté
Abs. 3 - Al. 3
Hegetschweiler: Ich stelle Ihnen zwei Anträge zu Artikel 48, in welchem die Anforderungen an den Jahresbericht aufgeführt sind.
Zu Absatz 3: Gemäss Revisionsvorlage wird neu verlangt, dass im Jahresbericht der Immobilienfonds beim Inventar des Fondsvermögens sowohl die Gestehungskosten wie die Ver- sicherungswerte und die geschätzten Verkehrswerte der ein- zelnen Grundstücke aufzuführen sind. Auch in der Aufstellung der Käufe und Verkäufe wird verlangt, dass die Immobilien- werte einzeln aufgeführt werden.
Ich bitte Sie, bei der bisherigen Gesetzesfassung zu bleiben und auf die einzelne Aufführung zu verzichten. Die Forderung, von der bisherigen gruppenweisen Aufführung im Jahresbe- richt auf detaillierte Angaben für jedes Grundstück überzuge- hen, führt eindeutig zu weit und steht auch einem gewissen Datenschutz gegenüber der Oeffentlichkeit entgegen. Der Jahresbericht liegt ja bekanntlich bei den Depotbanken öffent- lich auf. Einsichtnahme muss auch Nichtanteilscheininhabern gewährt werden.
Die Veröffentlichung von Gestehungskosten, Versicherungs- und Verkehrswert jedes einzelnen Grundstückes im Jahresbe- richt ist nicht nötig und bei grossen Fonds praktisch nicht durchführbar. Bei grossen Fonds gäbe das ganze Bücher und wäre mit einem riesigen Aufwand verbunden. Im Bericht sel- ber sollte - wie früher - ein Zusammenzug pro Anlagekatego- rie genügen. Verkäufe wären stark eingeschränkt oder sogar behindert, da jeder Interessent den geschätzten Verkehrswert jedes Grundstückes dem Jahresbericht entnehmen könnte und seine Verkaufsvorstellungen darauf aufbauen würde. Auf- grund der ebenfalls publizierten Gestehungskosten hätte er auch Kenntnis vom möglichen Gewinn. Detailangaben der ge- nannten Art würden sich also sicher zuungunsten der Anteil- scheininhaber auswirken.
Zu Absatz 5: In der Aufstellung der Käufe und Verkäufe würde die einzelne Aufführung der Immobilienwerte die Beweglich- keit der Fondsleitung bei Verkäufen stark einschränken. Käu- fer würden sich möglicherweise auch zurückziehen, da sie die
2461
Anlagefondsgesetz Revision
Publikation des bezahlten Preises nicht wünschen. Im wei- teren wären sogenannte Paketverkäufe praktisch unmöglich. Bei diesen Paketverkäufen wird oft ein leichtverkäufliches Ob- jekt nicht an den Meistbietenden verkauft, weil ein anderer Käufer bereit ist, im Paket gleichzeitig andere, schlechter verkäufliche Objekte zu einem interessanten Preis zu über- nehmen.
Es ist nicht einzusehen, warum die Vorschriften der geltenden Verordnung, Artikel 29 und 30, den Bedürfnissen nicht genü- gen. Dort werden unter dem Titel «Buchführung und Rechen- schaftablage» genau diese einzelnen Angaben verlangt.
Beide Aenderungsbegehren werden von der Eidgenössi- schen Bankenkommission als politische Interessenabwä- gung - was sie natürlich sind - beurteilt, aber materiell nicht abgelehnt.
Die erweiterten Publikationsvorschriften in der Vorlage schrän- ken ein flexibles, marktgerechtes und selbstverständlich auch im Interesse des Anteilscheininhabers liegendes Handeln der Fondsleitungen ein - ohne ihm einen ersichtlichen Nutzen zu bringen - und sollten deshalb wieder auf ein praktikables Ni- veau zurückgeführt werden.
Die Frau Präsidentin wird über die beiden Punkte meines An- trages getrennt abstimmen lassen.
Ich bitte Sie, beiden Punkten, ganz speziell aber dem Antrag zu Absatz 3, zuzustimmen.
Präsidentin: Die CVP- und FDP-Fraktion lassen mitteilen, dass sie den Antrag Hegetschweiler unterstützen. Die SP-Fraktion lässt mitteilen, dass sie den Antrag ablehnt.
Iten Joseph, Berichterstatter: Bevor Sie abstimmen, vielleicht noch zwei, drei Präzisierungen. Wir sind im 5. Kapitel «Re- chenschaftsablage und Publikationspflichten». Es geht darum, zu regeln, welche detaillierten Einzelangaben in die- sen Rechenschaftsberichten durch die Fondsleitung aufzu- nehmen sind. Beim Jahresbericht der Immobilienfonds hat die Kommission - dem Entwurf des Bundesrates folgend - vorge- sehen, dass diese Berichte über alle einzelnen Grundstücke, die dem Immobilienfonds gehören, die Angaben über Geste- hungskosten, Versicherungswerte und geschätzte Verkehrs- werte beinhalten müssen.
Es war der Kommission klar, dass das eine sehr weitgehende Vorschrift ist. Wir haben uns über dieses Thema, das Herr He- getschweiler jetzt in seinem Antrag formuliert hat, auch ausge- sprochen, aber in der Kommission lag kein Antrag vor - ich kann Ihnen nicht sagen, wie die Kommission entschieden hätte. Wir haben darüber diskutiert und festgestellt, dass hier eine Interessenskollision vorliegt. Auf der einen Seite stehen die Ansprüche des Anlegers oder der Anlegerin auf totale In- formation über die Zusammensetzung des Fondsvermögens; auf der anderen Seite sind da natürlich die Interessen des Fonds selber, keinen übertriebenen Bürokratismus wahrneh- men zu müssen und gewisse Geschäftsgeheimnisse wahren zu können.
Wenn Sie das in den Gesamtzusammenhang stellen - insbe- sondere in den Zusammenhang mit der vorigen Abstimmung, die ergab, dass wir Schätzungsexperten vorsehen, die diese Grundstücke bewerten müssen -, so lässt sich feststellen, dass Sie keinen grossen Schaden anrichten, wenn Sie den Antrag Hegetschweiler gutheissen. Denn die Bezifferung die- ser Werte der Immobilien hat nur dann einen Wert, wenn die Anleger und Anlegerinnen auch reagieren könnten, wenn sie der Auffassung wären, die Grundstücke seien falsch bewertet. Diese Möglichkeit haben sie insoweit nicht mehr, als wir vorher beschlossen haben, dass diese Bewertung der Immobilien durch Fachexperten, eben durch Schätzungsexperten, vorge- nommen werden müssten.
Wenn ich also auf die Bewertung nicht reagieren kann, dient sie letztlich nur noch der Befriedigung eines reinen Informa- tionsbedürfnisses, das aber auf der anderen Seite gewissen Interessen des Anlagefonds selber widerspricht. Sie haben jetzt zwischen diesen beiden Interessen zu entscheiden.
Zu Absatz 3 und zum ersten Teil des Antrages Hegetschwei- ler: Ich bin der Auffassung, die Aufführung der einzelnen Werte, wie es die Kommission beantragt, sei rein operationell
verhältnismässig einfach zu bewerkstelligen. Diese Zahlen lie- gen der Fondsleitung vor; sie in einem Verzeichnis zu publizie- ren, dürfte keine Schwierigkeiten machen.
Persönlich habe ich mehr Sympathie für den zweiten Teil des Antrages, bei Absatz 5 die Aufstellung der Käufe und Verkäufe nicht mehr einzeln aufführen zu müssen. Das sind ja Rechts- geschäfte, die post festum aufgezählt werden müssen; dann sind die Rechtsgeschäfte abgewickelt, die Käufe und Verkäufe sind getätigt.
Es ist also an Ihnen zu entscheiden, weil die Kommission über den Antrag Hegetschweiler nicht befinden konnte.
Bundesrat Stich: Es ist bereits gesagt worden: In Absatz 3 ha- ben Sie zu entscheiden, ob Sie mehr Transparenz oder allen- falls bessere Verkaufsmöglichkeiten haben wollen. Wir sind der Auffassung, Sie sollten dem Entwurf des Bundesrates bzw. dem Antrag der Kommission zustimmen, der hier etwas mehr Gewicht auf Transparenz legt.
Ganz eindeutig dem Entwurf des Bundesrates bzw. dem An- trag der Kommission zustimmen sollten Sie bei Absatz 5. Dort wäre der Antrag Hegetschweiler ein Rückschritt gegenüber der heutigen Lösung. Heute ist es schon so, dass Käufe und Verkäufe einzeln aufgeführt werden müssen. Wir sind der Auf- fassung, das sollte auch in der Zukunft so sein.
Abstimmung - Vote Für den Antrag Hegetschweiler Für den Antrag der Kommission
63 Stimmen 41 Stimmen
Abs. 4 - Al. 4 Angenommen - Adopté
Abs. 5 - Al. 5
Abstimmung - Vote Für den Antrag Hegetschweiler Für den Antrag der Kommission
62 Stimmen 40 Stimmen
Art. 49-61 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 62 Antrag der Kommission Abs. 1, 3, 4 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Abs. 2 Mehrheit
c. .... in Strafsachen nicht gewährt wurde. Die Aufsichtsbe- hörde
Minderheit (Marti Werner, Bär, Bühlmann, von Felten, Grendelmeier, Her- czog, Rechsteiner) Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Art. 62 Proposition de la commission Al. 1, 3, 4 Adhérer au projet du Conseil fédéral
Al. 2 Majorité
c. .... pénale n'a pas été accordée, aucune information .... Minorité
(Marti Werner, Bär, Bühlmann, von Felten, Grendelmeier, Her- czog, Rechsteiner) Adhérer au projet du Conseil fédéral
Abs. 1, 3, 4 - Al. 1, 3, 4 Angenommen - Adopté
51-N
N
16 décembre 1993
2462
Loi sur les fonds de placement. Révision
Abs. 2 - Al. 2
Marti Werner, Sprecher der Minderheit: Indem Sie vorhin den Antrag Reimann Maximilian abgewiesen haben, haben Sie sich nicht widersprüchlich verhalten.
Wenn Sie jetzt dem Antrag der Minderheit folgen, dann verhal- ten Sie sich auch nicht widersprüchlich - und ich werde einige Zeit nicht mehr sagen, das Parlament mache einmal dies und behaupte das andere Mal das andere. Und zwar aus folgen- dem Grund:
Den ganzen Sommer durch wurde das Thema «innere Sicher- heit» zum Thema Nummer 1 gemacht. Verschiedene Vor- schläge zur Lösung dieses Problems wurden dargeboten, von einfachen Vorschlägen - «Sperrt sie endlich ein!» - bis zu kon- struktiven Vorschlägen.
Einer dieser konstruktiven Vorschläge sah vor, die Strafvoll- zugsbehörde mit besseren Instrumenten zu versehen. Wenn nun der Bundesrat einmal in diese Richtung stösst, in dieser Richtung handelt, macht das Parlament respektive in unserem Fall die Kommissionsmehrheit genau das Gegenteil.
Der Antrag der Kommissionsmehrheit trügt nämlich: Er ist an und für sich unscheinbar, hat aber verheerende Konsequen- zen. Er hat nämlich zur Folge, dass Informationen, die im Rah- men der Amtshilfe erhältlich gemacht werden konnten, an die Strafbehörden nur weitergeleitet werden können, wenn vor- gängig ein Rechtshilfeverfahren eingeleitet und durchgeführt worden ist.
Das setzt also voraus, dass zuerst ein Rechtshilfeverfahren durchgeführt wird. Wie Sie wissen, braucht ein solches Rechtshilfeverfahren enorm viel Zeit. Ich erinnere Sie hier an den sicher bekanntesten Fall, an den Fall Marcos, welcher 1986 eingeleitet wurde und bis heute nicht abgeschlossen werden konnte.
Wenn Sie nun dem Antrag der Mehrheit folgen, wird die Amts- hilfe an und für sich illusorisch; denn es braucht die Amtshilfe an und für sich ja nicht mehr, wenn Rechtshilfe gewährt wird - wobei zu sagen ist, dass dieses Rechtshilfeverfahren über- mässig viel Zeit in Anspruch nimmt.
Ich meine auch, dass diese Konsequenz von der Mehrheit der Kommission gar nicht gesehen wurde, denn in der Kommis- sion wurde gesagt, es gehe hier lediglich um eine redaktio- nelle Aenderung. Das ist aber mitnichten eine redaktionelle Aenderung, sondern eine massive Einschränkung der Amts- hilfe!
Konkret bedeutet das nun: Wenn die Aufsichtsbehörde im Rahmen der Amtshilfe Kenntnis von strafbaren Handlungen hat, darf sie diese nicht an die Strafbehörden weiterleiten, be- vor nicht ein Rechtshilfeverfahren eingeleitet worden ist. Eine derartige gesetzliche Bestimmung ist doch widersinnig! Die Aufsichtsbehörde, die Kenntnis hat, kann nicht handeln, weil sie erst ein sechsjähriges, siebenjähriges oder zehnjähriges Rechtshilfeverfahren durchführen muss, bevor sie diese Infor- mationen dann der Strafverfolgungsbehörde weiterleiten kann.
Die Fassung der Kommissionsmehrheit ist auch systemwid- rig. Im Bankengesetz und im Börsengesetz hat der Bundesrat die genau gleiche Fassung vorgeschlagen. Der Ständerat ist beim Börsengesetz dem Bundesrat diskussionslos gefolgt, wobei man sagen kann, dass der Ständerat das Börsengesetz des Bundesrates nicht einfach tel quel übernommen, sondern völlig anders ausgestaltet hat. Aber diese Bestimmung hat er übernommen.
Die Fassung der Mehrheit widerspricht auch dem Sinn und Zweck dieses Gesetzes. Es ist wiederholt gesagt worden, dass dieses Gesetz dem Schutz des Anlegers diene. Diese In- teressen der Anleger sind in der Kommission massiv vertreten worden, sogar so massiv, dass ich das Gefühl hatte, ich müsste mich hin und wieder auch einmal für die Interessen der Banken einsetzen, so sehr kamen dort die Banken unter die Räder!
Wenn nun bei der extremsten Form der Bedrohung der Inter- essen der Anleger nicht gehandelt werden kann, ist das sicher ein Widerspruch.
Stimmen Sie deshalb der Minderheit zu; stimmen Sie der Fas- sung des Bundesrates zu! Sie schaffen damit ein griffiges In-
strument, um eben in den Extremfällen der strafbaren Hand- lungen reagieren und agieren zu können.
M. Poncet, rapporteur: Je serais tenté de dire que, dans cette loi sur les fonds de placement, nous avons enfin trouvé un arti- cle sur lequel on peut avoir une discussion politique et ne pas être d'accord les uns avec les autres. Il me semble qu'en cette fin de matinée c'est plutôt une bonne nouvelle. La majorité de la commission a adopté, par 11 voix contre 8, le texte que vous trouvez à la nouvelle disposition de l'article 62, et ce, pour les raisons suivantes.
En matière de fonds de placement, comme en matière ban- caire, il faut assurément qu'il y ait une surveillance administra- tive qui dépasse les frontières nationales, parce que la vie éco- nomique dépasse les frontières nationales et c'est heureux. Il faut donc que les autorités administratives puissent échanger des informations pour assurer, par exemple, une bonne sur- veillance sur des fonds de placement ou sur des établisse- ments bancaires qui exercent leurs activités dans plusieurs pays. Il n'y a pas de problème à cet égard. Le problème se pose au moment où il s'agit de savoir quel usage peut être fait, en matière pénale, des informations que l'autorité de surveil- lance acquiert dans le cadre de la surveillance administrative. La majorité de la commission, avec une logique imparable, vous dit que, pour faire usage d'informations en matière pé- nale, il faut avoir obtenu l'entraide judiciaire internationale en matière pénale, ce qui est parfaitement «systemkonform» - je ne trouve pas l'expression française, pardonnez-moi -, parce que, dans le premier cas, la surveillance administrative, il s'agit de surveiller, d'exercer une activité administrative, et dans le deuxième cas il s'agit de poursuivre des délinquants, et, donc, on a recours à l'entraide en matière pénale.
Dans son plaidoyer talentueux tout à l'heure en faveur de la version de la minorité, M. Marti Werner a relevé que l'entraide internationale en matière pénale demande «enorm viel Zeit». C'est possible, c'est d'ailleurs la raison pour laquelle le droit de l'entraide en matière pénale est actuellement en train d'être révisé. Mais, Monsieur Marti, si le système fonctionne mal, en matière d'entraide internationale dans le domaine pénal, c'est ce domaine-là qu'il faut réviser, mais il ne faut pas créer de confusion dans une disposition à caractère administratif.
Enfin, s'agissant de la divergence avec la loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne, M. Marti a également rai- son, mais vous serez amenés tout à l'heure précisément à vo- ter sur une proposition qui vise à mettre, dans la loi fédérale sur les banques et les caisses d'épargne, exactement le même texte que la majorité de la commission a adopté par 11 voix contre 8 à l'article 62 de la loi sur les fonds de placement.
Iten Joseph, Berichterstatter: Herr Poncet hat Ihnen ausführ- lich dargelegt, welches die Ueberlegungen waren, die die Mehrheit der Kommission dazu gebracht haben, den Antrag Marti Werner, d. h. den vorliegenden Minderheitsantrag, abzu- lehnen.
Ich habe dem nichts beizufügen. Ich will Sie einfach darauf hinweisen, dass der Titel von Artikel 62 «Zusammenarbeit mit ausländischen Aufsichtsbehörden» lautet und dass wir in Ab- satz 1 den ersten Fall regeln, nämlich: «Die Aufsichtsbehörde kann zur Durchsetzung dieses Gesetzes ausländische Auf- sichtsbehörden über Anlagefonds um Auskünfte und Unterla- gen ersuchen.» Unsere Aufsichtsbehörde kann also eine aus- ländische um Auskünfte ersuchen.
In Absatz 2 wird der umgekehrte Fall geregelt, dass nämlich unsere Aufsichtsbehörde einer ausländischen Auskünfte ertei- len darf. Die Kommissionsmehrheit war der Meinung, in die- sem Bereich möchten wir auf der sicheren Seite sein, weil es in erster Linie um die Interessen unserer schweizerischen Anla- gefonds geht und es damit letztlich auch um die Interessen unserer Anleger gehen kann. Anderseits möchte die Kommis- sionsmehrheit - wenn feststeht, dass Rechtshilfe gewährt wor- den ist - das objektivste Kriterium anwenden.
Herr Marti, Sie sagen, dass Sie mit Ihrem Weg das Verfahren wahrscheinlich etwas abkürzen können. Diese Argumente ha- ben auch der Kommissionsmehrheit eingeleuchtet. Aber Sie
2463
Motion RK-NR (92.082)
können die Kriterien nicht verändern. Es bleibt bei objektiv richtigen Kriterien. Also muss ohnehin geprüft werden, ob Rechtshilfe gewährt werden würde oder nicht. Das sicherste Kriterium ist, dass Sie den Fall zuerst durchziehen. Das natür- lich zum Preis, dass das Verfahren sehr lange dauert.
Die Kommissionsmehrheit bittet Sie - mit 11 zu 8 Stimmen -, ihrem Antrag zuzustimmen.
Bundesrat Stich: Es gibt viele Leute, die dauernd kämpfen und dauernd für internationale Zusammenarbeit antreten. Aber wenn einmal ein konkretes Beispiel vorliegt, eine ge- wisse Verpflichtung besteht, die Möglichkeit zu internationaler Zusammenarbeit zu schaffen, dann versucht man diese auf alle Arten zu torpedieren und zu sabotieren.
Was die Minderheit und der Bundesrat vorschlagen, ist die Pra- xis der Bankenkommission und gilt im Bankengesetz. Es gibt keinen Grund, eine abweichende Lösung zu treffen; diese Ge- setze werden von der gleichen Behörde angewendet. Dazu kommt, dass der Antrag der Mehrheit unlogisch ist, wenn sie sagt: «Die Weiterleitung von Informationen an Strafbehörden ist unzulässig, wenn die Rechtshilfe in Strafsachen nicht gewährt wurde.» Wenn die Rechtshilfe nicht gewährt wurde, ist die Sa- che ohnehin erledigt. In der Fassung des Bundesrates und der Kommissionsminderheit heisst es aber umgekehrt: « .... wenn die Rechtshilfe in Strafsachen ausgeschlossen wäre.» Wenn man die Rechtshilfe also gar nicht leisten kann und nicht leisten darf, darf man diese Information nicht weitergeben. Wenn die Sache abgeschlossen ist, ist die Information ohnehin überflüs- sig. Wenn ein Rechtshilfeverfahren durchgeführt worden ist, hat man sämtliche Informationen, die man braucht. Die Bestim- mung brauchen Sie dann sicher nicht mehr.
Ich bitte Sie, für die Rechtshilfe die gleiche Lösung zu schaffen wie im Bankengesetz und der Kommissionsminderheit und dem Bundesrat zuzustimmen.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit Für den Antrag der Minderheit
70 Stimmen
42 Stimmen
Art. 63-66 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 67 Antrag der Kommission Abs. 1 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Abs. 2 Streichen
Art. 67
Proposition de la commission Al. 1 Adhérer au projet du Conseil fédéral Al. 2 Biffer
Iten Joseph, Berichterstatter: Hier ist eine Präzisierung zu ma- chen. Bei Artikel 67 Absatz 2 (auf Seite 21 der Fahne) hat die Kommission mit 12 zu 7 Stimmen beschlossen, Absatz 2 zu streichen.
Ich bitte Sie, auf der Fahne diese Korrektur vorzunehmen.
M. Poncet, rapporteur: La situation est la même dans la ver- sion française du dépliant. Le vote intervenu qui a eu pour conséquence que l'alinéa 2 de l'article 67 a été biffé a échappé à l'attention de l'imprimeur. Par conséquent, il convient de reporter cette correction manuellement dans le dépliant.
Angenommen - Adopté
Art. 68-75 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 110 Stimmen (Einstimmigkeit)
Abschreibung - Classement
Antrag des Bundesrates Abschreiben der parlamentarischen Vorstösse gemäss Seite 1 der Botschaft Proposition du Conseil fédéral Classer les interventions parlementaires selon la page 1 du message
Angenommen - Adopté
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
93.3528
Motion RK-NR (92.082) Fiskalische Massnahmen im Bereich der Anlagefonds Motion CAJ-CN (92.082) Allègements fiscaux dans le domaine des placements
Wortlaut der Motion vom 26. Oktober 1993 Der Bundesrat wird beauftragt, ebenfalls die Wettbewerbsfä- higkeit und Attraktivität des schweizerischen Finanzplatzes im Bereich der Anlagefonds durch fiskalische Massnahmen zu stärken, insbesondere durch eine EG-kompatible Ausgestal- tung der Verrechnungssteuer.
Texte de la motion du 26 octobre 1993
Le Conseil fédéral est chargé de renforcer également la com- pétitivité et l'attractivité de la place financière suisse dans le domaine des placements, en accordant des allègements fis- caux, notamment par le réaménagement de l'impôt anticipé de façon à le rendre compatible avec les normes de la CE.
Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort.
Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 6. Dezember 1993
Einleitend ist zu betonen, dass die am 1. April 1993 in Kraft ge- tretene Revision des Bundesgesetzes über die Stempelabga- ben speziell für die Anlagefonds massive Erleichterungen mit sich gebracht hat. So unterliegt die Ausgabe von Anteilen an einem Anlagefonds nicht mehr der Emissionsabgabe.
Zurzeit gibt es in der EG keine harmonisierte Quellensteuer. Zwar schlug die EG-Kommission bereits Anfang 1989 eine EG-weite Quellensteuer auf Zinserträgen mit einem Mindest- satz von 15 Prozent vor. Mangels Zustimmung aller Mitglied-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Anlagefondsgesetz. Revision Loi sur les fonds de placement. Révision
In
Dans
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1993
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.082
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
16.12.1993 - 08:00
Date
Data
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2449-2463
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Pagina
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20 023 500
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