Sanierungsmassnahmen 1993
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93.442
Parlamentarische Initiative (Büro-NR) Fraktionsbeiträge. Erhöhung Initiative parlementaire (Bureau-CN) Contributions aux groupes. Augmentation
Differenzen - Divergences
Siehe Seite 1581 hiervor - Voir page 1581 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 6. Dezember 1993 Décision du Conseil des Etats du 6 décembre 1993
Art. 10 Antrag des Büros Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Schriftliche Begründung
Der Nationalrat hat in der Herbstsession 1993 dem Antrag der Büros zugestimmt, die Fraktionsbeiträge von 50 000 auf 70 000 Franken (Grundbeitrag) und von 9000 auf 12 000 Fran- ken (Beitrag pro Mitglied) zu erhöhen. Das Büro hat die Gründe für die Erhöhung im Bericht vom 26. August 1993 dar- gelegt. Der Bundesrat hat dazu am 20. September 1993 Stel- lung genommen.
Dem Nationalrat lag auch ein Minderheitsantrag des Büros vor, der lediglich eine Anpassung der Beiträge an die Teue- rung vorsah. Dieser Antrag wurde mit 63 zu 44 Stimmen abge- lehnt.
Der Ständerat hat die Vorlage am 6. Dezember 1993 diskutiert. Ein Nichteintretensantrag wurde mit Stichentscheid des Präsi- denten abgelehnt. Angenommen hat der Ständerat den An- trag des Büros des Ständerates, die Fraktionsbeiträge der Teuerung anzupassen und auf 58 000 Franken (Grundbei- trag) bzw. 10 500 Franken (Beitrag pro Mitglied) festzulegen. Das Büro hat sich an seiner Sitzung vom 8. Dezember 1993 mit der Differenz befasst und beschlossen, dem Rat zu bean- tragen, dem Ständerat zuzustimmen.
Art. 10 Proposition du Bureau Adhérer à la décision du Conseil des Etats Développement par écrit
Au cours de la session d'automne, le Conseil national a ac- cepté la proposition du Bureau d'augmenter les contributions aux groupes de 50 000 à 70 000 francs (montant de base) et de 9000 à 12 000 francs (montant par député). Le Bureau a justifié ses raisons dans son rapport du 26 août 1993. Le Conseil fédéral a donné son avis le 20 septembre 1993.
Une proposition de la minorité du Bureau prévoyait de n'adap- ter les contributions qu'au renchérissement. Cette proposition a été rejetée par 63 voix contre 44. Le Conseil des Etats a dé- battu de cet objet le 6 décembre 1993. Une proposition de non-entrée en matière a été rejetée avec la voix prépondérante du président. Le Conseil des Etats a accepté une proposition de son Bureau d'adapter les contributions des groupes au renchérissement. Ainsi le montant de base serait fixé à 58 000 francs et celui par député à 10 500 francs.
Lors de sa séance du 8 décembre 1993, le Bureau s'est pro- noncé sur cette divergence et propose de se rallier à la déci- sion du Conseil des Etats.
Angenommen - Adopté
93.078
Sanierungsmassnahmen 1993 Mesures d'assainissement 1993
Botschaft und Beschlussentwurf vom 4. Oktober 1993 (BBI IV 293) Message et projet d'arrêté du 4 octobre 1993 (FF IV 301) Kategorie III/IV, Art. 68 GRN - Catégorie III/IV, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Eintreten
Antrag Darbellay Entwurf B Nichteintreten
Proposition de la commission Entrer en matière
Proposition Darbellay Projet B
Ne pas entrer en matière
Fischer-Hägglingen, Berichterstatter: Wir haben uns in der letzten Woche bei der Beratung des Budgets eingehend über die Finanzlage des Bundes unterhalten. Ich hoffe, dass Ihnen die missliche Lage, in der sich der Bundeshaushalt befindet, heute noch präsent ist.
Auch nach den vorgenommenen Kürzungen weist der Voran- schlag 1994 noch ein Defizit von gegen 7 Milliarden Franken auf. Ohne zusätzliche Sparanstrengungen ist in den Finanz- planjahren 1995 bis 1997 mit Finanzierungslücken von 8 bis 10 Milliarden Franken zu rechnen.
Wir haben bei der Beratung des Budgets auch gesehen, dass Kürzungen im Rahmen des Budgets Grenzen gesetzt sind; sie haben zum Teil etwas Willkürliches an sich. Sie sind aufgebaut auf dem Prinzip der Opfersymmetrie. In vielen Bereichen kann gar nicht gespart werden, da es sich um sogenannte gebun- dene Ausgaben handelt, bei denen aufgrund von Verfassung und Gesetz ein Rechtsanspruch auf eine Bundesleistung be- steht.
Schwierig ist es, bei der Budgetberatung politische Schwer- punkte und Prioritäten zu setzen. Wenn man den Bundes- haushalt tatsächlich sanieren will, dann sind die in Verfassung, Gesetz und Verordnung verankerten Ansprüche auf Bundes- leistungen zurückzunehmen. Der Bundesrat und das Parla- ment haben mit dem Sanierungsprogramm 1992 bereits den ersten Schritt in diese Richtung getan. Damals wurden neben den auf drei Jahre befristeten linearen Kürzungen von 10 Pro- zent auf einem Grossteil der Bundessubventionen und -darle- hen gezielte Sparmassnahmen auf Gesetzes- und Verord- nungsstufe mit Entlastungen von insgesamt 240 Millionen Franken im Jahre 1995 verabschiedet.
Trotz den in der Zwischenzeit vom Volk gutgeheissenen Mehr- einnahmen durch Erhöhung des Treibstoffzolls und trotz der Umwandlung der Wust in eine Mehrwertsteuer zum Satz von 6,5 Prozent ist auch in den kommenden Jahren mit einem strukturellen Defizit zu rechnen. Ziel der Sanierungsmassnah- men 1993 ist es, den strukturellen Teil der Fehlbeträge spürbar zu reduzieren.
Der Bundesrat hat ein Sanierungsziel von mindestens 3 Milli- arden Franken anvisiert. Er will dieses Ziel mit Sparmassnah- men auf Verfassungs- und Gesetzesstufe sowie mit solchen im Kompetenzbereich des Bundesrates erreichen. Daneben soll auf Verfassungsstufe eine Ausgabenbremse für das Parla- ment eingeführt werden, damit eine höhere finanzpolitische Disziplin erreicht werden kann.
Bezogen auf das Jahr 1997 resultieren aus dem Sparpro- gramm Entlastungen von gut 1,5 Milliarden Franken, die sich wie folgt zusammensetzen: 850 Millionen Franken aus der Rücknahme von finanzplanerischen Vorgaben des Bundesra-
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Geschäftsnummer 93.442
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Datum 14.12.1993 - 08:00
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