Constitutions cantonales. Garantie
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E
29 septembre 1993
tence au Parlement conduirait certainement à une politisation de la question et toute modification devrait s'effectuer par le biais d'une révision de la loi nécessitant une procédure notoi- rement complexe.
La réglementation en vigueur a fait ses preuves dans l'inter- valle, et les effets positifs qu'elle exerce sur la sécurité routière ainsi que sur l'environnement ne sont plus controversés à l'heure actuelle.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt mit 8 zu 0 Stimmen (einstimmig), der Standesinitiative Thurgau keine Folge zu geben.
Proposition de la commission
La commission propose, par 8 voix sans opposition (à l'unanimité), de ne pas donner suite à l'initiative du canton de Thurgovie.
Danioth, Berichterstatter: Es sei für die Erwägungen der Kom- mission für Verkehr und Fernmeldewesen sowie für den An- trag, der Standesinitiative keine Folge zu geben, auf den schriftlichen Bericht vom 1. Juli dieses Jahres verwiesen. Er- gänzend kann hierzu folgendes ausgeführt werden:
Die Ziele der Standesinitiative Thurgau sind aus ihrer Entste- hungsgeschichte näher zu erklären. Entstanden ist die Stan- desinitiative nämlich durch eine im Grossen Rat dieses Ost- schweizer Kantons eingereichte Initiative, welche Tem- po 130 km/h einführen wollte. In der Folge wurde dann ein Ge- genvorschlag ausgearbeitet, der eine relativ knappe Zustim- mung des kantonalen Parlamentes fand.
Mit der Initiative soll erstens die Kompetenz zur Festlegung der Geschwindigkeitsbeschränkungen von der Stufe Bundesrat auf die Stufe Parlament, also auf Gesetzesstufe, verschoben werden, wie dies eine Gegenüberstellung mit dem bestehen- den Artikel 32 SVG klar aufzeigt
Zweitens sollen die bisherigen Höchstlimiten von 80/100 km/h und 100/120 km/h im Gesetz festgelegt werden.
Drittens soll die Herab- bzw. die Heraufsetzung dieser Limiten bei besonderen Verhältnissen durch eine zwingende Formu- lierung verankert werden.
Nachdem sich der schweizerische Souverän am 26. Novem- ber 1989 im Zusammenhang mit der Volksinitiative «Pro Tempo 130/100» klar gegen höhere Geschwindigkeitslimiten sowie deren Verankerung in der Verfassung ausgesprochen hat, gibt es auch heute keinen Grund, starre Geschwindig- keitslimiten in das Gesetz aufzunehmen. Die Erfahrung zeigt nämlich, dass die zuständigen Behörden, vorab der Bundes- rat, situationsgerecht - das heisst an den Bedürfnissen der Verkehrssicherheit und der Umweltanforderungen orientiert - Geschwindigkeitserhöhungen oder Geschwindigkeitsreduk- tionen vornehmen können müssen. Die gemäss Verordnung bestehende allgemeine Höchstlimite von 120 km/h auf Auto- bahnen findet demnach auch den Rückhalt im Volk.
Der Ständerat hat anlässlich der Sommersession 1993 zur par- lamentarischen Initiative Plattner «Bundeskompetenz für Tem- poreduktionen auf Autobahnen» Stellung genommen. Er hat diese Initiative ebenfalls abgelehnt, obwohl er an sich dem An- liegen des Initianten positiv gegenüberstand. Er fand aber, dass die Problematik einer vertieften Ueberprüfung bedarf. Bekanntlich war die Kompetenz für punktuelle Reduktionen kurz vorher den Kantonen übertragen worden. Das hätte wie- der ein Hin und Her verursacht, und zwar ohne vertiefte Prü- fung, und das wollten wir nicht.
Grundsätzlich sind die Kommission und mit ihr auch der Rat der Meinung, dass im Bereich der Autobahnen und der Ausge- staltung der Geschwindigkeit ein Föderalismus fehl am Platz ist. In Anbetracht der angekündigten Revision des Strassen- verkehrsgesetzes erschien es indessen zweckmässig, dieses Anliegen in die Gesamtrevision zu verweisen. Abgesehen da- von haben beide Räte zu wiederholten Malen bei der Behand- lung von Vorstössen zum Ausdruck gebracht, dass die Kom- petenz für die Festlegung von Geschwindigkeitslimiten nicht dem Parlament zuzuweisen ist, sondern im Handlungs- und Verantwortungsbereich des Bundesrates bleiben soll.
Aus diesen Gründen beantragt Ihnen die Kommission mit 8 zu 0 Stimmen, der Standesinitiative Thurgau keine Folge zu geben.
Angenommen - Adopté
An den Nationalrat - Au Conseil national
93.038
Kantonsverfassungen (BE, UR, SZ, NW, GL, BL, AR, AI, SG, GE). Gewährleistung
Constitutions cantonales (BE, UR, SZ, NW, GL, BL, AR, AI, SG, GE). Garantie
Botschaft und Beschlussentwurf vom 7. April 1993 (BBI II 180) Message et projet d'arrêté du 7 avril 1993 (FF II 181)
Herr Rhinow unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Nach Artikel 6 Absatz 1 der Bundesverfassung sind die Kan- tone verpflichtet, für ihre Verfassungen die Gewährleistung des Bundes einzuholen. Nach Absatz 2 des gleichen Artikels gewährleistet der Bund kantonale Verfassungen, wenn sie we- der die Bundesverfassung noch das übrige Bundesrecht ver- letzen, die Ausübung der politischen Rechte in republikani- schen Formen sichern, vom Volk angenommen worden sind und revidiert werden können, sofern die absolute Mehrheit der Bürger es verlangt. Erfüllt eine kantonale Verfassung diese Voraussetzungen, so muss sie gewährleistet werden; erfüllt eine kantonale Verfassungsnorm eine dieser Voraussetzun gen nicht, so darf sie nicht gewährleistet werden.
Die vorliegenden Verfassungsänderungen haben zum Ge- genstand:
Variantenabstimmung bei Totalrevision der Verfassung;
Organisation des Gerichtswesens;
Neuordnung des Verhältnisses zwischen Kirche und Staat;
interkommunale Zusammenarbeit;
Gemeindeorganisation;
Kanton Basel-Landschaft: Unterhalt von Rheinhäfen;
Kanton Appenzell Ausserrhoden:
Erteilung des Bürgerrechts;
Unterschriftenzahl für das Finanzreferendum; Frauenstimm- recht und Herabsetzung des Stimmrechtsalters (entgegen dem Druckfehler unter Ziff. 182. 1 der Botschaft lautet der neue Text von Art. 30 Abs. 10: «In derselben sowie in den Gerich- ten .... »); Gerichtsorganisation;
Herabsetzung des Stimmrechtsalters;
Alle Aenderungen entsprechen dem Artikel 6 Absatz 2 der Bundesverfassung; sie sind deshalb zu gewährleisten.
M. Rhinow présente au nom de la commission le rapport écrit suivant:
En vertu de l'article 6 alinéa premier de la Constitution fédé- rale, les cantons sont tenus de demander à la Confédération la
Kanton Solothurn. Kompetenzzuweisung
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garantie de leur constitution. Selon l'alinéa 2 de ce même arti- cle, la Confédération accorde la garantie, pour autant que ces constitutions soient conformes à la Constitution fédérale et à l'ensemble du droit fédéral, qu'elles assurent l'exercice des droits politiques selon des formes républicaines, qu'elles aient été acceptées par le peuple et qu'elles puissent être révisées lorsque la majorité absolue des citoyens le demande. Si une disposition constitutionnelle cantonale remplit toutes ces conditions, la garantie fédérale doit lui être accordée, sinon elle lui est refusée.
En l'espèce, les modifications constitutionnelles ont pour objet:
la faculté de soumettre au vote du peuple des variantes lors de la révision totale de la constitution;
organisation judiciaire;
nouvelle réglementation des rapports entre l'Eglise et l'Etat;
collaboration intercommunale;
organisation communale;
maintien des installations portuaires sur le Rhin;
canton d'Appenzell Rhodes-Extérieures: octroi du droit de cité;
canton d'Appenzell Rhodes-Intérieures:
nombre de signatures en matière de référendum financier; droit de vote des femmes et abaissement de l'âge du droit de vote (contrairement à l'erreur d'imprimerie sous ch. 182.1 de la version en allemand du message, l'art. 30 al. 10 du nouveau texte est formulé comme suit: «In derselben sowie in den Gerichten .... »); organisation judiciaire;
abaissement de l'âge du droit de vote;
Toutes ces modifications sont conformes à l'article 6 alinéa 2 de la Constitution fédérale. Aussi la garantie fédérale doit-elle leur être accordée.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt einstimmig, den Bundesbeschluss über die Gewährleistung geänderter Kantonsverfassungen anzunehmen.
Proposition de la commission
La commission propose à l'unanimité l'adoption de l'arrêté fé- déral accordant la garantie fédérale aux constitutions révisées de certains cantons.
Angenommen - Adopté
An den Nationalrat - Au Conseil national
93.037
Kanton Solothurn. Kompetenzzuweisung an das Bundesgericht Canton de Soleure. Attribution de compétence au Tribunal federal
Botschaft und Beschlussentwurf vom 7. April 1993 (BBI II 173) Message et projet d'arrêté du 7 avril 1993 (FF II 174)
Herr Zimmerli unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Im Ausmass, in dem die Paragraphen 53 und 58 des Solothur- ner Gesetzes über das Staatspersonal den Kreis derjenigen Personen erweitern, die befugt sind, gegen gewisse Ent- scheide des Kantonsrates das Bundesgericht anzurufen - ne- ben den Mitgliedern des Regierungsrates und der letztinstanz- lichen kantonalen Gerichte haben neu der Sekretär oder die Sekretärin des Kantonsrats sowie der Staatsschreiber oder die Staatsschreiberin diese Beschwerdemöglichkeit ans Bundes- gericht -, muss diese neue Kompetenzzuweisung von der Bundesversammlung genehmigt werden.
Mit Schreiben vom 30. Oktober 1992 ersucht der Kanton Solo- thurn um Genehmigung der Paragraphen 53 und 58 dieses Gesetzes, soweit sie den Sekretär oder die Sekretärin des Kan- tonsrates sowie den Staatsschreiber oder die Staatsschreibe- rin betreffen.
Nach Artikel 114bis Absatz 4 der Bundesverfassung sind die Kantone mit Genehmigung der Bundesversammlung be- fugt, Administrativstreitigkeiten, die in ihren Bereich fallen, dem eidgenössischen Verwaltungsgericht zuzuweisen.
Die eidgenössischen Räte haben in den letzten Jahren ähn- liche Kompetenzzuweisungen an das Bundesgericht geneh- migt (z. B. Kanton Solothurn im Jahre 1980, Kantone Zug, Thurgau und Wallis im Jahre 1981, Kanton Schaffhausen im Jahre 1986, Kanton Freiburg im Jahre 1987, Kantone Tessin, Neuenburg und Solothurn im Jahre 1990 und Kanton Glarus im Jahre 1992). Sie sind dabei davon ausgegangen, dass für diese Genehmigung ein genügendes Bedürfnis der Kantone vorhanden sein muss, gewisse Fälle nicht einer kantonalen Behörde zuzuweisen - so z. B. Fälle, in denen Magistratsper- sonen in den Streit verwickelt sind und die kantonale Behörde dann gewissermassen in eigener Sache entscheiden müsste. Das Bedürfnis, Haftungsschwierigkeiten vom Bundesgericht überprüfen zu lassen, in die oberste kantonale Behörden ver- wickelt sein könnten, wurde in der Praxis als ausreichend für eine Kompetenzzuweisung betrachtet.
M. Zimmerli présente au nom de la commission le rapport écrit suivant:
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Kantonsverfassungen (BE, UR, SZ, NW, GL, BL, AR, AI, SG, GE). Gewährleistung Constitutions cantonales (BE, UR, SZ, NW, GL, BL, AR, AI, SG, GE). Garantie
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1993
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.038
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
29.09.1993 - 08:00
Date
Data
Seite
706-707
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Pagina
Ref. No
20 023 376
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