N 8 octobre 1993
2004
Interpellation Keller Rudolf
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 18. August 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 18 août 1993
Die im Bericht der Groupe de réflexion zur Prüfung vorge- schlagenen Massnahmen beim Schienenverkehr betreffen nicht den Abbau des öffentlichen Verkehrs, sondern die Opti- mierung des ganzen Systems «öffentlicher Verkehr». Da die Mittel für den öffentlichen Verkehr beschränkt sind, müssen sie dort eingesetzt werden, wo sie den höchsten Nutzen er- bringen.
Von der Regionalisierung verspricht sich die Groupe de réfle- xion mehr Effizienz im Regionalverkehr. Die Effizienzgewinne ergeben sich vor allem daraus, dass Entscheidungsbefugnis und Kostenverantwortung näher an die Direktbetroffenen de- legiert werden. Kantone, Regionen oder Gemeinden müssen selbst entscheiden können, ob eine Verkehrsleistung besser auf der Schiene oder auf der Strasse zu erbringen ist.
Die SBB stellen der Oeffentlichkeit ein attraktives Angebot zur Verfügung; sie sind verpflichtet, dieses wirtschaftlich zu erbrin- gen. In Erfüllung dieses Auftrages haben die SBB ein Konzept «Präsenz in der Fläche» erarbeitet. So werden sie langfristig ihre Präsenz in der Fläche auf ein optimales System von Stütz- punkten abstellen.
In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf unsere Ant- wort auf die Interpellation 93.3065 der grünen Fraktion.
Zu den einzelnen Fragen des Interpellanten nimmt der Bun- desrat wie folgt Stellung:
Die SBB haben die Kantone über ihre Kreisdirektionen in der zweiten Hälfte des Jahres 1990 umfassend über die für den Zeitraum 1990 bis 1994 geplanten Veränderungen ver- ständigt und somit gemäss den Bestimmungen des Artikels 7 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1985 über den Transport im öffentlichen Verkehr (Transportgesetz, SR 742.402) betref- fend die Besetzung der Stationen mit Personal gehandelt. Es darf angenommen werden, dass die Kantone ihre Gemeinde darüber orientiert haben. Im gegebenen Zeitpunkt hören die SBB vor dem Entscheid die betroffene Gemeinde an. Berück- sichtigen sie die Anträge der Gemeinde nicht, so kann letztere das Bundesamt für Verkehr anrufen. Gegen seinen Entscheid kann beim Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirt- schaftsdepartement Beschwerde geführt werden; das Depar- tement entscheidet endgültig.
Die Mietpreisgestaltung bei bahneigenen Immobilien rich- tet sich grundsätzlich nach den klassischen, branchenübli- chen Werten. Die SBB sind in dieser Frage unabhängig und al- lein zuständig. Der Bundesrat beabsichtigt nicht, hier Vorga- ben zu erlassen.
Der Bundesrat wünscht, dass generell für beide Seiten an- nehmbare Lösungen vereinbart werden können, doch wäre es widersinnig, den Rationalisierungsgewinn durch die An- nuität einer grösseren Investition wiederum zu schmälern oder gar zunichte zu machen. Ziel der Rationalisierungs- massnahmen ist es, das Unternehmungsergebnis letztlich zu verbessern.
PTT wie SBB arbeiten in der Frage der Kooperation im Ver- kauf ihrer Leistungsangebote bereits eng zusammen; weitere Formen der Zusammenarbeit in den Bereichen Betrieb, Dis- tribution und Serviceleistungen werden zurzeit geprüft. Er- schwerend wirkt häufig ausserdem die Tatsache, dass sich Bahnstationen in einer für die PTT ungünstigen peripheren Lage zum Dorfzentrum befinden. Neben den finanziellen As- pekten einer Verlegung der Poststelle hindern aber des öftern auch langjährige Mietverträge ein rasches Zusammengehen. Grundsätzlich halten die SBB die Möglichkeit einer Zusam- menarbeit mit Dritten offen (z. B. Stationshaltermodell).
Die Gesamtsituation der SBB zwingt zum Handeln. Bei Statio- nen mit schwächerem Verkehrsaufkommen sind die Betriebs-
formen konsequent zu optimieren, denn die 120 grössten SBB-Bahnhöfe realisieren rund 80 Prozent des Umsatzes.
Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait
93.3230
Interpellation Keller Rudolf Beleuchtung auf der Autobahn N 2 Eclairage sur l'autoroute N 2
Wortlaut der Interpellation vom 29. April 1993
Seit Anfang Dezember 1992 wird jeweils während der Nacht in der West- und Oströhre (Berg- und Talspur) des Belchen- und des Arisdorftunnels die Beleuchtung in den Tunnels auf einen Drittel reduziert und teilweise sogar ganz ausgeschaltet. Diese Massnahmen wurden vom Baselbieter Chef Unterhaltsdienst Werkhof N 2 angeordnet.
Im Innern der Tunnels sind weder Pannenstreifen noch Aus- stellbuchten vorhanden, was demzufolge die Verkehrssicher- heit vermindert und das Unfallrisiko bei Pannenfahrzeugen oder dergleichen noch erhöht.
Meine Fragen an den Bundesrat:
Texte de l'interpellation du 29 avril 1993
Chaque nuit depuis début décembre 1992, l'éclairage des voies en aval et en amont, dans les tunnels du Belchen et d'Arisdorf, est réduit à un tiers, voire même totalement éteint à certains endroits. Ces mesures ont été ordonnées par un res- ponsable du centre d'entretien bâlois de la N 2.
Dans ces tunnels, il n'y a ni bande d'arrêt d'urgence ni place d'évitement, ce qui accroît d'autant le risque d'accident lorsqu'un véhicule tombe en panne ou qu'un quelconque pro- blème survient.
C'est pourquoi je pose les questions suivantes au Conseil fé- déral:
A-t-il ordonné de telles mesures d'économie?
Si ce n'est pas le cas, le canton de Bâle-Campagne est-il en droit de décréter de son propre chef et de défendre de telles mesures d'économie, lorsqu'elles s'appliquent à une route nationale si fréquentée?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 18. August 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 18 août 1993
Die Beleuchtungen der Nationalstrassentunnels N 2 - Bel- chen und Arisdorf - wurden in den vergangenen Jahren unter Berücksichtigung der neuesten Erkenntnisse über Sicher- heitsbedürfnis, Lichtausbeute und Energieaufwand sachge- recht erneuert Der Bundesrat hat hierzu keine Massnahmen angeordnet.
Die Nationalstrassen und ihre technischen Einrichtungen sind von den Kantonen zu unterhalten und zu betreiben. So- weit erforderlich, kann das EVED für Unterhalt und Betrieb be- sondere Vorschriften erlassen. Im vorliegenden Fall konnte auf den Erlass von solchen Vorschriften verzichtet werden. Die
Interpellation Cavadini Adriano
2005
erwähnte Erneuerung der Beleuchtungseinrichtungen er- folgte aber im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Stras- senbau.
Untersuchungen haben ergeben, dass zwischen der Hellig- keit der Durchfahrtsbeleuchtung - vollkommene Dunkelheit einmal ausgeschlossen - und der Unfallhäufigkeit kein direk- ter Zusammenhang besteht. Die Vermutung «Je heller, desto sicherer» trifft nicht zu.
Grundsätzlich geht es darum, die Innenhelligkeit der Tunnels der Aussenhelligkeit anzupassen, um die Differenz in Grenzen zu halten und damit eine zeitgerechte Anpassung der Sehfä- higkeit zu erleichtern. So ist nachts die Einfahrtszonenbe- leuchtung unnötig und wird deshalb ausgeschaltet, während bei Tag aus Gründen der notwendigen Adaption nicht darauf verzichtet werden kann. Anschliessend an die Adaptions- strecke dient die Durchfahrtsbeleuchtung, die Tag und Nacht in Betrieb stehen muss, vor allem dazu, dem Verkehrsteilneh- mer eine optische Führung zu vermitteln.
Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait
93.3271
Interpellation Pini Neat. Streckenführung durch den Gotthard Interpellanza Pini NTFÅ. Tracciato della linea attraverso il San Gottardo Interpellation Pini NLFÅ. Trace du Saint-Gothard
Wortlaut der Interpellation vom 3. Juni 1993
Der Interpellant ersucht den Bundesrat, die offizielle Haltung der zuständigen Bundesbehörde zum Bau der Neuen Eisen- bahn-Alpentransversale (Neat) möglichst bald klarzustellen. Nach Pressemeldungen besteht nämlich die Gefahr, dass nur noch der Neubau der Lötschberglinie verwirklicht und die Gotthard-Schnellverbindung fallengelassen wird, obwohl beide Linien geplant und in der Abstimmung vom 27. Septem- ber 1992 auch von Volk und Ständen gutgeheissen worden sind. Der Interpellant erinnert - falls dies noch nötig sein sollte - daran, dass der Bundesrat in seiner Botschaft die Neat-Verbindung durch den Gotthard als Hauptachse be- zeichnet hat.
Testo dell'interpellanza del 3 giugno 1993
L'interpellante chiede al Consiglio federale di chiarire al più presto la posizione ufficiale dell'Autorità governativa compe- tente in merito alla realizzazione del progetto Nuova Trasver- sale Ferroviaria Alpina (NTFA) alla luce delle informazioni rile- vate dalla pubblica stampa, secondo cui questa arrischia di essere mutilata a favore, solamente, del rinnovo della linea del Lötschberg, evitando quella veloce, ambedue previste e vo- tate dal popolo e dai Cantoni svizzeri il 27 settembre 1992, at- traverso il San Gottardo.
L'interpellante ricorda, se fosse ancora necessario, che nel suo messaggio, il Consiglio federale rilevava come asse prin- cipale l'opera (NTFA) attraverso il nodo alpino del San Got- tardo.
Texte de l'interpellation du 3 juin 1993
L'interpellateur demande au Conseil fédéral de clarifier au plus vite la position officielle de l'autorité gouvernementale compétente quant à la réalisation du projet de Nouvelle ligne ferroviaire à travers les Alpes (NLFA), à la lumière des informa- tions relevées dans la presse et selon lesquelles ce projet ris- que d'être «mutilé» au profit de la seule rénovation de la ligne
du Loetschberg et au détriment de la ligne de transit rapide par le Gothard, alors que toutes deux ont été prévues dans le pro- jet et votées par le peuple et les cantons suisses le 27 septem- bre 1992.
L'auteur de la présente rappelle, à supposer que cela soit né- cessaire, que le Conseil fédéral qualifie dans son message la transversale du Gothard d'axe principal de la NLFA
Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Keine - Nes- suno - Aucun
Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit
L'autore rinuncia alla motivazione e desidera una risposta scritta.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 25. August 1993 Risposta scritta del Consiglio federale del 25 agosto 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 25 août 1993
Il decreto federale sul transito alpino del 4 ottobre 1991 è stato approvato il 27 settembre 1992 da popolo e Cantoni. Da parte sua, il Consiglio federale applicherà rigorosamente quanto disposto dal decreto.
Il progetto della Nuova trasversale ferroviaria alpina (NTFA), oggetto del decreto, prevede il potenziamento degli assi di transito del San Gottardo e del Lötschberg-Sempione. Questa «variante di rete» è stata scelta poiché grazie ad essa è possibile realizzare l'accesso alle nuove trasversali ferroviarie senza effettuare importanti lavori di ampliamento della rete fer- roviaria svizzera. La rinuncia alla costruzione di uno degli assi si ripercuoterebbe indubbiamente sull'intero progetto.
Il 14 giugno 1993, in occasione dell'interpellanza urgente del consigliere agli Stati Bloetzer, il Consiglio federale ha già prov- veduto a fornire una risposta in merito.
Erklärung des Interpellanten: befriedigt Déclaration de l'interpellateur: satisfait
93.3280
Interpellation Cavadini Adriano Telefonrundspruch und sprachliche Minderheiten
Interpellanza Cavadini Adriano Filodiffusione, radiotelefono e minoranze linguistiche
Interpellation Cavadini Adriano Télédiffusion et minorités linguistiques
Wortlaut der Interpellation vom 9. Juni 1993
In letzter Zeit ist das Bedürfnis nach einem häufigeren und re- gelmässigeren Austausch zur besseren Verständigung zwi- schen den Bewohnern der verschiedenen Sprachregionen der Schweiz besonders gross. Die Printmedien, aber immer mehr auch Radio und Fernsehen haben in dieser Hinsicht eine entscheidende Rolle zu spielen. Soviel ich weiss, will die PTT- Generaldirektion in nächster Zeit den Telefonrundspruch ab- schaffen, obwohl dieser als einziges Mittel die Möglichkeit bie- tet, das Radioprogramm der italienischsprachigen Schweiz im ganzen Land zu empfangen, wo zahlreiche Menschen italieni- scher Muttersprache leben.
Würde der Telefonrundspruch abgeschafft, so wäre nicht mehr gewährleistet, dass wenigstens ein italienischsprachi- ges Radioprogramm jederzeit im ganzen Land verbreitet wird.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Keller Rudolf Beleuchtung auf der Autobahn N 2 Interpellation Keller Rudolf Eclairage sur l'autoroute N 2
In
Dans
In
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Jahr
1993
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3230
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 08.10.1993 - 08:00
Date
Data
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2004-2005
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