Postulate for compensation payments to Vrin and Sumvitg referred

20023209Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)04.10.1993Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

In the National Council, the motion seeking annual compensation payments of at least CHF 1 million to the municipalities of Vrin and Sumvitg was discussed after the Federal Council opposed it on the ground that the new water protection compensation rules were not yet ready for direct application. The mover accepted conversion of the motion into a postulate. The Council then voted narrowly in favor of referral of the postulate by 35 votes to 34.

Omnilex-Regeste

Parliamentary referral of a motion as a postulate; where the mover accepts conversion, the chamber may decide by simple majority to refer the matter for further examination despite Federal Council opposition. The vote records the decisive procedural act and does not itself determine the substantive entitlement to compensation.

Gesamter Gesetzestext

  1. Oktober 1993 N

1817

Motion Bürgi

92.3445

Motion Danuser Ausgleichsleistungen an die Gemeinden Vrin und Sumvitg (GR) («Landschaftsrappen»)

Versements de montants compensatoires aux communes de Vrin et Sumvitg (GR) (prélèvement opéré en faveur de l'environnement)

Wortlaut der Motion vom 9. Oktober 1992 Der Bundesrat wird gebeten, den Gemeinden Vrin und Sum- vitg mindestens 1 Million Franken jährlich auszurichten.

Texte de la motion du 9 octobre 1992 Le Conseil fédéral est prie d'allouer aux communes de Vrin et Sumvitg un montant compensatoire d'au moins 1 million de francs par année.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bircher Silvio, Bodenmann, Bundi, Columberg, David, Jeanprêtre, Ledergerber, Maeder, Mauch Ursula, Nabholz, Seiler Rolf (11)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Bundesrat setzt das neue Gewässerschutzgesetz auf den 1. November 1992 in Kraft. Dadurch spart der Bund jährlich 50 Millionen Franken an Subventionen.

Mit dem neuen Gesetz «richtet der Bund den betroffenen Ge- meinwesen Ausgleichsbeiträge zur Abgeltung erheblicher Einbussen der Wasserkraftnutzung aus, .... » (Art. 75 Aende- rung des Bundesgesetzes über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte). Die Einbussen der Gemeinden Vrin und Sum- vitg, die Folge des in höchstem Masse rühmlichen Verzichts auf das Greina-Projekt, betragen jährlich rund 2,4 Millionen Franken.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 11. November 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 novembre 1992

Wohl stand in der parlamentarischen Beratung der neuen ge- setzlichen Abgeltungsregelung der Fall der Greina-Hoch- ebene im Vordergrund. Die verabschiedete Regelung hat je- doch einen umfassenden Geltungsbereich erhalten. Damit eine Gleichbehandlung aller Gesuchsteller sichergestellt ist, können die Gesetzesbestimmungen nicht direkt angewendet werden. Auch über die Ausrichtung von Abgeltungsleistungen an die beiden Gemeinden Vrin und Sumvitg muss deshalb an- hand allgemeingültiger Kriterien entschieden werden. Das hierfür erforderliche Ausführungsrecht ist in Vorbereitung. Mit dem Erlass einer entsprechenden Verordnung kann im Ver- laufe des Jahres 1993 gerechnet werden.

Der Bund ist somit noch nicht in der Lage, konkrete Abgel- tungszahlungen zuzusichern und sich über deren Höhe im einzelnen auszusprechen.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen.

Frau Danuser: Bei meiner Motion handelt es sich um konkrete Ausgleichsleistungen, wie sie im Gewässerschutzgesetz ge- nerell für die Rettung oder Schonung von alpinen Fliessge- wässerlandschaften eingeführt worden sind.

Die Vernehmlassung zur Verordnung wird Ende dieses Mo- nats abgeschlossen. Es ist also etwas im Gang. Alle Kollegin- nen und Kollegen unseres Rates, die Mitglieder des Stiftungs- rates der Greina-Stiftung sind, haben diese Motion unter- schrieben. Deren Ablehnung können wir nicht akzeptieren.

Aber mit der Umwandlung in ein Postulat wären alle einver- standen.

Bundespräsident Ogi: Mit der Motion Danuser wird verlangt, dass den Gemeinden Vrin und Sumvitg jährlich mindestens 1 Million Franken auszurichten sei. Diese jährliche Abgeltung an die «Greina-Gemeinden» von mindestens 1 Million Franken muss zum heutigen Zeitpunkt abgelehnt werden.

Ich begründe die Ablehnung der Motion wie folgt:

  1. Neue Gesetzesbestimmungen haben einen umfassenden Geltungsbereich.

  2. Die Gleichbehandlung aller Gesuchsteller verbietet die di- rekte Anwendung.

  3. Die Gesuche müssen anhand allgemeingültiger Kriterien behandelt werden.

  4. Entsprechende Ausführungsbestimmungen befinden sich in der Vernehmlassung; die Frist läuft bis Ende Oktober 1993. Eine Verordnung mit konkreten Berechnungsformeln wird bis Mitte 1994 erarbeitet sein. Die vorherige Behandlung von Gesuchen ist deshalb schon aus präjudiziellen Ueberle- gungen nicht möglich.

  5. Der Vollzug der Abgeltungsregelung ist dann Sache des Bundesrates und nicht des Parlamentes.

Der Bund kann heute noch keine Abgeltungszahlungen zusi- chern. Deshalb müssen wir - ich bitte Sie dringend darum - diese Motion zum jetzigen Zeitpunkt ablehnen. Namens des Bundesrates beantrage ich Ihnen, den Vorstoss auch in der Form des Postulates abzulehnen.

Abstimmung - Vote Für Ueberweisung des Postulates Dagegen

35 Stimmen 34 Stimmen

93.3207

Motion Burgi Erlass der Wasserzinsen für Kleinkraftwerke Exemption de la redevance pour les petites usines hydrauliques

Wortlaut der Motion vom 28. April 1993 Das Bundesgesetz über die Nutzbarmachung der Wasser- kräfte (Stand 1. Januar 1991) wird wie folgt geändert: Der Artikel 49 wird ergänzt, neuer Absatz 5:

«Für Wasserkraftwerke mit weniger als 1000 Kilowatt Bruttolei- stung ist der Wasserzins zu erlassen. Im Bereich von 1000 bis 2000 Kilowatt ist höchstens ein linearer Anstieg bis zum Bun- desmaximum vorzusehen.»

Texte de la motion du 28 avril 1993 La loi fédérale sur l'utilisation des forces hydrauliques (état au 1er janvier 1991) est modifiée comme il suit:

L'article 49 est complété par un alinéa 5, dont voici la teneur: «Les usines d'une puissance brute inférieure à 1000 kilowatts sont exemptées de la redevance. Pour celles dont la puis- sance s'échelonne entre 1000 et 2000 kilowatts, il convient de prévoir, au plus, une augmentation linéaire ne dépassant pas le maximum admis par les prescriptions fédérales.»

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Baumberger, Ber- ger, Bezzola, Binder, Bircher Peter, Bischof, Blatter, Bonny, Borer Roland, Bortoluzzi, Bühler Simeon, Bundi, Caccia, Che- vallaz, Columberg, Comby, Cotti, Couchepin, Daepp, David, Deiss, Dettling, Dormann, Dünki, Eggenberger, Eggly, Engler, Epiney, Etique, Fasel, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer- Seengen, Frey Walter, Friderici Charles, Fritschi Oscar, Früh, Giger, Gobet, Gros Jean-Michel, Gross Andreas, Grossen-

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Danuser Ausgleichsleistungen an die Gemeinden Vrin und Sumvitg (GR) ("Landschaftsrappen")

Motion Danuser Versements de montants compensatoires aux communes de Vrin et Sumvitg (GR) (prélèvement opéré en faveur de l'environnement)

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1993

Année

Anno

Band

IV

Volume

Volume

Session

Herbstsession

Session

Session d'automne

Sessione

Sessione autunnale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

10

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 92.3445

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 04.10.1993 - 15:30

Date

Data

Seite

1817-1817

Page

Pagina

Ref. No

20 023 209

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Schlagwörter

compensationmunicipalitieshydropowerpostulateparliamentary votewater protection

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the proposal for annual compensation payments to Vrin and Sumvitg should be referred as a postulate

Extrahierter Entscheid

The Council approved referral of the proposal as a postulate.

Extrahierte Begründung

The mover accepted conversion of the motion into a postulate, and the chamber voted narrowly in favor of referral despite the Federal Council's opposition.

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