Motion on unemployment insurance contribution ceiling transformed into postulate

20023163Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)27.09.1993Modified

Zusammenfassung

Zisyadis tabled a motion to raise the contribution ceiling for unemployment insurance to CHF 250,000. The Federal Council replied in writing that the issue should be examined within the broader reform of unemployment insurance and proposed conversion into a postulate. The motionary accepted that conversion. The National Council therefore voted to transmit the proposal as a postulate rather than as a motion.

Regest

Parliamentary motion; conversion into postulate on request of the Federal Council and with the motionary's consent. Where the subject matter is to be examined within a broader legislative reform and the chamber agrees, a motion may be transformed into a postulate and transmitted in that form; the procedural outcome is then one of modified transmission rather than rejection or full acceptance as a binding mandate.

Gesamter Gesetzestext

  1. September 1993 N

1623

Arbeitslosigkeit. Persönliche Vorstösse

fähig ist, die Arbeit zu den orts- und berufsüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen zu leisten (Art. 7 der Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Aus- länder; BVO).

Dieser Vorrang der inländischen Arbeitnehmer und Arbeitneh- merinnen bildet seit jeher eine wichtige Rahmenbedingung für die Zulassung ausländischer Arbeitskräfte. Im Hinblick auf die Wahrung des sozialen Friedens und einer ausgeglichenen Be- schäftigungslage gewinnt diese Bestimmung in der heutigen Rezessionsphase naturgemäss an Bedeutung. Die kantona- len Arbeitsmarktbehörden sind sich ihrer Verantwortung durchaus bewusst und wenden die Prioritätsregel bei der ar- beitsmarktlichen Begutachtung von Gesuchen um Erteilung einer Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung in der Regel sorgfäl- tig an.

Der Motionär weist auf einen Beschluss der Walliser Regie- rung hin, wonach die Zuteilung von ausländischen Arbeitneh- mern und Arbeitnehmerinnen in einigen Sektoren vorüberge- hend suspendiert worden ist, um die Chancen der einheimi- schen Arbeitskräfte bewusst zu verbessern. Diese Mass- nahme basiert, wie dargelegt, auf einer bereits bestehenden gesetzlichen Grundlage. Der Grundsatz des Vorrangs der in- ländischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen gemäss Ar- tikel 7 BVO bietet den Kantonen die Möglichkeit einer restrikti- veren Ausländerzulassung, wenn sie es für notwendig erach- ten. Insofern sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die der Motionär mit seinem Vorstoss anstrebt, bereits vorhanden. Der Bundesrat teilt die Besorgnis des Motionärs angesichts der gegenwärtigen Situation auf dem Arbeitsmarkt. Er ist sich der Notwendigkeit bewusst, für den sozialen Schutz der ein- heimischen Arbeitskräfte zu sorgen. Er ist jedoch auch der An- sicht, dass nur eine wettbewerbsfähige Wirtschaft, die sich gute Rahmenbedingungen für eine Weiterentwicklung schafft, längerfristig stabile Arbeitsplätze garantieren kann.

Trotz steigender Arbeitslosigkeit und trotz sorgfältiger Abklä- rung - mit entsprechendem zeitlichem und administrativem Aufwand des Arbeitsamtes oder des Arbeitgebers - zeigt sich in vielen Fällen, dass sich für die Besetzung einer Stelle keine genügend qualifizierten Kandidaten auf dem inländischen Ar- beitsmarkt finden. In vielen Bereichen wie Wissenschaft, For- schung und Informatik besteht nach wie vor ein Mangel an Spezialisten und Fachleuten.

Auch im Bereich der weniger anspruchsvollen Aufgaben greift der Inländervorrang nur so lange, als eben tatsächlich einhei- mische Arbeitskräfte gefunden werden, die gewillt sind, un- qualifizierte Arbeit zu den orts- und berufsüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen auszuüben. Ist dies nicht der Fall, wird der schweizerische Arbeitsmarkt auch in diesem Bereich wei- terhin auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen sein.

Gerade in Zeiten, in denen der Standort Schweiz mit hartnäcki- gen konjunkturellen und strukturellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, ist es deshalb von entscheidender Bedeutung, dass der Bedarf unserer Wirtschaft an ausländischen Arbeits- kräften langfristig gesichert ist und die Attraktivität des Arbeits- platzes Schweiz erhalten bleibt. Die heutige Regelung in der Begrenzungsverordnung schützt mit dem Inländervorrang ei- nerseits die Interessen der einheimischen Arbeitskräfte und si- chert gleichzeitig längerfristig die Möglichkeit der Rekrutie- rung ausländischer Arbeitskräfte.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion abzuschreiben.

Abstimmung - Vote Für Abschreibung der Motion Für Ueberweisung der Motion

offensichtliche Mehrheit Minderheit

93.3181

Motion Zisyadis Beiträge an die Arbeitslosenversicherung. Heraufsetzung der Höchstgrenze für den massgebenden Lohn Déplafonnement des cotisations d'assurance-chômage

Wortlaut der Motion vom 19. März 1993

Ich ersuche den Bundesrat, das Arbeitslosenversicherungs- gesetz in dem Sinne zu ändern, dass die Höchstgrenze des Lohnes, der für die Beitragsbemessung massgebend ist, auf 250 000 Franken heraufgesetzt wird.

Texte de la motion du 19 mars 1993

Le Conseil fédéral est invité à une révision de la loi sur l'assu- rance-chômage, incluant un nouveau plafond du salaire déter- minant pour les cotisations, soit à 250 000 francs.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Brügger Cyrill, Ca- robbio, de Dardel, Rechsteiner, Spielmann (6)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 12. Mai 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 mai 1993

La question du financement constituera l'un des points essen- tiels de la révision de la loi sur l'assurance-chômage dont l'en- trée en vigueur est prévue pour mi-1994. Dans ce contexte et en corrélation avec d'autres modes de financement possibles, une élévation du plafond du salaire soumis à cotisation (ac- tuellement fixé à 8100 francs par mois) devra être examinée. Si le montant maximum du salaire soumis à cotisation était aug- menté dans la mesure souhaitée par le motionnaire, cela re- présenterait, pour l'assurance-chômage, une rentrée supplé- mentaire de l'ordre de 265 millions de francs par an. Il convien- dra donc d'examiner attentivement une telle solution. Afin de permettre une certaine flexibilité en la matière, le Conseil fédé- ral propose la transformation en postulat.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en pos- tulat.

Präsident: Der Motionär ist mit der Umwandlung in ein Postulat einverstanden.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

19-N

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Zisyadis Beiträge an die Arbeitslosenversicherung. Heraufsetzung der Höchstgrenze für den massgebenden Lohn Motion Zisyadis Déplafonnement des cotisations d'assurance-chômage

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1993

Année

Anno

Band

IV

Volume

Volume

Session

Herbstsession

Session

Session d'automne

Sessione

Sessione autunnale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

05

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 93.3181

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 27.09.1993 - 15:30

Date

Data

Seite

1623-1623

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20 023 163

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