Arbeitslosigkeit Persönliche Vorstösse
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Durchbruch verholfen werden, wird doch bei der Gegenwarts- bemessung immer das im Steuerjahr effektiv erzielte Einkom- men besteuert.
Demgegenüber beschloss das Parlament, den Kantonen im Bereich der natürlichen Personen bloss zu ermöglichen, die einjährige Veranlagung bei ihren eigenen Steuern beizubehal ten oder einzuführen und auch bei der direkten Bundessteuer einzuführen. Es hielt aber sowohl im StHG als auch im DBG weiterhin an der zweijährigen Veranlagung als Regel fest. Im- merhin beinhaltet das DBG den Auftrag an den Bundesrat, dem Parlament acht Jahre nach dessen Inkrafttreten die Rück- kehr zu einer einheitlichen Lösung zu beantragen. Aus volks- wirtschaftlichen Gründen wäre es sinnvoll, jetzt den sofortigen Uebergang zur einjährigen Veranlagung zu beschliessen, un- ter Verzicht auf die Differenzberechnung mit der früheren Steuerperiode.
Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait
93.3399
Dringliche Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion Wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitslosigkeit. Massnahmen des Bundes
Interpellation urgente du groupe socialiste Evolution économique et chômage. Mesures fédérales
Wortlaut der Interpellation vom 21. September 1993
Die wirtschaftliche Ausgangslage der Schweiz ist wider- sprüchlich und beunruhigend zugleich:
300 000 Menschen in der Schweiz suchen zurzeit erfolglos eine Arbeit.
Ueber 160 000 Menschen sind offiziell als Arbeitslose regi- striert.
Rund 20 000 Menschen sind bereits ausgesteuert. Diese Zahl wird sich - wenn die Entwicklung weitergeht - ver- doppeln.
Diese Arbeitslosigkeit und das Problem der ausgesteuerten Arbeitslosen trifft vorab die Romandie und den Tessin.
Umgekehrt verdoppeln sich nicht nur die ausgewiesenen Gewinne der Banken, auch die meisten übrigen Branchen weisen ungewöhnliche Gewinnsteigerungen auf.
Während die realen Löhne 1992 sanken, erhöhte das Mana- gement seine Einkommen innerhalb eines Jahres um 8 Pro- zent.
Die neuesten Statistiken belegen, dass die laufende Rezes- sion vorab zu grossen Produktivitätsgewinnen und sozialen Umverteilungen führte.
Im Gegensatz zu den Voraussagen vieler ist der Investitions- bonus des Bundes ein riesiger Erfolg. Gemeinden und Kan- tone haben viermal mehr Gesuche gestellt, als zurzeit Mittel von seiten des Bundes zur Verfügung stehen.
Vor dem Hintergrund dieser widersprüchlichen Ausgangslage stellen sich eine Reihe von Fragen:
Der freisinnige Wirtschaftsprofessor Würgler vertritt den Standpunkt: Arbeitslosigkeit muss nicht sein, wenn dies die politisch Herrschenden nicht wollen. Teilt der Bundesrat diese Ansicht und ist für ihn die Vollbeschäftigung und die verfas- sungsmässig vorgeschriebene antizyklische Konjunkturpoli- tik weiterhin ein Ziel seiner Politik?
Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass ohne gezielte Ge- genmassnahmen die Arbeitslosigkeit 1994 weiter ansteigen wird?
Wie erklärt sich der Bundesrat die Tatsache, dass die Löhne für das Management in der Schweiz 1992 um 8 Prozent stie- gen, während die gleichen Löhne in Japan richtigerweise um 22 Prozent gesenkt wurden?
Ist der Bundesrat bereit, dem Parlament für die Winterses- sion ein Massnahmenpaket zur Vollbeschäftigung für das Jahr 1994 zu unterbreiten?
Wann wird der Bundesrat Parlament und Oeffentlichkeit über die für viele Branchen absehbar positiven direkten und indirekten Beschäftigungswirkungen des Investitionsbonus informieren?
Ist der Bundesrat bereit, den Investitionsbonus aufzu- stocken und in seiner Ausgestaltung den Interessen des öko- logischen Umbaus der Gesellschaft («Energie 2000») und der Gleichstellung der Geschlechter (spezifische Frauenförde- rungsprogramme) vermehrt Rechnung zu tragen?
Ist der Bundesrat bereit, den Druck auf die Banken zu erhö- hen, um im Sinne der Aeusserungen des Finanzministers die Hypozinsen weiter zu senken?
Was gedenkt der Bundesrat zu tun, um die Senkung der Mie- ten - welche konjunkturpolitisch sinnvoll ist, aber faktisch nur ungenügend erfolgt - durchzusetzen?
Ist der Bundesrat bereit, eine aktive Arbeitsmarktpolitik zu- sammen mit den Sozialpartnern vorzubereiten, welche so- wohl Arbeitszeitverkürzungen, vorzeitige Pensionierungen so- wie gezielte Aus- und Weiterbildungsprogramme umfasst?
Was gedenkt der Bundesrat zugunsten jener Gemeinden - vorab in der Romandie und im Tessin - zu tun, in denen sich viele Ausgesteuerte befinden? Hat der Bundesrat den Ueber- blick über die Zahl der Betroffenen und den unterschiedlichen Umgang mit diesem immer dringender werdenden Problem je nach Kantonen und Gemeinden? Ist der Bundesrat bereit, zu- sammen mit den Gemeinden und zugunsten der Gemeinden Projekte zu finanzieren, welche für eine gezielte Beschäfti- gung und Weiterbildung sorgen und verhindern, dass Men- schen definitiv ausgesteuert werden?
Texte de l'interpellation du 21 septembre 1993
La situation économique en Suisse est à la fois contradictoire et inquiétante.
Trois cent mille personnes en Suisse recherchent actuelle- ment en vain un emploi.
Plus de 160 000 personnes sont enregistrées officiellement comme chômeurs.
Plus de 20 000 personnes sont déjà en fin de droits et ce chif- fre doublera, si l'évolution actuelle se poursuit.
Le chômage et le problème des chômeurs en fin de droits touchent tout particulièrement la Suisse romande et le Tessin.
Inversement, les bénéfices publiés des banques ont doublé et la plus grande partie des autres branches annoncent des augmentations inhabituelles de bénéfices.
Alors que les salaires réels en 1992 ont baissé, le revenu des managers en une année a augmenté de 8 pour cent.
Les statistiques les plus récentes démontrent que l'actuelle récession a surtout pour conséquence d'importants gains de productivité et des restructurations sociales.
Contrairement aux prévisions de beaucoup de personnes, le bonus à l'investissement de la Confédération est un magnifi- que succès. Les communes et les cantons ont déposé des de- mandes pour un volume de bonus quatre fois plus élevé que celui actuellement mis à disposition par la Confédération.
Sur la toile de fond de cette situation contradictoire, se pose une série de questions:
M. Würgler, professeur d'économie, radical, considère que le chômage peut être supprimé lorsque le pouvoir politique dominant le veut. Le Conseil fédéral partage-t-il cette opinion et le plein emploi ainsi qu'une politique conjoncturelle anticy- clique, d'ailleurs prévue par la constitution, sont-ils toujours des buts de sa politique?
Le Conseil fédéral admet-il qu'à défaut de contre-mesures ci- blées, le chômage, en 1994, continuera encore d'augmenter? - Comment le Conseil fédéral explique-t-il le fait que les salai- res, pour le management, ont augmenté en 1992 de 8 pour cent en Suisse, alors qu'au Japon ils ont au contraire baissé très exactement de 22 pour cent?
Chômage. Interventions personnelles
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27 septembre 1993
Le Conseil fédéral est-il prêt à soumettre au Parlement, pour la session d'hiver déjà, un paquet de mesures en vue du plein emploi en 1994?
Quand le Conseil fédéral informera-t-il le Parlement et l'opi- nion publique sur les effets positifs, directs et indirects, du bo- nus à l'investissement sur les emplois?
Le Conseil fédéral est-il prêt à augmenter le volume du bo- nus à l'investissement et, dans son application, à tenir davan- tage compte de la transformation écologique de la société («Energie 2000») et de l'égalité entre hommes et femmes (programme spécifique d'encouragement en faveur des femmes)?
Le Conseil fédéral est-il disposé à une intervention accrue auprès des banques, afin d'obtenir de nouvelles baisses des intérêts hypothécaires dans le sens exprimé par le ministre des finances?
Que pense faire le Conseil fédéral, pour obtenir vraiment la baisse des loyers, laquelle est souhaitable d'un point de vue de politique conjoncturelle, mais reste en pratique très insuffi- sante?
Le Conseil fédéral est-il prêt à préparer avec les partenaires sociaux une politique active du marché du travail, des retraites anticipées ainsi que des programmes ciblés de formation de base et de formation continue?
Que pense faire le Conseil fédéral en faveur des commu- nes - surtout en Suisse romande et au Tessin - où se trouvent de nombreux chômeurs en fin de droits? Le Conseil fédéral a- t-il connaissance du nombre des personnes touchées et des modalités diverses de traitement de ce problème toujours plus préoccupant, selon les cantons et selon les communes? Le Conseil fédéral est-il prêt à financer ou à cofinancer les projets de communes qui prévoient des programmes d'emplois et de formation, afin d'empêcher que des chômeurs soient définiti- vement en fin de droits?
Sprecher - Porte-parole: de Dardel
Schriftliche Begründung
Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort
Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 27. September 1993
Viele Indikatoren deuten darauf hin, dass die schweizerische Volkswirtschaft im laufenden Konjunkturzyklus ihren unteren Wendepunkt erreicht hat Die für 1994 zu erwartende leichte Belebung wird indes in einer ersten Phase für eine Verbesse- rung der Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht ausreichen. Die Ar- beitslosigkeit wird eher noch zunehmen.
Zwar hielt die Rezession in der Schweiz im zweiten Quartal an, doch verlangsamte sich der Rückgang des Bruttoinlandpro- duktes. Gleichzeitig beobachtete man erstmals seit drei Quar- talen eine leichte Belebung der Exporte. Der Abschwung in der Bauwirtschaft hat sich ebenfalls verlangsamt. Nach einer langen Phase rückläufigen Auftragseingangs haben hier die Aufträge in einzelnen Sparten erstmals wieder leicht zuge- nommen. Der Geschäftsgang in der Industrie verzeichnete eine weitere Verschlechterung: In der Maschinenindustrie er- reichte der Arbeitsvorrat einen Tiefststand. Auf der anderen Seite ist die technische Kapazitätsauslastung in der Industrie im zweiten Quartal nicht weiter gesunken - auch dies im Unter- schied zu den vorangegangenen Quartalen.
Wichtige interne Voraussetzungen für einen Wiederauf- schwung sind indes geschaffen. Die Teuerung ist fühlbar zu- rückgegangen. Dass der Teuerungsabbau in den letzten Mo- naten etwas ins Stocken geriet, war Sondereinflüssen zuzu- schreiben. Die Zinssätze auf den Geld- und Kapitalmärkten haben, seit dem Sommer 1992, deutlich nachgegeben. Dage- gen verharrt der Schweizer Franken auf einem aussergewöhn-
lich hohen Niveau, was gegenwärtig eine deutlichere Bele- bung unserer Exporte verhindern dürfte.
Die Art und Weise, wie sich die wirtschaftliche Entwicklung auf Beschäftigung und Löhne auswirkt, hängt von der Funktions- weise des Arbeitsmarktes ab. Diese ist je nach Land - auf- grund spezifischer historischer und kultureller Faktoren -- durch starke Unterschiede gekennzeichnet, so dass es nur sehr beschränkt möglich ist, internationale Vergleiche -- etwa zwischen der Schweiz und Japan - anzustellen.
Der Bundesrat ist sich bewusst, dass sich die Reaktionsweise des Arbeitsmarktes in der Schweiz tiefgreifend verändert hat. Die Beschäftigungslage hat sich erheblich verschlechtert. Im Gegensatz zu früheren Rezessionsphasen war der Beschäfti- gungsabbau von einem starken Anstieg der Arbeitslosenziffer begleitet. Ende August 1993 belief sich die Zahl der Arbeitslo- sen auf knapp 170 000 Personen, was einer Arbeitslosen- quote von 4,7 Prozent entspricht.
Diese Situation stellt für die Schweiz eine ganz ungewohnte Herausforderung dar. Der Bundesrat hat verschiedene Mass- nahmen erlassen und dem Parlament hierzu eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet, die nachfolgend dargelegt werden. Auch heute finden aber auf dem Arbeitsmarkt erhebliche Be- wegungen statt. So treten jeden Monat etwa 10 000 bis 12 000 eingeschriebene Arbeitslose wieder eine neue Stelle an. Trotz des momentan grossen Ungleichgewichts auf dem Arbeits- markt lässt sich nicht belegen, dass zurzeit 300 000 Personen erfolglos auf Arbeitsuche seien.
Der Bundesrat greift nicht in den Prozess der Lohnverhandlun- gen ein. Er stellt jedoch fest, dass die Sozialpartner auf die ak- tuelle Lage rasch durch eine gewisse Flexibilisierung bei der Lohnfestlegung reagiert haben; dadurch besteht eine verbes- serte Ausgangslage für die Wiedererlangung des Gleichge- wichts auf dem Arbeitsmarkt. So haben ab Herbst 1991 die So- zialpartner der konjunkturellen Situation bei der Festlegung der Nominallöhne Rechnung getragen. Die Dämpfung der Lohnentwicklung hat niemanden verschont. 1993 haben sich die Reallöhne des mittleren Kaders in etwa gleichem Masse verringert wie jene ihrer Mitarbeiter. Ausserdem haben die Un- ternehmen verschiedentlich organisatorische Aenderungen in ihrer Struktur vorgenommen, indem Stellen für obere Füh- rungskräfte gestrichen wurden. Es trifft zu, dass dabei für das verbleibende obere Management aufgrund der erweiterten Anforderungen höhere Gehaltsansätze zur Anwendung kamen.
Die Auswirkungen der vorderhand noch bescheidenen Kon- junkturerholung auf den Arbeitsmarkt, d. h. auf die Beschäfti- gung wie auf die Löhne, werden erst mit einer gewissen zeitli- chen Verzögerung spürbar. Diese Entwicklung wäre auch dann zu erwarten, wenn noch zusätzliche Konjunkturförde- rungsprogramme seitens der öffentlichen Hand ergriffen wür- den. Die Arbeitslosigkeit dürfte somit vorderhand ihren Auf- wärtstrend noch fortsetzen. Allerdings sollte sich im Laufe des Jahres 1994 diesbezüglich eine erhebliche Verlangsamung einstellen.
Die Wiedererlangung der Vollbeschäftigung ist ein vorrangi- ges Ziel der Wirtschaftspolitik des Bundesrates. Allerdings lässt sich dieses Ziel mit den traditionellen Instrumenten der Konjunkturpolitik allein nicht erreichen; nötig sind auch be- sondere arbeitsmarktpolitische Massnahmen (vgl. 5. Ab- schnitt).
Nach allgemeiner Ueberzeugung hat die Wirtschaftspolitik den Akzent primär auf eine mittelfristig ausgerichtete Geld- und Finanzpolitik sowie auf die Gewährleistung günstiger Rahmenbedingungen zu legen. Preisstabilität und in der mitt- leren Frist ausgeglichene öffentliche Finanzen stärken das Vertrauen der Wirtschaft und sind eine wichtige Vorausset- zung für dauerhaftes Wachstum. Eine so ausgelegte Wirt- schaftspolitik ist bei ausgewiesenem Bedarf im richtigen Zeit- punkt durch geeignete Massnahmen einer antizyklischen Konjunkturpolitik zu ergänzen.
Diesen grundsätzlichen Feststellungen sowie dem Umstand, dass zwischen dem Ergreifen von Massnahmen und deren Wirkung erhebliche Zeitspannen liegen, ist bei der Beurteilung
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der Wirtschaftspolitik Rechnung zu tragen. Diese ist im Ge- samtzusammenhang vorzunehmen. Wichtige, aber zeitlich zurückliegende Politikänderungen sind in die Beurteilung mit einzubeziehen.
Dies gilt namentlich für die Geldpolitik. So hat deren schritt- weise Lockerung bis heute ausgeprägte Zinssenkungen be- wirkt. Die für die Investitionsnachfrage wichtigen langfristigen Zinssätze sind auf ihren mehrjährigen Durchschnittswert ge- sunken.
Die auf allen drei staatlichen Ebenen stark defizitären öffentli- chen Haushalte wirken nachfragestützend und haben somit den Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten ge- dämpft. Dies belegen die von 1992 auf 1993 stark gestiegenen Defizite.
Mit ihren Darlehen im Umfang von je rund 2 Milliarden Franken an die Arbeitslosenversicherung stützen der Bund und die Kantone indirekt den Konsum der privaten Haushalte. Die vom EVD im letzten Jahr beschlossene Praxisänderung bei der In- vestitionshilfe für Berggebiete (IHG) wird in diesem und im nächsten Jahr ein zusätzliches Auftragsvolumen von insge- samt 1 Milliarde Franken auslösen.
Als ergänzende, ausserordentliche Massnahme haben die eidgenössischen Räte im letzten März 300 Millionen Franken für den Investitionsbonus, die Förderung des Wohnungsbaus sowie des landwirtschaftlichen Hochbaus gesprochen. Unab- hängig von der Verteilung der Bonusprojekte auf die Jahre 1993, 1994 und 1995 - die Vorhaben müssen bis Mitte 1995 realisiert sein - ist es schon heute zulässig, von einem fühlba- ren Impuls zu sprechen, welcher den Abschwung in der Bau- wirtschaft abzubremsen vermag. Zur Wirkung des Bonus hinzu kommen die Wirkungen aus dem Nationalstrassen- und Wohnungsbau, dem landwirtschaftlichen Hochbau sowie der im letzten Jahr beschlossenen Praxisänderung in der Investi- tionshilfe für Berggebiete. Die Wirkungen all dieser Massnah- men übersteigen als Ganzes jene des Investitionsbonus.
Die für den Investitionsbonus zur Verfügung gestellten Mittel werden nicht ausreichen, um sämtliche Gesuche bewilligen zu können, welche die Anspruchsvoraussetzungen des Inve- stitionsbonus erfüllen. Bereits mussten denn auch gestützt auf die entsprechenden Bestimmungen des Subventionsgeset- zes Gesuche mangels verfügbarer Mittel abgelehnt werden. Die Frage einer allfälligen Aufstockung stellt sich allerdings nicht nur aus der Optik eines ausgewiesenen Nachfrageüber- hanges.
Der Bundesrat wird für den Zeitpunkt der nächsten Von-Wat- tenwyl-Gespräche eine erste Schätzung der Beschäftigungs- wirkung dieser ausserordentlichen Massnahmen erstellen las- sen. Dies wird ihm auch die Gelegenheit geben, die Frage ei- ner allfälligen Aufstockung des Investitionsbonus zu prüfen. Finanzpolitisch besteht das Grundproblem heute darin, zwi- schen dem Ziel der Haushaltsanierung und jenem einer wei- teren Stimulierung der Nachfrage abzuwägen, letztere zum Preis eines weiteren Anstiegs der Defizite der öffentlichen Hand. Neben den bereits erwähnten finanzpolitischen Aspek- ten sind namentlich die konjunkturellen Aussichten zu berück- sichtigen. Als nicht zum Ziel führend erachtet der Bundesrat den Vorschlag der Interpellanten, bei einer allfälligen künfti- gen Ausgestaltung des Investitionsbonus Zielen wie dem öko- logischen Umbau der Gesellschaft oder der Gleichstellung der Geschlechter vermehrt Rechnung zu tragen. Solche zu- sätzlichen Auflagen erschweren den Vollzug und stehen in Wi- derspruch mit dem piroritären konjunkturpolitischen Ziel, rasch ein zusätzliches Auftragsvolumen auszulösen.
Für den Bundesrat stellt sich heute die Frage, ob er ein Mass- nahmenpaket zur Vollbeschäftigung für 1994 ausarbeiten soll, aus zwei Gründen nicht: Wie dargelegt, haben die eingeleite- ten Massnahmen zusammen mit dem Wachstum des Haus- haltsdefizits bereits eine erhebliche konjunkturelle Wirkung; die Haushaltsanierung steht nunmehr im Vordergrund. Ueber- dies lassen die Wirtschaftsaussichten einen gewissen Opti- mismus zu. Einen in diesem Zusammenhang wichtigen Ent- scheid, der den künftigen finanzpolitischen Handlungsspiel- raum massgeblich bestimmen wird, werden Volk und Stände am 28. November 1993 fällen. Der Uebergang zur Mehrwert- steuer würde die Investitionen der Unternehmen um 2 Milliar-
den Franken entlasten und so auf eine direkte Stimulierung des Wachstums hinauslaufen.
Im heutigen Zeitpunkt sieht der Bundesrat davon ab, von sich aus eine Aufstockung des Investitionsbonus vorzuschlagen. 4. Zinsen und Mieten
Die erwartete Zinssenkung ist gegenwärtig im Gange. Die Re- duktion der Hypothekarzinsen ging bei den Neuhypotheken vergleichsweise stärker und schneller vor sich. Diese werden seit einiger Zeit schon zu Zinssätzen von weniger als 6 Prozent und die Festhypotheken zu noch tieferen Sätzen angeboten. Demgegenüber befinden sich die Sätze für Althypotheken noch auf einem Niveau von 6 Prozent. Der Bundesrat ist über- zeugt, dass der Trend zu niedrigeren Zinsen noch nicht abge- schlossen ist und dass in der nahen Zukunft mit weiteren Zins- reduktionen zu rechnen ist, namentlich im Bereich der Alt- hypotheken.
Im übrigen ist festzuhalten, dass die Entwicklung auf dem Markt für Hypothekarkredite von den Instanzen der Preisüber- wachung laufend und aufmerksam verfolgt wird. So hat diese Behörde bereits Anfang September eine diesbezügliche Vor- untersuchung eröffnet; sie ist gegenwärtig daran, bis Mitte Ok- tober die Wettbewerbsbedingungen und die Marktsituation eingehend zu prüfen, dies im Einvernehmen mit den Banken und anderen interessierten Kreisen. Falls sich zeigen sollte, dass der Wettbewerb auf dem Hypothekarmarkt einge- schränkt ist und dass die Banken hier durch kartellistische Ver- einbarungen das Zinsniveau künstlich hochhalten, so würde die Preisüberwachung einschreiten. Zusätzliche Massnah- men seitens des Bundes drängen sich gegenwärtig nicht auf. Der Bundesrat hat keine gesetzliche Befugnis, Mietzinssen- kungen durchzusetzen. Der Mieter hat diese Möglichkeit auf- grund von Artikel 270a OR, der dem Mieter das Recht ein- räumt, Mietzinse als missbräuchlich anzufechten und die Her- absetzung zu verlangen. Er kann beim Vermieter ein schriftli- ches Herabsetzungsbegehren stellen, wenn er Grund zur An- nahme hat, dass der Vermieter wegen einer wesentlichen Aen- derung der Berechnungsgrundlagen einen übersetzten Er- trag aus der Mietsache erzielt. Entspricht der Vermieter dem Begehren nicht in zufriedenstellender Weise, kann der Mieter die Schlichtungsbehörde anrufen. Eine weiter gehende Rege- lung hält der Bundesrat für unnötig.
Im Rahmen seines Revitalisierungsprogramms sieht der Bun- desrat Massnahmen zur Liberalisierung des Arbeitsmarktes vor, die ein besseres Funktionieren dieses Marktes zum Ziel haben und damit günstige Voraussetzungen für eine erhöhte Beschäftigung schaffen werden. Insbesondere ist vorgese- hen, den Wirtschaftsakteuren mehr Handlungsfreiheit einzu- räumen. In diesem Zusammenhang ist es Sache der Sozial- partner, sich über die allgemeinen Arbeitsbedingungen zu verständigen, namentlich im Bereich der Arbeitszeitverkür- zung. Der Bundesrat erachtet es nicht als seine Aufgabe, in diesbezügliche Verhandlungen einzugreifen, steht jedoch für die Suche nach ausgewogenen Lösungen zur Verfügung.
Angesichts der aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt bilden die Präventivmassnahmen, die im Rahmen der laufenden Re- vision des Avig neu «aktive Massnahmen» genannt werden, ein wesentliches, kürzerfristig ausgerichtetes Element der schweizerischen Arbeitsmarktpolitik. Diese Politik beinhaltet namentlich die Unterstützung der Bemühungen der Arbeits- ämter zur Wiedereingliederung von Arbeitslosen in den Ar- beitsprozess. Wichtig ist, dass die Kantone in diesem Bereich von ihren Kompetenzen voll Gebrauch machen. Sie verfügen bereits im Rahmen des bestehenden Gesetzes über verschie- dene Instrumente: Zwischenverdienst, Begriff der zumutbaren Arbeit oder Einarbeitungszuschüsse. Die laufende Revision des Avig hat zum Ziele, die Aktivitäten zur Wiedereinstellung Arbeitsloser zu verstärken, dies vor allem über zusätzliche Fi- nanzmittel und über Massnahmen zur Förderung der berufli- chen Weiterbildung des mit der Beratung von Arbeitslosen be- trauten Personals. Im weiteren ist der Ersatz des Stempelns durch Beratungs- und Vermittlungsgespräche vorgesehen. Die Wiedereingliederung Arbeitsloser in den Arbeitsprozess ist die erste Präventivmassnahme gegen die Erwerbslosigkeit. Sie bezieht sich auf die Gesamtheit aller Arbeitslosen, unge-
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achtet ihrer Qualifikationen. Damit dies in der Praxis wirksam spielt, sind neue Formen der Kooperation zwischen der öffent- lichen und privaten Arbeitsvermittlung, von regionalisierten Projekten kantonaler Stellen sowie der Aus- und Weiterbil- dung von Berufsberatern rasch in die Tat umzusetzen. So hat das Biga im Juni 1993 in Zusammenarbeit mit dem Verband schweizerischer Arbeitsämter ein Rahmenprogramm (Per- spectiva) lanciert, das sich an die in diesem Bereich tätigen Stellen richtet (Arbeitsvermittler, Aus- und Weiterbildungsex- perten, private Kursträger, Arbeitgeber- und Arbeitnehmeror- ganisationen). Dieses Rahmenprogramm soll auch den Be- dürfnissen sowohl der Arbeitslosen wie der Unternehmen ver- mehrt Rechnung tragen. Insgesamt sind bereits fünfzehn der- artige Projekte auf regionaler und kantonaler Ebene realisiert worden. Die Finanzierung dieser Vorhaben erfolgt gemeinsam über Spezialmassnahmen zugunsten der beruflichen Weiter- bildung, den Arbeitslosenversicherungsfonds sowie über ver- schiedene kantonale Institutionen.
Das Argument, wonach verbesserte Dienstleistungen zur Wie- dereingliederung von Erwerbslosen nichts nützten, da die hierzu notwendigen Stellen fehlten, stimmt nicht. Auch in einer Phase der Rezession werden in der Wirtschaft laufend Arbeits- plätze mit neuen Leuten besetzt sowie neue Stellen geschaf- fen. Diese Arbeitsplätze sollen prioritär durch Arbeitslose be- setzt werden. Um dies zu ermöglichen, ist es von grosser Wichtigkeit, dass die Tätigkeit der Arbeitsämter effizienter ge- staltet und verbessert wird. Damit können die Bedürfnisse der Arbeitslosen und der Unternehmen besser erkannt, und es kann rascher darauf reagiert werden. Dies bedeutet nicht nur verstärkte Anstrengungen im Bereich der Arbeitsvermittlung, sondern auch bei der Beratung in Fragen der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie der Wiedereingliederung im Rah- men von Beschäftigungsprogrammen. Gleichzeitig können dadurch die Kontrollaufgaben der Arbeitsämter erleichtert bzw. wirksamer wahrgenommen werden.
Die Arbeitsmarktpolitik sieht überdies die Intensivierung der Ausbildungsbemühungen vor allem zugunsten von Arbeitslo- sen vor, die nicht über genügende berufliche Qualifikationen verfügen. Damit sollen ihre Chancen verbessert werden, eine Stelle zu finden.
Das Ausbildungsangebot für Arbeitslose bzw. für Personen, die von der Erwerbslosigkeit betroffen werden könnten, hat sich in jüngster Zeit stark verbessert Zurzeit befinden sich nicht weniger als etwa 2000 derartige Kurse in Durchführung oder Vorbereitung. Die Dauer solcher Kurse ist sehr unter- schiedlich und hängt ganz von den Bedürfnissen des Zielpu- blikums ab; sie kann von einigen wenigen Tagen bis zu meh- reren Monaten dauern. Laut Schätzungen des Biga haben 1993 von den Ausbildungsbemühungen und den Beschäfti- gungsprogrammen im Rahmen des Avig etwa 110 000 Perso- nen profitiert Mit bescheidenen Mitteln ist es hier möglich, ei- nen relativ breiten Kreis von von der Arbeitslosigkeit betroffe- nen Personen anzusprechen und damit deren berufliche Qua- lifikationen zu fördern. Der Bundesrat ersucht die Kantone, in dieser Hinsicht ihre Anstrengungen noch zu verstärken.
Die Entrichtung von Arbeitslosenentschädigung basiert auf dem traditionellen System der Aufgaben- und Lastenvertei- lung zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden. Die Mass- nahmen des dringlichen Bundesbeschlusses haben die Ver- längerung der Bezugsdauer von 300 auf 400 Tage ermöglicht. Für Personen, deren Anspruchsberechtigung erlischt und die dann in den Bereich der sozialen Fürsorge fallen, sind in einer ersten Phase die Kantone und anschliessend die Gemeinden zuständig. Der Bundesrat ist der Meinung, dass sich dieses dezentralisierte System bisher bewährt hat. Es ermöglicht ins- besondere ein besseres Eingehen auf die individuellen Be- dürfnisse der betroffenen Personen. Das heisst aber auch, dass die Bezugsdauer von Arbeitslosenentschädigung im Rahmen des Avig zeitlich beschränkt bleiben muss.
Zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit unterstützt die Arbeitslosenversicherung die lokalen Instanzen, die beauf- tragt sind, Programme zugunsten von Langzeitarbeitslosen durchzuführen. Das verbessert die Aussichten zur Wiederein- gliederung und ermöglicht den Arbeitslosen, ihre Ansprüche auf Leistungen zu erneuern.
Die dringlichen Massnahmen des Avig haben bereits erlaubt, die Durchführung von Beschäftigungsprogrammen für Ar- beitslose vermehrt zu fördern, dies durch eine variable Finan- zierung von 50 Prozent, 85 Prozent und 100 Prozent für über- kantonale Beschäftigungsprogramme. Wenn diese Massnah- men in das ordentliche Recht übernommen werden, wird die wachsende finanzielle Belastung der Gemeinden - insbeson- dere in der Romandie - reduziert. Es handelt sich dabei also auch um einen Akt der Solidarität zwischen den Landesteilen.
Rapport écrit du Conseil fédéral du 27 septembre 1993
Nombreux sont les indicateurs laissant entrevoir que l'écono- mie suisse a atteint le creux de la vague dans le cycle conjonc- turel en cours. La légère «revigoration» attendue pour 1994 ne devrait cependant pas suffire, dans une première phase, à améliorer la situation sur le marché du travail. La hausse ten- dancielle du chômage perdurera encore un certain temps.
Si la récession s'est poursuivie en Suisse au deuxième trime- stre 1993, le recul du produit intérieur brut s'est atténué. On a observé simultanément, pour la première fois depuis trois tri- mestres, une légère reprise des exportations. Dans la cons- truction, le recul a également perdu de la vitesse; après une longue phase de baisse des entrées de commandes, celles-ci se sont remises à la hausse dans certaines branches. Dans l'industrie, par contre, la marche des affaires s'est encore dété- riorée. Dans l'industrie des machines, les réserves de travail ont atteint leur niveau le plus bas. A signaler en revanche que le taux d'utilisation des capacités techniques n'a pas poursuivi sa chute au deuxième trimestre, là aussi contrairement à l'évo- lution notée les trimestres précédents.
D'importantes conditions internes nécessaires à un redémar- rage de l'économie sont toutefois réunies. Le renchérissement a sensiblement diminué; si son recul a quelque peu ralenti ces derniers mois, cela est imputable à des influences particuliè- res. Les taux d'intérêts ont nettement fléchi sur les marchés monétaire et financier depuis l'été 1992. Le franc suisse, par contre, se maintient à un niveau inhabituellement élevé, ce qui, actuellement, est de nature à empêcher une reprise plus marquée de nos exportations.
La manière dont l'évolution économique se répercute sur l'emploi et sur les salaires dépend du fonctionnement du mar- ché du travail. Celui-ci diffère d'un pays à l'autre en fonction de facteurs historiques et culturels qui, de par leur disparité - comme c'est le cas par exemple entre le Japon et la Suisse -, empêchent de procéder à des comparaisons internationales pertinentes.
En Suisse même, le Conseil fédéral est conscient que le fonc- tionnement du marché du travail s'est profondément modifié. L'emploi s'est contracté considérablement et, contrairement aux dernières récessions, ce recul s'est accompagné d'une forte hausse du taux de chômage. A fin août 1993, le nombre des chômeurs inscrits s'élevait à près de 170 000 personnes, ce qui représente un taux de chômage de 4,7 pour cent.
Cette nouvelle situation place chacun devant ses responsabili- tés. Le Conseil fédéral a pris des mesures et fait des proposi- tions au Parlement, qui seront présentées ci-dessous.
Une certaine dynamique prévaut toujours sur le marché du tra- vail. Entre 10 000 et 12 000 chômeurs inscrits retrouvent cha- que mois un emploi. Ainsi, malgré les déséquilibres impor- tants que l'on constate, rien ne permet d'affirmer que 300 000 personnes recherchent en vain un emploi actuellement.
Le Conseil fédéral s'abstient d'intervenir dans le processus de fixation des salaires. Il note cependant que les partenaires so- ciaux ont rapidement compris qu'une certaine flexibilité en matière salariale contribuerait aussi à rétablir l'équilibre sur le marché du travail. Ainsi, dès l'automne 1991, la situation conjoncturelle a été prise en compte par les partenaires so- ciaux lors de la détermination des salaires nominaux. La mo- dération salariale n'a épargné personne. En 1993, les cadres subalternes ont vu leurs rémunérations diminuer en termes réels dans les mêmes proportions que celles de leurs em- ployés. Les entreprises ont également procédé à des aména-
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gements dans leur organisation hiérarchique en supprimant des postes de cadres supérieurs. Il est vrai qu'elles ont aussi rémunéré davantage ceux sur qui reposaient dès lors plus de responsabilités.
Les signes de reprise économique - celle-ci restera encore ti- mide dans un premier temps - deviennent de plus en plus ma- nifestes. Les effets sur le marché du travail, tant en termes d'emploi que de salaire, ne se déploieront qu'avec un certain retard. Il en irait d'ailleurs de même si cette reprise de l'activité économique était encore stimulée par l'action des pouvoirs publics. La hausse tendancielle du chômage va donc se pour- suivre, mais elle devrait sérieusement ralentir dans le courant de 1994.
Le rétablissement du plein emploi est un objectif prioritaire de la politique économique menée par le Conseil fédéral. Or, cet objectif ne peut être atteint par les seuls instruments tradition- nels de la politique conjoncturelle; force est de recourir égale- ment à des mesures spéciales relevant de la politique du mar- ché du travail (voir aussi le chapitre 5).
Tout le monde convient que la politique économique doit, en premier lieu, mettre l'accent sur une politique monétaire et fi- nancière axée sur le moyen terme ainsi que sur la garantie de conditions-cadres favorables. Stabilité des prix et obtention de l'équilibre des finances publiques à moyen terme: voilà deux éléments qui renforcent la confiance de l'économie et consti- tuent une condition importante à une croissance durable. Une politique économique articulée de la sorte doit, en cas de be- soin attesté, être complétée en temps voulu par des mesures adéquates de politique conjoncturelle anticyclique.
Lors de l'appréciation de la politique économique, il convient de tenir dûment compte des constatations fondamentales pré- sentées ci-dessus et de considérer le fait que, suivant les cir- constances, un temps parfois très long peut s'écouler entre la prise de mesures et le déploiement de leurs effets. La politique économique doit être pratiquée en tenant compte de la globa- lité des problèmes à résoudre. Il y a lieu d'inclure dans l'appré- ciation de ce contexte général les modifications politiques im- portantes survenues antérieurement.
Cela vaut notamment pour la politique monétaire, dont l'as- souplissement progressif a eu pour effet, jusqu'à aujourd'hui, des baisses prononcées des taux d'intérêts. Les taux d'inté- rêts à long terme, importants pour la demande d'investisse- ments, sont retombés à leur valeur moyenne pluriannuelle.
La politique financière fortement déficitaire aux trois niveaux des collectivités publiques apporte un soutien à la demande et, en conséquence, a atténué le recul des activités au niveau macroéconomique. Preuve en est la forte augmentation des déficits entre 1992 et 1993.
En accordant chacun un prêt de quelque 2 milliards de francs à l'assurance-chômage, la Confédération et les cantons ont in- directement étayé la consommation des ménages privés. De plus, le changement de pratique décidé en 1992 par le Dépar- tement fédéral de l'économie publique au chapitre de l'aide aux investissements dans les régions de montagne (LIM) dé- clenchera, cette année et l'an prochain, un volume supplé- mentaire de commandes totalisant 1 milliard de francs.
A titre de mesure complémentaire extraordinaire, les Cham- bres fédérales ont, en mars dernier, décidé l'octroi de 300 millions de francs pour le bonus à l'investissement, l'en- couragement de la construction de logements et la construc- tion de bâtiments agricoles. Même si les projets générés par le bonus s'étalent sur les années 1993, 1994 et 1995 - ils doivent être réalisés d'ici à la mi-1995 -, il est d'ores et déjà permis de parler d'une impulsion perceptible qui est à même d'atténuer le fléchissement dans le secteur de la construction. Aux effets du bonus s'ajoutent ceux de la construction de routes nationa- les, de logements et de bâtiments agricoles, ainsi que ceux découlant du changement de pratique, décidé l'an dernier, dans le domaine de l'aide aux investissements dans les ré- gions de montagne. Les effets cumulés de toutes ces mesures dépassent ceux du bonus à l'investissement.
Les moyens mis à disposition pour le bonus à l'investissement ne seront pas suffisants pour satisfaire à toutes les demandes répondant aux conditions posées en l'occurrence. Il a d'ores
et déjà fallu rejeter, faute de ressources financières, des de- mandes pourtant conformes aux dispositions de la loi sur les subventions. La question d'une éventuelle augmentation du bonus à l'investissement ne se pose cependant pas seule- ment dans l'optique d'une demande reconnue comme excé- dentaire.
Le Conseil fédéral fera établir, en vue des prochains entretiens à la maison de Watteville, une première estimation de l'effet que ces mesures extraordinaires ont eu sur l'emploi. Cela lui donnera également la possibilité d'examiner la question d'une éventuelle augmentation du bonus à l'investissement.
Le problème fondamental de la politique financière consiste actuellement à trouver un juste équilibre entre le nécessaire assainissement des finances publiques et la poursuite de la stimulation de la demande, cette stimulation s'opérant au prix d'un alourdissement des déficits des budgets publics. A part les aspects de politique financière, déjà mentionnés, il convient notamment de prendre en compte les perspectives conjoncturelles. Le Conseil fédéral considère comme non conforme au but visé la proposition - formulée par le groupe socialiste - consistant à tenir davantage compte, en cas d'aug- mentation du volume du bonus à l'investissement, d'objectifs tels que la transformation écologique de la société et l'égalité entre hommes et femmes. S'engager sur une telle voie compli- querait l'exécution des mesures proprement dites et irait à l'encontre de l'objectif prioritaire en matière de politique conjoncturelle, lequel réside dans le déclenchement rapide d'un volume supplémentaire de commandes.
Pour le Conseil fédéral, la question de savoir s'il doit préparer pour 1994 un «paquet» de mesures destinées à promouvoir le plein emploi ne se pose pas pour deux raisons: comme il a été exposé, les mesures prises conjointement avec la croissance du déficit budgétaire ont déjà eu des effets notables sur la conjoncture; l'assainissement des finances fédérales est maintenant au premier plan. En outre, les perspectives écono- miques permettent un certain optimisme. Dans ce contexte, une décision de poids, susceptible d'influer de manière déter- minante sur la future marge de manoeuvre en matière de politi- que financière, sera prise par le peuple et les cantons le 28 novembre prochain. L'adoption de la taxe à la valeur ajou- tée allégerait de 2 milliards de francs les investissements des entreprises et, par là, fournirait une impulsion directe à la crois- sance économique.
A l'heure actuelle, le Conseil fédéral renonce à proposer de son propre gré une augmentation du bonus à l'investisse- ment.
La baisse attendue des taux d'intérêts hypothécaires est en cours. Elle a été jusqu'à présent plus rapide et plus forte pour les nouvelles hypothèques. Celles-ci sont offertes depuis quelque temps à des taux inférieurs à 6 pour cent, et les hypo- thèques fixes à des taux encore plus bas. En revanche, les taux d'intérêts pour les anciennes hypothèques sont encore au niveau de 6 pour cent. Le Conseil fédéral est convaincu que la baisse n'est pas terminée et qu'il faut s'attendre dans un fu- tur proche à d'autres réductions, en particulier pour les an- ciennes hypothèques.
Par ailleurs, le marché du crédit hypothécaire fait l'objet d'une observation continue et attentive du surveillant des prix. Ainsi, celui-ci a déjà ouvert au début septembre une enquête préala- ble et évaluera à nouveau d'ici à la mi-octobre les conditions de concurrence et la situation du marché, en consultant les ban- ques et les autres milieux intéressés. S'il devait s'avérer que la concurrence sur le marché des crédits hypothécaires est entra- vée et que les banques maintiennent de manière cartellaire les taux d'intérêts à un niveau artificiellement élevé, le surveillant des prix interviendra. Des mesures supplémentaires de la part de la Confédération ne s'imposent pas actuellement.
Le Conseil fédéral n'a pas de compétence légale d'intervenir pour faire baisser les loyers. Le locataire a cette possibilité en vertu de l'article 270a CO, qui accorde au locataire le droit d'at- taquer des loyers en invoquant le motif qu'ils sont abusifs et d'en demander la réduction. Il peut en effet adresser une de- mande écrite de diminution du loyer au bailleur s'il a une rai- son d'admettre que la chose louée procure à celui-ci un rende-
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Chômage. Interventions personnelles
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27 septembre 1993
ment excessif à cause d'une notable modification des bases de calcul. Si le bailleur ne donne pas une suite satisfaisante à la demande, le locataire peut saisir l'autorité de conciliation. Le Conseil fédéral considère comme inutile une réglementation allant plus loin.
La politique de revitalisation que conduit le Conseil fédéral prévoit des mesures de libéralisation du marché du travail dont la mise en place devrait en améliorer le fonctionnement et faciliter ainsi la reprise de l'emploi. Le programme de revitali- sation vise d'abord à laisser plus de libertés aux acteurs éco- nomiques. Dans ce contexte, il appartient aux partenaires so- ciaux de s'entendre sur les conditions générales du travail, no- tamment en matière de réduction de la durée du travail. Le Conseil fédéral, tout en restant disponible pour la recherche de solutions équilibrées, considère que ce n'est pas son rôle d'interférer dans ces négociations.
Compte tenu de la situation actuelle du marché du travail, les mesures préventives, rebaptisées «mesures actives» dans le cadre de la révision en cours de l'assurance-chômage (LACI), représentent un des éléments clés de la politique à court terme du marché du travail suisse. Cette politique prévoit no- tamment le soutien des efforts de placement des offices du tra- vail. Il est primordial que les cantons fassent pleinement usage de leurs compétences dans ce domaine. Plusieurs instru- ments existants de la LACI, comme le gain intermédiaire, la notion de travail convenable ou l'allocation d'initiation au tra- vail, sont déjà à leur disposition pour faciliter leurs tâches. La révision en cours de la LACI entend renforcer les activités de placement en mettant des moyens financiers à leur disposition et en encourageant le perfectionnement professionnel des personnes chargées de conseiller les chômeurs, de même qu'en remplaçant le timbrage par un entretien de placement. Le placement des chômeurs est la première mesure de pré- vention du chômage. Elle doit s'appliquer à l'ensemble des chômeurs indépendamment de leur qualification. Afin que cela devienne réalité, il est important que de nouvelles formes de coopération entre placement public et privé, de régionali- sation des services cantonaux de placement et de formation et de perfectionnement des placeurs soient rapidement mises en place. C'est ainsi qu'en juin 1993, l'Ofiamt a lancé, en coo- pération avec l'Association des offices suisses du travail, un programme-cadre (Perspectiva) destiné à tous ses partenai- res dans ce domaine (spécialistes du placement, de la forma- tion et de l'orientation professionnelle, organisateurs privés de cours, associations d'employeurs et de travailleurs). Ce pro- gramme-cadre, qui vise aussi bien à tenir mieux compte des besoins en qualifications des chômeurs que des entreprises, a déjà abouti à la réalisation de 15 projets régionaux et canto- naux. Le financement de ces projets est assuré conjointement par les mesures spéciales en faveur du perfectionnement pro- fessionnel, le fonds de l'assurance-chômage ainsi que les di- vers acteurs institutionnels des cantons.
L'argument selon lequel une amélioration des prestations de placement est vouée à l'échec faute d'emplois à occuper, n'est pas pertinent. Même en période de récession, notre éco- nomie renouvelle l'occupation des postes de travail et en crée de nouveaux Ces postes doivent être occupés en priorité par des chômeurs. Pour réaliser un tel objectif, il est important que la fonction de conseil des offices du travail soit renforcée et améliorée. Ceci doit permettre de reconnaître et de répondre plus rapidement aux besoins des chômeurs et des entrepri- ses. Cette réponse ne signifie pas seulement davantage d'ef- forts en matière de placement, mais également de conseil en matière de formation et perfectionnement professionnel ainsi qu'en matière de réinsertion dans le cadre de programmes d'occupation. Les tâches d'application et de contrôle en se- ront par là même facilitées et gagneront en efficacité.
La politique du marché du travail prévoit aussi l'intensification des mesures de formation qui s'adressent en premier lieu aux chômeurs souffrant de déficits en matière de qualifications professionnelles. Ce type de mesures doit permettre d'amélio- rer les chances de retrouver un emploi.
L'offre de mesures de formation en faveur des personnes au chômage ou menacées de l'être s'est particulièrement étoffée
au cours des derniers mois. On ne compte pas moins de 2000 cours qui se déroulent actuellement ou qui sont en pré- paration. Ces cours, dont la durée varie en fonction des be- soins des personnes concernées, peuvent aller de quelques jours à quelques mois. L'Ofiamt estime que les mesures de formation et d'occupation dans le cadre de la LACI auront tou- ché environ 110 000 personnes pendant l'année 1993. Avec des moyens relativement modestes, il est possible de toucher un cercle étendu de personnes sans emploi qui ont besoin d'améliorer ou de maintenir leurs compétences. Le Conseil fé- déral demande aux cantons d'accentuer encore leurs efforts dans ce domaine.
L'indemnisation des chômeurs repose sur le système tradi- tionnel de répartition des tâches et des charges entre Confé- dération, cantons et communes. Les mesures d'urgence ont permis de prolonger la durée d'indemnisation de 300 à 400 jours. Pour les personnes ayant épuisé leurs droits aux prestations, ce sont les cantons dans un premier temps, puis les communes qui sont responsables de leur assistance. Le Conseil fédéral estime que ce système décentralisé a fait ses preuves, car il permet de mieux cibler les besoins concrets des personnes. Cela signifie que les mesures d'indemnisation au titre de la LACI doivent être limitées dans le temps.
Par contre, pour combattre le chômage de longue durée, l'as- surance-chômage soutient les collectivités locales qui sont chargées d'organiser des programmes d'occupation tempo- raire en faveur des chômeurs de longue durée. Cela améliore les perspectives de réinsertion et permet aux chômeurs de re- constituer leurs droits aux prestations.
Les mesures urgentes de la LACI ont déjà permis de renforcer l'encouragement à la mise sur pied de davantage de program- mes d'occupation en faveur des chômeurs par un finance- ment modulable de 50 pour cent, 85 pour cent et 100 pour cent pour les programmes d'occupation intercantonaux. Si ces mesures étaient introduites dans le droit ordinaire, la charge financière grandissante des collectivités locales se ré- duirait, notamment en Suisse romande. Il s'agit donc aussi d'un acte de solidarité entre les régions du pays.
Erklärung der Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration des interpellateurs: partiellement satisfaits
93.3409
Dringliche Interpellation der Fraktion der Schweizerischen Volkspartei Standortverbesserung als Mittel gegen die Arbeitslosigkeit
Interpellation urgente du groupe de l'Union démocratique du centre Lutte contre le chômage. Revitalisation de la place économique suisse
Wortlaut der Interpellation vom 22. September 1993 Die eingeleiteten und diskutierten Massnahmen gegen die Ar- beitslosigkeit sind vorab im Bereich der Symptombekämp- fung angesiedelt (Arbeitslosengesetzgebung, Beschäfti- gungsprogramme usw.). Um eine längerfristige Verbesserung der Situation herbeizuführen, sind jedoch grundlegende Massnahmen einzuleiten. Dabei kommt vorab der raschen Verbesserung des Wirtschaftsstandortes Schweiz eine zen- trale Bedeutung zu. Nur von dieser Seite können die dringend benötigten Impulse zur Ueberwindung der Rezession und zur Verbesserung der Beschäftigungslage kommen. In diese
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Dringliche Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion Wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitslosigkeit. Massnahmen des Bundes
Interpellation urgente du groupe socialiste Evolution économique et chômage. Mesures fédérales
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1993
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IV
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Consiglio
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Datum 27.09.1993 - 15:30
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