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Postulat Morniroli
93.023
PTT. Voranschlag 1993. Nachtrag I PTT. Budget 1993. Supplément I
Botschaft und Beschlussentwurf vom 21. April 1993 Message et projet d'arrêté du 21 avril 1993 Bezug bei der Generaldirektion PTT, Viktoriastrasse 21, 3030 Bern S'obtiennent auprès de la Direction générale des PTT, Viktoriastrasse 21, 3030 Berne
Schüle, Berichterstatter: Es ist kein grosser Brocken, den wir hier zu behandeln haben: Der Nachtrag I zum Finanzvoran- schlag der PTT-Betriebe für das Jahr 1993 umfasst Zusatzkre- dite von 11,4 Millionen Franken bzw. einen neuen Verpflich- tungskredit für Bauten, also weniger als ein Promille des Ge- samtaufwandes der PTT-Betriebe. Weil es aber Bauten sind, kommt dieses besondere Kreditverfahren zum Zuge.
Es geht einmal um Zusatzkredite zu Verpflichtungskrediten von 8,6 Millionen Franken, insbesondere für das 1986 bewil- ligte Betriebsgebäude, Zürich Sihlpost, wo ein zweiter und letzter teuerungsbedingter Zusatzkredit nötig ist. Dann geht es um einen neuen Verpflichtungskredit von 2,8 Millionen Fran- ken für die Erweiterung der Post in Le Mont-sur-Lausanne. Pi- kant ist, dass die PTT da als Staatsbetrieb das Los der privaten Bauwilligen teilen. Es wird begründet, dass mit dem Bau unbe- dingt 1993 begonnen werden müsse, weil sonst die Baubewil- ligung ablaufen würde.
Die Finanzkommission empfiehlt Ihnen, diesen Kreditpositio- nen zuzustimmen und den Bundesbeschluss zu genehmigen. Es sei vielleicht an dieser Stelle erwähnt, dass die PTT- Betriebe im Nachtrag I zum Ausdruck bringen, dass sie in diesem Jahr den budgetierten Unternehmungsgewinn von 107 Millionen Franken aus heutiger Sicht mit grosser Wahr- scheinlichkeit erreichen werden. Dafür sind wir natürlich dankbar.
Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes
18 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Nationalrat - Au Conseil national
93.3093
Postulat Morniroli Gewaltschulung im Fernsehen Incitation à la violence par la télévision
Wortlaut des Postulates vom 10. März 1993
Die Ermordung des zweijährigen James durch zwei Zehnjäh- rige hat nicht nur in England die Gemüter bewegt. Man fragt sich, wie es dazu kommen konnte.
Vier bekannte schweizerische Experten der Universitäten Bern und Basel und der Klinik Königsfelden sehen vier Ursachen, die zusammen zu solchen Verhaltensmustern führen können: 1. schlechte Familienverhältnisse als bester Nährboden für Gewalt;
schlechtes soziales Umfeld als zusätzlicher gewaltfördern- der Faktor;
Langeweile und Hoffnungslosigkeit, die dazu führen, «et- was unternehmen zu wollen>>;
das Fernsehen, welches eine regelrechte Schulung für Ge- waltanwendung vermittelt.
Die vier Experten sind sich völlig einig: Gewalt in den Medien fördert Gewalt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Gewalt- darstellungen, ob real oder fiktiv, besonders stark auf acht- bis elfjährige Knaben wirken und zur Nachahmung animieren. Die Tat, die die beiden Buben von Liverpool begangen haben, kam nicht aus ihnen heraus; dazu sind Zehnjährige gar nicht in der Lage.
Obwohl in der Schweiz, soweit mir bekannt, erst zwei Fälle von Mord durch Minderjährige abgeurteilt werden mussten, bitte ich den Bundesrat, die nötigen gesetzlichen Massnahmen auszuarbeiten, um die Gewaltschulung durch Fernsehen, Video usw. zu verbieten oder zumindest vernünftig einzu- schränken.
Texte du postulat du 10 mars 1993
Le meurtre du petit James, âgé de deux ans, par deux enfants âgés, eux, de dix ans a agité les esprits en Angleterre comme ailleurs. On se demande comment les choses en sont arri- vées là.
Quatre experts suisses connus, des universités de Berne et de Bâle ainsi que de la clinique de Königsfelden, voient quatre motifs qui, lorsqu'ils sont conjugués, peuvent aboutir à de tels comportements:
des mauvais rapports au sein de la famille, terrain par excel- lence de la violence;
un milieu social défavorisé, facteur supplémentaire d'incita- tion à la violence;
l'ennui et le désespoir, qui poussent les individus à «vouloir faire quelque chose»;
la télévision, véritable instrument d'incitation à la violence. Les quatre experts s'accordent à dire que la violence diffusée par les médias suscite la violence. Des études scientifiques ont prouvé que les scènes de violence, qu'elles soient réelles ou fictives, impressionnent tout particulièrement les enfants de huit à onze ans et les poussent parfois à imiter ces compor- tements violents. L'acte commis par les deux garçons de Liver- pool n'est pas venu d'eux-mêmes; à dix ans, on ne peut pas agir de la sorte.
Bien que, à ma connaissance, seuls deux cas de meurtres commis par des mineurs aient été jugés en Suisse à ce jour, je prie le Conseil fédéral d'élaborer des dispositions légales per- mettant d'interdire les scènes de violence diffusées notam- ment par la télévision et les films vidéo, ou tout du moins d'im- poser des limites raisonnables en la matière.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
On. Morniroli: Ho inoltrato questo postulato durante la ses- sione di marzo. In quei giorni i massmedia riferivano con tutti i dettagli e a ripetizione di un caso di delinquenza sconcertante.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
PTT. Voranschlag 1993. Nachtrag I PTT. Budget 1993. Supplément I
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Jahr
1993
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Band
III
Volume
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Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
93.023
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Numero dell'oggetto
Datum
08.06.1993 - 08:00
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413-413
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