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367
Postulat Delalay
heitliche Meinung. Die Regierung weist dem Parlament die Schuld zu, aber auch die gegenteilige Meinung wird nicht sel- ten vertreten. Eine Tatsache lässt sich jedoch nicht bestreiten: In der Vergangenheit wurden Staatsaufgaben zusätzlich über- nommen und bestehende Aufgaben ausgeweitet, ohne die Frage der Finanzierung detailliert anzusprechen. Dank der gu- ten wirtschaftlichen Entwicklung und der steigenden Einnah- men haben sich immer wieder kleine finanzpolitische Wunder eingestellt, und die Engpässe, die eigentlich hätten entstehen müssen, sind so überwunden worden.
Diese glückliche Entwicklung erzeugte aber eine eigentliche Eigendynamik. Die negativen Konsequenzen zeigen sich dann später, wenn ein konjunktureller Abschwung eintritt, um so klarer. Dann wird der Haushalt bis an die Grenzen des wirt- schaftlich Möglichen strapaziert. Aber auch dann scheint es gelegentlich fast unmöglich zu sein, die Situation zu ändern. Immer noch werden Ausgabenausweitungen vorgenommen, ohne die Folgen zu bedenken. Die Botschaften des Bundesra- tes enthalten zwar jeweils bezüglich der zu erwartenden Aus- gaben Zahlen, aber sie machen in der Regel auf den Rat wenig Eindruck, insbesondere deshalb nicht, weil man sie nicht in ei- nen Gesamtzusammenhang einordnen kann.
Beispiel aus jüngster Vergangenheit: Wir haben über Direkt- zahlungen in der Landwirtschaft gesprochen. Man hat diesen Direktzahlungen zugestimmt, aber über die Finanzierung der Direktzahlungen hat man sich grundsätzlich keine Gedanken gemacht, und die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates hat dann auch einen entsprechenden parla- mentarischen Vorstoss unternommen. Ein weiteres Beispiel: Prämienverbilligung bei der Krankenversicherung. Auch hier hat man grosszügig Bundesleistungen zugesichert. Ob aber die Finanzierung in der Folge tatsächlich gesichert werden kann, steht in keiner Art und Weise fest.
Häufig ist es so, dass wir Ausgaben beschliessen, aber nicht wissen, wie wir sie finanzieren sollen. Wir wissen nicht, ob sie im Finanzplan enthalten sind und welches die konkreten Aus- wirkungen für die Zukunft sind. Und das ist meines Erachtens mangelhaft. Wir geben ein Leistungsversprechen ab, ohne ga- rantieren zu können, dass wir dieses Versprechen dann letzt- lich auch einzuhalten in der Lage sind.
Ich möchte den Bundesrat daher einladen zu prüfen, ob und wie den finanziellen Belangen im Zusammenhang mit Vorla- gen, die Ausgaben oder Kreditgewährungen beinhalten, grös- seres Gewicht beigemessen werden kann. Insbesondere soll- ten bei solchen Vorlagen die Auswirkungen auf den Finanz- plan und auf die Entwicklung der Staatsquote dargelegt wer- den. Das Parlament sollte so in die Lage versetzt werden, die Auswirkungen von Beschlüssen auf die künftige finanzielle Si- tuation zuverlässiger einschätzen zu können. Sofern die Fi- nanzierung nicht gesichert ist, ist darzulegen, wo und wie al- lenfalls zusätzliche Einnahmen beschafft werden oder beste- hende Aufgaben abgebaut und damit Einsparungen für die Neufinanzierungen erzielt werden können.
Ich weiss: Der Vorstoss ist nicht spektakulär. Ausgabenbrem- sen oder gar eine verfassungsmässige Beschränkung des Wachstums der Staatsquote wären wesentlich spektakulärer. Ich glaube jedoch, dass wir zurzeit und in dieser Situation auch kleine Schritte machen müssen, um zu einer besseren Transparenz zu kommen und damit auch dazu, unsere Ausga- ben zuverlässiger im Griff zu halten.
Ich möchte Sie bitten, das Postulat zu überweisen.
Bundesrat Stich: Ich denke, dass mindestens der Finanzmini- ster Ihnen jedes Jahr etwa zweimal darlegt, wie die Situation im Bundeshaushalt steht, was finanziert ist und was nicht fi- nanziert ist. Sie können jetzt einfach davon ausgehen, dass etwa 7 bis 8 Milliarden Franken der Ausgaben nicht finanziert sind. Von mir aus gesehen hätte ich nach Ihren gestrigen Ent- scheiden jetzt gerne von Ihnen gehört, was Ihre konkreten Vor- stellungen sind, ob man sagen soll, dass die Direktzahlungen nicht finanziert sind. Aber auch dieser Vorstoss hat zu nichts geführt. Es gibt keine direkte Finanzierung. Das sind die Pro- bleme.
Aber ersparen Sie es uns, in der Botschaft jeweils auch noch die Staatsquote zu erwähnen. Das andere sagen wir ja, wir er-
wähnen, ob etwas finanziert ist oder nicht, ob es im Finanzplan enthalten ist oder nicht. Das machen wir auch bei jedem Ge- schäft im Bundesrat. Es ist ganz selbstverständlich, dass wir das feststellen. Ist es darin enthalten? Ist es nicht darin enthal- ten? Welches sind die Konsequenzen? Aber man kann nicht bei jedem Geschäft von 5 oder 10 Millionen Franken auch noch eine neue Finanzierungsmethode vorschlagen. Das kann man nicht tun. Und ich denke auch nicht, dass es sinnvoll ist, sich auf die Staatsquote zu beziehen. Wer weiss schon, wie gross die Staatsquote nächstes Jahr sein wird? Und wer weiss, wie gross die Staatsquote ist, wenn das Geschäft tat- sächlich einmal verwirklicht wird?
Aber es ist ein Postulat; wir nehmen es entgegen. Wir sind ja für die Transparenz. Aber wir glauben, wir haben eigentlich ge- nügend Instrumente geschaffen, die vor allem den zuständi- gen Behörden zur Verfügung stehen, beispielsweise mit Richt- linien zum Budget, mit dem Budget, mit der Staatsrechnung, mit den Finanzplänen, so dass Sie eigentlich genügend Instru- mente und Uebersichten über die finanzielle Situation zur Ver- fügung haben. Ich weiss jedenfalls, dass sie «hundsmisera- bel>> ist.
Ueberwiesen - Transmis
92.3526
Postulat Delalay Verordnung über das Einkaufswesen des Bundes
Ordonnance sur les achats de la Confédération
Wortlaut des Postulates vom 16. Dezember 1992
Der Bund und seine Regiebetriebe tätigen ihre Einkäufe we- gen der unterschiedlichen Industriekapazitäten und vor allem wegen der Gewohnheiten der Verwaltung noch immer nur in bestimmten Regionen. Die Statistik nach Art der Güter und Zahlungsort bestätigt dies Jahr für Jahr.
Der Bundesrat wird ersucht, die Verordnung über das Ein- kaufswesen des Bundes folgendermassen zu revidieren:
Er soll für eine gerechtere Verteilung der Lieferaufträge sor- gen und dabei den Wettbewerb dennoch in vernünftigen Grenzen spielen lassen.
Er soll die Dezentralisierung der Dienstleistungen sicher- stellen, zumal es in allen Regionen des Landes gleich ausge- bildete und qualifizierte Lieferanten gibt und die Kommunikati- onsmittel den Austausch in diesem Bereich erleichtern.
Er soll die Kompetenzen der Einkaufskommission für Dienstleistungen erweitern und neben der aktuellen Einkaufs- statistik Statistiken in folgenden Bereichen vorlegen: Abgel- tungen für Forschungsaufträge, für Gutachten, für Revisions- aufträge, für Software, Honorare für Ingenieure, Architekten, Auditoren, wie auch Statistiken über Versicherungsprämien, Mietpreise und über die anderen Dienstleistungen, je nach Art und Zahlungsort.
Texte du postulat du 16 décembre 1992
Les achats de la Confédération et des régies fédérales sont toujours aussi concentrés dans des régions précises du pays en raison de la disparité des capacités industrielles et surtout des habitudes de l'administration. La statistique selon la na- ture des biens et le lieu de paiement le confirme année après année.
Le Conseil federal est invite à réviser l'ordonnance sur les achats de la Confédération dans le sens suivant:
10-S
Postulat Delalay
368
E
3 juin 1993
Assurer une décentralisation des prestations de services, vu que des fournisseurs également formés et qualifiés se trou- vent dans toutes les régions du pays et que les communica- tions facilitent les échanges dans ce domaine.
Elargir les compétences de la commission des achats aux prestations de services et présenter, outre la statistique ac- tuelle des achats, celle des honoraires pour mandats de re- cherche, d'expertise, d'ingénieurs, d'architectes, d'audit, de révision, de software ainsi que celle portant sur les primes d'assurances, les loyers et les autres prestations de services, selon leur nature et le lieu de paiement.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bloetzer, Cavelty, Cottier, Coutau, Danioth, Gadient, Martin Jacques, Petitpierre, Roth, Salvioni (10)
M. Delalay: La crise économique que traverse notre pays rend encore plus aiguës les inégalités géographiques découlant de la politique d'achats de la Confédération.
Après la votation sur l'Espace économique européen, alors qu'on essaie d'atténuer les clivages entre les régions de notre pays et que de nombreux milieux s'efforcent d'améliorer les relations entre les Alémaniques et les Romands, il est cho- quant de constater combien sont inégalement répartis les achats de la Confédération et des régies publiques. Par exem- ple, sur les 9,3 milliards de francs constituant la valeur des achats de la Confédération en 1991, seulement le 7 pour cent, soit 635 millions de francs ont été dépensés dans les six can- tons de Suisse romande qui représentent pourtant le 24 pour cent de la population totale du pays: 7 pour cent d'achats pour 24 pour cent de la population. Par comparaison, deux grands cantons alémaniques, Argovie et Zurich, qui totalisent aussi le 24 pour cent de la population, ont livré pour un montant de 4 milliards de francs, soit le 43 pour cent du total. Ces exem- ples ne servent qu'à illustrer le propos et ne visent en rien les régions bénéficiaires, car nous aurions pu tout aussi bien prendre d'autres cas aussi significatifs. Ainsi Zurich et Berne li- vrent à eux seuls le 55 pour cent de toutes les fournitures fédé- rales, alors que quatre cantons, Fribourg, Neuchâtel, Jura et le Valais, arrivent tout juste à 2 pour cent.
Nous sommes bien conscients que cette statistique des achats doit être nuancée du fait qu'elle se base sur le lieu de paiement - c'est d'ailleurs ce qu'on nous répond toujours. Il peut en résulter une certaine distorsion puisque des paie- ments effectués en Suisse alémanique peuvent être l'effet de livraisons par des sous-traitants d'autres régions du pays. De même, il n'est pas question de passer sous silence la réalité que l'offre de certains biens, notamment industriels, n'existe pas dans toute la Suisse et que ces biens doivent par consé- quent être acquis là où ils sont fabriqués.
Il n'en demeure pas moins que la tendance est constante et que la diversification géographique des achats n'est pas un objectif suffisamment présent dans la politique fédérale d'ac- quisition des biens. Dans la branche graphique, par exemple, les achats sont très inégalement répartis selon les cantons et les régions, alors que l'offre existe et qu'elle est de qualité. Les cantons romands sont discriminés en ce qui concerne l'acqui- sition d'imprimés et de produits graphiques de la part de la Confédération. Au total, ils ont reçu en 1991 des commandes pour 17 millions de francs alors que normalement ce sont 42 millions de francs qui auraient dû leur être attribués sur la base de la population. Ces 25 millions de francs manquants représentent 200 places de travail, soit plus du tiers des per- sonnes actuellement sans emploi dans la branche graphique. Or, si l'ensemble des achats de la Confédération était effectué dans les régions exactement en proportion de la population, ce sont 1,5 milliard de francs d'achats qui devraient passer de la Suisse alémanique à la Suisse romande, et si l'on admet pour toutes les branches le même rapport entre le chiffre d'af- faires et le nombre d'employés, le manque à gagner pour la Suisse romande du fait de l'inégalité des achats représente 12 000 places de travail à son détriment et au profit de la Suisse alémanique. Or, ce qui est à la fois intéressant et cu- rieux, c'est qu'un transfert de places de travail de cet ordre de grandeur égaliserait exactement le taux de chômage dans
l'ensemble du pays. De là à affirmer que le chômage relative- ment plus important en Suisse romande est dû à la mauvaise politique des achats de la Confédération, il n'y a qu'un pas que la statistique nous amène à franchir.
Les achats de la Confédération sont régis par la loi fédérale du 6 octobre 1989 sur les finances de la Confédération et par l'or- donnance sur les achats du 8 décembre 1975. Cette dernière prévoit notamment que le service des achats est tenu de prati- quer une gestion rigoureuse, rationnelle et économique. Ces principes ne sont pas contestables, mais ils comportent des li- mites et une certaine souplesse est indispensable si nous vou- lons corriger les inégalités flagrantes qui existent aujourd'hui. En effet, en voulant constamment favoriser de ses ordres les entreprises qui ont fait leurs preuves en matière de qualité et de prix, l'occasion ne sera jamais offerte aux autres d'entrer sur les marchés publics. La revitalisation de l'économie des ré- gions les plus touchées économiquement passe par une cer- taine flexibilité qui consisterait par exemple à instituer une marge à l'intérieur de laquelle les offres seraient considérées comme égales, et à maintenir strictement le principe de la neu- tralité selon lequel les frais de transport ne sont pas pris en compte. Mais, pour atteindre ce but, il faut aussi déjouer un piège, souvent plus sournois que celui des prix: il s'agit sim- plement de l'habitude et de la tendance à donner la priorité à des entreprises déjà connues et à des fournisseurs avec les- quels l'administration est en rapport depuis un certain temps. D'autre part, les statistiques dont nous disposons actuelle- ment ne concernent que les achats matériels de la Confédéra- tion et de ses régies. Comme nous sommes de plus en plus une société de services, je demande que dorénavant la statisti- que fédérale porte également sur toutes les prestations de ser- vices. Une décentralisation dans ce domaine est beaucoup plus facile qu'en matière de livraison de matériel, car des four- nisseurs de même formation et de même qualification se trou- vent dans toutes les régions du pays. Par ailleurs, les commu- nications et les télécommunications facilitent aujourd'hui grandement les échanges, de sorte que rien ne s'oppose à ce que les sociétés de services des régions périphériques soient bénéficiaires des commandes de la Confédération. Qu'il s'agisse de mandats de recherche, d'expertises, de travaux d'étude, d'ingénieurs, d'architectes, de révision, de mise au point de softwares, de primes d'assurance, la centralisation systématique actuelle est dommageable aux régions déjà les moins favorisées. Je demande donc que le Conseil fédéral étudie et publie un rapport sur les mesures propres à corriger les inégalités actuelles et reconnues en ce qui concerne les achats de la Confédération. Il présentera aussi au Parlement, dans un délai relativement court, un rapport statistique sur la répartition selon la nature et le lieu de paiement des presta- tions de services effectuées pour la Confédération et ses ré- gies.
Les directives actuelles doivent également être revues par le Conseil fédéral pour que la répartition des mandats se réalise dans des conditions d'équité plus correctes entre les diverses régions du pays, et cela pour l'ensemble des types de presta- tions et les diverses professions. Une telle démarche faite avec la volonté politique de corriger les inégalités actuelles sera le meilleur moyen sur le plan pratique de promouvoir l'entente entre les régions du pays et de renforcer comme chacun le souhaite, verbalement du moins, la cohésion et la solidarité nationales.
Begrüssung - Bienvenue
Präsident: Ich habe das Vergnügen, auf der Tribüne Herrn alt Ständeratspräsident Hänsenberger, unseren ehemaligen Kol- legen, zu begrüssen. (Beifall)
Militärische Bauten (Bauprogramm 1993)
369
Bundesrat Stich: Die Beschaffungsstatistik hat bezüglich re- gionaler Aufteilung nur eine beschränkte Aussagekraft, da sie eine blosse Zahlungsstatistik ist. Grundlage sind die Zahlun- gen beziehungsweise die Zahlungsorte, nicht die Produk- tions- und Wertschöpfungsorte. Insbesondere kommen die Leistungen von Zu- und Unterlieferanten, von dezentral gele- genen Konzerntöchtern usw. nicht zur Geltung.
Gemäss den Bestimmungen der Einkaufsverordnung (SR 172.056.12) ist für die Vergabe eines Auftrages das beste Preis-Leistungs-Verhältnis massgebend. Diesem Kriterium ist bei den Einkäufen des Bundes nach wie vor Priorität einzuräu- men. Auch die Weisungen des Bundesrates zur regionalpoliti- schen Koordination sehen eine Bevorzugung von Randregio- nen nur innerhalb der Gleichwertigkeit und somit des Wettbe- werbsprinzips vor. Der Bundesrat erachtet es nicht als sinn- voll, vom Grundsatz des Wettbewerbs abzuweichen. Regio- nalpolitische Anliegen können bei der Auftragsvergabe nicht im Vordergrund stehen, da sich dafür andere und besser ge- eignete Instrumente anbieten. Zur gleichen Schlussfolgerung kommt auch die Kartellkommission, die sich in ihren Empfeh- lungen zum Submissionswesen in Bund, Kantonen und Ge- meinden konsequent für das Wettbewerbsprinzip ausspricht. Weiter gilt es festzuhalten, dass im Rahmen der bestehenden Regelungen die Einkaufsorgane des Bundes besorgt sind, Lieferanten aus allen Landesteilen zur Offertstellung einzula- den beziehungsweise regelmässig über grosse Beschaf- fungsvorhaben zu informieren. Der unterschiedliche Grad der Industrialisierung und ein dadurch unvollständiges Lieferan- gebot der Kantone lassen es aber nicht immer zu, alle Regio- nen bei der Auftragsvergabe gleichmässig zu berücksichti- gen. Darin liegt vor allem der Grund, dass von Kanton zu Kan- ton grössere Unterschiede in der Dotierung mit Bundesaufträ- gen festgestellt werden können.
Die Auftragsvergabe im Bereich des Dienstleistungssektors ist nicht abschliessend geregelt, indem einerseits die Ein- kaufsverordnung und andererseits die Verordnung über die Entschädigungen für Kommissionsmitglieder, Experten und Beauftragte angewendet wird. Die Einkaufsverordnung wird zurzeit revidiert. Neu soll die Vergabe von Dienstleistungsauf- trägen ausführlich geregelt werden. Aber auch hier ist dem Wettbewerbsprinzip gleich wie bei den Einkäufen Priorität ein- zuräumen.
Nach der Revision der Einkaufsverordnung wird sich die Tä- tigkeit der Einkaufskommission auch auf diesen erweiterten Geltungsbereich beziehen, das heisst die Dienstleistungen einschliessen. Der Bundesrat ist bereit zu prüfen, ob und in wel- cher Form Statistiken für die unter Ziffer 3 des Postulats erwähn- ten Bereiche vorzulegen sind. Da das Führen der Einkaufsstati- stik nicht auf einer Verordnungsbestimmung, sondern auf ei- nem Bundesratsbeschluss beruht, ist für eine Erweiterung die- ser Statistik keine Verordnungsanpassung notwendig.
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat betreffend die Ziffern 2 und 3 entgegenzunehmen, und beantragt, das Postulat betref- fend Ziffer 1 abzulehnen.
M. Delalay: La réponse qu'on nous donne toujours - et je tiens à remercier M. Stich, conseiller fédéral - est que la statis- tique ne tient compte que des paiements et pas du lieu de li- vraison. C'est certainement vrai, c'est une réponse qui a sa va- leur, mais ce que j'entends dire ici, c'est qu'il faut surtout considérer la tendance. Même si l'on admet une marge d'er- reur de la statistique de 10 à 20 pour cent, la tendance reste constamment en défaveur des régions périphériques et au profit des régions du centre de la Suisse.
Je suis tout à fait d'accord que le Conseil fédéral ne peut pas aujourd'hui, avec l'air du temps qui est à la concurrence pure et dure, s'engager à donner des ordres de livraison à des entreprises dont les prix sont supérieurs aux prix minimums. Je voudrais cependant faire remarquer que, à prix égal, la ten- dance est toujours de donner l'ordre à l'entreprise qui a déjà li- vré à la Confédération; avec un tel état d'esprit, on n'en sortira jamais.
Je suis satisfait que le Conseil fédéral accepte les points 2 et 3 du postulat. Si le Conseil fédéral accepte partiellement le pos- tulat, personnellement je suis partiellement satisfait.
Punkt 1 - Point 1 Abgelehnt- Rejeté
Punkte 2, 3 - Points 2, 3 Ueberwiesen - Transmis
93.031
Militärische Bauten (Bauprogramm 1993) Ouvrages militaires (Programme de constructions 1993)
Botschaft und Beschlussentwurf vom 15. März 1993 (BBI II 1) Message et projet d'arrêté du 15 mars 1993 (FF II 1)
Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière
Schoch, Berichterstatter: Es handelt sich bei der Vorlage des Bundesrates über die militärischen Bauten in der Tat um eine Vorlage, die keine Wellen werfen wird. Auch in früheren Jahren hat die Behandlung dieser Botschaft nie Anlass zu umfangrei- chen Debatten und zu wortreichen Auseinandersetzungen ge- boten. Wir haben es hier effektiv mit einem Routinegeschäft zu tun, das auch im laufenden Jahr an sich als Routinegeschäft behandelt werden kann und das damit rasch abgehakt wer- den könnte. Trotzdem möchte ich heute - bevor ich auf die zur Diskussion stehenden Einzelpositionen eintrete und mich mit den bundesrätlichen Kreditbegehren im Detail befasse - für einmal doch einige grundsätzliche Ueberlegungen zur bun- desrätlichen Botschaft über militärische Bauten vortragen, und zwar Ueberlegungen, die sich mit dem betragsmässigen Umfang dieser Baubotschaft für 1993 befassen.
Der Bundesrat verlangt vom Parlament die Bewilligung von Verpflichtungskrediten im Umfang von 65,5 Millionen Fran- ken. Das ist zwar ein stolzer Betrag, aber die Summe von 65,5 Millionen Franken ist die niedrigste Summe für ein militä- risches Bauprogramm seit mehr als vierzig Jahren, genau ge- nommen seit 1951; und zwar der absolut niedrigste Betrag, nicht etwa der niedrigste Betrag, wenn wir die Kaufkraft in An- schlag bringen. Es handelt sich dabei also um den nominell niedrigsten Betrag seit 1951. In den letzten 15 Jahren, d. h. in den Jahren zwischen 1977 und 1991, betrug beispielsweise die Summe der Verpflichtungskredite im Rahmen des militäri- schen Bauprogramms stets zwischen 320 und 385 Millionen Franken, nie weniger als 320 Millionen Franken, um dann im Jahre 1992, also vor Jahresfrist, einen signifikanten Sprung nach unten auf 160 Millionen zu machen. Vor Jahresfrist, bei der Behandlung des damaligen Kreditvolumens von 160 Mil- lionen Franken, habe ich selbst noch gesagt, das sei jetzt wahrscheinlich der untere Anschlag. Dennoch liegt uns heute, also für 1993, eine Baubotschaft mit einem Kreditvolumen von 65,5 Millionen Franken vor, also nochmals ein drastisch redu- ziertes Kreditvolumen.
Die Sicherheitspolitische Kommission, für die ich hier refe- riere, weiss natürlich um die Probleme, die wir mit unseren Bundesfinanzen haben. Natürlich ist der Sicherheitspoliti- schen Kommission klar, dass diese Probleme, und nur diese Probleme, dem Bundesrat Anlass dazu gaben, das Volumen der mit der Botschaft über militärische Bauten (Bauprogramm 1993) beantragten Verpflichtungskredite so drastisch zusam- menzustreichen. Sicher haben wir Verständnis dafür, dass der Bundesrat überall und damit auch bei militärischen Bauvorha- ben sparen muss.
Trotz all dieser Einsicht bei den Kommissionsmitgliedern hat das bescheidene und - wie ich dargelegt habe - gegenüber
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
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In
Dans
In
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Jahr
Année
1993
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
03
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3526
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 03.06.1993 - 08:00
Date
Data
Seite
367-369
Page
Pagina
Ref. No
20 023 030
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