Motion Baumann transmitted as postulate

20022882Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)18.06.1993Partially Granted

Zusammenfassung

Baumann proposed statutory and regulatory measures to improve animal protection during transport and in slaughterhouses. The Federal Council stated that the concerns were justified but should first be examined by expert groups and discussed with interested circles. On 18 June 1993, the National Council transmitted the matter as a postulate, not as a binding motion.

Regest

Parliamentary motion; conversion into postulate where the government supports examination of the request but considers immediate legislative implementation premature. The chamber may limit the legal effect of the initiative by transmitting it as a postulate when further expert review and consultation are required.

Gesamter Gesetzestext

Motion Baumann

1387

  1. Juni 1993 N

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 6. Mai 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 6 mai 1992

Der Bundesrat hat in jüngster Vergangenheit stets die Bedeu- tung einer umfassenden und kohärenten Politik zur Bewälti- gung der Migrationsphänomene unterstrichen. Dies ist auch Gegenstand seiner Legislaturziele. Aus diesem Grund hat er in seinem von den eidgenössischen Räten in der Sommer- und Herbstsession 1991 zur Kenntnis genommenen Bericht zur Ausländer- und Flüchtlingspolitik unter anderem die Schaffung neuer Koordinationsorgane in Aussicht gestellt und sich am 6. November 1991 zur Entgegennahme des Postula- tes Seiler Hanspeter vom 6. Juni 1991 (Koordinationsstelle für Ausländerpolitik; N 91.3158) bereit erklärt. Die im Bericht zur Ausländer- und Flüchtlingspolitik dargelegten übergeordne ten staatspolitischen Leitlinien werden sinngemäss auch für eine schweizerische Wanderungspolitik Gültigkeit haben.

Die politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen in Osteu- ropa, das Wohlstandsgefälle zwischen Industrie- und Entwick- lungsländern auf der Nord-Süd-Achse und nicht zuletzt ein all- fälliger Beitritt der Schweiz zum EWR oder zur EG werden eine schweizerische Wanderungspolitik massgeblich beeinflus- sen. Ob sich diese Politik auf gesetzestechnischer Ebene am besten mit der Revision des bestehenden Ausländer- und Asylrechts, in Form eines neuen Migrationsgesetzes oder in Form eines Gesetzes für eine schweizerische Bevölkerungs- politik umsetzen lässt, kann ohne eingehende Prüfung nicht beurteilt werden.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

92.3595

Motion der christlichdemokratischen Fraktion Neue Ausrichtung der Arbeitsmarktpolitik Motion du groupe démocrate-chrétien Nouvelle orientation de la politique du marché du travail

Wortlaut der Motion vom 18. Dezember 1992

Der Bundesrat wird beauftragt, den eidgenössischen Räten die gesetzlichen Anpassungen zur Beschlussfassung vorzu- legen,

  1. die eine Flexibilisierung und Neustrukturierung der Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen für qualifizierte ausländische Arbeitskräfte aus aller Welt ermöglichen, dies im Rahmen der bestehenden Zulassungsbegrenzungen;

  2. die eine schrittweise Abschaffung des Saisonnierstatuts er- möglichen und zu einer Integration der seit langem hier ansäs- sigen ausländischen Bevölkerung führen.

Texte de la motion du 18 décembre 1992

Le Conseil fédéral est chargé de soumettre aux Chambres des modifications de loi permettant:

  1. de restructurer et de faciliter l'octroi d'autorisations de tra- vail et de séjour aux travailleurs qualifiés du monde entier, dans le cadre des limitations actuelles;

  2. de supprimer progressivement le statut de saisonnier et de favoriser l'intégration des immigrés de longue date.

Sprecher - Porte-parole: Hess Peter

Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort.

Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 12. Mai 1993 Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzunehmen.

Déclaration écrite du Conseil fédéral du 12 mai 1993 Le Conseil fédéral est prêt à accepter la motion.

Ueberwiesen - Transmis

93.3105

Motion Baumann Schutz der Tiere auf Transporten und in Schlachtanlagen Protection des animaux durant leur transport et dans les abattoirs

Wortlaut der Motion vom 15. März 1993

Im Hinblick auf die kommende Revision der Tierschutzverord- nung und nach der Unterzeichnung des europäischen Ueber- einkommens über den Schutz von Schlachttieren wird der Bundesrat gebeten, folgende Grundsätze und Anforderungen zum Schutz der Tiere auf Transporten und in Schlachtanlagen rechtlich zu verankern oder auf geeignete Art umzusetzen:

  1. Die Art und Anzahl der im Fahrzeug zu transportierenden Tiere sind im Fahrzeugausweis sowie von aussen gut sichtbar am Fahrzeug anzugeben.

  2. Es dürfen nur Betäubungsapparate und -einrichtungen ver- wendet werden, die geprüft und zugelassen sind.

  3. Die Behörden sorgen dafür, dass für das Ausladen, Be- treuen, Treiben und Betäuben der Tiere geeignete Personen vorhanden sind, die regelmässig über die Ziele des Tierschut- zes instruiert werden.

  4. Ein Tierarzt respektive Tierschutzbeauftragter kontrolliert in grossen Schlachtanlagen die Schlachttiere beim Ausladen und überwacht die Tätigkeit der mit Ausladen, Betreuen, Trei- ben und Betäuben beauftragten Personen.

  5. In Zusammenarbeit mit der Praxis ist ein umfassendes Kon- zept für tierschutzkonforme Schlachthöfe zu erstellen. Die Be- urteilung und Gestaltung von Schlachthöfen soll inskünftig pri- mär nach ethologischen Grundsätzen ausgerichtet werden, das heisst, dass die Prozesse im Schlachthof dem Verhalten und den Bedürfnissen der Tiere Rechnung tragen müssen.

Texte de la motion du 15 mars 1993

Dans la perspective de la révision de l'ordonnance sur la pro- tection des animaux et au lendemain de la signature de la Convention européenne sur la protection des animaux d'abat- tage, le Conseil fédéral est chargé d'inscrire dans la législation les principes ci-après visant à protéger les animaux durant leur

N 18 juin 1993

1388

Motion Dünki

transport et dans les abattoirs ou de concrétiser ces exigences de façon appropriée:

  1. L'espèce et le nombre d'animaux à transporter dans un vé- hicule doivent figurer dans le permis de circulation de même que, bien lisiblement, à l'extérieur du véhicule.

  2. Pour ce qui est de l'étourdissement des animaux, seuls se- ront autorisés les appareils et équipements contrôlés et ap- prouvés.

  3. Les autorités veillent à ce que des personnes qualifiées, qui recevront régulièrement des instructions sur la protection des animaux, soient présentes lorsque les animaux sont déchar- gés du véhicule, pris en charge, conduits au lieu d'abattage et étourdis.

  4. Un vétérinaire ou un responsable de la protection des ani- maux contrôlera, dans les grands abattoirs, les animaux de boucherie lors du déchargement et supervisera les personnes chargées de faire descendre les animaux du véhicule, de les prendre en charge, de les conduire au lieu d'abattage et de les étourdir.

  5. Il convient d'élaborer, de concert avec des praticiens, des li- gnes directrices détaillées pour des abattoirs conformes aux exigences de la protection des animaux. Dorénavant, l'appré- ciation et l'aménagement des abattoirs devront dépendre es- sentiellement de critères éthologiques; en d'autres termes, les procédés appliqués dans les abattoirs devront tenir compte du comportement et des besoins des animaux.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Bühlmann, Danuser, Gardiol, Gonseth, Hämmerle, Hollenstein, Meier Hans, Misteli, Rebeaud, Robert, Steiger, Thür, Tschäppät Alexander, Zwygart (15)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

In den letzten dreissig Jahren stieg der Fleischkonsum stän- dig an. Da zudem aus agrarpolitischen Gründen der Fleisch- import durch eine vermehrte Inlandproduktion ersetzt wurde, nahm die Zahl der jährlichen Schlachtungen wesentlich zu. Demgegenüber wurden zwischen 1960 und 1990 aus wirt- schaftlichen Gründen viele Schlachthöfe stillgelegt. Dies be- traf insbesondere kleinere und mittlere Betriebe und Privat- metzgereien. Dieser Konzentrationsprozess ist heute noch in vollem Gange. Nach Meinung von Experten verschwinden in den nächsten Jahren die kleinen und mittleren Schlachthöfe fast vollständig, so dass im Jahre 2000 kaum noch ein Dut- zend Grossbetriebe existieren werden.

Die hohe Zahl an Tierschlachtungen und deren Konzentration auf immer weniger, dafür grosse und leistungsfähige Schlachthöfe haben tierschutzrelevante Folgen:

  • Die Tiertransporte nehmen notwendigerweise zu, die Trans- portstrecken und -zeiten werden länger, und

  • in den Schlachthöfen müssen pro Zeiteinheit sehr viele Tiere angeliefert, getrieben, eingestallt, betäubt und getötet werden. Mit dieser Kapazitätssteigerung haben indessen die Abläufe und Anlagen, aber auch das Personal nur bedingt Schritt hal- ten können, wie der Bundesrat in Antworten auf parlamentari- sche Vorstösse (Wiederkehr, Meier Hans, Weder Hansjürg) selber festhält

Der Schutz der Tiere auf Transporten und in Schlachtanlagen kann wirkungsvoll durch zwei Massnahmen angegangen wer- den: kurzfristig durch die Verankerung von klaren und strikten Vorschriften für die Bereiche Schlachtung und Transport in der Tierschutzverordnung sowie durch straffen und einheitlichen Vollzug dieser Vorschriften; mittel- und langfristig durch die Er- arbeitung eines umfassenden Konzepts für humane Schlacht- höfe (human: für Tiere und die dort arbeitenden Menschen sol- len Verbesserungen resultieren).

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 5. Mai 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 5 mai 1993

Der Bundesrat hat bereits bei früherer Gelegenheit festgestellt, dass bei der Schlachtung von Tieren in der Praxis Missstände bestehen. Er steht den Anliegen der Motion grundsätzlich po- sitiv gegenüber und beabsichtigt, diese im Zusammenhang

mit der nächsten Revision der Tierschutzverordnung zu prü- fen. Er erachtet es jedoch als angezeigt, dass die Zweckmäs- sigkeit der vorgeschlagenen Massnahmen gesetzlicher und anderer Art im Rahmen von Expertengruppen näher unter- sucht und allfällige Massnahmen in einer Vernehmlassung den interessierten Fachkreisen unterbreitet werden.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

93.3134

Motion Dünki Solidarität in der Arbeitslosenversicherung Solidarité dans l'assurance-chômage

Wortlaut der Motion vom 17. März 1993

Der Bundesrat wird ersucht, in der Botschaft für die Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes vorzusehen, dass die Beiträge vom ganzen massgebenden Lohn gemäss AHV- Gesetzgebung zu erheben sind. Dagegen sind die Leistungen der Arbeitslosenversicherung nach wie vor gegen oben zu pla- fonieren.

Texte de la motion du 17 mars 1993

Le Conseil fédéral est chargé de prévoir, dans le cadre de la révision de la loi sur l'assurance-chômage, que les cotisations soient prélevées sur la totalité du salaire déterminant selon la législation sur l'AVS. En revanche, les prestations de l'assu- rance-chômage continueront d'être plafonnées.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bircher Peter, Bischof, Dar- bellay, Diener, Eggenberger, Engler, Grendelmeier, Hafner Rudolf, Hubacher, Jaeger, Maeder, Meier Hans, Meier Sa- muel, Rychen, Schmid Peter, Seiler Rolf, Thür, Weder Hans- jürg, Züger, Zwygart (20)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 12. Mai 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 mai 1993

Die Aufhebung der Beitragsplafonierung kann entgegen der Meinung des Motionärs nicht auf dem Weg einer Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (Avig) eingeführt werden. Artikel 34novies Absatz 4 der Bundesverfassung schreibt vor, dass die Höhe des beitragspflichtigen Lohnes durch Gesetz zu begrenzen ist. Die Konkretisierung des vom Motionär ange- strebten Ziels könnte daher nur mittels einer Revision der Bun- desverfassung eingeführt werden. Der Bundesrat ist der Auf- fassung, dass eine solche Revision in der gegenwärtigen Si- tuation nicht zweckmässig ist. Hingegen ist der Bundesrat be- reit, die Frage der Höhe des gesetzlichen Plafonds (gegenwär- tig 8100 Franken pro Monat) anlässlich der bevorstehenden ordentlichen Gesetzesrevision (voraussichtliche Inkraftset- zung Mitte 1994) zu prüfen. Diese Prüfung wird im Rahmen der allgemeinen Ueberlegungen in bezug auf die Finanzierungs- frage der Arbeitslosenversicherung stattfinden. Um eine ge- wisse Flexibilität in diesem Bereich zu ermöglichen, schlägt der Bundesrat vor, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Baumann Schutz der Tiere auf Transporten und in Schlachtanlagen Motion Baumann Protection des animaux durant leur transport et dans les abattoirs

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1993

Année

Anno

Band

III

Volume

Volume

Session

Sommersession

Session

Session d'été

Sessione

Sessione estiva

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 93.3105

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

18.06.1993 - 08:00

Date

Data

Seite

1387-1388

Page

Pagina

Ref. No

20 022 882

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Schlagwörter

animal welfaretransportslaughterhousesmotionpostulateparliamentary procedure