Stations de recherches agricoles. Interventions
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N 7 juin 1993
Comment, selon le Conseil fédéral, serait-il possible de me- ner à bien les nombreuses recherches et autres activités ayant trait à une production ménageant l'environnement, à l'écolo- gie du paysage et à la garantie de la qualité des produits agri- coles?
Comment se dérouleraient, dans les régions de langue alle- mande, les nombreuses activités qu'implique l'exécution des tâches imposées par la loi (loi sur la protection de l'environne- ment, contrôle des matières auxiliaires, protection des eaux, des plantes, des animaux, etc.)?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bonny, Nabholz, Scheideg- ger, Wittenwiler (4)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 12. Mai 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 mai 1993
Der Bundesrat hat im Rahmen der Sparmassnahmen unter anderem das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement beauftragt, die künftigen Aufgaben, Ziele und Strukturen der landwirtschaftlichen Forschungsanstalten zu überprüfen und im Bereich der landwirtschaftlichen Forschung die Ausgaben bis zum Jahr 1995 um 14 Millionen Franken zu reduzieren. Das EVD arbeitet gegenwärtig Pläne für eine Neustrukturie- rung und Reduktion der landwirtschaftlichen Forschung aus. 2. Es kann davon ausgegangen werden, dass die For- schungsanstalten auch weiterhin im Rahmen ihrer Pflichten- hefte den inländischen Züchtungsfragen ihre volle Aufmerk- samkeit zuwenden werden.
Im Rahmen der geplanten Neustrukturierungen werden sich die Forschungsanstalten in Zukunft verstärkt mit Fragen der Agrarökologie unter besonderer Berücksichtigung der spezifisch schweizerischen Anbaubedingungen zu befassen haben.
International sind Bestrebungen in Gang, welche die Paten- tierung von Pflanzenmaterial zum Ziele haben. Die damit ver- bundenen Fragen werden gegenwärtig von einer bundesinter- nen Arbeitsgruppe bearbeitet. Diesbezügliche Entscheide lie- gen aber noch nicht vor.
Die Schweiz war und wird auch in Zukunft bestrebt sein, eine unabhängige Sortenzucht und die damit verbundene Sicherung der Nahrungsgrundlage soweit als möglich zu er- halten.
Gerade durch die vorgesehene Verstärkung des Bereiches Agrarökologie bei den eidgenössischen Forschungsanstalten wird einer Verarmung der heute noch vorhandenen Sortenviel- falt entgegengewirkt
Die geplante Neustrukturierung der Forschungsanstalten hat keinerlei Einfluss auf deren gesetzlichen Auftrag, und es besteht auch kein Zusammenhang mit einer allfälligen Kon- kurrenzierung durch private Pflanzenzüchter.
Es ist vorgesehen, die landwirtschaftliche Forschung ge- rade in bezug auf die umweltschonende Produktion, die ent- sprechende Qualitätssicherung der landwirtschaftlichen Pro- dukte und die Agrarökologie zu verstärken und im Rahmen ei- ner vorzunehmenden Reorganisation auszubauen.
Auch bei einer möglichen Neustrukturierung der landwirt- schaftlichen Forschungsanstalten werden deren Aktivitäten im Bereich des Vollzuges der gesetzlichen Aufgaben gesamt- schweizerisch gewährleistet.
92.3312
Interpellation Baumann Landwirtschaftliche Forschungsanstalten Stations de recherches agricoles
Diskussion - Discussion Siehe Jahrgang 1992, Seite 2784 - Voir année 1992, page 2784
92.3315
Interpellation Hämmerle Landwirtschaftliche Umweltforschung Recherche agronomique sur l'environnement
Diskussion - Discussion Siehe Jahrgang 1992, Seite 2785 - Voir année 1992, page 2785
92.3349
Interpellation Grossenbacher Schliessung der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Liebefeld-Bern Fermeture de la station d'essais agricoles de Liebefeld-Berne
Diskussion - Discussion Siehe Jahrgang 1992, Seite 2786 - Voir année 1992, page 2786
93.3151
Postulat Zölch Neue Aufgaben für die Forschungsanstalt Liebefeld Nouvelles tâches pour la station de recherches de Liebefeld
Wortlaut des Postulates vom 18. März 1993 Der Bundesrat wird eingeladen: - in Anbetracht der notwendigen Zusammenarbeit innerhalb der Bundesverwaltung (BLW und Buwal); - mit Rücksicht auf die gesamtschweizerische Koordination ökologischer Forschungsanliegen in der Landwirtschaft; - in Anbetracht der notwendigen Zusammenarbeit unter den betreffenden Institutionen in den verschiedenen Sprachgebie- ten (insbesondere Romandie);
Landwirtschaftliche Forschungsanstalten. Vorstösse
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zu prüfen, ob der bestehenden Forschungsanstalt Liebefeld (FAC) - insbesondere bei der Umsetzung von Artikel 31b des Landwirtschaftsgesetzes - neue, zukunftsweisende Aufgaben zugewiesen werden könnten.
Texte du postulat du 18 mars 1993 Le Conseil fédéral est invité:
étant donné la nécessité d'une collaboration au sein de l'ad- ministration fédérale (Ofag et Ofefp);
vu le besoin de coordonner, au niveau national, la recherche environnementale dans le domaine de l'agriculture;
étant donné la nécessité d'une collaboration entre les éta- blissements concernés dans les différentes régions linguisti- ques (surtout en Suisse romande);
compte tenu de la qualité reconnue en Suisse et à l'étranger du travail de la station de recherches,
à examiner la possibilité d'attribuer à la station de recherches de Liebefeld (FAC) de nouvelles tâches axées sur l'avenir, en particulier en ce qui concerne la mise en oeuvre de l'article 31b de la loi sur l'agriculture.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Daepp, Etique, Fehr, Fischer-Hägglingen, Grossenbacher, Hafner Rudolf, Hari, Rohrbasser, Rychen, Schmied Walter, Segmüller, Seiler Hanspeter, Wiederkehr, Zwygart (15)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 12. Mai 1993 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 12 mai 1993 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Präsident: Wir behandeln die sechs Vorstösse 92.3098, 92.3111, 92.3312, 92.3315, 92.3349 und 93.3151 zusammen.
Baumann: Unsere Landwirtschaft steht vor einer neuen Epo- che: Eine neue Wirtschaftsstruktur, eine neue Umweltsitua- tion, neue Wünsche und Bedürfnisse des Souveräns und eine völlig neue politische Konstellation prägen schon heute den «neuen Bauern», den modernen Landbewirtschafter.
So wie der Subsistenzbauer sukzessive vom unternehmeri- schen Landwirt abgelöst wurde, so wartet heute auf den ver- sierten und vielseitig orientierten Agrarspezialisten eine grundlegend modernisierte, den vielen sozialpolitischen und ökologischen Neuerungen angepasste Landbewirtschaftung. Abkehr vom einseitigen Ertragsdenken und eine stärkere Ge- wichtung der ökologischen Zusammenhänge sind angesagt Es versteht sich von selbst, dass die sieben landwirtschaftli- chen Forschungsanstalten, mit einem Kreditvolumen von rund 100 Millionen Franken jährlich, ihre Tätigkeit auf diese neue Landwirtschaft, auf die neue Agrarpolitik ausrichten müssen.
Wenn man aber feststellen muss, dass beispielsweise das For- schungsinstitut für biologischen Landbau in Oberwil (BL) be- reits Leute entlassen musste, dass die Forschungsanstalt für Agrikulturchemie und Umwelthygiene in Liebefeld-Bern mög- licherweise geschlossen werden soll, dann kommen doch er- hebliche Zweifel auf, ob die Forschung in der Agrar- und Land- schaftsökologie tatsächlich verstärkt werden soll, wie das der Bundesrat in seiner Antwort auf meine Motion darlegt.
Die Umstellung auf integrierte oder biologische Anbauformen, im Zusammenhang mit den neuen Direktzahlungen gemäss Artikel 31a und 31b Landwirtschaftsgesetz, zeigt deutlich, dass Grundlagen zur Ausrichtung der Oekobeiträge an allen Ecken und Enden fehlen.
Welche Praktiken sind nun wünschenswert? Welche Richtung ist in der veränderten Umwelt ratsam? Braucht es zusätzliche Lenkungsabgaben auf landwirtschaftlichen Hilfsstoffen? Wo und in welchem Zusammenhang sind wirtschaftliche Anreize
nötig? Fragen über Fragen, auf die es im Moment keine Ant- worten gibt.
Ich erwarte vom Bundesrat andere Zeichen als Kreditkürzun- gen bei der Forschung für den biologischen Landbau oder die Schliessung der umweltfreundlichen Forschungsanstalt Lie- befeld, wenn er die agrarökologische Forschung wirklich - so wie er das darlegt - verstärken will.
Hämmerle: Die Landwirtschaftspolitik muss umgebaut wer- den in Richtung Extensivierung, Oekologisierung. Dies ist ein Konsens, aber der Konsens beschränkt sich auf die verbale Ebene und auf das Papier. Der Gesetzesauftrag ist ebenfalls klar: Artikel 31b Landwirtschaftsgesetz, die ökologische Land- wirtschaft also, soll die gleiche Bedeutung erhalten wie Arti- kel 31a, die allgemeinen Direktzahlungen. Aber in der prakti- schen Umsetzung dieser neuen Politik hapert es sehr. Es läuft wenig bis nichts. Ein Beispiel dafür sind die Bundesratsbe- schlüsse vom letzten April, wo die Gesetzesbestimmungen in die Verordnung hätten umgesetzt werden sollen. Dort aber kommt die Oekologie kaum mehr vor.
Ein anderes, ebenso trauriges Beispiel ist die landwirtschaftli- che Forschung. Die Forschung sollte der Motor des Umden- kens und auch des «Umhandelns» sein. Wenn dem so ist, muss die agrarökologische Forschung eine Schlüsselposition in der Agrarpolitik einnehmen. Die agrarökologische For- schung müsste ein deutlich grösseres Gewicht erhalten als die konventionelle Agrarforschung. Dies geht übrigens auch aus dem Mckinsey-Bericht zur Agrarforschung klar hervor, welcher eigentlich nur die agrarökologische Forschung als ausbauwürdig und -fähig betrachtet. Und nun soll ausgerech- net die einzige eidgenössische Forschungsanstalt, die sich schwerpunktmässig mit der Agrarökologie befasst - Liebefeld nämlich -, geschlossen werden.
Trotzdem beteuert der Bundesrat, die landwirtschaftliche Um- weltforschung werde dadurch nicht leiden, im Gegenteil, sie solle noch verstärkt werden. Alle Indizien und alle Erfahrungen der letzten Monate weisen aber auf das Gegenteil hin. Auch aus der Antwort des Bundesrates auf unsere Interpellationen lässt sich kein einziger konkreter Hinweis ableiten, dass die landwirtschaftliche Umweltforschung ausgebaut statt abge- baut werden soll. Was geschieht beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Oberwil, der wichtigsten privaten Forschungseinrichtung im Bereich der ökologischen Land- wirtschaft? Die Bundesbeiträge werden gekürzt, obwohl sie schon heute im Vergleich zu den Kosten der bundeseigenen Forschungsanstalten, die eben wenig bis gar keine agraröko- logische Forschung betreiben, unglaublich klein sind.
Das Verhältnis zwischen der Forschung im Biolandbau und der allgemeinen Forschung beträgt etwa 1 zu 90. Um es ganz deutlich zusagen: Wir wissen, dass auch in der landwirtschaft- lichen Forschungspolitik gespart werden muss und gespart werden kann. Wir wehren uns nicht einmal dagegen, dass ein- zelne Anstalten geschlossen werden. Aber innerhalb der Agrarforschung muss die Agrarökologie das grösste Gewicht haben, weil die Forschung zukunftsgerichtet sein muss und weil der ökologischen Landwirtschaft die Zukunft gehört.
Deshalb darf die Anstalt Liebefeld nicht geschlossen werden, und deshalb müssen die Beiträge an das Forschungsinstitut in Oberwil massiv aufgestockt statt abgebaut werden - wenn nötig zu Lasten der konventionellen Agrarforschung.
Frau Grossenbacher: «Die Forschungsanstalt Liebefeld soll geschlossen werden! Will der Bund bei der bäuerlichen Um- weltforschung sparen?» So stand es bereits im August 1992 in einer grossen schweizerischen Zeitung zu lesen. Die kleinste der landwirtschaftlichen Forschungsanstalten, die For- schungsanstalt für Agrikulturchemie und Umwelthygiene Liebefeld-Bern (FAC), soll aus Spargründen geschlossen werden.
Die FAC widmet sich, wie Sie wissen, in erster Linie Umwelt- problemen, und zwar seit Jahren.
Im Jahre 1982 wurden zum Beispiel die Schwermetalleinträge in die Landwirtschaftsböden durch Müll- und Klärschlamm- komposte kritisiert Folgen davon waren der Erlass der Klär- schlammverordnung und die Festsetzung von Grenzwerten.
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Das sind praxisnahe Ergebnisse langjähriger und auch im Ausland als beispielgebend betrachteter Forschung. In all die- sen Arbeitsbereichen arbeitet die FAC bei Vollzugsaufgaben sehr eng mit dem Buwal, dem Umweltschutzpartner auf Bun- desebene, zusammen, was durch den Standort Bern sehr wohl zu einer Erleichterung des unumgänglichen Kontaktes zwischen diesen beiden Bundesstellen führt.
In meiner Interpellation ist eine meiner Fragen, ob die Verzette- lung dieser Forschung auf andere Forschungsanstalten sinn- voll ist. Diese Frage hat der Bundesrat nicht beantwortet. Wes- halb soll nun die FAC als eigenständige Institution aufgelöst werden, solange diese Frage nicht geklärt ist? Die FAC be- schäftigt sich in bezug auf die Agrarökologie nicht nur mit Pflanzenbau, sondern ganzheitlich mit dem Landwirtschafts- betrieb, auch mit Tieren, mit dem Boden und mit dem Einfluss der Nichtlandwirtschaft, zum Beispiel mit den Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Landwirtschaft Ich befürchte, dass eine Verzettelung der FAC auf die anderen landwirt- schaftlichen Forschungsanstalten diese ganzheitliche Sicht und Arbeitsweise empfindlich stören würde.
Noch eine Frage: Soll nun mit der geplanten Verlegung der FAC nach Zürich-Reckenholz und mit der Fusionierung mit der dortigen Forschungsanstalt für Pflanzenbau die ganze Umwelt- und Landwirtschaftsforschung im Grossraum Zürich stattfinden? Damit würden wir den idealen Standort Bern auf- geben. Bern ist eine Brücke zwischen Deutsch- und Welsch- schweiz und, wie ich bereits bemerkt habe, in der Nähe des Bundesamtes für Landwirtschaft und des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft. Es besteht eine enge For- schungs- und Lehrverknüpfung mit der Universität Bern und mit der Schweizerischen Ingenieurschule für Landwirtschaft in Zollikofen. Im Grossraum Bern-Solothurn sind für Feldversu- che alle Landwirtschaftszonen vorhanden: Jura, Mittelland und Voralpen.
Eine weitere Frage, die nicht zufriedenstellend beantwortet wurde: Die FAC ist die einzige der sieben Forschungsanstal- ten, welche eine Forschergruppe stellt, die ausschliesslich aus Frauen besteht, nämlich jene der Bodenbiologie. Eine Aufhebung der FAC hätte auch eine Auflösung dieser For- schergruppe zur Folge. Wie lässt sich dies mit dem Frauenför- derungsprogramm des Bundesrates und des Personalamtes vereinbaren? Mit der Verlegung der FAC nach Zürich würde nämlich das Frauenteam der Bodenbiologie mit Sicherheit auseinanderfallen, da mindestens die Hälfte dieser Frauen aus familiären Gründen an die Region Bern gebunden ist.
Die FAC Liebefeld ist heute die national und international aner- kannte, renommierte Forschungsanstalt für landwirtschaftli- che Umweltforschung mit eingespielten Arbeitsteams. Bei ei- ner Auflösung und Verlegung der FAC gehen mindestens fünf Jahre verloren, bis wieder gute, brauchbare agrarökologische Erkenntnisse gewonnen werden.
Diese Stop-and-go-Politik ist nicht verantwortbar, wenn der ökologische Schwerpunkt des 7. Landwirtschaftsberichtes heute glaubwürdig vollzogen werden soll.
Deshalb bitte ich den Bundesrat, sich diese Auflösung sehr gut zu überlegen.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: La rationalisation du travail des stations de recherches agronomiques n'est pas une ques- tion administrative, elle n'est pas une question financière seu- lement. Elle est beaucoup plus significative, elle doit porter sur le fond, c'est-à-dire sur la responsabilité que la Confédération doit assumer en matière de recherche agronomique, d'ac- cents nouveaux mis dans cette recherche agronomique, de solutions anciennes peut-être abandonnées.
Mais la priorité de nos préoccupations, pour le Conseil fédéral, est de faire que la qualité de notre travail de recherche soit de haute signification et qu'elle puisse servir quotidiennement les paysans et l'agriculture de ce pays, aujourd'hui et demain, comme on l'a fait jusqu'à aujourd'hui. Que l'on soit extrême- ment clair sur ce point, le Conseil fédéral - quelles que soient les exigences légitimes de rationaliser ce secteur de la recher- che, de réaliser des économies dans ce secteur - ne réalisera pas ces économies au détriment de la qualité de ce que nous avons à faire, notamment dans la recherche sur l'écologie et
sur l'agriculture biologique qui sont des domaines majeurs de l'agriculture d'aujourd'hui, et surtout de l'agriculture de de- main.
C'est dans ce sens que la Commission consultative pour les stations fédérales de recherches agronomiques, que nous avons commise pour réexaminer les missions des stations de recherches agronomiques, s'est prononcée pour un premier projet visant à intégrer la FAC à la FAP sur la base des princi- pes suivants:
a. Le développement de la recherche sur l'environnement, le développement de la production écologique, le développe- ment des recherches en matière d'exploitation moins inten- sive, puis extensive, le développement de la recherche sur la protection des espèces, sur la production intégrée et sur les cultures biologiques, c'est sa première conclusion, ce sont là des recherches qui doivent être non seulement maintenues au niveau actuel, mais bien davantage renforcées.
b. En revanche, il faut réduire et mieux spécialiser la recherche dans le domaine de la culture végétale. Nous avons obtenu d'excellents résultats dans ce domaine, il y en a d'autres à ob- tenir, on peut certainement y parvenir par une meilleure utilisa- tion de nos moyens, par une rationalisation du travail de ces stations de recherches et par la suppression de doubles em- plois, voire de triples emplois, qui apparaissent ici ou là dans le travail de nos stations de recherches.
c. La commission a postulé le maintien de l'engagement dans la production animale. Si la production végétale paraît, en ef- fet, mériter quelques rationalisations de son organisation, la production animale, elle, doit être grosso modo maintenue. d. La restructuration partielle de la Station de recherches d'économie d'entreprise et de génie rural de Tänikon, en rai-
son d'une plus grande activité dans les domaines de la bio- énergie et de l'économie agraire. Sur la base de cette proposi- tion, l'Ofag a examiné d'autres solutions qui permettraient, en respectant strictement ce cahier des charges prioritaire, de parvenir au même résultat qu'avec le transfert des recherches de Liebefeld à Zurich-Reckenholz. Ces solutions seraient le maintien d'une certaine forme d'activité à Liebefeld, première solution alternative; et autre solution alternative, c'est le main- tien des sept stations avec un partage nouveau de leurs com- pétences.
Il apparaît au Conseil fédéral aujourd'hui - mais de grâce, ne me faites pas dire ce que je n'ai pas dit, il ne s'agit pas d'une décision du Conseil fédéral, il s'agit d'une première apprécia- tion - que le premier projet serait le plus judicieux. D'abord - et je réponds à Mme Grossenbacher au passage - parce qu'il permettrait justement à Zurich-Reckenholz une concentra- tion - vous m'entendez bien, Madame Grossenbacher - de tout ce type de recherche qui, actuellement à Liebefeld, n'a pas les moyens matériels, les espaces et les terrains, pour s'accomplir complètement et qui devrait donc être, pour conti- nuer d'être développé, séparé ou divisé entre Liebefeld et Zu- rich-Reckenholz. La solution numéro un permet précisément une concentration future de ce type d'activité à Zurich-Recken- holz, et c'est quelque chose d'extrêmement important.
Deuxièmement, l'intégration prévue avec cette solution per- mettrait les effets de synergie, au plan administratif sans doute, mais au plan professionnel également, parce qu'elle donnerait à cette station qui aurait ses autres activités un in- flux, un contact direct, un esprit qui permettrait de prolonger, d'étendre, d'amplifier l'effet que l'on obtient aujourd'hui à Lie- befeld en milieu un peu plus fermé et certainement plus limité. En effet, il existe à Zurich-Reckenholz une station qui dispose de l'infrastructure nécessaire pour 150 à 160 emplois et 72 hectares de terre en propre, c'est véritablement une dimen- sion qui permet le passage de la théorie du laboratoire, de la recherche pure, à l'application dans le terrain. Et ça, c'est un immense privilège, si nous voulons être pratiques, si nous voulons être ouverts, si nous voulons répondre à l'attente non pas des scientifiques seulement, mais des paysans de ce pays, que de leur apporter des solutions concrètes et prati- ques. Cette synergie, nous l'obtiendrions à Zurich-Recken- holz.
La place qui serait libérée à Liebefeld - mais ça n'est pas un argument essentiel - serait certainement bienvenue pour
Postulat Hari
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d'autres emplois et, par conséquent, Liebefeld ne serait pas devenu un lieu mort et fermé, il occuperait d'autres activités et il continuerait à représenter pour le canton et la ville de Berne, qui est la capitale fédérale, et ses environs, une activité; par conséquent, il ne faut pas craindre un exode comme celui de quelques offices fédéraux qui gagneront demain Granges, Neuchâtel ou Bulle.
Le Conseil fédéral est décidé à trouver une qualité d'exploita- tion des stations de recherches qui soit meilleure. Il souhaite parvenir à une rationalisation, mais cette dernière ne se fera à aucun prix et en aucune raison au détriment de la recherche fondamentale et de la recherche appliquée en matière, je le ré- pète, d'environnement, de production écologique, d'exploita- tion moins intensive et ensuite extensive, de protection des es- pèces, de production intégrée et de culture biologique.
De cela, je me porte garant, car je serais en contradiction avec le 7e rapport sur l'agriculture, avec tout ce que nous avons dis- cuté dans cette enceinte, parfois avec passion, quant à l'appli- cation de l'article 31a et surtout quant à l'application de l'article 31b de la loi sur l'agriculture, si je me mettais à envisa- ger dans ce domaine - qui est celui de l'avenir - des réduc- tions, des coupes sombres qui ne nous permettraient plus d'apporter l'irrigation intellectuelle, la réflexion et les solutions aux paysans de ce pays qui doivent les appliquer. C'est dans cet esprit, respectueux de l'essentiel, que les formules de ra- tionalisation peuvent être trouvées.
Permettez-moi de vous dire in fine que le Conseil fédéral ne prendra sa décision - je parle bien de sa décision, j'ai parlé de ses intentions pour l'instant - qu'après avoir eu plusieurs contacts définitivement conduits avec les milieux intéressés, c'est-à-dire l'agriculture et la recherche. Je songe à ce qui se fait en matière de recherche agronomique aussi, bien sûr, en dehors de ces stations. Je songe en particulier à l'Ecole poly- technique fédérale de Zurich - c'est le premier type de con- tact -, avec le personnel des stations, et notamment avec celui de Liebefeld, parce que nous ne sommes pas en train de jouer avec des schémas ou des organigrammes. Il y a, dans cette maison, une équipe qui travaille d'une manière serrée et rigou- reuse. Nous ne voulons pas démanteler cette équipe, nous voulons lui trouver un nouveau lieu d'expression. Mais ça ne se fait pas par décision administrative, sans que nous ayons, posément et de manière approfondie, discuté, au niveau du chef du département, avec cette équipe, lorsque nos convic- tions seront suffisamment formées.
Enfin, la moindre reconnaissance que je doive, et que le Conseil fédéral doive, va au Conseil d'Etat bernois, aux muni- cipalités bernoises et aux communes intéressées. Il s'agit aussi de les consulter et d'avoir un dialogue avec elles. Ce n'est qu'au bout de tout ce processus que le Conseil fédéral dira oui ou non à cette première variante et qu'il fera ses choix définitifs.
Vous pouvez donc être assurés, Mesdames et Messieurs qui avez déposé une intervention personnelle, de deux choses: la première, c'est que le fond est intégralement maintenu et même développé, que la rationalisation de notre travail ne se fera pas au détriment des objectifs majeurs que nous devons maintenir; la deuxième, c'est que nous ne prendrons pas no- tre décision dans le camp retranché de la séance du Conseil fédéral du mercredi matin, mais seulement après que nous au- rons été au front, encore une fois, et que nous aurons discuté dans un dialogue ouvert avec les intéressés par ces opéra- tions.
Telles sont les deux certitudes que je peux vous apporter au- jourd'hui, dans la volonté du Conseil fédéral d'aller de l'avant, et d'aller de l'avant, je crois, intelligemment, et sans casser des choses qu'il serait absurde et inadmissible de casser.
Motion 92.3098 Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
Postulat 93.3151 Ueberwiesen - Transmis
92.3113
Postulat Hari Ausmerzbeiträge an Viehhalter. Sparmassnahmen 1992 Contributions à l'élimination du bétail. Programme d'économies 1992
Wortlaut des Postulates vom 18. März 1992
Der Bundesrat wird ersucht, die Bergbauern nicht in ihrer Exi- stenz durch Kürzung und Abschaffung der Ausmerzbeiträge zu bedrohen und seinen diesbezüglichen Entscheid (Spar- massnahmen 1992) zu überprüfen.
Texte du postulat du 18 mars 1992
Le Conseil fédéral est prié d'éviter que l'existence des paysans de montagne soit menacée par la réduction et la suppression des contributions à l'élimination de bétail, et de réexaminer la décision prise à cet égard au titre du programme d'économies 1992.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Berger, Blatter, Bühler Si- meon, Bundi, Bürgi, Columberg, Engler, Hämmerle, Jäggi Paul, Kühne, Leu Josef, Luder, Müller, Scherrer Werner, Schni- der, Schwab, Seiler Hanspeter, Steinegger, Wittenwiler, Zölch (20)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Viehaufzucht ist für den Bergbauern der wichtigste Be- triebszweig. Fallen die Ausmerzbeiträge im Berggebiet weg, werden die Bergbauern in ihrer Existenz bedroht. Der Erlös von Zucht- und Schlachtvieh bildet das Haupteinkommen der Bergbauern. Ausweichmöglichkeiten gibt es praktisch keine, da die Milchkontingente, wenn überhaupt vorhanden, doch recht bescheiden sind.
Dank den öffentlichen Massnahmen zugunsten des Viehab- satzes aus dem Berggebiet konnten die Zuchtprodukte zu an- nähernd befriedigenden Preisen abgesetzt werden. Von gros- ser Bedeutung ist auch, dass an den Ausmerzaktionen Tiere abgesetzt werden können, die sich nicht für die Weiterzucht eignen. Der grösste Teil dieser Tiere geht an die Weitermast ins Unterland, wo die Futterbeschaffung billiger ist. Auf diese Weise funktioniert die Arbeitsteilung zwischen Berg- und Tal- bauern bestens.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 13. Mai 1992
Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 mai 1992
Der Bundesrat hat in den letzten Jahren grosse Anstrengun- gen unternommen, die Berglandwirtschaft zu unterstützen. Die beiliegende Zusammenstellung zeigt die Entwicklung der Ausgaben für die wichtigsten Massnahmen zugunsten der Berglandwirtschaft. Daraus geht hervor, dass sich die Aus- gleichszahlungen seit dem Jahre 1980 mehr als verdoppelt haben. Insgesamt wurden 1991 über eine Milliarde Franken für verschiedene Beitragsmassnahmen ausgerichtet, wobei 74,6 Prozent ins Hügel- und Berggebiet flossen. Insbeson- dere sind auch die Ausgaben zur Förderung des Viehabsatzes (Ausmerzaktionen, Entlastungskäufe, Exportbeiträge) stark angestiegen. Diesen Massnahmen kommt für die Bergland- wirtschaft mit ihrer stark auf die Viehwirtschaft ausgerichteten Produktion besondere Bedeutung zu.
Die Ausmerzbeiträge wurden Anfang der sechziger Jahre vor allem aus tierzüchterischen Gründen eingeführt Mit diesen Beiträgen sollte ein Anreiz geschaffen werden, nicht den züch- terischen Anforderungen entsprechende Aufzuchttiere auszu- merzen. Inzwischen hat die Tierzucht ein beachtliches Niveau erreicht, und die Massnahme hat daher zusehends ihren ur- sprünglichen Zweck eingebüsst. Sie hat heute weitgehend die Funktion einer Preisstützung für Schlachttiere.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Baumann Landwirtschaftliche Forschungsanstalten Interpellation Baumann Stations de recherches agricoles
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1993
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Sessione estiva
Rat
Nationalrat
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Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
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06
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Seduta
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Numéro d'objet
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Datum 07.06.1993 - 14:30
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