Parlamentarische Initiative. Produktehaftpflicht
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Texte de la motion du 24 mai 1993
Dans le cadre des travaux de révision du droit suisse de la res- ponsabilité civile, le Conseil fédéral est invité à régler, de ma- nière générale, la question des «grands sinistres» qui ne fait aujourd'hui l'objet d'une disposition que dans la loi sur la res- ponsabilité civile en matière nucléaire (art. 29 et 30).
Ledergerber, Berichterstatter: Die Kommission empfiehlt Ih- nen einstimmig, diese Motion zu überweisen. Die Beratungen über die Produktehaftpflicht haben einmal mehr deutlich ge- macht, dass wir in der Schweiz einen gewissen Lösungsbe- darf bezüglich Grossrisiken haben. Wir kennen zwar in der Schweiz das Kernenergiehaftpflichtgesetz, weil auf diesem Gebiet Risiken bestehen, für die keine Versicherungspolicen abgeschlossen werden können. Wir haben aber Risiken ähnli- cher Grössenordnung - im Energiebereich, aber auch in an- deren Bereichen -, die heute nicht befriedigend versichert sind. Wir möchten Sie einladen, diese Motion zu unterstützen, die vom Bundesrat im Rahmen der Arbeiten zur Revision des Haftungsrechts verlangt, die Frage der Grossschäden allge- mein zu regeln.
Bundesrat Koller: Ich bin in einer etwas unbequemen Lage. Zwar wird dieses Problem in meinem Departement tatsächlich im Rahmen der Revision des allgemeinen Haftpflichtrechtes geprüft, und wahrscheinlich werden auch entsprechende Ge- setzgebungsvorschläge nachher ausgearbeitet. Der Bundesrat hat die Motion aus zeitlichen Gründen aber noch nicht behandeln können. Ich nehme dieses Risiko aber auf mich und bin bereit, die Motion entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
93.3250
Postulat Kommission NR 93.125 Produktehaftpflicht. Gegenseitige Befreiung von der Importeurhaftung Postulat commission CN 93.125 Responsabilité du fait du produit. Exonération réciproque de la responsabilité de l'importateur
Wortlaut des Postulates vom 24. Mai 1993
Im Interesse des Abbaus gegenseitiger Handelshemmnisse (die dem Ziel des Freihandelsabkommens von 1972 und dem Efta-Vertrag zuwiderlaufen) wird der Bundesrat gebeten, mög- lichst rasch ein oder mehrere Abkommen mit den EWR-Staa- ten abzuschliessen, welche die gegenseitige Befreiung von der Importeurhaftung zum Ziele haben.
Texte du postulat du 24 mai 1993
En vue de l'élimination des obstacles mutuels au commerce (qui vont à l'encontre des objectifs poursuivis par l'Accord de libre-échange de 1972 et par la Convention sur l'AELE), le Conseil fédéral est prié de conclure le plus vite possible, avec les Etats membres de l'EEE, un ou plusieurs accords visant à une exonération réciproque de la responsabilité de l'importa- teur.
Ledergerber, Berichterstatter: Die Kommission bittet Sie ein- stimmig, das Postulat zu überweisen.
Die Frage, die von Herrn Loeb François eingebracht wurde, entspricht tatsächlich einem Bedürfnis. Weil die Schweiz dem EWR nicht beigetreten ist, besteht nun tatsächlich das Pro- blem, dass die Importeurhaftung - selbst wenn wir ein ähnli- ches Produktehaftpflichtrecht haben - deshalb in den EG- und EWR-Staaten nicht aufgehoben worden ist. Wir können also
die Diskriminierung der Exporteure nur wirklich abschaffen, wenn diese gegenseitige Anerkennung der Produktehaft- pflicht in bilateralen Verhandlungen geregelt wird.
Ich bin Ihnen dankbar, wenn auch die EWR-Gegner hier all- mählich merken, dass der EWR doch gewisse Vorteile für die Schweiz beinhalten könnte.
Ich bitte Sie im Namen der Kommission, das Postulat zu über- weisen.
Bundesrat Koller: Wie ich gegenüber Herrn Loeb ausgeführt habe, haben wir dieses Anliegen der EG gegenüber bereits geltend gemacht. Deshalb sind wir bereit, das Postulat entge- genzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
89.247
Parlamentarische Initiative (Neukomm) Produktehaftpflicht Initiative parlementaire (Neukomm) Responsabilité du fait du produit
Siehe Jahrgang 1991, Seite 367 - Voir année 1991, page 367 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Herr Wiederkehr unterbreitet im Namen der Kommission den folgenden schriftlichen Bericht:
Am 12. September 1990 lag die Initiative der Kommission zur Vorprüfung vor. Die Kommission beantragte dem Rat mit 13 zu 1 Stimmen, der Initiative Folge zu geben. Der Rat beschloss am 11. März 1991 einstimmig, der Initiative Folge zu geben. 2. Vorlage des Bundesrates
Mit der Botschaft I über die Anpassung des Bundesrechts an das EWR-Recht (Zusatzbotschaft | zur EWR-Botschaft, 92.057) vom 27. Mai 1992 und der Botschaft über das Folge- programm nach der Ablehnung des EWR-Abkommens (93.100) vom 24. Februar 1993 hat der Bundesrat auch den Forderungen der parlamentarischen Initiative weitgehend Rechnung getragen.
Die Kommission beantragt, die Initiative abzuschreiben, da ihre Anliegen in der bundesrätlichen Vorlage berücksichtigt wurden. Der Initiant ist mit der Abschreibung der Initiative ein- verstanden.
M. Wiederkehr presente au nom de la commission le rapport écrit suivant:
L'initiative a été examinée le 12 septembre 1990 par la com- mission, qui a proposé à son conseil par 13 voix contre 1 de donner suite à l'initiative. Le 11 mars 1991, le conseil a décidé, à l'unanimité, de donner suite à l'initiative. 2. Projet du Conseil fédéral
Par son message I sur l'adaptation du droit fédéral au droit de l'EEE (message complémentaire I au message sur l'EEE, 92.057) du 27 mai 1992, ainsi que par son message sur le pro- gramme consécutif au rejet de l'Accord EEE (93.100) du 24 février 1993, le Conseil fédéral a largement pris en considé- ration les exigences formulées par l'initiative parlementaire.
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Postulat Kommission NR 93.125 Produktehaftpflicht. Gegenseitige Befreiung von der Importeurhaftung
Postulat commission CN 93.125 Responsabilité du fait du produit. Exonération réciproque de la responsabilité de l'importateur
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III
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Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
04
Séance
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Geschäftsnummer 93.3250
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Datum 03.06.1993 - 15:00
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973-973
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