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Zolltarifarische Massnahmen 1992/II
93.007
Zolltarifarische Massnahmen 1992/II Tarif des douanes. Mesures 1992/II
Botschaft und Beschlussentwurf vom 20. Januar 1993 (BBI | 601) Message et projet d'arrêté du 20 janvier 1993 (FF | 576)
Beschluss des Nationalrates vom 16. März 1993 Décision du Conseil national du 16 mars 1993
Herr Cavelty unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Gemäss Artikel 9 Absatz 1 des Zolltarifgesetzes und Artikel 4 Absatz 2 des Zollpräferenzenbeschlusses muss der Bundes- rat dem Parlament halbjährlich über die Zollmassnahmen be- richten, die er in Ausübung der in den vorerwähnten Erlassen enthaltenen Befugnisse getroffen hat. Das Parlament ent- scheidet über das weitere Inkraftbleiben der Massnahmen.
Der vorliegende Bericht bezieht sich auf Massnahmen ge- stützt auf das Zolltarifgesetz und auf den Präferenzenbe- schluss.
A. Massnahmen gestützt auf das Zolltarifgesetz
Im August 1992 beschloss der Bundesrat, den Zollansatz für ein nur in den USA und Japan erzeugtes Kunststoffgranulat für die Dauer von zwei Jahren auszusetzen. Bisher unterlag dieses Produkt bei der Einfuhr in die Schweiz einem Zollansatz von 6 Franken je 100 Kilogramm brutto, während die Einfuhr in die EG zollfrei ist. Durch diese Massnahme soll der Wettbewerbsnach- teil für die Schweizer Produzenten beseitigt werden.
Im Dezember 1992 beschloss der Bundesrat die vorläufige In- kraftsetzung der Zollansätze auf den 1. Januar 1993, die sich aus dem Freihandelsabkommen zwischen den Efta-Staaten und Israel sowie dem Briefwechsel zwischen der Schweiz und Israel betreffend die bilaterale Vereinbarung über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen ergeben. Damit wird die Diskriminierung schweizerischer Ausfuhren im Vergleich zu Lieferungen aus der EG oder den USA aufgehoben.
Ebenfalls im Dezember 1992 wurden folgende Aenderungen der Freihandelsverordnung beschlossen:
Angleichung der Zollansätze für bestimmte portugiesische Agrarprodukte an diejenigen für Waren aus der EG (in der Folge des Austritts von Portugal aus der Efta);
Aufhebung der verbleibenden Ausfuhrzölle auf Buntmetall- abfällen (aluminium- und kupferhaltige Abfälle) gemäss dem Zusatzprotokoll zum Freihandelsabkommen;
Beschluss über die zollfreie Einfuhr von bis anhin einem Fis- kalzoll unterliegenden belichteten und entwickelten kinemato- graphischen Filmen.
B. Massnahmen gestützt auf den Präferenzenbeschluss
In Uebereinstimmung mit dem Beschluss der Uno-Vollver- sammlung wurde die Liste der am wenigsten fortgeschrittenen Länder mit Kambodscha, Madagaskar, den Salomon-Inseln, Sambia und Zaire ergänzt.
Nach der Anerkennung von Kroatien, Slowenien und Bos- nien-Herzegowina im Frühjahr 1992 galt es, diesen Umstand in der Länderliste zum Präferenzenbeschluss zu berücksichti- gen. Die Verordnung wurde entsprechend ergänzt und die Be- zeichnung «Jugoslawien» für den Rest des bisherigen Jugo- slawien verwendet.
M. Cavelty présente au nom de la commission le rapport écrit suivant:
Conformément à l'article 9 alinéa premier de la loi sur le tarif des douanes et à l'article 4 alinéa 2 de l'arrêté sur les préféren- ces tarifaires, le Conseil fédéral doit présenter deux fois l'an un rapport sur les mesures douanières qui ont été prises en appli- cation des dispositions contenues dans les textes légaux sus- mentionnés. Le Parlement décide si ces mesures doivent être maintenues.
Le présent rapport porte sur les mesures prises en vertu de la loi sur le tarif des douanes et en vertu de l'arrêté concernant les préférences tarifaires.
A. Mesures prises en vertu de la loi sur le tarif des douanes En août 1992, le Conseil fédéral a décidé de suspendre pour une durée de deux ans les taxes douanières dont était frappé un granulé de matière plastique fabriqué uniquement aux Etats-Unis et au Japon. Une taxe de 6 francs par 100 kg brut était prélevée jusque-là lors de l'importation de ce produit en Suisse, alors qu'il est admis en franchise de douane dans la CE. Cette mesure a pour but d'éliminer le désavantage doua- nier causé à la compétitivité des producteurs suisses.
En décembre 1992, le Conseil fédéral a décidé de mettre en vi- gueur provisoirement, au 1er janvier 1993, les tarifs douaniers découlant de l'accord de libre-échange conclu entre les pays de l'AELE et Israël et de l'échange de lettres entre la Suisse et Israël concernant la convention bilaterale sur le commerce des produits agricoles. Ainsi, la discrimination dont souffraient les exportations suisses par rapport aux marchandises prove- nant de la CE ou des Etats-Unis est supprimée.
En décembre 1992 également, le Conseil fédéral a décidé de porter à l'ordonnance sur le libre-échange les modifications suivantes:
harmonisation des droits de douane appliqués à certains produits agricoles portugais avec ceux fixés pour les marchan- dises provenant de la CE (suite à la sortie du Portugal de l'AELE);
abrogation des droits de douane à l'exportation, qui gre- vaient encore certains déchets de métaux non ferreux (dé- chets d'aluminium et de cuivre) conformément au protocole additionnel à l'Accord de libre-échange;
exemption de droits de douane sur l'importation de films ci- nématographiques impressionnés et développés, soumis jusqu'alors à une taxe fiscale.
B. Mesures prises en vertu de l'arrêté concernant les préféren- ces tarifaires
Conformément à la résolution de l'Assemblée plénière de l'ONU, la liste des pays en développement les moins avancés a été complétée par l'adjonction du Cambodge, de Madagas- car, des lles Salomon, de la Zambie et du Zaïre.
Il a dû être tenu compte également de la reconnaissance de la Croatie, de la Slovénie et de la Bosnie-Herzégovine, interve- nue au printemps 1992, dans la liste des pays ayant droit aux préférences tarifaires. L'ordonnance y relative a donc dû être modifiée dans ce sens et la désignation «Yougoslavie» ne re- couvre plus que le territoire restant de l'ex-Yougoslavie.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt einstimmig, auf die Vorlage einzu- treten und dem Bundesbeschluss über die Genehmigung von zolltarifarischen Massnahmen zuzustimmen.
Proposition de la commission La commission propose à l'unanimité d'entrer en matière et d'approuver l'arrêté fédéral portant approbation de mesures touchant le tarif des douanes.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen L'entrée en matière est décidée sans opposition
Detailberatung - Discussion par articles
Bundesbeschluss über die Genehmigung von zolltarifa- rischen Massnahmen Arrêté fédéral portant approbation de mesures touchant le tarif des douanes
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil national
Angenommen - Adopté
E 17 mars 1993
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Loi sur les cartels. Révision
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes
25 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
93.3017
Motion WAK NR 92.057-8 Kartellgesetz. Revision Motion CER CN 92.057-8 Loi sur les cartels. Révision
Wortlaut der Motion vom 23. September 1992
Der Bundesrat wird beauftragt, unverzüglich die Revision des Kartellgesetzes an die Hand zu nehmen und insbesondere fol- gende Aenderungen vorzunehmen:
Umwandlung der Kartellkommission in ein Bundesamt für Wettbewerb mit eigener Verfügungskompetenz;
Vereinfachung und wesentliche Verkürzung der kartell- rechtlichen Ueberprüfungs- und Aufsichtsverfahren;
Einführung einer wettbewerbsrechtlichen Fusionskontrolle.
Texte de la motion du 23 septembre 1992
Le Conseil fédéral est chargé de prendre en main sans tarder la révision de la loi sur les cartels et d'examiner tout particuliè- rement les changements suivants:
Schüle, Berichterstatter: Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) hat sich intensiv mit unserem Kartellrecht und überhaupt mit den Fragen des Wettbewerbs auseinanderge- setzt Anlass dazu gab diese Motion des Nationalrates, die eine Revision des Kartellgesetzes verlangt hat. Wir haben dazu Professor Tercier angehört, den Präsidenten der Kartell- kommission, und diese Aussprache war für alle Beteiligten wirklich informativ.
Die Kommission ist in ihrer Ueberzeugung bestärkt worden, dass der Förderung des Wettbewerbs ein sehr hoher Stellen- wert zukommt, wenn wir die Schweizer Wirtschaft reformieren, revitalisieren wollen. Die WAK stimmt in diesem Punkt völlig mit dem Bundesrat überein, der diesen Zusammenhang zwi- schen Wettbewerb und Revitalisierung auch im Folgepro- gramm klar aufgezeigt hat. Die nötige Förderung des Wettbe- werbs geht indessen weit über den Geltungs- und Wirkungs- bereich des Kartellrechts hinaus. Wichtige Pfeiler sind ebenso eine wettbewerbsfördernde Gesetzgebung auf allen Stufen wie eine generelle Erleichterung des Marktzutrittes, ein konse- quenter Abbau der Regelungsdichte sowie eine konsequente Oeffnung der öffentlichen Märkte, jener vielen Bereiche, in de- nen der Staat selbst oder über seine vielfältigen Instrumente als Anbieter oder Abnehmer auftritt.
Die WAK hat an ihrer Sitzung vom 12. Februar 1993 von der er- klärten Absicht des Bundesrates Kenntnis genommen, im er- sten Revitalisierungspaket das Wettbewerbsrecht neu zu re- geln. Seine Zielsetzungen hat der Bundesrat in der Botschaft über das Folgeprogramm nach der Ablehnung des EWR- Abkommens, in Ziffer 132.2, konkretisiert. Ich verweise darauf. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Diskussion mit dem Präsidenten der Kartellkommission hat die WAK die Motion des Nationalrates kritisch gewürdigt. Diese Motion, die im Na- tionalrat seinerzeit nur mit einem Zufallsergebnis von 48 zu 41 Stimmen überwiesen worden ist, ist aus unserer Sicht zu punktuell.
Der erste Punkt scheint uns unzweckmässig, nämlich die darin verlangte Umwandlung der Kartellkommission in ein Bundesamt für Wettbewerb mit eigener Verfügungskompe- tenz nach deutschem Vorbild. Das ist nicht das Hauptpro- blem. Wir würden vielmehr Fachkompetenz verlieren, die wir heute in der Kartellkommission eingebunden haben. Wir wür- den den Milizgedanken aufgeben, und wir würden mit Sicher- heit diese Institution bürokratisieren.
Der zweite Punkt der Motion hingegen ist auch für uns ein zen- trales Anliegen, nämlich die Vereinfachung und Verkürzung der kartellrechtlichen Verfahren. Dabei gilt es, die Frage der Ef- fizienz ebenso wie das Gebot der Rechtsstaatlichkeit zu be- achten.
Im dritten Punkt verlangt die Motion des Nationalrats die Ein- führung einer wettbewerbsrechtlichen Fusionskontrolle. Die- ser Punkt ist in der WAK höchst umstritten geblieben, obwohl wir uns bewusst waren, dass wir zu einem früheren Zeitpunkt in dieser Frage bereits Vorstosse überwiesen hatten.
Herr Professor Tercier hat dieses Instrument in den internatio- nalen Kontext gestellt und klar festgehalten: «Speziell bei der Fusionskontrolle ist es sicherlich so, .... dass diese nur für ganz grosse Fusionen eine Rolle spielen könnte. Es kann un- möglich nur der nationale Markt betrachtet werden.» Aus aktu- ellem Anlass haben wir dann dem Präsidenten die Frage ge- stellt, wie wohl die Fusion CS-Holding/Volksbank von der Kar- tellkommission beurteilt worden wäre, ob die Fusionskontrolle dieses Vorhaben genehmigt oder allenfalls verzögert oder so- gar verhindert hätte. Ohne dass eine gesetzliche Regelung vorliegt, konnte natürlich darauf keine abschliessende Antwort gegeben werden. Aber gerade an diesem Beispiel hat sich die ganze Problematik der Fusionskontrolle für unsere kleinräumi- gen Schweizer Verhältnisse bestätigt.
Die Kommission hat in dieser Situation der Motion des Natio- nalrates die Zustimmung versagt. Sie ist für uns zu punktuell und orientiert sich zu sehr an der deutschen Lösung mit dem Kartellamt. Die Kommission wollte aber die Wichtigkeit des An- liegens doch herausstreichen, darum legt sie Ihnen nun eine Alternative in der Form des Postulats vor. Damit soll dem Bun- desrat der Rücken gestärkt werden, das Notwendige zu tun und auch die kritischen Punkte vertieft auszuloten.
Die einstimmige Kommission beantragt Ihnen, die Motion des Nationalrates abzulehnen und den Vorstoss als Postulat gut- zuheissen.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Le Conseil fédéral est prêt à accepter la motion en cause en tant que postulat. Le Conseil national a maintenu la motion, à une courte majorité. Je suis reconnaissant à la commission de refuser cette motion. Comme le relais sous la forme d'un postulat est déjà accepté, nous nous trouvons exactement sur la même longueur d'onde. Le refus de la motion ne signifie nullement le refus d'une volonté de transformer le droit cartellaire, mais le refus de le recevoir comme ordre absolu.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
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Jahr
1993
Année
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
09
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.007
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
17.03.1993 - 08:15
Date
Data
Seite
171-172
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Pagina
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