Parliamentary motion on arms trade control transmitted

20022570Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)09.03.1993Granted

Zusammenfassung

The Council of States considered Motion 92.3074 by Salvioni concerning a federal bill on the control of arms trade in Switzerland. After clarifications by the rapporteur and the Federal Council that the relevant weapons rights would be regulated at statutory level and that the Federal Council was prepared to take up the mandate, Salvioni withdrew his objections. The chamber accepted the commission proposal and transmitted the motion to the Federal Council unanimously.

Regest

Transmission of a parliamentary motion; once the sponsor withdraws objections after the Federal Council's express readiness to accept the mandate, the chamber may adopt the commission proposal and forward the motion. The record of the debate confirms the intended statutory regulation and serves as interpretative material for the future legislative process.

Gesamter Gesetzestext

  1. März 1993 S

85

Motion Salvioni

Küchler, Berichterstatter: Ich bin auf die Formulierung des neuen Verfassungsartikels gemäss Kommissionsantrag be- reits eingegangen.

Ich möchte lediglich noch drei Bemerkungen zum Antrag von Kollege Loretan machen:

  1. Auch nach der Auffassung Ihrer vorberatenden Kommis- sion ist das Recht von jedem Schweizer Bürger auf Waffener- werb, Besitz und Tragen von Waffen unbestritten. Die Frage ist lediglich, ob dieses Recht in der Verfassung oder aber auf Ge- setzesstufe zu verankern ist.

Die Kommission sowie der Nationalrat, der Bundesrat und die Kantone gelangen zur Auffassung, dass dieses Recht eher auf Stufe Gesetz zu verankern sei - übrigens auch im Sinne von Kollege Salvioni, der ausdrückte, dass es logisch sei, das Recht auf Gesetzesstufe zu verankern, primär als Recht, und dann im Anschluss an das Recht die Missbrauchsgesetzge- bung zu regeln.

  1. Die Kommission vertritt die Auffassung, dass die Verfas- sungsbestimmung kurz, prägnant und offen formuliert sein soll, d. h., dass der Text auch künftigen Entwicklungen Rech- nung tragen kann, ohne dass er abgeändert werden muss, wie wir das übrigens auch bei der Zivildienst-Initiative getan haben. 3. Ich kann Ihnen im Namen der Kommission, welche den An- trag Loretan zwar nicht formell, aber materiell behandelt hat, zuhanden der Materialien auch meinerseits die Zusicherung abgeben, dass das Recht im Gesetz verankert werden soll. In diesem Sinne möchte ich Sie ersuchen, dem Antrag der Kommission zuzustimmen.

Loretan: Ich danke Herrn Bundesrat Koller, aber auch dem Herrn Berichterstatter für die präzisierenden Erläuterungen, auf welchen sie, wie man vor Gericht sagen würde, behaftet werden können. Das steht dann auch so im Amtlichen Bulletin des Ständerates. Ich will mich da nicht auf juristische Streite- reien einlassen wie Kollege Salvioni, der gewiss ein ausge- zeichneter Rechtsanwalt ist, das ist unbestritten.

Ich möchte aber noch einige kurze Bemerkungen zu diesem wirren und widersprüchlichen Passus in Ziffer 63 des Berich- tes der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrates machen. Den Ausführungen der Herren Koller und Küchler entnehme ich, dass offensichtlich in einer künftigen Gesetzge- bung auf Waffenerwerbsschein und Waffentragbewilligung für Private, wie Schützen, Jäger, Waffensammler, aktive und ehe- malige Angehörige der Armee, verzichtet werden wird.

Das ist das eine. Und das andere: Logischerweise muss dann bei Verkauf, Erwerb, Verschenkung von Waffen, die nicht als besonders gefährlich eingestuft werden, bei normalen Or- donnanzwaffen zum Beispiel, auf eine Meldepflicht verzichtet werden - und damit auch auf eine Registrierung dieser Vor- gänge. Wer eine Waffe wo und wie lange besitzt, dies zu regi- strieren, darauf wird nach den Ausführungen der beiden Her- ren verzichtet werden. Ich hoffe, dass sich diese Meinung dann auch in der Expertenkommission, in der Verwaltung und später im Bundesrat und in den Räten durchsetzen wird. Ich bin dankbar dafür - in diesem Sinne bin ich auch Interessen- vertreter -, dass insbesondere der Schweizerische Schützen- verein und die anderen Landesschützenverbände sowie die Verbände der Jäger und der Waffensammler in der Experten- kommission - vielleicht durch einen einzigen Vertreter - Ein- sitz nehmen können.

In diesem Sinne bin ich bereit, den Antrag zurückzuziehen - was hiermit geschehen ist.

Angenommen gemäss Antrag der Kommission Adopté selon la proposition de la commission

Ziff. Il Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates

Ch. II Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national

Angenommen - Adopté

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 29 Stimmen (Einstimmigkeit)

An den Nationalrat - Au Conseil national

92.3074

Motion Salvioni Bundesgesetz über die Kontrolle des Waffenhandels Loi fédérale pour le contrôle du commerce des armes

Wortlaut der Motion vom 9. März 1992

Der Bundesrat wird eingeladen, den Räten ohne Verzug eine Botschaft über die Kontrolle des Waffenhandels in der Schweiz zu unterbreiten.

Texte de la motion du 9 mars 1992

Le Conseil fédéral est invité à soumettre aux Chambres, dans le plus bref délai, un message sur le contrôle du commerce des armes en Suisse.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguin, Bisig, Bloetzer, De- lalay, Flückiger, Iten Andreas, Martin Jacques, Petitpierre, Schoch, Weber Monika (10)

M. Salvioni: La motion avait été introduite au moment où la commission ad hoc du Conseil national avait décidé de s'oc- cuper aussi de la préparation de la loi d'application. Le Conseil fédéral n'avait pas manifesté la volonté ni la disponibilité de faire ce travail. Au moment où j'ai déposé ma motion, M. Koller, conseiller fédéral, avait déclaré que le Conseil fédéral était dis- posé à accepter ce mandat et à élaborer cette loi. Cette motion visait à transmettre la compétence de la commission, qui en avait ainsi décidé, d'élaborer la loi au Conseil fédéral. En fait, le Conseil fédéral n'a pas donné de réponse formelle à ma mo- tion, mais il l'a traduite dans la pratique.

Le Conseil fédéral a donc accepté ma motion tacitement, et si M. Koller, conseiller fédéral, le confirme maintenant, la ques- tion est liquidée.

Bundesrat Koller: Ich kann Ihnen formell erklären, dass der Bundesrat bereit ist, die Motion anzunehmen. Ich habe Ihnen auch bereits einen provisorischen Zeitplan für die Ausarbei- tung des Gesetzes bekanntgegeben.

Ueberwiesen - Transmis

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Salvioni Bundesgesetz über die Kontrolle des Waffenhandels Motion Salvioni Loi fédérale pour le contrôle du commerce des armes

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1993

Année

Anno

Band

I

Volume

Volume

Session

Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Ständerat

Conseil

Conseil des Etats

Consiglio

Consiglio degli Stati

Sitzung

05

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 92.3074

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Numero dell'oggetto

Datum 09.03.1993 - 08:00

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arms trademotionparliamentary debatestatutory regulationweapons control