Postulates on housing subsidies and unemployment control

20022124Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)18.12.1992Granted

Zusammenfassung

The National Council transmitted two postulates. One requested a regional differentiation of subsidy-eligible construction-cost limits for housing projects; the other asked for a relaxation of unemployment-control rules under AVIV, especially Article 21, in view of rising unemployment and shrinking job offers.

Regest

Postulates concerning housing subsidy cost limits and unemployment-insurance control rules; transmission of parliamentary postulates to the Federal Council where the Council accepts the request. The chamber may endorse policy proposals aimed at revising implementing ordinances and adapting regulatory thresholds to regional or economic conditions. The transmission signifies parliamentary support for examination of the requested legislative or regulatory changes, without deciding the substantive merits of the future revision.

Gesamter Gesetzestext

Postulat Maitre

2754

N

18 décembre 1992

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz wird, wie entsprechende Studien zeigen, in den nächsten Jahren auf einem hohen Ni- veau verharren. Dies führt zu einem weiteren Anstieg der Lang- zeitarbeitslosen mit all seinen negativen Folgen, wie zum Bei- spiel dem Gefühl des Ausgestossen- und Unnützseins, dem der neuen Armut usw.

Verstärkt wird dieser Trend gemäss der Konjunkturfor- schungsstelle (KOF) durch eine weitere Liberalisierung des Arbeitsmarktes im Zuge der Annäherung an die EG, indem in- ländische Arbeitskräfte nicht mehr prioritär behandelt werden, das heisst, dass bisher schwervermittelbare Schweizer und niedergelassene ausländische Arbeitnehmer nicht mehr be- vorzugt integriert oder eingearbeitet werden. Es findet zuneh- mend eine Art Sozialdumping am schweizerischen Arbeits- markt statt.

Für viele, vor allem ältere Langzeitarbeitslose, wird nun aber die Zeit der Nichterwerbstätigkeit beziehungsweise Stellensu- che und Weiterbildung zur psychischen Belastung und Nega- tivqualifikation. Der Sinn der Arbeit wird zur unerreichbaren Hoffnung, die Hoffnung zur Hoffnungslosigkeit.

In diesem Sinn ist es daher unbedingt notwendig, dass ausge- steuerte Arbeitslose mittels einer Temporärbeschäftigung (und bei Eignung durch eine Festanstellung) oder Einsatzpro- grammen vom Bund, Kantonen und Gemeinden nach Mög- lichkeit wieder in den Arbeitsmarkt reintegriert werden. Min- destens gibt das dem Arbeitnehmer und der Arbeitnehmerin, wenn er oder sie dann immer noch keine Arbeit gefunden hat, das Gefühl, etwas Sinnvolles für sein oder ihr Geld getan zu haben, und auch das weitere Recht auf Stempeln. Damit werden auch die Gemeinden und Kantone finanziell etwas entlastet.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Binder, Cin- cera, David, Dettling, Gysin, Hegetschweiler, Keller Anton, Kühne, Leu Josef, Segmüller, Seiler Rolf, Spoerry, Stamm Ju- dith, Vetterli, Wick (16)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Der Statistik über die bisher mit WEG-Geldern geförderten Ob- jekte kann entnommen werden, dass die entsprechenden Zahlen nur schlecht mit der Wohnbevölkerung und mit dem Leerwohnungsindex der jeweiligen Kantone korrelieren. Dies dürfte damit zusammenhängen, dass es in den Kantonen mit überdurchschnittlichem Kostenniveau naturgemäss schwe- rerfällt, die zur Subventionierung berechtigenden Grenzen der Erstellungskosten gemäss der einschlägigen Verordnung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes einzu- halten.

Um auch in den Gebieten mit hohem Kostenniveau und ent- sprechend ausgeprägtem Wohnungsmangel die Erstellung einer grösseren Anzahl von Wohnungen und Einfamilienhäu sern fördern zu können, drängt es sich auf, die Grenzen der Erstellungskosten regional zu differenzieren.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 2. November 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 2 novembre 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Ueberwiesen - Transmis

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 11. November 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 11 novembre 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Ueberwiesen - Transmis

92.3325

Postulat Baumberger Wohnbauförderung Aide à la construction de logements

Wortlaut des Postulates vom 26. August 1992

Der Bundesrat wird eingeladen, eine Revision der Verordnung über die Erstellungskosten bei Wohnbauvorhaben in der Weise an die Hand zu nehmen, dass die zur Subventionierung berechtigenden Grenzen der Erstellungskosten regional (ent- sprechend dem regionalen Kostenniveau) differenziert wer- den, so dass auch und gerade in Regionen mit überdurch- schnittlichem Kostenniveau eine ausreichende Zahl von Woh- nungen und Einfamilienhäusern gefördert werden kann.

Texte du postulat du 26 août 1992

Le Conseil fédéral est invité à entreprendre une révision de l'or- donnance concernant le coût de construction des nouveaux logements. Il s'agirait par là d'établir, suivant les régions, diffé- rentes limites supérieures du coût de construction admissi- bles pour l'obtention de l'aide fédérale. Ces limites seraient adaptées au niveau des coûts de chaque région, de façon que dans les régions où ce niveau est élevé, un nombre suffisant de logements et de maisons familiales puissent bénéficier de l'encouragement à la construction.

92.3338

Postulat Maitre Verordnung zur Arbeitslosenversicherung (AVIV). Erleichterungen bei den Kontrollen Ordonnance sur l'assurance-chômage (OACI). Allègement des prescriptions de contrôle

Wortlaut des Postulates vom 1. September 1992 Angesichts der weiteren Verschlechterung der Wirtschaftslage in der Schweiz und der massiv gestiegenen Arbeitslosenzah- len in mehreren Kantonen bei gleichzeitiger deutlicher Ab- nahme der Stellenangebote scheint es nicht angebracht und zweckdienlich, die geltenden Bestimmungen über die Kon- trolle der Arbeitslosen durch die Arbeitsämter in der heutigen Form beizubehalten.

Deshalb wird der Bundesrat ersucht, die Kontrollvorschriften, namentlich in Artikel 21 AVIV, spürbar zu lockern.

Texte du postulat du 1er septembre 1992

L'aggravation constante de la situation économique en Suisse, l'augmentation massive du nombre de chômeurs dans plusieurs cantons et, simultanément, la diminution im- portante des offres d'emploi soulèvent la question de l'oppor- tunité et de l'utilité de maintenir telles quelles les dispositions actuelles sur le contrôle du chômage à effectuer par les offices du travail. C'est pourquoi le Conseil fédéral est invité à alléger sensiblement les prescriptions de contrôle prévues notam- ment à l'article 21 de l'OACI.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguelin, Berger, Brunner Christiane, Chevallaz, Couchepin, Deiss, Eggly, Engler, Epi- ney, Etique, Frey Claude, Leuenberger Moritz, Mamie, Pidoux, Tschopp, Zwahlen (16)

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Baumberger Wohnbauförderung Postulat Baumberger Aide à la construction de logements

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1992

Année

Anno

Band

VI

Volume

Volume

Session

Wintersession

Session

Session d'hiver

Sessione

Sessione invernale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

15

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 92.3325

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

18.12.1992 - 08:00

Date

Data

Seite

2754-2754

Page

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Ref. No

20 022 124

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Schlagwörter

housing policysubsidiesregional differentiationunemployment insurancecontrol requirementspostulate