Postulate on mandatory stock financing declared fulfilled

20022122Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)18.12.1992Settled

Zusammenfassung

Rudolf Keller's postulate on reducing financing costs for mandatory stockpiles was considered satisfied by a new agreement effective 1 January 1993 between the Swiss Bankers Association and the Federal Department of Economic Affairs. The Federal Council explained that all mandatory stockholders could finance at LIBOR rates with federal guarantee, regardless of size or creditworthiness, and proposed that the postulate be written off as fulfilled.

Regest

Postulate; new financing arrangement for mandatory stockpiles with federal guarantee and LIBOR-based borrowing rates satisfies the requested objective of cheaper credit procurement; where the government establishes that the legislative aim and the substance of the request are met, it may propose that the postulate be written off as fulfilled.

Gesamter Gesetzestext

  1. Dezember 1992 N

2753

Postulat Keller Rudolf

Ab 1. Januar 1993 wird eine neue Finanzierungsvereinbarung zwischen der Schweizerischen Bankiervereinigung und dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement zur Anwen- dung kommen. Danach kann jeder Pflichtlagerhalter, unab- hängig von seiner Grösse oder individuellen Bonität, sein La- ger bei den Geschäftsbanken zum günstigen Libor-Satz (Ab- kürzung für «London inter-bank offered rate») finanzieren. Da- bei kann er zwischen Laufzeiten von drei, sechs oder zwölf Monaten wählen. Der Bund garantiert die gewährten Kredite. Diese Garantie erlaubt dem Schuldner, den günstigen Libor in Anspruch zu nehmen. Damit leistet der Bund indirekt seinen Beitrag zur Verbilligung der Pflichtlagerfinanzierung. Die Schweizerische Nationalbank wird im Rahmen ihrer Ge- schäftsbedingungen weiterhin bereit sein, Pflichtlagerwechsel zu rediskontieren.

  1. Mit dieser neuen Finanzierungsform wird der gesetzliche Auftrag, die Kreditbeschaffung zu niedrigem Zins zu ermögli- chen, erfüllt. Auch den Anliegen des Postulates ist damit Rech- nung getragen. Im Vergleich zur bisherigen Lösung sind die neuen Zinskonditionen in der Regel sogar vorteilhafter. Der Li- bor wird normalerweise nur beim Interbankgeschäft oder für erstklassige Schuldner und ab 5 Millionen Franken gewährt. Dank der Bundesgarantie gilt dieser Satz nun für alle Pflicht- lagerhalter. Ohne die neuen Finanzierungsvereinbarung hät- ten 90 Prozent der Pflichtlagerhalter aufgrund ihres zu kleinen individuellen Volumens nicht die Möglichkeit, sich zu Libor- Bedingungen zu refinanzieren. Für den Bund ändert sich auf- grund der neuen Finanzierungsform nichts. Sein Engagement beschränkt sich weiterhin auf die Garantieerklärung gegen- über den Banken.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat als erfüllt abzu- schreiben.

Abgeschrieben - Classé

92.3171

Postulat Loeb François Integration der Textil- und Bekleidungsindustrie in den europäischen Binnenmarkt Intégration au marché unique européen de l'industrie des textiles et de l'habillement

Wortlaut des Postulates vom 1. Juni 1992

Der Integrationsstand im Textilbereich wird auch nach einer allfälligen Ratifizierung des EWR-Vertrages durch Volk und Stände unbefriedigend bleiben. Der Bundesrat wird eingela- den zu prüfen, welche Schritte zu unternehmen sind, damit auch die Textil- und Bekleidungsindustrie mit Inkraftsetzung des EWR am europäischen Binnenmarkt teilnehmen kann.

Texte du postulat du 1er juin 1992 Dans le domaine de l'industrie textile, le degré d'intégration restera insuffisant même au cas où peuple et cantons approu- veraient l'Accord EEE. Le Conseil fédéral est invité à examiner quelles mesures devraient être prises pour que l'industrie des textiles et de l'habillement puisse également participer au mar- ché unique européen à l'entrée en vigueur de l'Accord EEE.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Cavadini Adriano, Dünki, Gros Jean-Michel, Heberlein, Stucky, Wyss Paul (6)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit

Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist zu Recht enttäuscht über den in ihrem Gebiet unbefriedigenden materiellen Gehalt des EWR-Vertrages. Die wesentlichsten Forderungen in be- zug auf den passiven Veredelungsverkehr und die Vereinfa- chung der Ursprungsregeln wurden nicht erfüllt. Eine volle Teilnahme am europäischen Binnenmarkt für die Textilwirt- schaft wird deshalb erst bei einem Beitritt der Schweiz zur EG möglich sein.

Von einem einzigen europäischen Markt im Sinne des EWR kann nur gesprochen werden, wenn auch im Textil- und Be- kleidungsbereich mindestens die zollrechtliche Diskriminie- rung im passiven Veredelungsverkehr beseitigt wird. Die Tex- til- und Bekleidungsindustrie ist die viertwichtigste Exportindu- strie der Schweiz und kann weitere Verluste auf dem für sie ent- scheidenden EG-Markt nicht länger hinnehmen. Dies gilt um so mehr, als auch für den Warenverkehr mit Osteuropa die ent- sprechenden Abkommen der Efta mit denen der EG nicht ab- gestimmt und auch nicht im Sinne eines gemeinsamen Mark- tes integriert beziehungsweise kumuliert wurden.

Der EWR-Vertrag ist mangelhaft, wenn er lebenswichtige Inter- essen von Teilen der Industrie nicht berücksichtigt. Der Bun- desrat soll rasch nach Möglichkeiten suchen, tragbare Ueber- gangslösungen für den Textil- und Bekleidungsbereich zu fin- den. Dabei sind entweder bilaterale oder multilaterale (zusam- men mit den anderen Efta-Staaten) Möglichkeiten ins Auge zu fassen.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 2. November 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 2 novembre 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Ueberwiesen - Transmis

92.3306

Postulat Keller Rudolf Hilfe für Langzeitarbeitslose Aide aux chômeurs de longue durée

Wortlaut des Postulates vom 24. August 1992 Es ist zu prüfen, ob ausgesteuerten Arbeitslosen, deren offizi- elle Arbeitslosenentschädigung im Rahmen der eidgenössi- schen Bestimmungen abgelaufen ist, bei frei werdenden Stel- len -wo möglich - eine Anstellung (temporär oder fest) bei der Bundesverwaltung oder in öffentlich-rechtlichen Institutionen angeboten werden kann. Der Gesamtbestand an Stellen soll dadurch also nicht erhöht werden.

Weiter ist zu prüfen, ob verbindliche Arbeitseinsatzprogramme für alle Langzeitarbeitslosen durchgeführt werden können, wobei der Lohn mindestens existenzsichernd sein müsste.

Texte du postulat du 24 août 1992

Il convient d'examiner s'il est possible d'offrir à des chômeurs en fin de droit des emplois (temporaires ou fixes) dans l'admi- nistration fédérale ou dans des institutions de droit public, lors- que des postes se libèrent et que les conditions le permettent Une telle mesure ne doit pas entraîner d'augmentation du nombre total des postes de travail.

En outre, il convient d'examiner si des programmes d'occupa- tion obligatoires peuvent être mis en place pour tous les chô- meurs de longue durée. Dans ce cas, la rémunération devrait assurer aux bénéficiaires au moins le minimum vital.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bischof, Borradori, Maspoli, (6) Ruf, Stalder, Steffen

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Postulat Loeb François Integration der Textil- und Bekleidungsindustrie in den europäischen Binnenmarkt

Postulat Loeb Intégration au marché unique européen de l'industrie des textiles et de l'habillement

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1992

Année

Anno

Band

VI

Volume

Volume

Session

Wintersession

Session

Session d'hiver

Sessione

Sessione invernale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

15

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 92.3171

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 18.12.1992 - 08:00

Date

Data

Seite

2753-2753

Page

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Ref. No

20 022 122

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