Motion on drug and arms trafficking transmitted as postulate

20021676Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)09.10.1992Modified

Zusammenfassung

A parliamentary motion sought additional investigators at airports and border posts to combat drug and illegal arms trafficking and to intensify international cooperation. The Federal Council objected to a purely border-control approach and proposed other measures and pending legislative work. The National Council followed this position and transmitted the motion only as a postulate.

Regest

Motion/postulate; parliamentary treatment of requests for administrative reinforcement and intensified international cooperation. Where the government considers the requested measures only partially suitable or premature in view of broader planned measures and pending legislation, the chamber may convert the motion into a postulate instead of adopting it as a binding mandate.

Gesamter Gesetzestext

Motion Loeb François

2161

  1. Oktober 1992 N

92.3132

Motion Keller Rudolf Kampf gegen Drogenhandel und Waffenschiebereien. Internationale Zusammenarbeit Lutte contre la drogue et le trafic d'armes. Coopération internationale

Wortlaut der Motion vom 20. März 1992

Der Bundesrat wird beauftragt, die Kantone in ihrem Kampf gegen den Drogenhandel und illegale Waffenschiebereien mit zusätzlichen Fahndungsbeamtinnen und -beamten, einge- setzt vor allem in den schweizerischen Flughäfen und Grenz- stellen, wirkungsvoll zu unterstützen.

Die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen den Drogenhandel und illegale Waffenschiebereien ist zu intensi- vieren.

Texte de la motion du 20 mars 1992

Le Conseil fédéral est chargé de contribuer efficacement aux efforts des cantons dans leur lutte contre le commerce illicite de la drogue et des armes, en nommant davantage d'enquê- teurs et d'enquêtrices, avant tout dans les aéroports et aux postes frontières.

La coopération internationale dans la lutte contre le commerce illicite de la drogue et des armes doit être intensifiée.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Bischof, Borradori, Maspoli, Ruf, Scherrer Werner, Stalder, Steffen (7)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 31. August 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 31 août 1992 Ad Drogenhandel:

Eine wirkungsvolle Bekämpfung des Drogenhandels kann sich nicht nur auf eine scharfe Kontrolle an den Grenzen be- schränken. Genaue Kontrollen des internationalen Waren- und Personenverkehrs würden angesichts der enormen Wa- renmengen und des erheblichen Passagieraufkommens ei- nen grossen Personal- und Verwaltungsaufwand von vermut- lich mehreren hundert Beamtenstellen mit sich bringen. In An- betracht der voraussichtlich im kommenden Dezember statt- findenden EWR-Abstimmung wird die Situation nochmals be- urteilt werden müssen.

Vielmehr sind andere geplante Massnahmen wie der perso- nelle und materielle Weiterausbau der Zentralstelle Rauschgift (u. a. Stationierung von schweizerischen Rauschgiftverbin- dungsbeamten im Ausland, Realisierung der Drogendaten- bank) eher geeignet, eine wirkungsvolle Bekämpfung zu er- möglichen.

Mit dem Beitritt bzw. der Ratifizierung dreier internationaler Uebereinkommen (die diesbezügliche Vernehmlassungsfrist ist abgeschlossen; eine überwiegende Zustimmung konnte festgestellt werden) werden weitere wirkungsvolle Schritte in die geforderte Richtung unternommen. So wird z. B. auch im Bundesamt für Gesundheitswesen die Betäubungsmittelkon- trolle ausgebaut, um den materiellen und personellen Anfor- derungen der drei genannten Abkommen zu genügen. Ad Waffenhandel:

Die im oberen Abschnitt zur Bekämpfung des Drogenhandels gemachten Ueberlegungen gelten analog auch für den illega- len Waffenhandel. Es ist nicht möglich, den illegalen Waffen- handel allein durch strengere Kontrollen an den Grenzen zu

unterbinden. Dies belegen ausländische Beispiele (Italien, BRD usw.) deutlich genug.

Vielmehr ist eine neue Waffengesetzgebung (Regelung des Erwerbs unter Privatpersonen und Tragen der Waffen) in An- griff zu nehmen, da das heute geltende Kriegsmaterialgesetz den diesbezüglichen praktischen Bedürfnissen nicht gerecht wird. Das Kriegsmaterialgesetz erfasst insbesondere den Handel mit Waffen unter Privatpersonen nicht.

Die Standesinitiative des Kantons Tessin vom 10. Dezember 1990 verlangt die Schaffung einer einheitlichen Regelung des Waffenrechts auf Bundesebene. Sie wurde vom Nationalrat beraten und gutgeheissen. Ebenfalls hat der Nationalrat der parlamentarischen Initiative Borel François vom 22. Januar 1991 Folge gegeben und eine parlamentarische Kommission mit der Ausarbeitung der verlangten Verfassungsnorm und des entsprechenden Berichtes beauftragt Gemäss Planung soll die Vorlage noch dieses Jahr durch das Parlament behan- delt werden.

Zudem darf festgestellt werden, dass die Verordnung vom 18. Dezember 1991 über den Erwerb und das Tragen von Schusswaffen durch jugoslawische Staatsangehörige vom eine gewisse Entspannung der Situation gebracht hat.

Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln.

Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat

92.3070

Motion Loeb François Gesetzesabschaffungs-Delegation Délégation parlementaire appelée à se prononcer sur l'utilité des lois en vigueur

Wortlaut der Motion vom 4. März 1992

Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Vorlage zu unterbreiten, die sicherstellt, dass alle Gesetze, die innerhalb der jeweils letzten 20 Jahre nicht abgeändert wurden, auf ihre Notwendigkeit hin überprüft und gegebenenfalls dem Parla- ment vorgelegt werden, damit sie ausser Kraft gesetzt werden können.

Texte de la motion du 4 mars 1992

Le Conseil fédéral est chargé de présenter au Parlement un projet en vertu duquel toutes les lois qui n'ont pas été modi- fiées ces 20 dernières années seront évaluées quant à leur uti- lité et, le cas échéant, soumises au Parlement afin qu'elles puissent être abrogées.

Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Aregger, Aubry, Bezzola, Bonny, Bortoluzzi, Bührer Gerold, Chevallaz, Cin- cera, Couchepin, Dettling, Epiney, Fehr, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Fritschi Oscar, Gysin, Mamie, Mauch Rolf, Maurer, Miesch, Müller, Neuenschwander, Pidoux, Reimann Maximilian, Spoerry, Stamm Luzi, Steinegger, Stucky, Vetterli, Wyss, Zölch (32)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Gesetzesflut und die Regelungsdichte haben in unserem Land einen alarmierenden Stand erreicht. Der Vollzugsnot- stand ist Begleiter dieser unbefriedigenden Lage. Mit der Verpflichtung, den eidgenössischen Räten alle wäh- rend 20 Jahren nicht geänderten Gesetze regelmässig vorzu- legen, damit geprüft werde, ob ein solches Gesetz ersatzlos

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Motion Keller Rudolf Kampf gegen Drogenhandel und Waffenschiebereien. Internationale Zusammenarbeit

Motion Keller Rudolf Lutte contre la drogue et le trafic d'armes. Coopération internationale

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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

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1992

Année

Anno

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V

Volume

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Session

Herbstsession

Session

Session d'automne

Sessione

Sessione autunnale

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

17

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 92.3132

Numéro d'objet

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Datum 09.10.1992 - 08:00

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2161-2161

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20 021 676

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