Extension of deadline for parliamentary initiative report

20020026Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)21.06.1991Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The National Council dealt with a request by its commission to extend the deadline for the report on National Councillor Vollmer's parliamentary initiative for a fundamental reform of the government system. The commission explained that it had prioritized related parliamentary reform work and could not complete the preliminary examination within the statutory deadline. The Council accepted the request and extended the reporting deadline until the spring session 1992.

Omnilex-Regeste

Art. 21ter Abs. 1 Geschäftsverkehrsgesetz; Verlängerung der Frist für die Berichterstattung über eine parlamentarische Initiative. Die zuständige Kommission kann eine Fristverlängerung beantragen, wenn sie die Vorprüfung innert der gesetzlichen Frist wegen anderweitiger, prioritärer Arbeiten nicht abschliessen kann und die aufgeworfene Frage wegen ihrer Tragweite einer vertieften Prüfung bedarf. Ein Aufschub ist insbesondere sachgerecht, wenn die Initiative sachlich eng mit parallel laufenden Reformarbeiten verknüpft ist und deren Ergebnisse berücksichtigt werden sollen.

Gesamter Gesetzestext

Auslieferungsvertrag mit den USA

1305

  1. Juni 1991 N

90.249

Parlamentarische Initiative (Vollmer) Reform des Regierungssystems Initiative parlementaire (Vollmer) Réforme du système gouvernemental

Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN

Herr Hubacher unterbreitet im Namen der Kommission den folgenden schriftlichen Bericht:

  1. Am 22. Juni 1990 reichte Nationalrat Vollmer eine parlamen- tarische Initiative ein, die eine grundsätzliche Reform des Re- gierungssystems verlangt. Namentlich sei ein Uebergang von der heutigen Konkordanz- zu einer Konkurrenzdemokratie zu prüfen.

  2. Die Initiative wurde in der Herbstsession 1990 der Kommis- sion des Nationalrates zur Vorprüfung zugewiesen. Nach Arti- kel 21ter Absatz 1 des Geschäftsverkehrsgesetzes hat die Kommission dem Nationalrat bis zur Sommersession 1991 ih- ren Bericht und Antrag zu unterbreiten.

  3. Dieselbe Kommission erhielt in der Herbstsession 1990 den Auftrag, eine Vorlage zur Parlamentsreform auszuarbeiten (90.228). Die Kommission betrachtete es als ihre prioritäre Auf- gabe, noch in der laufenden Legislaturperiode eine Parla- mentsreform vorzubereiten, welche in ihren wesentlichen Ele- menten möglichst zu Beginn der neuen Legislaturperiode rechtswirksam werden sollte. Der ausserordentliche Umfang und Zeitdruck dieses Vorhabens führten dazu, dass die Kom- mission aus zeitlichen Gründen nicht mehr in der Lage war, die vorliegende parlamentarische Initiative innert der gesetzli- chen Frist vorzuprüfen. Die von Nationalrat Vollmer aufgewor- fene Frage ist zu bedeutsam, um ohne gründliche Prüfung ent- schieden zu werden.

  4. Parlamentsreform, Regierungsreform und die von der vor- liegenden Initiative verlangte grundlegende Staatsreform hän- gen eng zusammen. Der Aufschub der Vorprüfung der Initia- tive wird erlauben, die ersten Resultate der Diskussionen der mit der Prüfung der Regierungsreform beauftragten Kommis- sion des Ständerates (90.231) einzubeziehen. Diese Resultate werden voraussichtlich am Anfang des Jahres 1992 vorliegen.

M. Hubacher presente au nom de la commission le rapport écrit suivant:

  1. Le 22 juin 1990, M. Vollmer, conseiller national, a déposé une initiative parlementaire visant à une réforme fondamentale du système gouvernemental. Il demande notamment d'étu- dier le remplacement du principe de consensus par un sys- tème concurrentiel.

  2. L'initiative a été soumise à la commission du Conseil natio- nal pour examen préalable au cours de la session d'automne 1990. Selon l'article 21ter, alinéa premier de la loi sur les rap- ports entre les conseils, la commission doit remettre au conseil un rapport accompagné d'une proposition au plus tard pour la session d'été 1991.

  3. Au cours de la session d'automne 1990, la commission a été chargée d'élaborer un projet de réforme du Parlement (90.228). Elle considère comme une de ses tâches prioritaires cette réforme qui devrait être préparée pendant la période de législature en cours pour que ses principaux éléments puis- sent entrer en vigueur au début de la prochaine période de lé- gislature. L'ampleur exceptionnelle du projet et les délais que la commission doit respecter l'ont empêchée d'examiner l'ini- tiative précitée dans les délais impartis par la loi. Vu son impor- tance, la question soulevée par M. Vollmer, conseiller natio- nal, requiert un examen approfondi avant toute décision.

  4. La réforme du Parlement, la réforme du gouvernement et la réforme proposée par l'initiative citée, qui touche le régime lui-même, sont des questions étroitement liées. En ajournant l'examen préalable de l'initiative, on pourra prendre en compte les premiers résultats des discussions menées par la commission du Conseil des Etats, qui est chargée d'étudier la réforme du gouvernement (90.231). Ces résultats seront vrai- semblablement connus au début de 1992.

Antrag der Kommission

Die Kommission beantragt, die Frist für die Einreichung ihres Berichtes gemäss Artikel 21ter Absatz 1 des Geschäftsver- kehrsgesetzes bis zur Frühlingssession 1992 zu verlängern.

Proposition de la commission

La commission propose de prolonger jusqu'à la session de printemps 1992 le délai au terme duquel elle doit déposer son rapport selon l'article 21ter, alinéa premier de la loi sur les rap- ports entre les conseils.

Angenommen - Adopté

90.076

Auslieferungsvertrag mit den Vereinigten Staaten von Amerika Traité d'extradition avec les Etats-Unis d'Amerique

Botschaft und Beschlussentwurf vom 21. November 1990 (BBI 1991 | 84) Message et projet d'arrêté du 21 novembre 1990 (FF 1991179)

Beschluss des Ständerates vom 21. März 1991 Décision du Conseil des Etats du 21 mars 1991 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN

Herr Bundi unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:

In den siebziger Jahren ersuchten die USA die Schweiz um eine Anpassung des Auslieferungsvertrages aus dem Jahre 1900 und der Zusatzverträge von 1935 und 1940 an die neuen Bedürfnisse im Zusammenhang mit der Bekämpfung der in- ternationalen Kriminalität. Dem Ersuchen der USA wurde nach Verabschiedung des Bundesgesetzes über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG) im Frühjahr 1981 stattgege- ben. In fünf Verhandlungsrunden zwischen 1982 und 1988 kam der vorliegende Vertrag zustande. Er richtet sich, wo die Regelungsgegenstände und die angelsächsische Terminolo- gie es zuliessen, nach dem Europäischen Auslieferungsab- kommen vom 13. Dezember 1957 und nach dem IRSG. Im folgenden die wesentlichsten Bestimmungen des Vertra- ges:

Auslieferungsverpflichtung

Die Vertragsparteien verpflichten sich zur Auslieferung von Personen, die eine auslieferungsfähige Straftat begangen ha- ben. Um künftige Schwierigkeiten bei der Auslieferung aus den USA für nicht in der Schweiz begangene Taten zu vermei- den, statuiert der Vertrag auch eine Auslieferungspflicht für solche Fälle, sofern der Verfolgte als ein Staatsangehöriger des ersuchenden Staates gesucht wird. Auslieferungsfähige Straftaten

Gemäss Artikel 2 sind alle strafbaren Handlungen, die nach dem Recht beider Staaten mit einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr bedroht sind, auslieferungsfähig. Die im angel- sächsischen Rechtskreis enumerative Aufzählung der auslie- ferbaren Handlungen entfällt, was eine wesentliche Neuerung darstellt.

60-N

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Parlamentarische Initiative (Vollmer) Reform des Regierungssystems Initiative parlementaire (Vollmer) Réforme du système gouvernemental

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

Année

1991

Anno

Band

III

Volume

Volume

Session

Sommersession

Session

Session d'été

Sessione

Sessione estiva

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

16

Séance

Seduta

Geschäftsnummer

90.249

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum 21.06.1991 - 08:00

Date

Data

Seite

1305-1305

Page

Pagina

Ref. No

20 020 026

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Schlagwörter

parliamentary initiativedeadline extensioncommission reportgovernment reformparliamentary reform

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the commission's deadline for submitting its report under Art. 21ter para. 1 of the Geschäftsverkehrsgesetz should be extended until the spring session 1992.

Extrahierter Entscheid

The deadline should be extended until the spring session 1992.

Extrahierte Begründung

The commission could not complete the prior examination within the statutory time limit because it was prioritizing parliamentary reform work; the initiative raises major questions that require thorough review and should be considered together with related government reform discussions.

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