Postulat Lauber
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E 18 mars 1991
kann Sie versichern, dass die Behörden und die Bevölkerung Verständnis für diese Lösung haben. Es darf aber nicht immer so herauskommen, dass die Zeche von den betroffenen Ge- genden bezahlt werden muss.
Präsident: Herr Danioth erklärt sich von der Antwort des Bun- desrates als befriedigt.
90.909
Postulat Lauber Verordnung zum Postverkehrsgesetz. Höchstbeträge der Haftpflicht Indemnités maximales en matière de responsabilité
Wortlaut des Postulates vom 29. November 1990
Der Bundesrat wird ersucht, von der in Artikel 68 des Postver- kehrsgesetzes eingeräumten Kompetenz Gebrauch zu ma- chen und die in Artikel 235a der Verordnung (1) zum Postver- kehrsgesetz aufgeführten Höchstbeträge der Haftpflicht ange- messen zu erhöhen.
Texte du postulat du 29 novembre 1990
Le Conseil fédéral est prié de faire usage de la compétence qui lui est octroyée en vertu de l'article 68 de la loi sur le Service des postes et d'augmenter, de manière adéquate, les indem- nités maximales en matière de responsabilité mentionnées à l'article 235a de l'ordonnance (1) relative à la loi sur le Service des postes.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Cavelty, Cottier, Danioth, Delalay, Küchler, Reichmuth, Schallberger, Schmid (8)
Lauber: Ich habe den Bundesrat in einem Postulat ersucht, von der im Postverkehrsgesetz eingeräumten Kompetenz Ge- brauch zu machen und die in der Verordnung zu diesem Ge- setz aufgeführten Höchstbeträge der Haftpflicht angemessen zu erhöhen.
In den Artikeln 51 bis 54 des Postverkehrsgesetzes sind unter anderem die Höchstbeträge der Haftpflicht der PTT-Betriebe für den Verlust einer eingeschriebenen Briefpostsendung, ei- nes eingeschriebenen Paketes usw. aufgeführt. Nach Arti- kel 68 dieses Gesetzes kann der Bundesrat diese Höchstbe- träge erhöhen. Der Bundesrat hat am 19. Oktober 1983 erst- mals und auch letztmals von dieser Kompetenz Gebrauch ge- macht. Es hat sich gezeigt, dass die 1983 festgesetzten Höchstbeträge nicht mehr zeitgemäss sind. Zum Beispiel ver- güten die PTT-Betriebe für den Verlust eines eingeschriebe- nen Paketes bis zum Gewicht von 5 kg höchstens 600 Fran- ken. Weist das Paket einen höheren Wert auf, müssen die PTT-Kunden eine Zusatzversicherung abschliessen, da sie sonst zu Schaden kommen. Diese Prämien sind recht hoch. Für ein 1-kg-Paket im Wert von 1000 Franken beträgt die Prä- mie beispielsweise 9.50 Franken; für ein 1-kg-Paket im Wert von 5000 Franken beträgt sie 17.50 Franken.
In Unkenntnis der Dinge werden solche Zusatzversicherun gen oft gar nicht abgeschlossen. Als bedeutender Dienstlei- stungsbetrieb unseres Landes tragen die PTT eine bestimmte Verantwortung; das ist ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit. In diesem Sinne wird der Bundesrat ersucht, diese Höchstbe- träge angemessen zu erhöhen, sie zumindest dem heutigen Geldwert anzupassen.
Bundesrat Ogi: Der Postulant, Herr Lauber, wünscht, dass der Bundesrat die Höchstbeträge der Haftpflicht für Dienstleistun gen im Postbereich erhöht.
Diese Höchstbeträge sind in der Verordnung 1 zum Postver-
kehrsgesetz festgelegt. Sie wurden zuletzt anlässlich der Tarif- massnahmen 1984 angepasst. Seither sind weitere Tariferhö- hungen bei der Paket- und bei der Briefpost erfolgt. Auch die Teuerung ist seit 1984 fortgeschritten. Deshalb besteht die Ab- sicht, Herr Lauber, die Höchstbeträge für die Posthaftpflicht zu überprüfen und im Rahmen der Tarifmassnahmen 1992 anzu- passen.
Der Bundesrat ist deshalb bereit, das Postulat entgegenzu- nehmen.
Ueberwiesen - Transmis
90.929 Postulat Lauber Erweiterung des Hauptstrassennetzes Extension du réseau des routes principales
Wortlaut des Postulates vom 10. Dezember 1990
Die Gebirgskantone haben nach wie vor gewaltige Strassenla- sten zu verkraften. Grosse und vordringliche Investitionen zur Verbesserung der Sicherheit der Strassen in unsern Bergtä- lern durch den Bau von Galerien, Tunnels, Lawinen- und Stein- schlagverbauungen sollten getätigt werden. Insbesondere lei- den bedeutende Fremdenverkehrsorte und ganze Talschaf- ten im Berggebiet unter völlig ungenügender Sicherheit ihrer Zufahrtsstrassen. Die Kantone sind alleine ausserstande, diese Aufgaben zu lösen. Es ist eine Aufgabe Kanton/Bund. Eine vernünftige Erweiterung des Hauptstrassennetzes bei gleichzeitiger Erhöhung der für den Bau von Hauptstrassen reservierten Mittel ist daher ein dringendes Anliegen.
Gemäss Artikel 12 des Treibstoffzollgesetzes können touri- stisch und regionalpolitisch bedeutsame Strassen ins Haupt- strassennetz aufgenommen werden.
Der Bundesrat wird hiermit ersucht, die dringend notwendige Erweiterung des schweizerischen Hauptstrassennetzes so rasch wie möglich vorzunehmen.
Texte du postulat du 10 décembre 1990
Les cantons continuent de devoir supporter de très grosses charges routières. Il est urgent de consacrer d'importants in- vestissements à l'amélioration de la sécurité routière dans nos vallées de montagne en construisant des galeries et des tun- nels, et en procédant à des travaux de défense contre les ava- lanches et les chutes de pierres. En région de montagne no- tamment, la sécurité est tout à fait insuffisante sur les routes d'accès à d'importantes stations touristiques et à des vallées entières. Les cantons ne sont pas en mesure d'accomplir seuls cette tâche, c'est un devoir qui incombe tant à la Confé- dération qu'aux cantons. Une extension raisonnable des rou- tes principales et l'augmentation simultanée des moyens des- tinés à la construction de telles routes constituent donc un be- soin impératif.
Selon l'article 12 de la loi concernant l'utilisation du produit des droits d'entrée sur les carburants, des routes importantes en matière de développement touristique et de politique régio- nale peuvent être intégrées dans le réseau des routes princi- pales.
Le Conseil fédéral est donc prié de procéder aussi vite que possible à l'extension du réseau national des routes principa- les, extension qui s'avère absolument indispensable.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Cavelty, Danioth, Delalay, Flückiger, Gadient, Jelmini, Küchler, Reichmuth, Schallberger (9)
Lauber: Am 10. Dezember des vergangenen Jahres habe ich zusammen mit neun Mitunterzeichnern den Bundesrat mit ei-
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1991
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II
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Frühjahrssession
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Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
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Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
09
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.909
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Datum 18.03.1991 - 17:00
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