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die landwirtschaftliche Produktion unnötig verteuern und in gewissen Fällen administrative Leerläufe bewirken, aus unse- ren Gesetzesbänden zu eliminieren. Das hilft unserer Land- wirtschaft, ohne dass es den Bund etwas kostet. Mit der Aus- richtung immer neuer und grösserer Direktzahlungen an die Landwirtschaft kann die Einkommenslage der Bauern zu La- sten der Bundeskasse wohl verbessert werden. Ebenso sinn- voll ist es aber, alle Mittel zu ergreifen, um durch eine Senkung der Produktionskosten die bäuerlichen Einkommen zu ver- bessern. Deshalb ersuche ich den Bundesrat mit meinem Po- stulat, zu prüfen, wie die Infrastrukturkosten in der Landwirt- schaft wirksam gesenkt werden könnten. Ich glaube, dass sich eine solche Ueberprüfung, wenn sie mit der notwendigen Ernsthaftigkeit an die Hand genommen und durchgeführt wird, sowohl für den Bund als auch für die betroffene Landwirt- schaft lohnen wird.
Ich bitte Sie daher, mein Postulat zu überweisen.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Le Conseil fédéral accepte le postulat. Il ajoute la considération suivante. Il est bien vrai de dire que le problème du coût de production agricole dans no- tre pays n'est pas un problème en main des seuls paysans, de leur habileté à travailler et à produire ou de leur savoir faire. Il dépend de tout cela, mais il dépend aussi de beaucoup d'au- tres facteurs, extérieurs à l'agriculture. Songez à tout le secteur en amont de l'agriculture, c'est-à-dire la production des en- grais, la production des outils dont on se sert dans l'agri- culture, de ces tracteurs qui sont quelque 30 pour cent plus chers en Suisse de ce qu'ils sont de l'autre côté de la frontière, etc. Cela dépend aussi de ce qui se passe en aval de la pro- duction agricole, songez à toutes les chaînes de commerciali- sation, songez à toutes les marges qui sont prises, et qui contribuent, tout à fait en dehors du contrôle de l'agriculture, aussi à la cherté ultime du produit agricole.
Il est donc parfaitement légitime, qu'au moment où nous es- sayons d'orienter la politique agricole sur les voies que nous décrivions ici même ce matin, nous ne prenions pas seule- ment en compte une politique de paiements directs, seule- ment une politique de prix se rapprochant du marché, mais aussi des politiques que j'appellerai des politiques d'accom- pagnement, du style de celles qu'a évoquées dans son postu- lat M. Reichmuth. J'ajoute - M. Reichmuth le sait bien - que les domaines de ces politiques d'accompagnement où la Confédération a un rôle décisif à jouer sont relativement peu nombeux et que cela dépend, pour beaucoup de domaines, d'autres autorités, les autorités cantonales, les autorités pri- vées, la détermination des taux d'intérêt, etc. Il n'empêche que nous devons entreprendre un examen global et une recher- che des solutions, en particulier en nous préoccupant, parfois mieux et plus intensément, de ce que j'appellerai des législa- tions contradictoires, c'est-à-dire de certaines législations que nous prenons ici, qui sont tout à fait motivées à certains égards et pour d'autres motifs, mais qui ne vont pas précisément dans le sens de l'allégement des prix agricoles.
Ueberwiesen - Transmis
90.969
Postulat Seiler Bewirtschaftung des BLN-Gebietes Randen (SH) Exploitation de la région IFP de Randen (SH)
Wortlaut des Postulates vom 13. Dezember 1990
Wegen seines geologischen Aufbaus und seiner entsprechen- den topographischen Gestalt, seines relativ trockenen Klimas und der durch Jahrhunderte eher extensiv geführten Bewirt- schaftung von Wald und Flur bildet der Schaffhauser Randen unter den Landschaften unseres ganzen Landes eine ausge- sprochene Besonderheit, weshalb er in das Bundesinventar der Landschaften von Nationaler Bedeutung aufgenommen wurde (BLN).
Massnahmen der Agrarpolitik, wie zum Beispiel die er- wünschte Ausdehnung des Ackerbaues und andererseits die Beschränkung der Milchviehhaltung infolge der Milchkontin- gentierung, bewirkten gegenüber früher eine starke Ausdeh- nung der offenen Ackerflächen auf den Randenhöhen, was sich auf das Landschaftsbild und die Artenvielfalt dieser BLN- Landschaft oft ungünstig auswirkte.
Ich bitte den Bundesrat, für diesen Fall Wege aufzuzeigen, die längerfristig in diesem BLN-Gebiet eine naturnahe Bewirt- schaftung ermöglichen, ohne die Existenz der betroffenen Landwirtschaftsbetriebe zu gefährden, z. B. durch Zuteilung von zusätzlichen Milchkontingenten auf solchen Flächen. Diese Kontingente wären im Sinne einer Umverteilung nach ökologischen Gesichtspunkten zu beschaffen.
Förderungswürdig wäre auch ein traditioneller Ackerbau an hierfür geeigneten Standorten zur Erhaltung gefährdeter Ge- treidesorten und der zugehörigen Segetalflora.
Texte du postulat du 13 décembre 1990
La configuration géologique et topographique, le climat relati- vement sec et le paysage modelé au cours des siècles par une exploitation plutôt extensive des champs et des forêts, font du Randen, dans le canton de Schaffhouse, une région d'un inté- rêt particulier, ce qui explique d'ailleurs son inclusion dans l'in- ventaire fédéral des paysages d'importance nationale (IFP).
Or, les mesures de politique agricole, en favorisant la culture des champs et en limitant l'élevage du bétail en raison du contingentement laitier, ont favorisé l'extension des cultures de plein champ jusque sur les hauteurs, au détriment du pay- sage et de la diversité des espèces.
C'est pourquoi je prie le Conseil fédéral de mettre en place des lignes directrices qui permettent de pratiquer durablement une exploitation en accord avec la nature, tout en assurant l'existence de la population agricole. On pourrait par exemple accorder des contingents laitiers supplémentaires, à titre de redistribution selon des critères écologiques.
Il convient aussi de favoriser la culture traditionnelle des champs aux endroits appropriés, afin de sauvegarder les va- riétés de céréales menacées et la flore adventice.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bührer, Gadient, Iten, Schallberger, Uhlmann, Weber, Zimmerli (7)
Seiler: Der Schaffhauser Randen gilt als eine der schönsten Landschaften des Juras, wenn nicht gar unseres Landes. We- gen seiner verschiedenen Besonderheiten botanischer und geologischer Art, aber auch als Erholungsgebiet ist ein gros- ser Teil dieses Gebietes in das Bundesinventar der Landschaf- ten von Nationaler Bedeutung (BLN) aufgenommen worden. Die überlieferte Nutzung des engeren Randengebiets blieb weitestgehend auf Land- und Forstwirtschaft beschränkt, wo- bei sich Wald und offene Flur in einer typischen, reizvollen,
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durch den geologischen Untergrund und die Topographie be- dingten Gemengelage durchmischten.
Die typischen Föhrenstreifen, die der Landschaft ein einmali- ges Aussehen verleihen, sind im letzten Jahrhundert durch die Bauern angelegt worden, und zwar hatten sie, bevor sie in- folge wirtschaftlicher Not nach Uebersee auswanderten, in dieses Ackerland statt Getreidesamen Föhrensamen einge- legt und dieses damals nicht begehrte Ackerland einfach sich selber überlassen. Das hat zur Prägung dieser einzigartigen Randenlandschaft beigetragen.
Auch aus botanischer Sicht, stellt der Randen eine Besonder- heit dar, und die Güterzusammenlegung, die vor einigen Jah- ren gemacht worden ist in dieser Gemeinde - es betrifft vor al- lem Merishausen -, hat damals ermöglicht, dass gegen 100 Hektaren Schutzzonen ausgeschieden werden konnten. Das war ein sehr erfreulicher Entscheid, und er ist auch von den Landwirten akzeptiert worden. Landwirtschaftliche Sied- lungen durften damals auf den Randenhöhen keine gebaut werden, und das Land und der Wald müssen heute noch vom Tal aus - also bei einer Ueberwindung von 250 bis 400 Meter Höhe - bewirtschaftet werden.
Dank Mechanisierung und Motorisierung konnten auch die Randenhochflächen in neuerer Zeit intensiver bewirtschaftet werden. Naturwiesen bringen aber auch in normalen Jahren auf diesen Höhen höchstens einen bis maximal zwei Schnitte. Die geringen Niederschlagsmengen auf dem Randen, unge- fähr 800 Millimeter pro Jahr und die absolute Durchlässigkeit des Plattenkalkes der Randenhöhe lassen die wenigen Nie- derschläge rasch versickern. Entsprechend ist das Wachstum von Pflanzen, die ihr Hauptwachstum vor allem im Sommer haben, eher gering. Besser verhalten sich Ackerpflanzen, wie Winterweizen, Wintergerste und Raps, die ihr Hauptwachstum im Frühjahr haben und dadurch von der Winterfeuchtigkeit profitieren können. Dazu kommt, dass die Merishauser Bau- ern in der Regel heute schon zuviel Futter auf Naturwiesen pro- duzieren, das sie in ihren Ställen nicht verwerten können. Schliesslich ist auf diesen Höhen und in diesem BLN-Gebiet der Ackerbau auch wirtschaftlich interessanter.
Bei Gesprächen mit den Landwirten in Merishausen habe ich festgestellt, dass sie bereit wären, Acker- in Wiesland umzu- wandeln, wenn sie mehr Milchkontingente erhalten könnten. Das ist der Grund, warum ich dieses Postulat eingereicht habe, in der Hoffnung, dass die verschiedenen Aemter Lösun- gen vorschlagen könnten. Es ginge höchstens um eine be- scheidene Mehrzuteilung. Wir haben heute morgen Massnah- men ergriffen, die allenfalls auch in diesem Gebiet wenigstens zum Teil wirksam werden könnten.
Um aber das zusätzlich anfallende Futter im eigenen Betrieb verwerten zu können, wird wahrscheinlich auch mit Beiträgen für Extensivierung und Oekologisierung nur sehr wenig zu ma- chen sein. Das ist schade. Wir hätten gerne wieder etwas mehr Naturwiesen als Ackerland auf diesen Randenhöhen.
Mir ist klar, dass die Milchkontingentierung ein starres System ist. Es hat bewirkt, dass seit Bestehen der Milchkontingentie- rung aus Ackerbaukantonen in den letzten Jahren sehr viel Milch in andere Gebiete abgewandert ist, d. h. aus Ackerbau- gebieten in Milchwirtschaftsgebiete. Das war zum Teil er- wünscht; dagegen wehre ich mich nicht. Aber ich meine, man hätte von diesen Mengen, die abgezogen worden sind, einen Teil zurückhalten und umlagern können, um in diesem BLN- Gebiet den Naturfutterbau zu erhalten.
Ich danke dem Bundesrat im voraus für die Beantwortung mei- nes Postulates.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: En partageant l'amour que porte le conseiller aux Etats de Schaffhouse au «Randen», je peux lui affirmer que cette région qui m'est familière est un des beaux paysage de notre pays et qu'il serait en effet des plus souhaitables que nous puissions pratiquer dans cette région, mieux qu'aujourd'hui, une agriculture plutôt extensive, se fon- dant précisément sur les principes que vous venez d'adopter ce matin en acceptant largement le message que le Conseil fédéral vous a apporté en matière de céréales.
Je constate que l'utilisation extensive de prairies dans leur forme originelle de prairies à faner, que la production céréa-
lière extensive seraient au «Randen» d'utiles emplois du sol, cependant que l'on devrait pouvoir y pratiquer complémentai- rement des surfaces de compensation écologiques, des bor- dures de champ, des prairies à faner traditionnelles, comme celles de Fromenthal - espèce dont il existe de nombreuses variétés, me dit-on - ou encore des champs d'avoine jaunâtre. En outre, la loi sur la protection de la nature et du paysage contient la base permettant d'octroyer des contributions pour des terrains secs et des prés à litière, ces contributions étant liées aux subsides cantonaux correspondant. L'ensemble de ces mesures offre aux cantons et aux agriculteurs diverses possibilités d'exploiter la région de «Randen» en accord avec la nature, mais encore faut-il qu'ils le veuillent. Je ne pense pas qu'il appartienne à la Confédération, hormis dans l'exercice de la loi sur la protection de la nature et du paysage, de pren- dre de nouvelles mesures, de décider de nouveaux dispositifs puisque vous avez accepté ce matin le message qui permettra d'élargir sensiblement les possibilités à disposition des pro- priétaires au «Randen».
Dans ce sens, je considérerai que le postulat de M. Seiler a été exécuté et que l'on peut le retirer du rôle maintenant.
Seiler: Ich danke Herrn Bundesrat Delamuraz, dass er sich auch sogenannt kleiner Geschäfte annimmt. Nicht einverstan- den bin ich, dass das Postulat abgeschrieben werden soll. Ich möchte, dass diese starre Milchkontingentierung in nächster Zeit insofern geändert wird, als sie für spezielle Fälle etwas ge- lockert wird, nämlich da, wo es etwas bringt, auch für die Na- tur. Deshalb beharre ich darauf, dass dieses Postulat überwie- sen wird. Ich nehme dabei auch eine Niederlage in Kauf.
Zu den Milchkontingenten: Die Merishauser Bauern haben eine minimale Zuteilung von 2200 I pro Hektare zugut. Dabei geht es um die untere Limite, die man annimmt und auf die man noch aufstocken könnte. Diese Merishauser Bauern pro- duzieren aber tatsächlich nur 1724 | pro Hektare, also eine sehr kleine Menge. Bei einer bescheidenen Aufstockung von diesen 1700 auf 2200 Liter wäre ihnen insofern geholfen, als sie bereit wären, wieder von Acker- auf Wiesland zurückzuge- hen.
Deshalb bitte ich den Bundesrat, das Postulat zu übernehmen und diese Idee weiterzuverfolgen, damit irgendeinmal eine Auflockerung für spezielle Gebiete möglich sein wird.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Je réponds brièvement sur ce point que je n'avais en effet pas traité dans la réponse que je vous ai donnée tout à l'heure. L'extrême tension du secteur lai- tier actuel ne permet pas un jeu très considérable des contin- gentements et des transferts régionaux de ces contingents et de ces productions de lait. Je pense que si le Conseil des Etats, comme il l'avait déjà fait mieux que le Conseil national, en venait, dans la transformation prochaine de l'arrêté laitier, à assouplir le système bétoné du contingentement de lait, nous aurions alors certainement un moyen supplémentaire. Mais, dans l'état actuel des choses, Monsieur Seiler, il me serait bien difficile d'essayer de rechercher du côté du contingentement laitier une réponse au problème que vous posez. Il faut plutôt recourir aux autres instruments.
Präsident: Der Bundesrat beantragt, das Postulat zu überwei- sen und dann abzuschreiben.
Seiler: Herr Präsident, Sie sagen, das Postulat werde überwie- sen und gleich abgeschrieben? Damit bin ich nicht einverstan- den. Ich möchte es aufrechterhalten, weil ein Teil meines Po- stulates nicht erfüllt worden ist.
Abstimmung -Vote Für Ueberweisung des Postulates Dagegen
11 Stimmen 7 Stimmen
Schluss der Sitzung um 12.10 Uhr La séance est levée à 12 h 10
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Postulat Seiler Bewirtschaftung des BLN-Gebietes Randen (SH) Postulat Seiler Exploitation de la région IFP de Randen (SH)
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Jahr
1991
Année
Anno
Band
II
Volume
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Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
08
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.969
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.03.1991 - 08:00
Date
Data
Seite
219-220
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Pagina
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