E 14 mars 1991
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Postulat Reichmuth
duire des subventions fédérales aux cantons, abolies il y a une dizaine d'années.
C'est dans cet esprit que je vous saurai gré de bien vouloir transformer la motion en postulat.
Schmid: Wegen Anfechtbarkeit einer Abstimmung bin ich als Motionär gerne bereit, der Umwandlung in ein Postulat zuzu- stimmen.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
90.930
Postulat Reichmuth Massnahmen zur Kostensenkung bei der landwirtschaftlichen Produktion
Mesures tendant à réduire les coûts de production agricoles
Wortlaut des Postulates vom 10. Dezember 1990
Die Verhandlungen im Zusammenhang mit Gatt und EWR ha- ben in der Landwirtschaft verständlicherweise grosse Beunru- higung ausgelöst. Durch den Abbau von bisherigen und über- lebensnotwendigen Subventionen würden sich die Einkom- mensprobleme für unsere Bauern drastisch verschärfen, und die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit in der Landwirtschaft wäre weitgehend in Frage gestellt.
Mit den vom Bundesrat in Aussicht gestellten vermehrten Di- rektzahlungen, die vor allem zum Ausgleich der von der Land- wirtschaft erbrachten gemeinwirtschaftlichen Leistungen (Si- cherung der Landesversorgung in Krisenzeiten, Erhaltung der Landschaft, etc.) ausgerichtet werden sollen, kann das Pro- blem allein nicht gelöst werden. Vielmehr gilt es, zusätzliche und gezielte Anstrengungen zu unternehmen, um durch eine Senkung der Produktionskosten die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft zu verbessern. Nur schon die hohe Ver- schuldung, die vergleichsweise viermal so hoch ist wie in Frankreich, bewirkt durch die Zinsenlast ein hohes Kostenni- veau. Gewisse Normen im administrativen und technischen Bereich behindern auch erheblich die überbetriebliche Zu- sammenarbeit.
Der Bundesrat wird daher ersucht, zu prüfen, wie die Infra- strukturkosten in der Landwirtschaft wirksam gesenkt werden könnten:
a) über zusätzliche Massnahmen zur Förderung der Entschul- dung - allenfalls in Zusammenarbeit mit den Kantonen;
b) durch den Abbau von Normen, die die landwirtschaftliche Produktion verteuern, namentlich von solchen, die die überbe- triebliche Zusammenarbeit behindern oder technische Ausrü- stungen verteuern;
c) durch andere geeignete Massnahmen.
Texte du postulat du 10 décembre 1990
Les négociations avec le GATT et celles en rapport avec l'EEE ont provoqué une grande inquiétude dans le monde agricole, ce qui est compréhensible. La réduction, voire la suppression de subventions indispensables à la survie des exploitations aggraveraient très considérablement les problèmes qui se po- sent aux paysans en matière de revenus et affecteraient dans une large mesure la capacité concurrentielle dans l'agri- culture.
On ne saurait régler la question uniquement par une augmen- tation des payements directs que le gouvernement préconise et qui servirait surtout à rétribuer les prestations de l'agri- culture en faveur de l'économie générale (approvisionnement du pays en cas de crise, sauvegarde du paysage, etc.). il convient plutôt d'entreprendre des efforts supplémentaires pour parvenir, par une réduction judicieuse des frais de pro-
duction, à améliorer la capacité concurrentielle de l'agri- culture. Le fort endettement, qui est par exemple quatre fois supérieur à celui de l'agriculture française, provoque déjà, par la charge considérable que constituent les intérêts à payer, des frais très élevés. Certaines prescriptions administratives et techniques entravent aussi fortement une collaboration entre les exploitations.
Le Conseil fédéral est en conséquence chargé d'étudier les possibilités d'abaisser efficacement les frais d'infrastructure dans l'agriculture
a. au moyen de mesures complémentaires destinées à facili- ter le désendettement, le cas échéant avec la coopération des cantons,
b. par la suppression totale ou partielle de dispositions qui renchérissent la production agricole, notamment de celles qui entravent la coopération entre les entreprises ou renchéris- sent les équipements techniques,
c. par d'autres mesures appropriées.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bühler, Danioth, Delalay, Dobler, Küchler, Kündig, Lauber, Meier Josi, Roth, Schallber- ger, Schmid, Ziegler (12)
Reichmuth: Die Einkommensverhältnisse in der Landwirt- schaft sind sehr stark von der Entwicklung der Produktions- und Betriebskosten abhängig. Umwelt- und Tierschutzanlie- gen neben Absatzproblemen zwingen die Bauern immer mehr zu strukturellen Anpassungen, Produktionseinschränkungen und baulichen Investitionen - letztere unter anderem auch we- gen den Tierschutzvorschriften.
Wohl versucht der Bund schon bisher, durch allgemeine und gezielte Beiträge die Einkommenslage der Landwirtschaft zu verbessern und notwendige Investitionen zu ermöglichen. Aber alle diese Massnahmen waren bisher nicht in der Lage, die bestehenden Einkommensrückstände sowohl im Talge- biet wie im Berggebiet zu eliminieren. Im Gegenteil: Die Ver- schuldung unserer Landwirtschaft ist in den letzten Jahren lau- fend gewachsen und beträgt heute vergleichsweise rund das Vierfache wie in Frankreich.
Rationelle Gebäude, Betriebseinrichtungen und Maschinen sind heute ausserordentlich kostenintensiv und erheischen ei- nen hohen Aufwand für Amortisation und Verzinsung. Zinster- mine sind deshalb heutzutage ein Alptraum für viele Bauernfa- milien, ganz besonders im Berggebiet. Ich glaube daher, dass die gesetzlichen Bestimmungen über die Entschuldung land- wirtschaftlicher Heimwesen einer Ueberprüfung bedürfen. Die zur Verfügung stehenden, allenfalls angemessen zu erhöhen- den finanziellen Mittel sollten gezielter eingesetzt werden kön- nen - mit einem Minimum an administrativem Aufwand. Zu- sätzliche Massnahmen zur Förderung der Entschuldung un- verhältnismässig stark belasteter landwirtschaftlicher Heim- wesen drängen sich auf - allenfalls in Zusammenarbeit mit den Kantonen und unter angemessener Beteiligung dersel- ben.
Wie ich im Postulatstext geschrieben habe, sollten zusätzliche und gezielte Anstrengungen unternommen werden, um zu ei- ner Senkung der Produktionskosten und damit zu vermehrter Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft zu kommen. Der Bund könnte dabei mithelfen, wenn er verschiedene Normen im administrativen und technischen Bereich abbauen würde, welche heute insbesondere die überbetriebliche Zusammen- arbeit mehr behindern als fördern. Das gleiche gilt für Vor- schriften bei den technischen Ausrüstungen, die kostenstei- gernd wirken.
Gestützt auf konkrete Beispiele habe ich mir von der landwirt- schaftlichen Beratungszentrale eine Liste geben lassen über die nach ihrer Meinung wichtigsten Behinderungen für Be- triebs- und Betriebszweiggemeinschaften. Sie sind unter an- derem in der Verordnung über landwirtschaftliche Begriffe, in der Verordnung über die Milchkontingentierung und in der Verordnung über die Erhebung von Abgaben und Beiträgen der Milchproduzenten zu finden.
Es ist mir bewusst, dass bei der Komplexität der Landwirt- schafts- und Agrarpolitik eine gewisse Normendichte unaus- weichlich ist. Das sollte aber nicht verhindern, Vorschriften, die
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Postulat Seiler
die landwirtschaftliche Produktion unnötig verteuern und in gewissen Fällen administrative Leerläufe bewirken, aus unse- ren Gesetzesbänden zu eliminieren. Das hilft unserer Land- wirtschaft, ohne dass es den Bund etwas kostet. Mit der Aus- richtung immer neuer und grösserer Direktzahlungen an die Landwirtschaft kann die Einkommenslage der Bauern zu La- sten der Bundeskasse wohl verbessert werden. Ebenso sinn- voll ist es aber, alle Mittel zu ergreifen, um durch eine Senkung der Produktionskosten die bäuerlichen Einkommen zu ver- bessern. Deshalb ersuche ich den Bundesrat mit meinem Po- stulat, zu prüfen, wie die Infrastrukturkosten in der Landwirt- schaft wirksam gesenkt werden könnten. Ich glaube, dass sich eine solche Ueberprüfung, wenn sie mit der notwendigen Ernsthaftigkeit an die Hand genommen und durchgeführt wird, sowohl für den Bund als auch für die betroffene Landwirt- schaft lohnen wird.
Ich bitte Sie daher, mein Postulat zu überweisen.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Le Conseil fédéral accepte le postulat. Il ajoute la considération suivante. Il est bien vrai de dire que le problème du coût de production agricole dans no- tre pays n'est pas un problème en main des seuls paysans, de leur habileté à travailler et à produire ou de leur savoir faire. Il dépend de tout cela, mais il dépend aussi de beaucoup d'au- tres facteurs, extérieurs à l'agriculture. Songez à tout le secteur en amont de l'agriculture, c'est-à-dire la production des en- grais, la production des outils dont on se sert dans l'agri- culture, de ces tracteurs qui sont quelque 30 pour cent plus chers en Suisse de ce qu'ils sont de l'autre côté de la frontière, etc. Cela dépend aussi de ce qui se passe en aval de la pro- duction agricole, songez à toutes les chaînes de commerciali- sation, songez à toutes les marges qui sont prises, et qui contribuent, tout à fait en dehors du contrôle de l'agriculture, aussi à la cherté ultime du produit agricole.
Il est donc parfaitement légitime, qu'au moment où nous es- sayons d'orienter la politique agricole sur les voies que nous décrivions ici même ce matin, nous ne prenions pas seule- ment en compte une politique de paiements directs, seule- ment une politique de prix se rapprochant du marché, mais aussi des politiques que j'appellerai des politiques d'accom- pagnement, du style de celles qu'a évoquées dans son postu- lat M. Reichmuth. J'ajoute - M. Reichmuth le sait bien - que les domaines de ces politiques d'accompagnement où la Confédération a un rôle décisif à jouer sont relativement peu nombeux et que cela dépend, pour beaucoup de domaines, d'autres autorités, les autorités cantonales, les autorités pri- vées, la détermination des taux d'intérêt, etc. Il n'empêche que nous devons entreprendre un examen global et une recher- che des solutions, en particulier en nous préoccupant, parfois mieux et plus intensément, de ce que j'appellerai des législa- tions contradictoires, c'est-à-dire de certaines législations que nous prenons ici, qui sont tout à fait motivées à certains égards et pour d'autres motifs, mais qui ne vont pas précisément dans le sens de l'allégement des prix agricoles.
Ueberwiesen - Transmis
90.969
Postulat Seiler Bewirtschaftung des BLN-Gebietes Randen (SH) Exploitation de la région IFP de Randen (SH)
Wortlaut des Postulates vom 13. Dezember 1990
Wegen seines geologischen Aufbaus und seiner entsprechen- den topographischen Gestalt, seines relativ trockenen Klimas und der durch Jahrhunderte eher extensiv geführten Bewirt- schaftung von Wald und Flur bildet der Schaffhauser Randen unter den Landschaften unseres ganzen Landes eine ausge- sprochene Besonderheit, weshalb er in das Bundesinventar der Landschaften von Nationaler Bedeutung aufgenommen wurde (BLN).
Massnahmen der Agrarpolitik, wie zum Beispiel die er- wünschte Ausdehnung des Ackerbaues und andererseits die Beschränkung der Milchviehhaltung infolge der Milchkontin- gentierung, bewirkten gegenüber früher eine starke Ausdeh- nung der offenen Ackerflächen auf den Randenhöhen, was sich auf das Landschaftsbild und die Artenvielfalt dieser BLN- Landschaft oft ungünstig auswirkte.
Ich bitte den Bundesrat, für diesen Fall Wege aufzuzeigen, die längerfristig in diesem BLN-Gebiet eine naturnahe Bewirt- schaftung ermöglichen, ohne die Existenz der betroffenen Landwirtschaftsbetriebe zu gefährden, z. B. durch Zuteilung von zusätzlichen Milchkontingenten auf solchen Flächen. Diese Kontingente wären im Sinne einer Umverteilung nach ökologischen Gesichtspunkten zu beschaffen.
Förderungswürdig wäre auch ein traditioneller Ackerbau an hierfür geeigneten Standorten zur Erhaltung gefährdeter Ge- treidesorten und der zugehörigen Segetalflora.
Texte du postulat du 13 décembre 1990
La configuration géologique et topographique, le climat relati- vement sec et le paysage modelé au cours des siècles par une exploitation plutôt extensive des champs et des forêts, font du Randen, dans le canton de Schaffhouse, une région d'un inté- rêt particulier, ce qui explique d'ailleurs son inclusion dans l'in- ventaire fédéral des paysages d'importance nationale (IFP).
Or, les mesures de politique agricole, en favorisant la culture des champs et en limitant l'élevage du bétail en raison du contingentement laitier, ont favorisé l'extension des cultures de plein champ jusque sur les hauteurs, au détriment du pay- sage et de la diversité des espèces.
C'est pourquoi je prie le Conseil fédéral de mettre en place des lignes directrices qui permettent de pratiquer durablement une exploitation en accord avec la nature, tout en assurant l'existence de la population agricole. On pourrait par exemple accorder des contingents laitiers supplémentaires, à titre de redistribution selon des critères écologiques.
Il convient aussi de favoriser la culture traditionnelle des champs aux endroits appropriés, afin de sauvegarder les va- riétés de céréales menacées et la flore adventice.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bührer, Gadient, Iten, Schallberger, Uhlmann, Weber, Zimmerli (7)
Seiler: Der Schaffhauser Randen gilt als eine der schönsten Landschaften des Juras, wenn nicht gar unseres Landes. We- gen seiner verschiedenen Besonderheiten botanischer und geologischer Art, aber auch als Erholungsgebiet ist ein gros- ser Teil dieses Gebietes in das Bundesinventar der Landschaf- ten von Nationaler Bedeutung (BLN) aufgenommen worden. Die überlieferte Nutzung des engeren Randengebiets blieb weitestgehend auf Land- und Forstwirtschaft beschränkt, wo- bei sich Wald und offene Flur in einer typischen, reizvollen,
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Postulat Reichmuth Massnahmen zur Kostensenkung bei der landwirtschaftlichen Produktion Postulat Reichmuth Mesures tendant à réduire les coûts de production agricoles
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Jahr
1991
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
08
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.930
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.03.1991 - 08:00
Date
Data
Seite
218-219
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