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Interpellation Onken
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
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Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
90.940
Interpellation Onken Prioritäten in der Entwicklungszusammenarbeit Priorités dans la coopération au développement
Wortlaut der Interpellation vom 12. Dezember 1990
Im laufenden Jahr sind zwei gewichtige Rahmenkredite für in- ternationale Entwicklungszusammenarbeit erneuert worden. Um zur Lösung gewisser Probleme gesamtwirtschaftlicher oder global-ökologischer Natur beizutragen, ist multilaterale Zusammenarbeit zweifellos unverzichtbar. Im Schweizervolk geniessen jedoch seit jeher die bilaterale, direkte Hilfe und jene der privaten Hilfswerke besonderes Vertrauen. Die Bevöl- kerung würde deshalb kaum verstehen und akzeptieren, wenn Verpflichtungen der Schweiz für multilaterale Organisa- tionen, Programme und Projekte die überschaubare bilaterale Entwicklungszusammenarbeit, sei sie staatlich oder privat, be- einträchtigen. Ich frage deshalb den Bundesrat:
Trifft es zu, dass trotz der Aufstockung der Mittel für die Ent- wicklungszusammenarbeit in der Periode 1990/91 bilaterale Programme gekürzt oder entgegen der Planung nicht ausge- baut werden, um die multilaterale Zusammenarbeit zu stei- gern?
Trifft es zu, dass auch die Zusammenarbeit mit den privaten Hilfswerken zurückgebunden und Gesuche um Ausbau abge- lehnt worden sind?
Ist der Bundesrat bereit, die Entwicklungszusammenarbeit über bilaterale Beziehungen prioritär zu fördern und im Kon- fliktfall multilaterale Vorhaben zurückzustellen? Ueberhaupt: Genügt im Vergleich die Aufsicht über die multilateralen Pro- jekte, und wie sieht die Erfolgskontrolle aus?
Ist der Bundesrat bereit, die Zusammenarbeit mit den priva- ten Hilfswerken weiter auszubauen, zum Beispiel durch die Uebertragung zusätzlicher Regieprojekte, durch erhöhte Pro- grammfinanzierungsanteile oder durch neue Formen der Zu- sammenarbeit?
Texte de l'interpellation du 12 décembre 1990
En 1990 ont été renouvelés deux importants crédits de pro- gramme pour la coopération internationale au développe- ment. Une coopération multilatérale est sans aucun doute in- dispensable si l'on veut aider à trouver une solution à certains problèmes économiques ou écologiques qui touchent l'en-
semble de la planète. Or nos concitoyens ont toujours ac- cordé leur confiance principalement à l'aide bilatérale directe et à celle des oeuvres d'entraide privées. La population aurait donc beaucoup de peine à comprendre et à accepter que les engagements de la Suisse dans des programmes et des pro- jets multilatéraux, ainsi qu'auprès d'organisations multilatéra- les, ne portent préjudice à la coopération bilatérale dans son ensemble, qu'elle soit publique ou privée. J'adresse donc les questions suivantes au Conseil fédéral:
Est-il exact que, pour intensifier la coopération multilatérale, certains programmes bilatéraux seront réduits ou ne pourront être étendus en dépit des prévisions, bien que l'on ait aug- menté les moyens destinés à la coopération au développe- ment pour la période 1990/1991?
Est-il exact que la collaboration avec les oeuvres d'entraide privées a été réduite et que des demandes d'expansion ont été rejetées?
Le Conseil fédéral est-il prêt à promouvoir en priorité l'aide au développement par des contacts bilatéraux et à écarter les projets multilatéraux au cas où deux initiatives seraient concur- rentes? En outre, a-t-il un droit de regard suffisant sur les pro- jets multilatéraux, et qu'en est-il du contrôle d'efficacité?
Le Conseil fédéral est-il prêt à intensifier sa collaboration avec les oeuvres d'entraide privées, par l'organisation de nou- veaux projets en régie, par une participation plus importante au financement de programmes ou par une nouvelle forme de coopération, par exemple?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bührer, Jaggi, Meier Josi, Miville, Piller, Roth, Simmen, Weber (8)
Onken: Seit ich politisch-parlamentarisch aktiv bin, befasse ich mich auch mit Fragen der Entwicklungszusammenarbeit. Als junger Kantonsrat bin ich im Jahr 1974 Präsident einer Grossratskommission geworden, die das kantonale Gesetz über Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe vor- zuberaten hatte. Unsere Arbeit geriet damals in die Turbulen- zen um die Kredite an die Weltbank-Tochterorganisation, die Ida, die International Development Agency. Das Volk lehnte diese, wie Sie sich erinnern werden, ab. Wir haben die Kontro- verse sorgfältig analysiert und aus der Abstimmungsdiskus- sion Folgerungen für unsere Weiterarbeit gezogen. Diese Fol- gerungen lauteten damals, knapp zusammengefasst:
Unsere Hilfe muss sich auf die Aermsten der Armen konzen- trieren.
Es muss Hilfe für die Bevölkerung sein, nicht für Regierun- gen.
Es muss, unter Einbezug der Betroffenen, Hilfe zur Selbst- hilfe sein.
Es muss sich um überschaubare Vorhaben in angepasster Technik handeln, nicht um vermessene Grossprojekte.
Es soll bilaterale Hilfe sein, nicht multilaterale.
Viele dieser Grundsätze gelten heute unvermindert. Einer scheint jedoch an Verbindlichkeit und Priorität zu verlieren, der Grundsatz vom Vorrang der Bilateralität unserer Kooperati- onsbemühungen. Mit wachsendem Abstand von jener Volks- abstimmung Anfang der siebziger Jahre verblasst diese War- nung des Souveräns, verliert sich - so scheint es - der politi- sche Wille, einen ziemlich unzweideutigen Auftrag konse- quent zu repektieren. Meine Interpellation dient nicht zuletzt auch dazu, nachhaltig daran zu erinnern und eine klare Grenz- ziehung zu fordern.
Multilateralität begegnet uns heute auf Schritt und Tritt und in zunehmendem Masse. Sie beschäftigte uns am letzten Don- nerstag bei der Hilfe an die von den Boykottmassnahmen ge- gen Irak am meisten betroffenen Länder und weckte Zweifel an der gezielten, von uns selbst bestimmten Projektorientie- rung der eingesetzten Gelder. Sie wird uns übermorgen wie- der begegnen, wenn es um die Rahmenkredite der 700-Jahr- Feier zugunsten der ärmsten Entwicklungsländer geht, wo etwa beim Rückkauf von kommerziellen Forderungen zum Marktwert vorab von multilateralen Trust funds ausgegangen wird, nicht aber von bilateralen Kooperationen. Das sind bloss zwei Beispiele, die sich beliebig vermehren liessen und die eine schleichende Tendenz zur Multilateralisierung der Ent-
35 Stimmen (Einstimmigkeit)
E 11 mars 1991
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wicklungszusammenarbeit belegen. Mitunter wird man den Eindruck nicht los, das dezidierte Streben, ja geradezu das Buhlen der Schweiz um Aufnahme in die Institutionen von Bretton Woods sei in eine konzertierte politische Strategie ein- gebettet, deren Druck und deren Ansprüchen sich auch die Di- rektion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zu beugen habe. Das, meine ich, verspricht eigentlich nichts Gutes.
Dabei ist multilateral gewährte Hilfe in begründetem Umfange nicht bestritten. Auch ich stelle ihre Notwendigkeit keineswegs in Frage. Als grundsätzlich tolerabler Richtwert galt seit lan- gem ein Ansatz von 30 Prozent des gesamten Volumens. Die- ser Richtwert wird indessen laufend gesteigert. Die Botschaft für die neuen Rahmenkredite der Periode 1991 bis 1994 spricht bereits von 32,6 Prozent. Und das ist noch nicht einmal die ganze Miete. Die Schweiz finanziert immer häufiger Pro- jekte und Programme mit, die statistisch als bilaterale Hilfe ver- bucht werden, obwohl sie es de facto gar nicht sind. Da gibt es etwa schillernde multi-bilaterale Vorhaben mit reichlich flies- senden Grenzen, es gibt Co-Finanzierungen mit der Ida und zunehmend auch Beteiligungen an Programmen internationa- ler Organisationen. Wiese man diese Art von technischer Zu- sammenarbeit und Finanzhilfe ebenfalls ungeschmälert dort aus, wo sie eigentlich hingehört, betrüge der Anteil multilatera- ler Zusammenarbeit schon heute um die 48 und mit der vom Bundesrat beabsichtigten Aufstockung vielleicht schon bald einmal über 50 Prozent. Da ist nun ganz entschieden die Not- bremse zu ziehen, eine Neubesinnung zu fordern und eine Umorientierung einzuleiten.
Es ist offensichtlich, dass dieser Trend, schon gar, wenn er un- gebremst weiterginge, zu wachsenden Problemen führt. Zu Problemen beispielsweise der Akzeptanz in der Bevölkerung, die solche schwer überblickbaren Verpflichtungen bearg- wöhnt und internationalen Organisationen skeptisch begeg- net, während sie den nationalen Hilfswerken und auch der nachprüfbaren Kompetenz der DEH-Fachleute eher Vertrauen entgegenzubringen geneigt ist.
Zu Problemen der Kontrolle aber auch, denn es ist in der Tat zu fragen, wie diese internationalen Projekte eigentlich noch be- aufsichtigt und überprüft werden: mit welchen Instrumenten, mit welchem Wirkungsgrad, mit welcher Verlässlichkeit? Lässt sich denn im Ernst die Diskrepanz bestreiten, die zwischen der straffen Aufsicht über die Hilfswerke besteht, die in das Korsett halbjährlicher Abrechnungen und Zwischenberichte ge- zwängt sind, und dem doch eher largen, weitmaschigen Kon- trollraster bei multilateralen Vorhaben von ungleich grösserer finanzieller Dimension? Hier wird nicht mit der gleichen Elle gemessen, übrigens schon bei den Beteiligungen selbst nicht, bei der Vergabe der Gelder, und das kann auf die Dauer nicht gutgehen.
Leidtragende sind nicht zuletzt die schweizerischen Hilfs- werke, die im Bewusstsein unserer Bevölkerung verankert sind, deren Umsicht in der Projektauswahl und deren direk- tem, persönlichem Engagement man vertraut und die durch ihre Aufklärungs- und Informationsarbeit viel zur gewandelten Problemsicht im Volk beigetragen haben. Wenn die multilate- rale Hilfe unaufhaltsam steigt, muss das auch zu ihren Lasten gehen. Ihr Kuchenstück wird kleiner. Das ist einfach eine Tat- sache. Zwischen dem geplanten Projektvolumen der Interco- operation, zu dem sie übrigens durch eine recht optimistische Direktion ausdrücklich ermuntert worden war, und der heuti- gen bitteren Finanzierungsrealität klafft für das Jahr 1991 eine Lücke von 7 Millionen Franken.
Die Konsequenzen sind absehbar. Die Arbeit der Hilfswerke wird beeinträchtigt. Projektziele müssen reduziert, Arbeitspro- gramme angepasst, Investitionen verschoben, Hilfsmassnah- men gestrichen werden. Kapazitäten, im Hinblick auf die ver- heissene gute Entwicklung geschaffen, liegen jetzt brach. Statt Ermutigung und Ausbau herrscht eher Verunsicherung und Abbau. Friktionen und Aerger sind die Folge.
Woran liegt es nun? Die Direktion spricht von Finanzierungs- engpässen, die zu Missverständnissen geführt hätten. Man müsste aber, wenn das zuträfe, eher an ihrem Finanzmanage- ment zweifeln. Vielleicht sollte hier tatsächlich die parlamenta- rische Aufsicht einmal eine kritische Sonde anlegen, denn we-
der die Inflation noch die zahlreichen Verpflichtungen, diese sogenannten «notes» von internationalen Organisationen, die nun just im Jahre 1990 eingelöst werden mussten, ergeben eine wirklich hinreichend überzeugende Begründung.
Irritierend ist aber auch die mangelnde Unité de doctrine inner- halb der DEH, indem die einzelnen Sektionen - nach allem, was man so hört - mit der entstandenen Situation unterschied- lich umgehen. Die einen kürzen die Projektbeiträge im Sinne der Gleichbehandlung linear; andere wiederum verfahren eher selektiv und kürzen vorab jene Vorhaben, gegen die sie Vorbehalte hatten.
Aber auch in Sachen bi- und multilateraler Zusammenarbeit offenbaren sich, je nach DEH-Sektion, unterschiedliche Ein- schätzungen und Auffassungen. Es scheint - grob gespro- chen - zwei Lager zu geben: die Befürworter der Strukturhilfen und der multilateralen Zusammenarbeit auf der einen und die Verteidiger der bilateralen Direkthilfe auf der anderen Seite. Auch hier besteht ein Klärungsbedarf.
Schliesslich sei noch auf einen letzten Punkt hingewiesen, in dem ebenfalls Prioritäten gesetzt und die Aufgabenzuteilung überdacht werden sollten: Es handelt sich um die Rolle der stark ausgebauten Koordinationsbüros der DEH in den Ein- satzländern und um ihr Verhältnis zur Arbeit der Hilfswerke. Letztere befürchten nämlich - und wohl nicht ganz zu Unrecht -, dass ihnen Aufträge und Regieprojekte zugunsten dieser Koordinationsbüros entzogen werden könnten, dass also diese vermehrt in einer klassischen Domäne der Hilfswerke zum Zuge kommen könnten.
Zusammenfassend halte ich in sechs Punkten nochmals fest: 1. Die multilaterale Hilfe darf nicht mehr weiter ausgebaut wer- den, sondern sie sollte im Gegenteil den politisch legitimierten Richtwerten angepasst werden: nicht mehr als ein Drittel also! 2. Wo es Konflikte gibt - und die gibt es natürlich -, ist akzen- tuiert zugunsten der bilateralen Massnahmen zu entscheiden. 3. Der Aufsicht über die multilateralen Programme ist noch grösseres Gewicht beizumessen.
Die Hilfswerke brauchen den Dialog und die Förderung der DEH. Sie sind auf Kontinuität in der Zusammenarbeit und auf eine einschätzbare, verlässliche Finanzplanung angewiesen. Diese ist ihnen auch zu gewährleisten.
Widersprüchliche Grundhaltungen innerhalb der DEH sind zu klären und in eine kohärente Politik einzubetten.
Schliesslich - mit alledem verbunden -: Das neue Leitbild, das die Kommission für auswärtige Angelegenheiten des Ständerates in einem Kommissionspostulat gefordert hat, ist raschmöglichst vorzulegen und soll die hier aufgeworfenen Fragen vertieft analysieren und beantworten.
M. Felber, conseiller fédéral: Je voudrais placer la réponse à l'interpellation de M. Onken, conseiller aux Etats, sous le signe de la plus grande objectivité possible, étant donné que je ne suis pas le porte-parole des oeuvres d'entraide.
En 1990, la répartition des dépenses de la Confédération pour la coopération au développement entre les programmes bila- téraux et les programmes multilatéraux n'a pas subi de modifi- cation par rapport aux années précédentes. La part des dé- penses consacrées à des cofinancements avec l'Agence inter- nationale de développement a par ailleurs diminué et cela en réponse à la situation financière de la Direction pour la coopé- ration au développement et l'aide humanitaire. Les dépenses, sur ce plan-là, sont en effet passées de 85,1 millions en 1989 à 67,9 millions en 1990. Il est vrai que certaines difficultés de pro- grammation - ce qui est tout à fait normal étant donné les volu- mes d'investissement ou d'aide qui sont envisagés chaque année - sont apparues en 1990 dans le programme de coopé- ration technique et d'aide financière, dues, notamment, à l'ac- célération de l'inflation qui augmente les dépenses mais sur- tout à un niveau trop élevé de surprogrammation. Certaines opérations qui avaient été prévues pour 1990 et qui n'étaient pas réalisables cette année-là ont dû être renvoyées en 1991. Ces corrections ont porté sur l'ensemble des programmes de la Direction de la coopération et de l'aide humanitaire. Elles ont aussi touché, bien sûr, certaines opérations réalisées en collaboration avec les oeuvres d'entraide. Elles ont un carac- tère unique. Elles sont apparues pour la première fois, elles
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ont été mesurées et elles ne doivent pas réapparaître à l'ave- nir. Elles n'ont pas eu pour conséquence une réduction du programme bilatéral par rapport à l'année précédente mais elles en ont freiné l'accroissement prévu.
La politique constante du Conseil fédéral a été d'assurer - et là nous rejoignons les préoccupations de l'interpellateur - une prépondérance à l'aide bilatérale mais nous reconnaissons bien sûr aussi, comme vous Monsieur le Conseiller aux Etats, le caractère fondamental dans certains domaines de la coopé- ration multilatérale, qui pour certains problèmes, est l'appro- che la plus efficace. Le Conseil fédéral a d'ailleurs décrit la place de la coopération multilatérale et l'expérience de la Suisse en cette matière, notamment en ce qui concerne le contrôle de l'efficacité de ces actions, dans le message du 21 janvier de l'année dernière, et il demandait un nouveau cré- dit-cadre pour la coopération technique.
Le Conseil fédéral accorde une très grande importance à la collaboration avec les oeuvres suisses d'entraide, nous l'avons relevé dans notre message de l'année passée au chapitre 46. Nous avons donc l'intention de poursuivre le sou- tien qui leur est accordé sous forme de contributions à leurs propres actions, et aussi d'accroître ce soutien dans la mesure où les oeuvres d'entraide sont à même de développer leurs programmes. Les oeuvres d'entraide, comme les services offi- ciels, se heurtent aussi à des difficultés d'extension.
La DDA a passé des accords-cadres pluriannuels avec huit oeuvres d'entraide, qui fixent le volume de sa contribution et les critères d'appréciation des projets qui sont retenus pour une de nos contributions. La plupart de ces accords-cadres ont été renouvelés l'année dernière, en 1990. En moyenne, les engagements annuels de la Confédération pour les oeuvres d'entraide seront supérieurs de 23 pour cent à ce qu'ils étaient en vertu des accords précédents.
Des accords-cadres sont actuellement à l'étude en faveur d'autres oeuvres d'entraide, qui avaient peut-être jusqu'à pré- sent échappé à cette collaboration, ou qui sont nouvelles, et qui présentent un volume d'activité important, de même qu'une procédure simplifiée pour accorder des contributions à des projets spécifiques d'oeuvres d'entraide qui ne peuvent pas être mises au bénéfice d'accords-cadres. C'est donc là un élargissement de nos possibilités. La DDA soutient en outre l'envoi de volontaires des oeuvres d'entraide, et ses contribu- tions au titre d'envois de volontaires ont été augmentées de 35 pour cent en 1990.
En ce qui concerne les collaborations sous forme de régies, c'est-à-dire la réalisation de projets de la Confédération par les oeuvres d'entraide, elles continuent et elles continueront à rencontrer tout notre intérêt. Le contenu et le volume de cette forme de coopération doivent cependant tenir compte du pro- gramme propre de la DDA, qui est évidemment déterminé en fonction des priorités fixées par le Conseil fédéral et les be- soins des pays partenaires.
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Par ailleurs, certains aménagements des contrats de régie et des accords de contributions sont pris pour faciliter les métho- des de gestion, ce qui nous paraît un élément très important dans la nouvelle politique que nous essayons de développer. Une étude est en cours actuellement pour recalculer le mon- tant qu'il convient de prendre en compte pour les frais de ges- tion des projets par les oeuvres d'entraide. Le montant retenu devra, en fait, encourager la qualité du travail et conduire à un renforcement de la capacité de gestion de ces mêmes oeu- vres d'entraide lorsque cela s'avère utile. Le Conseil fédéral n'envisage pas d'accroître la proportion que représente la contribution de la Confédération aux actions propres des oeu- vres d'entraide. Cette proportion, aujourd'hui, peut aller jusqu'à 66 pour cent dans des actions propres, définies par les oeuvres d'entraide elles-mêmes. Aller au-delà signifierait qu'on pourrait modifier le caractère de la collaboration et qu'en fait on transformerait les actions propres des oeuvres d'entraide en actions de la Confédération. Le Conseil fédéral est intéressé, par contre, et nous rejoignons l'interpellateur, au développement de nouvelles formes de coopération avec les oeuvres d'entraide. Les mesures que vous envisagez sur le plan du désendettement, dont vous avez parlé, Monsieur le conseiller, seront certainement pour nous une occasion de
trouver une nouvelle collaboration. Ainsi on pourra, par exem- ple, considérer la possibilité de confier aux oeuvres d'entraide la conduite de programmes et de projets dans le secteur ou le domaine du désendettement, là où nous pourrons libérer des fonds de contrepartie.
J'ajouterai simplement que le Conseil fédéral ne partage pas le point de vue selon lequel les cofinancements pratiqués par la Confédération ou aides associées soient une aide multilaté- rale déguisée. Nous nous sommes déjà expliqués à ce sujet dans les divers messages concernant la coopération techni- que et l'aide financière pour ce type de projets cofinancés par la DDA. Et pour ces programmes, c'est toujours nous qui dé- terminons, premièrement, les pays bénéficiaires et, deuxième- ment, la nature du programme. Les offices responsables, qu'il s'agisse de la DDA ou de l'Office fédéral des affaires économi- ques extérieures, sont associés étroitement à la préparation, à la négociation et au suivi des opération. Enfin, il ne s'agit pas d'accorder en cofinancement des volumes importants, mais chaque décision est prise individuellement par le Conseil fédé- ral, dès qu'il s'agit d'un montant de plus de 5 millions de francs. Si nous recourons à des organisations internationales pour une partie de ces cofinancements, programme bilatéral, c'est que souvent, dans certains Etats où nous ne sommes pas engagés et ou les oeuvres d'entraide privées suisses n'ont pas d'engagement définitif dans le même domaine, ces programmes de cofinancements sont mieux à même de réali- ser certaines actions qui correspondent à des besoins impor- tants et prioritaires de nos partenaires, dans le sens des objec- tifs de notre loi que vous avez, à juste titre, rappelés. C'est les éléments que nous pouvons vous rappeler.
Je terminerai en vous disant, Monsieur le Conseiller aux Etats, que le modèle «DEH-Leitbild», qui a été demandé par la Com- mission des affaires étrangères de votre conseil, est terminé. Nous allons l'imprimer et le distribuer selon les moyens tradi- tionnels. Il va de soi que les membres de la Commission des affaires étrangères le recevront. Nous réanalysons notre ac- tion, nous la réanalysons d'une manière critique aussi en ce qui concerne nos propres services. Nous essayons de souli- gner encore cette collaboration nécessaire avec les oeuvres d'entraide et de poser d'une manière plus globale, comme nous l'avions fait et vous l'aviez agree dans notre message de l'année passée d'une manière critique, l'aide et la coopération technique en général, en nous appuyant de plus en plus sur les besoins propres des pays, tels qu'ils ont été déterminés par leur population.
Voilà ce que nous voulions répondre à cette interpellation. Nous estimons utile de pouvoir vous assurer de la volonté du Conseil fédéral de ne pas déplacer l'aide financière de la Confédération en faveur de l'aide multilatérale et au détriment de l'aide bilatérale.
Onken: Ich danke dem Bundesrat für die eingehende Antwort. Ich erkläre mich als davon weitgehend befriedigt und danke ihm nicht zuletzt für die verschiedenen beruhigenden Ausfüh- rungen, die er gemacht hat, die hoffentlich auch die Hilfswerke beruhigen werden, die ja unersetzliche Partner bleiben. Ich bin vor allem beruhigt von der Absicht, dass die Zusammenar- beit sogar noch gestärkt und die Unterstützung ausgebaut werden sollen.
Auf der anderen Seite habe ich ein paar Fragen aufgeworfen, die in der Interpellation nicht explizit erwähnt worden sind. Sie konnten deshalb wohl hier noch nicht beantwortet werden. Ich vertraue darauf, dass darüber im Leitbild noch mehr zu erfah- ren sein wird, und bin sehr darauf gespannt, wie dieses Leit- bild aussehen wird.
Herr Cavelty übernimmt den Vorsitz M. Cavelty prend la présidence
11-S
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1991
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Frühjahrssession
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Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.940
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Numero dell'oggetto
Datum
11.03.1991 - 18:15
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