N 21 mars 1991
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Initiative du canton de Berne
hat den Bundesrat in einem Postulat aufgefordert, die Vorar- beiten dazu an die Hand zu nehmen. Die Kommission für sozi- ale Sicherheit hat sich einstimmig den Beschlüssen des Stän- derates angeschlossen und ersucht den Nationalrat, gleiches zu tun. Wir haben einen schriftlichen Bericht erstattet. Drei Be- merkungen sind aus der Sicht der Kommission hinzuzufügen: 1. Die Standesinitiative spricht ganz allgemein von Mutter- schaftsversicherung. Die Fragen der Pflegeleistung bei Mut- terschaft werden bis anhin dem Krankenversicherungssystem zugeordnet. Daran soll sich auch bei einer Revision der Kran- kenversicherung nichts ändern. Dies kommt im Expertenbe- richt der Kommission Schoch deutlich zum Ausdruck. Ge- mäss Auffassung des Ständerates und der nationalrätlichen Kommission umfasst deshalb der Auftrag der Standesinitiative nur die Prüfung einer Mutterschaftstaggeldversicherung.
Die Kommission ist der Auffassung, dass eine Mutter- schaftsversicherung im genannten Sinne unabhängig von der Revision der Krankenversicherung erfolgen soll. Wir sollten die Lehren aus der letztmaligen Verwerfung der Revision des Kranken- und Mutterschaftsversicherungsgesetzes durch das Volk ziehen und auf eine Koppelung beider Bereiche in einer einzigen Vorlage verzichten.
Die Kommission ersucht den Bundesrat, dieses Begehren in seine Legislaturplanung 1991-1994 einzubeziehen. Wir wis- sen, dass in der kommenden Legislaturperiode wesentliche Gesetzesrevisionen im Bereiche der sozialen Sicherheit ge- plant sind, insbesondere die Revision der Krankenversiche rung und des Bundesgesetzes über die zweite Säule. Wir möchten die bisherigen Prioritäten nicht in Frage stellen, glau- ben aber, dass die Erfüllung des heute vorliegenden Begeh- rens dennoch in der kommenden Legislaturperiode Platz ha- ben sollte. Es wird letztlich an diesem Rate liegen, bei der Erör- terung der Legislaturziele eine entsprechende Gewichtung vorzunehmen. Wir glauben, dass Bundesrat und Parlament handeln sollten. Dann sind weitere Motionen und Postulate, wie beispielsweise die zu Beginn dieser Session eingereichte Motion Segmüller, überflüssig.
Gestatten Sie mir noch eine Schlussbemerkung. Der Kanton Genf hat diese Standesinitiative am 29. Februar 1988 einge- reicht. Es hat mehr als drei Jahre gedauert, bis sich der Natio- nalrat nun dazu aussprechen kann. Die nationalrätliche Kom- mission hat diese Initiative am 5. September 1990 behandelt und gehofft, der Nationalrat werde sie in der Wintersession 1990 behandeln können. Das war leider nicht möglich. Wir er- suchen deshalb den Rat, nicht noch weiter Zeit zu verlieren, keine Differenzen zum Ständerat zu schaffen und den Anträ- gen der Kommission zuzustimmen.
Mme Déglise, rapporteur: En préambule, il faut se rappeler que l'article constitutionnel demandant que la Confédération institue, par voie législative, l'assurance-maternité a été voté par le peuple le 25 novembre 1945, il y a de cela 45 ans. L'initiative du canton de Genève demande à la Confédération d'élaborer dans le plus bref délai un projet d'assurance-mater- nité indépendant de l'assurance-maladie. Le Conseil des Etats a déjà traité cet objet et a décidé de donner suite à l'initia- tive. Il a transmis au Conseil fédéral un postulat allant dans ce sens. La commission du Conseil national a décidé à l'unani- mité de suivre la décision du Conseil des Etats. Elle vous fait part, en outre, des remarques suivantes.
La commission constate que les prestations pour les soins en cas de maternité sont réglées par l'assurance-maladie. Cet état de fait sera maintenu, conformément au rapport de la Commission Schoch. Il s'agit donc de mettre sur pied une as- surance-maternité traitant de la perte de gain. La commission s'est prononcée à l'unanimité en faveur d'une assurance- maternité indépendante de l'assurance-maladie. Elle insiste pour que cet objet figure au programme de la prochaine légi- slature. Même si cette dernière sera chargée par d'autres ob- jets dans le domaine de la sécurité sociale - notamment la loi sur l'assurance-maladie, la revision de la LPP - nous pensons que la loi sur l'assurance-maternité doit aussi y figurer, d'au- tant plus que nous devrons, là aussi, nous rapprocher de la lé- gislation européenne - et le moins que l'on puisse dire c'est que dans ce domaine nous ne sommes pas en avance!
Nous demandons donc au Conseil national de ne pas créer de divergence avec le Conseil des Etats et d'adopter le postulat de la commission en réponse à l'initiative du canton de Ge- nève.
Präsident: Die Kommission beantragt Ihnen, der Initiative Folge zu geben und das Postulat zu überweisen.
Angenommen - Adopté
88.204
Standesinitiative Bern Einführung von zwölf autofreien Sonntagen pro Jahr Initiative du canton de Berne Introduction de douze dimanches sans voitures
Beschluss des Ständerates vom 29. November 1988 Décision du Conseil des Etats du 29 novembre 1988 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Wortlaut der Initiative vom 12. Juli 1988 Der Bund wird eingeladen, baldmöglichst zwölf autofreie Sonntage pro Jahr einzuführen.
Texte de l'initiative du 12 juillet 1988 La Confédération est invitée à introduire le plus rapidement possible douze dimanches sans voitures par an.
88.205
Standesinitiative Bern Einführung eines autofreien Bettages Initiative du canton de Berne Introduction du Jeûne fédéral sans voitures
Beschluss des Ständerates vom 29. November 1988 Décision du Conseil des Etats du 29 novembre 1988 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Wortlaut der Initiative vom 12. Juli 1988 Der Bund wird eingeladen, als Zeichen des Umdenkens den eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag zu einem auto- freien Tag zu erklären.
Texte de l'initiative du 12 juillet 1988 La Confédération est invitée à décréter le Jeûne fédéral jour sans voitures pour inciter la population à repenser ses habitu- des.
Herr Meizoz unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Der Grosse Rat des Kantons Bern hat am 12. Mai 1987 auf- grund von Motionen beschlossen, zwei Standesinitiativen ein- zureichen.
Der Regierungsrat des Kantons Bern befürwortete die Initiati- ven.
N
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Standesinitiative Bern
Begründung des Initianten
Im Grossen Rat wurden die Initiativen unter anderem wie folgt begründet:
Im 7. Bericht der Forstdirektion betreffend Waldschäden im Kanton Bern steht unten auf Seite 1: «Eine nüchterne Analyse von Zustand und Entwicklung unserer Umwelt kommt jedoch zum Schluss, dass unverzügliches Handeln als Gebot der Stunde gelten muss.»
Eine Massnahme ist die Einschränkung des privaten Ver- kehrs.
Der Regierungsrat wird deshalb beauftragt, im Namen des Grossen Rates bei der Bundesversammlung eine Standesin- itiative einzureichen, welche die baldmöglichste Einführung von zwölf autofreien Sonntagen pro Jahr zum Ziele hat.
Unter dem Eindruck des Waldschaden-Berichts der Kantona- len Forstdirektion und seines Aufrufs zu unverzüglichem Han- deln wird der Regierungsrat beauftragt, im Namen des Gros- sen Rates eine Standesinitiative auf eidgenössischer Ebene einzureichen, des Inhalts, dass im Sinne eines Zeichens des Umdenkens der eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag zu einem autofreien Tag erklärt wird.
Erwägungen der Kommission
Die Kommission steht den Ideen, die den beiden Initiativen zu- grunde liegen, positiv gegenüber. Hingegen betrachtet sie die politische Realisierung weniger optimistisch. Eine ähnliche Volksinitiative wurde 1978 abgelehnt (63,7 Prozent Neinstim- men, Ablehnung in allen Kantonen). Am 16. März 1987 lehnte der Nationalrat bei der Beratung des Luftreinhaltekonzeptes ein Postulat ab, mit welchem der Bundesrat beauftragt werden sollte, einschneidende Massnahmen wie zum Beispiel motor- fahrzeugfreie Tage zu studieren. Im Kanton Zürich wurde in der Volksabstimmung vom 5. März 1989 eine Einzelinitiative, welche die Einreichung einer Standesinitiative für zwölf auto- freie Sonntage verlangte, mit 55 Prozent Neinstimmen verwor- fen.
In Bezug auf die Umwelt bringen die vorgeschlagenen Initiati- ven relativ wenig im Vergleich zu anderen Massnahmen, weil die Fahrten auf andere Tage verlegt werden. Besondere Be- deutung misst die Kommission dem Aspekt bei, dass eine sol- che Massnahme ein Einzelfall in Europa darstellen und als zu- sätzliche Verkehrsbehinderung betrachtet würde. Es ist schon schwierig genug, die heute geltenden Beschränkungen (28- Tonnen-Höchstgewicht, Nacht- und Sonntagsfahrverbot) trotz dem Druck der Europäischen Gemeinschaften aufrecht zu er- halten.
M. Meizoz présente au nom de la commission le rapport écrit suivant:
Se fondant sur des motions, le Grand Conseil du canton de Berne a déposé le 12 mai 1987 deux initiatives.
Le Conseil-exécutif du canton de Berne a approuvé ces initiati- ves.
Développement par écrit de l'auteur des initiatives
Au Grand Conseil, elles ont notamment été justifiées comme il suit:
Dans le 7e rapport présenté par la Direction des forêts au sujet des dégâts aux forêts dans le canton de Berne, on peut lire en page 1: «Une simple analyse de l'état et de l'évolution de notre environnement montre cependant qu'une action immédiate s'impose aujourd'hui».
Une des actions envisageables est de réduire le trafic privé.
Le Conseil-exécutif est dès lors chargé de déposer au nom du Grand Conseil une initiative cantonale à l'Assemblée fédérale qui vise à l'introduction rapide de douze dimanches sans voi- tures par an.
Vu les conclusions du rapport sur les dégâts aux forêts pré- senté par la Direction cantonale des forêts et son appel en fa- veur d'une action immédiate, le Conseil-exécutif est chargé de déposer au nom du Grand Conseil une initiative cantonale au- près de la Confédération. L'objet de cette initiative est de dé- clarer le Jeûne fédéral une journée sans voitures afin d'encou- rager une prise de conscience au sein de la population.
Considérations de la commission
Si la commission est favorable aux idées sur lesquelles se fon- dent les deux initiatives, elle est moins optimiste en ce qui concerne leur réalisation au niveau politique. Une initiative po- pulaire allant dans le même sens a déjà été rejetée en 1978 (63,7 pour cent de non, rejet par tous les cantons). Le 16 mars 1987, le Conseil national a rejeté, à l'occasion de l'examen du rapport sur la lutte contre la pollution de l'air, un postulat qui chargeait le Conseil fédéral d'étudier des mesures radicales, par exemple des jours sans voitures. Dans le canton de Zurich, une initiative demandant le dépôt d'une initiative cantonale sur les douze dimanches sans voitures a été rejetée par 55 pour cent des votants le 5 mars 1989.
Dans l'optique de la protection de l'environnement, les initiati- ves présentées ne constituent pas un très grand progrès par rapport à d'autres mesures, car le trafic sera reporté sur d'au- tres journées. La commission attache beaucoup d'importance au fait que la Suisse serait le seul pays en Europe à appliquer une telle mesure, ce qui serait considéré comme un obstacle supplémentaire à la circulation. Or, il est déjà assez difficile à l'heure actuelle de maintenir les restrictions fixées malgré la pression exercée par les Communautés européennes (poids- limite de 28 tonnes, interdiction de circuler la nuit et le diman- che).
Dans le domaine de la lutte contre la pollution de l'air, l'accent doit être mis sur la réalisation de l'ordonnance sur la protec- tion de l'air du 16 décembre 1985 (RS 814.318.142) par les cantons et sur la réalisation des mesures prévues dans la stra- tégie de lutte contre la pollution de l'air (rapport 86.047 du 10 septembre 1986).
Antrag der Kommission Mehrheit Keine Folge geben Minderheit (Diener, Dünki) Folge geben
Proposition de la commission Majorité Ne pas donner suite Minorité (Diener, Dünki) Donner suite
Ordnungsantrag Hafner Rudolf Behandlung der Geschäfte in Kategorie III statt V
Ordnungsantrag Leutenegger Oberholzer Behandlung der Geschäfte in Kategorie III statt V
Motion d'ordre Hafner Rudolf Classer les objets en catégorie Ill au lieu de V
Motion d'ordre Leutenegger Oberholzer Classer les objets en catégorie III au lieu de V
Hafner Rudolf: Unsere Fraktion ist der Auffassung, dass gene- rell die Standesinitiativen nicht nur in Kategorie V eingeteilt werden sollten. Wir sind zwar das Bundesparlament - man kann wohl sagen, dass wir mehr Gewicht haben als die Kan- tonsparlamente; aber wir sind der Auffassung, dass in guteid- genössischer Auffassung diese Standesinitiativen doch ge- bührend zu behandeln sind. Sie sollten doch anders behan- delt werden, als wenn ein einzelner aus unserer Mitte einen Vorschlag einbringt. Weil diese Sachverhalte in den entspre- chenden Kantonen gründlich und ausführlich diskutiert wor- den sind und auf der Grundlage von Sachüberlegungen so eingereicht wurden, bitten wir Sie, diese Einteilung in Katego- rie III vorzunehmen.
Frau Leutenegger Oberholzer: Ich möchte Sie bitten, die Standesinitiative des Kantons Basel-Landschaft zur Einfüh- rung von motorfahrzeugfreien Sonntagen nicht in der Katego- rie V, sondern in der Kategorie III zu behandeln. Wie Sie wis-
Initiative du canton de Bâle-Campagne
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sen, ist in Kategorie V jede Diskussion ausgeschlossen. Hinzu kommt, dass sich ein Kanton dazu gar nicht.melden kann, im Gegensatz zu den Urheber(inne)n einer parlamentarischen In- itiative. Es kommt der Geringschätzung einer kantonalen Mei- nungsäusserung gleich, wenn hier drinnen nicht einmal im Ansatz eine Debatte darüber stattfinden kann. Das ist auch eine klare Missachtung eines verfassungsmässigen Rechts der Kantone. Diese Diskussionsverweigerung ist auch aus fö- deralistischen Gründen unhaltbar. Die Tatsache, dass zwei Kantone, nämlich Bern und Basel-Landschaft, fast gleichlau- tende Standesinitiativen eingereicht haben, zeigt auch, wie wichtig das Anliegen ist.
Ich bitte Sie deshalb, den Ordnungsanträgen zuzustimmen.
Gysin: Ich bitte Sie, diesen Ordnungsantrag abzulehnen. Wir haben uns in diesem Rat eine neue Ordnung gegeben. Alle diese Vorhalte, die Herr Hafner und Frau Leutenegger Ober- holzer gemacht haben, hätten wir einbringen müssen, als wir diese neue Geschäftsordnung diskutierten. Es geht meines Erachtens nicht an, dass wir in einem Spezialfall nun davon abweichen.
Ich bitte Sie darum, nicht auf diesen Ordnungsantrag einzuge- hen und dabei zu bleiben, dass das Geschäft in Kategorie V bleibt. Es ist im Hinblick darauf von unserer Kommission se- riös vorbereitet worden.
Abstimmung - Vote Für den Ordnungsantrag Hafner Rudolf/ Leutenegger Oberholzer
Dagegen
30 Stimmen 60 Stimmen
Persönliche Erklärung - Déclaration personnelle
Hafner Rudolf: Wir sind doch etwas überrascht und auch ent- täuscht, dass es möglich ist, kantonale Initiativen auf diese Art und Weise zu behandeln. Ich glaube immer noch, dass wir ei- nen Bund von souveränen Kantonen haben. Wenn ein Kanton ein Anliegen vertritt - nicht nur eine kleine Gruppe, sondern je- weils die Mehrheit des Kantonsparlamentes -, dann sollte man das doch ernst nehmen. Es ist wohl so, dass Vertreter aus praktisch allen Parteien, die hier vertreten sind, diesen Initiati- ven zugestimmt haben. Das mit guten Gründen.
Weil das eine persönliche Erklärung ist, ist es mir nicht mehr möglich, sachlich auf diese Gründe einzugehen, aber ich bitte Sie doch - die ganze Umweltsituation ruft danach -, aktiv et- was zu unternehmen und diesen Initiativen zuzustimmen, nicht nur aus Gründen der Umweltsituation, sondern damit Sie der Schweiz im Jahr des 700-Jahr-Jubiläums auch die Chance auf ein bisschen Ruhe, auf eine Neubesinnung geben. Ich danke Ihnen dafür ..
Initiative 88.204
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit (keine Folge geben) Für den Antrag der Minderheit (Folge geben)
54 Stimmen 27 Stimmen
Initiative 88.205
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit (keine Folge geben) Für den Antrag der Minderheit (Folge geben)
42 Stimmen
30 Stimmen
89.200
Standesinitiative Basel-Landschaft Einführung von motorfahrzeugfreien Sonntagen Initiative du canton de Bâle-Campagne Instauration de dimanches sans voitures
Beschluss des Ständerates vom 21. September 1989 Décision du Conseil des Etats du 21 septembre 1989 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Wortlaut der Initiative vom 9. März 1989
Der Kanton Basel-Landschaft beantragt die Einführung meh- rerer motorfahrzeugfreier Sonntage im Jahr. Das Fahrverbot ist auf den Privatverkehr zu beschränken. Durch Ausnahme- bestimmungen ist sicherzustellen, dass die verfassungsmäs- sigen Aufgaben des Bundes und der Kantone erfüllt werden können und dass die geordnete Versorgung der Bevölkerung gewährleistet bleibt.
Texte de l'initiative du 9 mars 1989
Le canton de Bâle-Campagne demande l'instauration de plu- sieurs dimanches sans voitures dans l'année. L'interdiction de circuler s'appliquera uniquement au trafic privé. Des disposi- tions régissant les dérogations permettront de garantir que les tâches constitutionnelles de la Confédération et des cantons pourront être remplies et que les besoins vitaux de la popula- tion seront couverts.
Frau Diener unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Der Landrat des Kantons Basel-Landschaft hat am 9. März 1989 beschlossen, eine Standesinitiative einzureichen.
Schriftliche Begründung des Initianten
Am ebenso erschütternden wie eindrücklichen Beispiel des schwer erkrankten Waldes ist uns am sichtbarsten bewusst geworden, wie unmittelbar und ernsthaft die natürlichen Le- bensgrundlagen für Pflanzen, Tiere und Menschen gefährdet sind. Die fortschreitende Umweltzerstörung lässt sich nur auf- halten, wenn der Mensch seine bisherige Einstellung gegen- über Luft, Wasser und Boden in vielerlei Beziehung tiefgrei- fend ändert. Die Bevölkerung weiss, dass solche Verhaltens- änderungen - nötigenfalls unter Einschränkung der persönli- chen Freiheit - erforderlich sind, um drohende Umweltkata- strophen abzuwenden. An ihrer Bereitschaft, eigene Verhal- tensweisen den Erfordernissen des Umweltschutzes anzu- passen, ist heute nicht zu zweifeln.
Unbestrittenermassen gehört der private Motorfahrzeugver- kehr zu den Hauptverursachern der schlechten Luftqualität. Die Erkenntnis, dass Luftverschmutzung und Waldsterben in untrennbarem Zusammenhang stehen, gilt als wissenschaft- lich gesichert. Ferner kann davon ausgegangen werden, dass die Einführung und Verbreitung der Katalysatorentechnik zu einer erheblichen Reduktion der Schadstoffbelastung der Luft führen wird. Technische Verbesserungen allein - so unerläss- lich sie sind - reichen jedoch nicht aus. Entscheidend für die Gesundung der Umwelt ist vielmehr, dass kurz- und längerfri- stig ein Umdenken in Richtung bewusstes, umweltschonen- des Verhalten stattfindet. Dieses Umdenken muss aus der Ein- sicht jedes Einzelnen hervorgehen, kann aber durch staatliche Massnahmen in geeigneter Weise gefördert werden. Ein Bei- spiel dafür stellt die steuerliche Begünstigung von Katalysato- renautos dar, wie sie auch im Kanton Basel-Landschaft gilt. Eine andere sehr sinnvolle Massnahme würde unseres Erach- tens in der Einführung motorfahrzeugfreier Sonntage beste- hen. Die drastische Einschränkung des Privatverkehrs an mo-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Standesinitiative Bern Einführung eines autofreien Bettages Initiative du canton de Berne Introduction du Jeûne fédéral sans voitures
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1991
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
88.205
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
21.03.1991 - 15:00
Date
Data
Seite
716-718
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Pagina
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