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Wohnungsbau. Bundesbeschluss
scheide in eigener Verantwortung treffen kann. Das bringt bei einer guten Führung des Unternehmens auch die besten Er- gebnisse.
In einem kürzlich abgeschlossenen Studienauftrag hat sich Professor Rühle unter anderem auch mit dieser Frage be- schäftigt. Das Ergebnis der Studie bestätigt, dass der Vorstoss in der richtigen Stossrichtung erfolgt. Der geltende Leistungs- auftrag des Bundes an die SBB läuft bekanntlich 1994 aus, und die Vorarbeiten für den nächsten Leistungsauftrag sind bereits angelaufen. In diesem Rahmen würde der Bundesrat die Anliegen der Motion dann auch behandeln.
Ich bitte Sie deshalb, den Vorstoss als Postulat zu überweisen.
Präsident: Herr Hafner hat seinen Antrag zurückgezogen.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission (Ueberweisung als Postulat) Für den Antrag Schmidhalter (Ueberweisung als Motion)
66 Stimmen
27 Stimmen
90.042
XX. Weltpostkongress XXe Congrès postal universel
Botschaft und Beschlussentwurf vom 5. Juni 1990 (BBI III 1) Message et projet d'arrêté du 5 juin 1990 (FF III 1) Beschluss des Ständerates vom 3. Dezember 1990 Décision du Conseil des Etats du 3 décembre 1990 Kategorie V, Art. 68 GRN - Catégorie V, art. 68 RCN
Frau Diener unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Mit Botschaft vom 5. Juni 1990 unterbreitet der Bundesrat den eidgenössischen Räten diese neuen Urkunden mit der Bitte, sie zu genehmigen und ihn zu ermächtigen, sie zu ratifizieren. 2. Die Verkehrskommission des Nationalrates hat sich am 8. November 1990 mit dieser Vorlage, die ihr zur Vorberatung zugewiesen wurde, befasst. Sie hält die Ratifizierung der neuen Urkunden für notwendig und sinnvoll, da diese eine Verbesserung der PTT-Leistungen zur Folge haben und den PTT insbesondere eine flexiblere Anpassung an die Bedürf- nisse der Kunden ermöglichen werden.
Mme Diener presente au nom de la commission le rapport écrit suivant:
Organe suprême de cette organisation, le Congrès a pris une série de décisions concernant notamment la délégation de compétences au Conseil exécutif, l'institution d'un système de
tarification selon le mode et la vitesse de l'acheminement, ainsi que la suppression de l'effet contraignant des taxes inter- nationales de base de la poste aux lettres.
L'application de ces actes n'occasionnera pas d'obligations nouvelles aux cantons et aux communes. A part les indemni- tés de rémunération à verser par l'Entreprise des PTT suisse aux administrations postales étrangères, cette application n'entraînera pas non plus de dépenses supplémentaires ni d'augmentation d'effectifs.
Par son message du 5 juin 1990, le Conseil fédéral soumet ces actes aux Chambres en les priant de les approuver et de l'habi- liter à les ratifier.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt einstimmig, diese Urkunden zu ge- nehmigen und den Bundesrat zu ermächtigen, sie zu ratifizie- ren.
Proposition de la commission La commission propose unanimement d'approuver les actes et d'habiliter le Conseil fédéral à les ratifier.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes 72 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
90.085
Wohnungsbau. Bundesbeschluss Construction de logements. Arrêté fédéral
Botschaft und Beschlussentwurf vom 10. Dezember 1990 (BBI 1991 | 185) Message et projet d'arrêté du 10 décembre 1990 (FF 1991 | 161) Kategorie V/III, Art. 68 GRN - Catégorie V/III, art. 68 RCN
Herr Schmidhalter unterbeitet im Namen der Kommission den folgenden schriftlichen Bericht:
Gestützt auf Artikel 53 des Wohnbau- und Eigentumsförde- rungsgesetzes vom 4. Oktober 1974 werden mit dem Bundes- beschluss neue Rahmenkredite von 905 Millionen Franken für nicht rückzahlbare Beiträge und 180 Millionen Franken für rückzahlbare Darlehen und Beteiligungen beantragt. In den
N 21 mars 1991
666
Construction de logements. Arrêté fédéral
Jahren 1992 bis 1996 sollen damit rund 27 500 Wohnungen gefördert und langfristig verbilligt werden. Damit sollen rund 10 000 Wohnungen mehr gefördert werden als mit dem zurzeit geltenden Bundesbeschluss vom 30. September 1985.
Erwägungen der Kommission
Die Kommission ist der Meinung, dass sich die Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus gemäss Wohnbau- und Ei- gentumsförderungsgesetz seit dem 1. Januar 1975 bewährt hat.
Angesichts der heutigen Situation auf dem Wohnungsmarkt ist diese Bundeshilfe weiterzuführen. Die Gründe sind fol- gende:
Es herrscht ein Mangel an preisgünstigen Wohnungen. Rund 40 Prozent der Bevölkerung geben mehr als 20 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen aus. Betroffen sind hier be- sonders Alleinstehende, Pensionierte, junge Haushalte und Alleinerziehende. Mit dem starken Ansteigen der Mietzinse in jüngster Zeit dürften durchaus normal verdienende Haushalte eine kritische Belastungsschwelle erreicht haben.
Die Nachfrage nach Wohnraum steigt ständig, während zu- gleich das Angebot immer kleiner wird. Das ist auf den Bevöl- kerungszuwachs zurückzuführen, der in den letzten zwei Jah- ren beispielsweise 100 000 Personen ausmachte, genau so viel wie in den Jahren zwischen 1970 und 1980. Hinzu kom- men 43 000 Personen im Asylbereich und 12 000 Kurzaufent- halter. Weiter ist die positive Einkommensentwicklung zu nen- nen. Zwischen 1984 und 1989 hat sich das verfügbare Haus- halteinkommen um rund 25 Prozent erhöht. Die Zunahme des Raumbedarfs für Dienstleistungsbetriebe wird oft unter- schätzt; sie dürfte jährlich 2 bis 4 Prozent betragen. Entspre- chend werden Wohnungen zweckentfremdet.
Die Wohnbautätigkeit stagniert. Für 1990 ist mit einem Rückgang von 8 Prozent zu rechnen. Damit beträgt das Woh- nungsdefizit Ende 1990 rund 15 000 Wohneinheiten. Auch für 1991 wird mit einem erheblichen Rückgang der Wohnbautä- tigkeit gerechnet.
Die starke Zunahme der Erneuerungstätigkeit in den ver- gangenen Jahren hat ebenfalls zur Verknappung des Ange- bots beigetragen, da die betreffenden Wohnungen vorüberge- hend dem Wohnungsmarkt entzogen sind.
Die Kredit- und Hypothekarzinsen sind auf einem histori- schen Höchststand angelangt. Dies führt zu höheren Kosten für Mieter und Eigentümer. Auch wird dadurch die private Inve- stitionstätigkeit gesenkt.
Die Bodenpreise scheinen wieder anzuziehen.
Angesichts dieser Situation ist die Mehrheit der Kommission der Meinung, die vom Bundesrat beantragten Rahmenkredite sollten um rund eine halbe Milliarde Franken aufgestockt wer- den. Eine Minderheit der Kommission verlangt eine Auf- stockung auf rund 2,4 Milliarden Franken. Eine zweite Minder- heit verlangt Verabschiedung gemäss Vorschlag des Bundes- rates.
Weiter beantragt die Kommission, einen Kredit von 5 Millionen Franken für Forschungs- und Studienaufträge explizit in den Bundesbeschluss aufzunehmen.
Die Kommission ist weiter der Ansicht, dass verschiedene Punkte der zur Abschreibung beantragten Postulate mit der Vorlage nicht erfüllt werden. Sie beantragt, die Postulate nicht abzuschreiben.
Eine Kommissionsminderheit verlangt die Ueberweisung ei- ner Motion zu einer allfälligen 5. Hypothekarzinsrunde.
In der Schlussabstimmung stimmt die Kommission dem Bun- desbeschluss mit 17 zu 0 Stimmen bei 4 Enthaltungen zu.
M. Schmidhalter présente au nom de la commission le rap- port écrit suivant:
Se fondant sur l'article 53 de la loi du 4 octobre 1974 encoura- geant la construction et l'accession à la propriété de loge- ments (LCAP, RS 843), l'arrêté fédéral en intitulé ouvre un cré- dit de programme de 905 millions de francs pour des contribu- tions non remboursables, et un second crédit de 180 millions de francs pour des prêts remboursables et des participations. Ces fonds doivent permettre d'encourager la construction de
quelque 27 500 logements de 1992 à 1996 et d'en abaisser le coût à long terme; ce chiffre équivaut à 10 000 logements de plus qu'avec l'actuel arrêté fédéral du 30 septembre 1985.
Considérations de la commission
La commission est d'avis que l'encouragement, depuis le 1er janvier 1975, de la construction de logements d'utilité pu- blique, conformément à la loi précitée, a donné satisfaction. Cette aide fédérale doit, compte tenu de l'état actuel du mar- ché du logement, être poursuivie, et ce pour les motifs sui- vants:
Les logements à loyer abordable sont en nombre insuffi- sant. Près de 40 pour cent de la population dépensent plus de 20 pour cent de leur revenu pour se loger. Ce sont surtout les personnes vivant seules, les retraités, les jeunes ménages et les familles monoparentales qui souffrent de cette situation. En raison des récentes flambées des loyers, même des ména- ges ayant des revenus normaux peuvent atteindre un seuil cri- tique.
La demande de logement ne fait que croître, tandis que l'of- fre stagne. La cause en est la croissance démographique: 100 000 personnes dans l'espace de ces deux dernières an- nées, soit autant que pendant la décennie de 1970 à 1980. A cela s'ajoutent 43 000 demandeurs d'asile et 12 000 résidents à court terme. Un autre facteur est l'augmentation des reve- nus. Ainsi, entre 1984 et 1989, le revenu disponible moyen par ménage s'est accru de 25 pour cent. Enfin, le besoin de locaux commerciaux est souvent sous-estimé: 2 à 4 pour cent des lo- gements sont ainsi réaffectés.
La construction stagne. On estime que le recul en 1990 aura été de 8 pour cent d'où il résulte un déficit de quelque 15 000 unités d'habitation. On prévoit un recul du même ordre en 1991.
L'intensification des travaux de rénovation, au cours de ces dernières années, a aussi conduit à une baisse de l'offre, car les logements en cours de réfection sont temporairement soustraits au marché.
Les taux bancaires et hypothécaires ont atteint un niveau sans précédent, entraînant des coûts lourds à supporter pour locataires et propriétaires, et un fléchissement de l'investisse- ment privé.
Le prix du terrain semble avoir recommencé à grimper.
Au vu de cette situation, la majorité de la commission pense que les crédits de programme proposés par le Conseil fédéral devraient être relevés d'un demi-milliard de francs. Une mino- rité réclame une majoration de 2,4 milliards, une autre voulant se ranger à la proposition gouvernementale.
La commission propose en outre d'inclure dans l'arrêté un crédit de 5 millions pour des mandats d'étude et de recherche. Estimant par ailleurs que certains objectifs des postulats dont le classement est prévu n'ont pas été atteints, elle propose de ne pas les classer.
Enfin, une minorité demande le dépôt d'une motion en prévi- sion d'une cinquième hausse hypothécaire.
Au vote final, la commission adopte l'arrêté par 17 voix sans opposition avec 4 abstentions.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 1 Abs. 1 Bst. a Antrag der Kommission Mehrheit (12 zu 9 Stimmen) a. 1400 Millionen Franken
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Wohnungsbau. Bundesbeschluss
Minderheit / (Friderici, Gysin, Kuhn, Neuenschwander, Spoerry) Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Minderheit II
(Rechsteiner, Leuenberger-Solothurn, Leutenegger Oberhol- zer, Longet, Meizoz, Reimann Fritz) a. 2000 Millionen Franken
Art. 1 al. 1 let. a Proposition de la commission Majorité (12 voix contre 9) a. 1400 millions de francs Minorité / *
(Friderici, Gysin, Kuhn, Neuenschwander, Spoerry) Adhérer au projet du Conseil fédéral Minorité II
(Rechsteiner, Leuenberger-Soleure, Leutenegger Oberhol- zer, Longet, Meizoz, Reimann Fritz)
a. 2000 millions de francs
M. Friderici, porte-parole de la minorité I: Ce n'est pas la pre- mière fois au cours de cette session que le représentant du groupe libéral, parti non gouvernemental s'il en est, soutient une proposition du Conseil fédéral. Ce n'est cependant pas uniquement en qualité de libéral que je viens à la rescousse du Conseil fédéral - M. Delamuraz me pardonnera l'usage de ce terme marin - mais également comme porte-parole de la mi- norité de la commission. Cette forte minorité, 12 voix contre 9, a pourtant fondu lors du dépôt de la proposition puisque seuls cinq courageux ont osé apposer leur signature au bas du do- cument en cette année électorale. Foin de considérations électoralistes, il n'est pas honorable de provoquer la suren- chère surtout lorsque celle-ci prévoit de doubler sans raison économique apparente un montant pourtant dûment justifié par l'Administration fédérale. Notre Parlement est, entre au- tres, également garant de la bonne gestion des finances fédé- rales et responsable des répercussions que nos décisions peuvent avoir sur les finances des cantons que nous représen- tons.
En pages 8 et 9 du message en langue française, le Conseil fé- déral justifie des montants de 905 millions et 180 millions de francs, portés aux lettres a et b de l'article premier. Ces mon- tants correspondent à la pratique actuelle et aux possibilités d'encouragement de la construction et de l'accession à la pro- priété de logements. Il est également tenu compte des fortes augmentations des prix des terrains et du coût de la construc- tion dans notre pays. La surenchère ne favorisera pas forcé- ment la construction ou la rénovation de logements. Au con- traire, elle risquerait de relancer un phénomène contre lequel nous nous sommes vivement opposés par d'autres moyens, pas toujours judicieux d'ailleurs: la spéculation et son corol- laire, l'inflation.
En serrant quelque peu les cordons de la bourse fédérale, nous désirons inciter l'administration à étudier avec soin les dossiers qui lui sont soumis, quitte à demander une rallonge fi- nancière avant l'expiration de ce crédit de programme, s'il s'avérait absolument nécessaire d'encourager des projets en voie de réalisation qui mériteraient notre soutien.
.
D'autre part, il faut soulever un aspect important et souvent né- gligé de ces crédits d'encouragement: les cantons et les com- munes sont sollicités parallèlement pour réaliser des habita- tions à loyer modéré. Or, les finances de ces autres collectivi- tés publiques ne sont pas aussi florissantes que celles de la Confédération. L'effort financier supplémentaire qui serait de- mandé à ces collectivités dépasserait sans doute leurs moyens actuels. Nous ne devons donc pas prendre des déci- sions qui risqueraient d'obérer indirectement et pour plusieurs années les finances communales ou cantonales. En effet, les mesures cantonales et communales renforcent les mesures fédérales, parfois même elles y suppléent, à l'expiration des délais de remboursement. En doublant, selon la proposition de minorité II, ou en augmentant fortement, comme le pro- pose la majorité de la commission, nous allons amorcer une bombe à retardement qui éclatera dans une vingtaine d'an- nées. Gouverner, c'est prévoir; nous nous devons donc de pe-
ser tous les avantages et les inconvénients de nos décisions, même si aucun d'entre nous ne sera présent dans cet aréo- page lors de l'explosion.
Notre Parlement a toujours su prendre les décisions qui s'im- posaient en temps opportun. Même si plusieurs d'entre nous ne seront pas là lors de la prochaine législature, nous pouvons d'ores et déjà prendre l'engagement que l'augmentation de crédits sera votée, pour autant qu'elle soit nécessaire, avant l'échéance de cet arrêté fédéral.
La minorité de la commission vous propose donc de revenir, aux lettres a et b, au projet du Conseil fédéral et de ne pas souscrire à des propositions farfelues, concoctées sur un coin de table dans le courant d'une séance. Il en va de la crédibilité de notre Parlement et d'une saine gestion des deniers publics. Par ailleurs, le groupe libéral vous recommande de renoncer à toutes les autres propositions de minorité ou aux propositions individuelles qui seront faites lors de la discussion de cet objet.
Rechsteiner, Sprecher der Minderheit II: Ich beantrage Ih- nen, die vom Bundesrat vorgeschlagenen Rahmenkredite zu verdoppeln, nämlich auf 2 Milliarden für die nicht rückzahlba- ren Beiträge sowie auf 360 Millionen für die rückzahlbaren Darlehen und Beteiligungen.
Wir anerkennen zwar, dass die Kommissionsmehrheit im Laufe der Behandlung der Vorlage in der Kommission unseren Anträgen um die Hälfte entgegengekommen ist. Diese Auf- stockung um die Hälfte gegenüber dem Antrag des Bundesra- tes gemäss Kommissionsmehrheit genügt aber in der heuti- gen Situation nicht.
Wir haben heute in der Schweiz eine sich immer mehr ver- schärfende Wohnungsnot. Das Wohnungsdefizit beträgt stati- stisch per Ende 1990 bereits 15 000 Wohnungen. Weil die Wohnungsproduktion, insbesondere der freitragende Woh- nungsbau, gleichzeitig stagniert, ist abzusehen, dass gesamt- schweizerisch bald einmal 30 000 Wohnungen fehlen werden, und die Prognose für die neunziger Jahre sieht düster aus.
Dazu kommt die Mietzinsnot. Nach der Bodenpreisexplosion sind die Hypothekarzinsen auf einem historischen Höchst- stand angelangt. Ueber 40 Prozent der Mieterinnen und Mie- ter haben schon 1986 mehr als 20 Prozent ihres Einkommens allein für die Miete bezahlt. Inzwischen werden es weit mehr sein. Diese Mietpreisexplosion betrifft vor allem schlecht Ver- dienende, Rentnerinnen und Rentner, Familien mit Kindern, Alleinerziehende, überhaupt Frauen mit zwar verfassungswid- rigen, aber immer noch üblichen Frauenlöhnen; diese geraten in Not. Die steigenden Mieten, verbunden mit dem Mangel an preisgünstigen Wohnungen und dem fehlenden Wohnungs- bau, schliessen sich zu einem Teufelskreis.
In dieser Situation müssen Parlament und Bundesrat handeln, und zwar dringlich. Im Herbst 1989 sind dringliche Bundesbe- schlüsse zum Bodenmarkt verabschiedet worden. Diese sind heute teilweise obsolet geworden, was allerdings die grund- sätzlichen Probleme auf dem Bodenmarkt nicht behebt. Heute braucht es neue, dringliche Massnahmen, nämlich Bundes- beschlüsse gegen die Wohnungsnot, nämlich ein dringliches Paket zur Wohnbauförderung.
Zu dessen Inhalt gehört neben Wohnbauförderungsmassnah- men im engeren Sinne eine Verbesserung des Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetzes und der Verordnung; zu einer Entbürokratisierung dieses Gesetzes müsste auch eine Vor- lage für die Einführung von Vorkaufsrechten für Mieterinnen und Mieter kommen, die zurzeit in der eidgenössischen Wohn- baukommission diskutiert wird, dazu ein Impuls- und Förde- rungsprogramm für exemplarische Wohnbauvorhaben und sinnvolle Verdichtungen im Siedlungsgebiet, dann aber auch Förderungsprogramme für Obdachlosenprojekte, also für die am meisten Benachteiligten im Wohnwesen.
Vor allem aber - und das in erster Linie - braucht es mehr Geld für die Wohnbauförderung. Sofort und kräftig erhöht werden müssen die Kredite für die Wohnbauförderung. Dafür braucht es keinen dringlichen, speziellen Bundesbeschluss, sondern das Handeln des Parlamentes heute, anlässlich dieser trak- tandierten Rahmenkredite für die Wohnbauförderungen.
Es braucht heute eine kräftige Wohnbauförderung für Woh- nungen in Mehrfamilienhäusern, landsparend, und keine För-
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Construction de logements. Arrêté fédéral
derung von landfressenden Einfamilienhäusern. Die Förde- rung des Wohnungsbaus muss an vom öffentlichen Verkehr erschlossenen Lagen erfolgen. Es braucht insgesamt eine kräftige Stärkung des gemeinnützigen Wohnungsbaus.
Was bringt nun die Vorlage des Bundesrates? Nicht mehr als die Förderung und Verbilligung - in Zahlen ausgedrückt - von rund 5500 Wohnungen pro Jahr in den nächsten fünf Jahren, wie es in der Botschaft zu lesen steht. Das bleibt krass hinter dem ausgewiesenen Bedarf nach preisgünstigen Wohnun- gen in den nächsten Jahren zurück, es bleibt sogar hinter der Lücke in der Wohnungsproduktion per Ende 1990 zurück und ist in keiner Weise eine Antwort auf die bestehende Notsitua- tion.
Auch unser Antrag bleibt noch unter den effektiven Bedürfnis- sen, aber er ermöglicht wenigstens eine substantielle Erhö- hung der Wohnbauförderung mit den gegenwärtig zur Verfü- gung stehenden Kapazitäten, ausgehend von den Zahlen des Bundesrates in der Botschaft, auf gut 10 000, 11 000 Wohnun- gen pro Jahr.
Diese Stimulierung des preisgünstigen Wohnungsbaus ist, wenn je, dann heute nötig. Es kommt dazu, dass die Auswir- kungen dieser Erhöhung auf den Bundeshaushalt beschei- den bleiben.
Weil die Zusatzverbilligungen über eine grosse Zahl von Jah- ren ausgerichtet werden, kann nach den Ausführungen der Verwaltung in der Kommission davon ausgegangen werden, dass sich bei der Annahme unseres Antrages die zusätzliche Belastung des Bundeshaushaltes gegenüber dem Antrag des Bundesrates insgesamt auf rund 10 Millionen Franken pro Jahr belaufen würde.
Ein Betrag von 10 Millionen Franken mehr pro Jahr muss ohne weiteres verkraftet werden können. Denken Sie doch daran, welche Beträge in anderen Bereichen ausgegeben werden, auch wenn wir für einmal die 5 EMD-Milliarden vergessen oder von den Landwirtschafts-Milliarden nicht sprechen.
Gerade in der Budgetdebatte vom Dezember sind die Stras- senbaukredite entgegen den Anträgen des Bundesrates und gegen unsere Opposition kräftig - um 300 Millionen pro Jahr - erhöht worden, was auf fünf Jahre gerechnet 1,5 Milliarden Franken Mehrbelastung des Bundeshaushaltes ergibt - das alles zusätzlich zum Budget. Für den Strassenbau gibt der Bund jetzt bald einmal 2,5 bis 3 Milliarden pro Jahr aus.
Vergleichen Sie die Wohnbauförderung damit: Die Wohnbau- förderung des Bundes kostet einige Dutzend Millionen, hat den Stand von 100 Millionen Franken bei weitem noch nicht erreicht; das ist ein Missverhältnis, das angesichts der Bedürf- nisse heute nicht mehr hingenommen werden kann.
Sicher, es ist so, dass die Wohnbauförderung nicht einfach al- lein Aufgabe des Bundes sein kann. Es braucht kantonale An- schlussprogramme. Es ist uns in der Kommission vorgerech- net worden, dass mit den Bundesmitteln, mit der Bundesför- derung auch gar keine preisgünstigen Wohnungen mehr ent- stehen können, wenn die Kantone nicht mitmachen. Aber erst eine substantielle, eine kräftige Erhöhung der Wohnbaukre- dite wird kantonale Anschlussgesetzgebungen auch in den Kantonen nach sich ziehen, in denen sie bis heute noch nicht bestehen. Sie wird diesen Vollzugsföderalismus stimulieren, wird dazu führen, dass eine koordinierte Förderung in Zukunft erfolgen kann, was dann umgekehrt, wenn diese Anschluss- gesetzgebungen in Kraft sind, auch den bürokratischen Auf- wand auf Bundesebene reduziert, weil dann die Abwicklung der Förderung im wesentlichen auf kantonaler Ebene erfolgen kann. Auch aus diesem Grund ist die Annahme des Antrages für eine Erhöhung des Beitrages nötig.
Zusammengefasst: Es wird heute - mit der Zustimmung zu den Anträgen auf Erhöhung der Kredite - entschieden, ob das Parlament einen substantiellen Beitrag gegen die Wohnungs- not leisten will, ob das Parlament die Sorgen der Mehrheit der Bevölkerung, der Mieterinnen und Mieter in diesem Land, die in Not geraten, ernst nimmt, mindestens so ernst wie die Sor- gen des Herrn Friderici in bezug auf die Erhöhung der Stras- senbaukredite anlässlich der Budgetdebatte im Dezember; diese sind erhöht worden, sogar kräftig erhöht worden. Es braucht jetzt eine Antwort zugunsten der Mieterinnen und Mie- ter. Hier kann - im Unterschied zum Strassenbau - noch sinn-
voll investiert werden. Den Westschweizern kann zudem ge- sagt werden, dass damit gleichzeitig noch etwas gegen Kon- junktureinbrüche im Baugewerbe getan wird, die ja insbeson- dere in der Romandie bereits beschworen werden. Alle diese Gründe sprechen für die Annahme des Minderheitsantra- ges II, für eine substantielle Erhöhung der Wohnbaukredite. Ich möchte Sie bitten, der Kommissionsminderheit Il zu fol- gen.
Neuenschwander: Im Grundsatz stimmt die SVP-Fraktion den Rahmenkrediten für die Jahre 1992 bis 1996 gemäss Bot- schaft 90.085 zu. Diese Kredite ermöglichen eine Verbilligung von rund 27 500 Wohnungen, d. h. pro Jahr 5500. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt hat sich weiter verschlechtert, trotz der mehr als 3 Millionen bestehenden Wohnungen. Die Wohnei- gentumsquote ist verhältnismässig gering, und nach neue- sten Erhebungen geben rund 40 Prozent der Mieter mehr als 20 Prozent für Wohnbedarf aus.
Vom Wohnungsmangel bzw. vom Angebot preisgünstiger Wohnungen sind die Regionen von Grossstädten und Indu- striegemeinden am stärksten betroffen. Dazu kommen die grossen Unterschiede zwischen Alt- und Neumieten. Herr Di- rektor Guggenheim vom Bundesamt für Wohnungswesen hat in einer jüngsten Publikation in der Zeitschrift «Die Volkswirt- schaft» geschrieben, dass jährlich mindestens 45 000 Woh- nungen bereitgestellt werden sollten. Er stellt aber gleichzeitig fest, dass die Neuproduktion auf gegen 30 000 Wohnungen absinken wird.
Zu den Zielsetzungen der Bundespolitik gehört angesichts des ausgewiesenen Wohnungsmangels und der Tatsache, dass die Schweizer gemeinhin als ein Volk von Mietern be- zeichnet werden, auch die Förderung des Wohneigentums. Der Kanton Zürich, wo bekanntlich die Wohnungsprobleme äusserst prekär sind, hat per 1. Januar 1991 ebenfalls neue Rahmenkredite bewilligt. Der Bund hat mit der Revision der Verordnung zum Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz vom 21. November 1990 die Weichen gestellt; somit wurde - bei gleichzeitiger Unterstützung der Kantone und Gemeinden - der Weg geöffnet für eine den verschiedenen Lebenskosten und Preisstrukturen in der Schweiz Rechnung tragende Ko- sten- und Einkommenslimitenpolitik. So werden die zusätzli- chen Verbilligungen der Wohnungen für Mieter aufgrund der Einkommensvorschriften der Kantone oder Gemeinden ge- währt. Auch die Baukosten und Landpreislimiten für subventi- onsfähige Bauprojekte werden den örtlichen Gegebenheiten angepasst.
Wer aber kommt in den Genuss dieser Subvention? In der Bei- lage 2 Seite 12 der Botschaft sind alle Kantone aufgeführt. Daraus ist die Zahl der Wohnungen, die seit 1975 mit Bundes- hilfe nach WEG gefördert wurden, ersichtlich. Hier habe ich den Verdacht, dass die kantonalen Instanzen für Wohnbauför- derung bei der Anwendung des WEG recht unterschiedlich vorgegangen sind. Zudem fehlt in gewissen Kantonen noch die Anschlussgesetzgebung.
Die vorberatende Kommission hat bei den Rahmenkrediten ohne genaue Rechnungsgrundlagen zu einem Rundschlag ausgeholt. Auch wenn mit der Revision der Verordnung zum Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz von 1990 die Rahmenbedingungen für den preisgünstigen Wohnungsbau verbessert worden sind, wird es so kaum möglich sein, genü- gend Bauland zu beschaffen. Mit dem Hinweis in der Bot- schaft, dass sich beim heutigen Wohnungsbestand ein gewis- ser Erneuerungsbedarf abzeichnet, dürfen die Kredite nicht umfunktioniert werden. In erster Linie sind gemeinnützige Wohnbauvorhaben zu fördern und Mietzinse zu verbilligen.
Berücksichtigen Sie den zeitlichen Ablauf eines Bauvorha- bens, d. h. Landerwerb, Landerschliessung, Planung, Finan- zierung, Baubewilligungsverfahren, Einsprachen, Aushub, Bauvollzug - wo nicht selten 3 bis 5 Jahre beansprucht wer- den -: Da ist es doch nicht sinnvoll, Kredite zu verlangen, die überhaupt nicht umgesetzt werden können. Sollte sich ab- zeichnen, dass vermehrt Gesuche gestellt werden, so kann der Bundesrat in der Zwischenzeit eine neue Botschaft unter- breiten.
Eine letzte Frage an den Herrn Bundesrat. Wir haben im Stän-
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derat und im Nationalrat Motionen überwiesen, dass der Be- schluss C aufgehoben werde. Auch in der Fragestunde vom 11. März haben die Herren Scheidegger und Bonny die Frage gestellt, wann der dringliche Bundesbeschluss C aufgehoben werde - sie wurde unverbindlich beantwortet -; es wäre inter- essant, heute zu erfahren, auf welchen Zeitpunkt das Parla- ment informiert wird, wann der Beschluss C aufgehoben wird. Ich bitte Sie im Namen der SVP, den Minderheitsantrag I zu unterstützen und die anderen Anträge abzulehnen.
Präsident: Es gibt Fraktionen, die jetzt gleichzeitig zu den Buchstaben a und b von Artikel 1 Absatz 1 sprechen möch- ten. Ich schlage Ihnen in diesem Fall vor, dass wir die Redezeit für die Fraktionen, die jetzt über beide Punkte sprechen wol- len, auf zehn statt auf fünf Minuten festlegen. Sie sind damit einverstanden.
Scheidegger: Dem Bundesrat ist für seine Botschaft mit zen- tralem Inhalt zur rechten Zeit zu danken. Die FDP begrüsst diese Vorlage. Allerdings sind wir etwas geteilter Meinung bei den Anträgen, und zwar bei den Anträgen der Kommissions- minderheit I und der Kommissionsmehrheit. Der weiterge- hende Vorschlag Rechsteiner wird von der FDP klar abge- lehnt.
In der Tat ist nicht von der Hand zu weisen, dass gerade zum jetzigen Zeitpunkt Impulse im schweizerischen Wohnbausek- tor wichtig und richtig sind. Mit der Bundesratslösung könnte man etwa 5500 Wohnungen pro Jahr via WEG initiieren, mit dem Vorschlag der Kommissionsmehrheit 7500 und mit dem weitergehenden Vorschlag von Herrn Rechsteiner - wie er selbst gesagt hat - zirka 11 000 Wohnungen.
Wir haben ein klares Defizit von zurzeit jährlich zirka 10 000 Wohnungen. Wir werden mit der Zustimmung zum Bundes- ratsantrag oder zur Kommissionsmehrheit eine Linderung er- reichen.
Die FDP ist auch für den Forschungsbeitrag von 5 Millionen Franken. Ich frage mich allerdings, ob die x Millionen Franken für die Bauforschung des Bundesamtes für Konjunkturfor- schung im Baubereich nicht besser mit den Anstrengungen und Anliegen des Bundesamtes für Wohnungsbau koordiniert werden könnten.
Klar abzulehnen ist die Motion der Minderheit. Damit würde unglaublich viel Sand in die Augen des Bürgers gestreut.
Die Diskussion um Möglichkeiten der Regulierung im Hypo- thekarzinsbereich haben wir ja erst vor wenigen Wochen hier geführt und Mehrheiten ermittelt.
Wohnen ist mehr als das halbe Leben. Wohnen ist unsere zweite Haut. Wohnen hat aber nicht nur eine wirtschaftliche, quantitative Dimension. Schon die Wohnung an sich fällt als Ware aus dem Rahmen der üblichen Konsum- und Investi- tionsgüter heraus. Ihre Erstellung und Nutzung bedingt ein komplexes Zusammenwirken von Boden, Kapital, Bau- und Immobilienmärkten. Neben sozialen und wirtschaftlichen Komponenten sind psychologische Momente nicht zu verges- sen.
Der schweizerische Wohnungsmarkt befindet sich zumindest seit drei Jahren in einem starken Ungleichgewicht. Einerseits besteht nach wie vor ein ausgeprägter Nachfrageüberhang. Andererseits ist ein starker Rückgang insbesondere des Woh- nungsbaus in den Zentren zu beobachten.
Es ist in dieser Situation zu prüfen, welche gesetzlichen Be- stimmungen, die hemmend auf die Wohnungsproduktion wir- ken, aufzuheben sind und in welcher Form staatliche Förde- rung gewährt werden kann, z. B. wie hier als Bundeshilfe für Wohneigentumsförderung, Förderung des Wohnungsbaus durch Gemeinden oder Wohngeldzuschüsse.
Die FDP der Schweiz fordert seit mehreren Jahren eine akti- vere Wohnpolitik. Dies muss auf breiter Front konsequent ge- schehen. Die FDP hat sich ja bereits beim Budget 1991 mit Er- folg für eine Aufstockung des WEG-Geldes auf 25 Millionen Franken eingesetzt. Die Botschaft des Bundesrates, die heute behandelt wird, stellt sich denn auch auf die Basis dieser 25 Millionen Franken.
Der Wohnungsbestand wächst seit Jahren deutlich stärker als die Wohnbevölkerung. Der Hintergrund dieser Entwicklung ist
in der tiefgreifenden Veränderung der sozialen, demographi- schen Struktur ebenso zu finden wie in der hauptsächlich wohlstandsbedingten Veränderung der Wohnansprüche: 1870 sieben Personen pro Wohnung, 1991 zwei Personen pro Wohnung, 1980 40 m2 Wohnfläche pro Person, 1990 bereits gegen 50 m2.
Viele Hoffnungen liegen im bodensparenden Bauen, der Sied- lungsentwicklung nach innen. Hier liegt auch das grosse Kon- fliktpotential Umweltpolitik/Raumplanungspolitik, indem Um- weltvorschriften, Lärm- und Luftverordnungen diese Sied- lungsentwicklung nach innen behindern, wenn nicht verun- möglichen. Hier sind Aenderungen über den heutigen Be- schluss hinaus dringend nötig.
Mit Spannung warten wir im übrigen auf die von Herrn Bundes- rat Koller versprochene Aufhebung des Bundesbeschlus- ses C der Sofortmassnahmen im Bodenbereich. Er hat hier vor zehn Tagen gesagt, er hebe diesen noch vor Ostern auf. Wir hoffen natürlich alle, dass er meinte: Ostern 1991.
Die FDP-Fraktion ist aus bundesfinanzpolitischen Ueberle- gungen mehrheitlich für den Antrag des Bundesrates, ergänzt durch den Forschungsbeitrag von 5 Millionen Franken.
Eine Minderheit stimmt der Kommissionsmehrheit zu. Klar ab- gelehnt werden dagegen sowohl der Minderheitsantrag Rech- steiner auf Aufstockung auf 2 Milliarden Franken als auch die Minderheitsmotion der Kommission.
Die FDP-Fraktion lehnt ebenfalls die Anträge Luder und Leu- tenegger Oberholzer ab.
Zu den finanzpolitischen Ueberlegungen, die in der Fraktion zur Unterstützung des bundesrätlichen Vorschlages geführt haben, wird Frau Spoerry sprechen.
Frau Spoerry: Im Namen der Mehrheit der FDP-Fraktion be- antrage ich Ihnen, bei Artikel 1 Absatz 1 sowohl bei Buchsta- be a wie auch b die Minderheit Friderici zu unterstützen und damit den Anträgen des Bundesrates zu folgen.
Wir lehnen es ab, die im Antrag des Bundesrates gegenüber heute substantiell erhöhten Beiträge nochmals um mehr als 50 Prozent aufzustocken, wie das die Kommissionsmehrheit will. Es ist in der Kommissionsberatung nicht gelungen, die sachliche Notwendigkeit für diese weitere Aufstockung ausrei- chend zu belegen. Deshalb kommt die gegenüber den Anträ- gen des Bundesrats massive Erhöhung der Beiträge einem fi- nanzpolitischen Schnellschuss gleich. Diesen dürfen wir nicht zulassen, wenn wir unsere Verantwortung gegenüber dem Gesamtbundeshaushalt, der nicht nur diese Aufgabe zu erfül- len hat, sondern in den verschiedensten Bereichen zuneh- mend gefordert ist, wahrnehmen wollen.
Auch bei der FDP - Herr Scheidegger hat das dargelegt - ist es unbestritten, dass wir einen Mangel an preisgünstigen Wohnungen haben und die Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus deshalb eine wichtige Bundesaufgabe ist, die aus der heutigen Sicht heraus eine Verstärkung verdient. Aber der Bundesrat nimmt diese Verstärkung mit seinen Anträgen vor, und zwar in einer grosszügigen Art und Weise.
Um dies zu belegen, muss ich Sie leider mit ein paar Zahlen langweilen, weil diese im Bericht der Kommission nicht enthal- ten sind. Bisher wurden pro Jahr über A-fonds-perdu-Beiträge 3500 Wohnungen direkt verbilligt und gefördert. Nach der neuen Vorlage des Bundesrates können neu jährlich 5500 Wohnungen direkt verbilligt werden. Das bedeutet immerhin eine Steigerung um rund 60 Prozent. Eine indirekte Förderung über gemeinnützige Wohnbauträger erfuhren bis anhin jähr- lich 1000 Wohnungen. Nach dem Vorschlag des Bundesrates sind es neu 2000 Wohnungen, also eine Verdoppelung des Angebotes. Es ist klar, dass diese erhöhte Förderungskapazi- tät auch massiv erhöhte Bundesmittel beansprucht. 1989 und 1990 wurden A-fonds-perdu-Beiträge in der Höhe von 63,6 Millionen beziehungsweise 71,6 Millionen Franken zuge- sichert. Gestützt auf den neuen Antrag des Bundesrates kön- nen jährlich neu für 178 Millionen Franken A-fonds-perdu-Bei- träge zugesichert werden. Das entspricht einer Steigerung der bisherigen Leistungen um das Zweieinhalbfache.
Gleich verhält es sich mit den Darlehen und Beteiligungen zu- gunsten gemeinnütziger Bauträger. 1989 wurden 8 Millionen ausgerichtet, 1990 11 Millionen, und für 1991 hat das Parla-
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ment auf Antrag der FDP-Fraktion auf 25 Millionen Franken aufgestockt. Eine FDP-Motion hat zudem verlangt, dass für die . nächsten acht Jahre für diese Aufgabe jährlich 25 Millionen Franken ausgerichtet werden sollen. Der Bundesrat geht nun mit seinem Antrag sogar über diese Forderung der Motion hin- aus. Vom Rahmenkredit von 180 Millionen Franken für rück- zahlbare Darlehen gehen 40 Millionen in Grundverbilligungen und 140 Millionen an die gemeinnützigen Bauträger. Das macht also neu jährlich 28 Millionen für den Zeitraum von fünf Jahren. Sollte sich der Mehrbedarf in dieser Zeit belegen las- sen, so besteht immer die Möglichkeit, mit einem weiteren Kre- ditbegehren vor das Parlament zu kommen.
Hingegen hat Herr Guggenheim bei den A-fonds-perdu-Bei- trägen in der Kommission dargelegt, dass man nicht einmal weiss, ob der vom Bundesrat jetzt beantragte Rahmenkredit von 905 Millionen in den nächsten fünf Jahren auch tatsäch- lich beansprucht wird. Das hat aber Kollege Rechsteiner nicht gehindert, mehr als eine Verdoppelung des Betrags zu for- dern. Die Kommission hat sich dann ohne jegliche vertiefte Diskussion für einen völlig zufälligen Mittelwert von 1,4 Milliar- den entschieden: Man wolle damit ein Zeichen setzen, zeigen, wie wichtig der gemeinnützige Wohnungsbau sei. Selbstver- ständlich ist er wichtig. Aber das entbindet uns nicht von der fi- nanzpolitischen Pflicht, jene Beiträge zu sprechen, die wir vor- aussichtlich für diese Aufgabe auch tatsächlich einsetzen kön- nen.
Zudem müssen wir uns etwas Weiteres vor Augen halten: Auch noch stärker erhöhte Bundesbeiträge können die Hin- dernisse auf dem Bau- und Immobilienmarkt nicht von heute auf morgen beseitigen, welche zum Teil die Politik mitzuver- antworten hat. Bauen braucht nicht nur Geld, nicht nur öffentli- ches Geld. Es braucht auch Land, es braucht erschlossenes Land, und es braucht Baubewilligungen, die in tunlicher Frist erteilt werden und nicht in überlasteten Rekursbehörden mo- natelang auf ihre Erledigung warten.
Die Bereitstellung von Wohnungen braucht zudem Rahmen- bedingungen durch den Staat, die das Bauen und die Ausnüt- zung der bestehenden Bausubstanz nicht verhindern, son- dern ermöglichen, Rahmenbedingungen, welche die Motiva- tion zum Bauen stärken und nicht lähmen. Und noch so grosse öffentliche Finanzspritzen können nicht von heute auf morgen Missstände beseitigen, die andere, nicht zuletzt politi- sche Gründe haben.
Ich komme zum Schluss und wiederhole: Der Antrag des Bun- desrates ist gegenüber dem geltenden Zustand eine ganz ge- waltige substantielle Verbesserung in der Grössenordnung von weit über 100 Prozent. Weitergehende Aufstockungen konnten nicht genügend sachlich begründet werden. Es ist unsere finanzpolitische Verantwortung, den Bundeshaushalt, der in verschiedensten Bereichen immer mehr beansprucht wird und an Grenzen stösst, nicht unnötig mehr zu belasten.
M. Meizoz: Le groupe socialiste votera les deux amende- ments proposés par la minorité de la commission, et ce essen- tiellement pour deux raisons: tout d'abord parce que les cré- dits sollicités par le Conseil fédéral ne lui paraissent pas suffi- sants pour couvrir les besoins prévisibles, ensuite parce que le pas en avant fait par la commission, si intéressant et si promet- teur soit-il, ne prend pas suffisamment en compte la véritable dimension du problème du logement en un moment où la construction est en chute libre et où le nombre des apparte- ments vacants est insignifiant. Le groupe socialiste constate, avec le Conseil fédéral, que les logements neufs sont devenus inaccessibles pour une grande partie de la population, en rai- son du gonflement des coûts de construction, de l'explosion des frais de capitaux, et du prix toujours excessif des terrains à bâtir.
La réticence toujours plus affirmée des investisseurs à se ma- nifester sur le marché immobilier s'explique dès lors aisément. Elle se traduit déjà par un recul considérable de la production de logements, soit une trentaine de milliers seulement en 1990, sans doute moins en 1991, contre 40 à 45 000 durant les années quatre-vingts. L'Office fédéral du logement estimant la demande annuelle à 45 000 logements, on voit d'emblée que
nous sommes très loin du compte. On construit donc moins en un moment où la demande s'accroît, sous la pression no- tamment de l'augmentation de la population, augmentation en nette accélération, soit 100 000 personnes de plus au cours de chacune des deux dernières années. Il faudrait cons- truire 40 000 logements seulement pour faire face à cette évo- lution démographique et 2000 autres encore pour remplacer les habitations, le plus souvent à loyer modéré, qui sont reti- rées du marché à la suite des changements d'affectation ou de démolition.
Ces chiffres se passent de commentaires. Ils pèsent sans doute aussi lourd dans la balance que ceux que vient d'avan- cer ici Mme Spoerry. Dans cette situation, l'amélioration de l'offre sur les plans quantitatif et qualitatif passe inéluctable- ment par le recours massif à l'aide fédérale. Cela ne sera toute- fois possible que si l'on veut bien doter l'Office fédéral du loge- ment des moyens financiers nécessaires à la conduite d'une politique du logement à la hauteur de l'enjeu. Cela ne sera pas le cas si nous restons dans les limites des crédits demandés par le Conseil fédéral. Encourager la construction de 5500 logements par année, comme le souhaite le Conseil fé- déral, ne permettra sans doute pas de modifier radicalement le cours des choses.
C'est pourquoi le groupe socialiste propose de doubler la mise, de manière à ce que les aides publiques puissent entraî- ner ou stimuler la construction d'une douzaine de milliers de logements par année, soit environ le quart des 45 000 dont nous aurons effectivement besoin. C'est une proportion ac- ceptable, raisonnable aussi. Le quart par rapport à 45 000, cela ménage un champ d'action suffisant à ceux qui voudront continuer à construire sans faire appel aux pouvoirs publics. L'augmentation des crédits de programme par rapport aux propositions gouvernementales trouve une justification sup- plémentaire dans le fait que la loi fédérale sur le logement est devenue plus attractive; elle a gagné en efficacité à la suite d'une récente modification de l'ordonnance d'application qui en a élargi le champ d'intervention. Grâce à ces mesures, beaucoup d'investisseurs qui, jusqu'ici, ignoraient l'aide fédé- rale, ne vont pas tarder à en découvrir les vertus et à l'utiliser. Il en résultera tout naturellement des dépenses accrues dont la couverture ne paraît pas assurée dans le cadre des crédits de- mandés par le Conseil fédéral.
Avant de terminer, je voudrais souligner l'importance que re- vêt la disposition de l'arrêté ouvrant des crédits en faveur des organisations faîtières s'occupant de la construction de loge- ments d'utilité publique. Celles-ci bénéficieront ainsi, soit de prêts à des conditions avantageuses, qu'elles mettront en- suite à la disposition de leurs membres, soit d'une participa- tion de la Confédération à leur capital-actions. Ce système fonctionne bien. Il a déjà permis de soustraire à la spéculation des centaines d'appartements. Il a également permis d'en créer quelques centaines d'autres.
C'est une raison suffisante pour le développer encore, pour l'asseoir sur une base financière plus forte. C'est l'objectif visé aussi bien par la minorité il que par la majorité de la commis- sion. Nous voulons donc croire que notre conseil abondera dans ce sens.
Je voudrais apporter une précision, suite aux propos tenus tout à l'heure à cette tribune par M. Friderici, en soulignant que les cantons resteront toujours libres de participer ou non au fi- nancement d'opérations réalisées avec l'aide fédérale. Ils s'en abstiendront si leur situation financière dicte une telle attitude. D'aucuns ont exprimé l'avis, au sein de la commission et dans cette salle tout à l'heure, qu'au cas où les crédits seraient épui- sés avant le terme de cinq ans, c'est-à-dire avant 1996, le Conseil fédéral aurait la latitude de revenir devant le Parlement pour en solliciter de nouveaux. Est-ce la bonne méthode? On peut en douter. Voici pourquoi: une telle situation s'étant déjà présentée il y a quelques années, on a pu en mesurer les in- convénients. J'en citerai quelques-uns: longueur de la procé- dure administrative et parlementaire conduisant à l'octroi des nouveaux crédits; incertitude pour les investisseurs quant au sort qui sera réservé à leur demande d'aide fédérale; retard dans l'exécution de projets, pourtant prêts à être réalisés, donc aggravation des coûts. Il vaut donc mieux dégager dès
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maintenant les moyens financiers qui permettront d'honorer toutes les requêtes en temps utile.
Le groupe socialiste reconnaît que les décisions prises par la commission sont dignes d'intérêt et qu'elles constituent un progrès non négligeable par rapport aux chiffres avancés par le Conseil fédéral. Toutefois, vu l'ampleur des besoins, be- soins qui, à son avis, sont sous-estimés dans le message du Conseil fédéral, il lui paraît hautement souhaitable d'aller plus loin encore en votant les deux amendements présentés par la minorité II.
Kuhn: Ich möchte vorausschicken, dass alle Mitglieder der Fraktion des Landesringes und der EVP die Bundeshilfen für den Wohnungsbau im Grundsatz sehr begrüssen und sie in der heutigen Zeit als dringend notwendig erachten. Die Frak- tion anerkennt damit die besonderen Anstrengungen des Bundesrates auf dem Gebiet der Wohnbau- und Eigentums- förderung.
Nicht ganz gleicher Meinung sind wir innerhalb unserer Frak- tion über die Höhe der Rahmenkredite für die nicht rückzahl- baren Beiträge und die rückzahlbaren Darlehen und Beteili- gungen.
Einmal mehr ist es das Mass der Dinge und nicht das Ding an und für sich, das zu reden gibt. Niemand möchte bei dieser Diskussion unter die Anträge des Bundesrates gehen. Eine Mehrheit unserer Fraktion wünscht aber, wie die Mehrheit der Kommission, die Kredite auf 1,4 Milliarden beziehungsweise auf 300 Millionen Franken zu erhöhen. Eine Minderheit tritt für die Anträge des Bundesrates mit 905 beziehungsweise 180 Millionen Franken ein. Ich gehöre zu dieser Minderheit. Mein Kollege Samuel Meier wird anschliessend für die Mehr- heit der Fraktion sprechen.
Der zusätzliche Kredit von 5 Millionen Franken für die For- schungstätigkeit im Wohnungswesen wird von uns unter- stützt. Wir sind überzeugt, dass auf diesem Gebiet wertvolle und gute Arbeit geleistet worden ist und dass die weitere For- schung unbedingt gesichert werden muss.
Die Motion der Kommissionsminderheit hat in unseren Reihen keine Chance. Wir glauben, dass ein Ueberwälzungsstopp von Hypothekarzinserhöhungen auf die Mietzinse gegenüber den Hauseigentümern eine krasse Ungerechtigkeit darstellt und dass sich eine solche Massnahme in letzter Konsequenz gar gegen die Mieter auswirken könnte.
Die Botschaft des Bundesrates ist mit ihrer Analyse der Situa- tion, der Argumentation und der Begründung der Hilfe völlig unbestritten. Es hat darum wenig Sinn, diese Fakten zu wie- derholen. Ich kann mich deshalb darauf beschränken, die Gründe für mein Stimmen mit der Minderheit zu erklären.
Es sind vor allem drei Punkte, die mich dazu bewegten:
Eine allgemeine Feststellung. Der Wohnungsbau und der Wohnungsmarkt leben vor allem von privater Initiative und An- lagebereitschaft und nur zu einem kleinen Teil vom staatlichen Bauen. Die Grosszahl der schweizerischen Wohnungen ist ohne staatliche Hilfe allein auf privates Risiko hin erstellt wor- den. Die öffentliche Wohnbauhilfe ist deshalb als Ergänzung der privaten, selbstfinanzierten Wohnbautätigkeit sinnvoll. Die Bundeshilfe soll also nicht so weit ausgedehnt werden, dass die privaten Anleger zu stark konkurrenziert werden und da- durch als Anbieter aus dem Markt aussteigen. Die WEG-Mit- hilfe muss also sorgfältig auf die jeweilige Marktsituation abge- stimmt werden. Entspannt sich die Lage am Markt, dürften die Rahmenkredite nicht blindlings weiter eingesetzt werden, nur weil sie einmal gesprochen worden sind.
In der heutigen Situation auf dem Wohnungsmarkt und an der Zinsfront stehe ich für eine grosszügige Hilfe des Bundes, aber auch der Kantone und Gemeinden ein. Der Bundesrat hat mit über einer Milliarde Franken Wohnbaukredite in den nächsten vier Jahren seinen Willen zu einer grosszügigen Un- terstützung und aktiven Förderung des Wohnungsbaus tat- sächlich bewiesen. Auch glaube ich, dass das aktive Amt für Wohnungsbau das Bedürfnis, die Nachfrage und die vorhan- denen Anlage- und Finanzierungsmöglichkeiten genau analy- siert hat und deshalb die Zahlen des Bundesrates in der Vor- lage abgestützt sind.
Demgegenüber ist die Art, wie der Mehrheitsantrag in der
Kommission zustande gekommen ist, mehr als bedenklich. Herr Rechsteiner selbst hat erklärt, dass er die im Minderheits- antrag Il vorgesehenen Beträge mehr oder weniger willkürlich verdoppelt hat, da ein politisches Zeichen gesetzt werden müsse. Er zog dabei den nicht ganz abwegigen Vergleich zur Aufstockung der Kredite für den Nationalstrassenbau wäh- rend der unrühmlichen letzten Budgetdebatte bei.
Da der Antrag offensichtlich aus der falschen Ecke kam und deshalb kaum Aussicht auf Erfolg versprach, sprang kurz ent- schlossen ein CVP-Mann ein und halbierte - ich möchte sa- gen: ebenso willkürlich - die zur Aufstockung vorgeschlage- nen Beträge. Diesmal kam der Vorschlag aus der richtigen Ecke und fand eine Mehrheit, obwohl der Antragsteller kurz vorher zum Antrag Rechsteiner meinte, es sei nicht sinnvoll, ein Zeichen per Kredit zu setzen, da er vielleicht gar nicht um- gesetzt werden könne, weil die übrigen Rahmenbedingungen nicht stimmten.
Diesen Satz würde ich Wort für Wort unterschreiben, nur würde ich einen anderen Schluss daraus ziehen. Es geht doch nicht an, bei der sich abzeichnenden gespannten Finanzlage des Bundes und der rezessiven Entwicklung der Wirtschaft, dass wir das uns anvertraute Geld, nur um politische Zeichen zu setzen, mit beiden Händen unbesonnen ausgeben. Diese Art von Haushalten ist mir zutiefst zuwider. Deshalb bitte ich Sie, dem Antrag des Bundesrates zuzustimmen und damit der Minderheit I.
Zum Schluss noch ein Wunsch: Ich hoffe sehr, dass die ver- sprochenen Vereinfachungen im WEG rasch und unbürokra- tisch eingeführt werden, so dass die zur Verfügung gestellten Mittel schnell und wirksam eingesetzt werden können.
Meier Samuel: Ich spreche im Namen einer Mehrheit der LdU/EVP-Fraktion und beantrage Ihnen, in Artikel 1 Litera a des Bundesbeschlusses über die Rahmenkredite mit der Mehrheit der vorberatenden Kommission zu stimmen.
Es ist an dieser Stelle einiges gesagt worden, und ich kann mich demnach kurz halten. Zur Begründung unserer Haltung möchte ich die zwei folgenden Tatsachen aufführen:
Der Wohnungsmangel hat ganz gewiss mehrere und verschie- denste Ursachen. Einige davon sind im Bericht der Kommis- sion aufgezeichnet und sind allgemein bekannt. Wenn je- mand letztendlich doch noch eine Wohnung findet, dann übersteigt die Wohnkostenbelastung - insbesondere für Fa- milien, und das nicht einmal für kinderreiche Familien - sicher bald einmal die finanziellen Verhältnisse der Wohnungssu- chenden. Derartige Situationen herrschen heute beileibe nicht in ausschliesslich städtischen Verhältnissen. Hier kann ich aus eigener Erfahrung sprechen, aus der Erfahrung eines Bewoh- ners einer Landregion.
·2. Der zweite Grund, der unsere Fraktion dazu bewogen hat, die Mehrheit der vorberatenden Kommission zu unterstützen, liegt darin, dass die Kosten für Mieter und Eigentümer kaum erahnte Dimensionen angenommen haben. Nicht nur für viele sogenannte normale Haushalte ergibt sich dadurch eine drückende Unkostenbelastung, sondern insbesondere auch für Invalide, für Rentner und für einen grossen Teil von betag- ten Mitmenschen.
Gerade in der unmittelbar vergangenen Zeit und auch heute noch, in der Zeit der angespannten Verhältnisse auf den Grundstück- und Hypothekarmärkten, stieg und steigt die Wohnkostenbelastung derart, dass man sich immer wieder fragen muss, wie sich Leute und Familien in sozial unsicheren Verhältnissen überhaupt über Wasser zu halten vermögen. Ich habe dabei bei meiner persönlichen Klientel, die mit sozialen Problemen ausgesprochen überbelastet ist, in dieser letzten Zeit sehr viele Schicksale angetroffen.
Das sind meine zwei Hauptpunkte, welche ich zur Begrün-
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dung unserer Fraktionshaltung aufführen möchte: die grosse Nachfrage nach preisgünstigen Wohnungen und die grosse Wohnkostenbelastung in der jetzigen Zeit.
Wie Sie aus meiner Argumentation heraushören, genügt der Antrag des Bundesrates unseres Erachtens nicht. Der Antrag der Kommissionsmehrheit entspricht einer massvollen Erhö- hung der Rahmenkredite im Vergleich zum Vorschlag des Bundesrates. Bei dieser Erteilung der Kredite handelt es sich doch um eine der ureigensten Bundesaufgaben.
Zusammenfassend bin ich der Auffassung, dass die Zustim- mung zum vorliegenden Bundesbeschluss beziehungsweise zur Version des Artikels 1 Litera a der Kommissionsmehrheit, also 1,4 Milliarden Franken, nicht nur einen humanitären Akt und ein Verteilen von Almosen darstellt, sondern eine Lösung für ein tatsächliches, auch heute noch bestehendes soziales Problem in unserem Land.
Ich bitte Sie, der Mehrheit der Kommission zuzustimmen.
Frau Leutenegger Oberholzer: Im Namen einer Mehrheit der grünen Fraktion möchte ich die Anträge der Minderheit II un- terstützen, die eine Verdoppelung der Rahmenkredite für die Wohnbauförderung des Bundes für die Jahre 1992 bis 1996 beinhalten.
Der Grund liegt für uns in der bedrohlichen Situation auf dem Wohnungsmarkt. Wohnen müsste eigentlich ein Menschen- recht sein. Für alle Leute aber, die heute den Eigengesetzlich- keiten des Wohnungsmarktes ausgeliefert sind, wird dieses Recht immer mehr in Frage gestellt. Die Lage hat sich in der jüngsten Vergangenheit durch explodierende Bodenpreise, hohe Baukosten und die Hypothekarzinssteigerungen massiv verschärft. Der Wohnungsbau ist praktisch zum Erliegen ge- kommen. Der Leerwohnungsbestand ist auf einem Tiefstand angelangt.
Verschlechtert haben sich vor allem auch die Voraussetzun gen für den preisgünstigen Wohnungsbau.
Zur Wohnungsnot ist die Mietzinsnot hinzugekommen. Längst sind nicht mehr nur Randgruppen davon betroffen, sondern auch die Normalverdiener. Hier tickt eine gesellschaftspoliti- sche Zeitbombe, und dies möchte ich vor allem den bürgerli- chen Parteien zu bedenken geben.
Auf dem Wohnungsmarkt in grossen Agglomerationen ma- chen die Rand- und Problemgruppen bereits 30 Prozent aus. Besonders dramatisch ist die Situation für traditionell benach- teiligte Bevölkerungsgruppen. Ich denke an Alleinerziehende, Familien mit Kindern, an Ausländer und Ausländerinnen, Rent- ner und Rentnerinnen. Für Neubauwohnungen sind die Miet- zinse bald unerschwinglich. Die Wohnungsnot ist mit eine we- sentliche Ursache für die Neue Armut.
Der Logik des Marktes zufolge wird sich diese Situation in den nächsten Jahren nicht entschärfen, im Gegenteil. Solange ein Monopolgut den Gesetzen des freien Markts unterliegt und der Boden Spekulations- und Anlageobjekt bleibt, wird sich die Situation weiter verschlimmern. Bereits prognostiziert eine ETH-Studie, dass Obdachlosigkeit für die Schweiz zu einem Thema werden könnte. Hier müssen wir gegensteuern, und deswegen haben wir einen Antrag zur Sicherung der Wohn- raumversorgung für die sozial benachteiligten Bevölkerungs- schichten eingereicht.
Man mag die zunehmende Beanspruchung von Wohnraum bedauern, wir tun dies auch. Aber verhindern können wir sie wahrscheinlich nicht, denn sie hat gesellschaftliche, demogra- phische und ökologische Gründe. Wir beanspruchen nicht zu- letzt auch deswegen immer mehr Wohnraum, weil das Woh- nen immer mehr Verluste der Umwelt kompensieren muss. Der Wohnraum innen wird gleichsam zum Surrogat für den zerstörten und fehlenden Wohnraum aussen.
Die zusätzlichen Kredite für den Wohnungsbau sind ein Mittel, um die sozialen Defizite des Wohnungsmarktes etwas zu kom- pensieren. Aber sie sind nur ein Tropfen auf den heissen Stein und vermögen die grundlegenden Mängel des Wohnmarktes nicht zu beseitigen. Da stimme mit Frau Spoerry durchaus überein.
Das Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz vermochte an der Situation wenig zu ändern. Das haben auch die letzten Jahre gezeigt. Aber man kann damit wenigstens zusätzliche
Wohnungen der Spekulation entziehen. Denn mit dem WEG fördern wir einen Wohnungsbau, der zu materiell vernünftigen Rahmenbedingungen erfolgt, das heisst u. a., dass teure An- fangsmieten wesentlich verbilligt werden können, dass eine Preiskontrolle bei den geförderten Wohnungen besteht, dass die Zweckentfremdung verunmöglicht wird und dass der ge- meinnützige Wohnungsbau erheblich unterstützt werden kann.
Wohnungsbau steht immer auch im Spannungsfeld zwischen sozialpolitischen und ökologischen Anforderungen. Das ist uns sehr wohl klar. Denn Bauen heisst meist auch Kulturland- verlust, Verbetonierung der Umwelt. Wir meinen aber, dass es der Bund durchaus in der Hand hätte, mit dem Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz den ökologischen Anforderun gen beim Bauen vermehrt zum Durchbruch zu verhelfen.
Ich möchte deshalb einige inhaltliche Wünsche unserer Frak- tion an die Vergabe der WEG-Kredite vorbringen: vor allem eine haushälterische Bodennutzung, die sich aufgrund der Bodenverknappung aufdrängt, eine bessere Nutzung beste- hender Gebäude sowie eine Umnutzung und Verdichtung be- stehender Liegenschaften. Es sollten auch vermehrt alterna- tive und neue Wohnformen gefördert werden. Zudem müssten Mietwohnungen vor Einfamilienhäusern den Vorrang haben. Diese Anliegen können wir heute im Kreditbeschluss nicht ver- ankern, aber wir möchten sie dem Bundesrat zur Kenntnis bringen. Eine Aenderung ist nötig, denn wie die Botschaft zeigt - und das ist aus unserer Sicht sehr bedenklich -, hat heute immer noch der Neubau vor den Renovationen das Schwergewicht. Hier, meinen wir, müssen endlich die notwen- digen Korrekturen angebracht werden.
Wir stimmen der Erhöhung der Kredite für eine Wohnbauför- derung zu; denn dieses politische Signal ist sozialpolitisch dringend nötig. Gleichzeitig erachten wir aber eine Revision des WEG in Richtung eines ökologischen Bauens als drin- gend erforderlich.
Mme Déglise: Le groupe démocrate-chrétien est conscient que le problème du logement en Suisse se trouve dans une impasse. L'écart entre l'offre et la demande se creuse de plus en plus: alors que la demande augmente, l'offre se fait plus rare. Cela n'est pas pour nous étonner. En effet, la raréfaction des terrains, leur coût, le taux élevé des prêts hypothécaires, le prix élevé de la construction - du, il faut le dire, en partie aux contraintes légales et administratives - font que les investis- seurs n'ont que peu d'intérêts à se lancer dans la construction de logements.
Si nous voulons malgré tout, et c'est indispensable, que soient mis sur le marché des logements à prix modérés, si nous vou- lons permettre l'acquisition, la construction et la rénovation de maisons familiales et d'appartements en propriété, nous de- vons suivre l'idée du Conseil fédéral de mettre à sa disposition de nouveaux crédits de programme.
La loi fédérale encourageant la construction et l'accession à la propriété de logements a prouvé son utilité. Pour qu'elle puisse continuer à déployer ses effets, il faut donner au Conseil fédéral des moyens supplémentaires. Quoique la proposition du Conseil fédéral d'ouvrir un crédit de pro- gramme de 905 millions pour des contributions non rem- boursables et de 180 millions pour des contributions rem- boursables et des participations soit déjà généreuse, le groupe démocrate-chrétien s'est rallié à la proposition de la majorité qui se trouve être un moyen terme entre les deux autres propositions, c'est-à-dire qu'il vous propose un mon- tant de 1,4 milliard pour des contributions non remboursa- bles et de 300 millions pour des prêts remboursables et des participations. S'il a pris cette décision, c'est pour tenir compte des besoins réellement supplémentaires et justifiés dans le domaine du logement. Une augmentation du mon- tant proposé par le Conseil fédéral nous paraît justifiée mais pas dans la mesure demandée par la minorité II. Nous sommes conscients cependant que les mesures fédérales ne suffiront pas et que les cantons et les communes de- vront, eux aussi, intensifier leurs mesures d'aide au loge- ment pour que les mesures fédérales exercent un effet
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maximum et que des progrès sensibles dans le nombre de lo- gements mis à disposition puissent être réalisés. Je vous propose donc de suivre la majorité de votre commis- sion et de refuser les propositions de minorités I et II.
Dreher: Ich bin nicht gegen diesen Bundesbeschluss, werde jedoch die Minderheit Friderici unterstützen, und ich werde den Forschungskredit von 5 Millionen ablehnen. Denn es ist wirklich nicht einzusehen, was im Wohnungsbau noch ge- forscht werden soll. Das ist nichts anderes als eine Geldver- schleuderung für Studien, deren wissenschaftlicher und tat- sächlicher Wert nahe bei Null zu veranschlagen ist und auf eine Akademikerbeschäftigung ohne praktischen Nutzen hin- ausläuft.
In der Sache selbst: Es ist unbestritten, dass wir einen Mangel an preisgünstigen Wohnungen haben. Und weshalb haben wir diesen? Wir haben ihn vor allem wegen der Staatsgläubig- keit dieses mehrheitlich bürgerlichen Parlamentes. Deshalb haben wir einen Mangel an preisgünstigen Wohnungen.
Warum sind die Wohnungen teuer? Sie sind teuer, weil es zu- wenig erschlossenes Land gibt. Es sind nicht die Spekulan- ten, die hier primär tätig sind und für die Verknappung des Baulandes sorgen. Es liegt daran, dass die Gemeinden vie- lerorts das sichere Inkasso über die Grundstückgewinnsteuer abwarten und die Erschliessung von Bauland den Privaten überlassen. Das ist ein Punkt.
Ein zweiter Punkt liegt darin, dass wir Fruchtfolgeflächen zele- brieren, um in der Landwirtschaft unnötige Erträge zu erwirt- schaften, statt dass wir Wohnflächen für wohnungssuchende Bürger bereitstellen. Das muss man einmal sagen. Ich stehe hier ganz auf der Linie des Vororts.
Einen dritten Grund, weshalb die Wohnungen teuer sind und weshalb wir zuwenig Wohnungen haben, haben Sie wieder bei sich selbst bzw. den Politikern zu suchen: Das liegt an den teilweise unsinnigen Gesetzen. Wir sind jetzt im Kanton Zürich daran, das «Bauverhinderungsgesetz», das Planungs- und Baugesetz (eine der grössten gesetzgeberischen Missgebur- ten, die es je gab) zu revidieren. Ein Gesetz, das dazu geführt hat, dass die Bodenpreise in astronomische Höhen gestiegen sind. Das ist nicht wegzudiskutieren.
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Wir haben im weiteren ein Mietrecht, das jeden halbwegs ver- nünftigen privaten Investor vom Wohnungsbau abhält. Es ist nicht einzusehen, warum jemand nicht auf Erträge in Geldan- lagen setzen soll, statt im Wohnungsbau zu investieren, wo seine Rechte beschnitten sind wie in kaum einem Investitions- bereich. Ich habe hier die Statistik des Statistischen Amtes des Kantons Zürich. Neuerstellte Wohnungen von 1981 bis 1990: Im Jahre 1982 wurden noch 7588 Wohnungen erstellt, im Jahre 1990 4800 und 1991 - soweit die Meldungen der grösse- ren Orte des Kantons vorliegen - sind es gar nur noch 3428. Es ist also eindeutig ein Rückzug der Investoren aus dem Woh- nungsbau festzustellen. Das liegt daran, dass einem bauwilli- gen Investor heute die Bautätigkeit in einem Masse erschwert wird, dass man denken könnte, es sei eine politische Wohn- bauverhinderung von langer Hand geplant worden. Dass das Ganze mit bürgerlicher Mehrheit stattfindet, macht die Sache nicht besser.
Lassen Sie endlich die Bauwirtschaft arbeiten! Schauen Sie dazu, dass nicht an allen Ecken die Diktatur der Schützer den Wohnungsbau verhindern kann! Sobald wir irgendwo bauen wollen, haben wir den Heimatschutz, den Denkmalschutz, den Ortsbildschutz, den Naturschutz usw., die intervenieren. Jede Kuhweide wird zu einem einmaligen Erholungsreservat - mit dem Resultat, dass die Leute teure Wohnungen in überlau- fenen Märkten suchen müssen. Das ist eine Entwicklung, die wir gar nicht schätzen.
Ein letzter Punkt: Die Eigentumsförderung in diesem mehr- heitlich bürgerlichen Staat liegt ebenfalls im argen. Einerseits geben wir Steuergelder, Subventionen aus, um punktuell zu verbilligen, punktuell Eigentum zu fördern. Andererseits findet aber die steuerabzugsfähige Eigentumsförderung - so, wie sie wirksam wäre: nämlich beim einzelnen Bürger, beim «Häuslebauer», wie dies in Deutschland mit grossem Erfolg auch sozialdemokratische Regierungen praktiziert haben - in der angeblich so eigentumsfreundlichen Schweiz nicht statt.
Zusammenfassend: Herr Kollege Scherrer und ich werden die Anträge der Minderheit I unterstützen und den Forschungs- kredit ablehnen, da unnötig.
Schmidhalter, Berichterstatter: Ich vertrete hier die Mehrheit der Kommission und möchte auch auf den schriftlichen Be- richt hinweisen, den wir abgegeben haben. Ich werde daher nur stichwortartig orientieren. Nach Ansicht der Mehrheit der Kommission gibt es vor allem sechs Gründe, die dafür spre- chen, dass wir diesen Rahmenkredit erhöhen:
Mangel an preisgünstigen Wohnungen und die sehr hohe Belastung bei der Miete im Verhältnis zum Einkommen, wobei aber vor allem Alleinstehende, Pensionierte, junge Haushalte und Alleinerziehende betroffen sind.
Die Nachfrage nach Wohnraum steigt, und das Angebot wird kleiner. Wir haben in den letzten zwei Jahren einen Bevöl- kerungszuwachs von 100 000 Einheiten gehabt, gleich viel wie 1970 bis 1980. Zusätzlich müssen wir Wohnraum schaffen für 43 000 Personen aus dem Asylbereich und 12 000 Kurzauf- enthalter. Gleichzeitig mit der Zunahme der Nachfrage geht schrittweise der Anteil Wohnfläche voran und nimmt zu. Es gibt eine relativ grosse Zweckentfremdung von Wohnbau- raum, der in Industrie- oder Gewerbefläche umgeformt wird. 3. Die Wohnbautätigkeit ist stark rückläufig. Per Ende 1990 hatten wir ein Wohnungsdefizit von 15 000 Wohneinheiten. Die Prognose für die Wohnbautätigkeit wird mit 30 000 im Jahr 1991 geschätzt. Der Bedarf wäre aber 45 000 Wohneinheiten. Es entsteht also allein im Jahre 1991 nochmals ein Defizit von 15 000, so dass wir Ende Jahr etwa 30 000 Wohneinheiten zu- wenig haben.
Es werden relativ viel Erneuerungen vorgenommen. Damit wird, vorübergehend jedenfalls, das Angebot noch kleiner, und diese Wohnungen werden auch nicht billiger.
Die Kredit- und Hypothekarzinse sind auf einem Höchst- stand. Höhere Kosten für Mieter und Eigentümer sind damit verbunden. Die private Investitionstätigkeit ist somit gehemmt. 6. Die Bodenpreise scheinen eher wieder anzuziehen.
Der Bundesrat hat mit seinem Rahmenkredit 1986 bis 1990 mit einer Totalsumme von zirka 580 Millionen Franken über nicht rückzahlbare und rückzahlbare Subventionen 17 500 Wohn- einheiten gefördert; das sind 3500 Wohneinheiten pro Jahr. Neu schlägt der Bundesrat vor, in den Jahren 1992 bis 1996 mit zirka 1,2 Milliarden Franken - 905 plus 180 - 27 500 Wohn- einheiten zu fördern, das heisst 10 000 mehr oder 5500 Wohn- einheiten pro Jahr. Man muss diese 5500 Einheiten in Bezie- hung setzen zu der bestehenden Forderung nach 45 000 Wohneinheiten pro Jahr.
Die Mehrheit der Kommission hat vorgeschlagen, den Betrag von 905 Millionen auf 1400 Millionen zu erhöhen. Mit dem Vor- schlag des Bundesrates wird der Budgetbedarf für 1992 um 11 Millionen Franken erhöht, das heisst, wir gehen von 34 Mil- lionen auf 45 Millionen. Wenn wir nun den Antrag der Mehrheit berücksichtigen, kommen hier zusätzlich 7 Millionen Franken, das heisst, für das Budget 1992 müssten dann gegenüber die- sen 34 Millionen bereits 52 Millionen eingegeben werden. Die- ser Betrag wird sich dann jedes Jahr um etwa 18 Millionen er- höhen und 1996 100 Millionen Franken übersteigen.
Sie sehen also, dass wir es hier nicht etwa nur mit einer Erhö- hung von 10 Millionen Franken zu tun haben, die Wahrheit ist anders. Beim Vorschlag der Minderheit II sind die Zahlen noch einmal um 10 Millionen höher, und zwar handelt es sich be- reits für das Budget 1992 um 62 bis 65 Millionen Franken.
Die Kommissionsmehrheit ist aber trotzdem der Meinung, dass man den Antrag auf 1400 Millionen Franken unterstützen sollte, weil, wie ich eingangs gesagt habe, viele Gründe dafür sprechen.
Aber wir müssen gleichzeitig auch an die Kantone und Ge- meinden appellieren, haben doch bis heute nur zehn Kantone Anschlussgesetzgebungen und profitieren auch von dieser Bundeshilfe. Acht Kantone haben eine solche Anschlussge- setzgebung in Vorbereitung, und es sind nur noch sechs Kan- tone, die keine haben. Wenn wir nun annehmen, dass sich in diesen acht Kantonen etwas tut, werden wir auf jeden Fall in den nächsten Jahren auch von dieser Seite her die Nachfrage steigern.
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N 21 mars 1991
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Construction de logements. Arrêté fédéral
Die personellen Auswirkungen werden vom Bundesrat als mi- nim angegeben. Man glaubt, dass man bei einem verstärkten Einsatz von EDV mit einer kleinen Aufstockung auskommt. Man versucht auch eine Vereinfachung in der Administration durch Abänderung der Verordnung einzuleiten, und man will alles, was Kontrolle betrifft, an die kantonalen Stellen delegie- ren.
Angesichts dieser Situation ist die Mehrheit der Kommission der Meinung, die vom Bundesrat beantragten Rahmenkredite sollten um rund 500 Millionen Franken aufgestockt werden. Die Minderheit Il verlangt eine Aufstockung auf 2 Milliarden Franken; die Minderheit I verlangt Verabschiedung gemäss Vorschlag des Bundesrates.
Die Kommission hat den Mehrheitsantrag mit 12 zu 9 Stimmen verabschiedet, und ich bitte Sie, der Mehrheit zu fol- gen.
M. Cavadini, rapporteur: La situation du marché du logement a connu une évolution négative au cours de ces dernières an- nées. Une augmentation d'environ 15 000 logements par an- née serait nécessaire, alors que la construction de logements tend à baisser. D'un côté, il faut faire face à une augmentation de la population, à un plus grand nombre de personnes seu- les, aux jeunes qui quittent plus tôt leur famille, aux transforma- tions d'un certain nombre de logements en bureaux; de l'au- tre, les coûts de construction et les prix des terrains sont très élevés, les taux hypothécaires sont très hauts et les disposi- tions sur les possibilités à construire toujours plus restrictives. Tout cela a déjà provoqué une baisse de l'intérêt du secteur privé pour le marché du logement parce que les revenus ne sont pas suffisants. Il faut donc s'attendre à un déficit croissant entre les besoins en logements du marché et l'offre disponi- ble, un déficit qui pourrait atteindre à la fin de cette année un manque d'environ 30 000 logements.
C'est pour cette raison que la majorité de la commission du Conseil national a voulu augmenter sensiblement les crédits- cadres demandés par le Conseil fédéral, estimant, avec cette décision, que la situation difficile sur le marché du logement justifie un effort accru des pouvoirs publics. En effet, ces moyens servent à appliquer la loi fédérale de 1974 encoura- geant la construction et l'accession à la propriété, une loi qui a donné jusqu'à présent des résultats positifs, surtout dans les cantons qui ont eux-mêmes mis en vigueur une loi cantonale complémentaire mais qui, à présent, ne sont que dix; dans huit cantons, il y a des travaux en préparation.
Il faut être aussi conscient que l'intervention de la Confédéra- tion est complémentaire aux efforts du secteur privé. Elle doit le rester parce que l'effort essentiel dans la construction de lo- gements est réalisé par le secteur privé. En effet, la part de lo- gements intéressés par l'aide fédérale a représenté au cours de ces dernières années environ le 8 ou 10 pour cent du total du marché du logement. Avec la décision de la majorité de la commission, cette part pourrait atteindre environ 15 pour cent. Rappelons que l'aide fédérale que l'on avait votée au cours des années passées intéressait jusqu'à présent environ 3500 logements par année, avec 34 millions de francs de dé- penses en 1990. Avec la proposition du Conseil fédéral de 905 millions de francs, on pourrait passer de 3500 à 5500 logements par année - ce qui représente une augmenta- tion de 2000 logements par année - et le budget augmenterait de 34 millions à 45 millions de francs dès l'année prochaine. Avec la proposition de la majorité de la commission (1,4 milliard de francs), 7500 logements par année pourraient être intéressés par l'aide fédérale, donc 2000 de plus que ceux qui pourraient entrer en ligne de compte avec l'aide proposée par le Conseil fédéral. On aurait l'année prochaine une aug- mentation - la première année - de 7 millions de francs de moyens à disposition, un chiffre qui irait ensuite en augmen- tant parce que l'aide s'étend sur un nombre assez élevé d'an- nées et qu'il faut tenir compte d'un effet d'aide d'une année à l'autre.
Il faut pourtant faire attention à ce que les privés et les cantons utilisent cette possibilité supplémentaire qui leur serait mise à disposition, ce qui n'est pas certifié aujourd'hui. On pourra évi- demment faire connaître encore mieux cette possibilité fédé-
rale pour pousser certains cantons à être actifs dans ce do- maine. On pourrait revoir certaines dispositions de la loi fédé- rale, par exemple les limites de revenus, mais on n'a pas la cer- titude que l'aide supplémentaire proposée par la majorité de la commission sera entièrement utilisée.
Toutefois, la majorité de la commission a voulu montrer par sa décision la volonté de donner une contribution supplémen- taire à la résolution des problèmes de logements à loyer mo- déré en Suisse. Si, par contre, d'ici 1996, le crédit n'a pas été utilisé, il pourra l'être dans les années suivantes, parce que l'alinéa 2 de l'arrêté qu'on nous propose prévoit que ces cré- dits de programme soient ouverts au moins jusqu'en 1996, ce qui n'exclut pas qu'on puisse les utiliser encore dans les an- nées suivantes.
La minorité I considère que la proposition du Conseil fédéral est suffisante pour des raisons de politique financière qu'il faut respecter et qu'aucun motif valable ne la pousse à aller plus loin. La minorité Il Rechsteiner veut plus que doubler le crédit du Conseil fédéral. Cette proposition a été rejetée en commis- sion. Elle ne peut pas être acceptée, car déjà avec l'augmenta- tion décidée par la majorité de la commission, on n'est pas sûr que les crédits seront entièrement utilisés alors que l'on met déjà un montant supplémentaire considérable à disposition pour l'application de cette loi fédérale. Aller encore plus loin dans les propositions qui nous sont faites par la minorité Il nous paraît vraiment se livrer à de l'improvisation sans réa- lisme.
Pour cette raison, la majorité de la commission vous propose de vous en tenir à sa proposition qui consiste à augmenter le crédit au point A à 1,4 milliard de francs, mais de rejeter la pro- position de la minorité Il.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Il est impossible d'engager ce débat sans brosser à nouveau, brièvement du moins, à grands traits, le tableau de la situation actuelle du logement dans notre pays. Nous devons constater les aspects positifs et négatifs de cette situation.
Au nombre des aspects positifs, 3 millions de logements pour une population de 6,7 millions d'habitants représentent une densité exceptionnelle. Dans les années quatre-vingt, la cons- truction de logements a permis de mettre chaque année sur le marché 40 000 logements. En 1989, plus de 16 milliards de francs ont été investis dans la construction de logements. Cela représente 5 pour cent du produit national brut, ce qui est très important. La surface habitable représente environ 44 mètres carrés per capita. Mais il est clair que ces moyennes, qui font état d'une situation positive, doivent être pondérées.
Nous devons constater ensemble les points faibles de la situa- tion actuelle. Le premier est la charge du loyer, qui est très éle- vée. Le loyer mensuel d'un nouvel appartement de quatre piè- ces se monte aujourd'hui à 1700 francs au minimum. Le deuxième point faible est le pourcentage des logements va- cants, qui a passé de 1984 à 1990 de 0,8 à 0,4 pour cent envi- ron, volant et élasticité insuffisants pour un marché où devrait jouer librement la loi de l'offre et de la demande. Nous consta- tons que les logements vides sont surtout des appartements neufs à loyers très élevés. Des villas sont difficiles à vendre ou à louer, et leur nombre a augmenté considérablement ces der- niers temps.
Il faudrait construire, en Suisse, environ 45 000 logements par année pour retrouver un certain équilibre du marché. Nous n'en avons pas pris le chemin. En 1989, 40 000 appartements ont été construits. Les chiffres de 1990 ne sont pas encore connus définitivement, mais ils font apparaître un ralentisse- ment par rapport à 1989. Quant au cours des choses pour cette année, il indique qu'il sera construit encore moins de lo- gements que l'an dernier. Manque de terrains à bâtir, accapa- rement du sol dans l'attente de nouvelles plus-values, hausse du prix des terrains, coût de la construction dépassant celui du renchérissement général, augmentation considérable des taux hypothécaires - durant 150 ans les taux de rêve ont été le fait de la Suisse; or, depuis l'automne dernier, ce n'est plus le cas - une série impressionnante d'éléments concourent à la détérioration de la situation.
Il est indispensable que des mesures publiques et privées
Wohnungsbau. Bundesbeschluss
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soient prises, non pas pour régler le problème du logement - j'ai la lucidité d'imaginer que nous ne règlerons jamais ce pro- blème à satisfaction totale - mais au moins pour améliorer les conditions détériorées du moment. Il faut attaquer le mal à la racine. C'est ce que j'aurai certainement l'occasion de répéter à plusieurs reprises aujourd'hui, en répondant, au nom du Conseil fédéral, à de nombreuses interventions parlementai- res concernant la politique du logement. C'est ce que nous avons affirmé dans le débat mémorable consacré à la qua- trième hausse des taux hypothécaires, l'an dernier, ici même. Attaquer le mal à la racine, c'est nous livrer à une étude atten- tive et complète du problème et mettre sur pied des modèles et des formules nouveaux. Le Conseil fédéral a tenu parole. Dans ce sens il a, immédiatement après le débat sur les haus- ses des taux hypothécaires, engagé, d'une part, la Commis- sion fédérale pour la construction de logements et, d'autre . part, une commission d'experts pour les questions du marché hypothécaire, à plancher sur le problème et à proposer des solutions nouvelles. Je constate que le travail de ces deux commissions est en bonne voie. Elles ont identifié les causes principales du mal et, à partir de ce constat, elles travaillent à des solutions nouvelles. Elles examinent, en ce qui concerne en particulier le marché hypothécaire, les problèmes relatifs à la garantie des taux hypothécaires, les modalités de l'amortis- sement hypothécaire, des nouveaux modèles d'emprunt, des prises en compte des maîtres d'ouvrages d'utilité publique et la problématique de la répercussion des coûts en relation avec le droit de bail, cette fameuse question qui est devenue un serpent de mer dont il sera question ici cet après-midi, en attendant les solutions que le Conseil fédéral recevra, exami- nera et transformera en propositions au Parlement cette an- née encore. Il s'agit de ne pas perdre le rythme de ce qui est déjà sous toit, mais au contraire de soutenir, compte tenu de la détérioration de la situation, avec des moyens nouveaux, ce qui est déjà décidé, entrepris, et ce qui doit être continué et amplifié: poursuite de l'aide fédérale concernant l'améliora- tion du logement dans les régions de montagne, augmenta- tion des prêts provenant du fonds de roulement accordés aux maîtres d'ouvrages d'utilité publique, taux hypothécaires pla- cés sous la surveillance des prix - vous l'avez décidé l'au- tomne dernier - contributions versées à fonds perdu pour abaisser les charges locatives au titre de l'aide fédérale, pro- priétaires de logement qui doivent être assimilés aux possibili- tés de baisser les charges d'arrière-caution. Bref, c'est tout un dispositif qui est en cours et que nous avons vu encore ren- forcé par l'inclémence des temps.
La mesure que nous vous proposons aujourd'hui consiste à trancher en faveur du message du Conseil fédéral concernant de nouveaux crédits de programme pour l'encouragement de la construction et de l'accession à la propriété de logement. Dans le message que nous vous soumettons, 5500 logements sont prévus par an entre 1992 et 1996 et, indirectement, une assistance pour 2000 habitations grâce à l'aide accordée aux maîtres d'ouvrages d'utilité publique. Avec cette proposition, le Conseil fédéral vous a fait une proposition novatrice qui si- gnifie une aide et une pulsion de la Confédération considéra- blement accentuées par rapport à la situation actuelle et, de surcroît, compatibles avec les charges financières de la Confé- dération en général. Encourager la construction de 37 000 ap- partements au total est une opération de bonne mesure.
Sans doute se trouvera-t-il toujours, particulièrement à la qua- trième année de la législature, des propositions «pour en re- mettre un peu» à celles du gouvernement et nous sommes en présence ici d'une minorité I et même d'une minorité Il qui n'y vont pas avec le dos de la cuillère! Je devrais être, en ministre égoïste, reconnaissant à ces minorités de tous les moyens qu'elles veulent jeter dans mon escarcelle, qui n'est d'ailleurs pas la mienne mais celle de la Confédération. Mais, je crains que l'on fasse fausse route en choisissant celles de la majorité et de la minorité II. En allant dans cette direction, on agirait d'une manière excessive, car n'oublions pas que l'aide dont il est question est une aide supplétive, que c'est un moyen que la Confédération ajoute aux moyens privés qui sont engagés. Nous ne devons pas donner à ces moyens supplétifs une part disproportionnée dans le volume général des constructions.
Croyez-moi, ce que proposent le Conseil fédéral et la minorité I de la commission est un moyen bien calibré pour être un moyen supplétif; c'est un moyen qu'ont reconnu comme parfaitement suffisant une bonne douzaine de can- tons que nous avons consultés après les travaux de la com- mission. Contre l'avis de ces douze cantons satisfaits de la proposition du Conseil fédéral, il y en avait quatre qui, eux, ac- cueillaient avec satisfaction une augmentation telle que la pro- pose la majorité de la commission, mais il y en avait aussi un qui estimait que même les propositions de la Confédération étaient trop généreuses. C'est dire que dans la conduite de cette politique supplétive en matière de logements, les can- tons qui jouent un rôle capital de coopération et de décision avec la Confédération sont, dans leur écrasante majorité, favo- rables au taux proposé par le Conseil fédéral et que soutient la minorité I de la commission.
Nous avons à tenir compte de cet avis. Pourquoi? Parce que non seulement il est respectueux - je le disais tout à l'heure - d'un équilibre financier général, mais aussi parce qu'il est tout simplement réaliste et qu'il nous permettra d'octroyer l'appui de la Confédération à un nombre raisonnable de logements nouveaux qui se tiennent dans la grande statistique des constructions nouvelles, privées et publiques, qui vont interve- nir. Nous sommes en présence d'une solution mesurée mais généreuse et cela doit être retenu.
Si la malice des temps était encore plus grave à l'avenir qu'elle ne l'est aujourd'hui et que nous devions constater que le réa- morçage de la construction de logements tarde, que nous éprouvons des difficultés à redresser le cours actuel, alors ce moyen supplétif pourrait encore gagner en importance et en signification et nous aurions la possibilité d'intensifier les cré- dits dont il est question et, en quelque sorte, d'en anticiper le déblocage.
Si telle était réellement la situation et que nous soyons contra- ints à pratiquer cette anticipation, il est évident que l'apprécia- tion politique nous conduirait, et vous les premiers, à envisa- ger un crédit d'ouvrage global qui soit consommé avant le terme de 1996 proposé dans ce message et à lui substituer un nouveau crédit avant le délai fixé ici.
La solution du Conseil fédéral est à la fois équilibrée et nova- trice. Si, à l'épreuve du temps, elle devait se révéler insuffi- sante, sa souplesse nous permettrait d'anticiper quant au cré- dit-cadre suivant, afin de tenir compte d'une situation qui se serait révélée plus pernicieuse que nous ne l'imaginons au- jourd'hui.
Cela est suffisant pour s'en tenir à la solution harmonieuse que vous proposent le Conseil fédéral et la minorité I. Sur cette lettre a, j'aurai l'occasion ultérieurement d'intervenir concer- nant d'autres aspects et d'autres propositions. Pour moi, la prise de position du Conseil national sur la pièce maîtresse de ce message, soit la lettre a de l'article premier de l'arrêté, est importante, décisive même.
Je vous invite à suivre le Conseil fédéral et, cette fois-ci je ne me trompe pas, la minorité I de la commission.
Eventualabstimmung - Vote préliminaire Für den Antrag der Minderheit I 89 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit II 55 Stimmen
Definitive, namentliche Abstimmung Vote définitif par appel nominal
Für den Antrag der Mehrheit stimmen die folgenden Ratsmit- glieder:
Votent pour la proposition de la majorité:
Aguet, Ammann, Baerlocher, Bär, Bäumlin, Béguelin, Bez- zola, Bircher Peter, Bircher Silvio, Bodenmann, Borel, Brüg- ger, Bundi, Bürgi, Büttiker, Carobbio, Cavadini, Columberg, Darbellay, David, Déglise, Diener, Dormann, Ducret, Dünki, Eggenberg-Thun, Eggenberger Georges, Etique, Fankhau- ser, Fierz, Fischer-Sursee, Frey Claude, Grendelmeier, Gros- senbacher, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Hal- ler, Herczog, Hess Peter, Hildbrand, Hubacher, Jeanprêtre, Jung, Lanz, Leemann, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Leutenegger Oberholzer, Maeder, Maitre, Martin, Mat-
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N 21 mars 1991
they, Mauch Ursula, Meier-Glattfelden, Meier Samuel, Meizoz, Meyer Theo, Nussbaumer, Paccolat, Rebeaud, Rechsteiner, Reimann Fritz, Ruckstuhl, Ruffy, Salvioni, Scheidegger, Schmid, Schmidhalter, Schnider, Segmüller, Seiler Rolf, Stamm, Stappung, Stocker, Theubet, Thür, Uchtenhagen, Ulrich, Vollmer, Wanner, Weder-Basel, Wellauer, Widmer, Wie- derkehr, Zbinden Hans, Ziegler, Züger, Zwygart (89)
Für den Antrag der Minderheit I stimmen die folgenden Ratsmit- glieder:
Votent pour la proposition de la minorité l:
Allenspach, Antille, Aregger, Aubry, Basler, Berger, Blatter, Blocher, Bonny, Bühler, Burckhardt, Cincera, Couchepin, Coutau, Daepp, Dreher, Dubois, Eggly, Eisenring, Fäh, Fei- genwinter, Fischer-Hägglingen, Fischer-Seengen, Frey Wal- ter, Friderici, Früh, Giger, Graf, Gros, Guinand, Gysin, He- berlein, Hess Otto, Hösli, Houmard, Jeanneret, Kuhn, Kühne, Leuba, Loeb, Loretan, Luder, Meier Fritz, Mühlemann, Müller- Meilen, Müller-Wiliberg, Neuenschwander, Perey, Pini, Rei- mann Maximilian, Revaclier, Rutishauser, Rüttimann, Rychen, Sager, Savary-Fribourg, Savary-Vaud, Scherrer, Schüle, Schwab, Spälti, Spoerry, Steffen, Steinegger, Stucky, Tschup- pert, Weber-Schwyz, Widrig, Wyss Paul, Wyss William, Zölch, Zwingli (72)
Abwesend sind die folgenden Ratsmitglieder - Sont absents: Auer, Baggi, Biel, Bremi, Caccia, Cevey, Cotti, Danuser, Diet- rich, Engler, Eppenberger Susi, Euler, Gardiol, Grassi, Günter, Hari, Iten, Jaeger, Keller, Kohler, Ledergerber, Longet, Massy, Mauch Rolf, Nabholz, Neukomm, Oehler, Petitpierre, Phili- pona, Pidoux, Pitteloud, Portmann, Reichling, Rohrbasser, Ruf, Seiler Hanspeter, Spielmann, Zbinden Paul (38)
.
Vizepräsident Nebiker stimmt nicht M. Nebiker, vice-président, ne vote pas
Art. 1 Abs. 1 Bst. b Antrag der Kommission Mehrheit (15 zu 6 Stimmen) b. 300 Millionen Franken ... Minderheit I
(Friderici, Kuhn, Neuenschwander, Spoerry) Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Minderheit II
(Rechsteiner, Leuenberger-Solothurn, Leutenegger Oberhol- zer, Longet, Meizoz, Reimann Fritz) b. 360 Millionen Franken ....
Antrag Leutenegger Oberholzer
b. .... Darlehen und Beteiligungen. Davon sind 15 Prozent ge- zielt für die Wohnraumversorgung der sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen und ihre spezifischen Wohnraumbe- dürfnisse zu verwenden.
Art. 1 al. 1 let. b
Proposition de la commission Majorité (15 voix contre 6) b. 300 millions de francs Minorité /
(Friderici, Kuhn, Neuenschwander, Spoerry) Adhérer au projet du Conseil fédéral Minorité II
(Rechsteiner, Leuenberger-Soleure, Leutenegger Oberhol- zer, Longet, Meizoz, Reimann Fritz) b. 360 millions de francs ...
Proposition Leutenegger Oberholzer
b. .... et des participations; 15 pour cent de ce dernier montant seront directement affectés au logement des couches les plus déshéritées de la population compte tenu de leurs besoins spécifiques.
Frau Leutenegger Oberholzer: Das Wohnungsproblem hat sich für alle verschärft. Für die Randgruppen der Gesellschaft aber ist die Lage in der letzten Zeit dramatisch geworden. Das zeigen die vielen Obdachlosen in den Städten.
Das Wohnungs- und Eigentumsförderungsgesetz fördert die traditionellen Wohnformen. Es ist ein Förderungsprogramm, das sich an Leute mit mittleren bis tiefen Einkommen richtet. Nicht davon profitieren können - das steht fest - die sozial am meisten benachteiligten Gruppen. Das sind die Gruppen, die auf dem traditionellen Wohnungsmarkt überhaupt nicht er- scheinen. Ich denke an die Obdachlosen, deren Zahl auch in der Schweiz stark zunimmt. Bereits heute gibt es in grossen Städten viele Leute, die über keine Wohnungen verfügen, die auf Notunterkünfte angewiesen sind. Als Notunterkünfte kom- men in Frage z. B. Notschlafstellen, Container usw.
Der Bericht der Forschungskommission Wohnungswesen «Benachteiligte Gruppen auf dem Wohnungsmarkt» von 1990 hat dies klar aufgezeigt und hat auch aufgezeigt, wo und wie eine vermehrte Unterstützung durch die öffentliche Hand erfol- gen könnte, vor allem auch von seiten des Bundes.
Ich beantrage Ihnen deshalb, dass ein Teil der Rahmenkre- dite, die wir heute bewilligen, gezielt für die Finanzierung von solchen alternativen Wohnformen der sozial am meisten be- nachteiligten Bevölkerungsgruppen in der Schweiz verwendet wird. Es wäre eine krasse Rechtsungleichheit, wenn ausge- rechnet die Leute, die am meisten auf eine öffentliche Unter- stützung angewiesen sind, leer ausgingen, und zwar nur des- halb, weil sie auf dem traditionellen Wohnungsmarkt - wie ge- sagt - nicht in Erscheinung treten.
Damit die Bundesgelder aber beansprucht werden können, müssen sich die Gruppen, die sich der alternativen Wohn- raumversorgung widmen, zusammenschliessen. Dazu gibt es heute bereits Ansätze. Ein Teil der zinsgünstigen Darlehen an Dachorganisationen des gemeinnützigen Wohnungsbaus zur Aeufnung von Fonds de roulement soll damit gezielt für die Schaffung von Wohnraum der sozial benachteiligten Gruppen verwendet werden. Damit könnten dann auch von Bundes- seite z. B. Container, Notschlafstellen und ähnliches mitfinan- ziert werden.
Ich bitte Sie deshalb, dem Antrag zuzustimmen und einen Teil der bewilligten Kredite in Buchstabe b gezielt für die Wohn- raumversorgung der sozial benachteiligten Bevölkerungs- gruppen und für ihre ganz spezifischen Wohnraumbedürf- nisse zu verwenden.
M. Meizoz: Au nom du groupe socialiste, je tiens à souligner que la proposition présentée par Mme Leutenegger Oberhol- zer mérite notre attention, parce qu'elle pose un problème de société, un problème auquel nous sommes confrontés cha- que jour un peu plus. Le groupe socialiste partage donc les préoccupations exprimées dans cet amendement.
Cela étant dit, je voudrais faire observer ce qui suit. Tout d'abord, la meilleure manière d'aider les couches les plus dé- favorisées de la population réside dans l'abaissement des loyers par le biais des contributions à fonds perdu. Les crédits mentionnés à l'article premier, 1er alinéa, lettre a du projet d'arrêté sont précisément destinés à cette fin. Deuxièmement, ces crédits servent en grande partie à couvrir les besoins spé- cifiques des couches les plus déshéritées de la population, à savoir les personnes âgées, les invalides et souvent des per- sonnes en formation. Rien ne devrait s'opposer à ce que le cer- cle des ayants droit soit étendu aux personnes ou catégories de personnes que Mme Leutenegger Oberholzer prend sous son aile protectrice. Il suffit pour cela, Monsieur le Conseiller fédéral, de procéder à une modification de l'ordonnance d'ap- plication de la loi.
Troisièmement, fixer à 15 pour cent du crédit demandé sous lettre b le taux d'intervention de la Confédération en faveur des besoins spécifiques des couches les plus déshéritées de la population paraît, à notre sens, aller à fins contraires. Ce pourcentage signifie que 5 millions de francs par année se- raient mis à la disposition des personnes auxquelles Mme Leutenegger Oberholzer voue sa sollicitude, soit sans doute moins que ce qu'il devrait être possible de leur allouer par le canal des avances à fonds perdu. Au surplus, cette opé- ration, telle qu'elle est conçue à partir de l'amendement que nous discutons en ce moment, se ferait au détriment des orga- nisations faîtières s'occupant de la construction de logements
Wohnungsbau. Bundesbeschluss
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d'utilité publique. Ce serait aller à contresens, à un moment où l'on prend conscience de la nécessité de renforcer la capacité d'intervention de ces organisations.
En conclusion, le groupe socialiste souhaite que M. De- lamuraz, conseiller fédéral, puisse donner son agrément à une modification de l'ordonnance qui tiendrait précisément compte des préoccupations exprimées par l'auteur de la pro- position. Faute de recevoir l'assurance que tel sera bien le cas, le groupe socialiste serait amené à voter l'amendement pro- posé.
Scherrer: Ich bitte Sie, den Antrag Leutenegger Oberholzer abzulehnen.
Frau Leutenegger, die angeblich Obdachlosen sind - gemäss einer Sendung, die das Schweizer Fernsehen vor kurzem aus- gestrahlt hat - meist freiwillig obdachlos. Wenn Sie unter «al- ternativen Wohnformen» z. B. «Zaffaraya» oder die Reitschule in Bern verstehen, dann wollen Sie diese auf Staatskosten un- terbringen?
Wenn Sie über die Autobahn Richtung Genf fahren, sehen Sie auf einer Brücke aufgesprayt: «Staat verrecke, Zaffaraya lebt.» Für eine solche Wohnform, die den Staat derart verunglimpft und zum Teufel wünscht, dürfen keine Staatsgelder verwendet werden.
Wenn Sie an der Reitschule vorbeifahren, sei es mit dem Zug oder mit dem Auto, dann sehen Sie die staatsfeindlichen, klas- senkämpferischen Parolen, die zum Umsturz gegen unsere Gesellschaftsordnung aufrufen.
Unter solchen Voraussetzungen bin ich nicht bereit, für alter- native Wohnformen auch nur einen Rappen auszuzahlen. Ich bitte Sie, dasselbe zu tun, indem Sie den Antrag Leutenegger Oberholzer ablehnen.
Schmidhalter, Berichterstatter: In Artikel 1 Absatz 1 Buchsta- be b verlangt der Bundesrat 180 Millionen Franken für rück- zahlbare Darlehen und Beteiligungen. Es sind also nicht verlo- rene Gelder, sondern sie kommen eines Tages wieder zurück. Die Kommissionsmehrheit schlägt Ihnen vor, hier 300 Millio- nen Franken vorzusehen. Die Minderheit Il hat ihren Antrag zu- rückgezogen.
Von den 180 Millionen Franken müssen 40 Millionen Franken für Vorschüsse beim Zinsausgleichsfonds reserviert werden, und zwar über die Jahre 1992 bis 1996. Für Darlehen und Be- teiligungen an Träger und Organisationen des gemeinnützi- gen Wohnungsbaus werden laut Bundesrat 140 Millionen Franken benötigt. 1991 haben wir im Budget unter dieser Ru- brik 25 Millionen Franken; nach dem Vorschlag des Bundesra- tes würde dies 1992 28 Millionen Franken ergeben.
Wenn wir 300 Millionen Franken einschreiben, dann müssen wir hier diese 40 Millionen Franken zuerst abziehen. Es blei- ben dann 260 Millionen Franken an rückzahlbaren Darlehen, geteilt durch fünf Jahre, das würde dann 52 Millionen Franken freigeben. Das heisst: Wir erhalten eine Verdoppelung dieser Summe.
Das Bundesamt hat die Nachfrage abgeklärt und sich bei vie- len Dachorganisationen des gemeinnützigen Wohnbaus er- kundigt, wie sie ihre Nachfrage abschätzen. Es sind dies: der Schweizerische Verband für Wohnungswesen in Zürich, die Union Suisse pour l'amélioration du logement, der Verband Li- beraler Baugenossenschaften, die Association Suisse des Co- opératives d'habitation radicales, der Verband für Wohnbau- und Eigentumsförderung, der Schweizerische Verband für so- zialen Wohnungsbau, die Logis suisses, die Wohnstadt, die EIWoG und die Loca Casa.
Die Nachfrage bei diesen Dachorganisationen für den ge- meinnützigen Wohnungsbau hat bereits für 1992 ein Kreditbe- gehren von 35 Millionen Franken ergeben. Es sind aber noch zusätzlich drei Organisationen in Gründung, die sich mit der Renovation von Einzelobjekten im ländlichen Raum befassen oder befassen möchten. Man möchte über bestehende land- wirtschaftliche Kreditkassen versuchen, die Lücke zu füllen, die auch Herr Luder in seinem Antrag anspricht. Man muss hier etwa mit 5 Millionen Franken pro Jahr zusätzlich rechnen. Es wurde aber auch Kontakt aufgenommen mit der Dachorga- nisation für Obdachlose in Zürich wegen sogenannten Contai-
nersiedlungen. Das ist das Problem, das Frau Leutenegger Oberholzer anspricht, und auch hier müsste man im Minimum einen Betrag zwischen 2 Millionen und 5 Millionen Franken pro Jahr einsetzen. Es sind auch Gespräche im Gang mit Dachorganisationen für die Förderung von Studentenwoh- nungen. Wir haben in diesem Haus diesbezüglich Beschlüsse gefasst, nach denen wir in Zukunft Studentenwohnungen ver- mehrt unterstützen und fördern möchten. Auch hier muss man einen ähnlich hohen Betrag einsetzen. Es wurden in letzter Zeit auch noch Handwerkergenossenschaften wieder organi- siert und ins Gespräch gebracht. Auch sie möchten den ge- meinnützigen Wohnungsbau fördern und vom Bund rückzahl- bare Darlehen und Beteiligungen erhalten. Zusätzlich sind die Gemeinden angesprochen, denn auch Gemeinden können nach dem Gesetz Darlehen und Beteiligungen im Bereich ge- meinnütziger Wohnungsbau anfordern.
Wenn man dies alles zusammennimmt, kann man klar feststel- len, dass die vom Bundesrat vorgesehenen 28 Millionen pro Jahr nicht reichen werden. Ich beantrage daher im Namen der Mehrheit der Kommission, dass Sie diesen Antrag 300 Millio- nen Franken unter Buchstabe b unterstützen. Die Kommission hat mit 15 zu 6 Stimmen Stellung bezogen.
Noch einige Worte zum Antrag Leutenegger Oberholzer. In der Kommission lag er in dieser Form nicht vor, wir konnten also nichts beschliessen. Wir haben aber über das Problem diskutiert. Die Kommission hat Verständnis für das Anliegen, und ich habe Sie darauf aufmerksam gemacht, dass auch das Bundesamt Abklärungen getroffen hat. Zur Beruhigung kann ich Ihnen versichern, dass bei diesem Problem speziell die Zu- satzverbilligung Il zum Zuge kommt und auch eine Zusatzver- billigung III durch die Kantone.
Ich möchte als Präsident der Kommission den Bundesrat an- fragen, ob er einverstanden ist, dass man in nächster Zeit die Verordnung auf jeden Fall anpassen wird.
M. Cavadini, rapporteur: Je m'exprimerai tout d'abord sur la lettre b de l'arrêté fédéral et ensuite sur la proposition de Mme Leutenegger Oberholzer.
Si l'on pouvait avoir quelques doutes quant au premier crédit puisqu'on n'était pas sûr de pouvoir l'utiliser entièrement au cours des cinq prochaines années, ici la majorité de la com- mission est convaincue que l'augmentation de crédits de 180 à 300 millions se justifie. Grâce à cet argent, nous financerons la construction de logements par l'entremise d'organisations d'utilité publique - huit sont déjà actives en Suisse - et nous pourrons également soutenir une activité entreprise dans ce secteur par les communes.
Le but de ces organisations d'utilité publique est de réaliser des logements à loyers modérés dans les différentes régions du pays. Cet argent leur permet d'allouer aux coopératives ré- gionales des prêts à des taux d'intérêt raisonnables dont profi- tent les locataires. Mais le crédit facilite aussi l'accès à la pro- priété.
Étant donné la pénurie de logements de cette catégorie, il pa- raît justifié de promouvoir l'activité de ces organisations. Cette année, la demande provenant des organisations déjà actives en la matière atteignait 35 millions de francs, demande supé- rieure par conséquent au montant inscrit au budget de la Confédération, à savoir 25 millions. Il ne faut pas oublier que d'autres organisations sont en train d'être créées en Suisse, et notamment, comme nous le verrons plus tard, dans le do- maine de l'agriculture. Avec le crédit de 180 millions proposé par le Conseil fédéral, on pourrait passer de 25 à 28 millions par année. Je vous rappelle que pour cette année la demande est déjà de 35 millions. Par conséquent, le crédit du Conseil fédéral ne permettrait pas d'accéder aux demandes de ces or- ganisations d'utilité publique.
Si nous passons à 300 millions, comme le propose la majorité de la commission, nous aurons chaque année à disposition 52 millions de francs pour financer l'activité de ces organisa- tions mais aussi celle des communes si elles prennent la déci- sion d'être actives dans ce secteur, soit un montant double de celui de cette année, ce qui nous paraît plus que suffisant et ne justifie certainement pas d'aller encore plus loin, comme le voulait la minorité Il qui entre-temps a retiré sa proposition.
Construction de logements. Arrêté fédéral
678
N 21 mars 1991
La minorité I veut en rester à la proposition du Conseil fédéral, la majorité de la commission est d'avis que la proposition de 300 millions est justifiée. Si l'on considère que la demande qui provient de ces organisations dans ce secteur est justifiée et est supérieure aux montants prévus, que le nombre des orga- nisations d'utilité publique en activité et de celles qui vont se créer va augmenter, ce qui aura pour effet d'accroître la de- mande à l'avenir, qu'il y a un besoin de logements à loyers modérés et qu'il est nécessaire de pouvoir agir aussi dans le secteur de l'agriculture et dans des situations assez difficiles telles celles évoquées par Mme Leutenegger, l'augmentation de crédits se justifie car elle permettrait de donner suite à cette activité supplémentaire.
En ce qui concerne la proposition de Mme Leutenegger Ober- holzer, qui n'a pas été discutée en commission puisqu'elle n'y avait pas été présentée, à l'intérieur de la loi de 1974 et de l'or- donnance à l'article 27 on peut en tenir compte, ce qui permet d'améliorer certaines situations difficiles. On demande au Conseil fédéral si avec une modification ultérieure de cette or- donnance on pourrait encore prendre en considération ces si- tuations particulières évoquées par Mme Leutenegger Ober- holzer. En cas de réponse positive, il ne serait plus nécessaire d'accepter cette proposition qui, entre autres, introduit un élé- ment de rigidité, le 15 pour cent, qui personnellement ne me paraît pas l'idéal dans cette construction qui doit aussi tenir compte des situations différentes dans les cantons. Une flexi- bilité plus grande de l'ordonnance permettrait de mieux saisir cette situation sans insérer une proposition de ce genre dans l'arrêté.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: L'heure du brouet a sonné, je serai donc inhabituellement bref. Je résumerai mon inter- vention en trois points.
En premier lieu, vous avez décidé tout à l'heure, à l'appel no- minal et contre une très honorable et très vigoureuse minorité, un montant de 1 milliard 400 millions de francs pour les con- tributions non remboursables. En ce qui concerne les prêts remboursables et les participations, le Conseil fédéral, fidèle à sa logique, vous engage à suivre la minorité I, soit les 180 millions proposés par le Conseil fédéral lui-même.
Deuxième point: je comprends parfaitement la proposition de Mme Leutenegger Oberholzer, qui va dans le même sens que ce que nous recherchons, à savoir non pas disperser l'aide publique à la construction de logements, comme une sorte d'arrosoir, mais la cibler sur ceux qui en ont le plus besoin et qui, de par les circonstances matérielles où ils se trouvent, ont les plus grandes difficultés à payer un loyer disproportionné. Nous sommes d'avis cependant que si le but est bel et bien celui fixé par Mme Leutenegger Oberholzer, le moyen d'attein- dre ce but doit être différent de celui qu'elle nous propose. Une aide directe, personnelle, sera meilleure que l'aide systémati- que fixée dans la loi. Dans ce sens, Madame Leutenegger Oberholzer, je peux vous dire que le Conseil fédéral a décidé que, lorsque les travaux législatifs seront terminés dans le ca- dre de ce message, il adapterait l'ordonnance de manière à donner aux plus déshérités de la population cet abaissement de base 2 qui permettra d'atteindre par un moyen mieux choisi le but que nous nous sommes fixé.
C'est dans ce sens que je donne à Mme Leutenegger Ober- holzer, à M. Meizoz, à M. le président de la commission et à M. le rapporteur de langue française, les plus expresses ga- ranties quant à la modification de cette ordonnance par le Conseil fédéral, une fois la procédure législative terminée. Enfin, troisième point, je voudrais dire à M. Neuenschwander ce que j'ai oublié de lui préciser lors du débat d'entrée en ma- tière, à savoir que le Conseil fédéral prendra une décision sur l'arrêté fédéral urgent C avant Pâques - je souligne, c'est es- sentiel, avant Pâques 1991!
Frau Leutenegger Oberholzer: Ich bin froh, sowohl von den Kommissionssprechern wie auch vom Bundesrat die Zusiche- rung bekommen zu haben, dass man der Wohnraumversor- gung der sozial benachteiligten Gruppen in der Schweiz ver- mehrt Aufmerksamkeit schenken wird und dass man das Pro- blem erkannt hat. Ich habe auch mit viel Befriedigung zur
Kenntnis genommen, dass der Bundesrat bereit ist, die Ver- ordnung zu ändern.
Mein Antrag erklärt sich aus der Logik des Wohn- und Eigen- tumsförderungsgesetzes, das ein anderes Vorgehen bisher gar nicht erlaubte. Im Sinne dieser Zusicherung, nämlich dass die Verordnung zum WEG geändert wird, ziehe ich, Herr Bun- desrat, meinen Antrag zurück.
Präsident: Herr Rechsteiner lässt mitteilen, dass der Antrag der Minderheit II in Analogie zur ersten Abstimmung zurück- gezogen wird.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit Für den Antrag der Minderheit I
68 Stimmen 44 Stimmen
Hier wird die Beratung dieses Geschäftes unterbrochen Le débat sur cet objet est interrompu
Schluss der Sitzung um 13.10 Uhr La séance est levée à 13 h 10
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Wohnungsbau. Bundesbeschluss Construction de logements. Arrêté fédéral
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Jahr
1991
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Band
II
Volume
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Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.085
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 21.03.1991 - 08:00
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Data
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665-678
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