Motion on genome analysis regulation transmitted

20019704Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)20.03.1991Granted

Zusammenfassung

The National Council took note of the commission's view that genome analyses required regulation and that a motion was the faster parliamentary instrument. The commission adopted the motion text unanimously, and the initiator then withdrew her parliamentary initiative. The Federal Council stated it was ready to accept the motion, which was transmitted to the Council of States. The record also reproduces an urgent interpellation by the Green Group concerning a first deliberate release trial of genetically modified potatoes, but no substantive answer is contained in the excerpt.

Regest

Genome analysis regulation; choice of parliamentary instrument. Where the competent commission considers legislative action necessary but is unable to prepare a draft bill itself, it may opt to proceed by motion rather than by parliamentary initiative; withdrawal of the initiative follows once the motion text is adopted. Transmission of the motion reflects the parliamentary decision to pursue the matter through the motion procedure rather than by legislative initiative.

Gesamter Gesetzestext

Dringliche Interpellation der grünen Fraktion

637

  1. März 1991 N

Texte de la motion du 31 janvier 1991

Le Conseil fédéral est chargé d'élaborer une réglementation relative à l'utilisation des analyses de génome. Il délimite en particulier le champ d'application et garantit la protection des données recueillies.

Präsident: Der Bundesrat ist bereit, die Motion entgegenzu- nehmen.

Ueberwiesen - Transmis

An den Ständerat - Au Conseil des Etats

89.240

Parlamentarische Initiative (Ulrich) Genomanalysen-Gesetz Initiative parlementaire (Ulrich) Loi sur les analyses de génome

Wortlaut der Initiative vom 27. September 1989

Ein eigentliches Gesetz über Genomanalysen soll die restrik- tive Anwendung der Genomanalysen regeln, die erlaubten An- wendungsbereiche abschliessend aufzählen und den Schutz der erhobenen Daten (sowohl vor dem Zugriff von Aussenste- henden wie auch dem unerwünschten Bekanntwerden an die Betroffenen) gewährleisten.

Texte de l'initiative du 27 septembre 1989

Une loi sur les analyses de génome réglera de manière restric- tive l'application de telles analyses, définira rigoureusement les domaines d'application autorisés, et veillera à mettre à l'abri les données recueillies de tout accès par des tiers ainsi que de toute communication indésirable aux personnes concernées.

Herr Darbellay unterbreitet im Namen der Kommission den folgenden schriftlichen Bericht:

Am 27. September 1989 hat Nationalrätin Ulrich eine parla- mentarische Initiative in Form einer allgemeinen Anregung eingereicht.

Die Kommission hatte am 31. Januar 1991, nachdem sie den Gegenvorschlag zur «Beobachter»-Initiative (89.067) zu Ende beraten hatte, über die parlamentarische Initiative zu entschei- den. Sie hörte vorher die Initiantin an und befragte die anwe- senden Experten.

Die Kommission hat festgestellt, dass ein Handlungsbedarf in bezug auf Genomanalysen besteht. Die Frage stellte sich, wel- ches parlamentarische Mittel in diesem Fall besser geeignet wäre; um rascher voranzukommen. Die Kommission kam zur Auffassung, dass sie nicht in der Lage ist, ein entsprechendes Gesetz selber vorzubereiten. Mit 10 zu 5 Stimmen entschloss sie sich deshalb für die Ueberweisung einer Motion.

Nachdem sich die Kommission auf einen Text geeinigt und diesen einstimmig zur Motion erhoben hat, zog die Initiantin ihre parlamentarische Initiative zurück.

M. Darbellay présente au nom de la commission le rapport écrit suivant:

Mme Ulrich, conseillère nationale, a déposé le 27 septembre 1989 une initiative parlementaire conçue en termes généraux. Le 31 janvier 1991, la commission a traité l'initiative parlemen- taire Ulrich, après avoir délibéré sur le contre-projet de l'initia-

tive du Beobachter (89.067). Elle a entendu l'auteur de l'initia- tive et a interrogé les experts présents.

La commission est convaincue qu'il est nécessaire d'agir dans le domaine des analyses de génome. La question se pose de savoir lequel des instruments dont dispose le Parlement est le plus adéquat pour parvenir rapidement à une solution. La commission a reconnu qu'elle n'était pas en mesure de prépa- rer elle-même un projet de loi et elle a donc décidé par 10 voix contre 5 de transmettre une motion.

Après que la commission a adopté à l'unanimité le texte de la motion, l'auteur a retiré son initiative parlementaire.

Zurückgezogen - Retiré

91.3040

Dringliche Interpellation der grünen Fraktion Erster Freisetzungsversuch gentechnologisch veränderter Kartoffeln Interpellation urgente du groupe écologiste Essai en champ de pommes de terre génétiquement modifiées

Wortlaut der Interpellation vom 4. März 1991

In zahlreichen Verbänden, Institutionen, Gruppierungen und auch in der Bevölkerung herrscht um die beabsichtigte Frei- setzung von gentechnologisch hergestellten, virusresistenten Kartoffeln durch die eidgenössische Forschungsanstalt Chan- gins grosse Ungewissheit und Besorgnis. Angaben zum Pro- jektverlauf, zum Bewilligungsverfahren und zu den Bewilli- gungskriterien sind sehr mangelhaft.

Wir fragen deshalb den Bundesrat:

  1. Wie ist der zeitliche Ablauf des Bewilligungsverfahrens und des Freisetzungsprojektes angesetzt? Wer ist daran beteiligt? Auf welche Rechtsgrundlage stützt sich dieses Bewilligungs- verfahren? Wer sind die Verantwortungsträger für diese erste absichtliche Freisetzung in der Schweiz?

  2. Welche vorangehende Risikoforschung ist im Rahmen die- ses Projektes abgelaufen? Sind die Fragen, wie sie zum Bei- spiel in den EG-Richtlinien gestellt sind, eingehend geklärt worden:

  • grundsätzliche Fragen zum Spenderorganismus (13 Fra- gen)

  • grundsätzliche Fragen zum Empfängerorganismus (13)

  • grundsätzliche Fragen zum Vektor (4)

  • grundsätzliche Fragen zum rekombinanten Organismus (18)

  • grundsätzliche Fragen zum Oekosystem, in welches freige- setzt wird (11)

  • grundsätzliche Fragen zum Ort der Freisetzung (12)

  • grundsätzliche Fragen zur Wechselwirkung des rekombi- nierten Organismus mit der Umwelt (19)?

Wo sind die Ergebnisse dieser Abklärungen publiziert?

  1. Wird den Umwelt-, Naturschutz- und andern Verbänden Einsicht in die Anmeldeunterlagen gewährt? Besteht ein Ein- spracherecht bei abweichenden Risikoeinschätzungen? Wird die Oeffentlichkeit, insbesondere die betroffene Gemeinde, vor Versuchsbeginn eingehend informiert?

  2. Sind zu diesem Projekt Gutachten oder Stellungnahmen er- stellt worden oder werden solche noch in Auftrag gegeben? Werden diese Dokumente im Rahmen des Verfahrens öffent- lich gemacht?

  3. Wer haftet bei Schädigung der Umwelt und der Landwirt- schaft, des Oekosystems der Gegend, in die freigesetzt wird?

56-N

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Parlamentarische Initiative (Ulrich) Genomanalysen-Gesetz Initiative parlementaire (Ulrich) Loi sur les analyses de génome

In

Dans

In

Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale

Jahr

1991

Année

Anno

Band

II

Volume

Volume

Session

Frühjahrssession

Session

Session de printemps

Sessione

Sessione primaverile

Rat

Nationalrat

Conseil

Conseil national

Consiglio

Consiglio nazionale

Sitzung

14

Séance

Seduta

Geschäftsnummer 89.240

Numéro d'objet

Numero dell'oggetto

Datum

20.03.1991 - 15:00

Date

Data

Seite

637-637

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Ref. No

20 019 704

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genome analysisparliamentary motionparliamentary initiativedata protectiongenetic engineeringpublic regulation