E 29 novembre 1990
932
Motion du Conseil national (Rychen)
Ich kann Ihnen versichern, dass sich der Bundesrat mit der schwerwiegenden Problematik unserer Berufsbildung, insbe- sondere, Herr Piller, der Problematik unserer Höheren Techni- schen Lehranstalten (HTL), befasst. Ich bin Ihnen dankbar für die Diskussion, die Sie heute begonnen haben. Sie wird ohne Zweifel zur Weiterentwicklung dieser Problematik beitragen. Dass hier auch Probleme des Verhältnisses der HTL zu den Hochschulen entstehen, muss ich nicht besonders unterstrei- chen.
Herr Lauber, ich teile Ihre Meinung: Im Rahmen unserer Kom- petenzen hat der Bundesrat heute mit dieser Vorlage die Mög- lichkeiten des Bundes, die in diesem Bereich bestehen, aus- geschöpft. Ich bin dem Ständerat dankbar, wenn er den ver- schiedenen Vorlagen einhellig zustimmen wird.
Ich teile Ihnen im übrigen mit, dass die Erasmus-Verhandlun- gen nächste Woche, am 5. Dezember, beginnen. Wir hoffen, bei positivem Ausgang für das akademische Jahr 1992/93 die entsprechenden Vorbereitungen abgeschlossen zu haben. Wir hoffen auch, dass die Verhandlungen, denen Vorbespre- chungen vorausgegangen sind, so schnell geführt werden, dass man im nächsten Jahr zu einem Abschluss kommen kann.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Bundesbeschluss über die Hochschulkonventionen des Europarates sowie die Hochschulkonvention der Unesco für die Staaten der Region Europa
Arrêté fédéral sur les conventions universitaires du Con- seil de l'Europe et la Convention de l'UNESCO pour les Etats de la région Europe
Gesamtberatung - Traitement global du projet
Titel und Ingress, Art. 1 - 3 Titre et préambule, art. 1-3
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 27 Stimmen (Einstimmigkeit)
Bundesbeschluss über die internationale Zusammenar- beit im Bereich der höheren Bildung und der Mobilitätsför- derung
Arrêté fédéral relatif à la coopération internationale en ma- tière d'enseignement supérieur et de mobilité
Gesamtberatung - Traitement global du projet
Titel und Ingress, Art. 1 -5 Titre et préambule, art. 1-5
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 27 Stimmen (Einstimmigkeit)
Bundesbeschluss über die Finanzierung der internationa- len Zusammenarbeit im Bereich der höheren Bildung und der Mobilitätsförderung
Arrêté fédéral relatif au financement de la coopération in- ternationale en matière d'enseignement supérieur et de mobilité
· Gesamtberatung - Traitement global du projet
Titel und Ingress, Art. 1- 3 Titre et préambule, art. 1-3
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 26 Stimmen (Einstimmigkeit)
Bundesbeschluss über Massnahmen zur Förderung der gegenseitigen Anerkennung von Studienleistungen und der Mobilität in der Schweiz
Arrêté fédéral instituant des mesures propres à promou- voir la reconnaisance réciproque des prestations d'études et la mobilité en Suisse
Gesamtberatung -- Traitement global du projet
Titel und Ingress, Art. 1 -- 6 Titre et préambule, art. 1-6
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 28 Stimmen (Einstimmigkeit)
Bundesbeschluss über die Finanzierung der Massnah- men zur Förderung der gegenseitigen Anerkennung von Studienleistungen und cler Mobilität in der Schweiz
Arrêté fédéral relatif au financement des mesures propres à encourager la reconnaissance réciproque des presta- tions d'études et la mobilité en Suisse
Gesamtberatung - Traitement global du projet
Titel und Ingress, Art. 1 - 4 Titre et préambule, art. 1 - 4
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 27 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Nationalrat - Au Conseil national
90.313
Motion des Nationalrates (Rychen) Drogenmissbrauch. Nationale Präventionskampagne Motion du Conseil national (Rychen) Toxicomanie. Campagne nationale de prévention
Wortlaut der Motion vom 6. Februar 1990 Der Bundesrat wird beauftragt, eine breitangelegte nationale Kampagne gegen den Drogenmissbrauch nach dem Vorbild der Aids-Kampagne einzuleiten.
Texte de la motion du 6 février 1990 Le Conseil fédéral est cha gé de lancer une campagne natio- nale de prévention de la toxicomanie en prenant pour exemple la campagne contre le SIDA.
M. Gautier, rapporteur: C est le 6 février de cette année que M. Rychen, conseiller national, déposait la motion qui nous occupe. Le 5 juin, le Conseil fédéral déclarait l'accepter et le 22 juin le Conseil national l'adoptait sans débat. La Commis- sion de la santé publique et de l'environnement vous propose d'en faire de même et si vous la suivez, cette motion aura été transmise au Conseil fédéral moins de dix mois après son dé- pôt, ce qui me paraît assez rapide.
La motion demande que le Conseil fédéral lance une campa-
S
933
Rettung unserer Gewässer
gne nationale pour la prévention de la toxicomanie compara- ble à celle menée pour la prévention du SIDA. La commission a salué cette initiative, car elle considère que dans la lutte contre la toxicomanie le facteur prévention est de la plus grande importance. Le problème de la pénalisation ou de la dépénalisation de la consommation de drogue est certes im- portant, mais il ne résoudra jamais, quelle que soit la solution adoptée, le problème de la toxicomanie. De même, les efforts thérapeutiques pour sortir les toxicomanes de leur enfer sont souvent remarquables mais, hélas, d'une efficacité relative. Il faut donc, comme pour le SIDA, renforcer la prévention par une ou par des campagnes d'information. De telles campa- gnes sont déjà menées par les cantons et par des associations privées. Malheureusement, cela ne suffit pas et nous pensons que la Confédération doit aussi intervenir dans ce domaine, non pas en concurrençant mais en coordonnant les activités existantes, en les soutenant et en les complétant par une cam- pagne nationale.
Permettez-moi d'ajouter, à titre personnel, le souhait que cette campagne nationale soit nuancée, car je ne crois pas qu'on puisse convaincre avec les mêmes arguments la jeunesse de Zurich, de Genève, de Bâle ou de Chiasso.
Cela dit, je vous invite, au nom de la commission unanime, à transmettre cette motion au Conseil fédéral.
Bundesrat Cotti: Der Bundesrat war schon im Nationalrat be- reit, die Motion entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
87.036
Rettung unserer Gewässer. Volksinitiative und Gewässerschutzgesetz. Revision
Sauvegarde de nos eaux. Initiative populaire et loi sur la protection des eaux. Révision
Siehe Seite 463 hiervor - Voir page 463 ci-devant Beschluss des Nationalrates vom 27. September 1990 Décision du Conseil national du 27 septembre 1990
Differenzen - Divergences
Art. 31 Abs. 2 Bst. d, Art. 32 Abs. 1 Bst. b, d Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Art. 31 al. 2 let. d, art. 32 al. 1 let. b, d Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national
Iten, Berichterstatter: «Was lange währt, wird endlich gut», kann ich zu Beginn dieser vierten Differenzbereinigung des Gewässerschutzgesetzes vermerken. Das gilt auch für heute morgen. Wir hatten es um 8 Uhr traktandiert und haben auf- grund der Verzögerung der Unterlagen erst jetzt die Gelegen- heit, dieses Gesetz und diese Differenzen zu beraten. Ich bitte Sie vor allem, das Kurzprotokoll zur Hand zu nehmen, wo alle Anträge der Kommission schön nebeneinander aufgelistet sind.
Die vorberatende Kommission hat bei den entscheidenden und die Substanz des Gewässerschutzgesetzes tangierenden Artikeln auf die Linie des Nationalrates eingeschwenkt. Wir sind im Grunde an jenem Punkt angelangt, den der Ständerat schon am 4. Oktober 1988 erreicht hatte. Mit einer gewissen Hartnäckigkeit versuchte eine Mehrheit des Rates bei den je-
weiligen Beratungen Ausnahmeregelungen im Bereich der Restwassermengen ins Gesetz hineinzubringen. Ebenso klar und unmissverständlich lehnte jeweils der Nationalrat diese Ausnahmen ab. Mit der nunmehrigen Zustimmung zu den Be- schlüssen des Nationalrates, wie die Kommission sie Ihnen empfiehlt, erreichen wir Verfassungstreue. Wir können hoffen, dass die Gewässerschutz-Initiative zurückgezogen wird, weil die Hauptforderungen erfüllt sind. Ich werde darauf zurück- kommen.
Aus den Gewässerschutzartikeln der Bundesverfassung geht klar hervor, dass der Verfassungsgeber der Meinung ist, es sei eine gesamtschweizerische Rechtsvereinheitlichung in bezug auf angemessene Restwassermengen notwendig. Damit sind aber nicht nur die Mindestrestwassermengen gemeint, son- dern ebenso angemessene Restwassermengen, die die Kan- tone festlegen können. Die ständerätliche Version hätte in die- sem Punkt den Verfassungsauftrag nicht erfüllt. Für viele Bür- gerinnen und Bürger - nicht nur für solche, die im Bereich des Umweltschutzes tätig sind - wäre ein Beharren auf der stände- rätlichen Fassung, die formal eine nicht mit Sanktionen ver- bundene Ausweichlösung gebracht hätte, ein Beweis dafür, dass die Politik, das Recht und insbesondere die Verfassung in wichtigen Punkten nicht ernst genommen werden. Zahlrei- chen Zuschriften von Bürgerinnen und Bürgern konnte ich entnehmen, dass die Gewässerschutzrevision mit grosser Sorge verfolgt wird. Der Entscheid für die Fassung des Natio- nalrates ist deshalb aus meiner Sicht nicht nur aus verfas- sungsrechtlichen und Umweltschutzgründen richtig und wichtig, sondern zumindest ebensosehr aus staatspolitischen Ueberlegungen, nämlich zur Vermeidung noch stärkerer Staatsverdrossenheit und weiterer Polarisierung durch die Stärkung fundamentalistischer Positionen.
Um so wichtiger also sind die Anträge der vorberatenden Kommission, die dieser Kritik und Sorge nunmehr Rechnung tragen. Die Kommission beschloss nämlich einstimmig, zu be- antragen, die Beschlüsse des Nationalrates bezüglich Arti- kel 31 Absatz 2 Buchstabe d betreffend der Fischwanderung und der Ausnahmeregelung in Artikel 32 Absatz 1 Buchsta- be b und Artikel 32 Absatz 1 Buchstabe d anzunehmen.
Wenn wir heute diese drei Beschlüsse fassen, dürften die zen- tralen Postulate der Gewässerschutz-Initiative erfüllt sein. Das Gesetz sorgt in Abwägung der Schutz- und Nutzinteressen weitgehend für die Erhaltung der natürlichen Gewässer. Es gewährleistet die für die freie Fischwanderung erforderliche Wassertiefe. Die Ausnahmebestimmungen gemäss Fassung des Nationalrates werden vom Aktionskomitee anerkannt. Es bleibt noch die Regelung der Ausgleichsbeiträge mit dem so- genannten Landschaftsrappen, den die Initiative vorsieht. Der Landschaftsrappen aber zählt meines Erachtens nicht zur Substanz des Gewässerschutzes. Man kann die Frage der Ausgleichsbeiträge auch anders lösen. Die von der Kommis- sion vorgesehene gesetzliche Grundlage ist zweckdienlich und vernünftig. Ich komme darauf beim einschlägigen Artikel zurück.
Im Gespräch mit dem Präsidenten des Aktionskomitees für die Gewässerschutz-Initiative konnte ich feststellen, dass der Schweizerische Fischereiverband den Artikel 29 Absatz 2 streichen möchte - Artikel 29 Absatz 2 des neuen Gewässer- schutzgesetzes, der heute nicht mehr zur Diskussion steht, das möchte ich ausdrücklich sagen.
Es liegt hier keine Differenz vor, aber ich möchte hier bezogen auf das Postulat, das die Kommission einreicht, einige Bemer- kungen machen. Artikel 29 Absatz 2 des neuen Gewässer- schutzgesetzes - wo es um die Bewilligung für Wasserentnah- men in Verbindung mit Artikel 75 Ziffer 1 des Gewässerschutz- gesetzes geht, nämlich Aenderungen des Fischereigesetzes - hat u. a. die Folge, dass die nach dem geltenden Fischereige- setz erforderliche Fischereibewilligung für Wasserentnahmen entfällt und die Restwasseranforderungen an Wasserentnah- men nur noch im Konzessionsverfahren gemäss Wasser- rechtsgesetz beurteilt werden.
Der Schweizerische Fischereiverband wehrt sich vehement gegen diese Aufhebung der Fischereibewilligung, weil damit der Rechtsweg für die Beurteilung der Restwasserfragen nicht mehr beim Bundesgericht, sondern zusammen mit der Was-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion des Nationalrates (Rychen) Drogenmissbrauch. Nationale Präventionskampagne Motion du Conseil national (Rychen) Toxicomanie. Campagne nationale de prévention
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1990
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
04
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
90.313
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 29.11.1990 - 08:00
Date
Data
Seite
932-933
Page
Pagina
Ref. No
20 019 495
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.