Interpellation Matthey
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stungsauftrag gehalten sind, unabhängig von Zusatznutzun- gen, die Infrastrukturen für ihren Regalbereich zu erstellen. Dass dem Entscheid über die Art der Kostenberechnung und dem darauf abgestützten Tarifsystem regionalpolitische Be- deutung zukommt, ist mit Hinweis auf die Mehrfachnutzungen von Glasfasernetzen aufgezeigt. Im Hinblick auf die in naher Zukunft zu tätigenden Investitionen und im Hinblick auf die ge- stiegenen Anforderungen an eine ausreichende Radio- und Fernsehversorgung auch in Rand- und Berggebieten ist es un- abdingbar, dass ein Grundsatzentscheid betreffend Koopera- tion und Mitbenutzung von Infrastrukturen der PTT einerseits sowie ein diesbezügliches Tarifsystem zur Abgeltung der Ver- teildienstleistung zugunsten der GA-Betriebe andererseits festgelegt wird.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 24. September 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral du 24 septembre 1990
Die PTT-Betriebe entschlossen sich im Jahre 1964, den Bau, Betrieb und Unterhalt von örtlichen Kabelnetzen für die Vertei- lung von Radio- und Fernsehprogrammen zu konzessionie- ren und privaten Unternehmen und Organisationen zu über- lassen. Im Bericht an die Bundesversammlung über die wei- tere Gestaltung des schweizerischen Fernsehens vom 22. Mai 1968 bestätigte der Bundesrat diese Politik. Dank der rechtzei- tigen und grosszügigen Konzessionierungspraxis schritt die Verkabelung rasch voran. Zu Beginn dieses Jahres zählte die Schweiz 1822 konzessionierte Kabelbetriebe, welche über 1,7 Millionen Fernsehhaushalte versorgen.
Der Bundesrat und die PTT-Betriebe anerkennen die wirt- schaftliche, touristische und umweltspezifische Bedeutung dieser beachtlichen Investitionen von Kabelbetreibern, vorab in touristischen Regionen wie des Berner Oberlandes. Im Rah- men ihrer unternehmerischen Möglichkeiten unterstützen die PTT diese Bemühungen. So führen sie mit dem Gemein- schaftsantennen-Zubringernetz (GAZ) den Kopfstationen von Kabelnetzen und privaten Fernsehumsetzern, auch in entlege- nen Gebieten, ausländische Radio- und Fernsehprogramme zu. Sonderrichtstrahlstrecken erlauben die Programmzufüh- rung in Talschaften und Orte, deren Fernmeldenetze noch keine Kapazität für die Uebertragung von Rundfunksignalen aufweisen. Der Einsatz solcher Sonderrichtstrahlstrecken scheiterte jedoch vielfach bei geringen Abonnentenzahlen an der Preisfrage, was zwangsläufig zu einer Benachteiligung der Bergregionen führte. Eine Subventionierung durch die PTT kann indessen nicht in Erwägung gezogen werden, da jene in diesem Geschäftsbereich kostendeckende Preise erzielen müssen.
Mit der rasch fortschreitenden Erneuerung der Fernmeldein- frastruktur durch Einsatz von Glasfasern und digitalisierter Uebertragung bieten sich auch den PTT neue Dienstleistungs- möglichkeiten. Es ist richtig, dass die Glasfasernetze der PTT in Zukunft nicht nur für Fernmeldedienste, sondern auch für die Verbreitung von Radio- und Fernsehprogrammen verwen- det werden können. Im Vergleich zur herkömmlichen Kabel- technologie gestatten Glasfaserstrecken gewaltige Transport- möglichkeiten und damit auch Mehrfachnutzungen. Die PTT- Betriebe erarbeiten aus diesem Grund derzeit eine Dienstlei- stungspolitik (einschliesslich der damit verbundenen Tarifie- rung) für die Zuführung von Radio- und Fernsehprogrammen zu privaten Kabelverteilnetzen, die den Kabelverbänden im Herbst 1990 vorgestellt werden soll. Grundsätzlich lässt sich zu den gestellten Fragen bereits heute festhalten:
Glasfaserstrecken lassen sich durch den Einsatz leistungs- fähiger Uebertragungsausrüstungen nicht nur für Fernmelde- dienste, sondern auch für die Uebertragung von Radio- und Fernsehprogrammen zusätzlich nutzen.
Eine Kooperation der verschiedenen Interessen bei der Ver- teilung von in- und ausländischen Radio- und Fernsehpro- grammen zugunsten der Abonnenten ist aus volkswirtschaftli- cher Sicht zu begrüssen.
3./4. Die Tarifpolitik der PTT soll den Möglichkeiten der Zusatz- nutzung von digitalen Uebertragungsstrecken Rechnung tra- gen. Konkret heisst das: Wo freie Netzkapazitäten bereits vor-
handen sind, werden für die Zusatznutzung kostengünstige Lösungen nicht zum vorneherein ausgeschlossen. Sie sollen jedoch kostengerecht ausgestaltet werden und dürfen den un- ternehmungspolitischen Grundsätzen der PTT-Betriebe nicht entgegenstehen.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes befriedigt.
90.703
Interpellation Matthey Tarifannäherung Rapprochement tarifaire
Wortlaut der Interpellation vom 20. September 1990 Am 27. Mai 1986 hat die Finanzkommission des Ständerates die Motion «Tarifannäherung. Beseitigung störender Un- gleichheiten» eingereicht. Sie wurde dem Bundesrat am 9. Juni 1986 mit 22 gegen 5 Stimmen überwiesen. Zum glei- chen Thema wurde am 18. Juni 1986 im Nationalrat eine Inter- pellation eingereicht. Zudem sind mehrere Kantone beim Vor- steher des Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirt- schaftsdepartements vorstellig geworden und haben die Revi- sion des Bundesbeschlusses vom 5. Juni 1959 über Annähe- rung von Tarifen konzessionierter Bahnunternehmungen ge- fordert.
Da sich die beträchtlichen Ungleichheiten zwischen den ver- schiedenen Unternehmungen noch verschlimmern dürften, bitten die Unterzeichneten den Bundesrat um Auskunft dar- über, welche Folge er der Motion gegeben hat.
Texte de l'interpellation du 20 septembre 1990
Le 27 mai 1986, la Commission des finances du Conseil des Etats déposait une motion portant le titre «Rapprochements des tarifs. Elimination des inégalités incommodantes». Elle a été transmise au Conseil fédéral par 22 voix contre 5 le 9 juin 1986. Le 18 juin 1986, une interpellation était également dépo- sée au Conseil national. Divers cantons sont également inter- venus auprès du chef du Département fédéral des transports, des communications et de l'énergie pour demander la révi- sion de l'arrêté fédéral concernant le rapprochement des tarifs d'entreprises de chemin de fer concessionnaires, du 5 juin 1959.
Les soussignés désirent interpeller le Conseil fédéral sur la suite qu'il a donnée à la motion, étant donné que la situation très inégale qui prévaut actuellement en la matière a tendance à s'accentuer entre les différentes compagnies.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Béguelin, Borel, Eg- genberger Georges, Etique, Euler, Fankhauser, Frey Claude, Guinand, Hafner Ursula, Jeanneret, Kohler, Leuba, Longet, Mauch Ursula, Pitteloud, Rebeaud, Reimann Fritz, Stappung, Theubet, Zbinden Hans (21)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Il ressort de l'annuaire statistique publié par l'Office fédéral de la statistique, à Berne, que les indemnités versées aux réseaux
59-N
N
14 décembre 1990
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Interpellation Hänggi
ferroviaires au titre du rapprochement tarifaire présentent des inégalités choquantes entre les diverses régions de notre pays, notamment entre les régions jurassiennes et alpestres. Malgré la motion acceptée par le Conseil des Etats et d'autres interventions parlementaires ou des différents cantons, rien n'a été entrepris pour apporter un correctif à une situation qui pénalise non seulement les compagnies concernées, mais également les régions desservies.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 21. November 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 21 novembre 1990
Dans son développement, l'auteur de l'interpellation constate que les indemnités versées pour le manque à gagner au titre du rapprochement tarifaire varient fortement d'une région à l'autre.
Le Conseil fédéral s'est déjà prononcé sur cette question en répondant à l'interpellation Gloor du 18 juin 1986 portant le ti- tre «Rapprochement des tarifs»; notre détermination d'alors est toujours valable. L'indemnité dépend du volume du trafic, d'une part, et du niveau des prix appliqués avant l'entrée en vi- gueur du rapprochement tarifaire, d'autre part. Ces deux élé- ments conduisent nécessairement à des pertes de recettes différentes, c'est-à-dire que la différence est inhérente au sys- tème.
Quant à la suite donnée par le Conseil fédéral à la motion de la Commission des finances du Conseil des Etats, du 27 mai 1986, nous répondons comme il suit:
Durant l'année en cours, l'Office fédéral des transports a ana- lysé en détail l'arrêté sur le rapprochement tarifaire (entrepri- ses de chemins de fer et d'automobiles) dans le sens des con- siderants de la motion. D'autres alternatives répondant mieux à la situation actuelle ont également été examinées sur la base de la législation applicable au transport public.
Le Conseil fédéral présentera diverses solutions à la faveur de la révision de la loi fédérale sur les chemins de fer, qui sera pro- chainement soumise à une procédure de consultation. Ce procédé permet d'inclure les observations des milieux intéres- sés dans la phase préliminaire de révision ou de modification plus fondamentale du rapprochement tarifaire.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes nicht befriedigt.
90.787
Interpellation Hänggi Terminplan für den Ausbau der SBB-Linie Basel-Delsberg Aménagement de la ligne CFF Bâle-Delémont
Wortlaut der Interpellation vom 3. Oktober 1990
Die Realisierung der «Bahn 2000» scheint in Rückstand zu ge- raten, weil die Linienführung verschiedener Teilstrecken wie zum Beispiel Basel-Olten oder Olten-Bern nach wie vor um- stritten sind.
Es stellt sich deshalb die Frage, ob der Bundesrat nicht die Prioritäten etwas anders setzen sollte.
So zum Beispiel der Ausbau der Linie Basel-Delsberg, Diese Strecke erschliesst einen grossen Teil der Agglomeration Ba- sel. Die Verkehrsverhältnisse sind auf dieser Linie sowohl tech- nisch wie auch organisatorisch (Fahrplan) unbefriedigend. Dabei muss auch das Projekt der S-Bahn Basel berücksichtigt werden.
Ich bitte deshalb den Bundesrat um die Beantwortung folgen- der Fragen:
Welche terminlichen Verschiebungen haben sich bis heute bei der Realisierung der «Bahn 2000» ergeben?
Wie beurteilt der Bundesrat dabei die Möglichkeit, andere Teil- oder Nebenstrecken vorzuziehen?
Wie sieht dies konkret für den Ausbau der Linie Basel-Dels- berg auf Doppelspur aus?
Gibt es einen Terminplan?
Texte de l'interpellation du 3 octobre 1990
La réalisation de RAIL 2000 semble avoir pris du retard, car le tracé de certains tronçons (par exemple celui de Bâle à Olten et celui d'Olten à Berne) fait toujours l'objet de contestations. On peut dès lors se demander si le Conseil fédéral ne devrait pas modifier quelque peu les priorités, notamment en aména- geant le tronçon qui va de Bâle à Delémont, vu que ce dernier traverse une grande partie de l'agglomération bâloise, que les liaisons y sont insatisfaisantes du point de vue technique et or- ganisationnel (horaire) et qu'il faut aussi tenir compte du projet de R.E.R. bâlois.
Je demande donc au Conseil fédéral de répondre aux ques- tions suivantes:
· 1. Quels retards a-t-on enregistrés jusqu'ici dans la réalisation de RAIL 2000?
Que pense le Conseil fédéral de la possibilité de privilégier d'autres tronçons des lignes secondaires?
Qu'en est-il concrètement du dédoublement de la ligne Bâle-Delémont? Y a-t-il un calendrier?
Dispose-t-on pour cette ligne aussi d'un plan d'action qui permettrait, sans dédoublement de la voie, d'augmenter sa capacité en peu de temps?
Mitunterzeichner - Cosignataire: Theubet (1)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 21. November 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral du 21 novembre 1990
Bei der Realisierung einzelner Vorhaben von «Bahn 2000» haben sich Terminverschiebungen von bis zu 2 Jahren erge- ben. Es ist aber nach wie vor das Ziel, «Bahn 2000» terminge- recht, d. h. bis zum Jahre 2000 zu verwirklichen. Gefährdet ist der Termin vor allem bei den Projekten Muttenz-Olten und Rothrist-Mattstetten. Diese Neubaustrecken haben im Ange- botskonzept «Bahn 2000» gleichsam «Rückgratfunktion», weshalb sie in der Planung prioritär behandelt werden. Wie rasch der Bahnbau vorankommt, wird zu einem schönen Teil durch das Plangenehmigungsverfahren bestimmt. Das Eidge- nössische Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartement hat deshalb eine Arbeitsgruppe eingesetzt, mit dem Auftrag zu prüfen, wie das Plangenehmigungsverfahren vereinfacht und beschleunigt werden kann, ohne die Rechte der Betroffenen zu beschneiden.
Baureife Projekte auf Nebenstrecken und nicht bestrittene Abschnitte von Neubaustrecken werden, soweit sich sinnvolle Bauetappen ergeben, zeitlich vorgezogen, um eine Kumula- tion von Bauvorhaben in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre zu vermeiden. Im Bau sind zum Beispiel das dritte Gleis von Basel nach Muttenz und die Grauholzlinie Mattstetten- Bern. Die Fertigstellung dieser Projekte ist auf 1993 bzw. 1994 vorgesehen. Kaum bestritten sind bei den Neubaustrecken zwischen Basel und Bern der Abschnitt Muttenz-Liestal, die Li- nienführung parallel zur Autobahn N1 zwischen Mattstetten und Koppigen sowie der Abschnitt zwischen Roggwil und Rothrist.
Das Vorprojekt für den Ausbau der Strecke Basel-Delsberg liegt vor. Es ist so aufgebaut, dass die Arbeiten abschnittweise vorangetrieben werden können. Doppelspurinseln werden dort erstellt, wo Zugskreuzungen stattfinden. Gemäss aktuel- lem Fahrplankonzept «Bahn 2000» betrifft dies die Bereiche
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Matthey Tarifannäherung Interpellation Matthey Rapprochement tarifaire
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Anno
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V
Volume
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Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.703
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.12.1990 - 08:00
Date
Data
Seite
2469-2470
Page
Pagina
Ref. No
20 019 387
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