Interpellation Baerlocher
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Interpellation Baerlocher Tagung über Risiko und Sicherheit Risques et sécurité des systèmes techniques. Conférence d'Ascona
Wortlaut der Interpellation vom 20. September 1990
Im vergangenen August fand in Ascona eine Tagung über Ri- siko und Sicherheit technischer Systeme statt. Diese Tagung wurde von der ETH Zürich organisiert und galt als Startschuss eines Polyprojektes zu diesem Thema. Die Kosten der Tagung wurden vom Bund übernommen. Die Teilnehmer der Tagung kamen offenbar zumeist von der Atomtechnologie und Wis- senschaft und Industrie her. An der Tagung fehlten mit einigen Ausnahmen die Behördenvertreter von Bund und Kantonen, welche sich mit dem Vollzug der Störfallverordnung zu befas- sen haben. Wie es scheint, sind Risikobetrachtungen noch im- mer gar zu stark auf den Bereich der Atomenergie beschränkt. Ich frage daher den Bundesrat an:
Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass zu dieser Tagung zu einseitig eingeladen wurde und die Kostenübernahme des Bundes angesichts der mageren Präsenz von Behördenver- tretern eher bedenklich ist?
Sind der Bundesrat und die zuständigen Departemente über den weiteren Fortgang des erwähnten Polyprojektes in- formiert?
Wird der Bundesrat dafür besorgt sein, dass auch die Amts- stellen, welche mit dem Vollzug der Störfallverordnung be- schäftigt sind, oder Fachleute aus der Praxis ihre Erfahrungen und ihre arbeitsmässigen Möglichkeiten in dieses Projekt ein- bringen können?
Texte de l'interpellation du 20 septembre 1990
Une conférence sur les risques et sur la sécurité des systèmes techniques a eu lieu à Ascona en août dernier à l'initiative de l'EPFZ. Elle a donné le coup d'envoi à un projet interdiscipli- naire sur ce thème. Son coût a été pris en charge par la Confé- dération. Y ont pris part apparemment surtout des spécialistes de la technologie de l'atome et des spécialistes du monde scientifique et de l'industrie, mais, hormis quelques fonction- naires chargés d'appliquer l'ordonnance sur la protection en cas d'urgence, aucun délégué de la Confédération ni des can- tons. Ne semblent d'ailleurs être aujourd'hui encore considé- rés comme risques que les risques attachés à l'emploi de l'énergie atomique.
Je demande donc au Conseil fédéral de répondre aux ques- tions suivantes:
Partage-t-il l'avis que les invitations ont été lancées de ma- nière trop sélective et que l'on peut se demander s'il fallait que la Confédération prenne en charge les frais, vu la maigre délé- gation des personnes ayant représenté les autorités?
Est-il informé du développement à venir du projet interdisci- plinaire mentionné? Les départements impliqués le sont-ils eux aussi?
Veillera-t-il à ce que les responsables des services chargés d'appliquer l'ordonnance sur la protection en cas d'urgence, mais aussi les praticiens, puissent travailler audit projet en y apportant leurs expériences et leur savoir-faire?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 14. November 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral du 14 novembre 1990
Vom 19. bis zum 24. August 1990 fand im Centro Stefano Fran- scini der ETH Zürich in Ascona eine interdisziplinäre, wissen- schaftliche Arbeitstagung zum Thema «Risiko und Sicherheit technischer Systeme - auf der Suche nach neuen Ansätzen» statt. Diese Tagung war Bestandteil eines Polyprojekts, d. h. eines interdisziplinären Forschungsprojekts der ETH Zürich, das unter der Projektleitung von Prof. J. Schneider gestartet worden ist.
Zur Tagung wurden Vertreter der Wissenschaft, der öffentli- chen Verwaltung und der Wirtschaft eingeladen. Das Ta- gungsprogramm umfasste die Diskussion von Problemen zur Frage von Risiko und Sicherheit, die anhand von Beispielen aus den Bereichen der Biotechnologie, Kernenergie, Umwelt- wissenschaften und Soziologie bearbeitet wurden. Die Ta- gung war nicht als Lehrveranstaltung gedacht, sondern sie ge- hört zur Explorationsphase des genannten Forschungspro- jekts.
Zu den einzelnen Fragen nehmen wir wie folgt Stellung:
An der Tagung teilgenommen haben 73 Persönlichkeiten, nämlich: 21 Wissenschafter aus dem ETH-Bereich, 17 Vertre- ter der öffentlichen Verwaltungen und Wissenschafter ausser- halb des ETH-Bereichs, 31 Vertreter der Wirtschaft sowie je 2 Regierungsvertreter und Parlamentarier aus der Schweiz und aus Deutschland. Ob die an der Tagung gesammelten Infor- mationen für die weitere Bearbeitung des Forschungsprojekts genügen oder nicht, kann nur die Projektleitung beurteilen. Dabei ist zu beachten, dass diese Tagung nur eine Mass- nahme im Rahmen der Startphase des Forschungsprojekts war.
Da die erwähnte Tagung ein Teil eines Forschungsprojekts ist, werden die dadurch entstehenden Kosten durch den Projekt- kredit gedeckt.
Immerhin hatten die Tagungsteilnehmer einen Kostenbeitrag selber zu leisten. Jedenfalls ist diese Kostenregelung nicht zu beanstanden.
Das Forschungsprojekt «Risiko und Sicherheit technischer Systeme» der ETH Zürich ist erst angelaufen, weshalb darüber noch keine auswertbaren Informationen erhältlich sind. Ueber den Ablauf des Forschungsprojekts entscheidet im Sinne der Forschungsfreiheit der Forscher bzw. die Projektleitung nach Massgabe der ihr zur Verfügung stehenden Mittel. Liegen ein- mal Ergebnisse vor, so werden sie, wie üblich in solchen Fäl- len, allen interessierten Stellen verfügbar gemacht. Die Oef- fentlichkeit erhält darüber Aufschluss insbesondere durch die regelmässigen Forschungsberichte der ETH Zürich, durch die im Rahmen des Forschungsprojekts anfallenden wissen- schaftlichen Publikationen sowie durch Jahresberichte der am Forschungsprojekt beteiligten Institute und über die Stabs- stelle Forschung und Wirtschaftskontakte der ETH Zürich.
Wie bereits dargelegt, hat die Projektleitung zu dieser Ta- gung Persönlichkeiten eingeladen, die sich im einzelnen mit Fragen des Risikos, der Sicherheit und der Bewältigung von Störfällen befassen bzw. schon einmal befasst haben. Es dürfte sich damit um Persönlichkeiten handeln, die sich mit dem Vollzug der Störfallverordnung beschäftigen und zu den Fachleuten der Praxis zu zählen sind. Die Tagung dürfte kaum der einzige Anlass zur Kontaktnahme zwischen der Projektlei-
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Interpellation Aguet
tung und dem Kreis dieser Fachleute gewesen sein. Der Bun- desrat wird dem Schweizerischen Schulrat zuhanden der Pro- jektleitung den Wunsch des Interpellanten übermitteln, dass zwischen den Forschern und den für den Vollzug der Störfall- verordnung verantwortlichen Amtsstellen ein Erfahrungsaus- tausch stattfindet.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes teilweise befriedigt.
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Interpellation Cotti Feuerdämmende Bäume Interpellanza Cotti Alberi antifiamme Interpellation Cotti Arbres antiflammes
Wortlaut der Interpellation vom 2. Oktober 1990 Ich möchte den Bundesrat fragen:
Dazu verwendet werden vor allem der Muskatnussbaum, die Akazie, die neapolitanische Erle und der Kirschbaum - Bäume, durch die beim Verbrennen viel Asche produziert wird, so dass sie die Ausbreitung des Feuers verhindern. Dar- über hinaus gibt es Baumsorten, welche die Entwicklung von Unterholz nicht zulassen.
Testo dell'interpellanza del 2 ottobre 1990 Mi permetto interpellare il Consiglio federale a sapere:
Le essenze adottate sarebbero quelle di alberi di noce, acacia, ontano napoletano e ciliegio: alberi che nel bruciare produ- cono molta cenere in modo da impedire il propagarsi del fuoco. Inoltre sono varietà che non consentono lo sviluppo del sottobosco.
Texte de l'interpellation du 2 octobre 1990
Le Conseil fédéral est prié de répondre aux questions suivan- tes:
Les essences utilisées seraient les suivantes: noyers, acacias, aunes et cerisiers. Ces arbres ont en effet la particularité de for- mer lorsqu'ils brûlent des cendres abondantes qui entravent la progression des flammes. En outre, ils empêchent la crois- sance du sous-bois.
Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Keine - Nessuno - Aucun
Schriftliche Begründung - Motivazione scritta --- Développement par écrit L'autore rinuncia alla motivazione e desidera una risposta scritta.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 21. November 1990 Risposta scritta del Consiglio federale del 21 novembre 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 21 novembre 1990
Le differenze di sensibilità agli incendi delle diverse specie d'alberi sono note da tempo. In generale, i latifogli sono meno minacciati delle conifere, ricche di resina. Durante le opera- zioni di rimboschimento intraprese a sud delle Alpi negli anni Cinquanta si piantarono laurocerasi (prunus laurocerasus) allo scopo di bloccare gli incendi - con scarso successo.
Gli istituti di ricerca e gli uffici interessati della Confederazione sono al corrente degli esperimenti in corso nella Toscana con noci, acacie, ontani napoletani e ciliegi; può darsi che condu- cano ad esiti più positivi. Le possibilità d'introdurre queste specie nel sud della Svizzera sono tuttavia limitate. Per ragioni climatiche, l'ontano napoletano (un endemismo dell'Italia me- ridionale) e l'acacia poco s'adattano a tale scopo: bisogne- rebbe dapprima chiarire se sia possibile che queste specie co- stituiscano popolazioni nel Ticino. Il noce richiede un terreno calcareo; boschi di noce potrebbero sopravvivere soltanto nel Sottoceneri (Monte Generoso, Monte San Giorgio, Monte San Salvatore, Monte Bre, Monte Boglia). Le piantagioni di noce su terreno acido sono soggette ad un alto tasso di mortalità (v. Buffi R., Mitteilungen EAFV 63,3 (1987): Le specie forestali per la zona castanile insubrica). Delle specie citate, il ciliegio è la meglio adatta a diffondersi nel Ticino; dove il clima è mite a fre- sco cresce bene.
Gli istituti di ricerca interessati della Confederazione si ten- gono al corrente degli esiti degli esperimenti condotti in Italia ed esamineranno le possibilità d'applicarli alla Svizzera meri- dionale.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes befriedigt.
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Interpellation Aguet Anpassung der Unfallversicherungs-Renten Réadaptation des rentes de l'assurance-accidents
Wortlaut der Interpellation vom 3. Oktober 1990
Aus der Antwort des Bundesrates auf meinen Vorstoss vom Juni 1989 geht hervor, dass er die Vorschriften über die Anpas- sung der Renten der Unfallversicherung nicht überprüfen will. Der Bundesrat hat dabei ar der Verteidigung von Grundsätzen festgehalten, die auch für eine Anpassung der AHV-Renten gelten. Vor kurzem ist er aber von dieser starren Haltung abge- wichen, indem er eine raschere Anpassung der Renten an den Landesindex für Konsumentenpreise in Aussicht gestellt hat, und damit auf die Bedingung verzichtete, dass dieser um 8 Prozent innerhalb eines Jahres ansteigen muss.
Die AHV-Renten sind 1986, 1988 und 1990 angepasst worden, während die Renten der Unfallversicherung lediglich auf den 1. Januar 1986 bzw. den 1. Januar 1990 angepasst wurden.
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1990
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Wintersession
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Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.709
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.12.1990 - 08:00
Date
Data
Seite
2453-2454
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20 019 370
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