2431
Postulat Blatter
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 14. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 novembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis
90.593 Postulat Martin Synthesebericht zum Umweltschutz Sauvegarde de l'environnement. Rapport de synthèse
Wortlaut des Postulates vom 20. Juni 1990
Umweltschutzprobleme sind eine Hauptsorge der Schweizer Bevölkerung geworden. Zahlreiche Massnahmen sind in die- sem Zusammenhang bereits sowohl vom Bund als auch von den Kantonen und Gemeinden ergriffen worden.
Ein Unbehagen aber bleibt: Die Massnahmen werden von Fall zu Fall im Rahmen unterschiedlicher Gesetze und Einzelent- scheide ergriffen. Bevölkerung, Wirtschaftskreise und Parla- ment haben keine Gesamtkonzeption zu den wichtigsten an- stehenden Problemen und zum Stand der Untersuchungen, die zu deren Lösung gemacht wurden. Sie haben auch keinen Ueberblick über die Mittel, mit denen die Lösung der Pro- bleme gefunden und finanziert werden kann.
Deshalb bitte ich den Bundesrat, einen Bericht vorzulegen, der folgendes enthält:
eine Bestandesaufnahme der schwerwiegendsten Umwelt- probleme, die vordringlich angegangen werden müssen;
eine Bilanz über das, was in diesem Zusammenhang schon geleistet worden ist;
die international und national vorgesehenen Lösungen für die unbewältigten Probleme sowie die Aufgaben- und Kosten- verteilung und den erforderlichen zeitlichen Aufwand. Aus dem Bericht des Bundesrates sollte auch hervorgehen, ob es zweckmässig wäre, einen Jahresbericht zu diesem Thema zu erstellen. Damit könnte in den angesprochenen Be- reichen umfassend Zwischenbilanz gezogen werden.
Texte du postulat du 20 juin 1990
Les problèmes touchant à la sauvegarde de notre environne- ment sont devenus une préoccupation majeure de la popula- tion suisse. De nombreuses mesures ont déjà été prises à cet égard tant par la Confédération que par les cantons et les com- munes.
Un malaise subsiste cependant: les mesures sont prises au coup par coup dans le cadre de nombreuses lois et décisions d'espèce. La population, les milieux économiques, le Parle- ment lui-même n'ont pas une vision d'ensemble sur les pro- blèmes les plus importants qui se posent et le degré d'avance- ment des études faites pour les résoudre. Ils n'ont pas non plus une vue d'ensemble sur l'importance des moyens qui sont à mettre en oeuvre pour le faire et leur financement. .
C'est pourquoi je demande au Conseil fédéral de présenter un rapport
qui fasse l'inventaire des problèmes ayant trait à l'environ- nement revêtant un caractère de gravité et donc d'urgence;
qui fasse le bilan de ce qui a déjà été réalisé à cet égard;
qui indique les solutions envisagées sur les plans internatio- nal et national pour les problèmes qui demeurent, la réparti- tion des tâches et des frais pour les résoudre, le temps qu'il faudra pour le faire.
Le rapport du Conseil fédéral devrait examiner l'opportunité de faire un rapport annuel à cet égard pour nous permettre de faire le point sur l'évolution de la situation dans les domaines particuliers envisagés et sur un plan global.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Antille, Béguelin, Bo- rel, Déglise, Dubois, Ducret, Gardiol, Jeanprêtre, Longet, Petit- pierre, Philipona, Pidoux, Pitteloud, Rebeaud, Ruffy, Salvioni, Theubet (18)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 14. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 novembre 1990 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
Ueberwiesen - Transmis
90.783
Postulat Blatter Unfallversicherungsgesetz. Revision Assurance-accidents. Révision de la loi
Wortlaut des Postulates vom 3. Oktober 1990
Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, wie das geltende Un- fallversicherungsgesetz (UVG) dahingehend ergänzt werden kann, dass bei einem tödlichen Arbeitsunfall eines Nachkom- men den Eltern respektive den Grosseltern in Härtefällen eine Entschädigung zugesprochen werden kann.
Texte du postulat du 3 octobre 1990
Le Conseil fédéral est invité à examiner comment il serait pos- sible de compléter la loi sur l'assurance-accidents (LAA) de sorte que les parents ou les grands-parents d'une personne victime d'un accident mortel du travail puisse recevoir une in- demnité dans les cas d'une rigueur excessive.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bürgi, David, Dietrich, Eng- ler, Keller, Nussbaumer, Ruckstuhl, Schnider, Segmüller, Sei- ler Rolf, Stamm, Widrig (12)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Nach geltendem UVG haben beim unfallbedingten Tod eines Versicherungsnehmers nur der überlebende Ehegatte und die Kinder Anspruch auf Hinterlassenenrenten. Eltern oder Gross- eltern, die vom Versicherungsnehmer unterstützt wurden (sei es materiell oder durch Arbeit, Pflege usw.), gehen leer aus. Bis zum Inkrafttreten des UVG Anfang 1984 hatten gemäss Kranken- und Unfallversicherungsgesetz (KUVG) auch die Verwandten in aufsteigender Linie Anspruch auf eine Hinter- lassenenrente. Das UVG beschränkte die Anspruchsberechti- gung auf den Ehegatten und die Kinder mit der Begründung, dass namentlich die AHV und IV Eltern und Grosseltern einen genügenden Vorsorgeschutz bieten. Diese Annahme erwies sich als zu optimistisch. Die nun seit bald sieben Jahren gel- tende Regelung führte verschiedentlich zu Härtefällen. Beson- ders für Menschen, die in schwierigen wirtschaftlichen Verhält- nissen leben, ist der plötzliche Wegfall der Unterstützung durch Nachkommen finanziell oft nicht zu verkraften. Für sol- che Fälle ist eine besondere Entschädigung angebracht.
Eine der Massnahmen, die es zu prüfen gilt, ist eine Anpas- sung des UVG-Beitrages an die Bestattungskosten; eine ana- loge Erhöhung der Bestattungsentschädigung wurde vom Bundesrat bereits im Rahmen der Revision des Militärversi- cherungsgesetzes vorgeschlagen.
Postulat Schwab
2432
N 14 décembre 1990
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 novembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
90.811 Postulat Dormann Obligatorische Krankengeldversicherung für Arbeitnehmer Assurance obligatoire des salariés au titre de l'indemnité journalière
Wortlaut des Postulates vom 4. Oktober 1990 Der Bundesrat wird beauftragt, die Einführung einer obligatori- schen Krankengeldversicherung für Arbeitnehmer und Arbeit- nehmerinnen zu prüfen.
Texte du postulat du 4 octobre 1990 Le Conseil fédéral est invité à étudier l'introduction d'une assu- rance d'indemnité journalière obligatoire pour les salarié(e)s.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bircher Peter, Bürgi, David, Dünki, Fäh, Keller, Neukomm, Ruckstuhl, Schmid, Seiler Rolf, Stamm, Widrig, Zwygart (13)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die obligatorische Unfallversicherung deckt weitgehend den Erwerbsausfall, den Arbeitnehmer bei Unfall oder Berufs- krankheit erleiden. Ein entsprechender Versicherungsschutz für den Erwerbsausfall bei Nichtberufskrankheiten besteht hin- gegen nicht.
Obwohl ein Grossteil der Arbeitnehmerschaft individuell oder kollektiv oder aufgrund eines Arbeits- oder Gesamtarbeitsver- trags gegen Lohnausfall bei Krankheit versichert ist, bestehen doch vielfach grosse Diskrepanzen zu den Leistungen bei Un- fall. Besonders bei längerdauernden Krankheiten oder Krank- heitsfolgen (Krebs, Herzinfarkt) kommt es vor, dass Arbeitneh- mer bis zum Beginn der IV-Leistungen lange Zeit keinerlei Ein- kommen erzielen, was zu den entsprechenden sozialen Härten (insbesondere für die jeweiligen Familien) führt. Bei unfallbe- dingter Arbeitsunfähigkeit ist dies dank UVG nicht der Fall. Diese Ungleichbehandlung von krankheits- und unfallbeding- ter Arbeitsunfähigkeit ist für die Betroffenen stossend.
Eine obligatorische Krankengeldversicherung beseitigt diese Ungleichbehandlung und ergänzt den Versicherungsschutz des UVG. Die Leistungen der Krankengeldversicherung sollen den Zeitraum zwischen Ablauf der Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers und Beginn der IV-Leistungen überbrücken. Zu prüfen ist eine entsprechende Aenderung von Krankenversi- cherungsgesetz oder UVG.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 7. November 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 7 novembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Präsident: Das Postulat wird von Herrn Allenspach bekämpft. Die Diskussion wird verschoben.
Verschoben - Renvoyé
90.813 Postulat Schwab Eingliederung des Pferdesportes in Jugend + Sport Jeunesse et Sport. Intégration du sport équestre
Wortlaut des Postulates vom 4. Oktober 1990 Der Bundesrat ist eingeladen, die nötigen Massnahmen zur Eingliederung des Pferdesports, insbesondere Voltige und Reiten in allen landesüblichen Formen, in Jugend + Sport zu veranlassen.
Texte du postulat du 4 octobre 1990 Le Conseil fédéral est invité à prendre les mesures nécessai- res pour intégrer le sport équestre, notamment la voltige et l'équitation dans toutes les formes pratiquées en Suisse, dans les activités de Jeunesse et Sport.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Berger, Blatter, Bonny, Büttiker, Daepp, Déglise, Fischer-Hägglingen, Frey Walter, Giger, Gysin, Hari, Hess Otto, Hösli, Houmard, Keller, Kühne, Luder, Mauch Rolf, Müller-Wiliberg, Nebiker, Neuen- schwander, Paccolat, Reimann Maximilian, Ruckstuhl, Rutis- hauser, Rychen, Scheidegger, Schnider, Seiler Hanspeter, Tschuppert, Wanner, Wyss Paul, Wyss William, Zölch, Zwingli, Zwygart (37)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Bis zur Auflösung der Kavallerie anno 1973 bildete der Bund jedes Jahr einige Hundert Pferde aus und vermittelte in Schu- len und Kursen etlichen Hundert jungen Schweizern eine gute und umfassende Schulung im Reiten und Fahren sowie in der Haltung und Pflege der Pferde. Der Pferdesport, vor allem als Freizeit- bzw. Breitensport, empfing davon wertvolle Impulse. Diesen Know-how-Transfer gibt es heute nicht mehr. Im Ge- genteil, das überkommende Wissen und Können ums Pferd droht sogar verlustig zu gehen. Die Reitvereine sind bei der Nachwuchsförderung weitgehend auf sich selbst gestellt. Der erfreuliche, zügige Auf- und Ausbau von Jugend + Sport seit Beginn der siebziger Jahre hat die Lage des Pferdesports zu- sätzlich beeinträchtigt. Im Gegensatz zu 31 anderen Sportar- ten entbehrt er bis heute cer Förderung im Rahmen von Ju- gend + Sport. Teilnahme und gründliche Schulung werden so nicht zuletzt für den einzelnen Jugendlichen immer mehr auch zu einer finanziellen Frage.
Historisch ist der Pferdesport in unserem Land nie Sport einer bestimmten sozialen Schicht gewesen. Dafür zeugen tradi- tionsreiche, populäre Veranstaltungen wie Fête nationale hip- pique in Tramelan, Marché-Concours in Saignelégier oder Bauernpferderennen in Schwarzenburg. Für die Verankerung in breitesten Bevölkerungskreisen sprechen auch der Wider- stand, der seinerzeit der Abschaffung der Kavallerie entgegen- gebracht wurde, und die Empörung, die die Absicht des Bun- desrates, die Empfa in Bern aufzulösen, hervorgerufen hat. Zur Verbundenheit mit dem Pferd trägt bei, dass wir eine lan- desspezifische Pferderasse, die Freiberger, haben und auch die eigentliche Reitpferdezucht (Warmblut), weitgehend auf den Bauernstand abgestützt, auf einer jahrhundertealten Ge- schichte basiert - im Kloster Einsiedeln seit dem 11. Jahrhun- dert bis heute ohne Unterbruch, wahrscheinlich die älteste noch bestehende Zuchtstätte der Welt.
Reiten kann im Unterschied zu vielen anderen Sportarten, die praktisch nur von Jugendlichen und Erwachsenen ausgeübt werden können, lebenslang gepflegt werden. Mit der Integra-
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Postulat Blatter Unfallversicherungsgesetz. Revision Postulat Blatter Assurance-accidents. Révision de la loi
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1990
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Anno
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V
Volume
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Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.783
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 14.12.1990 - 08:00
Date
Data
Seite
2431-2432
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Pagina
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20 019 341
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