N 5 octobre 1990
1916
Postulat Haering Binder
90.658 Postulat Seiler Hanspeter Luftreinhalte-Verordnung und Feuerungsanlagen Ordonnance sur la protection de l'air et chauffage
90.533
Postulat Haering Binder Tempo-30-Zonen in städtischen Verhältnissen 30 km/h en milieu urbain. Délimitation des zones
Wortlaut des Postulates vom 22. Juni 1990 Der Bundesrat wird gebeten, die Luftreinhalte-Verordnung so zu revidieren, dass
die bei der obligatorischen Feuerungskontrolle entstehen- den Kosten nicht zu wettbewerbsverzerrenden Auswirkungen zwischen Holz- und andern Feuerungsanlagen führen;
bei neuzeitlichen und mit moderner Technik ausgestatteten Holzfeuerungen anstelle der periodischen Prüfung eine um- fassende Typenprüfung erfolgen kann, die den ganzen Be- triebszyklus erfasst.
Texte du postulat du 22 juin 1990 Le Conseil fédéral est invité à revoir l'ordonnance sur la protec- tion de l'air de telle façon que:
Mitunterzeichner - Cosignataires: Basler, Blatter, Bürgi, Daepp, Hari, Luder, Nebiker, Neuenschwander, Rychen, Schnider, Schwab, Widrig, Wyss William, Zölch (14)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Nutzung der einheimischen und erneuerbaren Holzener- gie ist nach wie vor ungenügend. Wenn auch der Anteil am Gesamtenergieverbrauch mit etwa bis 6 Prozent relativ gering ist, so verdient dieses brachliegende landeseigene Energie- potential doch eine vermehrte Förderung.
Im Vergleich zu Anlagen für fossile Brennstoffe erschweren momentan relativ hohe Anlagekosten, höhere Brennstoff- preise und unverhältnismässig hohe Prüfkosten (Oelfeuerun- gen etwa 50 Franken, Holzfeuerungen zwischen 800 bis 2000 Franken!) eine an sich wünschbare Energieholznutzung in den Regionen, in denen diese Energie sinnvoll eingesetzt werden kann.
Ein gut funktionierender Energieholzmarkt liegt auch im Inter- esse einer umfassenden Waldbewirtschaftung. Es ist zu be- rücksichtigen, dass Holz zudem eine sehr günstige Gesamt- Energiebilanz aufweist.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 5. September 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 5 septembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
Wortlaut des Postulates vom 7. Juni 1990
Der Bundesrat wird eingeladen, die Bestimmungen betreffend die maximale Grösse von Tempo-30-Zonen (Weisungen Zo- nensignalisation vom 4. April 1990) mit Blick auf die spezifi- schen Anforderungen in städtischen Verhältnissen zu revidie- ren.
Dabei sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
Die in der Weisung vorgesehene, maximale Zonengrösse von 0,7 km2 ist für städtische Verhältnisse unzureichend. 2. Diesem Problem kann mit der Einführung einer Ausnahme- möglichkeit für besondere räumliche Verhältnisse begegnet werden.
Gleichzeitig ist die Möglichkeit einer Signalisationswieder- holung einzuräumen.
Texte du postulat du 7 juin 1990
Le Conseil fédéral est invité à revoir les dispositions fixant la superficie maximale des zones soumises à la limite de 30 km/h (instructions concernant la signalisation du trafic par zones) en considérant les exigences propres à celles qui sont situées en milieu urbain.
Dans cette optique, il convient de prendre en compte les points suivants:
la superficie maximale, fixée par l'instruction à 0,7 km2, est insuffisante en milieu urbain;
la solution à ce problème serait d'introduire dans le texte de l'instruction une possibilité de dérogation s'appliquant aux zo- nes urbaines particulièrement étendues;
il y aurait également lieu de prévoir la possibilité d'installer des signaux de rappel.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Bäumlin Ursula, Béguelin, Bircher, Bodenmann, Borel, Braunschweig, Bundi, Hafner Ursula, Haller, Hubacher, Jeanprêtre, Lanz, Le- dergerber, Leuenberger-Solothurn, Leuenberger Moritz, Mat- they, Mauch Ursula, Meizoz, Ott, Rechsteiner, Reimann Fritz, Stappung, Ulrich, Vollmer, Zbinden Hans, Züger (28)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 5. September 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral du 5 septembre 1990
1./2. Eine mittels Zonensignalisation angezeigte örtliche Ver- kehrsregel (z. B. Tempo 30) wird nur beachtet, wenn die Zone für die Verkehrsteilnehmer überschaubar und als einheitliches Gebiet erkennbar ist. Die Zone darf daher nicht zu gross sein. Aufgrund ausländischer Erfahrungen, der Ueberprüfung schweizerischer Ortspläne sowie des Vernehmlassungser- gebnisses hat das EJPD in den Weisungen über die Zonensi- gnalisation vom 3. April 1989 die Zonengrösse wie folgt gere- gelt: Die Zone «soll im Normalfall die Grössenordnung von 0,4 km2 nicht übersteigen und auch bei besonderen Verhält- nissen nicht grösser als 0,7 km2 sein. Bei einem grösseren Ge- biet besteht die Gefahr, dass der Verkehrsteilnehmer sich der beim Zonenbeginn signalisierten Verkehrsanordnung(en) nicht mehr bewusst ist».
Diese flexible Regelung lässt den anwendenden Behörden ei- nen gewissen Spielraum. Zur Illustration der Grössenordnung
1917
Postulat Nabholz
sei darauf hingewiesen, dass beispielsweise die auf der Aare- Halbinsel gelegene Berner Altstadt zwischen Hauptbahnhof und Bärengraben insgesamt nur ein Gebiet von rund 0,55 km2 umfasst.
Die erwähnten Weisungen werden erst seit sehr kurzer Zeit in der Praxis angewendet, und es bleibt daher abzuwarten, ob sie sich bewähren. Die in ausgewählten Wohnquartieren der Stadt Bern getroffenen Zonen-Massnahmen werden wissen- schaftlich begleitet. Gestützt auf neue Erkenntnisse können die Weisungen später angepasst werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Ziffern 1 und 2 des Postulats ent- gegenzunehmen, Ziffer 3 abzulehnen.
Le président: Le postulat est combattu par M. Scherrer. La discussion est renvoyée à une date ultérieure.
Verschoben - Renvoyé
90.585
Postulat Portmann Bewilligungsverfahren für Bauten und Anlagen von regionaler und nationaler Bedeutung Constructions et installations d'importance régionale ou nationale. Procédure d'autorisation
Enfin, il conviendra d'adapter les voies de recours à cette nou- velle procédure coordonnée pour supprimer les chevauche- ments et les répétitions.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Blocher, Fei- genwinter, Fischer-Sursee, Früh, Iten, Oehler, Reich, Wyss Paul (9)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der Bau notwendiger, öffentlicher und privater Werke von re- gionaler und nationaler Bedeutung darf - auch angesichts un- serer internationalen Verpflichtungen - nicht wegen mangeln- der Koordination im öffentlichen Recht verschleppt werden. In einer Zeit, in der die Wirtschaft ihre Güter durch Computer Integrated Manufacturing umweltfreundlicher, rascher und bil- liger zu erzeugen hat, mutet der Staat dem Gesuchsteller für den Bau eines gesellschaftlich bedeutenden Werkes einen Formalaufwand zu, der inhaltlich, zeitlich und finanziell ins Un- vertretbare wuchert, weil die heutigen verstreuten öffentlich- rechtlichen Vorschriften die Beteiligten bisweilen in einen kaum mehr durchblickbaren kafkaesken Bürokratie-Dschun- gel führen.
Die Unkoordiniertheit, Ueberlänge und die teilweise Doppel- spurigkeit des heutigen Bewilligungsverfahrens belastet auch unnötig unsere Behörden und lässt gar Unmut bei den Betei- ligten über unsere Staatsstruktur aufkommen. Das Bundesge- richt sah sich daher im Entscheid 150/1989 vom 14. März 1990 (Erben Ernst Balmer und Mitbeteiligte gegen Jakob Grimm und Politische Gemeinden Egg und Oetwil am See sowie Re- gierungsrat des Kantons Zürich) veranlasst, den Gesetzgeber darauf aufmerksam zu machen, dass eine wirksame, materi- elle und verfahrungsmässige Koordination aus verfassungs- rechtlichen Gründen unabdingbar sei.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 17. September 1990 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 17 septembre 1990 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
Wortlaut des Postulates vom 20. Juni 1990
Der Bundesrat wird eingeladen, unverzüglich abzuklären und vorzuschlagen, wie Bauten und Anlagen von regionaler und nationaler Bedeutung künftig durch ein koordiniertes, inhalt- lich gebündeltes, zeitlich gerafftes und finanziell verbilligtes Gesamt-Verfahren durch eine erste Bewilligungsbehörde mit ungeschmälerter Ueberprüfungsbefugnis (hinsichtlich der Uebereinstimmung mit den Erfordernissen des Bau- und Raumplanungsrechts, des Umwelt- und Gewässerschutz- rechts, des Wald- und Forstrechts, des Natur- und Heimat- schutzrechts, des Enteignungsrechts usw.) beurteilt werden können. Dabei sei - der föderalistischen Struktur unseres Staatswesens entsprechend - die eine erste Instanz auf der Kantons-Ebene vorzusehen.
Ferner seien Beschwerdebefugnis und Rechtsmittelweg die- sem koordinierten Verfahren anzupassen und zu vereinheitli- chen, damit Doppelspurigkeiten und Wiederholungen entfal- len.
Texte du postulat du 20 juin 1990
Le Conseil fédéral est invité à étudier sans retard les possibili- tés de soumettre les demandes relatives à des constructions et installations d'importance régionale et nationale à une auto- rité unique, seule compétente pour délivrer l'autorisation (et pour contrôler la conformité aux dispositions légales relatives à la construction, à l'aménagement du territoire, à la protection de l'environnement, des eaux, des forêts et du paysage, à l'ex- propriation, etc.) dans le but de simplifier la procédure, de la coordonner, de l'accélérer et d'en réduire le coût. Cette auto- rité unique de première instance doit être cantonale afin de respecter la structure fédéraliste de notre Etat.
90.656
Postulat Nabholz Schaffung einer eidgenössischen Kommission für Fürsorgefragen im Asylbereich Création d'une Commission fédérale chargée des questions d'assistance dans le domaine de l'asile
Wortlaut des Postulates vom 22. Juni 1990 Der Bundesrat wird gebeten, eine eidgenössische Kommis- sion für Fürsorgefragen im Asylbereich zu schaffen, in welcher u. a. kantonale oder regionale Vertreter von Fürsorgestellen und Hilfswerken vertreten sein sollen, um den Informations- fluss und die Koordination zwischen Bund, Kantonen, Ge- meinden und privaten Stellen bezüglich Fürsorgeaufgaben besser zu gewährleisten.
Texte de la motion du 22 juin 1990
Le Conseil fédéral est prié de créer une commission fédérale d'assistance en matière d'asile dont feraient surtout partie des représentants cantonaux ou régionaux de services sociaux et d'oeuvres d'entraide; cette mesure permettrait en effet d'amé-
72-N
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Haering Binder Tempo-30-Zonen in städtischen Verhältnissen Postulat Haering 30 km/h en milieu urbain. Délimitation des zones
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Jahr
1990
Année
Anno
Band
IV
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.533
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Numero dell'oggetto
Datum 05.10.1990 - 08:00
Date
Data
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1916-1917
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20 019 062
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